Benedikt XVI. besorgt über „Verwirrung“

Benedikt XVI. sorgt sich laut seines Privatsekretärs Georg Gänswein über den Zustand der Kirche in Deutschland. Er nehme einen „Mangel an Einheit in nicht wenigen grundlegenden Aspekten des Glaubens“ wahr.

„Es ist überdeutlich, dass die Situation der katholischen Kirche in Deutschland heute von Spannungen und Verwirrungen geprägt ist“, sagte Erzbischof Gänswein.

Er fügte hinzu, es fehle bei deutschen Bischöfen an einer einheitlichen Haltung. Dies müsse „schnellstmöglich geklärt werden, um schwerwiegende Folgen für den Glauben und die Kirche in Deutschland abzuwenden“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2021-04-11/von-spannungen-und-verwirrungen-gepraegt-gaenswein-benedikt-xvi-besorgt-ueber-kirche-deutschland


Den Verlockungen des Nihilismus widerstehen

Aus einer Ansprache von Erzbischof Georg Gänswein über die christliche Resilienz, die innere seelische Widerstandskraft aus dem Glauben:

Angst ist in der Tiefe wohl nichts anderes als die elementare Furcht aller Kreatur vor dem Tod, mit existentiellen Fragen wie diesen: Was wird aus uns, was wird aus mir? Was ist der Tod, und was kommt danach?

Auch mich bewegen diese Fragen natürlich, je älter ich werde, immer mehr. Es sind die Fragen nach dem Ewigen Leben und dem Tod, die gewiss zum depositum fidei, das heißt zum Glaubensgut der Christenheit, gehören, seit wir begonnen haben, daran zu glauben, dass Jesus Christus durch seine Auferstehung aus dem Grab den Tod für immer überwunden hat.

Den Tod fürchte ich offen gestanden nicht, Bange wird mir aber etwas im Ausblick auf das Sterben. Das muss ich frei gestehen. Hier sieht man, dass ein gewisser Zweifel den Glauben auf Schritt und Tritt als treuer Zwilling begleitet.

Hier breche ich ab, um zu einem letzten, abschließenden Gedanken zu kommen. 

Oft wundere ich mich über die selbstverständliche existentielle Zuversicht, die aus Kirchenliedern aus der Zeit des 30-jährigen Krieges zu uns spricht, etwa von dem Jesuiten Friedrich von Spee (1591 – 1635) oder dem evangelischen Theologen Paul Gerhardt (1607-1667). 

Es war eine grausame Epoche, wo der Glaube an Christus unter den zerstrittenen Katholiken und Protestanten dennoch als das Allerselbstverständlichste der Welt erschien.

Heute hingegen sind wir immer wieder auf fast törichte Weise stolz, modern zu sein. Modern waren diese Menschen aber auch. Unser Zeitalter fing quasi mit ihnen an.

Folgende Zeilen eines Kirchenlieds von Georg Neumark gehen mir deshalb noch heute unter die Haut, der im Jahr 1641 gegen Ende dieses verheerenden Krieges dichtete:

„Was helfen uns die schweren Sorgen? / Was hilft uns unser Weh und Ach? /
Was hilft es, dass wir alle Morgen / Beseufzen unser Ungemach? /
Wir machen unser Kreuz und Leid / Nur größer durch die Traurigkeit.“

Quelle und vollständige Dokumentation der Rede hier: https://poschenker.wordpress.com/2021/03/27/erzbischof-georg-ganswein-in-der-sigmund-freud-universitat-in-wien/


Benedikt XVI. ist derzeit in Regensburg

Pressemitteilung des Bistums Regensburg:

Es ist ein überraschender Besuch am Krankenbett. Papst emeritus Benedikt XVI. flog heute Vormittag von Rom nach Bayern, um an der Seite seines schwer erkrankten 96-jährigen Bruders zu sein. Es ist vielleicht das letzte Mal, dass sich die beiden Brüder, Georg und Josef Ratzinger, in dieser Welt sehen. 

Das Bistum Regensburg bittet die Öffentlichkeit, diese zutiefst persönliche Begegnung in ihrem privaten Rahmen zu belassen. Sie ist ein Herzenswunsch der beiden hoch betagten Brüder und verträgt weder Fotos noch öffentliche Auftritte noch darüber hinausgehende Begegnungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür.

Alle Menschen, die ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen wollen, sind herzlich eingeladen, ein stilles Gebet für die beiden Brüder zu sprechen. Vergelt‘s Gott.

Der 93-jährige Papst emeritus landete am Donnerstag, dem 18. Juni, gegen 11:45 Uhr in München. Dort hieß ihn Bischof Rudolf Voderholzer herzlich willkommen und begleitete ihn auf der Weiterfahrt nach Regensburg. Der Papst emeritus wohnt im Priesterseminar des Bistums Regensburg. Das Datum seiner Rückreise steht noch nicht fest.

Benedikt XVI. reist in Begleitung seines Sekretärs, Erzbischof Georg Gänswein, seines Arztes, seines Pflegers und einer Ordensfrau. Benedikt XVI. traf die Entscheidung für die Reise zu seinem Bruder nach Regensburg kurzfristig, nachdem er sich mit Papst Franziskus beraten hatte.  

 


Ehelehre: Erzbischof Georg Gänswein stimmt Kardinal Gerhard Müller zu

In einem Interview mit der italienischen Zeitschrift „Chi“ erklärte Erzbischof Georg  Gänswein, Sekretär von Papst em. Benedikt und Präfekt des Päpstlichen Hauses, Franziskus werde die Lehrverkündigung seiner Amtsvorgänger fortsetzen.1_0_829978

Er hoffe, daß die Bischofssynode die kirchliche Einstellung gegenüber der Familie stärke: „Die Kirche muss den Mut haben, ihre Sicht zum Thema Ehe und Familie klar darzulegen.“

Zur Frage, ob geschieden „Wiederverheiratete“ zur Kommunion zugelassen werden dürften, antwortete Erzbischof Gänswein, daß damit die Unauflöslichkeit der Ehe auf dem Spiel steht: „Wer in einer neuen Lebenspartnerschaft lebt, widerspricht dem, was uns der HERR aufgezeigt hat.“  – Damit vertritt der Erzbischof in dieser Sache denselben Standpunkt wie Glaubenspräfekt Gerhard Müller und weitere Kardinäle (z.B. Burke, Pell, de Paolis, Brandmüller).

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/09/gänswein:_„franziskus_wird_linie_seiner_vorgänger_fortsetzen“/ted-829978


Papst Franziskus besuchte Papst em. Benedikt

An vergangenen Montag begab sich der Nachfolger zum Vorgänger, um ihm für die Weihnachtstage alles Gute und Gottes Segen zu wünschen. 1_0_758302

Wie Vatikansprecher Federico Lombardi bekannt gab, besuchte Papst Franziskus die Wohnung von Benedikt XVI. gegen 17 Uhr, wo er an der Tür empfangen wurde.

Nach einem gemeinsamen Gebet und etwa einer halben Stunde persönlichen Gesprächs wünschte der Papst auch der „Famiglia“ seines Vorgängers ein gesegnetes Fest, also den Memores Domini   –  den Ordensschwestern, die Benedikts Haushalt führen  –  und Erzbischof Georg Gänswein.

Quelle (Text/Foto): http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/24/papstbesuch_bei_seinem_vorg%C3%A4nger:_frohe_weihnachten%21/ted-758302

Erzbischof Georg Gänswein auf Platz 16 der „100 bestgekleideten Männer Deutschlands“ – Prälat Wilhelm Imkamp auf Platz 48

Das Männermagazin GQ hat jetzt zwei katholische Geistliche in seine Liste der hundert bestangezogenen Männer Deutschlands aufgenommen:

Foto: Herder-Verlag

Foto: Herder-Verlag

Auf Platz 16 kürte es den päpstlichen Privatsekretär Dr. Georg Gänswein (siehe Foto), den Papst Benedikt unlängst zum Erzbischof geweiht hat.  

Auf Platz 48 kommt Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, Direktor der Wallfahrtsstätte Maria Vesperbild im bayerischen Bistum Augsburg. Er wurde kürzlich in die Päpstliche Akademie für Theologie berufen.

Der 61-jährige Pilgerleiter ist stets im Priestertalar mit „römischem Kragen“ zu sehen. Er betrachtet die Auszeichnung auch als Ermutigung für Amtsbrüder „in Zivil“, mehr Wert auf geistliche Kleidung zu legen:

„Das bedeutet für mich, daß man auch in einem ausgesprochen nichtkirchlichen Milieu durch konsequente Zeichensetzung überzeugen kann und auch verstanden wird“,  sagte Prälat Imkamp zu seiner Aufnahme in die Liste der bestgekleideten deutschen Männer.

Gegenüber dem „Grenzland-Kurier“ vom 21. Februar erklärte er außerdem: „Wir brauchen Hirten, die sich zu ihrem Amt bekennen und durch die äußere Form hinter ihrem Amt zurücktreten.“