HOCHFEST der Verkündigung des HERRN

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Mt 1,16.18-21.24a:

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, welcher der Messias genannt wird.
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Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
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Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn ER wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des HERRN ihm befohlen hatte.
Foto: Paul Badde

Der Engel des HERRN kündigt die Geburt des gottgeweihten Simson an

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Buch der Richter 13,2-7.24:

Damals lebte in Zora ein Mann namens Manoach aus der Sippe der Daniter; seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder. Der Engel des HERRN erschien der Frau und sprach zu ihr:

Foto: Paul Badde

Gewiß, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder; aber du sollst schwanger werden und einen Sohn gebären. Nimm dich jedoch in acht und trink weder Wein noch Bier und iß nichts Unreines!

Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Es darf kein Schermesser an seine Haare kommen; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein. Er wird damit beginnen, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien.

Die Frau ging und sagte zu ihrem Mann:

Ein Gottesmann ist zu mir gekommen; er sah aus, wie der Engel Gottes aussieht, überaus furchterregend. Ich habe ihn nicht gefragt, woher er kam, und er hat mir auch seinen Namen nicht genannt. Er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Trink jedoch keinen Wein und kein Bier, und iß nichts Unreines; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein, bis zum Tag seines Todes.

Die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; der Knabe wuchs heran und der HERR segnete ihn.

Foto: Paul Badde


Der Engel des HERRN erscheint Gideon und nimmt sein Opfer an

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: AT, Richter 6,11-24a:

In jenen Tagen kam der Engel des HERRN und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midianitern in Sicherheit zu bringen.

Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR sei mit dir, starker Held.

Foto: Paul Badde

Foto: Paul Badde

Doch Gideon sagte: Ach, mein HERR, ist der HERR wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben?  –  Diese besagten doch: Wirklich, der HERR hat uns aus Ägypten heraufgeführt. Jetzt aber hat uns der HERR verstoßen und uns der Faust Midians preisgegeben.

Da wandte sich der HERR ihm zu und sprach:

Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, ich sende dich.
Er entgegnete ihm: Ach, mein HERR, womit soll ich Israel befreien? Sieh doch, meine Sippe ist die schwächste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.

Doch der HERR sprach zu ihm: Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann.

Gideon erwiderte ihm: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, daß du selbst es bist, der mit mir redet. Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zurückkomme; ich will eine Gabe für dich holen und sie vor dich hinlegen.

Er sprach: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst.

Gideon ging ins Haus hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und setzte es ihm vor.

Da sprach der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg!  –  Gideon tat es. Der Engel des HERRN streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des HERRN aber war Gideons Augen entschwunden.

Als nun Gideon sah, daß es der Engel des HERRN gewesen war, sagte er: Weh mir, HERR und Gott, ich habe den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Der HERR erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.

Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der HERR ist Friede.  –  Der Altar steht bis zum heutigen Tag in Ofra, der Stadt der Abiësriter.