Warnung und Hoffnung der Endzeit

Buchbesprechung von Christa Meves

Heute möchte ich Sie auf die Neuerscheinung eines Buches aufmerksam machen, das für alle, die sich für überpersönliche Analysen interessieren, eine erfreuliche, leicht lesbare Lektüre ist – eine Information, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt.

Es handelt sich um das Buch von Michael O‘ Brien „Die Apokalypse“; es erschien im FE-Verlag Kisslegg mit dem Untertitel: „Warnung, Hoffnung und Trost“. 10 €. – Bestellbar bei: FE-Medienverlag, Hauptstraße 22 in 88353 Kißlegg, https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=71217 –  E-Mail: bestellung@fe-medien.de

Es geht dabei keineswegs noch einmal um eine direkte Ausdeutung der Texte von den Offenbarungen des Johannes, wie sie z. Z. in Fülle auf dem Markt sind. Eine Kenntnis der Apokalypse über die Zukunft des Christentums wird hier vielmehr vorausgesetzt.

Unverblümt steigt der Autor mit der Frage unter dem Titel: „Leben wir in apokalyptischen Zeiten?“ mit Fakten ein, die das bejahen. Abgesichert durch reichhaltige Bibelzitate aus dem Neuen Testament beweist O‘ Brien, dass er die Nähe eines „Endes der Endzeit“(G. Kuby) für unsere eigentliche Wirklichkeit hält.

Er zeigt aber auch gleichzeitig, dass diese „geheimnisvolle multidimensionale Vision“ des Jüngers Johannes grundsätzlich und für alle Zeiten eine Mahnung und Warnung des Herrn an jede Generation ist. Jeder Einzelne möge einen Geist der Wachsamkeit leben und die Augen seines Herzens und seines Geistes für das Wesen dieser Wirklichkeit öffnen.

Diese Wirklichkeit besteht aber für O‘ Brien ganz besonders in der Zeit jetzt; denn in der Moderne – vor allem des Westens – geht es vor allem um einen diabolischen Kampf des Widersachers Gottes gegen die, die dem Herrn die Treue hielten, und damit vor allem auch um einen Ansturm gegen die Kirche. 

Der Autor legt den Finger in die Wunde: „Wie viele Menschen glauben heute, dass der Triumph des Guten über das Böse in der Welt durch soziale Revolution oder durch soziale Evolution erreicht wird? Wie viele glauben, dass der Mensch sich selbst retten könne, wenn nur genügend Wissen und Energie aufgebracht werden? Ich bin der Meinung, dass diese intrinsische Perversität nun die gesamte westliche Welt beherrscht.“

BILD: Unsere Rezensentin Christa Meves ist seit Jahrzehnten als Bestseller-Autorin bekannt

Besonders konzentriert sich O‘ Brien dabei auf das Kapitel 12, 10-12 und auf das Kapitel 13 der Offenbarung, in denen zum Ausdruck gebracht wird, dass der auf die Erde geschleuderte Drache hier nun in Gestalt von zwei Tieren erscheint. Durch den Antichristen, von mächtigen dienstbaren Geistern des Bösen unterstützt, wird nun jeder einzelne Mensch noch einmal auf Glaubenstreue geprüft.

„Das Tier, das jetzt überall sein Unwesen treibt, verschlingt (vorab) die Unschuldigen und Schwachen, die sich nicht wehren können. Am offensichtlichsten ist der staatlich legitimierte und finanzierte Massenmord von ungeborenen Kindern. Inzwischen verbreitet sich Euthanasie immer mehr… Es wird sich weiter ausbreiten, weil das Denken verschwommen geworden ist…“

Bei der Begründung seiner Vorstellung bedient sich der Autor höchst gewichtiger Vordenker, des Philosophen Josef Pieper, verschiedener Päpste der Jetztzeit und vor allem Josef Ratzingers noch während dessen Kardinalszeit. Dabei bleibt O‘ Brien aber keineswegs bei den mahnenden Stimmen und Zeichen stehen. Durch alle Ausdeutung der Zeitzeichen schimmert als entscheidendes Grundthema der Sieg Christi hindurch:

„Wir sind nicht allein, wir sind nicht der Bosheit dunkler Mächte und dem bösen Treiben ihrer menschlichen Handlungen ausgeliefert. Jesus Christus ist der Herr der Geschichte, an ihm müssen wir festhalten auf einem Weg durch ein dunkles Zeitalter.“

Eine ganz besondere Note erhält dieses Buch durch das Vorwort und die Übersetzung der Soziologin Gabriele Kuby (siehe Foto), die mit ihrem Buch „Die globale sexuelle Revolution“ nun schon 2012 die allgemeine Verwirrung heute als die Strategie eines weltweiten Bemächtigungsversuches des Bösen darlegte – wie nun O‘ Brien in gleicher Weise.

Der Akzent dieses kanadischen “Propheten“ liegt allerdings in all seinen Ausführungen – wie auch bereits in seinem Bestsellerroman „Father Elijah“ – auf der Aufforderung zu einer Bemühung um ein „hörendes Herz“.

Dem folgt Gabriele Kubys Einführung. Sie berichtet sehr persönlich über eine Begegnung mit dem Autor in Kanada wie auch über eine Privataudienz bei Papst Benedikt em als Anlass zu dem Entschluss, auch O‘ Briens neues, so erhellendes Werk zu übersetzen.

In all seiner Kürze und leichten Lesbarkeit ist dieses Buch ein notwendiger Zuruf zu einem Status des nüchternen Bewusstseins über unsere abgründige Situation – ohne Resignation, indem gleichzeitig zuversichtlich der nahe Sieg des allmächtigen Gottes dem Werk einen positiven Klang verleiht. Der Aufruf zu bewusster Umkehr schlägt bei diesem betont christlichen Autor unüberhörbar durch.


Schwärmertum: Warum Joel 3 und Apg 2,17 gerne mißdeutet werden

Von Felizitas Küble

Auf Gloria-TV hat eine erscheinungsbewegte Leserin einen Artikel gepostet und dabei ein bestimmtes Bibelwort vor lauter Begeisterung gleich zwei mal zitiert: https://gloria.tv/article/9meCzc6wed161BaYjheShU6QE

Es geht um folgende Stelle aus der Apostelgeschichte 2,17: „In den letzten Tagen wird es geschehen. Ich werde von Meinem GEIST ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben (…)

Was die Autorin freilich „übersieht“, ist die Tatsache, daß es sich bei diesem Wort aus dem NT um ein wörtliches Zitat aus dem Alten Testament (nämlich Joel 3,1 f) handelt, das in der Apostelgeschichte ausdrücklich auf die Ereignisse in Pfingsten bezogen wird.

Charismatische und visionsverliebte Kreise freilich deuten das Bibelwort gern auf sich selber bzw. ihre eigene Bewegung mit ihrer Fixierung auf Wunder und außergewöhnliche „Geistesgaben“.

Viele sagen sich: Ist diese Verheißung der Geistausgießung heute nicht wunderbar in Erfüllung gegangen? Gibt es nicht zahlreiche Prophetien, Träume, Visionen, „Geistesgaben“, höhere Erleuchtungen in Hülle und Fülle?

Derartige Auslegungen übersehen drei entscheidende Punkte:

1. Diese Ankündigung des Alten Bundes ist durch das Pfingstereignis bereits weitgehend erfüllt worden.  Der hl. Petrus selber verweist auf die Verheißung in Joel 3 (Apg 2,16 f) zur Erklärung des Geistausgießung in Jerusalem.

2. Nun gibt es tasächlich bei manchen Verheißungen eine Erst-Erfüllung und später eine Voll-Erfüllung: Doch die „Vollerfüllung“ dieser Prophetie wird nicht in der Christenheit geschehen, sondern inmitten des jüdischen Volkes, nachdem es sich zu Christus bekehrt. Über die endzeitliche Bekehrung Israels angesichts der Wiederkunft Christi berichtet Paulus in Röm 11,12 und 11,26.  –  Auch im Alten Testament ist dies Ereignis angekündigt: „Aber über das Haus Davids und über die Bewohner von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben“ (Sach 12,10).

3. Daß es sich bei dieser Geistausgießung um ein Phänomen der Endzeit handelt, geht aus Joel 3 selber hervor, wenn es in diesem Zusammenhang heißt, dies geschehe, „bevor der Tag des HERRN kommt“ (Joel 3,4) und daß Gott dann das „Schicksal Judas und Jerusalems wenden wird“ (Joel 3,4).

Es war immer schon ein Kennzeichen schwarm- oder irrgeistiger Bewegungen, einzelne Bibelworte aus dem Zusammenhang zu reißen und ihnen eine irreführende Auslegung unterzuschieben.


Botschafts-Szenerie um die „Warnung“ widerspricht sich betr. Papst Franziskus

Es ist immer wieder erheiternd und aufschlußreich zugleich, wie sich das Seher-Lager gegenseitig widerspricht  – und das sogar in jenem Spektrum, das sonst bei der angeblich wichtigsten Sache einig ist, nämlich der sog. „Warnung“, die uns allen für die kommende Zeit noch blüht, wobei jeder Erdenbürger eine „Seelenschau“ erleben wird, für die meisten – so wird gesagt – ein fürchterliches, teils tödliches Widerfahrnis.  

Nun steht der Unsinn von der „Warnung“ weder in der Heiligen Schrift noch kennt die Lehre der Kirche ein solches Endzeit-Ereignis, doch in der Seher-Szene gelten schon seit jeher ganz eigene Vorstellungen jenseits der (theo)logischen Vernunft.

Interessant ist es freilich, daß sich die Warnungs-Visionäre nicht einmal untereinander einig sind:

So behauptete eine der wichtigsten „Begnadeten“, die den ganzen Warnungs-Rummel Anfang dieses Jahrzehnts forciert hat, nämlich die sog. irische „Endzeitprophetin“, bei Papst Franziskus handle es sich nicht um einen rechtmäßigen Papst, sondern um den „Falschen Propheten“ aus der biblischen Apokalypse, der den Antichristen begleitet.

Hingegen verkündet der selbsternannte Seher Enoch aus Kolumbien  – er propagiert ebenfalls die „Warnung“ – das glatte Gegenteil, indem er dazu auffordert, nebst anderen Anliegen „für Papst Franziskus und die Kirche“ zu beten. Gewiß ein löbliches Unterfangen, doch benötigen wir hierfür keinen himmlisch inspirierten Visionär.

Unser Leser „GSJC“ hat den Widerspruch des Sehers Enoch und der irischen Seherin näher dokumentiert – siehe hier seine Recherche:

„13. Mai 2013, 9.45 Uhr
RUF DER FRAU ALLER VÖLKER AN DIE KATHOLISCHE WELT

Liebe Kinder meines Herzens, der Friede Gottes sei mit euch allen!
Die Verkündigung meines fünften Dogmas wird der Anfang eurer Freiheit sein. Mein fünftes Dogma ist die Niederlage meines Feindes. Deshalb, meine Kinder, hat mein Feind soviele Hindernisse und Barrieren gegen diesen meinen Titel der Frau aller Völker aufgerichtet, da er weiß, daß er dadurch besiegt werden wird. Ich bitte euch, liebe Kinder, daß ihr von nun an in all eure Rosenkränze diese großen Anliegen einschließt:

1. Für die Verkündigung meines Fünften Marianischen Dogmas (Maria Mittlerin, Miterlöserin und Fürsprecherin, Frau aller Völker).
2. Für die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz.
3. Für Papst Franziskus und die Kirche
4. Für den Frieden der Welt
5. Für den Triumph meines Unbefleckten Herzens“

Nicht nur daran lässt sich erkennen, wie „gaga“ diese Szene ist. Auf der einen Seite wird aggressiv Werbung für den irischen Blödsinn betrieben, wonach Papst Franziskus der „Falsche Prophet“ ist und vermieden, ihn als Papst zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite verbreiten sie diesen anonymen „Enoch-Käse“, der in seinen Botschaften genau das Gegenteil von dem behauptet, was die gescheiterte „Warnungstante“ aus Irland von sich gegeben hat, indem dort ein „Ruf der Frau aller Völker an die katholische Welt“ ergeht, genau für diesen Papst zu beten.

Doch das Sahnehäubchen setzt der Phantast „Enoc“ dem unsinnigen Theater mit nachfolgender „Botschaft“ auf, die von keinem Geringeren – wie in der Szene üblich – als dem „Herrn“ persönlich stammen soll:

DIE KRAFT VON GEBETSKETTEN BRINGT FESTUNGEN ZUM EINSTURZ UND KANN PROPHEZEIUNGEN ÄNDERN.
18. April 2013, 8.50 Uhr
RUF VON JESUS VON NAZARETH AN DIE KATHOLISCHE WELT
[…] Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt. Wenn ihr für Papst Franziskus betet, wird er den Willen Meines Vaters tun, aber wenn ihr das Gebet für ihn vernachlässigt, werden Mein Feind und seine Werkzeuge, die den Stuhl Petri unterwandert haben, ihn dazu bringen, Irrtümer gegen den Glauben, das Evangelium und die Lehre Meiner Kirche einzuführen. Meine Kinder, Ich sage euch dies alles, damit ihr geistig erwacht und beginnt das Gebet zu eurer höchsten Priorität zu machen.

(Quelle: http://www.mensajesdelbuenpastorenoc.org/deutsche.html)

Es ist somit klar, dass ein mögliches Totalversagen von Papst Franziskus auf das Versagen der „Restarmee“ und irgendwelcher klappriger Rädchen zurückzuführen ist.

Die Schuldigen sind somit gefunden, da dieser private Verein als „Restarmee“ für sich in Anspruch nimmt, die wahre Kirche zu vertreten.

Die Szene hat sich mit diesen „Botschaften“ wieder einmal ein Eigentor geschossen! Ab in die Tonne damit!

Wie viele Millionen Mitglieder hat die „Restarmee“ inzwischen oder sind es, wie vom „Botschaftshimmel“ der irischen Schwätzliesel versprochen, bereits MILLIARDEN (überbelichtete Gestalten)?

Kleine Gegenüberstellung zur besseren Verdeutlichung dieses Unsinns:

„MDM“ aus Irland am Donnerstag, dem 12. April 2012:

399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt sein, aber er wird der Falsche Prophet sein.[…]Mein geliebter Papst Benedikt XVI. ist der letzte wahre Papst auf dieser Erde.

http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2012/0399.htm

„Enoc“aus Irgendwo am Montag, dem 8. April 2013:

Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt.

 


Seher Enoch aus Kolumbien verbreitet Panik und kündigt endzeitliche „Warnung“ an

Von Felizitas Küble

Der selbsternannte Prophet „Enoch“ –  ein nicht näher bekannter, angeblicher „Katechet“ aus Kolumbien – erhält seit über 20 Jahren „Offenbarungen“ des Himmels, die sich reihenweise in ihrer typischen Endzeit-Panik ähneln und ständig im Kreise drehen. 

Seine Fangemeinde ficht es nicht an, dass sich der Seher mit seinen düsteren Ankündigungen schon mehrfach geirrt hat, so etwa im Jahre 2015, als er am 29. Juli wieder einmal einen „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“ erhielt, wie hier nachzulesen ist:

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen.“

Auf diese weltweite Finsternis warten wir noch heute, doch derlei Irrungen und Wirrungen sind in dieser pseudo-katholischen Szene ohnehin an der Tagesordnung.

Natürlich propagiert auch Enoch die in Seherkreisen allseits beliebte „Warnung“, eine Endzeit-Theorie, die vor allem auf Garabandal (eine kirchlich abgelehnte Erscheinungsstätte) und auf eine längst aufgeflogene, irische Visionärin sowie auf weitere Endzeitprediger wie z.B. Lungenschmid zurückgeht.

Demnach wird es schon vor der endgültigen Wiederkunft Christi zum Jüngsten Gericht bereits ein für die ganze Menschheit sichtbares Kommen Jesu in den Wolken des Himmels geben, verbunden mit einer „Seelenschau“, die für die „gottlosen“ Menschen fürchterlich ausfällt – und als endzeitliche „Warnung“ zu verstehen ist.

Einmal abgesehen davon, daß Bibel und Kirche keine zweifache Wiederkunft Christi kennen, geht es hier um eine sensationslüsterne Angstmacherei, die mit einem gottesfürchtigen Aufruf zu Buße und Umkehr nichts zu tun hat.

Wie sehr Enoch darauf abzielt, die Menschen in Panik zu versetzen, zeigt z.B. seine Marien-Botschaft vom 21. Februar 2017, in der es u.a. heißt:

„Seid sehr vorsichtig, kleine Kinder, denn auf eurer Erde hat es bereits viele durch Dämonen besessene Seelen; beachtet dass ihr unter keinen Umständen in Klagen und Streitigkeiten mit euren besessenen Geschwistern eintreten dürft…

Die bösen Geister wandern bereits in den späten Stunden der Nacht herum, sie suchen Körper deren Seelen von Gott entfernt sind, um in sie einzuschleichen. Haltet euch während den späten Stunden der Nacht nicht auf der Straße auf, damit ihr nicht unangenehme Überraschungen erleben werdet.

Vor einem Jahr veröffentlichte Enoch einen Aufruf der „Maria Rosa Mystica an das Volk Gottes“ vom 2. Januar (Die Erscheinungen der „Rosa Mystica“ von Montichiari sind ebenfalls kirchlich abgelehnt). Darin heißt es zum Dauerbrenner der „Warnung“:
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„Kleine Kinder, der Zusammenprall von zwei Asteroiden wird das Glorreiche Kreuz Meines Sohnes bilden. Das wird das große Signal sein, welches euch das Kommen der Warnung ankündigt!
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Dieses Jahr wird der Beginn eurer Reinigung sein. Die Menschheit wird große Ereignisse am Himmel und auf der Erde erleben; die Zeichen des Himmels werden zunehmen; noch von keinem Auge gesehene himmlische Phänomene werden euch ankündigen, dass ihr bereit und vorbereitet sein müsst für eure Begegnung mit Gott in der Ewigkeit.
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Die Erschütterung des Universums wird euch himmlische Phänomene sehen lassen, welche die Menschheit nie gesehen hat. Viele werden in Panik geraten, aber es gibt keinen Grund euch zu ängstigen; diese Manifestationen sind Ankündigungen des Himmels damit ihr geistig auf das Kommen der Warnung vorbereitet seid und eure Prüfungen beginnen.“ (Quelle: http://www.kommherrjesus.de/aktuelles/enoch/botschaften/botschaften2018#neu)
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Vielleicht haben wir alle etwas verpaßt, da sich im vergangenen Jahr keine erkennbaren „himmlischen Phänomene“ ereignet haben, geschweige sind zwei Asteroiden zusammengeprallt; auch erschien kein glorioses Kreuz am Himmel und-so-weiter…


Christi Botschaft von Endzeit, Gericht und Ewigkeit ist ein Weckruf an uns alle

Von Ehrendomherr Pfr. Dr. Franz Weidemann

Zum Evangelium am 18. November bzw. 33. Sonntag im Jahreskreis (Dan 12,1-3; Mk 13,24-32)

Das Ende der Welt – kein sehr erfreuliches Thema. Die Sonne wird sich verfinstern, der Mond nicht mehr scheinen, die Sterne fallen vom Himmel. Das Ende der Welt wird hier nicht besonders rosig ausgemalt. Endzeitstimmung! So könnte man die Atmosphäre beschreiben, die die Lesungen des heutigen Sonntags kreieren.

Am Ende des Kirchenjahres werden die Evangelien düsterer: Die Sterblichkeit der Menschen und das Wiederkommen Christi als Richter werden heraufbeschworen. Und schon wird vielleicht bei den Älteren von Ihnen die Erinnerung an damals wach, wo Mutter, Vater und der Pastor den Kindern mit der Hölle Angst gemacht haben.

Drohbotschaft statt Frohbotschaft sei das, sagen die Jüngeren heute. Nein  – sagen viele – diese Evangelien von Weltuntergangsszenarien und Naturkatastrophen machen uns unsere schöne Weltsicht kaputt, gerade jetzt so kurz vor dem Gemütlichkeit versprühenden nahen Advent.

An das unausweichliche Ende zu denken, das fällt den Menschen und auch uns Christen immer schwerer. Etwas sperrt sich in uns dagegen. Dabei haben die ersten Christen das Ende eigentlich gar nicht gefürchtet, sondern sogar im Gegenteil herbeigesehnt.

Am Ende der Bibel ist der letzte Satz der Stoßseufzer des biblischen Menschen: „Maranatha – komm, Herr Jesus.“

Seltsam. Oder ist nicht eher unsere Haltung seltsam? Was ist daran so beängstigend, wenn es heißt: „Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel strahlt“ – „Sie werden immer und ewig leuchten wie die Sterne“ – „Dann wird der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen» – „Er wird die Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen“ – wie herrlich muss doch der Himmel sein!

Sicher – auch hier auf der Erde ist es schön. Aber eben leider nicht immer und nicht für alle Menschen, die Augenblicke des Glücks sind eben nur Augenblicke. Für den biblischen Menschen war es alles klar: Unsere Heimat ist im Himmel, hier sind wir in der Fremde.

Warum freuen wir uns also nicht auf das Ende der Welt? Warum haben so viele Menschen Angst vor den Dingen, die da kommen sollen? Vermutlich, weil es genau genommen keine Angst vor der Zukunft ist, sondern eine Angst vor unserer eigenen Vergangenheit.

Wir fürchten nicht das, was da kommen wird, sondern vielmehr dass, was wir jetzt, im Moment, sind. Wer hat sich nicht schon öfter die Frage gestellt: „Was würde ich heute tun, wenn ich wüsste, dass dies mein letzter Tag wäre?

Viele Antworten fallen uns dazu ein, und oft können wir ganz bestimmt sagen, was wir dann tun würden: Uns versöhnen, uns entschuldigen, die Natur genießen, beten, mit Gott ins Reine kommen. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – wir tun’s oft nicht.

All das, was wir tun würden, wenn das Ende der Welt morgen wäre, lassen wir doch wieder sein. Und deshalb – aufgrund unserer eigenen Inkonsequenz – fürchten wir das, was da kommen soll, weil wir fürchten, was wir sind. Nicht, weil das Ende so schrecklich wäre, sondern weil wir spüren, dass wir uns selber, unseren Mitmenschen und Gott gegenüber nicht gerecht werden.

Angesichts des unausweichlichen Endes sollten wir uns das vielleicht eingestehen, dass unser Leben wirklich unvollkommen ist. Wir bedürfen der Umkehr, des täglichen Neuanfanges, damit wir uns in unserer Haut wieder wohlfühlen können. Das ist ein anspruchsvolles Leben. Sicherlich. Und vielleicht, weil viele diesen Anspruch ahnen und nicht wahrhaben wollen, wenden sie sich von Gott und Kirche ab, verdrängen den Tod und das Ende der Welt.

Die Evangelien über das Ende der Welt und das Gericht ist das eine Drohbotschaft? Für mich sind sie eher eine Wach-mach-Botschaft?

Die Evangelien drohen nicht mit dem bösen Gott, der uns allen übel mitspielen will. Vielmehr sensibilisieren uns diese Evangelien, auf unser eigenes Leben zu schauen, es ernst zu nehmen, es nicht zu vertrödeln, uns nicht zu vertrösten mit einem: „Ab morgen fang‘ ich an, wirklich zu leben!

In einer Gesellschaft, in der es sich gut leben lässt, ist der Gedanke an das Ende, an den Tod und das, was danach kommt, allerdings ein trübseliger Gedanke. Aber für die Menschen, die auf der anderen Seite der Medaille leben, die hier einiges zu leiden haben, deren Leben eben kein Zuckerschlecken ist, sieht das schon ganz anders aus: Da ist der Himmel wirklich noch eine Verheißung. Da ist man gar nicht so entsetzt darüber, dass dieses Leben nicht ewig dauert.

Unsere Glaubensschwäche, nicht an das Ende denken zu wollen, ist schon ein wenig arrogant. Den Gedanken an das Ende und das Gericht als wenig frohmachend zu bezeichnen, ist eigentlich pure Egozentrik. Ja, im Grunde ist auch unser Empfinden bei Glaubenssätzen wie: „ER sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten“ entlarvend. Und wir versuchen, solche Glaubenssätze zu vermeiden, aus den Liedern und Gebeten zu streichen, ja sogar aus den Evangelien!

Aber noch etwas ist daran entlarvend: Das Gericht verschweigen will nur der, der etwas zu fürchten hat. Wenn wir uns redlich bemühen, nach Gottes Geboten zu leben, gibt es dafür aber keinen Grund, sich zu fürchten. Weil Gott gerecht ist, da er gut ist. ER wird niemanden zu kurz kommen lassen oder übervorteilen.

Gott ist aber auch barmherzig, weil ER gut ist. ER wird jeden und jede mit seinem liebenden Blick anschauen. ER wird all die tiefen Sehnsüchte, die Schwächen, die Leiden, das Bemühen in uns sehen und anerkennen. ER macht uns Mut unser Leben wirklich zu leben, uns nicht auf faule Kompromisse einzulassen.

Wir sind in seiner Hand, aber nicht als Verlorene, sondern als Geborgene. Soviel ist gewiss. Anderes dagegen bleibt ungewiss, vor allem wann das alles geschehen wird. „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.(Mt 13,32)

Wir können den Tag nicht berechnen, und wir sollen uns erst recht nicht irremachen lassen von Leuten, die zu wissen meinen, der Tag sei bald gekommen – ganz gleich, ob sie sich auf die Klimakatastrophe oder sonst etwas berufen wie z.B. auf Nostradamus oder der Weltuntergangs-Film 2012 von Roland Emmerich, der am 19.11.2009 in die deutschen Kinos kam.

Apokalyptische Ängste schüren ist etwas Unverantwortliches, denn es lähmt den Menschen und hindert ihn daran, seinen Verstand und Phantasie einzusetzen zur Abwendung der gegenwärtigen Gefahren. Hüten wir uns vor den Sektierern, die unter dem Mantel der Frömmigkeit den Menschen zuerst verängstigen und dann unfrei machen!

Halten wir uns besser an diejenigen Menschen, die zu anderen Zeiten vor ähnlichen Problemen wie wir heute standen und sie in Gelassenheit und Gottvertrauen angegangen sind.

Ich möchte mit einem Zitat eines Französischen Priesters Pierre de Caussade beschließen, der in seinem Buch „Hingabe an Gottes Vorsehung“ folgendes geschrieben hat: „Man muss die Vergangenheit der großen Barmherzigkeit Gottes überlassen, die Zukunft seiner Vorsehung, die Gegenwart aber müsst ihr ganz der Liebe Gottes anheimgeben„.

Diese Aussage wollen wir uns zu Herzen nehmen.


Charismatiker Pete Greig (24/7-Bewegung) hält #Metoo für eine „Gebetserhörung“

Von Felizitas Küble

Wie das erscheinungsbewegte Nachrichtenportal „Kath.net“ am 9. Oktober berichtet, hat der anglikanische Gründer der charismatischen 24/7-Initiative, Pete Greig, anläßlich einer Konferenz in Wien erklärt, die feministisch geprägte #Metoo-Bewegung sei eine „Gebetserhörung“.

Angeblich sei die „Offenlegung des Skandals des sexuellen Missbrauchs“ durch diese #Metoo-Bewegung „in Gang gekommen“, was allerdings schon rein chronologisch nicht zutrifft.

Der freikirchliche Pastor und Familienvater wird seit vielen Jahren von katholisch-charismatischen Gruppen sowie Medjugorje-bewegten Kreisen umschwärmt, inbesondere durch die österreichische Loretto-Bewegung – gegründet von GMM (Georg Mayer Melnhof)  –  sowie dem Wiener Kardinal Christoph Schönborn.

Die Loretto-Bewegung, die zu Pfingsten jährlich ihr „Fest der Jugend“ in Salzburg mit tausenden Besuchern veranstaltet, sieht sich als Teil der 24/7-Gebetsbewegung von Pete Greig. Der pfingstlerisch-protestantische Prediger macht seit vielen Jahren durch spezielle „Visionen“ auf sich aufmerksam. Diese spielen bei den Pfingstkongressen der katholischen Loretto-Gemeinschaft seit jeher eine große Rolle.

Typisch sind hierbei charismatische Vorstellungen von einer endzeitlichen „Erweckung“. Im Festival-Heft der Loretto-Gemeinschaft wurde 2013 dazu eine “Vision” von Pete Greig präsentiert, die aus dessen Buch “Red Moon Rising” stammt.

Sein “prophetischer Traum” ist in einer dramatisch klingenden, wohl unbedingt “modern” sein wollenden Sprache formuliert, was sich aus der Eigenart des Greigschen Stils ergibt. Hier einige Abschnitte daraus:

“Die Vision ist JESUS  –  der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der Jesus, der dich total in Beschlag nimmt. Die Vision ist eine Armee von jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee.…Sie sind mobil wie der Wind und gehören den Nationen…Sie sind frei, und doch Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.

Die Vision ist Heiligkeit, die den Augen weh tut…Es geht um Leute, die das Spiel aufgegeben haben, nach außen hin eine weiße Weste zu haben, um Eindruck zu schinden. Es geht um Leute, die nach den Sternen greifen. Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach dem Besten aus.

Geradezu gefährlich reine Leute. Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen. Es geht um eine Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken, um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu hören: „Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter“.

Dabei geht es bei diesen „Abenteurern“ keineswegs nur um ein kleines Häuflein von Idealisten und Anhängern  –  nein, Greigs „Vision“ spricht euphorisch von einer „großen Masse“:

„Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend. Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen, ihre eigene Ehre zu suchen…Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: „Vorwärts, COME ON!“  – Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper zum Gehorsam zwingen…

Sie schauen nicht nach unten, sondern nach oben. Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen? Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?

Ihr genetischer Code ist JESUS. Er atmet aus – sie atmen’s ein. Bei ihnen singt selbst das Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst du diese Armee kommen? Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die Verlierer und Freaks.

Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein, verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension.

Ihre Gebete mobilisieren den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf. Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald. Woher ich das weiß? Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des Geistes, der Urtraum Gottes.“

Soweit Greigs „Vision“ – sie ist nicht nur eine schwärmerische Schreiberei; sondern gehört zum theologischen Post-Millenarismus, der weder von der Hl. Schrift noch vom kirchlichen Lehramt her gedeckt ist.

Dieser chiliastische Standpunkt geht davon aus, daß durch wirkmächtige  Verkündigung und eine phänomenale Geist-Aussendung ein weltweites christliches Friedensreich entstehen wird. Christus erscheint erst danach als Weltenrichter, vorher kommt das “Millennium”, hinterher erst die Wiederkunft Christi.

Diese These, die konfessionsübergreifend in Charismatikerkreisen verbreitet ist, wird von der kath. Kirche abgelehnt, zumal sie der Heiligen Schrift widerspricht, vor allem den klaren Paulusworten in 2 Thess 2,2 ff.

Nicht „Visionen“ oder prophetische Traumwelten sind für uns Gläubige wegweisend, sondern die Ausführungen des hl. Paulus, der im 2. Brief an die Thessalonicher bereits vor „Naherwartungen“ und Endzeitschwärmerei warnte.

Der Völkerapostel verdeutlicht, daß die Zeit unmittelbar vor der Wiederkunft Christi keineswegs durch ein universales christliches Reich geprägt ist, sondern vielmehr durch Glaubensabfall, (un)sittlichen Niedergang und das verführerische Auftreten des Antichristen (2 Thess 2,2-9):

„Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der „Tag des Herrn“ sei schon da.

Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt. (…)

Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung vernichten.

Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans besitzen. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder vollbringen.“


Vom „geringsten Rädchen im Uhrwerk Gottes“ und dem Kuß der Madonna

Von Felizitas Küble

Die Art und Weise, wie sich ein erheblicher Teil der erscheinungsbewegten Szene präsentiert, ist seit jeher von einem nicht geringen Unterhaltungswert geprägt.

Apropos „gering“: Zu jener unfreiwilligen Komik gehört auch die mit zahlreichen Wundern und Botschaften begnadete Andrea, die sich als „Geringstes Rädchen im Uhrwerk Gottes“ vorstellt. Weitere Informationen – etwa über ihren Nachnamen oder Wohnort – behält sie in der ihr eigenen Demut für sich.

Dem Impressum ihres Blogs unter dem sicherlich passgenauen Titel „Herz Jesu  – Wegzehrung der Restarmee“ fehlt es –  statt der sonst üblichen Daten (Name, Anschrift, Telefon etc) – nicht an frommen Zu…Anmutungen, siehe etwa die allerbescheidenste Präsentation ihrer himmlischen Sendung:

„In der Allmacht Gottes sehe ich mich, die Autorin dieser Website, als ein kleines und zugleich geringes Werkzeug, welches erhaltene Eingebungen mit großer Dankbarkeit empfängt und diese in Seinem Namen der Öffentlichkeit weitergibt.

In der Eigenschaft als Sein Werkzeug möchte ich, in aller Bescheidenheit und Demut, aber dennoch mit Nachdruck darauf hinweisen, dass ich nur Ihm allein, dem einen, wahren Gott, dem Allerhöchsten, unterstellt und verpflichtet bin. Nur Ihm gegenüber werde ich, wenn die Zeit dafür gekommen ist und Er mich ruft, Rechenschaft über mein Handeln hier auf Erden geben.“

Im bürokratischen“ Teil des Impressums schreibt die Blogbetreiberin von der Restarmee: „Die Autorin übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen.“

Gewiß ein tröstlicher Hinweis, wenn selbst prophetisch inspirierte Personen keine Gewähr für die „Qualität“ und „Korrektheit“ ihrer Texte bieten können. Da kann unsereins erleichtert aufatmen.

Ob der nachfolgende Haftungsausschluß auf Träume oder Alpträume zurückgeht, weiß mutmaßlich nur das geringste Rädchen selbst:

„Haftungsansprüche gegen die Autorin, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens der Autorin kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.“

Auf daß kein Leser zu kurz kommt, läßt uns das vom Himmel beauftragte Werkzeug schon auf der Startseite wissen, daß sie den Kuß der Madonna großzügig an alle Besucher ihrer Webseite übermittelt:

„Allen Besuchern meiner Webseite möchte ich den liebevollen Kuss auf die Stirn weitergeben, den unsere Himmelkönigin, die Heilige Gottesmutter Maria, am 12. Sept. 2015 in Walpertskirchen geschenkt hat, welchen ich persönlich am 19. Sept. 2015 weitergegeben bekommen habe.“

Hierbei möchte ich gerne „Verzicht leisten“ und das Rädchen um Verständnis bitten, denn bei der erwähnten „Marienerscheinung“ in Walpertskirchen handelt es sich um kirchlich ausdrücklich abgelehnte Phänome des italienischen „Sehers“ Salvatora Caputa: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/27/s-caputa-julius-moehler-co-erhalten-in-walpertskirchen-den-kuss-der-madonna/

In der ebenfalls anonymen Rubrik „Über mich“ bietet die „in eine finstere Welt hineingeborene“ Visionärin einige Kurzinformationen zu ihrer „unbedeutenden Person“, wobei freilich ihre „Motivationen“  –  eigenen Angaben zufolge  –  „nicht unbedeutend“ sind. 

Wie könnte es anders sein, hat der Höchste selbst sie doch „in Nordrhein-Westfalen plaziert“, auf daß sie ihre „Fühler von dort aus über ganz Deutschland und dessen Grenzen hinaus ausstreckt“, wie sich das für Prophetinnen  – zumal in der „Endzeit“ –  geziemt.

Doch wie begann ihre himmlische Berufung, ihr „Ruf aus der Wüste“? – Das möchte der geneigte Leser gerne erfahren – und die 51-Jährige hält damit nicht hinterm Berg: 

„Eines schönen Tages, es war der 12.10.2014, bekam ich plötzlich erstmals Worte in meinen Kopf. Es waren Überschriften zu Texten, die ich dann, ohne jemals darüber nachzudenken, handschriftlich notierte. Damit fing alles an !“

Den Eindruck, daß die Autorin über ihre Botschaften niemals „jemals nachdachte“, kann man jedoch auch ohne diesen ausdrücklichen Hinweis gewinnen.

Allerdings verhielt sich genau dies bei den biblischen Propheten ganz anders, denn diese wußten sehr wohl, was sie sagten und schrieben, schließlich wirkt der Heilige Geist nicht ohne den Verstand – und erst recht nicht gegen ihn.

Übrigens gibt es sicherlich die paranormale Fähigkeit des „Automatischen Schreibens“, die freilich ansonsten nur aus esoterischen, magischen und spiritistischen Zusammenhängen bekannt ist.

Sodann läßt uns das motivationsstarke Werkzeug der Restarmee wissen, daß es bereits „weit über 500 Gebete an der Zahl vom Himmel erhalten“ habe, überdies „zahlreiche Visionen“, bei denen es um nichts weniger geht als um das „Weltgeschehen, Apokalypse, Warnung (Seelenschau), Katastrophen usw“…

„Ich möchte gerne, so man mich lässt“  – so heißt es weiter in aller Bescheidenheit  – „als geringstes Werkzeug durch Gottes Hände, Willen und Gnade geführt, breit gefächert Präsenz zeigen, für Gottes Sein, für Gottes Liebe, für Gottes Wahrheit und für Gottes Barmherzigkeit. Sein Wille ist mein Wille !“

Tja, Stirnrunzeln: Könnte es auch umgekehrt sein: ihr eigener Wille erscheint dem visionären Rädchen als der Wille des Himmels?

Wie dem auch sei, eines steht fest, jedenfalls für die Wüstenruferin: Wir sind mitten in der Endzeit, die sich bereits mit großen Schritten dem Ende nähert !“

So ganz „nah“ kann das universale Finale in Wirklichkeit gar nicht sein, denn vor der Wiederkunft Christi erscheint laut biblischer Botschaft erst der Antichrist, den selbst die schreibselige Andrea noch nicht zu sichten vermochte.

Nichtsdestotrotz will sie dem Schöpfer der Welt unbedingt „helfend“ (!) beispringen:

„Darum gilt es nicht zu schlafen, sondern erhobenen Hauptes den Blick vertrauensvoll gen Himmel gerichtet, aufzustehen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um unserem Gott helfend zur Seite zu stehen, sich durch Beharrlichkeit dem „Strom der Gezeiten der Finsternis“ entgegenzustellen, was ich mit meinen Beiträgen gerne erreichen möchte.“

Das hierzu passende „Amen“ bleibt mir offen gestanden im Halse stecken, denn eine derartige Wucht übernatürlicher Endzeit-Eingebungen und inspirierter Gebete will erst einmal verdaut sein….

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den kath. KOMM-MIT-Verlag in Münster und das CHRISTOFERUSWERK, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.