Die weise Bitte des Königs Salomo

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kön 3,5.7-12:

In jenen Tagen erschien der HERR dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll.
Und Salomo sprach:

HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll.

Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann.

Verleih daher deinem Knecht ein hörendes, verständiges Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?

Es gefiel dem Ewigen, dass Salomo diese Bitte aussprach.

Daher antwortete ihm Gott:

Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht.

 


Der Prophet Jeremia – erwählt von Gott, „noch ehe ich dich im Mutterleib formte“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 1,1.4-10:

Die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, aus der Priesterschaft zu Anatot im Land Benjamin:
Das Wort des HERRN erging an mich: images (2)
Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.
Da sagte ich: Ach, mein Gott und HERR, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.
Aber der HERR erwiderte mir: Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.
Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten –  Spruch des HERRN.
Dann streckte der HERR seine Hand aus, berührte meinen Mund und sagte zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund. Sieh her! Am heutigen Tag setze ich dich über Völker und Reiche; du sollst ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen, aufbauen und einpflanzen.

 


Hl. Paulus: „Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das ER einst erwählt hat“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 11,1-2a.11-12.25-29:

Brüder! Ich frage: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das ER einst erwählt hat. P1020947 - Kopie

Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, nur damit sie zu Fall kommen? Das sei ferne!  –  Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden – und das soll sie zum Nacheifern anspornen. Wenn aber schon ihr Versagen Reichtum für die Welt bedeutet und ihr Heil für die Heiden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben gelangt.                                                   

Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlasst, Brüder, sollt ihr dieses Geheimnis wissen: Verstockung liegt auf einem Teil Israels, bis die Vollzahl der Heiden das Heil erlangt haben; dann wird ganz Israel gerettet werden, wie es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, er wird alle Gottlosigkeit von Jakob entfernen.
Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, wenn ich ihre Sünden wegnehme.

Die Israeliten sind Feinde um des Evangeliums willen –  und das um euretwegen; von ihrer Erwählung her aber sind sie Freunde und von Gott geliebt  – und das um der Väter willen. Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.

 


Hl. Paulus: „Wer sich rühmen will, der rühme sich des HERRN“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kor 1,26-31:

Schaut doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. media-NTdG3gKCLTh-2

Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts scheint, um das, was etwas darstellt, zu überwinden, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.

Von IHM her seid ihr mit Christus Jesus verbunden, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des HERRN; so heißt es schon in der Schrift (AT).

 


Moses verpflichtet die Israeliten auf ihren Bundesschluß mit Gott und seinen Geboten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Dtn 26,16-19:

Moses sprach zum Volk: Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der HERR, dein Gott, diese Gesetze und die Rechtsvorschriften zu halten. Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele. media-358103-2

Heute hast du der Erklärung des HERRN zugestimmt. ER hat dir erklärt: ER will dein Gott werden, und du sollst auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören.

Und der HERR hat heute deiner Erklärung zugestimmt. Du hast ihm erklärt:

Du möchtest das Volk werden, das ihm persönlich gehört, wie ER es dir zugesagt hat. Du willst auf alle seine Gebote achten; ER soll dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben  –  zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde  –  und du möchtest ein Volk werden, das ihm, dem HERRN, deinem Gott, heilig ist, wie ER es zugesagt hat.


Der Prophet Jesaja bekennt: Der HERR hat mich schon im Mutterleib erwählt

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Jes 49,3.5-6:

ER sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.  ???????

Jetzt aber hat der HERR gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle.

So wurde ich in den Augen des HERRN erwählt und Gott war meine Stärke.

Und ER sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil reicht bis an das Ende der Erde.

Bild: Evita Gründler


„Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen“

Aus der heutigen Evangeliumslesung der kath. Kirche:  Joh 15,18-21:

Wenn die Welt euch haßt, dann wisst,                                                media-401265-2
daß sie mich schon vor euch gehaßt hat.
Wenn ihr von der Welt stammen würdet,
würde die Welt euch als das Ihrige lieben.
Aber weil ihr nicht von der Welt stammt,
sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe,
darum haßt euch die Welt.
 
Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe:
Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr.
Haben sie mich verfolgt,
werden sie auch euch verfolgen;
wenn sie sich an mein Wort halten,
werden sie sich auch an eurer Wort halten.
 
Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun;
denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.