Der (un)menschliche Hochmut bleibt eine Bedrohung für die Zukunft der Welt

Von Klaus Moshe Pülz

Der Ideenreichtum des himmelstürmenden Menschen ist seit dem Turmbau von Babel (hebr.: Bawel) hinlänglich bekannt.

Ja, es waren alles Innovationen von der Keule zum Schwert, vom Gewehr zum Maschinengewehr, von der herkömmlichen Bombe zur Atombombe.

Wer von Innovation spricht, sollte zwischen Gut und Böse unterscheiden können. Unser schöner blauer Planet ist seit seinem Bestehen noch niemals derart in seiner Existenz bedroht wie in unseren – trüben  – Tagen, wo Länder wie Pakistan, Nordkorea und  wohl bald auch der Iran über solche Massenvernichtungswaffen verfügen.

Denn die Gefahr geht auch und gerade in unserer Generation  vom Menschen aus. Dabei eifern die „Großmächte“ um  einen ersten Flug zum Mars. Mit diesen Kosten könnte nicht nur der Hunger in der Welt bekämpft werden, sondern auch der Naturschutz, wie der Erhalt des Regenwaldes, der für den Sauerstoffgehalt in unserer Atmosphäre sorgt.

Ohne Verantwortung vor Gott und der Menschheit sind die Tage des blauen Planeten gezählt.

Ich selbst bemühe mich seit 40 Jahren um einen Frieden im Nahen Osten angesichts der Äußerung von Ayatollah Ali Chamenei, es genüge eine einzige Atombombe, um den jüdischen Staat Israel zu eliminieren. Was also die Nazis nicht fertigbrachten, strebt nunmehr die iranische Führung an.

Diese Entwicklung gehört an den Pranger, da sie den technischen Fortschritt in der Welt nicht nur torpediert, sondern pervertiert.

So war der 6.August 1945 jener Tag, an dem zum ersten Mal im japanischen Hiroshima eine Nuklearwaffe zum Einsatz kam. An den Folgen leiden die Menschen noch heute. Eine Plutonium-Bombe folgte auf die japanische Stadt Nagasaki mit noch verheerenderen Folgen.

Zwar folgten nach Ende des Zweiten Weltkrieges Abrüstungsverhandlungen, aber gleichzeitig ging das Wettrüsten weiter. Neun Länder – USA, Rußland, England, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – verfügen inzwischen  über  14.465 Atomwaffen, fast 2000 davon befinden sich in einem Zustand hoher Alarmbereitschaft.

Diese Entwicklung apokalyptischen Ausmaßes belegt die Verantwortungslosigkeit des Menschen mit seiner vermeintlichen Genialität.

Gerade am Geschehen um Israels Existenz kumuliert sich ein Spannungsfeld, wonach das hehre Ziel islamistischer Kräfte die Rückeroberung Jerusalems (arab.: al-quds = die Heilige) ist.

Das prophetische Wort in der Bibel, insbesondere im 38. Kapitel des Propheten Hesekiel ist bereits vom Krieg „Gog aus dem Lande Magog“ die Rede, wonach Rußland am Ende der Tage sich anschicken wird, Israel anzugreifen. Doch der ungleiche Kampf wird entschieden durch das Eingreifen Gottes selbst, der sich durch den Wahnwitz des himmelstürmenden Menschen herausgefordert fühlt.

Möge somit der Schöpfer Himmels und der Erde dem üblen Treiben der gottlosen Menschen alsbald Einhalt gebieten, damit der Ewige Seinen Verheißungen entsprechend das Jahrtausend  des Friedens schaffen wird mit Israel als „Missionsvolk für alle Völker“ (hebr.: mamlechet kohanim, 1.Mos. 12,3; 2.Mos. 19,6).

Unser Gastautor Klaus Mosche Pülz ist deutsch-israelischer Judenchrist, Publizist, Vorsitzender des ZeLeM-Vereins und der „Messianischen Bekenntnisgemeinschaft“ in Israel: http://www.zelem.de


Der Star-Charismatiker John Wimber und seine irreführenden „Prophetien“

Von Alexander Seibel

Wenn man den Weg von John Wimber etwas verfolgt, muß man feststellen, daß man ein ständiges Hin und Her beobachten kann. Aussagen werden widerrufen, mit neuer Kühnheit formuliert, abgeändert, theologisch schmackhafter verpackt usw.

Als einer der bekanntesten Evangelikalen Englands, David Watson, an Krebs erkrankte, kam Wimber eigens angeflogen und verkündigte, wie Gott ihm gezeigt habe, Watson werde gesund.

Als dann Watson doch starb, versuchte man „Schadensbegrenzung“, so gut es ging. Die Leichtgläubigkeit der Anhänger, besonders, aber nicht nur aus dem charismatischen Umfeld, ermöglichte es ihm, ziemlich unbeschadet weiterzumachen.

Dabei hätte man nach biblischen Test (5 Mose 18, 22) erkennen können könne, daß hier ein falscher Prophet agiert. Doch solche Aussagen galten als zu negativ bzw. lieblos.

Dann wurde die große Erweckung für England angekündigt, die ebenfalls ausblieb.

BILD: Eines der zahlreichen Bücher des pfingstlerischen Predigers John Wimber

Clifford Hill, der sich selber zur charismatischen Szene rechnet und an den Dienst der Geistesgaben glaubt, schreibt darüber:

„Letzten Sommer (1990 Anm.) riet ich Wimber ab, im Oktober nach England zurückzukehren, weil soeben eingestanden wurde, daß 15 Bereiche des Irrtums in ihrem (Wimber und sein Team von Propheten, Anm.) Dienst vorlagen und dies brauchte Zeit, um aufgearbeitet zu werden…

Dennoch war John Wimber entschieden, Versammlungen in England im Oktober zu leiten, weil Paul Cain, Bob Jones und andere geweissagt hatten, daß eine große Erweckung in diesem Monat ausbrechen werde.

Ich hatte bereits erklärt, daß diese Prophezeiungen falsch sind und daß es keine Erweckung in England geben würde ohne Buße, aber Wimber glaubte ihnen so restlos, daß er seine Kinder und Enkelkinder von den USA mitbrachte, damit sie die erwartete Erweckung bezeugen könnten.

Als nichts geschah in dieser Woche, in einem letzten Versuch, Gott zu überreden, die Flammen der Erweckung zu schicken, rief er am letzten Tag in London, in der letzten Versammlung zur Stille auf. Als der mächtig rauschende Wind sich nicht einstellte, beendete John Wimber die Versammlung eine halbe Stunde früher und kehrte nach Hause zurück, wobei er viele Leute enttäuscht und desillusioniert zurückließ.“ (Prophecy Today, „Which Army?“ Volume 7, Jan./Febr. 91, S. 10)….

Doch die meisten waren weiterhin von Wimbers Charme bezaubert und vergaßen darüber die biblischen Kriterien der Prüfung.

Eine Generation, die immer mehr videotisiert und von daher emotionalisiert ist, sieht auch wenig Anlaß, anhand des Wortes Gottes zu prüfen. Persönliche, freundliche und positive Eindrücke zählen da mehr und sind offensichtlich gewichtiger.

Zu Wimbers fragwürdigen Lehren bzw. Praktiken listet Dr. John D. Hannah u.a. auf:

Er betet über Objekten, daß sie „geheilt“ (übernatürlich repariert) werden, z.B. Kühlschränken, Autos, Waschmaschinen etc.

Er behauptet außerdem, daß Jesus Einblicke durch „Worte der Erkenntnis“ bekommen habe. Auch ruft John Wimber den Heiligen Geist, um auf besondere Leute in einer Versammlung herabzukommen. (Dr. John D. Hannah, „The Signs and Wonders Movement, The Vineyard Movement or The Third Wave“, Lesson 30, S. 14).

Eine Zeitlang behauptete Wimber, um übernatürliche Manifestationen für jeden Christen schmackhaft zu machen: „Alles, was er (Jesus, Anm.) tat, können auch wir tun. Schließlich war Christus so begrenzt in seiner menschlichen Natur, daß er sich nicht viel von uns unterschied. Deshalb, wenn Er, mit der Hilfe des Geistes, mit einem Wort heilte, warum können wir nicht das gleiche tun?“ (Sword & Trowel“, 2. Nov. 1987, S. 30).

Als Dr. Jack Deere zu ihm stieß, der sich dann später (1992) wieder von der Vineyard-Bewegung distanzierte, wurde versucht, diese Zeichen- und Wunderansprüche  –  nun etwas biblischer –  durch die Charismen von 1. Kor. 12 zu legitimieren. (…)

Wimbers Vorstellung von einer endzeitlichen Erweckung greift wiederum Clifford Hill auf:

„Gemäß John Wimber ist es eine Art von ‚Armee Joels‘, die allen Widerstand überwinden und die Nationen unterwerfen wird. Diese Lehre ist Teil dessen, was als ‚Herrschaftstheologie‘ bekannt ist…Es sollte offensichtlich sein, sogar für jene, die keine Ahnung von biblischer Exegese haben, daß dies eine Armee der Zerstörung ist“.

Man hat bis in die Exegese hinein das Gerichtshandeln Gottes mit Segen bzw. Erweckung verwechselt. Der „Toronto-Segen“ demonstriert dies auch praktisch mehr als deutlich. So ist Wimber ein warnendes Beispiel für einen Zickzackkurs, der dem Geist Gottes nicht entspricht. Man beruft sich auf Vollmacht und Geistesleitung bzw. besondere Geistesfülle, Eingebungen und Offenbarungen und wird trotzdem einmal so und dann wieder genau anders geführt.

R. McConnell als Fürsprecher und Teilhaber der Charismatischen Bewegung hat genau diesen Punkt angesprochen:

„Die Hauptursache für diese notorischen Richtungsänderungen bei der Lehre ist nur allzu deutlich erkennbar. Von ihren Anfängen bis in die Gegenwart hat die Charismatische Bewegung eine fehlerhafte Offenbarungslehre vertreten. Wir Charismatiker haben uns zu wenig dem Prinzip verpflichtet, daß die Bibel der einzig unfehlbare Maßstab für Glaube und Praxis ist…

Solange wir uns nicht ernsthaft dem Prinzip verpflichten, daß Lehre und Praxis einer hermeneutisch sauberen Auslegung des Wortes Gottes entstammen muß, wird unsere Bewegung für eine endlose Serie prophetischer Offenbarer und ihren bizarren Lehren ein willfähriges Opfer sein“ („Ein anderes Evangelium“, Verlag C.M. Fliß, 1990, S. 237).

John Wimber ist inzwischen gestorben. Doch ist zu befürchten, daß auch weiterhin alle theologischen und biblischen Ungereimtheiten bzw. Differenzen mit seinem nachwirkenden Charme zu kitten versucht wird…

Und dies ist es, was die Leute anspricht und hören wollen. Des HERRN Feststellung „Du hast geprüft, die da sagen, sie seien Apostel und sind’s nicht – und hast sie als Lügner erfunden“ (Offb. 2,2), ist da schon weniger gefragt.

Quelle und vollständiger Text des Artikels hier: https://horst-koch.de/john-wimber/

Alexander Seibel über die Charismatik: https://www.alexanderseibel.de/beginn_der_charismatischen_bewegung.htm

 


Christen, seid wachsam – auch hinsichtlich der Gefahr einer Weltregierung

Von Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter

Christen haben es eigentlich leichter als andere, sich nicht durch die herrschende Stimmung, sondern durch die Vernunft leiten zu lassen.

Aus der christlichen Lehre wissen sie, daß der Mensch – oder auch böse Geister oder der Teufel – zu großer Lüge und Bosheit fähig ist. Sie wissen, daß der Mensch nicht nur gute Absichten hat, sondern böse Neigungen hat. Jesus und die Bibel haben die Christen gewarnt, daß Gott viel Böses zuläßt und daß sie wachsam sein müssen, um die Lüge zu erkennen und nicht verführt zu  werden.

Auch vor einer antichristlichen Weltregierung warnt die Bibel (vgl. Off. 13,8; 2. Thess. 2).

Christen wissen also, daß es durchaus große, bösartige Verschwörungen geben kann, die einem Nichtchristen unvorstellbar erscheinen mögen. Christen wissen, daß „Machthaber und Könige“ (Mk 13,9) und der „Fürst dieser Welt“ (Joh 12,31; 14,30) viel Böses tun können.

Daher werden Christen nicht blauäugig annehmen, daß Regierungen stets das Gute für die Bürger wollen. Das sollte es den Christen leichter machen, Lügen zu erkennen, Gruppendruck zu widerstehen und Propaganda zu durchschauen.

Sehen wir uns einige Bibelstellen dazu an. In der Endzeitrede warnte Jesus die Jünger und, so nehme ich an, auch die Christen späterer Generationen, daß sie auf „Wehen“ gefaßt sein sollen, bevor der Sohn des Menschen, das ist Jesus Christus, wiederkommen wird.

Unruhen, Christenverfolgung, Trübsal, Greuel der Verwüstung. Viele werden verführt werden, viele Christen werden vom Glauben abfallen. Jesus will mit dieser Rede die Christen nicht nur über Zukünftiges informieren, sondern er will sie warnen, vorbereiten und ermahnen. Er will ihr Handeln beeinflussen. „Sehet euch vor!“ (Mk13,23); „Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wißt nicht, wann es Zeit ist“ (33); „Wachet, auf daß nicht der Herr, wenn er plötzlich kommt, euch schlafend findet“ (35f).

Die Rede darf also nicht fatalistisch gedeutet werden. Es ist nicht so, daß alles kommt, wie es muß, und wir nichts tun können. Insbesondere ob Christen verführt werden und ob sie vom Glauben abfallen, hängt davon ab, ob sie wachsam sind. Es hängt davon ab, ob sie sich bemühen, wachsam zu sein.

Diese Ermahnung und Warnung gilt für Christen nicht nur ab einer bestimmten Häufigkeit von Erdbeben, sondern allezeit. Also auch jetzt in der Coronakrise, egal, ob Christus in einem Monat oder in tausend Jahren wiederkommen wird.

Angewandt auf die Coronakrise heißt das erstens, daß die Gefahr der Täuschung und der Verführung besteht, und zweitens, daß wir mit Leid, Christenverfolgung und vielen anderen bösen Taten rechnen sollen.

Die Offenbarung des Johannes malt im 13. Kapitel die Szene der „zwei Tiere“. Vom ersten Tier heißt es: „Die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach, und sie beteten den Drachen an“ (Vers 3f). „Ihm wurde ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, zweiundvierzig Monate lang zu wirken“ (5).

Gott erlaubte ihm, „Krieg gegen die Heiligen“ – gemeint sind die Christen – zu führen „und sie zu überwinden. „Und ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Sprachen und Völkerschaften.“ – Alle, „deren Namen nicht geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes“ (8), beten es an.

Dann wird in die Szenenbeschreibung eine Ermahnung eingeworfen: „Hat jemand Ohren, der höre!“ Das zweite Tier macht, daß die Menschen das erste Tier anbeten. (12) „Es tut große Zeichen“ und „verführt, die auf Erden wohnen“ (14).

Auch bewirkt es, daß alle „sich ein Malzeichen geben“ (16), „und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen“ (17).

Mir scheint, es wäre nicht richtig zu behaupten, daß durch Offenbarung 13 Gottes Wort sagt, daß es eine Weltregierung geben wird, in der nur Menschen kaufen und verkaufen können, die ein bestimmtes Merkmal haben.

Denn Offenbarung 13 wird  –  wie die anderen Szenen der Offenbarung  – nur eingeleitet mit „Und ich sah“. Es wird nicht gesagt, daß es feststeht, daß es eine antichristliche Weltregierung geben wird. Aber auf alle Fälle warnt Offb 13 die Menschen vor dieser Gefahr, damit sie darauf gefaßt sind und sich vor der Verführung hüten, und vielleicht auch, damit sie etwas tun, um eine Weltregierung zu verhindern.

Für die Coronakrise heißt das, daß es für Christen falsch und irrational wäre, die Möglichkeit, daß jemand eine antichristliche Weltregierung aufbauen möchte, als absurd abzutun.

Wenn diese Möglichkeit aufgrund der Indizien unwahrscheinlich ist, dann sollten Christen nicht meinen, daß sie durch Offb 13 wüßten, daß jetzt eine Weltregierung komme.

Aber sie sollten wachsam sein – wie es z.B. die katholischen Verfasser des Aufrufs „Veritas liberabit vos https://veritasliberabitvos.info/aufruf/“, zu denen auch Kardinal Gerhard Müller gehört, vorgemacht haben – und nicht einfach der Regierung und dem Fernseher glauben, daß der Lockdown der Gesundheit diene.

Unser Autor Daniel von Wachter ist evangelischer Christ und Philosoph. Wir danken dem Professor für seine freundliche Abdrucksgenehmigung. Den vollständigen Text seines Aufsatzes lesen Sie hier: https://kirche-und-corona.de/auf-dass-er-euch-nicht-schlafend-finde/

Weiteres von ihm zum Thema auf http://www.von-wachter.de/cov/

 


Garabandal-Erscheinungen und die Prophetie von der weltweiten „Warnung“

Wie ein roter Faden zieht sich seit Jahrzehnten die an der kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte Garabandal angekündigte „Warnung“ durch die erscheinungsbewegte Szene.

So verarbeitete der bekannte Historiker Dr. h.c. Michael Hesemann dieses zukünftige Geschehnis auf dem Internetportal Kath.net wohlwollend unter dem derzeit besondere Aufmerksamkeit erregenden Titel: „Marienerscheinungen und die Corona-Krise!“ 

Der Beitrag Hesemanns erfuhr hier im CHRISTLICHEN FORUM (CF) ein paar kritische Anmerkungen durch die CF-Leiterin Felizitas Küble: https://charismatismus.wordpress.com/2020/04/20/trevignano-romano-corona-botschaften-bewegen-das-fromme-spektrum/

Der Garabandal-Fan Hesemann meldete sich mit einem Leserommentar zu Wort und nannte dabei (freilich ohne jeden Beleg) sogar Papst Paul VI. sowie Pater Pio und den spanischen Ortsbischof Osoro als Zeugen für diese angeblich „authentische“ (echte) Erscheinung Anfang der 60er Jahre. So schreibt Hesemann:

„Die „Warnung“ wurde in Garabandal angekündigt, einer authentischen Erscheinung, die von Papst Paul VI., Pater Pio und dem Ortbischof Osoro für echt gehalten wurde (nur nicht von Frau Küble).“ 

Diese Behauptung des Historikers verlangt danach, kritisch hinterfragt zu werden. So lässt sich an Hand von Expertenveröffentlichungen nachweisen, dass eine gesunde Skepsis gegenüber Garabandal angebracht ist.

So ist bekannt, dass es der im November 2014 verstorbene und in der Szene bis heute als Garabandal-Experte gelobte Albrecht Weber selber war, der die Seherin Mari Loli (ebenfalls verstorben) bzw. die sog. Hauptseherin Conchita Gonzales ungewollt einer unwahren Aussage überführt hat.

So schrieb Albrecht Weber über die WARNUNG („Aviso“):

„Am Tag nach der letzten Erscheinung, am 14. Nov. 1965 fragte ich Conchita: „Hast Du die heilige Jungfrau Maria gefragt, wann wir die Warnung (aviso) erwarten?“ – „Ja“, antwortete sie: „Sie hat mir aber darauf geantwortet: ‚das weiß ich nicht’. Das weiß nicht einmal mein Sohn Jesus, weil es im Willen des Vaters verborgen ist!““

Diese Aussage der „Hauptseherin“ Conchita steht aber im Widerspruch zu dem, was A. Weber im Jahr 1993 in seinem Buch „Der Zeigefinger Gottes“ mitteilt. Dort heißt es auf Seite 126 der Erstauflage, dass Mari Loli das Datum der „Warnung“ kennt (!), aber die „Heilige Jungfrau“ ihr streng befohlen habe, es niemandem zu sagen.

Die Äußerung Conchitas von 1965 zum Datum der „Warnung“ machte Weber nach 1993 im Internet öffentlich.

Allein schon an diesem Punkt sollte es zünden und die Frage gestellt werden, wer hier wen getäuscht hat und warum Weber diesen Widerspruch im Jahre 1993 wider besseres Wissen  in seinem Buch veröffentlichte.

Der Verfasser wusste doch seit dem 14. Nov. 1965 durch Conchita, dass das Datum der „Warnung“ im Willen (!) des VATERS verborgen und nicht einmal dem SOHN bekannt ist.

Warum Weber als begeisterter Anhänger der Ereignisse diesem erheblichen Widersprüchen in den Aussagen der „Seherinnen“ nicht nachgegangen ist, die er selbst veröffentlicht hat, erschließt sich nicht.

Faktum ist: Eine der „Seherinnen“ hat gelogen oder beide Damen sind von der angeblichen „Erscheinung“ betrogen worden. Aber dies wird wohl weiter von denen ignoriert werden, die wie verblendet auf dem „Warnung- und Wunderzug“ durch die erscheinungsbewegte Szene fahren möchten.

Zum Thema Garabandal und ihren Irrtümern, Zahlenspielereien, Geheimniskrämereien usw. finden sich hier im CF etwa ein dutzend weiterer Beiträge: https://charismatismus.wordpress.com/category/irrgeistige-erscheinungen/garabandal/

Unser Autor ist Konvertit und katholischer Familienvater aus dem Rheinland, der seit vielen Jahren unter dem Nicknamen „GsJC“ im CHRISTLICHEN FORUM schreibt


„Kath.net“ über Corona und Erscheinungen…

Von Felizitas Küble

Das charismatische und erscheinungsbewegte Nachrichtenportal „Kath.net“ würde seinen selbstgesetzten Auftrag verfehlen, wenn es nicht zur derzeitigen Pandemie auch einige „passende“ Botschaften zu bieten hätte, mögen auch die präsentierten Zusammenhänge reichlich an den Haaren herbeigezogen sein.

Kein Geringerer als der katholische Buchautor und Historiker Michael Hesemann, der für seine „mystischen“ Neigungen bekannt ist, nimmt sich am heutigen 31. März dieses Themas an – und zwar unter dem Titel „Marienerscheinungen und die Corona-Krise“: https://www.kath.net/news/71173

Seine Ausführungen über die kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen von Garabandal können wir momentan vernachlässigen, zumal hier keine Corona-Seuche angekündigt wurde. 

Am Schluß befaßt sich der Autor mit den Visionen von TREVIGNANO ROMANO bei Rom:

Das Ehepaar Gisella und Gianni erlebte nach einer Pilgerfahrt nach Medjugorje viele „Zeichen und Wunder“ – wen wunderts?

Es gab angeblich „blutige Tränen“ an einer dort gekauften Madonnenfigur, sodann „Tränenwunder“ bei einem Faustyna-Jesus, ab Juni 2016 folgten Marienerscheinungen. 

Hesemann schreibt: „Ein Sonnenwunder und diverse Zeichen am Himmel, die u.a. auch fotografiert und gefilmt wurden, scheinen ihren übernatürlichen Ursprung zu bestätigen.“

Wundersame Sonnenphänomene soll es in Medjugorje ebenfalls zuhauf gegeben haben, übrigens auch in Heroldsbach und Montichiari (kirchlich ebenfalls nicht anerkannte Erscheinungsstätten).

Der Verfasser verweist auf eine Trevignano-Botschaft vom 18.6.2016: „Pestilenz, Elend und Seuchen werden Rom befallen, was Tod und Verzweiflung geben wird.“

Warum ist hier nur von der italienischen Hauptstadt die Rede, zumal diese durchaus nicht das Zentrum der Corona-Pandemie ist?

Am 10.10.2016 heißt es in den „Offenbarungen“ an das erwähnte Ehepaar: „Bete, dass eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt, ausgerottet werden kann.“

Bekanntlich werden die meisten Corona-Infizierten sehr wohl geheilt – auch die Mehrzahl der konkret Erkrankten.

Am 17.1.2017 verkündete die angebliche Madonnenerscheinung folgendes: „Bald werdet ihr gezwungen sein, wieder in euren Häusern zu beten. Haltet euch am täglichen Gebet des Heiligen Rosenkranzes fest, der der einzige Schild ist, der euch vor dem Bösen schützen wird.

Warum sollte das Rosenkranzgebet   – das gewiß empfehlenswert ist – das „einzige“ Schild sein, das uns „vor dem Bösen schützt“?

Was ist mit dem Vaterunser? Dem Angelus? Den 150 Psalmen? Der Bibellektüre? Der geistlichen Kommunion?

Wenn der Rosenkranz, den es erst seit dem 15. Jahrhundert gibt, das „einzige Schild“ ist, womit haben sich dann die Christen davor 1500 Jahre lang vor dem Bösen „geschützt“?

Am 20.7.2019 lautet die Botschaft von oben, nun sei die „Zeit der Gerechtigkeit“ gekommen: „Ihr werdet Feuerbälle vom Himmel kommen sehen, die Erde wird nicht aufhören zu zittern, alte und begrabene Krankheiten werden zurückkehren und neue Krankheiten werden sich ausbreiten.“

Hesemann schreibt sodann:

„Die deutlichste Ankündigung aber erfolgte, und das ist dokumentiert, am 28.9.2019, als die Erscheinung verkünden ließ: „Bete für China, denn von dort werden neue Krankheiten kommen. Alles ist bereit, die Luft mit unbekannten Bakterien zu verschmutzen.“

Erstens geht es bei Corona nicht um „unbekannte Bakterien“, zweitens kamen aus China auch schon vorher „neue Krankheiten“ (Näheres dazu etwa in dem 2019 erschienenen Buch von Dr. med. Edith Breburda mit dem Titel „Gentopia“).

Langer Rede kurzer Sinn: Die von Heesemann naiv zitierten Botschaften sind entweder allgemein gehalten oder sie treffen nicht ins Schwarze. Er hätte sich seinen Artikel also sparen können.


Gebt acht, dass man euch nicht irreführt!

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 21,5 ff
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In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.
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Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt?
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ER antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!
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Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das ist noch nicht das Ende.
 

Warnung und Hoffnung der Endzeit

Buchbesprechung von Christa Meves

Heute möchte ich Sie auf die Neuerscheinung eines Buches aufmerksam machen, das für alle, die sich für überpersönliche Analysen interessieren, eine erfreuliche, leicht lesbare Lektüre ist – eine Information, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt.

Es handelt sich um das Buch von Michael O‘ Brien „Die Apokalypse“; es erschien im FE-Verlag Kisslegg mit dem Untertitel: „Warnung, Hoffnung und Trost“. 10 €. – Bestellbar bei: FE-Medienverlag, Hauptstraße 22 in 88353 Kißlegg, https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=71217 –  E-Mail: bestellung@fe-medien.de

Es geht dabei keineswegs noch einmal um eine direkte Ausdeutung der Texte von den Offenbarungen des Johannes, wie sie z. Z. in Fülle auf dem Markt sind. Eine Kenntnis der Apokalypse über die Zukunft des Christentums wird hier vielmehr vorausgesetzt.

Unverblümt steigt der Autor mit der Frage unter dem Titel: „Leben wir in apokalyptischen Zeiten?“ mit Fakten ein, die das bejahen. Abgesichert durch reichhaltige Bibelzitate aus dem Neuen Testament beweist O‘ Brien, dass er die Nähe eines „Endes der Endzeit“(G. Kuby) für unsere eigentliche Wirklichkeit hält.

Er zeigt aber auch gleichzeitig, dass diese „geheimnisvolle multidimensionale Vision“ des Jüngers Johannes grundsätzlich und für alle Zeiten eine Mahnung und Warnung des Herrn an jede Generation ist. Jeder Einzelne möge einen Geist der Wachsamkeit leben und die Augen seines Herzens und seines Geistes für das Wesen dieser Wirklichkeit öffnen.

Diese Wirklichkeit besteht aber für O‘ Brien ganz besonders in der Zeit jetzt; denn in der Moderne – vor allem des Westens – geht es vor allem um einen diabolischen Kampf des Widersachers Gottes gegen die, die dem Herrn die Treue hielten, und damit vor allem auch um einen Ansturm gegen die Kirche. 

Der Autor legt den Finger in die Wunde: „Wie viele Menschen glauben heute, dass der Triumph des Guten über das Böse in der Welt durch soziale Revolution oder durch soziale Evolution erreicht wird? Wie viele glauben, dass der Mensch sich selbst retten könne, wenn nur genügend Wissen und Energie aufgebracht werden? Ich bin der Meinung, dass diese intrinsische Perversität nun die gesamte westliche Welt beherrscht.“

BILD: Unsere Rezensentin Christa Meves ist seit Jahrzehnten als Bestseller-Autorin bekannt

Besonders konzentriert sich O‘ Brien dabei auf das Kapitel 12, 10-12 und auf das Kapitel 13 der Offenbarung, in denen zum Ausdruck gebracht wird, dass der auf die Erde geschleuderte Drache hier nun in Gestalt von zwei Tieren erscheint. Durch den Antichristen, von mächtigen dienstbaren Geistern des Bösen unterstützt, wird nun jeder einzelne Mensch noch einmal auf Glaubenstreue geprüft.

„Das Tier, das jetzt überall sein Unwesen treibt, verschlingt (vorab) die Unschuldigen und Schwachen, die sich nicht wehren können. Am offensichtlichsten ist der staatlich legitimierte und finanzierte Massenmord von ungeborenen Kindern. Inzwischen verbreitet sich Euthanasie immer mehr… Es wird sich weiter ausbreiten, weil das Denken verschwommen geworden ist…“

Bei der Begründung seiner Vorstellung bedient sich der Autor höchst gewichtiger Vordenker, des Philosophen Josef Pieper, verschiedener Päpste der Jetztzeit und vor allem Josef Ratzingers noch während dessen Kardinalszeit. Dabei bleibt O‘ Brien aber keineswegs bei den mahnenden Stimmen und Zeichen stehen. Durch alle Ausdeutung der Zeitzeichen schimmert als entscheidendes Grundthema der Sieg Christi hindurch:

„Wir sind nicht allein, wir sind nicht der Bosheit dunkler Mächte und dem bösen Treiben ihrer menschlichen Handlungen ausgeliefert. Jesus Christus ist der Herr der Geschichte, an ihm müssen wir festhalten auf einem Weg durch ein dunkles Zeitalter.“

Eine ganz besondere Note erhält dieses Buch durch das Vorwort und die Übersetzung der Soziologin Gabriele Kuby (siehe Foto), die mit ihrem Buch „Die globale sexuelle Revolution“ nun schon 2012 die allgemeine Verwirrung heute als die Strategie eines weltweiten Bemächtigungsversuches des Bösen darlegte – wie nun O‘ Brien in gleicher Weise.

Der Akzent dieses kanadischen “Propheten“ liegt allerdings in all seinen Ausführungen – wie auch bereits in seinem Bestsellerroman „Father Elijah“ – auf der Aufforderung zu einer Bemühung um ein „hörendes Herz“.

Dem folgt Gabriele Kubys Einführung. Sie berichtet sehr persönlich über eine Begegnung mit dem Autor in Kanada wie auch über eine Privataudienz bei Papst Benedikt em als Anlass zu dem Entschluss, auch O‘ Briens neues, so erhellendes Werk zu übersetzen.

In all seiner Kürze und leichten Lesbarkeit ist dieses Buch ein notwendiger Zuruf zu einem Status des nüchternen Bewusstseins über unsere abgründige Situation – ohne Resignation, indem gleichzeitig zuversichtlich der nahe Sieg des allmächtigen Gottes dem Werk einen positiven Klang verleiht. Der Aufruf zu bewusster Umkehr schlägt bei diesem betont christlichen Autor unüberhörbar durch.


Schwärmertum: Warum Joel 3 und Apg 2,17 gerne mißdeutet werden

Von Felizitas Küble

Auf Gloria-TV hat eine erscheinungsbewegte Leserin einen Artikel gepostet und dabei ein bestimmtes Bibelwort vor lauter Begeisterung gleich zwei mal zitiert: https://gloria.tv/article/9meCzc6wed161BaYjheShU6QE

Es geht um folgende Stelle aus der Apostelgeschichte 2,17: „In den letzten Tagen wird es geschehen. Ich werde von Meinem GEIST ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben (…)

Was die Autorin freilich „übersieht“, ist die Tatsache, daß es sich bei diesem Wort aus dem NT um ein wörtliches Zitat aus dem Alten Testament (nämlich Joel 3,1 f) handelt, das in der Apostelgeschichte ausdrücklich auf die Ereignisse in Pfingsten bezogen wird.

Charismatische und visionsverliebte Kreise freilich deuten das Bibelwort gern auf sich selber bzw. ihre eigene Bewegung mit ihrer Fixierung auf Wunder und außergewöhnliche „Geistesgaben“.

Viele sagen sich: Ist diese Verheißung der Geistausgießung heute nicht wunderbar in Erfüllung gegangen? Gibt es nicht zahlreiche Prophetien, Träume, Visionen, „Geistesgaben“, höhere Erleuchtungen in Hülle und Fülle?

Derartige Auslegungen übersehen drei entscheidende Punkte:

1. Diese Ankündigung des Alten Bundes ist durch das Pfingstereignis bereits weitgehend erfüllt worden.  Der hl. Petrus selber verweist auf die Verheißung in Joel 3 (Apg 2,16 f) zur Erklärung des Geistausgießung in Jerusalem.

2. Nun gibt es tasächlich bei manchen Verheißungen eine Erst-Erfüllung und später eine Voll-Erfüllung: Doch die „Vollerfüllung“ dieser Prophetie wird nicht in der Christenheit geschehen, sondern inmitten des jüdischen Volkes, nachdem es sich zu Christus bekehrt. Über die endzeitliche Bekehrung Israels angesichts der Wiederkunft Christi berichtet Paulus in Röm 11,12 und 11,26.  –  Auch im Alten Testament ist dies Ereignis angekündigt: „Aber über das Haus Davids und über die Bewohner von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben“ (Sach 12,10).

3. Daß es sich bei dieser Geistausgießung um ein Phänomen der Endzeit handelt, geht aus Joel 3 selber hervor, wenn es in diesem Zusammenhang heißt, dies geschehe, „bevor der Tag des HERRN kommt“ (Joel 3,4) und daß Gott dann das „Schicksal Judas und Jerusalems wenden wird“ (Joel 3,4).

Es war immer schon ein Kennzeichen schwarm- oder irrgeistiger Bewegungen, einzelne Bibelworte aus dem Zusammenhang zu reißen und ihnen eine irreführende Auslegung unterzuschieben.


Botschafts-Szenerie um die „Warnung“ widerspricht sich betr. Papst Franziskus

Es ist immer wieder erheiternd und aufschlußreich zugleich, wie sich das Seher-Lager gegenseitig widerspricht  – und das sogar in jenem Spektrum, das sonst bei der angeblich wichtigsten Sache einig ist, nämlich der sog. „Warnung“, die uns allen für die kommende Zeit noch blüht, wobei jeder Erdenbürger eine „Seelenschau“ erleben wird, für die meisten – so wird gesagt – ein fürchterliches, teils tödliches Widerfahrnis.  

Nun steht der Unsinn von der „Warnung“ weder in der Heiligen Schrift noch kennt die Lehre der Kirche ein solches Endzeit-Ereignis, doch in der Seher-Szene gelten schon seit jeher ganz eigene Vorstellungen jenseits der (theo)logischen Vernunft.

Interessant ist es freilich, daß sich die Warnungs-Visionäre nicht einmal untereinander einig sind:

So behauptete eine der wichtigsten „Begnadeten“, die den ganzen Warnungs-Rummel Anfang dieses Jahrzehnts forciert hat, nämlich die sog. irische „Endzeitprophetin“, bei Papst Franziskus handle es sich nicht um einen rechtmäßigen Papst, sondern um den „Falschen Propheten“ aus der biblischen Apokalypse, der den Antichristen begleitet.

Hingegen verkündet der selbsternannte Seher Enoch aus Kolumbien  – er propagiert ebenfalls die „Warnung“ – das glatte Gegenteil, indem er dazu auffordert, nebst anderen Anliegen „für Papst Franziskus und die Kirche“ zu beten. Gewiß ein löbliches Unterfangen, doch benötigen wir hierfür keinen himmlisch inspirierten Visionär.

Unser Leser „GSJC“ hat den Widerspruch des Sehers Enoch und der irischen Seherin näher dokumentiert – siehe hier seine Recherche:

„13. Mai 2013, 9.45 Uhr
RUF DER FRAU ALLER VÖLKER AN DIE KATHOLISCHE WELT

Liebe Kinder meines Herzens, der Friede Gottes sei mit euch allen!
Die Verkündigung meines fünften Dogmas wird der Anfang eurer Freiheit sein. Mein fünftes Dogma ist die Niederlage meines Feindes. Deshalb, meine Kinder, hat mein Feind soviele Hindernisse und Barrieren gegen diesen meinen Titel der Frau aller Völker aufgerichtet, da er weiß, daß er dadurch besiegt werden wird. Ich bitte euch, liebe Kinder, daß ihr von nun an in all eure Rosenkränze diese großen Anliegen einschließt:

1. Für die Verkündigung meines Fünften Marianischen Dogmas (Maria Mittlerin, Miterlöserin und Fürsprecherin, Frau aller Völker).
2. Für die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz.
3. Für Papst Franziskus und die Kirche
4. Für den Frieden der Welt
5. Für den Triumph meines Unbefleckten Herzens“

Nicht nur daran lässt sich erkennen, wie „gaga“ diese Szene ist. Auf der einen Seite wird aggressiv Werbung für den irischen Blödsinn betrieben, wonach Papst Franziskus der „Falsche Prophet“ ist und vermieden, ihn als Papst zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite verbreiten sie diesen anonymen „Enoch-Käse“, der in seinen Botschaften genau das Gegenteil von dem behauptet, was die gescheiterte „Warnungstante“ aus Irland von sich gegeben hat, indem dort ein „Ruf der Frau aller Völker an die katholische Welt“ ergeht, genau für diesen Papst zu beten.

Doch das Sahnehäubchen setzt der Phantast „Enoc“ dem unsinnigen Theater mit nachfolgender „Botschaft“ auf, die von keinem Geringeren – wie in der Szene üblich – als dem „Herrn“ persönlich stammen soll:

DIE KRAFT VON GEBETSKETTEN BRINGT FESTUNGEN ZUM EINSTURZ UND KANN PROPHEZEIUNGEN ÄNDERN.
18. April 2013, 8.50 Uhr
RUF VON JESUS VON NAZARETH AN DIE KATHOLISCHE WELT
[…] Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt. Wenn ihr für Papst Franziskus betet, wird er den Willen Meines Vaters tun, aber wenn ihr das Gebet für ihn vernachlässigt, werden Mein Feind und seine Werkzeuge, die den Stuhl Petri unterwandert haben, ihn dazu bringen, Irrtümer gegen den Glauben, das Evangelium und die Lehre Meiner Kirche einzuführen. Meine Kinder, Ich sage euch dies alles, damit ihr geistig erwacht und beginnt das Gebet zu eurer höchsten Priorität zu machen.

(Quelle: http://www.mensajesdelbuenpastorenoc.org/deutsche.html)

Es ist somit klar, dass ein mögliches Totalversagen von Papst Franziskus auf das Versagen der „Restarmee“ und irgendwelcher klappriger Rädchen zurückzuführen ist.

Die Schuldigen sind somit gefunden, da dieser private Verein als „Restarmee“ für sich in Anspruch nimmt, die wahre Kirche zu vertreten.

Die Szene hat sich mit diesen „Botschaften“ wieder einmal ein Eigentor geschossen! Ab in die Tonne damit!

Wie viele Millionen Mitglieder hat die „Restarmee“ inzwischen oder sind es, wie vom „Botschaftshimmel“ der irischen Schwätzliesel versprochen, bereits MILLIARDEN (überbelichtete Gestalten)?

Kleine Gegenüberstellung zur besseren Verdeutlichung dieses Unsinns:

„MDM“ aus Irland am Donnerstag, dem 12. April 2012:

399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt sein, aber er wird der Falsche Prophet sein.[…]Mein geliebter Papst Benedikt XVI. ist der letzte wahre Papst auf dieser Erde.

http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2012/0399.htm

„Enoc“aus Irgendwo am Montag, dem 8. April 2013:

Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt.

 


Seher Enoch aus Kolumbien verbreitet Panik und kündigt endzeitliche „Warnung“ an

Von Felizitas Küble

Der selbsternannte Prophet „Enoch“ –  ein nicht näher bekannter, angeblicher „Katechet“ aus Kolumbien – erhält seit über 20 Jahren „Offenbarungen“ des Himmels, die sich reihenweise in ihrer typischen Endzeit-Panik ähneln und ständig im Kreise drehen. 

Seine Fangemeinde ficht es nicht an, dass sich der Seher mit seinen düsteren Ankündigungen schon mehrfach geirrt hat, so etwa im Jahre 2015, als er am 29. Juli wieder einmal einen „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“ erhielt, wie hier nachzulesen ist:

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen.“

Auf diese weltweite Finsternis warten wir noch heute, doch derlei Irrungen und Wirrungen sind in dieser pseudo-katholischen Szene ohnehin an der Tagesordnung.

Natürlich propagiert auch Enoch die in Seherkreisen allseits beliebte „Warnung“, eine Endzeit-Theorie, die vor allem auf Garabandal (eine kirchlich abgelehnte Erscheinungsstätte) und auf eine längst aufgeflogene, irische Visionärin sowie auf weitere Endzeitprediger wie z.B. Lungenschmid zurückgeht.

Demnach wird es schon vor der endgültigen Wiederkunft Christi zum Jüngsten Gericht bereits ein für die ganze Menschheit sichtbares Kommen Jesu in den Wolken des Himmels geben, verbunden mit einer „Seelenschau“, die für die „gottlosen“ Menschen fürchterlich ausfällt – und als endzeitliche „Warnung“ zu verstehen ist.

Einmal abgesehen davon, daß Bibel und Kirche keine zweifache Wiederkunft Christi kennen, geht es hier um eine sensationslüsterne Angstmacherei, die mit einem gottesfürchtigen Aufruf zu Buße und Umkehr nichts zu tun hat.

Wie sehr Enoch darauf abzielt, die Menschen in Panik zu versetzen, zeigt z.B. seine Marien-Botschaft vom 21. Februar 2017, in der es u.a. heißt:

„Seid sehr vorsichtig, kleine Kinder, denn auf eurer Erde hat es bereits viele durch Dämonen besessene Seelen; beachtet dass ihr unter keinen Umständen in Klagen und Streitigkeiten mit euren besessenen Geschwistern eintreten dürft…

Die bösen Geister wandern bereits in den späten Stunden der Nacht herum, sie suchen Körper deren Seelen von Gott entfernt sind, um in sie einzuschleichen. Haltet euch während den späten Stunden der Nacht nicht auf der Straße auf, damit ihr nicht unangenehme Überraschungen erleben werdet.

Vor einem Jahr veröffentlichte Enoch einen Aufruf der „Maria Rosa Mystica an das Volk Gottes“ vom 2. Januar (Die Erscheinungen der „Rosa Mystica“ von Montichiari sind ebenfalls kirchlich abgelehnt). Darin heißt es zum Dauerbrenner der „Warnung“:
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„Kleine Kinder, der Zusammenprall von zwei Asteroiden wird das Glorreiche Kreuz Meines Sohnes bilden. Das wird das große Signal sein, welches euch das Kommen der Warnung ankündigt!
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Dieses Jahr wird der Beginn eurer Reinigung sein. Die Menschheit wird große Ereignisse am Himmel und auf der Erde erleben; die Zeichen des Himmels werden zunehmen; noch von keinem Auge gesehene himmlische Phänomene werden euch ankündigen, dass ihr bereit und vorbereitet sein müsst für eure Begegnung mit Gott in der Ewigkeit.
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Die Erschütterung des Universums wird euch himmlische Phänomene sehen lassen, welche die Menschheit nie gesehen hat. Viele werden in Panik geraten, aber es gibt keinen Grund euch zu ängstigen; diese Manifestationen sind Ankündigungen des Himmels damit ihr geistig auf das Kommen der Warnung vorbereitet seid und eure Prüfungen beginnen.“ (Quelle: http://www.kommherrjesus.de/aktuelles/enoch/botschaften/botschaften2018#neu)
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Vielleicht haben wir alle etwas verpaßt, da sich im vergangenen Jahr keine erkennbaren „himmlischen Phänomene“ ereignet haben, geschweige sind zwei Asteroiden zusammengeprallt; auch erschien kein glorioses Kreuz am Himmel und-so-weiter…