GOTT gab den Menschen Einsicht, Erkenntnis und ein „Herz zum Denken“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sir 17,1-4.6-15:

Der HERR hat die Menschen aus Erde erschaffen und lässt sie wieder zu ihr zurückkehren.
Gezählte Tage und eine bestimmte Zeit wies er ihnen zu und gab ihnen Macht über alles auf der Erde.
Ihm selbst ähnlich hat die Menschen mit Kraft bekleidet und sie nach seinem Abbild erschaffen.
Auf alle Wesen legte ER die Furcht vor ihnen, über Tiere und Vögel sollten sie herrschen.
ER bildete ihnen Mund und Zunge, Auge und Ohr, und ein Herz zum Denken gab ER ihnen.
Mit kluger Einsicht erfüllte ER sie und lehrte sie, Gutes und Böses zu erkennen.
ER zeigte ihnen die Größe seiner Werke, um die Furcht vor ihm in ihr Herz zu pflanzen.
Sie sollten für immer seine Wunder rühmen und seinen heiligen Namen loben.
ER hat ihnen Weisheit geschenkt und ihnen das lebenspendende Gesetz gegeben. Einen ewigen Bund hat er mit ihnen geschlossen und ihnen seine Gebote mitgeteilt. Ihre Augen sahen seine machtvolle Herrlichkeit, ihr Ohr vernahm seine gewaltige Stimme.
ER sprach zu ihnen: Hütet euch vor allem Unrecht! –  ER schrieb ihnen ihr Verhalten gegenüber dem Nächsten vor. Ihre Wege liegen allezeit offen vor ihm, sie sind nicht verborgen vor seinen Augen.

Lobgesang auf die Erschaffung des Menschen

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 8,4-5.6-7.8-9.

Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Hände,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

 


„Wir können Gott mit unserer Vernunft an den Werken der Schöpfung erkennen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 1,16-25:

Brüder! Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben. 1526 - Pelz

Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart.

Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.

Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren.

Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen.
Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.