US-Regierung lobt Meghans Rundumschläge

Von Felizitas Küble

Von der ehrwürdigen FAZ bis zum eher anspruchslosen Starblatt „Gala“ wird derzeit berichtet, das Weiße Haus habe sich zu dem Interview bzw. Seelenstriptease von Herzogin Meghan zu Wort gemeldet. Deren Gespräch vor Millionen Zuschauern ist also auch der Politik nicht entgangen, so wichtig scheint es zu sein.

Warum eigentlich?

Ganz einfach, es fiel dort das passende, politisch korrekte Stichwort, nämlich der Rassismus-Vorwurf gegen die „Firma“, gemeint war das britische Königshaus und vor allem die Queen. Angeblich sei sie wegen ihrer dunkleren Hautfarbe in ihrer eingeheirateten Verwandtschaft nie so richtig akzeptiert worden, beklagte Meghan. Somit liefert sie eine zeitgeistpassende „Identitätsstory“ von links.

Daß die hochbetagte Königin sich zu den Rundumschlägen der 39-jährigen Rebellin nur kurz und eher abstrakt äußerte, verwundert wenig – warum sollte sich die Monarchin auf ihre alten Tage und angesichts ihrer hohen repräsentativen Stellung in ein kleinliches öffentliches Hickhack um vermeintliche Hinterzimmer-„Enthüllungen“ und all die emotionalen Anschuldigungen einlassen?!

Weniger souverän reagierte freilich das Weiße Haus. Bidens Pressesprecher Jen Psaki erklärte am 8. März mit ausdrücklicher Berufung auf den Präsidenten, es sei ein „überaus mutiger Schritt“ der Herzogin gewesen, über ihre psychischen Probleme zu sprechen.

Dabei sich ein besonnener Zeitgenosse vielleicht doch ein paar Fragen:

1. Ist es neuerdings Sache von Präsidenten, zu mehr oder weniger heißen Storys aus Adelshäusern Stellung zu beziehen? Es handelt sich ansonsten stets um Aufreger aus der Boulevardpresse.

2. Es mag „mutig“ sein, über eigene seelische Schwierigkeiten zu reden – aber ist es auch fair, wenn dies damit verbunden wird, andere Personen öffentlich vorzuführen und verbal anzuklagen?

3. Wußte Meghan, bevor sie ihren Göttergatten Harry mit Glanz und Gloria geheiratet hat, etwa nicht, was auf sie zukommt? Meinte sie, das Leben bei Hofe sei eine fröhliche Dauerparty? Hätte man von einer Frau mit Hochschulabschluß nicht erwarten dürfen, daß sie die Dinge etwas nüchterner angeht?

4. Diese Interview-Vorgehensweise wirkt nicht sonderlich edel und gut, denn die Herzogin konnte damit rechnen, daß das britische Königshaus sich sowieso nicht in eine öffentliche Kontroverse einlassen kann – folglich konnte Meghan ungehindert aus allen Rohren schießen – wobei sie zielgenau wußte, daß sie mit ihrer Rassismus-Keule genau auf der politisch beliebten Anti-Rassimus-Welle segelt und somit eine hohe Resonanz einplante, die sie auch erhalten hat.

Fairneß sieht allerdings anders aus!

PS: Präsident Trump zeigt sich weitaus kritischer als Biden und erklärte, er sei kein Fan von Meghan, denn er kenne die britische Königin gut und halte sie für eine „großartige Person“. Wenn Meghan in drei Jahren zur Präsidentschaft in den USA antreten wolle, werde er mit Vergnügen ihr Gegenkandidat sein.


Frankreich: Kritisches Buch über die „stigmatisierte“ Marthe Robin erschienen

Von Felizitas Küble

Am 8. Oktober 2020 ist in Frankreich ein Buch herausgekommen, das schwerwiegende Enthüllungen über die in diesem Land sehr bekannte „Mystikerin“ Marthe Robin enthält; ihr wird darin systematischer Betrug und Täuschung ihrer Anhänger nachgewiesen.

Der Autor Prof. Dr. Conrad De Meester ist freilich kein „investigativer“ Journalist, der es auf Sensationsberichte abgesehen hat, sondern ein wissenschaftlich gründlich arbeitender Karmelit aus Flandern.

Der Ordenspriester und angesehene Kirchenhistoriker befaßte sich jahrzehntelang mit den großen Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts. Wohl nicht zuletzt deshalb erhielt er von bischöflicher Seite den Auftrag, die Schriften, Lebensweise und Botschaften der 1981 im „Rufe der Heiligkeit“ verstorbenen Marthe Robin theologisch und spirituell zu untersuchen, zumal für sie bereits ein Seligsprechungsverfahren in Rom lief.

Leider wurde das Buch über die gelähmte Frau aus der Drôme erst posthum (nach dem Tod) veröffentlicht, denn der Autor starb am 19.12. 2019. Es scheint bislang unklar, weshalb Prof. De Meester oder sein Ordensoberer mit der Veröffentlichung gezögert hat.

Die im 20. Jahrhundert bekannteste Mystikerin Frankreichs gründete mehrere Bewegungen, darunter ihre Foyers de Charité (70 Foyers in 40 Ländern) zu deutsch: Vorhof bzw. Herdfeuer der Nächstenliebe.

BILD: Eines der vielen euphorischen Bücher über Marthe, hier aus dem Stift Heiligenkreuz

Maßgeblich beteiligt war die zudem bei der Entstehung und Ausbreitung charismatischer Gruppen wie der „Gemeinschaft der Seligpreisungen“, der „Arche“, der Gemeinschaft Emmanuel oder der Johannes-Gemeinschaft.

Über diese Kommunitäten haben wir im CHRISTLICHEN FORUM seit Jahren kritisch berichtet, ebenso mehrfach über Marthe Robin – und dies bereits seit acht Jahren, also längst vor den erwähnten „Enthüllungen“.