Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du dir Lob bereitet

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 8,2-3.4-5.6-7.

HERR, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge hast du dir Lob bereitet
deinen Gegnern zum Trotz;
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Hände,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer erschaffen als die Engel,
mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
alles hast du ihm zu Füßen gelegt.


Das himmlische Jerusalem mit Symbolen der 12 Stämme Israels und der 12 Apostel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 21,9b-14.

Ein Engel sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes.
Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.
Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.
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Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels.
Im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore.
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Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

Der HERR weckt Kraft in meiner Seele

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.6.8.

Ich will dir danken mit meinem ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin,
will deinem Namen danken für deine Huld und für deine Treue.

Denn du hast dein Wort größer gemacht
als deinen ganzen Namen.
Am Tag, da ich rief, gabst du mir Antwort,
du weckst Kraft in meiner Seele.

Erhaben ist der HERR,
doch ER schaut auf den Niedrigen,
in der Höhe ist ER, doch ER erkennt von ferne.

HERR, deine Huld währt ewig.
Lass nicht ab von den Werken deiner Hände!


Von der Esoterik zum Glauben: Wie Christus meine Familie und mich gerettet hat

Das folgende Glaubenszeugnis stammt von unserer Leserin Irina, einer ehemaligen Esoterikerin und Ex-Charismatikerin aus Bayern, geboren in Russland, die uns mit vollen Namen und Anschrift bekannt ist.

Weil jedoch ihr Lebensbericht sehr persönliche Momente und Ereignisse beinhaltet, haben wir mit ihr eine Beschränkung auf den Vornamen vereinbart:

Ich bin 1981 in Russland geboren und wuchs in einer (nicht wirklich) gläubigen Familie auf. Wir gingen zwar hin und wieder zur Kirche, hatten Gebetbücher zu Hause und ich schrieb oft Briefe an Gott, wusste aber damals noch nicht, dass Jesus Christus real ist.

Meine Mama war katholisch, mein Papa wurde erst ein paar Jahre, bevor er gestorben ist, orthodox getauft. Meine Schwester und ich wurden mit sechs Jahren in der orthodoxen Kirche getauft.

Meine Eltern stritten oft, hauptsächlich weil mein Papa viel getrunken hat. Die ganze Familie hat darunter gelitten. Mein allergrößter Wunsch war, meine eigene Familie zu gründen und ein harmonisches Leben zu führen.

2001 kam ich nach Deutschland, studierte in München Germanistische Linguistik und arbeitete an der Universität als Deutschlehrerin für ausländische Studierende. Später schloss ich ein Zweitstudium der Betriebswirtschaftslehre ab, arbeitete anschließend in einer Marketing-Agentur, heiratete 2015 meinen jetzigen Ehemann und wir bekamen zwei Kinder.

2014 lernte mein Mann seinen leiblichen Vater kennen (aufgewachsen ist er mit seinem Stiefvater). Der leibliche Vater weihte uns (meinen Mann und mich) an Weihnachten 2015 in die Esoterik ein und schenkte uns „Die Geheimlehre“ und „Isis entschleiert“ von Blavatsky, „Grundlagen der Esoterischen Philosophie“ von Gottfried von Purucker, die Mahatma-Briefe, Runen, Tarot-Karten, ein Buch über Astrologie und vieles mehr.

Er war viele Jahre in einem esoterischen „Orden“, der von Dethlefsen geleitet wurde, bezeichnete sich als Priester und behauptete, dass die Informationen, die in diesen Büchern stehen und die er beigebracht bekommen hatte, die Wahrheit aller Wahrheiten darstellen.

Dies sei die richtige Esoterik und kein Eso-Kitsch. Und so wurden wir ganz tief in die Esoterik eingetaucht, haben diese Wahrheit, ohne zu hinterfragen, angenommen und weiter vertieft und uns regelmäßig ausgetauscht.

An Ostern 2016 haben mein Schwiegervater und ich durch einen leichten Stromschlag „einen gewischt“ bekommen. Er behauptete seitdem, dass wir im vorherigen Leben ein Paar gewesen sein müssen und rief mich ständig an, wollte, dass ich dies einsehe und bat mich darum, dies nicht seiner Frau und meinem Mann zu erzählen.

Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten soll und erzählte zuerst niemandem was davon. Irgendwann ließ mein Schwiegervater los und ich war sehr erleichtert.

2016 bekam ich eine seltsame Fähigkeit, nachts unkontrolliert aus meinem Körper auszutreten und durch die Wohnung, manchmal auch durch die Stadt zu fliegen. Einmal, als ich krank war, sah ich, wie ich aus meinem Körper ausstieg – und als ich mich von oben beobachtete, sah ich statt meines Körpers einen dunklen Mann im Bett liegen – es war ein schreckliches Erlebnis.

Von diesem Phänomen des „Fliegens“ erzählte ich meinem Schwiegervater, der das ganz toll fand und mir ein Buch über Astralreisen schenkte und meinte, es sei sehr beneidenswert, dass ich dies von Natur aus tun kann (die Anderen müssen es ja erst lernen).

Ich kam damals nicht dazu, das Buch zu lesen und wollte mich auch ehrlich gesagt in dieser Richtung nicht weiterbilden.

Als ich wieder eine Astralreise erlebte und meinem Schwiegervater davon erzählte, sagte er mir, dass ich bei meiner nächsten Astralreise bewusst zu ihm nach Hause fliegen und mich auf ihn drauflegen solle, denn es gäbe ja nichts Schöneres, als die Verschmelzung zweier Körper auf australer Ebene. Aber ich solle doch bitte davon nichts seiner Frau und meinen Mann erzählen.

Bei allem Respekt vor meinem Schwiegervater und all dem, was er für mich Gutes tat, fand ich diese Aussage ziemlich schräg und fing an, mich von ihm zu distanzieren und blockierte ihn dann irgendwann auf meinem Handy.

Ich befand mich in einer sehr schwierigen Lage, wollte das Ganze aber doch nicht vor meinem Mann verheimlichen und beschloss, ihm davon zu erzählen. Das Ganze endete dann in einer  großen Katastrophe. Für meinen Schwiegervater war ich gestorben.

Mein Mann konnte es mir nicht glauben und fing an, zu rauchen und zu trinken. Da ich weder das eine noch das andere guthieß und diese Süchte zu ständigen Streitereien führten, brach unsere Familie Stück für Stück auseinander.

Da die Kinder noch sehr klein waren und ich niemanden in der neuen Stadt kannte (wir waren frisch umgezogen), konnte ich nicht gehen.

Zudem war ich nach den beiden Schwangerschaften gesundheitlich ein Wrack und da die Ärzte mir nicht helfen konnten, beschloss ich, die Verantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen und kam durch Zufall auf die Ernährungsweise von Medical Medium von Anthony William (Geist des Mitgefühls) und bin zu Expertin auf dem Gebiet dieser spirituellen Ernährungslehre geworden. Ich absolvierte die Ernährungsberatungsausbildung und wollte mich als Ernährungsberaterin nach Medical Medium selbständig machen.

Ich suchte ständig nach dem richtigen Weg, nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens und wollte mich auf gar keinen Fall mit der Esoterik meines Schwiegervaters weiter beschäftigen.

Ich kaufte das Download-Paket von Flow Summit 2019 mit zahlreichen spirituellen Vorträgen, hörte sie mir an und kam zu dem Schluss, dass meine mangelnde Selbstliebe Schuld an allem sei. Ich beschäftigte mich mit meinem „inneren Kind“, meinen Schattenseiten und arbeitete intensiv an mir. Ich glaubte, die Wahrheit in der Spiritualität gefunden zu haben.

Besonders inspiriert war ich von Jana Haas (hellsichtige Autorin und Engel-Expertin).

Zudem hörte ich viele Videos von Robert Betz an und besuchte sogar  einen seiner Vorträge, sprach mit ihm persönlich verzweifelt über meine familiäre Situation und er meinte, ich solle meinen Mann akzeptieren, so wie er ist, sprich: ihn trinken und rauchen lassen, denn er brauche dies momentan.

Ich war mit dieser Antwort nicht zufrieden und suchte weiter nach Antworten in zahlreichen spirituellen Büchern und kam dann doch zu dem Schluss, meinen Mann mit all seinen Süchten akzeptieren zu lernen und arbeitete jeden Tag an mir (bildete mir ein, dass mich seine Süchte nicht stören und ich keine Angst mehr davor habe, wie die Zukunft unserer Familie aussehen wird).

Je mehr ich las, desto mehr fühlte ich mich verzettelt, verzweifelt und unglücklich, und beschloss, mich hauptsächlich auf die Bücher und Vorträge von Jana Haas zu konzentrieren. Ich wollte sogar eine Ausbildung zum Cosmogetic Healing bei ihr machen, weil ich mir einbildete, Heilerin zu sein, beruhend darauf, dass meine Oma mütterlicherseits auch Heilerin war und dass ich dies von ihr bestimmt erbte und diese Fähigkeit weiterentwickelt werden soll.

Da ich zusammen mit meinem Mann Inhaber eines Sportclubs bin, beschloss ich im September 2019 eine Online-Yoga-Ausbildung zu machen und gab bereits während der Ausbildung Yoga-Stunden in unserem Club. Anfang Februar 2020 hatte ich ein Yoga-Präsenzseminar in Hamburg und war nach der Rückkehr nach Hause sechs Wochen krank (im nachhinein verstand ich, dass der liebe Gott mir Zeichen sendete, darüber nachzudenken, was ich da tue).

Anfang April 2020 stoß ich im Internet auf ein Video über Satanismus und musste, während ich es mir ansah, viel weinen und war schockiert und sprachlos.

Der Gedanke, dass die Welt doch nicht so rosig sei, wie ich es in den spirituellen Büchern las, und dass es das Schwarze/Böse/Dunkle da draußen doch gibt, ließ mich nicht los.

Bis dahin war ich der Meinung, wie Jana Haas (spirituelle Medium und Autorin) es immer so schön ausdrückt, dass wir es uns in unserem Leben nicht leisten können, negativ zu denken. Man soll ein Licht für die Welt darstellen, also immer „positiv denken“. Und dass es keine Dämonen oder gefallene Engel gibt, dies seien in Wirklichkeit lediglich unsere negativen/dunklen Gedanken.

In diesem Video über Satanismus sah ich aber das Böse, ohne zuvor schlechte Gedanken gehabt zu haben. So begann ich zu hinterfragen, ob das, was Jana Haas behauptet, überhaupt stimmt. Mir fiel wieder die Frage von meiner Bekannten ein, ob ich wüsste, dass die Ernährung nach Medical Medium zur okkulten Szene gehört. Ich fing an, zu recherchieren, was alles unter Okkultismus/Esoterik/New Age fällt, stieß auf die Website www.lichtarbeit-verführung.de und las dort die Berichte von Aussteigern.

Ich fand mich in vielen dieser Zeugnisse wieder und war zunächst geschockt.

Ich hörte mir zudem das Zeugnis von Doreen Virtue an, in dem sie erzählt, warum sie aus New Age ausstieg und zum Christentum konvertierte.
Ich realisierte, dass ich auf dem Holzweg war und dass ich tausende Sünden begangen hatte, bereute diese zutiefst und beschloss, ein Übergabe-Gebet zu sprechen.

Am Morgen des Ostersonntags  –  12. April 2020  –  redete ich darüber mit meinem Mann und fragte ihn, ob er sich auch bekehren möchte. Er war sofort einverstanden (unserem HERRN sei Dank).

Da unsere Ehe in Trümmern lag und dies die letzte Chance war, unsere Familie zu retten, fingen wir an, die Bibel zu lesen und sämtliche esoterische Bücher und okkulte Gegenstände wegzuwerfen. Ich brach meine Yoga-Ausbildung sowie alle anderen okkulten Praktiken ob, darunter Aura-Soma, Homöopathie, Engelkarten, positives Denken, Meditationen und Selbstheilungsversuche (wie z.B. die Ernährungsweise nach Medical Medium).

Ich bin Gott unendlich dankbar, dass er mich nicht aufgab, mir die Augen öffnete und mich aus der Esoterik rausholte.

Nun dachte ich, meine Familie und ich sind für immer gerettet und endlich auf dem richtigen Weg!

Direkt nach der Umkehr sind wir leider unwissend und ahnungslos in einer charismatischen Gemeinde gelandet, die Geistestaufe, Zungenrede, Prophetien, Lobpreis mit Rockmusik und Wunderheilungen praktizierte.

Da mein Mann und ich bei diesen Praktiken von Anfang an kein gutes Gefühl hatten und uns das sehr an die frühere Esoterikzeit erinnerte, begann ich zu recherchieren, was die charismatische Bewegung ausmacht und prüfte dies anhand der Bibel.

Ich realisierte, dass wir vom Regen in die Traufe gekommen sind, da die charismatische Bewegung eine große und verhängnisvolle Verführung darstellt, die umso tückischer ist, weil sie sich mit einem christlichen Mäntelchen präsentiert.

Es war mir vor meiner Umkehr nicht bewusst, dass Satan real ist und sich gerne als „Engel des Lichts“ ausgibt und ständig versucht, Menschen mit seiner esoterischen Lehre, ja sogar auserwählte Christen mit verführerischen Irrlehren wie der Charismatik letztlich von Gott abzubringen.

Die Esoterik/New Age und okkulte Praktiken haben meine Familie beinahe zerstört. Sie machen krank, kosten viel Geld und sind sehr gefährlich.

Das Einzige, was uns erretten kann, ist der aufrichtige Glaube an unseren lebendigen Herrn Jesus Christus und eine zu 100% echte Umkehr (aufrichtiges Bereuen und Bekennen aller Sünden). Ich kann dies aus meiner eigenen Erfahrung nur bestätigen, denn mein Leben hat sich nach der Umkehr um 180 Grad gedreht, meine Ehe wurde geheilt und ich erfuhr, was Freiheit und Liebe wirklich bedeuten.

Endlich war die ewige, mühevolle Suche nach Wahrheit beendet.

Gemälde: Evita Gründler (erstes, viertes und letztes Bild)

 


Soli Dei Gloria: Alles meinem Gott zu Ehren!

Jeden Faden, den ich drehe,
jeden Schritt, den ich hier gehe,
jede Scholle, die ich grabe,
jede Arbeit, die ich habe:
Alles meinem Gott zu Ehren,
hier und dort Sein Lob zu mehren.
Soli Deo Gloria!

Alle Lasten, die ich trage,
alle Worte, die ich sage,
alle Werke, die ich tue,
alle Stunden, die ich ruhe:
Alles meinem Gott zu Ehren,
hier und dort Sein Lob zu mehren:
Soli Deo Gloria!

Jede Speis, die ich genieße,
wenn ich andre freundlich grüße,
wenn ich nur ein Blümlein pflücke,
mich nach einem Strohhalm bücke:
Alles meinem Gott zu Ehren,
hier und dort Sein Lob zu mehren:
Soli Deo Gloria!

Alles: vom Geringsten, Kleinsten
bis zum Höchsten, Größten, Reinsten,
mags die ganze Welt erbauen,
mags nur still ein Engel schauen:
Alles meinem Gott zu Ehren,
hier und dort sein Lob zu mehren:
Soli Deo Gloria!

Einst an meinem letzten Ende,
wenn mein brechend Aug ich wende
hin zum Kreuz, den Trost genieße,
und dann ruhig mein Leben schließe:
Alles meinem Gott zu Ehren,
hier und dort Sein Lob zu mehren:
Soli Deo Gloria!

Christliches Volksgedicht aus dem 19. Jahrhundert,
Verfasser unbekannt


Trevignano Romano: Corona-„Botschaften“ bewegen das fromme Spektrum

Von Felizitas Küble

Die neuesten Visionen aus Trevignano Romano bei Rom verunsichern und erregen derzeit das erscheinungsbewegte katholische „Lager“. Auch das charismatische Portal „Kath.net“ hat sich mit diesen Himmelskundgaben bereits wohlwollend befaßt – kein Geringerer als der Historiker Michael Hesemann präsentierte positiv die dortigen „Botschaften“ von oben, die scheinbar wie der Topf auf den Deckel zur derzeitigen Corona-Krise passen.

Die außerordentlichen Phänomene begannen mit einer Pilgerfahrt des Ehepaars Gisella und Gianni nach Medjugorje, die dort viele „Zeichen und Wunder“ erlebt haben wollen.

Es gab danach „blutige Tränen“ an einer dort gekauften Madonnenfigur, sodann „Tränenwunder“ bei einem Faustyna-Jesus, ab Juni 2016 folgten Marienerscheinungen. (Original-Fanseite bzw. Internetpräsenz hier: https://www.lareginadelrosario.com/)

Autor Hesemann erinnerte z.B. an folgende Botschaft vom 10.10.2016 an das erwähnte Ehepaar: „Bete, dass eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt, ausgerottet werden kann.“

Der Bezug zu Corona ist freilich an den Haaren herbeigezogen, denn die meisten Infizierten werden sehr wohl geheilt, sogar die Mehrzahl der konkret Erkrankten.

Es läßt sich in diesem Spektrum alles steigern, denn inzwischen gibt es sogar Offenbarungen direkt von „Jesus“. Am 8. April erklärte das Erscheinungsphänomen der Ehefrau:

„Heute war der Tag, an dem ich von Judas mit einem Kuss verraten wurde. Als ich durch die Stadt ging, blickten die Pharisäer mit Stolz und Arroganz auf mich herab. Meine Kirche verrät mich auch heute noch, indem sie mich oberflächlich ansieht. Selbst große Theologen verbarrikadieren die Kirchen, indem sie meine Herde zerstreuen.

Meine Tochter, das ist die Geschichte des Karwochenendes und dieser Zeiten; bald wird die Warnung auf euch zukommen, die Euch die Wahl gibt, mich oder Satan zu lieben. Danach werden Feuerbälle auf die Erde herabfallen, und das wird die schlimmste Zeit für Euch sein, denn alle möglichen Katastrophen werden kommen.

Meine Mutter wird Euch beschützen, indem sie Euch unter ihren gesegneten Mantel nimmt, fürchtet Euch nicht. Ich segne Euch alle im Namen des Vaters, in meinem Namen und im Namen des Heiligen Geistes, Amen.“

Soviel Unfug auf einmal findet man selten in wenigen Sätzen:

1. Es ist ausgeschlossen, daß der wahre Christus behauptet:Meine Kirche verrät mich auch heute noch, indem sie mich oberflächlich ansieht“ – Das hat „die“ Kirche nie getan und wird es nie tun, sondern immer nur einzelne Vertreter derselben. Die Kirche als Heilsinstanz ist vom HERRN selbst gegründet, ER ist ihr Haupt, also kann „seine“ Kirche IHN nie in ihrer Gesamtheit „verraten“ – zudem ist die Begründung, die Kirche würde IHN „oberflächlich ansehen“, nichtssagend und banal.

2.  Typisch für diese Szenerie folgt nun die Ankündigung der sog. „Warnung“ – eine alte Irrlehre, die seit Jahrzehnten immer wieder neu aufgewärmt wird und die nicht zuletzt auf die „Erscheinungen“ von Garabandal zurückgeht (kirchlich nicht anerkannt). Infos über den Unsinn der Warnung findet man im CHRISTLICHEN FORUM zuhauf (Stichwort eingeben).

3. Daß danach „Feuerbälle auf die Erde herabfallen“, steht nicht in der Heiligen Schrift (natürlich auch nichts vom Phänomen der „Warnung“), so daß man dies als übliche Schauerbotschafts-Story ansehen kann.

4. Warum sollte Christus als GOTT zum Schutz der Gläubigen auf seine Mutter verweisen, obwohl sie doch sein Geschöpf ist – und ER ihr HERR, die Madonna also gleichsam unter seinem Schutz steht. Natürlich kann die Gottesmutter gut und gerne als „Schutzmantelmadonna“ verehrt werden – aber Christus selbst als oberster Schutzherr hat es nicht nötig, auf ein von IHM geschaffenes Geschöpf zu verweisen, wenn ER schon angeblich selber spricht (was aber hier ohnehin nicht der Fall ist).

Damit nicht genug, wurde vor zwei Tagen  – am 18. April  –  ganz frisch folgende Marienbotschaft aus Trevignano Romano gemeldet:

„Liebe Kinder, kämpft für eure Freiheit, Ihr werdet bald von bösen Diktatoren in die Sklaverei geführt werden. Vorsicht vor Impfstoffen und allen damit verbundenen Verpflichtungen, denn sie werden nicht von Gott kommen, sondern von Satan, der euer Leben und euren Geist beherrschen will…Meine Engel und Erzengel werden immer bei euch sein, seid nicht lau.“

Diese „Erscheinung“ hat wohl die neuesten „Alternativmeldungen“ aus dem Internet gelesen. Dabei benötigen wir keine „Offenbarungen“ von oben, um mit dem bloßen Verstand zu erkennen, daß die Corona-Krise von einigen politische Eliten dazu (aus)genutzt wird, um eine wachsende Kontrolle über die Bürger einzuführen und Freiheitsrechte über das gebotene Maß hinaus zu beschneiden.

Entsprechende kritische Beiträge finden sich seit vielen Wochen hier im CF.

Allerdings ist eine pauschale Ablehnung von Impfstoffen verfehlt, denn der mögliche Mißbrauch einer Sache (Vereinnahmung von Impfungen für eine nachfolgende Digitalisierung zur Kontrolle der Bürger) spricht nicht gegen die Sache selbst. Es muß hier also differenziert werden, statt nur Panik zu schüren.

Sodann fragt man sich, wie diese Marienerscheinung denn gerazu anmaßend verkünden kann: „Meine Engel und Erzengel….“ – Die Engelwelt wurde von GOTT erschaffen, es handelt sich um seine Engel – und auch die Mutter des HERRN ist ein Geschöpf ähnlich der Engel – und selbst keine Schöpferin. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Wenn der Engel für uns in die hl. Messe geht

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Dieses Gebet, mit dem wir unseren Schutzengel gleichsam in die heilige Messe „senden“, kenne ich (Felizitas Küble) noch aus meiner Heimat in einem Bauerndorf Oberschwabens.
Meine Eltern beteten es gemeinsam mit ihren Kindern am Werktag vor dem Frühstück.
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Es handelt sich dabei um eine altbekannte Anrufung, die vor allem in kernkatholischen ländlichen Gegenden verbreitet war.
Die Gläubigen haben sich durch diese Andacht geistig mit der hl. Messe verbunden, die der Pfarrer täglich am Werktag in der Kirche für sie zelebrierte.
Am Sonntag „erübrigte“ sich dieses Engels-Gebet, weil man selber an der Eucharstiefeier teilnahm.
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Für heutige Corona-Zeiten eignet sich das Gebet auch am Sonntag, da die Kirchentüren für die Gläubigen verschlossen sind und öffentliche Gottesdienste ausfallen, die Priester aber „Privatmessen“ zelebrieren, an denen wir innerlich teilnehmen können.
Zugleich ist damit eine „geistliche Kommunion“ verbunden:

Eucharistisches Engels-Gebet:

Geh, o heiliger Engel mein, geh für mich in die Kirch hinein,
knie dich hin an meinen Ort, hör die Hl. Messe dort.

Bei der Opferung bring m ich dar, Gott zum Dienste ganz und gar,
was ich hab und was ich bin, lege mit zum Opfer hin.

Bet für die, die mich geliebt, bet für die, die mich betrübt,
denk auch der Verstorbenen mein, Jesu Blut mach alle rein.

Bei der Hl. Wandlung dann, bet mit großer Liebe an
meinen Heiland Jesus Christ, der wahrhaft zugegen ist.

Beim Empfang vom höchsten Gut bring mir Jesu Fleisch und Blut,
und im Geist mich IHM verein, laß mein Herz sein Tempel sein.

Gib das allen Menschen Heil aus dem Opfer werd zuteil,
ist die Hl. Messe aus, bring den Segen mir nach Haus.

Amen.


Die Heiligen sind die „Knechte unseres Gottes“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb. 7,2-4.9-14:

Ich, Johannes, sah vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu:
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Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.
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Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren 144.000 aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen:
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Danach sah ich eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.
Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
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Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an und sprachen: Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in Ewigkeit. Amen.
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Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?
Ich erwiderte ihm: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder weiß gewaschen im Blut des Lammes.

Zum Fest der hl. Erzengel Gabriel, Michael und Raphael am 29. September

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann 

Glauben Sie an Engel? Sind Sie schon einem Engel begegnet?

Engel begegnen uns heutzutage in allen möglichen Situationen des Alltags: in der Werbung, in Filmen und auch in vielen Liedern. Sie werden immer wieder gerne besungen, manche Pop-Gruppen benennen sich sogar nach ihnen.

Auch in der Kunst begegnen uns die Engel. Wer kennt sie nicht – die beeindruckenden Engeldarstellungen eines Michelangelo oder Raffaelo.

Selbst Menschen werden als Engel bezeichnet. „Du bist ein Engel!“ ist ein häufig verwendetes Kompliment. Damit will man ausdrücken: „Du bist mir wichtig, du tust mir gut!“. Ich finde es schön, wenn man das von einem anderen Menschen sagen kann! Denken wir an den „Engel von Kalkutta“, die hl. Mutter Teresa.

Die Kirche feiert am 29. September das Fest der hl. Erzengel Gabriel, Michael und Rafael. Und am 2. Oktober begehen wir den Gedenktag der hl. Schutzengel.

Während Michael als Streiter Gottes gilt und Gabriel als biblischer Bote, drückt Rafael als Begleiter von Tobias im Alten Testament doch am ehesten das aus, was in unserer Gesellschaft mit einem Engel verbunden wird: „Da ist einer, der für mich da ist. Er steht mir zur Seite.“

Auf dem Friedhof wird der Gedanke ganz deutlich, wenn es auf manchem Grabstein heißt: „Mögen Engel dich begleiten.“ So gesehen ist der Gedanke an Engel nicht kitschig oder überholt, sondern allseits präsent. Gott schickt uns auch heute Engel als Begleiter, die mit uns gehen „bis ins Paradies hinein“, wie es in einem Lied heißt, also über den Tod hinaus. Ein tröstlicher Gedanke!

Als Priester wird man immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob es Engel überhaupt gibt und wenn ja, warum wir sie brauchen?

Der Katechismus der katholischen Kirche sagt unter Nummer 328: „Dass es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich „Engel“ genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der Überlieferung.“

Jeder hat einen Schutzengel, der ihn begleitet, beschützt und auf die guten Wege Gottes führen möchten. Unzählige Menschen, die auf wundersame Weise gefährliche Situationen heil und unversehrt überstanden haben, bezeugen die Wirklichkeit dieser himmlischen Beschützer.

Wir müssen unsere Schutzengel häufig anrufen, große Achtung vor ihnen haben und vor allem zusehen, dass wir sie nachahmen in allem, was wir tun.

Um das zu verdeutlichen, zitiere ich den Text vom einem Lied: „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ – besser bekannt als das Wolgalied – stammt aus der Operette „Der Zarewitsch“ von Bela Jenbach und Heinz Reicher; die Musik wurde von Franz Lehár komponiert:

„Es steht ein Soldat am Wolgastrand,
Hält Wache für sein Vaterland.
In dunkler Nacht allein und fern,
Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.
Regungslos die Steppe schweigt,
Eine Träne ihm ins Auge steigt:
Und er fühlt, wie’s im Herzen frißt und nagt,
Wenn ein Mensch verlassen ist, und er klagt,
Und er fragt:

Hast du dort oben vergessen auf mich?
Es sehnt doch mein Herz auch nach Liebe sich.
Du hast im Himmel viel Engel bei dir!
Schick doch einen davon auch zu mir.“

Ja – Liebe Schwestern und Brüder! „Du hast im Himmel viel Engel bei dir! Schick doch einen davon auch zu mir.“  – Wir wissen, dass sich viele Menschen nicht gerne darüber Rechenschaft geben, dass es die Engel gibt.

So gehen die hl. Engel förmlich anonym mit ihnen durch diese Welt. Nicht dass sie deswegen weniger treu sein würden oder weniger eifrig. Aber nie beachtet oder verkannt zu werden (denken wir an die Esoterik), das ist natürlich für den hl. Engel „schwer“ und dadurch kann er auch dem Menschen weniger helfen, wenn dieser gar nicht auf ihn ausgerichtet ist, wenn er nicht an ihn denkt, um ihn weiß oder an ihn glaubt.

Viel leichter ist es für den hl. Engel, zu helfen, wenn ein Mensch ihn gläubig anruft und sich bemüht, mit dem hl. Schutzengel durchs Leben zu gehen. Bitten wir sie besonders an ihrem Festtag mit dem Gebet, das viele von uns aus ihrer Kindheit kennen:

„Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein.
Tag und Nacht, ich bitte dich, beschütze und bewahre mich.
Lass mich leben recht und fromm, dass ich in den Himmel komm!“ 

 

 


KIRCHE: Säule und Grundfeste der Wahrheit

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Tim 3,14-16:

Ich schreibe dir das alles, obwohl ich hoffe, schon bald zu dir zu kommen.
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und Grundfeste der Wahrheit ist.
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Wahrhaftig, das Geheimnis unseres Glaubens ist groß, denn er wurde offenbart im Fleisch, gerechtfertigt durch den Geist, geschaut von den Engeln, verkündet unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.