Medjugorje: Ortsbischof Peric bestreitet weiter die Echtheit der „Marienerscheinungen“

Ratko Perić, der Bischof des Bistums Mostar in Bosnien-Herzegowina, auf dessen Gebiet sich die Erscheinungsstätte Medjugorje befindet, verneint weiterhin die Echtheit der dortigen Erscheinungen, wie „katholisch.de“ (das Portal der Deutschen Bischofskonferenz) gestern meldete.

Laut einem Bericht der Diözese Mostar hat Bischof Peric dem polnischen Vatikan-Visitator Henryk Hoser in einem einstündigen  Gespräch mitgeteilt, daß er die Medjugorje-Botschaften  ebenso wie sein Amtsvorgänger Pavao Zanic nicht für glaubwürdig hält. An der Unterredung nahm auch der Apostolische Nuntius teil.

Peric betonte, daß die endgültige Entscheidung über die Echtheits-Frage beim Papst liege. 

Der emeritierte Erzbischof Hoser ist derzeit im Auftrag des Papstes mit der „pastoralen Begleitung der Pfarrei und der Pilger“ von Medjugorje beauftragt. Er hatte in der Vergangenheit angemerkt, daß aus seiner Sicht einige der allerersten Erscheinungen anerkannt werden könnten. 

Bischof Peric lehnt diese Auffassung weiter eindeutig ab. Er hält alle – sage und schreibe  – 47.000 Marienerscheinungen von Anfang an bis heute für nicht übernatürlich – einschließlich der anfänglichen Phänomene ab 24. Juni 1981. Ebenso wie sein Vorgänger Zanic verweigert er die Anerkennung von Medjugorje als Wallfahrtsort der Diözese Mostar.

Abschließend heißt es in dem Bericht auf „katholisch.de“: „Auch der Vatikan steht den angeblichen Erscheinungen skeptisch gegenüber.“  – Dies gilt vor allem für Papst Benedikt, der sich  mehrfach in Interviews kritisch über jene Ereignisse äußerte und sich hinter den jeweiligen Ortsbischof stellte.


Polnischer Erzbischof Hoser berichtet von Mafia-Machenschaften in Medjugorje

Papst Franziskus hat den polnischen Erzbischof Henryk Hoser bereits zweimal im Auftrag des Vatikan mit Untersuchungen in und um Medjugorje beauftragt.

Derzeit wirkt der Würdenträger als Papst-Gesandter in dieser weltweit bekannten Pfarrgemeinde in Bosnien-Herzegewina, in der schon seit Juni 1981 bis heute angeblich die Gottesmutter  – dort „Gospa“ genannt – erscheint, jahrzehntelang sogar täglich. Es wird von über 42.000 Phänomenen und Visionen berichtet.

Diözesan-Bischof Ratko Peric hat sich  – ebenso wie sein Amtsvorgänger Zanic  –  entschieden gegen diese „Privatoffenbarungen“ geäußert und das Kirchenvolk aufgefordert, nicht nach Medjugorje zu wallfahren. Kritische Äußerungen kamen auch von Papst Benedikt und von Kardinal Gerhard Müller.

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Laut aktuellen Berichten  – u. a. in italienischen Medien oder in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ – hat sich Erzbischof Hoser in einer Predigt jetzt überraschend über Mafia-Geschäften in Medjugorje geäußert.

Diverse Mafia-Kreise, vor allem die neopolitanische Camorra mischen sowohl bei der Organisation und Durchführung von Pilgerreisen wie im Hotelbetrieb mit. Auch der Verkauf von Souveniers (Andenken, Mitbringsel, Andachtsgegenstände) sei teilweise betroffen. Angesichts des riesigen Wallfahrtsbetriebs mit jährlich mehreren Millionen Besuchern dort könne sich die kriminelle Vereinigung damit ihre Taschen füllen. 

Wie „Die Presse“ weiter schreibt, unterhalte der einflussreiche Camorra-Clan Casalesi gute Beziehungen zu bosnischen Kriminellen.