Kardinal Müller: Abtreibung ist ein Mord, der als „Recht“ dargestellt wird

Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation warnt vor dem „Druck eines ideologischen Totalitarismus“ auf die Länder Lateinamerikas, wobei Entwicklungshilfe davon abhängig gemacht werde, Abtreibung und Gender-Ideologie zu akzeptieren. Müller

Kardinal Gerhard Müller erhob diese Anklage in einem exklusiven Interview mit der italienischen Ausgabe von CNA (ACI Stampa):

„Die Staaten und die Gesellschaft Lateinamerikas stehen  –  wie auch jene in Europa und Nordamerika –  unter dem Druck eines neuen ideologischen Totalitarismus, der sich allen Ländern aufzwingen will, indem er die Entwicklungshilfe an die Akzeptanz seiner Postulate koppelt, wie es bei der Gender-Ideologie und dem freien Zugang zur Abtreibung geschieht, die ein Mord ist, der als Recht dargestellt werden soll.

Das sind Bedrohungen, die die Fundamente der modernen Staaten schwächen.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-muller-lateinamerika-wird-gedrangt-die-gender-ideologie-anzunehmen-1466

Foto: Bistum Regensburg

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Unionsfraktion kritisiert Parteitaktik der SPD: Flüchtlingshilfe vor Ort wird blockiert

Die SPD blockiert im Haushaltsausschuss die Bewilligung von fast 500 Millionen Euro für dringend notwendige Hilfen zugunsten von Flüchtlingen im Nahen Osten und in Afrika, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung noch in diesem Jahr bereitstellen soll.

Dazu erklären die stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sabine Weiss, und die entwicklungspolitische Sprecherin, Sibylle Pfeiffer: _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Weiss: „Die SPD betreibt auf dem Rücken von Notleidenden ein ganz übles parteitaktisches Spiel. Durch ihre Weigerung, Mittel im Volumen von 481 Millionen Euro freizugeben, stoppt die SPD ganz zentrale Projekte für Flüchtlinge im Nahen Osten und in Afrika.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung benötigt diese Mittel dringend, um Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien, im Irak und in Syrien sowie in afrikanischen Ländern wie Äthiopien, Kenia und der Demokratischen Republik Kongo mit lebensnotwendigen Dingen und Dienstleistungen zu versorgen.

Mit diesen Mitteln wollen wir einen wichtigen Beitrag leisten, um den Menschen in der jeweiligen Heimatregion eine Lebens- und Bleibeperspektive zu bieten. Wenn die SPD diesen Projekten buchstäblich in letzter Minute die Finanzierung entzieht, trägt sie dazu bei, dass Flüchtlinge vor Ort jede Hoffnung verlieren und sich auf den Weg zu uns machen.“

Pfeiffer: „Ziel des bislang einmaligen Manövers der SPD ist es, im Zuge der Nachbewilligungen dem von ihr geleiteten Auswärtigen Amt ebenfalls zusätzliche Mittel zukommen zu lassen. Das steht nicht nur im Widerspruch zu allen Aussagen von Vizekanzler Gabriel und Fraktionschef Oppermann zur Notwendigkeit der Hilfe, sondern grenzt auch an Erpressung.

Leidtragende sind Flüchtlinge, darunter viele Kinder, die seit fünfeinhalb Jahren unter den Folgen des Syrien-Krieges leiden und die nun an ihrem Zufluchtsort weitere Entbehrungen hinnehmen müssen. Will die SPD das wirklich?“


CDU und CSU wollen Entwicklungshilfe an Rücknahme von Flüchtlingen knüpfen

Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 6.9.2015 sehen auch die Bekämpfung der Fluchtursachen in Herkunftsländern von Flüchtlingen vor. Dazu erklären die stellv. Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sabine Weiss und Thomas Strobl: be2004_38_551

„Die CDU/CSU-Fraktion setzt sich für eine Verstärkung der Maßnahmen der unmittelbaren Fluchtursachenbekämpfung auch im Rahmen der Entwicklungspolitik ein. Dazu gehört, Entwicklungsleistungen an die Rücknahme von Flüchtlingen ohne Schutzbedarf zu binden.

Dies würde die Anreize zur Rücknahme durch die Herkunftsländer erhöhen. Es kann nicht sein, dass Deutschland finanziell zum Aufbau von Ländern beiträgt, deren Regierungen sich weigern, die eigenen Bürger wieder aufzunehmen.

Neben der allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen und insbesondere der Verdienstmöglichkeiten der Menschen in armen Ländern geht es jetzt ganz konkret um den  winterfesten Ausbau von Flüchtlingslagern.  Dies ist aktuell die vordringlichste Maßnahme der Fluchtursachenbekämpfung. Das gilt insbesondere in der nahöstlichen Krisenregion, wo die Versorgung der Menschen mit wichtigen Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, von der Ernährung, über die Schulbildung bis zur Wasserversorgung sicherzustellen ist.

Ziel muss es sein, den Menschen in den Flüchtlingslagern eine Lebensperspektive zu geben, damit sie möglichst nah an der Heimat bleiben können, bis die Bedingungen in ihrem Heimatland eine Rückkehr ermöglichen. Die geplanten Mehrausgaben für Entwicklungszusammenarbeit von 8,3 Milliarden Euro in vier Jahren bieten hierfür ausreichend Spielraum.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verfügt mit seiner Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen“ zudem über das geeignete Instrumentarium.“


Afrikanischer Kardinal Robert Sarah kritisiert einseitige „Entwicklungshilfe“ und „moralische Dekadenz des Westens“

Der für die weltweite kirchliche Caritas zuständige Vatikan-Kardinal kritisiert, daß westliche Entwicklungshilfe oft an Bedingungen wie etwa künstliche Geburtenkontrolle geknüpft wird.

„Das ist für mich ein besonderes Thema, weil ich das als Afrikaner an eigener Haut erlebt habe“, sagte der aus Guinea stammende Kardinal Robert Sarah (siehe Foto) im Gespräch mit der Vatikanzeitung L`Osservatore Romano. 1_0_656352

Eine solche Art von Entwicklungshilfe „schwächt uns doppelt, weil wir ohnehin wirtschaftlich schwach sind und weil uns da kulturelle Modelle aufgezwungen werden, die weit entfernt sind von unserer Mentalität und unseren wahren Problemen“.

Das habe „furchtbare Auswirkungen“, so der Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum. Vor allem junge Leute erlebten dadurch „eine Zerreißprobe zwischen ihrem ererbten kulturellen Kontext und westlichen, konsumorientierten Lebensmodellen“.

Als „erstes Opfer“ eines von „bestimmten Lobbys“ propagierten „neuen Menschenbilds“ sieht Kardinal Sarah allerdings den Westen selbst. Das sei ein „gut erforschter Prozess“:

„Zuerst geht man von Konzepten aus, die anscheinend von vielen geteilt werden, etwa „reproduktive Gesundheit“, Menschenrechte, Frauenförderung, Gender.

In Wirklichkeit wird damit aber der Weg freigemacht für eine Anthropologie, nach der der Mensch in totaler Autonomie über sich selbst entscheiden kann, sogar über seine eigene Natur.“

In Frankreich lasse sich derzeit beobachten, „wie der Wunsch nach Zerstörung von Ehe und Familie dazu führt, den natürlichen Unterschied zwischen Mann und Frau einzureißen, um zur Gleichstellung der natürlichen Ehe mit dem homosexuellen Zusammenleben zu gelangen“.

„Das alles“, so Kardinal Sarah, „führt zur moralischen Dekadenz des Westens.“

Katholische Hilfsorganisationen arbeiteten häufig mit „internationalen Gruppen“ zusammen, „die eine solche Vision vorantreiben“. –  Darum sei es „wichtig, genau zu studieren, wie man eine Entwicklung fördern kann, die in wirklicher Übereinstimmung mit der Würde der menschlichen Person steht“.

Cor Unum trifft sich in diesen Tagen im Vatikan zu einer Vollversammlung.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan