„Forum Deutscher Katholiken“: Beauftragte/n für Religionsfreiheit ernennen!

Das „Forum Deutscher Katholiken“ unterstützt den Vorschlag der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) zur Ernennung eines bzw. einer „Beauftragten für Religionsfreiheit“ bei der neuen Bundesregierung und erklärt:

„Weltweit nehmen religiöser Extremismus, Konflikte zwischen Religionsgruppen und Diskriminierung, insbesondere religiöser Minderheiten zu. Konversionen und Übertritt zu einer anderen Religion werden in vielen Ländern schwer bestraft bzw. sind unmöglich.

Die Unterdrückung der Religions- und Gewissensfreiheit ist zu einer wesentlichen Ursache von Fluchtbewegung und Migration geworden. Diesen zunehmenden neuen Herausforderungen kann ein Beauftragter für Menschenrechte allgemein nicht mehr gerecht werden. Daher sehen wir eine/n „Beauftragte/n für Religionsfreiheit“ als unumgänglich an.

Wir begrüßen, dass es dafür Aufgeschlossenheit in der CDU/CSU-Fraktion gibt.“

Prof. Dr. Hubert Gindert, Sprecher des „Forums Deutscher Katholiken“


Präsident Trump beruft Lebensrechtler Neil Gorsuch für das höchste US-Gericht

Von Felizitas Küble

Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat am gestrigen Dienstagabend, den 31. Januar 2017, seine Ankündigung wahrgemacht und einen konservativen Lebensrechtler als neuen Richter für das höchste Gericht des Landes, den Supreme Court, berufen.    img_27191

Es handelt sich um den 49-jährigen Bundesrichter Neil Gorsuch (siehe Foto) aus Denver im US-Bundesstaat Colorado. Er hat in drei Elite-Universitäten (darunter Harvard) studiert; zuvor besuchte er eine katholischen Jesuitenschule, wenngleich er selber Mitglied der anglikanischen Episkopalkirche ist.

Die Entscheidung für Gorsuch gilt als sehr bedeutungsvoll, denn die Richter für den Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt.

Trump hofft darauf, daß sich sowohl die regierenden Republikaner wie auch die oppositionellen Demokraten auf diesen Kandidaten einigen, denn sein Vorschlag muß vom Senat, in welchem die Republikaner über eine knappe Mehrheit von 52 Sitzen verfügen, noch bestätigt werden, wozu 60 Stimmen nötig sind, also auch einige von Seiten der Demokraten.

Gorsuch gilt als Abtreibungsgegner; zudem hat er sich stark gegen Euthanasie bzw. „Sterbehilfe“ sowie als Verteidiger der Religionsfreiheit (vor allem im Sinne einer Freiheit der Kirche vor staatlichen Eingriffen) positioniert. Er hatte bislang zum Thema Abtreibung zwar noch kein Urteil zu fällen, bekennt sich aber umfassend zum Lebensschutz am Anfang und Ende des Lebens.

Foto: EuroProLifeSein Buch mit dem Titel „Die Zukunft des assistierten Selbstmordes und der Euthanasie“ wurde vom Verlag der Princeton-Universität herausgegeben.

Wenngleich der umsichtige Jurist mit den guten Manieren als wertkonservativ bekannt ist, wird er zugleich als unideologischer Rechtsgelehrter über Parteigrenzen hinweg geschätzt und anerkannt. Dazu heißt es in der Tageszeitung „Die Welt“: „Mit seiner intellektuellen Integrität und seinem freundlichen Auftreten hat er sich auch bei denen Respekt erworben, die seine juristischen Ansichten nicht teilen.“

Nach dem Tod von Richter Scalia herrrscht derzeit in dem sonst neunköpfigen Verfassungsgerichtshof eine Pattsituation von vier eher konservativen zu vier eher liberalen Richtern. Mit dem Familienvater Gorsuch würde eine konservative Mehrheit ermöglicht, was auch für die Abtreibungsgesetzgebung in den USA von größter Bedeutung sein könnte.

Gorsuch-Foto: Fox-News, Dr. E. Breburda

 


Berlin: Linksextremer, ehem. hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter wurde Staatssekretär

In der Diskussion um Berlins neuen Bau-Staatssekretär Andrej Holm hat sich erstmals ein SPD-Abgeordneter offen für dessen Rücktritt ausgesprochen. Es sei nicht Holms Verpflichtung bei der Stasi als Jugendlicher, sondern der Umgang damit, der ihn an der Eignung für ein politisches Spitzenamt zweifeln lasse, schrieb der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier auf seiner Internetseite:image

„Dieses Rumgeeier, diese Ausreden, sich nicht erinnern zu können, diese Halbwahrheiten und der gefälschte Lebenslauf zerstören das Vertrauen in die Redlichkeit von Herrn Holm. Und es ist mal wieder Wasser auf die Mühlen all derer, die glauben, daß die da oben es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen würden.“

Holm sei offenbar hauptamtlicher Mitarbeiter bei der Stasi gewesen. Er habe sich „freiwillig und bewußt“ dafür entschieden.

Die Opposition von CDU, AfD und FDP protestiert seit Tagen gegen die Ernennung Holms zum Staatssekretär. Dabei stören sich die Parteien nicht nur an dessen Stasi-Vergangenheit, sondern auch an seinen Kontakten zur linksextremen Szene. So ist beispielsweise Holms Verhältnis zur linksradikalen Roten Hilfe bislang ungeklärt.

Quelle und vollständiger Bericht hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/kritik-an-staatssekretaer-holm-waechst/


Wurde Papst Franziskus von einer „Schwulenlobby“ im Vatikan ausgetrickst?

Prälat Ricca und die Vatikanbank

Um die Ernennung Msgr. Riccas zum Prälaten der Vatikanbank (IOR) durch Papst Franziskus ist in den letzten Tagen ein Streit zwischen dem vatik. Pressesprecher P. Lombardi und der italienischen Zeitung l´Epresso (Vaticanista S. Magister) entbrannt.

Während L´Espresso die Verwicklung Riccas in homosexuelle Machenschaften während seiner Zeit in der Nuntiatur in Montevideo (die zu seiner vom Nuntius dringend geforderten Abberufung führte) in Erinnerung bringt, stellt Pressesprecher P. Lombardi die Vorwürfe als falsch und frei erfunden hin.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Anders als in anderen Fällen beharrt L´Espresso auf seiner Darstellung und beruft sich auf Quellen aus erster Hand. Die „äußeren“ Daten der Geschichte sind auch allgemein bekannt und jederzeit abrufbar…
 
Dazu (und zu den Risiken der Brasilienreise) schreibt J. Allen im National Catholic Reporter einen Beitrag (auf englisch): hier klicken

Quelle: http://www.beiboot-petri.blogspot.de

Zudem berichtet KATHNEWS hierüber: http://www.kathnews.de/homo-vergangenheit-von-msgr-ricca-bestaetigt

Weiterer Hinweis:

Auch im „ZDF-blog“ wird dieses spezielle Problem unter „P.S.“ thematisiert. Der stets sachliche und seriöse Vatikankorrespondent Jürgen Erbacher schreibt hierzu Folgendes:

„In Rom wird derzeit heute über einen Artikel der Wochenzeitung „L’Espresso“ diskutiert. Darin berichtet der Vatikanist Sandro Magister über homosexuelle Beziehungen des neuen Prälaten der Vatikanbank IOR, Battista Mario Salvatore Ricca. Ricca war erst am 15. Juni von Papst Franziskus in das Amt berufen worden.

Der Prälat ist u.a. ein Bindeglied zwischen der IOR-Kardinalskommission und dem IOR-Aufsichtsrat. Magister berichtet über homosexuelle Affären Riccas und stellt die Frage, ob der Papst vor der Ernennung absichtlich nicht über diese informiert worden sei, oder ob es schlicht eine Fehlentscheidung war. Erste Verschwörungstheorien machen sich breit. Vatikansprecher Federico Lombardi weist die Vorwürfe als „unglaubwürdig“ zurück.“


Bischof Gerhard L. Müller wird Erzbischof und Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation

Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats Regensburg zur Ernennung Bischof Müllers:

Wie am Montag, dem 2. Juli bekannt wurde, hat Papst Benedikt XVI. den bisherigen Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller, zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt.

Mit der Entscheidung des Papstes ist der Bischofsstuhl von Regensburg mit sofortiger Wirkung vakant. Ein Diözesanadministrator, der die Diözese bis zur Ernennung eines neuen Bischofs leitet, wird in den nächsten acht Tagen gewählt.

Der bisherige Generalvikar, Prälat Michael Fuchs, betonte in der Pressekonferenz am Montag:

„Die Diözese gratuliert ihrem Bischof von Herzen zu dieser hohen Berufung. Bei aller Freude müssen wir dennoch feststellen, dass das Bistum einen großen Hirten und leidenschaftlichen Seelsorger verliert.“

Das FOTO zeigt Bischof Müller mit den fünf Geistlichen, die er gestern im Dom von Regensburg zu Priester geweiht hat.

Pressemitteilung von Prälat Michael Fuchs während der heutigen Pressekonferenz am 2. Juli 2012:

Meine Damen und Herren,
der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat seine Entscheidung getroffen: Die Glaubenskongregation erhält einen neuen Präfekten. Dies ist mit dem heutigen Tag der bisherige Bischof von Regensburg, Professor Doktor Gerhard Ludwig Müller.

Die Diözese gratuliert ihrem Bischof von Herzen zu dieser hohen Berufung, mit der auch die Verleihung eines Titels des Erzbischofs verbunden ist.

Da es sich bei dieser Aufgabe um einen zentralen und herausragenen Dienst für die Weltkirche handelt, ist das Bistum stolz, dass der Heilige Vater unseren Bischof mit diesem Amt an der Römischen Kurie betraut hat. Schon in den letzten Jahren hatte der Heilige Vater ihn zunehmend in weltkirchliche Verantwortung eingebunden. Bei aller Freude müssen wir dennoch feststellen, dass das Bistum einen großen Hirten und leidenschaftlichen Seelsorger verliert.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller leitet ab heute die Glaubenskongregation, der er bereits seit 2007 als Mitglied angehörte und der nach Kardinal Joseph Ratzinger zuletzt Kardinal William Levada vorstand. Diese Kongregation hat die Aufgabe, die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen.

Mit diesem Amt des Präfekten verbunden ist unter anderem auch die Leitung der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologischen Kommission.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller befindet sich heute in Rom. Die nächsten Tage nimmt er erste Termine als Präfekt der Glaubenskongregation wahr.

Sicher wird er im Bistum am 26. Juli in Mindelstetten beim großen Gebetstag von Anna Schäffer teilnehmen, die am 21. Oktober in Rom heiliggesprochen wird. Ein Zeitpunkt für die Feier seiner Verabschiedung im Bistum wird baldmöglichst bekanntgegeben.

Mit dem heutigen Amtsbeginn des neuen Präfekten der Glaubenskongregation ist der bischöfliche Stuhl in Regensburg vakant. Nach dem Kirchenrecht geht die Leitung bis zur Wahl eines Diözesanadministrators auf Weihbischof Reinhard Pappenberger über, der die Wahl des Diözesanadministrators innerhalb der nächsten acht Tage zu veranlassen hat.

Diese Wahl kommt dem Domkapitel als Konsultorenkollegium zu. Der Diözesanadministrator leitet dann die Diözese, bis ein neuer Bischof „von der Diözese Besitz ergriffen“ hat, wie das Kirchenrecht formuliert.
In der Zeit der Sedisvakanz darf nach dem Kirchenrecht in der Diözese nichts Wesentliches geändert werden.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg