Altkirchlicher Hymnus: Christus stieg vom Himmel auf die Erde – und kehrte wieder zum Vater zurück

Hl. Ephräm (um 306 – 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer, 1. Hymnus zur Auferstehung (vgl. SC 502, S. 279):

Der Hirte aller, ER stieg herab,
und suchte Adam, das verlorene Schaf,
nahm es auf seine Schulter und stieg zum Himmel auf.
Zum Opfer hat ER sich gemacht, dargebracht dem HERRN der Herde. 

Gesegnet sei sein Herabstieg zu uns!

ER hat sich, Leben schaffender Tau und Regen,
herabgelassen auf Maria, das dürstende Land.
Weizenkorn, hineingesenkt in die Erde;
hinaufgestiegen wieder als Erntegarbe und neues Brot.

Gesegnet sei seine Opfergabe!

Aus der Höhe herabgestiegen für uns ist die Macht,
aus dem Schoß der Jungfrau leuchtete die Hoffnung uns,
aus dem Grab erschien für uns das Leben,
dem Vater zur Rechten, dem Königsthron für uns.

Gesegnet sei seine Ehre!

Von der Höhe herabgeflossen ist er wie ein Strom;
herausgewachsen wie ein Schößling aus Maria;
gehangen am Holz wie eine Frucht,
stieg er in den Himmel auf als Erstlingsopfer.

Gesegnet sei sein Wille!