Das „Forum Deutscher Katholiken“ zum Rücktrittsangebot von Kardinal Marx

Für den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ erklärt Prof. Dr. Hubert Gindert:

Das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard wird instrumentalisiert!

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) greift das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx an Papst Franziskus am 5. Juni in vier (!) Beiträgen auf: „Kardinal Marx erschüttert die Kirche“, „Kirchenbeben“, „Woelki hat ein Problem“, „Die Kirche braucht jetzt eine echte Umkehr“.

Die in den Beiträgen genannten Personen (wie Schüller von „Wir sind Kirche“ etc.) sind jene, die sich gegen Kardinal Woelki kritisch, aber für die bekannten Forderungen des „Synodalen Weges“ positiv äußern.

Damit wird klar, dass das Rücktrittsangebot von Marx für den „Synodalen Prozess“ instrumentalisiert wird. Das wird bestätigt dadurch, dass neben Woelki Bischof Voderholzer als „schärfster Kritiker“ des „Synodalen Weges“ genannt wird.

Mit der Krisenbeschreibung „Zerreißprobe“, „Toter Punkt“ der katholischen Kirche wird ein „Wendepunkt“ beschworen. Und tatsächlich braucht die Kirche in Deutschland – besser: brauchen die Katholiken  – eine „echte Umkehr“ und eine Wende hin zum Wort Gottes und zur Lehre der Kirche.

Kardinal Rainer Maria Woelki und Bischof Rudolf Voderholzer sehen das. Diese Reform unterstützen wir!

Foto: Laura Mohr

        


Evangelikale feierten an Fronleichnam einen Christustag in Bayern und Baden-Württemberg

Kirchenkrise ist eine Chance zur Erneuerung

Der ABC-Vorsitzende Dekan Till Roth hat davor gewarnt, angesichts sinkender Mitgliederzahlen die Botschaft der Kirche zu verwässern. (ABC = Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern.)

In seiner Predigt beim Christustag im unterfränkischen Lohr erinnerte er daran, dass auch Jesus keine Kompromisse gemacht habe, um seine Botschaft scheinbar eingängiger zu machen.

In der heutigen Kirchenkrise komme es zunächst nicht auf kirchliche Strategien an, sondern vielmehr darauf, sich immer wieder neu an Jesus zu orien­tieren, so Roth:

„Jesu Worte sind Geist und Leben – größere Mittel zur Überwindung von Glaubens- und Kirchenkrisen gibt es nicht.“ 

Ebenfalls in Lohr am Main rief der ehem. Vorsitzende der Deutschen Evange­lischen Allianz, Prof. Rolf Hille, dazu auf, in der Kirchenkrise eine Chance zur Erneuerung zu sehen: „Es muss ein Ruck durch die Volkskirche gehen.“

Eine flächendeckende Versorgung der Kirchenmitglieder lasse sich nicht mehr durchhalten, die Kirchen sollten sich vielmehr auf den Wandel hin zu Freiwillig­keitskirchen ein­stellen: „Wir müssen vom Beamtendenken und der Versorgungs­mentalität weg kommen hin zu einer vom Pioniergeist erfüllten Kirche“, so Hille.

Pfarrer Dirk Acksteiner rief beim Christustag im oberfränkischen Lichtenfels dazu auf, sich nicht durch den Blick auf kirchliche Statistiken deprimieren zu lassen. Auch wenige Christen könnten viel bewirken.

Zu den Erfahrungen der Corona-Zeit gehöre, dass Kirche nicht als systemrelevant empfunden werde, stellte der Rektor der Stiftung Hensoltshöhe, Pfarrer Dr. Wolfgang Becker, beim Christustag im mittelfrän­kischen Unterschwaningen fest.

Während frühere Not- und Seuchenzeiten oft zu einer intensiveren Frömmigkeit geführt hätten, sei davon heute weit und breit nichts zu sehen: „Gott kommt im öffentlichen Diskurs kaum vor“. Zugleich habe Corona gezeigt, „dass wir unser Leben nicht wirklich im Griff haben“, so Becker. 

Der Mikrobiologe Prof. Siegfried Scherer sagte beim Christustag in München, ihm bereite die medizinische Krise weniger Sorge als die geistliche Krise, die mit der Corona-Pandemie verbunden sei:

Corona führe zu Spaltungen nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in christlichen Gemeinden. Dabei komme es gerade jetzt darauf an, die Einheit im Glauben an Jesus Christus in den Mittelpunkt zu stellen.

Majorin Dr. Constanze Pfund von der Heilsarmee wies in ihrer Predigt darauf hin, dass auch Christen von Krisen nicht verschont blieben. Doch sie dürften wissen, dass Jesus mit ihnen geht – gerade in Krisen.

Dabei helfe das Vertrauen in Gottes Wort und die Gewissheit, dass letztlich auch Krisen zur Ehre Gottes dienen.

Bei den Veranstaltungen in Bayreuth und Neudrossenfeld stand das digitale Angebot des Christustags im Mittelpunkt. Insgesamt kamen zu den sechs Veranstaltungen in Bayern rund 400 Besucher, die meisten mit rund 110 in Unterschwaningen.

Erstmals fand der Christustag zeitgleich in Bayern, Württemberg und Baden statt. Dank zahl­reicher digitaler Angebote sowie der Übertragung im Radiosender ERF Plus und auf Bibel TV konnten zahlreiche Menschen den Christustag, der unter dem Motto „Mit Jesus durch die Krise“ stand, trotz Corona mitfeiern.


GOTT hüllt sich in Licht wie in ein Kleid

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 104 (103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den HERRN, meine Seele!
Mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

HERR, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so wird alles neu erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN;
der Ewige freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am HERRN

.


Plädoyer eines mutigen Bischofs für eine glaubensstarke Erneuerung der Kirche

Rezension von Hans-Michael Müller

Seit Monaten gibt es in Deutschland einen Aufstand gegen die Einheit der römisch-katholischen Kirche:

Selbst deutsche Bischöfe vertreten öffentlich sich diametral widersprechende Positionen, einige von ihnen revoltieren – wie z. B. der Essener Bischof Overbeck zuletzt bei der Segnung homosexueller Partnerschaften – offen gegen den Vatikan, die Glaubenskongregation, Papst Franziskus.
(Gültige Segens-Feiern kann es nur in Übereinstimmung mit dem Vatikan geben! Trotzdem wurde öffentlichkeitswirksam „gesegnet“.)

Eindeutig werden damit Autorität und Hierarchie der Kirche abgelehnt.

Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK), die kfd (Katholische Frauen Deutschlands mit ihrem Logo: „die macht. für dich. für alle.“ ), Maria 2.0 und andere Gruppen mischen in diesem Aufstand gegen Struktur und Lehramt der Kirche kräftig mit.

Was die Weltkirche denkt, ist ihnen anscheinend egal. So winzig klein wir Deutschen in dieser Weltkirche sind: man macht sich selbst zu einer Autorität, suggeriert z. B., dass Schreiben der Glaubenskongregation nicht zu beachten seien und sich jeder aus der Morallehre der Kirche das heraus suchen kann, was ihm passt.

Diese Aktionen sind für die öffentlich-rechtlichen Medien ein „gefundenes Fressen“; sie berichten ausführlich, z. T. sehr einseitig über diese innerkirchlichen Auseinandersetzungen

Aber auch das gibt es: Ein Journalist schrieb dieser Tage: „Der grundsätzliche Denkfehler, der den linken Reformern nicht auszutreiben ist, besteht in der Vorstellung, Kirche und Staat hätten denselben Souverän: das Volk. Der Souverän der Kirche ist aber nicht das Volk, sondern: GOTT.“

In der derzeitigen Bewegung solle „Gott aber gleichsam gezwungen werden, seine Meinung darüber zu ändern, was richtig und was verfehlt ist, weil die Menschen es so wollen.“

Staunend und z. T. hilflos stehen viele Gläubige diesem unseligen Treiben der sog. „Reformer“ – unter ihnen Priester und Bischöfe – gegenüber.

Da ist es gut, auf ein Buch hinweisen zu können, in dem der Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, mit fundiertem Wissen und in verständlichen Ausführungen geistige Impulse zum Nachdenken in einem argumentativen und spirituellen Dialog anbietet.

Darin veröffentlicht der Regensburger Oberhirte in pastoralem Anliegen eine Sammlung von Stellungnahmen, Predigten / Ansprachen und fachwissenschaftlichen Aufsätzen.

Im ersten Teil geht es um die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Außerkirchliche Experten hatten in einer Untersuchung (MGH-Studie) von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen Einrichtungen strukturelle Änderungen in der Kirche vorgeschlagen. Das wurde im „Synodalen Weg“ zur Grundlage der Reformdiskussion gemacht.

Bischof Voderholzer sieht darin eine inakzeptable Verengung und versucht, den Blick auf die tieferen Ursachen der Kirchenkrise zu lenken. Mit den Themen „Ehelosigkeit“, „Machtmissbrauch“, „Frauen in der Kirche“ und „Sexualmoral“ habe man beim „Synodalen Weg“ eine „Instrumentalisierung des Missbrauches betrieben“, gehe damit an der „Realität der Glaubenskrise“ vorbei.

Viele Katholiken folgen dem Bischof in dieser Einschätzung, sie kommen aber in der veröffentlichten Meinung kaum vor.

Im zweiten Teil seines Buches geht es dem Autor um den apostolischen Dienst des geistlichen Amtes, nämlich darum, dass es im kirchlichen Amt nicht um Macht, sondern um das Zeugnis für den auferstandenen Christus gehen muss. (Stichworte: „Geschlechterdifferenz und Weihevorbehalt“, „Kollegialität der Bischöfe“, „Mann und Frau – symphonische Komplementarität“, „Vom Mehrwert der Sakramentalität“).

Keine abgesonderten Einzelgruppen, sondern nur die Kirche als Ganzes sei lehramtlich dazu berufen, in der Welt auf den Schöpfer zu verweisen.

Der umfangreiche dritte Teil gilt der Welt und der Kultur, in der sich der christliche Glaube heute zu bewähren habe.

Die Stichworte reichen von „Die Seele Europas ist der christliche Glaube“ über „Fritz Gerlich – ein katholischer Märtyrer im Kampf gegen Hitler“ … „Glaubensverkündigung in kirchenkritischer Zeit / Herausforderung durch Medien und Naturwissenschaften“ bis zum „Synodalen Weg“.

Den Hintergrund seiner Ausführungen sieht Voderholzer in der derzeitigen Problematik unseres kirchlichen Lebens und dem, was wir „Glaubenskrise“ nennen. Diese sei zu einem großen Teil begründet in einem modernen Lebensgefühl, „das Glauben und Wissenschaft, moderne Naturwissenschaft und eine gläubige Hinwendung zu Welt und Geschichte nicht in Einklang zu bringen vermag.“ (S. 225)

Fazit: Wer eine Hilfe sucht, um die täglich in den Medien genüsslich und oft einseitig servierten „Neuigkeiten“ aus unserer katholischen Kirche besser einordnen zu können, ist mit diesem sehr informativen Buch bestens ausgerüstet.

Buch-Daten: Rudolf Voderholzer: Zur Erneuerung der Kirche (Geistliche Impulse zu aktuellen Herausforderungen), Verlag Friedrich Pustet, 2020, 256 S., ISBN 978-3-7917-3138-4, Preis 24,95 €

Kurz-Rezensionen des Buches hier: https://www.amazon.de/Zur-Erneuerung-Kirche-Geistliche-Herausforderungen/dp/3791731386

2. Foto: Bistum Regensburg


Naturrecht: Richtschnur geistiger Erneuerung

RENOVATIO-Institut im Einsatz um die „Seele Europas“

Um Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit aus christlicher Perspektive zu entwickeln, hat sich auf Initiative des Politikwissenschaftlers Simon Wunder 2019 das „Renovatio-Institut für kulturelle Resilienz“ gegründet.

Gemeinsame Grundlage der Gruppe, die sich in der Tradition der Bekenntnis-Ökumene sieht, ist die Identifikation mit dem christlich-abendländischen Erbe Europas – und die geteilte Wahrnehmung, dass Europa vor einer Krise steht, auf die weder die Kirche noch die Gesellschaft vorbereitet sind.

Die Initiatoren sehen in wachsender Ungleichheit und Unsicherheit, Finanzkrisen und Massenmigration Symptome einer tieferliegenden Krise, die die herrschende linksliberale Ideologie infrage stellt, da sie innerhalb ihrer engen geistigen Grenzen die Gegenwart nicht begreifen könne…

„Die Auseinandersetzung um die Seele Europas und die Fortsetzung des abendländischen Erbes sind das große Abenteuer unserer Zeit“, sagt Renovatius-Gründer und Politikwissenschaftler Simon Wunder gegenüber der „Tagespost“.

Mit dem Jahr 2020 sei im gesamten europäischen Kulturraum ein verstärkter Generalangriff auf die politischen und kulturellen Grundlagen der europäischen Zivilisation sichtbar geworden, analysiert Wunder im Hinblick auf anarchistisch motivierte Gewalt in Nord- und Südamerika, Klimaproteste oder die Demonstrationen in Polen gegen das Verbot der Abtreibung.

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.die-tagespost.de/politik/wirtschaft/es-geht-um-die-seele-europas;art314,215692

HIER geht es zum RENOVATIO-Institut: https://renovatio.org/


Parteiloser Parlamentarier Kamann ist den Liberal-Konservativen Reformern beigetreten

Der parteilose Parlamentarier Uwe Kamann (siehe Foto) ist den Liberal-Konservativen Reformern (LKR) beigetreten. Die LKR ist damit die achte Partei, die aktuell mit einem Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten ist.

Die Entscheidung, sich der LKR anzuschließen, begründet Kamann mit dem klaren liberal-konservativen Profil:

„Ich bin der festen Überzeugung, dass in der deutschen Politik ein konservativ-wirtschaftsliberales Politikangebot dringender denn je gebraucht wird. In diesen Feldern ist ein Vakuum entstanden, das keine der etablierten Parteien ausfüllt. Deshalb habe ich mich entschlossen, die LKR zu unterstützen.

Mit meinem Übertritt, ist die LKR jetzt auch im Bundestag vertreten und ich möchte damit ein Signal setzen und dabei helfen, die LKR in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Wir müssen die Parteienlandschaft aufbrechen, damit sich etwas bewegt. Sonst sind Mehrheiten ohne rote oder grüne Beteiligung nicht denkbar.“

Innerhalb der LKR wird Uwe Kamann das Thema wirtschaftliche Innovation vorantreiben.

Aus Sicht des LKR-Bundesvorsitzenden Jürgen Joost ist der Beitritt des bisher parteilosen Bundestagsabgeordneten ein Signal für die zunehmende Attraktivität und den politischen Anspruch der jungen Partei, die sich als „politischer Anker für das liberal-konservative Spektrum“ versteht.

Die LKR werde im Herbst nächsten Jahres flächendeckend zur Bundestagswahl  antreten:

„Unser  Angebot ist die Erneuerung der politischen Mitte. Wir wenden uns an alle bürgerlichen Wähler, die sich wegen der zunehmenden Mitte-Links-Orientierung von den Unionsparteien, wegen ihrer Inhaltsleere von der FDP und wegen der Zerrissenheit und fehlenden Abgrenzung nach Rechtsaußen von der AfD abwenden.

Dazu gibt es viele potentielle Nichtwähler, die alle anderen bisherigen politischen Angebote als maßlos enttäuschend empfinden.

Mit der Präsenz im Bundestag wird sich die LKR noch stärker als bisher in die Tagespolitik einmischen, jetzt auch vom Rednerpult des Deutschen Bundestages aus.“

 


Deutsche Katholiken in Südosteuropa: Als die Kirche in den Seelen erwachte…

Von Stefan P. Teppert

Viele Aufbruchsbewegungen prägten den deutschen Katholizismus der Zwischenkriegszeit in der Weimarer Republik. Das Einfache, Spontane und Naturgemäße wurde wiederentdeckt, die Kirche sollte nicht nur äußeres Gefüge sein, sondern Gemeinschaft stiften und „in den Seelen erwachen“ (nach einem bekannten Wort von Romano Guardini).

Viele dieser Anregungen von der Volksbildung über liturgische Erneuerung bis hin zur Jugendbewegung wurden auf die Deutschen in Südosteuropa übertragen.

Diesen Transfer, die Rezeption, die spezifischen Probleme in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie 1919 bis 1939 wollte eine Tagung am 27. Juli 2019 im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen aufzeigen und analysieren.

Dass eine Tagung aber keine Ergebnisse liefern, sondern nur Probebohrungen leisten und Gespräche anregen könne, gab ihr Organisator und Leiter Prof. Dr. Dr. Rainer Bendel (siehe Foto) gleich bei seiner Begrüßung der Teilnehmer zu bedenken.

Als Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft katholischer Vertriebenenorganisationen, Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der Universität Hohenheim und Vorsitzender des Instituts für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa hatte Bendel das Programm konzipiert und unter der Trägerschaft des St. Gerhardswerks Stuttgart, des Gerhardsforums München und des Vereins Haus der Donauschwaben in Sindelfingen ermöglicht.

Mit einem Rückblick auf die liturgische Bewegung in enger Verquickung mit der Jugendbewegung bot Bendel auch einen fundierten Einstieg in die Thematik, warf Fragestellungen auf, hob Strukturen und Perspektiven hervor, etwa zu Stellung und Selbstwahrnehmung der Kirche in der Gesellschaft und im politischen Umbruchsprozess sowie davon abhängige Richtungsansätze und Problemlösungsmodelle in den verschiedenen Ländern Südosteuropas.

Dass die Liturgie zum Auslöser für eine tiefgehende, aber auch heterogene Erneuerungsbewegung in der Kirche wurde, zeigen ihre beiden Protagonisten Ildefons Herwegen und Romano Guardini.

Bernhard Strehler und Klemens Neumann gewannen in Schlesien Bedeutung für den Ursprung des Quickborn mit seinem Abstinentenverein, seiner Begeisterung für das Singen, das Natur- und Volksverbundene.

Auch der Heimgarten in Neisse wurde zum Impulsgeber für die Jugendbewegung, zum Ideengeber und Träger für ein neues Volksbildungskonzept mit verändertem Gemeindeverständnis und dem neuen Selbstbewusstsein einer freien, sich in die Ordnung fügenden Persönlichkeit.

So bereitete der Rückgriff auf verschüttete kulturelle Traditionen einen Aufbruch der kritischen Gläubigkeit vor, der seine Vollendung im Zweiten Vatikanischen Konzil fand.

Bendel skizzierte die unterschiedlichen Auswirkungen dieser vom reichsdeutschen Katholizismus ausgehenden Erneuerung bei den noch weitgehend barock und durch den Volkstumskampf geprägten Katholiken Ungarns, der Sathmarer und Banater Schwaben in Rumänien sowie im jugoslawischen Banat und der Batschka.

Auf religiöse Aufbrüche im Jugoslawien der Zwischenkriegszeit konzentrierte sich im Anschluss Dr. Angela Ilić (siehe Foto) vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

In einer ersten, von 1918 bis 1929 währenden Phase, eingeleitet durch die Gründung des erträumten, aber letztlich enttäuschenden südslawischen Staates, herrschten starke Zentralisierungstendenzen aus Belgrad, die zur Proklamation der Königsdiktatur und der Auflösung des Nationalparlaments führten.

In dieser Phase mussten sich die Kirchen in Jugoslawien durch die nach dem Weltkrieg erfolgten Grenzziehungen komplett neu organisieren.

Während einerseits starke Magyarisierungsbestrebungen eine Entfremdung der Priester von ihren Gläubigen bewirkte, wurde die röm.-kath. Kirche andererseits zum wichtigen Akteur bei der Abwehr von Slawisierungstendenzen und der Erhaltung der Minderheitenidentitäten auf lokaler Ebene.

Die deutschsprachigen Protestanten suchten ebenfalls nationale Selbstbestimmung und gründeten ihr eigenes Seniorat, später ihre eigene Kirche im Königreich Jugoslawien mit Dr. Philipp Popp an der Spitze der Landessynode.

Zugleich gewann die serb.-orth. Kirche zahlenmäßig und territorial mehr Macht und Einfluss.

In der zweiten, von 1929 bis 1941 dauernden Phase wurden staatlicherseits kirchenfeindliche Verträge mit allen Religionsgemeinschaften angestrebt. Trotzdem gelang es den Kirchen, Freiräume zu wahren.

Die auf den Abschluss eines Konkordats der röm.-kath. Kirche in Serbien mit dem Vatikan erfolgende Krise zeigte jedoch deren eingeschränkte Handlungsspielräume. Die Nähe der Protestanten zum Nationalsozialismus suchten die Katholiken zu meiden.

Als Kriegsverlierer sei es für die Deutschen und Deutschsprachigen im südslawischen Staat allgemein schwierig gewesen. Man könne auch nicht, so Ilić abschließend, über echte Aufbrüche sprechen, sondern nur über regional sehr unterschiedliche Zeichen und Versuche dazu, weil die meiste Energie zur Erkämpfung und Bewahrung der Muttersprache und der Erhaltung der eigenen Identität zur Verfügung stehen musste.

„Ottokár Prohászka und die ungarische Politik“ war das Thema von Dr. Zoltán Tefner (siehe Foto), einem Mitglied der Jakob-Bleyer-Gemeinschaft in Budapest.

Tefner untersuchte, inwiefern und warum der 1858 in Neutra/Nyitra in der heutigen Slowakei in eine mährisch-deutsche Beamtenfamilie geborene katholische Geistliche Prohászka zum Politiker werden konnte, obwohl er für diese Beschäftigung weder Lust noch Berufung verspürte, weil der Staat mit seinen irreligiösen Machtinteressen den Intentionen der Religion widerspricht.

Triebfeder Prohászkas war einerseits die patriotische Idee von Ungarn als unabhängiger, von Österreich getrennter Nationalstaat, andererseits die sozialpolitische Berufung des Katholizismus, wie sie durch Papst Leo XIII. verkündet worden war. Weitere Beweggründe waren sein Antijudaismus und Antimilitarismus. Er wollte das Christentum im Sinne der Freiheit, des Fortschritts und des Sozialismus voranbringen, gewissermaßen eine Synthesen mit diesen Weltanschauungen herstellen.

Sein Leben lang quälte ihn der Argwohn, dass er infolge seiner amtlichen Pflichten charakterlos werden könnte, zugleich wusste er aber auch, dass sich ein Charakter nur im weltnahen Leben ausbildet. Entsetzt von den Gräueln des Ersten Weltkriegs, begrüßte er danach das soziale Programm der Károlyi-Regierung vor allem mit ihrer Bodenverteilung.

Größte Sorgen bereitete Prohászka die seelische und administrative Verstümmelung des ungarischen Christentums durch die Pariser Friedensschlüsse. Mit Ekel und Passivität beobachtete der 1905 zum Bischof ernannte Pazifist von seiner Residenz in Székesfehérvár das Treiben des terroristischen Regimes unter dem Kommunisten Béla Kun, um sich dann der Regierung von Reichsverweser Miklós Horthy anzudienen.

Prohászka wurde Abgeordneter in der Nationalversammlung, setzte sich in Reden für die Kriegsgefangenen und die unteren sozialen Schichten, für ein modernes christliches Ungarn ein, lehnte es aber ab, zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden oder sich auf Parteikämpfe und Machtstreit einzulassen. Im parlamentarischen Leben sind seine Hoffnungen nicht in Erfüllung gegangen. Desillusioniert von den mentalen und moralischen Schwächen des politischen Lebens zog er sich zurück und widmete sich fortan bis zu seinem Tod 1927 überwiegend rein religiösen Inhalten.

Als neuer Vorsitzender des Vereins Haus der Donauschwaben kam Raimund Haser (siehe Foto) zwischen zwei anderen Terminen vorbei, um ein Grußwort zu sprechen. Haser ist nicht nur Mitglied des 16. Landtags von Baden-Württemberg, sondern auch Präsidiumsmitglied im BdV auf Bundes- und Vorstandsmitglied auf Landesebene.

In der CDU-Landtagsfraktion fungiert er als Sprecher für die Angelegenheiten der Vertriebenen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Stiftungsrates des Naturschutzfonds Baden-Württemberg und der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes.

In seiner Ansprache plädierte Haser dafür, dass Heimat zwar Identität ermöglichen müsse, aber niemals zur Ausgrenzung des Anderen führen dürfe. Die Bereitschaft, unter einem großen Dach zusammenzugehören, sei genau das, was wir heute in Europa brauchen.

Haser versprach, gut auf das Haus der Donauschwaben aufzupassen, bedankte sich beim seit Monaten ohne Geschäftsführerin auskommenden Restteam für das opferbereite Engagement zur Aufrechterhaltung des Programms und lud die Gäste ein, die Veranstaltungen im Hause auch künftig zu besuchen.

Der Musikhistoriker Dr. Franz Metz (siehe Foto), Geschäftsführer des Gerhardsforums in München, sprach über Kirchenmusik und Chorgesang der Donauschwaben in der Zwischenkriegszeit, der letzten Entwicklungsstufe in ihrer 300jährigen Ansiedlungsgeschichte.

In dieser Epoche gab es zahlreiche Fortschritte und Höhepunkte, beispielsweise die Gründung des Banater Deutschen Sängerbundes 1922 in Perjamosch, zu dessen Zwecken „edle Geselligkeit“ und „vaterländische Gesinnung“ gehörten, auf dessen Fahne „Lied, Volk, Heimat“ zu lesen war, der aber fern der Politik stehen wollte.

Diesem Sängerbund waren 1925 schon 67 deutsche Gesangvereine des Banats beigetreten, man beteiligte sich bei der 200-Jahr-Feier der Ansiedlung 1923, beim Zehnten Allgemeinen Deutschen Sängerfest in Wien 1928, ein Jahr später in Frankfurt a. M.

Metz stellte dann eine Reihe von Musikerpersönlichkeiten vor, darunter den Musikprofessor Hans Eck aus Komlosch (1899-1965), auf den ein Gesangbuch mit dazugehörigem Orgelbuch zurückgeht, das in der Temeswarer Diözese heute noch benutzt wird.

Stefan Ochaba aus Brünn (1904-1948) kam 1924 nach Pantschowa und Werschetz, wo er als Kirchenmusiker, Chorleiter, Pädagoge und Komponist tätig war. Viele seiner Kompositionen, seine Noten- und Instrumentensammlung wurden durch die Partisanen Titos zerstört.

Der Kirchenmusiker, Dirigent und Karansebescher Bürgermeister Fritz Pauck (1886-1965) war auch Obmann des Banater Deutschen Sängerbundes, ihm wurde die päpstliche Auszeichnung „Pro ecclesia et Pontifice“ überreicht.

Für Bischof Augustin Pacha komponierte er ein „Ecce Sacerdos“. Ein letzter Versuch, für die Banater Kirchenmusik etwas zu tun, bevor die kirchliche Organisation unter dem Druck der kommunistischen Diktatur zusammenbrach, war die Veröffentlichung der „Katholischen Kantorlehre“ in Temeswar 1944 durch die Ordensschwester Dr. Hildegardis Wulff (1896-1961).

Der Referent konnte mit seinen Beispielen die Vernetzungen der Banater Kirchenmusik mit Entwicklungen im deutschen Sprachraum, die multiethnische Zusammensetzung der Chöre sowie die Stimmungsänderung während des Dritten Reichs und der kommunistischen Diktatur veranschaulichen.

Zuletzt widmete sich Tobias Schmidt (siehe Foto), ein Kirchenmusiker in Ulm, der in Rottenburg studiert und an seiner Masterarbeit schreibt, zwei Temeswarer Persönlichkeiten im Umbruch der Zeit: den Domkapellmeistern Desiderius Jarosy und Desiderius Braun. Jarosy, 1882 in Lenauheim geboren, war von Kindheit an mit Kirchenmusik und dem kirchlichen Leben vertraut.

Zunächst Lateinschüler am Piaristengymnasium in Pécs, absolvierte er das Szegediner Gymnasium und das Temeswarer Priesterseminar, wurde 1905 zum Priester geweiht, nach Budapest versetzt. 1906 wurde er Domkapellmeister in Temeswar und Chorleiter des Temeswarer Philharmonischen Vereins.

1910-14 lehrte Jarosy an der Budapester Musikhochschule und war Musikprofessor an der Deutschen Lehrerbildungsgesellschaft. 1914 übernahm er das Direktorat der Temeswarer Druckerei und war Schriftleiter und Herausgeber der Banater Musikzeitung. Jarosy, von dem das Diktum stammt, dass von einer eigenständigen Banater Musikkultur keine Rede sein könne, tat zugleich unglaublich viel, um eine solche zu etablieren.

1914 wurde er mit dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens ausgezeichnet und 1925 zum Päpstlichen Kämmerer ernannt. Er starb 1932 in Erlau und ist auf dem Lenauheimer Friedhof bestattet. Am Temeswarer Dom erinnert eine Gedenktafel an ihn.

Von seinem Nachfolger als Domkapellmeister (1927-40) Desiderius Braun stammt die Biografie „Leben und Wirken des Desiderius Jarosy“. 1927-31 hatten beide das Amt gemeinsam versehen. Von Braun stammt auch der erste Band der Banater Musikgeschichte (1937), deren zweiten Band er nicht mehr vollenden konnte. Er starb 1940. Zu seinem Gedenken wurde auf der Empore des Temeswarer Doms eine Tafel angebracht.

Prof. Bendel kennzeichnete diese beiden Beispiele für das kirchenmusikalische Wirken in Temeswar als ungarisch fühlend, aber ethnisch deutsch und verglich sie mit dem deutschstämmigen Komponisten Ferenc Erkel (1810-1893), dem Vater der immer noch viel aufgeführten ungarischen „grand opera“ und dem Schöpfer der ungarischen Nationalhymne.

Fotos: Stefan P. Teppert

 


Kath. Gelehrter Weigel aus USA sprach über die „Erneuerung der Kirche“

Prof. George Weigel (siehe Foto) kam erstmals nach Deutschland und hielt einen Vortrag über die Lage der Kirche und sein Buch „Die Erneuerung der Kirche“ am Mittwoch, 26. Juni 2019, in der Allerheiligen-Gemeinde in München:

Trotz ungewöhnlich hoher Außentemperaturen kamen die Besucher teils von weither angereist, um den renommierten Theologien und Publizisten George Weigel aus den USA zu hören; ihm wurden neben verschiedenen Orden inzwischen 19 Ehrendoktorwürden verliehen.

In seinem Referat ging er zunächst auf die Entwicklungen der Kirchengeschichte seit Papst Leo XIII. und auf den aktuellen Niedergang des Glaubens in der westlichen Welt ein.

In den USA gibt es allerdings schon  – namentlich von ihm in seinem Buch benannte  –  Pfarreien, die in vielen Jahren zu blühenden katholischen Gemeinden herangewachsen sind. Dort wird ein Katholizismus der Neuevangelisierung praktiziert, der weder lau noch relativistisch beeinflusst ist.

In der anschließenden Fragerunde nahm er auch zu seinem Offenen Brief an Kardinal Marx Stellung. Er verwies darauf, dass nur die gelebte Freundschaft mit unserem Herrn Jesus Christus zu einem authentischen Katholizismus führen kann und dass seines Erachtens der geplante „synodale Weg“ der deutschen Kirche nicht der richtige ist.

Das erwähnte Buch von Prof. Weigel erschien im MEDIA MARIA VERLAG: www.media-maria.de


Resolution des „Forum Deutscher Katholiken“ auf dem Kongreß FREUDE AM GLAUBEN

Wir fordern eine „theozentrische Wende“

Die Situation der deutschen Ortskirche ist durch Verwirrung, Frustration und Spaltung charakterisiert. Kardinal Gerhard Ludwig Müller spricht von einer „kirchengeschichtlich einmaligen Krise“. 

Papst Benedikt XVI. em. geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. In seinem Brief über „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ stellt er fest, dass „in den 60er Jahren ein ungeheuerlicher Vorgang geschehen ist, wie es ihn in dieser Größenordnung in der Geschichte wohl kaum gegeben hat, in der die bisher geltenden Maßstäbe in Fragen Sexualität vollkommen weggebrochen sind und eine Normlosigkeit entstanden ist …“

Wir sehen einen Neuanfang im Glauben nur, wenn die Übel beim Namen genannt werden und die Fehlentwicklungen, die Gott aus dem Mittelpunkt des Denkens und Handelns gerückt und den Menschen an seine Stelle gesetzt haben (anthropologische Wende), korrigiert werden. Gott und die Verantwortung vor Ihm muss wieder im Mittelpunkt stehen.

Wir fordern eine „theozentrische Wende“. Denn ohne Gott gibt es keine Zukunft!

Den Ursachen, die zur heutigen Situation geführt haben, will die Mehrheit der deutschen Bischöfe nicht nachgehen. Stattdessen werden die Weichen zu einem „synodalen Weg“ gestellt, welcher die bekannten Fragen (Zölibat, Frauenpriestertum, Sexualmoral, Homosexualität) thematisiert. Diese sind universalkirchlicher Natur. Sie verzögern nur Schritte der Erneuerung im Glauben.

BILD: Bischof Voderholzer (Regensburg) bei einer Predigt

Einen deutschen Sonderweg, der von der Universalkirche wegführt, lehnen wir strikt ab!

Die wahren Reformer in der Kirche haben die Forderungen des Evangeliums und den Glauben der Kirche immer wieder zum Leuchten gebracht. Sie sind unsere Vorbilder.

Einen Weg, der aus der Krise herausführt, hat Bischof Rudolf Voderholzer in Erinnerung gebracht:

„Erneuerung der Kirche ist nicht von einer Anpassung an Zeitgeist diktierte Vorstellung oder durch Verbilligung der biblischen Botschaft zu erwarten.

Die Geschichte zeigt, dass wahre Erneuerung immer aus einem tieferen Gehorsam gegenüber der Botschaft des Evangeliums … aus einer verstärkten Bemühung um Katechese und Verkündigung, sowie aus einer radikalen Christusnachfolge erwachsen sind.“

Wir stimmen diesem Weg der Erneuerung ausdrücklich zu und bitten alle Katholiken, ihn mitzugehen.


Zu „Maria 2.0“: Katholische Kirche sollte sich nicht dem Protestantismus anpassen

Von Bruno Machinek

Kirchenkritiker berufen sich gern auf das Zweite Vatikanische Konzil. Aber niemand kann einem bei Nachfrage sagen, gegen welche Konzilsbeschlüsse die „Amtskirche“ angeblich fortwährend verstößt.

Von einer Abschaffung des Zölibats oder der Einführung des Frauenpriestertums ist in den Beschlüssen natürlich nirgends die Rede. Dafür viel von Aufbruch und Glaubenserneuerung.

Für ausgesprochen perfide halte ich die Vermischung der Missbrauchskandale mit der Forderung nach Abschaffung des „Zwangszölibats“ durch die Aktivisten von „Maria 2.0“.

BILD: Bruno Machinek ist Autor eines ausgezeichneten Buches über Naturwissenschaft und Glaube: „Ohne Gott geht gar nichts“ (14,80 €, bei uns portofreie Lieferung).

Und was konkret mit einer zu verändernden Sexualmoral gemeint ist, kann man auch nur vermuten. Die Abschaffung des 6. und 9. Gebots doch sicherlich nicht.

Die katholische Kirche sollte all das nicht anstreben, was im Protestantismus seit langem Usus ist, den Mitgliederschwund aber nicht aufhalten konnte.

Nicht Anpassung an den kurzlebigen Zeitgeist macht die Kirche attraktiv und zukunftsfähig, sondern die von ihr ausgehende Spiritualität und die mutige Verkündigung ihrer einzigartigen Botschaft.

Eine von Zwist und Zweifeln geplagte Kirche ist jedenfalls keine Option für die große Anzahl spirituell Suchender. Mit den bekannten Folgen. Ob das die streikenden Frauen und deren Unterstützer in den vier betroffenen Bistümern wohl auch bedacht haben?