Weihbischof Zekorn: Ehe und Zölibat bezeugen unsere Sehnsucht nach Vollendung

Dr. Stefan Zekorn (siehe Fotos) ist Weihbischof im Bistum Münster. Der folgende Bericht von Felizitas Küble über seinen Vortrag im Hansahof in Münster ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift THEOLOGISCHES erschienen: 

Seit über 20 Jahren besteht in Münster eine altrituelle Gottesdienstgemeinschaft, die in der Innenstadt-Kirche Sankt Aegidii die überlieferte Liturgie feiert. Am 10. Februar 2019 hielt Weihbischof Dr. Stefan Zekorn einen theologischen Vortrag über Ehe und Zölibat im Hansahof, der mit vielen Messbesuchern und weiteren Gästen vollbesetzt war.  

Dabei stellte der Redner den Auftrag beider Lebensformen, Gottes Gegenwart in dieser Welt zu bezeugen, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und verwies auf eine Aussage von Papst Franziskus: „Jungfräulichkeit und Ehe sind verschiedene Formen zu lieben.“ – Nach Thomas von Aquin diene die Verschiedenheit der christlichen Lebensstände dem Reichtum der Kirche und die unter ihnen herrschende „wechselseitige Unterstützung“ sei Ausdruck ihrer gelebten Einheit.

Zur Ehe gehöre die natürliche Anziehung und Ergänzung von Mann und Frau nach der Schöpfungsordnung Gottes. Zugleich sei die Ehe unter Getauften als Sakrament noch weitaus bedeutsamer, denn in der gegenseitigen Liebe und Treue werde die Güte Gottes lebensnah erfahrbar, erklärte Dr. Zekorn: „Der Partner ist ein Ort der Begegnung mit Gott.“

So wie der Ewige den Menschen in der Heilsgeschichte immer wieder entgegenkommen sei, begegne nun der Erlöser der Menschen durch das Sakrament der Ehe den christlichen Eheleuten. So wie Christus seiner Kirche in allem Auf und Ab der Geschichte unbeirrbar die Treue halte, sollen sich auch die Eheleute ganz aufeinander verlassen können.

Die Verheirateten könnten, so der Weihbischof, besonders wirksam die „Konkretheit und Greifbarkeit“ der Liebe Gottes bezeugen. Durch diese sakramentale Wirklichkeit sei die Ehe zutiefst mit dem Heilswerk Christi verbunden. Gott selbst binde sich an menschliche Wirklichkeiten und führe so die Gläubigen über sich selbst hinaus in das Reich des Übernatürlichen und in ein unvergängliches Leben.

Schon in der frühen Christenheit sei die von der Kirche verkündete Ein-Ehe und ihre Unauflöslichkeit für viele Menschen – vor allem für Frauen  –  eine befreiende und beglückende Erfahrung inmitten sittlicher Verwilderung gewesen. Auch der gottgeweihte Zölibat und die christliche Jungfräulichkeit faszinierte als glaubensstarkes Zeugnis, zumal Jesus selbst ehelos lebte. In dieser Lebensform konnten sich Männer und Frauen „unbeschwert von familiärer Fürsorge“ (vgl. 1 Kor 7,32) ganz für das Gottesreich einsetzen.

Sowohl Ehe wie Jungfräulichkeit beinhalten ein jeweils eigenes Charisma, betonte der Weihbischof; in beiden Gnadengaben werde Gottes Erlösungstat erkennbar und wirksam. Bereits in der Antike habe diese zweifache Berufung sogar in der heidnischen Welt und ihrer zunehmenden Dekadenz bisweilen Staunen hervorgerufen,

Der Redner führte weiter aus, beide Lebensformen seien von der Sehnsucht nach Vollendung geprägt: Die Freude in der Ehe gebe einen „Vorgeschmack des himmlischen Hochzeitsmahles“ und helfe so den Gläubigen, ihre Lasten gemeinsam zu tragen.

Auch in der christlichen Enthaltsamkeit gehe es um eine hoffnungsfrohe Blickrichtung in die Ewigkeit. Nicht allein Mann und Frau, auch Ehe und Zölibat seien eine gottgewollte Ergänzung und Bereicherung, immer verbunden mit einem großherzigen Auftrag für ein Leben in Fülle.

Der Zölibat sei ein Ruf in die unmittelbare Nachfolge Jesu, ein ganzheitlicher Lebenseinsatz, der zugleich Verzicht und „Selbstentäußerung“ verlange. Deshalb dürfe er nicht zu einem besinnungslosen Aktivismus führen, sondern könne nur gelingen in einer starken Verbindung mit Christus, wobei Gott die erste Stelle im Leben einnehmen solle. Entscheidend sei eine fest verankerte Geborgenheit in Gott auch durch das Gebet und die Sakramente der Kirche.

Das gelte aber in ähnlicher Weise auch für Eheleute: Für sie sei es entlastend, wenn nicht alles Glück vom anderen Partner erwartet und verlangt werde, sondern beide in einer tiefen Offenheit für Gott leben. Gerade in schweren Zeiten der Ehe sei diese Grundhaltung für Verheiratete ein starker Pfeiler ihrer gegenseitigen Treue.

Nach dem Vortrag konnten die Zuhörer dem Weihbischof Fragen stellen oder eigene Ansichten vortragen. Dabei ging es um geistliche Themen von der Erbsünde bis zum Rosenkranz, um Missstände in der liturgischen Praxis und aktuelle Fragen wie etwa die Genderdebatte. Dr. Zekorn ermutigte dazu, sich keineswegs den herrschenden Zeitströmungen zu unterwerfen, denn nicht der Mainstream, sondern der Glaube schenke uns Orientierung und eine klare Sicht.

Auch heute führe Christus seine Kirche durch schwere Krisen hindurch wie bereits in früherer Zeit, die ebenfalls vielfach von schweren Erschütterungen geprägt gewesen sei. Unser Einsatz für den Glauben solle ohne Angst oder Verbissenheit, sondern mit einem festen Gottvertrauen geführt werden, denn die Verheißungen Christi seien für uns alle der Schlüssel zu einem frohen Christenleben.

Literatur-Hinweis: Weihbischof Stefan Zekorn veröffentlichte im Verlag Butzon und Bercker sein Buch „anders leben – mehr leben“ über die evangelischen Räte.


So läuft eine charismatische Ehe-Therapie…

Von Felizitas Küble

Die evangelisch-charismatische Zeitschrift  „Charisma“ ist für schwarmgeistige Verhältnisse noch erstaunlich nüchtern. Extreme Verstiegenheiten werden im allgemeinen vermieden. Neben enthusiastischen Artikeln gibt es auch lebenspraktische Beiträge oder Reportagen aus Israel bzw. sonstigen Weltgegenden.

Trotzdem kommen die typisch charismatischen Merkmale immer wieder zum Vorschein – und sie sind umso bemerkenswerter, gerade weil das vierteljährlich erscheinende Magazin sich gerne etwas intellektuell und alltagsnah präsentiert.

So finden wir in der Ausgabe 3/2018 einen Bericht über einen charismatischen Ehe-Workshop. Es geht also um die Heilung und Verbesserung ehelicher Beziehungen  – das Seminar nennt sich LAM (Love after Marriage = Liebe nach der Heirat).

LAM geht auf die pfingstlerisch-amerikanische Bethel-Gemeinde zurück, die von Starprediger Bill Johnson und seiner Frau geleitet wird. Wir haben über die mehr als sonderbaren Praktiken in dieser Megagemeinde bereits zwei Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/?s=bill+johnson

Nun ist es natürlich ein ehrenwertes Anliegen, sich um die Therapie von Eheproblemen zu kümmern oder gesunde Ehen  noch gesünder hinzukriegen.

Keine seelische Intimsphäre in der Ehe?

Allerdings zeigt sich bereits hier wieder die typisch charismatische Neigung zu Verstiegenheiten:

Im Artikel „Tiefer verbunden“ (S. 25) wird dazu aufgefordert, „keine Geheimnisse voreinander zu haben“. Begründung von Pastor Martin Heidenreich: „Eine Beziehung ohne Offenheit ist keine echte.“  – Wenn also ein Ehepartner nicht komplett alles ausplaudert, ist die Beziehung „keine echte“?

Zudem wird darauf verwiesen: „Das Ehepaar im Paradies ist für mich ein Bild dafür, ohne Scham äußerlich und innerlich voreinander nackt zu sein. Das ist Gottes Muster für unsere Ehe.“

Hat der LAM-Seminarleiter schon einmal etwas vom Sündenfall gehört? Mit seiner „Logik“ könnten wir heute noch splitterfasernackt herumlaufen, Versuchungen diesbezüglich gab es schließlich im Garten Eden auch nicht. Also alles paletti?!

Durch den Sündenfall ist aber der Mensch moralisch und spirituell geschwächt, grundsätzlich anfällig für die Sünde, daher gibt es als eine Art Schutzwall für ihn sein angeborenes Schamgefühl  – nicht nur fürs Ankleiden, sondern auch für die seelische Intimsphäre.

Natürlich öffnen sich die Eheleute voreinander weitaus mehr als gegenüber Freunden, Verwandten oder Kollegen. Aber es ist schwärmerisch gedacht, dabei völlig auf jede „innere Scham“ zu verzichten und seine Persönlichkeit gleichsam komplett „auszuziehen“.

Weiter heißt es in einer Weise, die auch aus einer gruppendynamischen Sitzung oder Selbsterfahrungs-Stuhlrunde stammen könnte: „Zunächst gilt es, Blockaden aufzuspüren: Schuld, Festlegungen, Ängste sowie Ballast aus der Familienvergangenheit.“

Eheliche Sexualität: „In der Woche zwier….“ – ?

Wie könnte es anders sein bei soviel eingeforderter „Offenheit“ – es folgt diese Klarstellung: „Hohe Priorität hat das Thema Sexualität.“

Die Gruppenleitung vermittelt den Ehepaaren die rechte Lust: „Außerdem gibt es die Hausaufgabe, zweimal pro Woche sexuell aufeinander zuzugehen.“

Die evangelische Zeitschrift denkt hierbei wohl an den alten Luther-Spruch: „In der Woche zwier – schadet weder ihm noch ihr.

Nur ist diese hausbacken wirkende „Weisheit“ so klug nun auch wieder nicht, weil ein Paar mit Anfang 20 das wohl anders empfindet als eines, das auf die Fünfzig zugeht  – oder noch ältere Semester. Zudem hängt die Angelegenheit auch von der bisherigen Dauer der Ehe ab, von den Temperamenten und sonstigen Befindlichkeiten der Eheleute.

Einen solch fraglichen Ratschlag dann auch noch als „Hausaufgabe“ aufzugeben, wirkt womöglich alles andere als „therapeutisch“. Sex als Leistungsanforderung ist normalerweise kein Ehe-Heilrezept, sondern bewirkt eher das Gegenteil.

Warum Weniger MEHR bedeutet

Zudem besteht mit Luthers Spruch die Gefahr der Gewohnheit und Banalität, was zu sexuellem Überdruß und damit Unlust führen kann – einmal abgesehen davon, daß das Judentum schon wissen wird, warum es – wenngleich im Kontext kultischer Reinheitsregeln – gut zwei Wochen pro Monat eine eheliche Enthaltsamkeit vorsieht.

Dasselbe gilt übrigens (zudem bei einem fast identischen Zeitraum nach der Periode) für die Natürliche Empfängsregelung, wie sie gläubige Katholiken praktizieren. Diese Art der Familienplanung ist nicht nur komplett gesund und kostenlos, sondern dient auch einer bleibenden frischen Spannung in der Ehe und einer menschenwürdigen Sexualität mit gegenseitiger Rücksichtnahme und vernünftigen Verzichtsphasen, welche die Vorfreude steigern.

Also genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Statt „in der Woche zwier“ hilft es der Ehe, zwei Wochen pro Monat enthaltsam zu sein!

Gläubige jüdische und katholische Ehepaare haben hier die Nase vorn!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Homosexuellenverband kritisiert das Papstschreiben – und lobt EKD und ZdK

Das 300 Seiten umfassende Schreiben „Amoris Laetitia“ (Freude der Liebe) von Papst Franziskus über Ehe und Familie befaßt sich   – wenngleich eher am Rande  – auch mit dem Thema Homosexualität. Radio Vatikan

Manfred Bruns, der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD), hat sich in einer Pressemitteilung bereits heftig über die entsprechenden Passagen beschwert. Unter dem Titel „Keine „Freude der Liebe“ für Lesben und Schwule“ wird das nachsynodale Dokument als „Enttäuschung“ bezeichnet.

Der Papst stelle zwar fest, so heißt es in der Erklärung, „dass Lesben und Schwulen mit Respekt begegnet werden soll“ und man sie nicht „ungerecht zurücksetzen“ dürfe. (Diese Äußerungen sind freilich nichts Ungewöhnliches, sondern stehen schon seit Jahrzehnten im Weltkatechismus.)

Bruns beanstandet aber, daß das päpstliche Schreiben dazu auffordert, den Schwulen und Lesben zu helfen, „den Willen Gottes ganz zu erfüllen, sprich enthaltsam zu leben und auf Liebe und Sexualität zu verzichten, Umpolungs- und Heilungsangebote inklusive“.

Zudem wird kritisiert, daß Franziskus sich besorgt zeige, weil „angeblich Entwicklungsgelder davon abhängig gemacht werden, ob Staaten die Eheöffnung (für Homosexuelle) ermöglichen.“ Vat_Flagge

Sodann würdigt der Verbandsvorsitzende am Familienschreiben des Papstes genau das, was von theologisch konservativen Katholiken kritisiert wird:
 
„Einzige Neuerung ist, dass die nationalen Bischofskonferenzen mehr Spielraum haben, wenn es um die praktische Auslegung moralischer Normen auf dem Gebiet der Sexualität geht. Der LSVD erwartet, dass sich die deutschen Bischöfe für eine Erweiterung des Familienbildes aussprechen, auch mit Blick auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.“

Zudem lobt Bruns das progressive „Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)“ wegen seiner Erklärung „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen“ vom Vorjahr, zumal darin auch eine kirchliche „Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“ gefordert wurde.
 
Die Zustimmung des LSVD gilt freilich vor allem der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland):

„In der evangelischen Kirche werden Lesben und Schwule immer mehr als gleichberechtigte Gemeindeglieder akzeptiert…So diskutiert die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Wochenende, ob sie zukünftig die Liebe zweier Menschen traut – egal ob ‪‎lesbisch, ‎schwul oder heterosexuell.“

Wir dokumentieren hier die beiden Passagen des Papstschreibens zur Homosexualität:

250. Die Kirche passt ihre Haltung Jesus, dem Herrn, an, der sich in grenzenloser Liebe für jeden Menschen, ohne Ausnahme, geopfert hat. Mit den Synodenvätern habe ich die Situation von Familien bedacht, welche die Erfahrung machen, dass in ihrer Mitte Menschen mit homosexueller Orientierung leben  –  eine Erfahrung, die nicht leicht ist, sowohl für die Eltern, als auch für die Kinder. Darum möchten wir vor allem bekräftigen, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn »in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen« oder ihm gar mit Aggression und Gewalt zu begegnen. In Bezug auf die Familien kommt es hingegen darauf an, eine respektvolle Begleitung zu gewährleisten, damit diejenigen, welche die homosexuelle Tendenz zeigen, die notwendigen Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen.

251. Im Laufe der Debatte über die Würde und die Mission der Familie haben die Synodenväter angemerkt: »Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn.«  – Es ist unannehmbar, »dass auf die Ortskirchen in dieser Frage Druck ausgeübt wird und dass die internationalen Organisationen Finanzhilfen für arme Länder von einer Einführung der „Ehe“ unter Personen des gleichen Geschlechts in ihrer Gesetzgebung abhängig machen«.

 

Fotos: Radio Vatikan


Die Glaubenskongregation über Sakramente für geschieden „Wiederverheiratete“

Die Kongregation für die Glaubenslehre, deren Präfekt der deutsche Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) ist, hat kürzlich erneut die kirchliche Lehre bekräftigt, wonach der Empfang der Sakramente für bußfertige, geschieden „wiederverheiratete“ Katholiken möglich ist, wenn sie sich ernsthaft um sexuelle Enthaltsamkeit bemühen, also gleichsam „wie Bruder und Schwester“ zusammenleben. 0012

Hier folgt die amtliche Antwort vom 22. Oktober 2014 auf die Frage eines französischen Priesters „Kann ein Beichtvater einem Beichtenden die Absolution erteilen, der nachdem er kirchlich geheiratet hatte, nach der Scheidung eine zweite Ehe eingegangen ist?“:
 .
„Wir können die wiederverheirateten Geschiedenen nicht a priori vom Prozess der Buße ausschließen, der zur sakramentale Versöhnung mit Gott führen würde und damit zur Eucharistie.
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Papst Johannes Paul II. hatte in der Apostolischen Exhortation „Familiaris Consortio (N. 84) solch eine Möglichkeit in den Blick genommen und ihre Voraussetzungen spezifiziert:
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„Die Versöhnung durch das Sakrament der Buße, die den Weg zur Eucharistie öffnen würde, kann nur denen gewährt werden, die bereuen, das Zeichen des feierlichen Bundes und die Treue zu Christus gebrochen zu haben und ernsthaft bereit sind, ein Leben zu führen, das nicht länger im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht.  
 .
Das bedeutet in der Praxis, daß, wenn es ernsthafte Gründe  –  wie z.B. die Erziehung von Kindern  – gibt, deretwegen ein Mann und eine Frau die Verpflichtung zur Trennung nicht erfüllen können, sie die Pflicht haben, in völliger Enthaltsamkeit zu leben, das heißt, durch Abstinzenz von Akten, die verheirateten Paaren vorbehalten sind (s. auch Benedikt XVI „Sacramentum Caritatis“, N. 29).“
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Quelle: Katholische Weblog „Im Beiboot Petri“
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Foto: Bistum Regensburg

Jede zehnte Frau in Deutschland möchte keinen Sex vor der Ehe

Enthaltsamkeit bis zur Hochzeit?   –  Wer meint, diese Einstellung gehöre längst der Vergangenheit an, wird durch die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Apotheken-Umschau eines Besseren belehrt: IMG_1183

7,6 Prozent der Befragten  –  bei den Frauen sogar 10 Prozent (Männer: 5,1 %)  –  erklären, aus Überzeugung vor der Ehe keinerlei Geschlechtsverkehr zu wollen oder gehabt zu haben.

Es handelt sich hierbei um eine repräsentative Umfrage, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1053 Frauen und 1000 Männern ab 16 Jahren.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Umfrage-Sex-vor-der-Ehe-344727.html


Philippinen: Miss Schönheit mit Mut!

Die philippinische Megan Lynne Young ist 23  Jahre alt und wurde am 22. September in Bali (Indonesien) zur „Miss World“ gekrönt. tumblr_mtul3q2PKB1rk9c11o1_1280

Schon drei Wochen vor ihrer Wahl zur weltweiten Schönheitskönigin Nr. 1 fand die 1,70 m große Film-Studentin den Mut, gegenüber einem Reporter des Fernsehsenders ABS-CBN couragiert Stellung zu beziehen, indem sie Abtreibung klar ablehnte.

Zudem bejahte sie Enthaltsamkeit bis der Ehe („Sexualität ist der Ehe vorbehalten“) und äußerte sich kritisch zur künstlichen Verhütung und zur Gesetzen ihrer philippinischen Regierung zur „Familienplanung“ bzw. pro Abtreibung (sog. „Bill of Reproductive Health“).

Die Miss-World hatte zuvor bereits eine Krone als Top-Model gewonnen und als TV-Moderatorin gewirkt sowie bei kleineren Filmrollen mitgespielt.


USA: Geschlechtskrankheiten nehmen zu, doch die Obama-Regierung drosselt das „Abstinenz-Programm“

Von Dr. med. Edith Breburda

Geschlechtskrankheiten nehmen in den USA immer mehr zu. Prophylakte wie Abstinenz werden nicht in Betracht gezogen. Man versucht lediglich aufzuklären, um ein Kind zu verhüten, und das, obwohl neue Studien zeigen, dass diese künstlichen Verhütungen der Frau massiv schaden. 

Dr. Edith Breburda

Dr. E. Breburda

110 Millionen Menschen leiden in den USA unter Sexualkrankheiten wie Chlamydien, Genitalherpes, genitale Warzen, Syphilis und anderen stillen, manchmal schmerzhaften Abnormalien.

Gesundheitsbeamte weisen darauf hin, dass diese Erkrankungen vermieden werden könnten. Enthaltsamkeit fehlt jedoch auf der Liste, um derartigen Massenerkrankungen entgegenzuwirken.

Die letzten Daten des Zentrums für Seuchenbekämpfung vom Februar 2013 sprechen von 19,7 Millionen jährlichen Sexual-Neu-Erkrankungen. Die Hälfte der Betroffenen befindet sich im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die jährlichen Behandlungskosten dieser Epidemie betragen 16 Milliarden Dollars.

Doch die Folgeerscheinungen wie Schmerz, Verdemütigungen, schulisches Versagen, Verarmung, Unfruchtbarkeit, Risikoschwangerschaften, genitale und zervikale Krebserkrankungen, Mutter/Kind-Übertragungen können nicht ermessen werden.

Gail Bolan, Direktorin des Zentrums für Seuchenbekämpfung und sexuell übertragbare Erkrankungen berichtete gegenüber dem Fernsehkanal CNN im April 2013, wie sich sexuell aktive junge Leute absichern können. Sie meinte, mit  zunehmender Bewußtseinsbildung, einer guten Vorsorge, entsprechenden Tests und einer Behandlung könnte die verborgene Epidemie ins Rampenlicht gestellt werden. Damit werde die Gesundheit der Jugend geschützt und zudem würden erhebliche  Kosten gespart.

Enthaltsamkeit und Treue bleiben unerwähnt

Enthaltsamkeit und Warten mit dem Geschlechtsverkehr bis zur Ehe sowie treue Monogamie werden nicht erwähnt, um sexuell übertragbare Krankheiten einzudämmen, sagte Valerie Huber, Präsidentin der US-Nationalen Abstinenz-Ausbildungs-Gesellschaft gegenüber dem „Katholischen Register“ (C. Mcgovern, Abstinence education downplayed as method of combating America’s STD epidemic. A key federal health official’s CNN commentary claims such diseases are totally preventable, but omits any mention of chaste behavior as a solution, 31. Mai 2013):

„Im Gegenteil, die jetzige US-Regierung hatte veranlasst, dass dem Abstinenz-Programm 50 Millionen Dollars entzogen werden, um sie für die Vergabe von Kontrazeptiva einzusetzen“, erläutert Huber: „Die Verhütung einer Schwangerschaft soll durch Kondome erzielt werden“.  – Kondome verhindern jedoch nicht die Übertragung von Geschlechtskrankheiten, von Chlamydien und genitalen Herpes-Viren.

Katholische Autoren wie Mary Beth Bonacci wenden sich gegen die Aussagen von Bolan, weil nicht erwähnt wird, wie sexuell übertragbare Krankheiten wirklich verhindert werden können. Bolan spricht nur über Stigmata und Scham, die bereits infizierte Jugendliche empfinden und über die sie offen und ehrlich diskutieren sollten. Das habe nichts mit Vorsorge zu tun, meinte Bonacci.

Epidemie von SexualerkrankungenGemälde: Evita Gründler

In der momentan in den USA herrschenden Epidemie von Sexualerkrankungen hat sich die von der katholischen Kirche geforderte Abstinenz als die einzig, wirkungsvolle Methode erwiesen, um sexuelle Erkrankungen zu verhindern.

Zur Zeit gibt es mehr als 25 infektiöse Geschlechtskrankheiten. Wissenschaftler warnten im April 2013 davor, dass neu auftretende Antibiotika-Resistenzen derartige Erkrankungen bis 2015 unbehandelbar machen könnten.

Die US-Regierung setzt ihre Priorität in eine Sexualaufklärung, welche Teenager auffordert, Kondome zu benutzen, um Abtreibungen zu verhindern. Kontrazeptiva und abtreibungseinleitende Pillen werden als lebenserhaltende Bedarfsartikel eimgestuft.

Eine neue Studie, die am 22. Mai 2013, bei der 66-igsten Welt-Gesundheits-Konferenz in der Schweiz vorgestellt wurde, fordert dazu auf, Frauen vor Abtreibungen zu schützen, um ihre Gesundheit zu optimieren.

Der schädliche Impact, den eine Abtreibung auf Frauen ausübt, wird oft übersehen. Studien, welche die Minnesota Citizens Concerned for Life Global Outreach und das National Right to Life Educational Trust Fund in Auftrag gaben, bestätigten, dass es sich bei einer Abtreibung nicht um einen Routineeingriff handle, sondern Frauen  schwer schadet.

Scott Fischbach von der Minnesota Vereinigung bezeichnet den Beweis als bedrückend. Eine Abtreibung ist gefährlich für Frauen. Die Analyse der Studie „How Abortion Hurts Women“ (Wie Abtreibung Frauen schadet) ergibt, dass gefährliche Nebenwirkungen in Entwicklungsländern heruntergespielt werden.

Abtreibung schwer schädlich für Frauen

„Abtreibung ist von Natur aus ein brutaler und schädlicher Vorgang“, erläutert Fischbach. Frauen, welche einen derartigen chirurgischen oder nicht-operativen Eingriff vornehmen haben, ein größeres Risiko Brustkrebs bzw. spätere Frühgeburten zu bekommen, unfruchtbar zu werden und psychologisch instabil  zu werden. Diese Symptome sind zunehmend in jenen Gegenden der Welt zu beobachten, in denen mangelnde Gesundheitsversorgung herrscht.

Jeanne Head, Krankenschwester und Vizepräsidentin der National Right to Life Gesellschaft beschreibt dies folgendermaßen:

„Eine höhere Sterberate von Müttern wird durch eine verminderten Qualität der medizinischen Versorgung bedingt. Eine Legalisierung von Abtreibung verbessert nicht diese Situation, sondern vergrößert nur die Anzahl der Frauen, welche den Risiken eines derartigen Eingriffes unterworfen werden.“

Anstatt Abtreibung weltweit zu legalisieren, sollte die Welt-Gesundheitsorganisation Maßnahmen ergreifen, um Frauen vor Abtreibung zu schützen, und zeitgleich Frauengesundheit optimieren, empfiehlt die Studie A. H. Mena und H. Senour (Study Documents Abortion’s Health Threat to Woman, NC Register 31.5.2013).

Dr. Edith Breburda DVM, PhD lebt im US-Bundesstaat Wisconsin (USA)

Buch: Promises of New Biotechnologies
https://www.createspace.com/3698701

Bücher von Edith Breburda:
https://www.amazon.com/author/breburda

Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/