KIRCHE: Säule und Grundfeste der Wahrheit

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Tim 3,14-16:

Ich schreibe dir das alles, obwohl ich hoffe, schon bald zu dir zu kommen.
Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und Grundfeste der Wahrheit ist.
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Wahrhaftig, das Geheimnis unseres Glaubens ist groß, denn er wurde offenbart im Fleisch, gerechtfertigt durch den Geist, geschaut von den Engeln, verkündet unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

Christus ist der Mittler eines neuen Bundes

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Hebr 12,18-19.22-24a:

Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden.
Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes.

Gottes himmlische Stadt Jerusalem mit ihren 12 Aposteln und den 12 Stämmen Israels

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 21,9b-14:

Ein Engel sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes.
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Da entrückte er mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.
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Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels.
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Im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore. Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

Ich will dir vor den Engeln singen und spielen

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.6-7

Ich will dir danken mit meinem ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin,
will deinem Namen danken für deine Huld und für deine Treue.

Am Tag, da ich rief, gabst du mir Antwort,
du weckst Kraft in meiner Seele.
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Erhaben ist der HERR,
doch ER schaut auf den Niedrigen,
in der Höhe ist ER, doch ER erkennt von ferne.
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Muss ich auch gehen inmitten der Drangsal,
du erhältst mich am Leben trotz der Wut meiner Feinde.

Christus ist die Wurzel Davids und der hellstrahlende Morgenstern

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Offb 22,12-14.16:

Ich, Johannes, hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht.
Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Selig, wer sein Gewand wäscht im Blut des Lammes:
Er hat Anteil am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können.
Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft.
Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern…
 

„GOTT befiehlt seinen Engeln, dich auf ihren Händen zu tragen“

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 91 (90),1-2.10-11.12-13.14-15.

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und im Schatten des Allmächtigenn ruht,
der sagt zum HERRN: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»
 

Dir begegnet kein Unheil,
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn ER befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.
 

Sie tragen dich auf ihren Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern,
trittst auf Löwen und Drachen.
 

Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
Ich bin bei ihm in der Not,
befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.


Freue Dich, Maria, denn der HERR ist mir Dir!

Bereits in der frühen Christenheit würdigte die Kirche Mariens einzigartige Stellung in der Heilsgeschichte. Der Engel des HERRN begrüßte die Jungfrau von Nazareth als die „Gnadenvolle“ und sagte zu ihr: „Der HERR ist mir Dir!“, wie uns das Lukasevangelium berichtet.

Dazu erklärt der hl. Bischof Sophronius von Jerusalem im 7. Jahrhundert in einer Predigt folgendes:  

„Freue dich, die du voll der Gnade bist, der HERR ist mit dir.“ –  Was könnte es Größeres geben als diese Freude, o Jungfrau Maria? Was könnte es Größeres geben als diese Gnade, die einzig du empfangen hast als Geschenk des Höchsten?

Was kann man Froheres und Lichtvolleres empfangen? Alles bleibt zurück hinter diesen wunderbaren Eigenschaften; alles bleibt unterhalb dieser Gnade. Die sichersten Vorrechte nehmen im Vergleich dazu nur den zweiten Platz ein und besitzen nur einen blassen Glanz.

„Der HERR ist mit dir.“  – Wer würde es wagen, in diesem Punkt mit dir zu wetteifern? Gott wird aus dir geboren. Wer also würde dir nicht sofort den Platz räumen, um dir mit Freude den ersten Platz und alle Ehre zu geben?

Deshalb verkünde ich laut dein Lob, wenn ich dich betrachte, wie du über allen Geschöpfen thronst: „Freue Dich, du Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir.“

Die Freude, die von dir ausgeht, wird nicht nur den Menschen verliehen, sondern auch allen Engelsmächten des Himmels […] Gott selbst wohnt leibhaftig in deinem Schoß; ER geht daraus hervor wie ein Bräutigam (vgl. Ps 19,6), um allen Menschen die himmlische Freude und das himmlische Licht zu bringen.

Und in dir, o Jungfrau, hat Gott wie in einem strahlendreinen und lichten Himmel „seine Wohnung bereitet“ (vgl. Ps 76,3).

Aus dir tritt er aus seinem Gemach hervor, ER gleicht dem frohlockenden Held, der seine Bahn läuft, um sein Leben zu durchschreiten, das allen Lebendigen das Heil bringen wird. ER erstreckt sich von einem Ende des Himmels bis zum anderen wie die Sonne (vgl. Ps 19,6-7), ER erfüllt alles mit seiner göttlichen Glut und seinem lebenspendenden Licht.