Papst predigte gegen Aberglaube und Magie

Der Papst erteilte magischen Praktiken eine Absage – diese seien „nicht christlich“, so Franziskus bei seiner Generalaudienz am Mittwoch. 

In seiner Katechese auf dem Petersplatz ging der Papst auf die Predigt des hl. Paulus in Ephesus ein. In der bedeutenden antiken Stadt hatte das Wirken des Völkermissionars zu großen Veränderungen geführt: Es gab Taufen und Bekehrungen – und die Menschen begannen, Glaube von Aberglaube zu unterscheiden.

So habe der Apostel in Ephesus die Unvereinbarkeit des Christusglaubens mit magischen Praktiken betont, sagte Papst Franziskus:

„Wenn du Christus wählst, kannst du nicht auf einen Magier zurückkommen. Der Glaube ist vertrauensvolle Hingabe in die Hände eines zuverlässigen Gottes, der sich nicht durch okkulte Praktiken, sondern durch Offenbarung und bedingungslose Liebe zeigt.“

Auch heute noch hingen viele Menschen am Aberglauben, selbst unter Christen seien solche Irrtümer verbreitet, schlug der Papst die Brücke in die Gegenwart. Der Papst richtete sich an seine Zuhörer:

„Wie viele von euch lassen sich die Karten legen oder aus der Hand lesen? In großen Städten greifen praktisch veranlagte Christen immer noch auf solche Dinge zurück, auch heute. ,Warum glaubst du an Christus und gehst zum Magier?‘ – ,Ich glaube an Jesus, gehe aber zufällig auch zu solchen Leuten..‘ – Aber Magie ist nicht christlich! Solche  Zukunftsbefragungen sind nicht christlich! Denn: Die Gnade Christi bringt dir alles – bete also und vertraue dich dem HERRN an!“

Die Verkündigung des Paulus in Ephesus habe auch noch andere Auswirkungen gehabt, fuhr der Papst fort:

Der Silberhandel in der berühmten Stadt, die den Tempel der Göttin Artemis bzw. Diana beherbergte, sei eingebrochen. Die Händler hätten mit den Silberstatuen der Göttin ein regelrechtes Geschäft gemacht. Als ihre Einnahmen sanken, organisierten diese Geschäftsleute einen Aufstand gegen die Christen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-12/papst-franziskus-generalaudienz-apostelgeschichte-04-12-2019.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Der hl. Apostel Paulus warnt vor „reißenden Wölfen“ inmitten der Kirche

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 20,28-38:

In jenen Tagen sagte Paulus zu den Ältesten der Gemeinde von Ephesus: Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat. Tagesimpuls

Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen. Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.

Seid also wachsam, und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen.

Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen. Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt; ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter diese Hände hier gearbeitet haben.

In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des HERRN, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Und alle brachen in lautes Weinen aus, fielen Paulus um den Hals und küssten ihn; am meisten schmerzte sie sein Wort, sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen. Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.

 


Überraschung aus der Türkei: größte Marienstatue der Welt in Sicht?

Der AKP-Politiker Cemil Seboy aus der Region Izmir (Smirne) will  – sollte er bei der Wahl am kommenden 7. Juni gewählt werden  – das Ministerium für Kultur und Tourismus bei dem Vorhaben unterstützen, im Distrikt Selcuk die weltweit größte Marienstatue zu errichten. Advocata

Gegenüber der einheimischen Presse betonte der Politiker, er betrachte das Projekt als Möglichkeit der Förderung des Fremdenverkehrs in der Region, in der sich auch die Ruinen von Ephesus und das 1981 entdeckte Meriem Ana Evi, das Haus der Jungfrau Maria, befinden.

Die Idee des von dem Politiker unterstützen Projekts inspiriert sich an der Jesusstatue in Rio de Janeiro. Im Rahmen des Projekts soll auch eine Seilbahn zum Hügel gebaut werden, auf der die Marienstatue errichtet werden soll.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst / Foto: Paul Badde


Sendschreiben an die Gemeinde von Ephesus: „Du hast deine erste Liebe verlassen“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Offb 1,4.2,1-5a:

Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von IHM, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern vor seinem Thron. Herz-Jesu_01

An den Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe:

So spricht ER, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält und mitten unter den sieben goldenen Leuchtern einhergeht:

Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren; ich weiß: Du kannst die Bösen nicht ertragen: du hast jene auf die Probe gestellt, die sich Apostel nennen und es nicht sind  –  und hast sie als Lügner erkannt.

Du hast ausgeharrt und um meines Namens willen Schweres ertragen und bist nicht müde geworden.

Ich werfe dir aber vor, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke, aus welcher Höhe du gefallen bist. Kehr zurück zu deinen ersten Werken!

 


Paulus taufte und firmte zwölf Jünger von Johannes dem Täufer

Aus der heutigen Lesung der kath. Kirche: Apostelgeschichte 19,1-8:

Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab. Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, daß es einen Heiligen Geist gibt.  –  Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden?  –  Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.

Paulus sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus.  –  Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des HERRN, taufen.

Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie beteten in Sprachen und redeten prophetisch. Es waren insgesamt etwa zwölf Männer. Paulus ging in die Synagoge, lehrte drei Monate lang mit Freimut und versuchte, die Menschen vom Reich Gottes zu überzeugen.