Estlands Präsidentin sprach heute in Münster

Von Felizitas Küble

Zum Thema „Digitalisierung: Von Estland lernen“ sprach am heutigen Freitagnachmittag (13.7.) die Staatspräsidentin des kleinen Baltikum-Staates vor Unternehmern, Politikern und Diplomaten in der IHK (Industrie- und Handelskammer) in Münster.

Auch der CDU-Europa-Abgeordnete Dr. Markus Pieper war unter den Teilnehmern (siehe 2. Foto) und reagierte positiv auf ihre Rede.

BILD: Die estnische Präsidentin inmitten ihrer Delegation
.
Die im Jahr 2016 gewählte Kersti Kaljulaid ist das erste weibliche Staatsoberhaupt Estlands; sie war zuvor als Wirtschaftswissenschaftlerin tätig.
Die nicht nur adrett, sondern auch kompetent und sehr natürlich wirkende Präsidentin erklärte – umgeben von ihrer estnischen Delegation, darunter auch dem Botschafter  – in ihrer Rede, wie erfolgreich ihr Land mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vorangekommen ist, z.B. durch die elektronische Identitätskarte für ihre Bürger, wobei viel Wert auf „Cyber-Hygiene“  und Information der Bürger über Chancen und Risiken der Datensicherheit gelegt wird.
.
Estland machte – so scheint es – aus der Not eine Tugend: Der Staat mußte nach dem ersehnten Ende der sowjetischen Besatzung in vielen Punkten von vorne anfangen, nachdem der kommunistische Staatssozialismus den Mittelstand ruiniert und die Wirtschaft weitgehend zum Erlahmen brachte.
.
Bei diesem Neubeginn wurden die Ärmel aufgekrempelt – und damit viele Menschen in ländlichen Regionen auch von zuhause aus arbeiten können, wurde stark in Computer und Internet investiert, Informatik früh in der Schule gelehrt und an Universitäten gefördert –  anders als hierzulande, wo diese wissenschaftl. Disziplinen vor allem in der Bildungspolitik rotgrüner Bundesländer vernachlässigt werden.
.
Die Präsidentin betonte in ihrer englisch und frei gesprochenen Rede vor etwa 60 Teilnehmern, daß die Europäische Union auch in ihrer Digitalisierungs-Politik die jeweiligen Entwicklungsschritte der einzelnen EU-Länder berücksichtigen und ihre Selbständigkeit beachten sollte. Auch die Wertschätzung Deutschlands  – nicht nur als Handelspartner – ging aus ihrer Ansprache hervor.
.
Die deutsche Sprache ist in Estland weit verbreitet, in der älteren Generation teils von früheren Kontakten (etwa mit Ostpreußen), teils durch das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache – teils nicht in der Schule, sondern durch deutsche Privatsender.
.
In Estland wurde der Ostblock durch eine „singende Revolution“ besiegt – ohne daß ein einziger Schuß fiel. Aber fast das ganze Volk stand auf den Beinen, als die Kommunisten den Versuch unternahmen, das Land nach seiner Unabhängigkeitserklärung wieder „heim ins Reich“ (Sowjet-Reich) zu holen. Es gibt ca 25% Russen in Estland, die sich insgesamt gut in die Mehrheitsbevölkerung integriert haben.
.
Die Präsidentin betont in Interviews das positive Verhältnis zwischen Estland und den USA; sie nimmt Präsident Trump gegen Vorurteile in Schutz. Zudem erinnert sie die NATO-Partner an die 2% Verteidigungsausgaben, die dem westlichen Bündnis versprochen wurden, woran sich die Mitgliedsstaaten auch halten sollten. (Näheres dazu hier: https://www.deutschlandfunk.de/interview-mit-der-estnischen-staatspraesidentin-die.868.de.html?dram:article_id=402857)
.
Bevor Frau Kaljulaid nach Münster kam, wurde sie  – ebenso wie der lettische Präsident Vējonis –  vom nordhrein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landeshaus empfangen. 
.
Auch er betonte, daß „wir viel von Estland lernen können“, vor allem in puncto schnelles Netz und Digitalisierung. Von den circa 30.000 Letten in Deutschland lebt jeder vierte in Nordrhein-Westfalen.
.
Die beiden baltischen Präsidenten sind anlässlich der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises in NRW.
Am morgigen Samstag, den 14. Juli, werden die drei Staatsoberhäupter der baltischen Republiken  – also auch die litauische Präsidentin Grybauskaitė  –  in Münster wegen ihrer außergewöhnlichen Bemühungen um Integration in Europa und ihres besonderen Einsatzes für ein friedliches Miteinander ausgezeichnet.
.
Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.
.
Fotos: Felizitas Küble

Bayern: Staatl. Unternehmenswettbewerb sucht familienfreundlichsten Arbeitgeber

Bewerbungen bis 30. Oktober möglich

Die Bayerische Staatsregierung sucht die 20 familienfreundlichsten Unternehmen in Bayern. Darauf haben heute Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger und Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer noch einmal hingewiesen:

„Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern heute familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Der Katalog an Möglichkeiten ist dabei unbegrenzt. Die 20 familienfreundlichsten Unternehmen zeichnen wir mit dem Unternehmenspreis ‚Erfolgreich.Familienfreundlich“ aus.“

Bewerbungen sind noch bis 30. Oktober möglich.

Arbeitsstaatssekretär Hintersberger ist sich sicher: „Qualifizierte Fachkräfte achten immer stärker darauf, Beruf und Familie gut miteinander in Einklang zu bringen. Darauf müssen sich Unternehmen einstellen. Hier gibt es keine Musterlösung. Denn die Anforderungen am jeweiligen Arbeitsplatz sind genau so verschieden wie die individuellen Lebensplanungen.

Familienfreundlichkeit hängt nicht an der Größe oder der Art des Betriebes. Wichtig ist vielmehr der Wunsch, gemeinsam Verbesserungen für die Familien zu schaffen. Mit dem Familienpakt Bayern unterstützen wir die Unternehmen dabei.“

Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer erklärt:

„Bayerns Wirtschaft wächst stetig und das spiegelt auch der Arbeitsmarkt wider: Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 3 Prozent – dem niedrigsten jemals gemessenen September-Wert – herrscht in Bayern de facto Vollbeschäftigung.

Um qualifizierte Fachkräfte zu bekommen, müssen bayerische Unternehmen daher ein attraktives Gesamtpaket bieten. Neben einem sicheren Arbeitsplatz und guter Bezahlung spielt dabei auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Preis wollen wir die Betriebe, die sich hier besonders engagieren, würdigen und Anreize für familienfreundliche Unternehmenspolitik setzen.“

Das Bayerische Arbeits- und das Wirtschaftsministerium verleihen den Unternehmenspreis ‚Erfolgreich.Familienfreundlich“ zum zweiten Mal. Im November letzten Jahres wurden im Rahmen des Familienpakts Bayern aus 188 Teilnehmern erstmals 20 Unternehmen ausgezeichnet, denen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders gut gelingt.

Am diesjährigen Wettbewerb können erneut kleine, mittlere und große Unternehmen sowie privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen der öffentlichen Hand teilnehmen. Teilnahmevoraussetzung ist: Sie müssen ihren Sitz bzw. ihre Betriebsstätte in Bayern haben und mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten.

Bewerbungen können bis zum 30. Oktober 2017 beim Wettbewerbsbüro eingereicht werden.

Nähere Infos, einen Zeitplan sowie das Anmeldeformular gibt es unter www.familienpakt-bayern.de/wettbewerb.

Quelle: http://www.stmas.bayern.de/presse/pm1710-445.php

Fotos: CSU, Evita Gründler


Israel: Erfolgreichstes Tourismus-Halbjahr seit der Staatsgründung 1948

Die ersten sechs Monate des Jahres 2017 waren für den Tourismus in Israel das beste Halbjahr seit Staatsgründung. Der Juni war ein besonders erfolgreicher Monat; mit 303.000 aus dem Ausland eingereisten Touristen lag deren Zahl um 28% mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Der israelische Tourismus-Minister Yariv Levin erklärte dazu:

„Die Statistik vom Juni zeigt uns Rekordzahlen für den Tourismus aus dem Ausland für die ersten sechs Monate des Jahres. Unsere Politik beweist sich weiterhin selbst und trägt Früchte, und wir können sehen, dass die richtige Marketing-Strategie Israel in neue Höhen führen kann.

Der signifikante Anstieg im Einreisetourismus trägt außergewöhnlich stark zur israelischen Wirtschaft und zur Lage am Arbeitsmarkt bei. Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Monaten weiter gute Ergebnisse sehen werden.“

So verlief das erste Halbjahr 2017:

Dem Zentralen Statistikamt zufolge gab es zwischen Januar und Juni 2017 1,74 Millionen touristische Einreisen, 26% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Touristikbereich lag damit bei 9,4 Milliarden Shekeln (etwa 2,3 Milliarden Euro).

Besonders stark stieg der Tourismus aus China (76%), Russland (30%) und den USA (20%) an. Die USA sind das Land, aus dem die größte Gruppe ausländischer Touristen kommt.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


USA: Spielfilme mit christlichem bzw. moralischem Inhalt laufen am besten

Spielfilme mit christlichem, biblischem oder moralischem Inhalt sind beim US-amerikanischen Publikum erfolgreicher als andere Produktionen. lisa_cover

Das geht aus einem Bericht der christlichen Film- und Fernsehkommission der USA hervor, die das Magazin Movieguide (Filmführer) herausgibt. Es untersucht jedes Jahr mehrere hundert Hollywood-Filme auf Familientauglichkeit und Kassenerfolg.

Wie der Präsident der Film- und Fernsehkommission, Ted Baehr, am 6. Februar in Los Angeles bei der Verleihung der „christlichen Oscars“ mitteilte, zeichneten sich 90 Prozent der zehn erfolgreichsten Spielfilme des vergangenen Jahres durch „starke christliche und moralische Inhalte“ aus.

In den USA spielten sie im Durchschnitt 66,8 Millionen Dollar (59 Mio €) ein, während Filme mit ausgeprägt nicht-christlicher Ausrichtung nur 20,1 Millionen Dollar (17,8 Mio €) erzielten. Weit dahinter lagen atheistische Streifen mit zwei Millionen Dollar (1,8 Mio €).

Filme ohne vulgäre Sprache, Sex, Nacktheit oder Drogen ließen die Kinokassen am meisten klingeln. Das sollte Hollywood zu denken geben, meinte Baehr.

Quelle: http://www.idea.de