Afrika: Bischöfe von Niger und Burkina Faso beklagen zunehmenden islamischen Terror

„Die Länder, die sich in unserer Bischofskonferenz zusammenschließen, Burkina Faso und Niger, sind seit einigen Jahren Opfer von Terroranschlägen“, erklären die Bischöfe der beiden westafrikanischen Staaten im Anschluss an die Vollversammlung, die vom 5. bis 15. Juni in Ouagadougou stattfand.

„Trotz des Engagements der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte verschärfen sich die Terroranschläge und haben durch gezielte Entführungen und Morde eine neue religiöse Dimension erreicht“, heißt es in dem gemeinsamen Dokument der katholischen Oberhirten, die ihr Entsetzen und ihre Enttäuschung im Zusammenhang mit „sinnlosen Verbrechen“ zum Ausdruck bringen.

Die Bischofskonferenz von Burkina Faso und Niger erinnert an die lange Liste von Morden, Entführungen und Übergriffen gegen Priester, Ordensleute und Laien sowie Kirchen seit dem 17. September 2018, die meist durch islamische Extremisten erfolgten; sie fordern die „Menschen, die den Frieden lieben“ dazu auf, „trotz des Wiederauflebens von Terroranschlägen einig zu bleiben und den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Komponenten unserer Völker zu pflegen, um nicht in die Fallen der Terroristen zu treten.“

Quelle: Fidesdienst


Nigeria: Immer mehr Entführungen und Morde an Priestern und Ordensleuten

Im afrikanischen Nigeria, das seit vielen Jahren von der radikal-islamischen Rebellengruppe Boko Haram terrorisiert wird, wächst weiterhin die Gefährdung von Christen – besonders von Geistlichen:

„Wir erfahren mit großer Bestürzung von einer Zunahme der Entführungen und in einigen Fällen von Morden an Priestern und Ordensleuten in unserem Land“, heißt es in einer Erklärung, die nach der ersten Vollversammlung der Medienbeauftragten der nigerianischen Diözesen und Orden veröffentlicht wurde, die vom 25. bis 29. März in Makurdi im Bundesstaat Benue stattfand.

Am Tag der Eröffnung am 25. März war ein weiterer nigerianischer Priester, John Bako Shekwolo in seinem Haus in Ankuwai, im Bundesstaat Kaduna ermordet worden. Nur eine Woche zuvor, am 20. März, wurde die Leiche von Clement R. Ugwu, Pfarrer der Kirche von San Marco, in Obinofia Ndiuno im Bundesstaat Enugu gefunden, der am 13. März entführt worden war.

Angesichts der Verbrechenswelle, die das Leben der Kirche bedroht, appellieren die Medienbeauftragten an die nigerianische Bischofskonferenz, mit der Bitte „nach den Ursachen der Entführungen und Morden an Priestern und Ordensleuten zu suchen“.

Quelle: Fidesdienst


Pakistan: Verletzung der Pressefreiheit und Entführung von Reporter/innen

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt die gravierenden Einschränkungen der Pressefreiheit im Vorfeld der Parlamentswahlen in Pakistan am Mittwoch (25.7.).

In den vergangenen Monaten wurden unabhängige Medien wiederholt zensiert und kritische Journalisten bedroht, tätlich angegriffen und entführt. Mit diesen Schikanen versuchen insbesondere das mächtige Militär und die Geheimdienste, Medienschaffende einzuschüchtern und eine unabhängige Berichterstattung vor den Wahlen zu verhindern.

„Für eine demokratische Auseinandersetzung vor den Wahlen müssen Journalisten die Öffentlichkeit frei und ohne Angst informieren können. Stattdessen erleben wir in Pakistan seit einigen Monaten einen alarmierenden Anstieg von Gewalt gegen Journalisten“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Es wird höchste Zeit, dass die pakistanischen Behörden Journalisten besser schützen und Medien uneingeschränkt arbeiten lassen, damit sie über wichtige politische Ereignisse berichten können.“

Bereits vor einem Monat hat Reporter ohne Grenzen zusammen mit der pakistanischen Partner-Organisation Freedom Network in einem Brief an den Übergangs-Regierungschef Nasir-ul-Mulk betont, dass Zensur und Einschüchterung der Medien mit Demokratie unvereinbar sind.

Die Organisationen erinnerten Mulk daran, dass er öffentlich erklärt habe, freie und faire Wahlen zu gewährleisten, für die eine freie und unabhängige Presse unabdingbar sind.

Wiederholt kam es in den vergangenen Wochen zu Entführungen. Seit Mitte Juli wird der Journalist Zaibdar Marri in der südwestpakistanischen Provinz Belutschistan vermisst. Laut Zeugenaussagen entführten Unbekannte den Korrespondenten des Senders TV Express News, während er über den Wahlkampf eines Lokalpolitikers berichtete, dessen Kandidatur nicht vom Militär unterstützt wird.

Im Juni entführten Unbekannte in der Stadt Lahore die Journalistin Gul Bukhari und hielten sie einige Stunden fest. Bukhari hatte auf sozialen Medien das Militär kritisiert. Nur einen Tag zuvor hatte der Sprecher des Militärs auf einer Pressekonferenz eine Reihe von Journalisten mitsamt Fotos beschuldigt, online „staats- und militärfeindliche Propaganda“ zu verbreiten.

Im gleichen Monat wurde in der Wohnung der ebenfalls militärkritischen Journalistin Marvi Sirmed in der Hauptstadt Islamabad eingebrochen. Ihr Laptop und weitere elektronische Geräte sowie ihr Reisepass wurden gestohlen.

Weitere Infos über die Lage der Pressefreiheit im Land finden Sie unter www.reporter-ohne-grenzen.de/pakistan.


Nigeria: Islamisten entführen und zwangsverheiraten christliche Schülerinnen

Die meisten der in Nigeria verschleppten christlichen Schülerinnen sind von ihren Entführern für umgerechnet zehn Euro „gekauft“ worden. Sie würden als Sexsklavinnen missbraucht, berichtet die Londoner Zeitung „The Times“. Fussmatte__

Am 14. April hatten Kämpfer der radikal-islamischen Terrorgruppe Boko Haram eine Realschule im Ort Chibok überfallen, einer christlichen Enklave im überwiegend muslimischen Bundesstaat Borno.

Die bewaffneten Männer verfrachteten rund 230 Schülerinnen im Alter zwischen 26 und 20 Jahren auf Lastwagen. Etwa 40 konnten unterwegs fliehen; die anderen wurden nach Angaben der Times über die Grenze nach Kamerun und in den Tschad gebracht.

Pogo Bitrus, ein Dorfältester aus Chibok, berichtet, dass die Christinnen für ein geringes „Ehegeld“ mit Männern der Gruppe Boko Haram zwangsverheiratet worden seien. Auf diese Weise zwingen radikale Muslime Christinnen zum Religionswechsel; denn als Ehefrau eines Muslimen nehmen sie automatisch dessen Glauben an.

Bitrus beschrieb herzzerreißende Szenen unter den Eltern der entführten Schülerinnen. Die Mütter weinten „Tag und Nacht“. Väter und Freunde hätten auch selbst nach den Vermissten gesucht, unter anderem im Wald Sambisa. Dorthin hatten sich die Boko-Haram-Kämpfer zuerst begeben. Den Verfolgern fehle es jedoch an Ausrüstung und Waffen, um die militanten Muslime angreifen oder bezwingen zu können.  

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/detail/menschenrechte/detail/nigeria-entfuehrte-schuelerinnen-als-sexsklavinnen-verkauft-27698.html

Foto: IGFM


Indien: Erschreckende Entführungen und Hindu-Angriffe auf Christen

In Indien kam es in jüngster Vergangenheit zu verschiedenen Übergriffen auf Christen und Verstößen gegen die Religionsfreiheit. In Chennai im indischen Unionsstaat Tamil Nadu sucht die Polizei nach den Eltern einer 23-jährigen jungen Frau, die ihre Tochter verschleppten, weil diese sich zum Christentum bekehren und Ordensschwester werden wollte.

Gemälde: Evita GründlerWie dortige Beobachter dem Fidesdienst berichten, hatte sich die junge Lakshimi Priya aus Hydarabad (Andra Pradesh) nach dem Abschluss ihres Ingenieursstudiums und der Bekehrung zum Christentum für ein Leben als Ordensfrau entschieden und bereitete sich in Chennai ohne die Zustimmung ihrer Eltern auf das Ordensleben vor. Vor wenigen Tagen wurde sie von ihren Eltern von dort verschleppt.

Am 19. August starb ein siebenjähriger Junge, der die katholische „Hl.-Franz-Xaver“-Schule besuchte, an einem plötzlichen Herzstillstand. Daraufhin drang eine aufgebrachte Menschenmenge Priester und Ordensschwester der Jesuitenmission in Jharkhand ein und forderte Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Rupies.

Die Schwestern der Kongregation der Makellosen Jungfrau Maria (CIC), die seit 2005 im Land tätig sind, wurden überfallen und ihr Kloster zerstört. Ein Priester, der eingreifen wollte wurde angegriffen und wird mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus behandelt. Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, vermuten die Jesuitenpatres, dass extremistische hinduistische Gruppen zu den Übergriffen aufgerufen hatten.

Wenige Tage zuvor wurde im Staat Rajastan die Mutter eines christlichen Pastors von Hindus schwer misshandelt, die ihr mit Mord und Verstümmelung drohten, sollte sie sich nicht zum Hinduismus bekehren. Zu dem Vorfall kam es in Jaipur am vergangenen 13. August. Vier bewaffnete Männer waren in das Haus des Pastors Vishaal Behl eingedrungen und nachdem sie sichergestellt hatten, dass er nicht zuhause war, verwüsteten sie die Wohnung. Danach wurde die Mutter bedroht und nachdem sie nicht preisgeben wollte, wo sich ihr Sohn aufhält, wurden ihr schwere Verletzungen am Kopf und an den Armen zugefügt.  

Quelle: Fidesdienst  / Gemälde: Evita Gründler


Syrien: Von Terror und Entführungen sind vor allem die Christen bedroht

Christen sind besonders häufig Opfer von Gewalt und Missbrauch, belegt eine jüngst veröffentlichte Studie von World Watch Monitor, dem Nachrichtendienst des Hilfswerks Open Doors. Dabei sehen sich Frauen eher sexuellen Übergriffen ausgesetzt, Männer geraten unter Druck, weil sie von beiden Bürgerkriegsparteien bedrängt werden, in den bewaffneten Konflikt einzutreten. Marienstatt-DSC_0111-3

Als Folge nehmen immer weniger Christen am kirchlichen Leben teil und Christen sind die Glaubensgruppierung, welche am häufigsten aus dem Land flieht.

Wenngleich die gesamte Bevölkerung Not leidet, so sind doch Christen die am meisten gefährdete Gruppierung: sie werden gezielt von Islamisten entführt, in Flüchtlingslagern widerfährt ihnen starke Feindseligkeit und ihr Grund und Boden wird unverhältnismäßig oft konfisziert.

Die Lage in Damaskus und Aleppo, wohin viele Christen geflohen sind, ist inzwischen brandgefährlich. Heckenschützen sowie Bombenexplosionen und Granaten genauso wie zahlreiche Entführungen mit Lösegeld-Erpressungen prägen das Bild der täglichen Bedrohung.

Da die Entführungen keine Einzelfälle sind, verschanzen sich viele Christen in ihren Häusern, andere wollen flüchten. Es gibt Gerüchte, dass Banden gezielt Kinder entführen, um deren Organe weiterzuverkaufen. 

Quelle: Hilfswerk Open Doors