Eritrea: Missionsschwester Yonanne wurde Generalsekretärin der Bischofskonferenz

Als Salomo König wurde, bat er den HERRN nicht um Reichtum und Macht, sondern um Weisheit und Einsicht, um das Volk Gottes zu führen“, erklärt Schwester Tsegereda Yonanne von den Comboni-Missionsschwestern nach ihrer Wahl zur Generalsekretärin der Bischofskonferenz von Eritrea.

„Ich bitte Gott um seine Weisheit, die Leitung und die Mitarbeiter des eritreischen katholischen Sekretariats (ErCS) zusammenzubringen, damit wir unseren Auftrag gut erfüllen können“, so Schwester Tsegereda.

Die erste Ordensfrau, die zur Leiterin des ERCS gewählt wurde, betont, dass ihre Priorität darin bestehen werde, im Namen der katholischen Kirche pastorale und soziale Aktivitäten für die gesamte eritreische Bevölkerung unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Alter durchzuführen.

Die Comboni-Missionsschwester trat ihr Amt im Sekretariat Anfang Juni 2021 an. Zuvor war sie fast fünf Jahre in der pastoralen Begleitung der katholischen Universitätsstudenten in Eritrea tätig. Außerdem war sie Ratsmitglied der Provinz der Comboni-Missionsschwestern in der Region.

Quelle: Fidesdienst


China: Schlußlicht in Rangliste „Pressefreiheit“

Ein Jahr nach Beginn der Coronakrise stehen Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Informationssperren und staatliche Desinformation, willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Medienschaffende schränkten die Pressefreiheit auf allen Kontinenten ein.

Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken, und sich auch gefestigte Demokratien in der Krise schwertaten, sicherzustellen, dass Journalisten ihre Arbeit machen können.

Noch nie seit Einführung der aktuellen Methodik im Jahr 2013 gab es so wenige Länder, in denen Reporter ohne Grenzen die Lage der Pressefreiheit als „gut“ bewertete; ihre Zahl sank von 13 auf 12.

Spitzenreiter und Schlußlichter

Wie in den vergangenen Jahren machen die skandinavischen Länder die Spitzenplätze unter sich aus: Zum fünften Mal in Folge liegt Norwegen auf Platz 1, auch wenn sich norwegische Medien im vergangenen Jahr über einen schwierigen Zugang zu öffentlichen Informationen zur Corona-Pandemie beschwerten.

Finnland liegt nach wie vor auf Platz 2, während Schweden (3, +1) und Dänemark (4, -1) die Plätze getauscht haben. Direkt darauf folgt Costa Rica (5, +2) als mit Abstand bestplatziertes Land Lateinamerikas, in dem Menschenrechte und Meinungsfreiheit respektiert werden wie in keinem anderen Land der Region.

Auch am Ende der Tabelle hat sich wenig getan: China verharrt unter anderem aufgrund umfassender Internetzensur und Überwachung sowie Propaganda im In- und Ausland auf Platz 177.

Es folgen drei totalitäre Regime, die seit Jahren die letzten drei Plätze belegen: Turkmenistan (178, +1), Nordkorea (179, +1) und Eritrea (180, -2). Alle drei haben gemeinsam, dass die jeweilige Regierung die komplette Kontrolle über alle Informationsflüsse hält.

So erhalten Turkmenistan und Nordkorea die Behauptung aufrecht, dass es in ihren Ländern keinerlei Corona-Fälle gebe. Eritrea hüllt sich noch immer in Schweigen über den Verbleib von elf Journalisten, die vor 20 Jahren verhaftet wurden und über deren weiteres Schicksal kaum etwas bekannt ist.


Eritrea: Katholische Bischöfe beklagen Beschlagnahmung von kirchlichen Schulen

Nach der Enteignung von Krankenhäusern und Apotheken beginnt die Regierung in Eritrea nun mit der Beschlagnahmung von Schulen, die von religiösen Gemeinden getragen werden.

In den letzten zwei Jahren wurden 29 Kliniken beschlagnahmt und in den letzten Wochen sieben Schulen (davon vier katholische Schulen).

Zu dieser erzwungenen Verstaatlichung äußerten sich nun auch eritreische Kirchenvertreter, darunter Erzbischof Mengistheb Tesfamariam von Asmara. 

Er und drei weitere Bischöfe schreiben in einem an den Bildungsminister Semere Re’esom gerichteten Brief:

„In Anbetracht dessen, dass die Maßnahmen, die gegen unsere Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ergriffen werden, gegen das Gesetz verstoßen und die Religionsfreiheit sowie die Ausübung des Glaubens, der Mission und ihrer sozialen Dienste stark beeinträchtigen, fordern wir, dass die jüngsten Beschlüsse überprüft werden und die daraus resultierende Vorgehensweise unverzüglich gestoppt wird.“

 Zudem wird beklagt, daß die Regierung jeden Gesprächswunsch von bischöflicher Seite abgelehnt habe.

Quelle: Fidesdienst


Eritrea: Ex-Finanzminister Abrehe entführt – Kritiker verschwinden hinter Gittern

Im afrikanischen Eritrea wird Kritik an der sozialistischen Diktatur quasi nicht geduldet. Wer seine Meinung äußert, läuft Gefahr, verhaftet zu werden und zu „verschwinden“.

Berhane Abrehe (siehe Foto), der ehemals Finanzminister des Landes war, sitzt am Morgen des 17. Septembers 2018 mit einem seiner Söhne in einem Restaurant beim Frühstück, als kommunistische Sicherheitsbeamte auf ihn zukommen. Sie nehmen ihn mit, und seine Familie erfährt nicht wohin, wie Amnesty International berichtet. Es gibt auch keine Informationen über die Gründe oder darüber, wie lange er festgehalten wird. Seine Angehörigen können ihn nicht kontaktieren.

Was Berhane Abrehe widerfahren ist, gehört im sozialistischen Eritrea zum Alltag der Bevölkerung.

„Kritiker verschwinden hinter Gittern, selbst das Schicksal prominenter politischer Häftlinge ist unklar. Kritische Journalisten oder Menschenrechtler aus dem Ausland bekommen kaum Zugang. Selbst ausländische Diplomaten dürfen die Hauptstadt Asmara nur mit Genehmigung der Regierung verlassen“, schreibt die Deutsche Welle.

In Eritrea regiert Präsident Isaias Afewerki mit harter Hand; eine Gewaltenteilung gibt es nicht. Die von der Nationalversammlung Eritreas 1997 ratifizierte Verfassung wurde auf Betreiben Afewerkis nie umgesetzt, und die Nationalversammlung darf seit der Verabschiedung des eritreischen Wahlgesetzes 2002 nicht mehr zusammentreten.

„Die Ausübung von Grundrechten, wie z. B. Rede- und Meinungsfreiheit, Versammlungs- und Religions- freiheit, ist nicht oder nur extrem eingeschränkt möglich. Eine freie Presse existiert nicht; Rundfunk und Fernsehen unterliegen staatlicher Kontrolle.

Die Justiz ist als Teil des Justizministeriums von diesem abhängig, es gibt Sondergerichte. Eine organisierte politische Opposition innerhalb Eritreas gibt es nicht. Zahlreiche Regimekritiker wurden seit 2001 ohne rechtsstaatliches Verfahren verhaftet und sind seit Jahren ohne jeden Kontakt zur Außenwelt an geheimen Orten inhaftiert“, fasst das Auswärtige Amt zusammen.

Nur wenige Tage vor seinem Verschwinden hat Berhane Abrehe ein Buch mit dem Titel „Eritrea Hagerey“ (Eritrea, mein Land) veröffentlicht. Darin kritisiert er das gegenwärtige politische System Eritreas unter Präsident Afewerki. Abrehe ruft die Bevölkerung dazu auf, sich friedlich für demokratische Veränderungen im Land einzusetzen.

Zwar gibt es in letzter Zeit einige positive Veränderungen der Friedensschluss zwischen Eritrea und Äthiopien Ende Juni gehört ebenso dazu wie vorsichtige Reformen des zeitlich unbegrenzten verpflichtenden Militärdienstes, der viele junge Eritreer veranlasst, aus dem Land zu fliehen. Doch von einer grundlegenden Entspannung kann keine Rede sein. Neben der politischen Lage ist auch die Versorgung der Bevölkerung problematisch. Die rund fünf Millionen Einwohner gehören zu den ärmsten der Welt.

FORTSETZUNG der Meldung mit konkreten Vorschlägen für Hilfs-Aktionen, Bitt-Briefen usw. hier: http://www.akm-online.info/index2.html

 


Ägypten: Koptische Kirche informiert gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen

Die koptische Kirche startet unter ihren Gläubigen eine intensive Kampagne gegen die Verstümmelung der weiblichen Genitalien, die nicht allein bei Muslimen, sondern in einigen Gegenden Ober-Ägyptens auch unter koptischen Christen vorkommt. 

Der Aufruf bezieht sich auch auf Gefahren und schwere physische und psychologische Folgen dieser Praxis; er kam nach Angabe von Medien direkt von Patriarch Tawadros II.

Für die Sensibilisierungskampagne werden verschiedene Mittel herangezogen, wie z.B. Warnschilder gegen die Infibulation (weiblichen Genitalverstümmelung), die in der Nähe von Kirchenräumen angebracht werden, in denen Taufen stattfinden.

Aber sowohl der Patriarch als auch die koptischen Bischöfe zählen vor allem darauf, dass die Gläubigen sich selber kritisch mit dieser Praxis auseinandersetzen, und dass vermehrt Ehe-Vorbereitungskurse zu diesem Thema angeboten werden.

Die Praxis der Infibulation ist in der koptischen Kirche zwar verboten, hält sich aber nach wie vor neben Oberägypten auch in christlichen Gemeinden am Horn Afrikas, in Eritrea und Äthiopien sowie im Niger als ein Überrest archaischer (uralter) Stammessitten.

Quelle: Fidesdienst – Foto: IGFM


Ibbenbüren: Ein Flüchtling aus Eritrea vergewaltigt 79-jährige Frau auf dem Friedhof

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Kreispolizeibehörde Steinfurt vom 25.7.2016:

Die Polizei hat am frühen Sonntagmorgen (24.7.2016) in Ibbenbüren einen 40 Jahre alten Mann aus Eritrea festgenommen. Der seit 2013 in Deutschland lebende Mann wurde nach einem Zeugenhinweis von Polizeibeamten bei einer Vergewaltigung angetroffen und vorläufig festgenommen. 038_35

Ein aufmerksamer Ibbenbürener hörte um kurz nach 6 Uhr von einem Friedhofsgelände Hilferufe einer Frau und verständigte sofort die Polizei. Der 40-jährige Beschuldigte leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand.

Das 79-jährige Opfer wurde sofort betreut und in ärztliche Behandlung übergeben. Das Fachkommissariat für Sexualdelikte der Kreispolizeibehörde und die Staatsanwaltschaft Münster übernahmen unmittelbar die Ermittlungen.

Der 40-jährige Beschuldigte wurde noch am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Vergewaltigung dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den anerkannten Flüchtling aus Eritrea. Er wurde noch am Sonntag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Weitere Presseauskünfte erteilt OStA Lechtape, Staatsanwaltschaft Münster, Telefon 0251/4942415

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43526/3387170


Lübeck: Gewalt im Flüchtlingsheim, drei Verletzte, Angriffe gegen Polizisten

Polizeibericht vom 16. Januar 2016:

In der Nacht von Samstag (16.1.) auf Sonntag kam es nach Mitternacht zu einer Auseinandersetzung in einer städtischen Unterkunft in Lübeck-Siems.

Insgesamt sechs Bewohner aus dem Irak und Eritrea gerieten aus unbekannten Gründen in der städtischen Unterkunft in Lübeck-Siems in eine massive Auseinandersetzung. Drei Beteiligte mussten mit leichten Schnittverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Scannen0003

Teilweise leisteten die Personen erheblichen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen, indem sie den Anweisung nicht folgen wollten, sich sperrten, mit geballten Fäusten auf die Beamten zugingen, sie beleidigten und vor ihnen auf den Boden ausspuckten.

Zu den Ereignissen machten die Betroffenen gegenüber der Polizei keine Angaben. Selbst bei der Anwesenheit der Polizei griff ein Eritreer einen Iraker an, indem er mit dem Fuß gegen den Oberkörper eines Irakers trat. Dieser schlug sofort mit der Faust zurück. Die Beamten konnten die Schlägerei unterbinden und den Angreifer zu Boden bringen.

Während der Auseinandersetzung kam es zu erheblichen Beschädigungen des Inventars. Außenfenster und Zimmertüren, diverses Mobiliar, TV-Geräte und Spiegel waren zerstört/beschädigt. Ein Feuerlöscher war aus der Halterung gerissen und entleert worden.

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43738/3227892


Eritrea: einziger kommunistischer Staat Afrikas „feiert“ jetzt seine 20-jährige Unabhängigkeit

10.000 politische Gefangene und Religionsverfolgung

Am 24. Mai 2013 begeht das ostafrikanische Land Eritrea seine 20-jährige Unabhängigkeit. Die einzige marxistisch-sozialistische Diktatur Afrikas verfolgt Andersdenkende und unterdrückt nicht-registrierte Christen. Die Situation der Pressefreiheit ist sogar noch schlechter als im ebenfalls kommunistischen Nordkorea.

Ein Blick auf die Rangliste der „Reporter ohne Grenzens“ untermauert diese Einschätzung. Eritrea liegt auf dem 179. und damit letzten Rang. Also noch hinter Nordkorea (Rang 178), Turkmenistan (177) und Syrien (176).

Die Regierung von Eritrea seit der staatlichen Unabhängigkeit eine brutale Willkürherrschaft installiert und 10.000 politische Gefangene inhaftiert, schreibt die Tageszeitung „Die Welt“. Ein großer Teil von ihnen werde unter „unvorstellbar grausamen Bedingungen“ festgehalten, erklärte „Amnesty International“ kürzlich.

Helen Berhane floh aus der roten Diktatur

Bereits früher deckten mehrere Organisationen auf, daß Menschen in Schiffscontainern ihre Haft verbüssen, in unerträglicher Hitze. Immer wieder sterben Eingekerkerte. Zu den Überlebenden zählt die Gospel-Sängerin Helen Berhane, deren Lebensgeschichte unlängst im «Brunnen Verlag» erschienen ist. Berhane verlor wegen Mangelernährung und Folter mehrfach das Bewußtsein und wurde schwerstkrank weggebracht, damit sie nicht hinter Gittern sterben würde. Doch sie überlebte und konnte mit letzter Kraft fliehen.

Schlagzeilen über verhaftete Christen haben zugenommen. Im vergangenen Jahr sind mehr als 30 Christen unter anderem an Verletzungen durch Mißhandlungen oder aufgrund der schlechten Versorgung in der Gefangenschaft gestorben.

Seit dem 12. Mai 2002 sind in Eritrea nur noch vier Konfessionen erlaubt: die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam. Freie christliche Gemeinden und Hauskirchen ebenso wie Bibelstunden und Gebetstreffen in Privathäusern sind seitdem illegal.

2002 lag Eritrea auf Rang 46 des Weltverfolgungs-Index von „Open Doors“. Kontinuierlich verschlechterte sich die Menschenrechtslage, heute liegt das Land auf Rang 10.  

Autor: Daniel Gerber  /  Quelle: http://www.jesus.ch/n.php?nid=237787


Brutale Flüchtlingsdramen auf der Sinai-Halbinsel – Der Dt. Bundestag befaßt sich morgen damit – Ordensfrau A. Kidane hilft Verzweifelten

Auszeichnung als „Heldin im Kampf gegen Menschenhandel“

Sie suchen Arbeit und einen Job in Israel, doch stattdessen werden auf dem Weg dorthin Frauen vergewaltigt und Männer malträtiert  – das ist die Realität vieler eritreischer Flüchtlinge im Sinai.

Comboni-Schwester Azezet Kidane kennt diese Schicksale, denn sie steht schon seit Jahren an der Seite dieser Menschen.

In einer israelischen Klinik in Jaffa kümmert sie sich um die afrikanischen Flüchtlinge, von denen die meisten Christen sind. Für ihren Einsatz wurde die Comboni-Schwester, die selbst aus Eritrea stammt, im Jahr 2012 sogar vom Außenministerium der Vereinigten Staaten als „Heldin im Kampf gegen Menschenhandel“ ausgezeichnet. Im Gespräch mit dem „Franciscan Media Center“ berichtet sie: 1_0_648212

„Es sind etwa 45.000 Christen unter den Flüchtlingen, wenige sind Muslime aus Darfur, die anderen sind alle Christen. Ich gehe drei Mal pro Woche in das Flüchtlingslager für Frauen und telefoniere jeden Tag mit ihnen  –  tagsüber genauso wie nachts.“

Was sie der Schwester anvertrauen, sind Geschichten voller Gewalt und Leid: Im Sinai werden Flüchtlinge von Menschenhändlern gefoltert, entführt, vergewaltigt und teilweise sogar ermordet, wie Menschrechtsorganisationen berichten. Werden die Entführten nicht frei gekauft, drohen die oft aus Ägypten stammenden Beduinen mit der Entnahme von Organen, die sie dann weiterverkaufen.

Vergewaltigte Flüchtlingsfrau nahm ihr Baby an

In der Klinik versorgt Schwester Azezet die Flüchtlinge. Eine Lebensgeschichte hat sie dabei besonders berührt:

„Eine Frau, die vergewaltigt wurde, sie heißt Gennet, kam zu uns. Sie hat das Kind bekommen und es Emanuele getauft. Dazu erklärte sie: ‚Dieses Kind ist ein Geschenk Gottes.’  – Gennet war nicht wütend auf das Kind, sondern nahm es als Geschenk Gottes an. Das ist für mich ein Weg des Glaubens.“

Oft bleibt es übrigens nicht nur bei der Drohung, den Flüchtlingen Organe zu entnehmen. Menschenrechtler hatten in einer Leichenhalle des Hospitals von Al Arish, der Provinzhauptstadt im Norden des Sinais, Verstorbene aufgefunden, deren Körper in der Mitte oder an der Seite aufgeschnitten und mit großen Stichen wieder zugenäht worden waren  –  alle verwertbaren Organe, sogar die Augenlinsen, waren entfernt worden.

Ägypten scheint nach Kenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO die regionale Drehscheibe dieses makabren Geschäfts zu sein, von dem die Schwächsten betroffen sind. Der Menschrechenrechtsausschuß des Deutschen Bundestag will sich nun am morgigen 20. Februar mit dem Thema beschäftigen.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


Hilfsaktion Märtyrerkirche: Dossier informiert über Christenverfolgung weltweit

In welchen Ländern werden Christen gegenwärtig wegen ihres Glaubens systematisch unterdrückt?  – Darüber informiert 43-seitiges Dossier, das die Hilfsaktion Märtyrerkirche mit Sitz in Uhldingen  am Bodensee veröffentlicht hat.

Aufgelistet sind 55 Länder. Das größte Ausmaß an Verfolgung erleben Christen demnach zur Zeit in Nigeria, dem Iran, Ägypten und Eritrea.

Im westafrikanischen Nigeria hätten Bombenanschläge auf Kirchen, gezielte Morde an Christen und andere Verbrechen seit 1999 über 50.000 Menschenleben gekostet. Die Gewalt geht vor allem von der extrem-islamischen Gruppe Boko Haram aus.

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

Im Iran gingen die Behörden immer rigoroser gegen die christliche Minderheit vor. So gebe es Razzien in Hauskirchen. Gottesdienstbesucher würden verhaftet und Kirchenmitglieder bedroht. In Ägypten nähmen die offenen Angriffe sowohl auf koptische als auch auf evangelikale Christen zu. Im nordostafrikanischen Eritrea seien mindestens 3.000 Christen inhaftiert. In vielen Fällen seien sie in Containern oder Bunkern eingesperrt.

Wo sich die Lage der Christen verschlechtert hat

Das Dossier nennt ferner Länder, in denen sich die Lage der Christen seit kurzem verschlechtert habe. So erhalte die HMK aus Kenia (Ostafrika) zunehmend Berichte von Angriffen auf Christen in Lagern für somalische Flüchtlinge sowie auf Kirchen nahe der somalischen Grenze.

Schlechter geworden sei auch die Lage für Christen in Bosnien-Herzegowina, Venezuela sowie den afrikanischen Staaten Dschibuti, Elfenbeinküste, Liberia, Senegal, Sierra Leone und Tansania.

Dem Dossier zufolge wächst in zahlreichen Ländern trotz Diskriminierung oder Verfolgung die Zahl der Christen.

Die Dokumentation gibt Infos zum jeweiligen Land, die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung, die Situation der Christen und nennt Gebetsanliegen.

Die HMK beschreibt ferner, wie sie in den genannten Ländern hilft. Das will Veränderungen der Lage bedrängter Christen auf der Internetseite http://www.verfolgte-christen.org laufend erfassen.

Die überkonfessionell tätige Organisation finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Missionsleiter ist Manfred Müller. Als Vorsitzender amtiert der evangelische Kirchenrat i.R. Rolf Sauerzapf  aus Kassel.

Hier gehts zur informativen WEBSEITE der HMK: http://www.verfolgte-christen.org/

Quelle: http://www.idea.de