Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Limburg: Der Laien-Rat “Nach-Tebartz-Kirche” -  kurz: NAK-Kommission  -  bedauerte die Entscheidung des Hamburger Verwaltungsgerichtes, das Verfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst (siehe Foto) gegen eine Geldzahlung einzustellen. “Auf diese Weise nimmt das Gericht den Befürwortern einer demokratischen Kirche ein wichtiges Argument zur Durchsetzung ihrer gerechten Ziele vermittels Absetzung des Limburger Noch-Bischofs. Wir bedauern die Entscheidung und hoffen, dass die Kommission der deutschen Bischofskonferenz weniger gnädig mit dem protzigen Lügen-Bischof umgehen wird.”   1_0_745851

Rom: Die Gemeinschaft Sex in Church (SIC) verteilte auf dem Petersplatz nach der Generalaudienz von Papst Franziskus Kondome in Arztneischachteln. Der Sprecher der Gruppe erklärte hierzu: „Das Kondom ist eine wirksame Medizin, um sich von der Sexualitätsfeindlichkeit der Kirche ohne negative Konsequenzen zu lösen.“ Im Schächtelchen beigelegt waren neben dem Kondom auch eine Anleitung für verschiede Sexualstellungen und der Adresse einer Sexualpartnervermittlungsseite, deren Logo auch auf der Schachtel abgedruckt war. Es bestehe jedoch kein Zusammenhang zwischen der Firma und der Gemeinschaft, beteuerte der Sprecher.

Vatikan: Unter progressiven Katholiken sorgte die Nachricht für Entsetzen, dass Papst Franziskus bei Erzbischof Müller gegessen habe. Ein solcher Schritt impliziere die Konspiration des Papstes mit der Glaubenskongregation, kritisierte Ludwig Horst, Sprecher des Kreises für Ungehorsam und Volksherrschaft in der Kirche (UVK). Dabei habe man sich so gefreut, in Franziskus endlich einen Papst zu haben, der die Glaubenskongregation genauso ablehne wie alle rechtschaffenen Katholiken.

Quelle und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/11/samstaglicher-newsticker_23.html

Foto: Radio Vatikan


Papst lernt bayerisch: “I ko nimma”

Clamormeuspress berichtet heute exclusiv aus dem Vatikan: Papst Franziskus nimmt bei Erzbischof Müller, dem Chef der Glaubenskongregation, bereits Bayerisch-Unterricht. 1_0_697102

Nach einem gemeinsamen Essen am letzten Montag in den Räumen von Erzbischof Müller soll er bereits ein paar Beweise seiner Sprachkenntnisse gebracht haben: “I ko nimma” soll er gesagt haben, als er zu viel Schnitzel und Kartoffelsalat gegessen hatte.

Ein guter Anfang – jetzt kann er dann bald die Bayernhymne einstudieren, die sich im neuen “Gotteslob” befinden wird….

Und die schleichende Bavarisierung des Vatikan schreitet voran: Wie der BR gestern meldete, wird der Weihnachtsbaum, der demnächst den Petersplatz zieren soll, diesmal aus Waldmünchen in Bayern geliefert. Die fleißigen Holzfäller haben die “Riesenfichte” bereits auf den Weg gebracht.

Im Vorfeld durften die Herren auch einen Rombesuch machen und wurden dort von Papa em. Benedikt begrüßt. Davon gibt’s in diesem Bericht ebenfalls ein schönes Foto.

Quelle: http://beiboot-petri.blogspot.de/2013/11/der-vatikan-fest-in-bayerischer-hand.html

Foto: Radio Vatikan


“Wir sind Kirche”: erneute Polemik gegen Erzbischof Müllers Klarstellungen zur Ehe

Die selbsternannte “Wir sind Kirche”-Initiative veröffentlichte am 13. November erneut eine Pressemitteilung gegen den Vatikan unter dem Titel “Das Gewissen ist die oberste Norm”.

Schon dieses Leitwort ist nur halbrichtig, denn das Gewissen eines ernsthaften Christen schwebt nicht im luftleeren Raum; es ist  keine willkürliche Instanz der Beliebigkeit, sondern orientiert sich an den Geboten Gottes und der Botschaft Christi.

Die erwähnte “reformkatholische” Gruppierung, die seit Jahrzehnten wesentliche kirchliche Lehren in Abrede stellt, befaßt sich in ihrer jüngsten Stellungnahme mit dem vatikanischen Glaubenspräfekten Gerhard L. Müller (siehe Foto) und seiner Forderung an Erzbischof Zollitsch, die “Freiburger Handreichung” zurückzunehmen.

In dieser Schrift hatte das diözesane Seelsorgeamt sich nicht an die katholische Lehre gehalten, wonach geschieden-Wiederverheiratete keineswegs zum Tisch des HERRN zugelassen sind; es wurden in der “Handreichung” sogar kirchlich-rituelle Feiern bzw. Quasi-Segenshandlungen für eine derartige Zivilehe vorgeschlagen.

Kurien-Erzbischof Müller bekräftigte daraufhin erneut den kirchlichen Standpunkt zur Unauflöslichkeit der Ehe und zur Sakramentenpastoral.

Diese Erklärung des obersten katholischen Glaubenshüters bezeichnet die sog.KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche” nunmehr schrill als “autoritäres Durchgreifen” und als “Relikt aus vorkonziliarer Zeit”.

Zudem heißt es dort: “Mit seiner unbarmherzigen und unpastoralen Haltung konterkariert Erzbischof Müller den Ruf des Papstes nach Barmherzigkeit.”  -  Die deutschen Bischöfe werden sodann aufgefordert, “sich nicht bevormunden lassen”. bischof

Der Versuch, Papst und Glaubenspräfekt gegeneinander auszuspielen, muß ins Leere laufen, zumal Erzbischof Müller in seiner Klarstellung auf die ausdrückliche Zustimmung von Franziskus verweisen kann.

Wenn der Papst auf Barmherzigkeit hinweist, geht es um Milde gegenüber bußfertigen Sündern, nicht um das Einschränken oder gar Infragestellen göttlicher Gebote und kirchlicher Sakramente (auch die Ehe ist ein Sakrament in der Kirche des HERRN). Es gilt also, Person und Sache zu unterscheiden!

In theologisch dümmlicher (Un-)Logik schreibt die modernistische Gruppierung außerdem:

“Wenn Erzbischof Müller meint, die Barmherzigkeit Gottes habe Grenzen, gibt er damit vor, das Handeln Gottes besser zu kennen als es Jesus, der Christus, uns in seiner befreienden Frohen Botschaft lehrt.”

Genau umgekehrt wird ein Schuh draus:

Gerade weil sich die katholische Kirche an die Botschaft des HERRN gebunden weiß, kann sie ihre eigene Ehe-Lehre nicht willkürlich gestalten bzw. nach Lust und Laune der Menschen bzw. eigener subjektiver Vorstellungen verkünden.

Keine Bedürfnis-, sondern eine Heilsanstalt!

Die katholische Kirche ist nun einmal keine Bedürfnisanstalt, sondern vielmehr eine gottgewollte Heilsanstalt, daher muß sie sich an Christi Botschaft von der Unauflöslichkeit der Ehe halten.

Jesu “befreiende Frohe Botschaft”, die so gerne von progressistischer Seite bemüht wird, stellt keineswegs den vielfach ersehnten Freibrief zum Sündigen aus, sondern sie dient dem Heil und dem Heilwerden umkehrwilliger Sünder. IMG_1468 - Kopie

Zudem läßt sich die Wir-sind-Kirche-Initiative dazu herab, den vatikanischen Glaubenspräfekten biblisch belehren zu wollen:

“Er übersieht auch, dass es im Neuen Testament und in der Geschichte der Kirche bis heute unterschiedliche Lehrmeinungen zur Ehe gegeben hat, die alle die grundsätzlich unauflösliche Liebe zweier Menschen nicht infrage stellen.”

Hier ist im zweiten Halbsatz weder von “Ehe” noch von “Liebe zwischen Mann und Frau” die Rede, sondern sehr verschwommen von der “Liebe zweier Menschen”, was immer das heißen mag.

Der erste Halbsatz erweist sich ohnehin als blühender Unsinn, denn im Neuen Testament und in der Geschichte der katholischen Kirche gibt es keineswegs “unterschiedliche Lehrmeinungen zur Ehe”, wenngleich Zeitgeistliche und verweltliche Christen sich das gerne herbeiwünschen.

Sodann läßt die Modernisten-Gruppe abschließend durchblicken, welches spezielle Bischofsverständnis sie sich angeeignet hat:

Als Nachfolger der Apostel sind die Bischöfe für die Menschen des Bistums verantwortlich; sie sind nicht Abteilungsleiter des Papstes und schon gar nicht Befehlsempfänger der Glaubenskongregation.”

Kommentar überflüssig.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

HINWEIS: Bereits im Oktober wurde Erzbischof Müller von “Wir sind Kirche” scharf kritisiert  -  siehe hier unsere Widerlegung der Vorwürfe: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/01/linkskatholische-initiative-wir-sind-kirche-kritisiert-erzbischof-gerhard-l-muller/

1. Foto: Bistum Regensburg


Papst Franziskus hat gestern außerplanmäßig Erzbischof Gerhard L. Müller empfangen

Papst Franziskus hat gestern überraschend Kurien-Erzbischof Gerhard Ludwig Müller empfangen; danach den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Papst Franziskus beschäftigt sich in diesen Tagen intensiv mit der Lage der Kirche in Deutschland. media-521118-2

Franziskus beschäftigt sich in diesen Tagen intensiv mit der Lage der Kirche in Deutschland. Am Samstagmorgen empfing er  den Präfekten der Glaubenskongregation in einer außerplanmäßigen Audienz; Müller ist ansonsten regelmäßig zu sog. Tabellenaudienzen beim Papst.

Im Anschluss sprach Franziskus mit dem neuen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic. Mit dessen Vorgänger Erzbischof Jean-Claude Périsset wird der Papst am Montagvormittag sprechen.

Unmittelbar danach ist eine Audienz für den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer angesetzt. Eterovic wird am kommenden Donnerstag in Deutschland eintreffen, um in Berlin die Nachfolge Périssets anzutreten, der dieses Amt seit Herbst 2007 innehatte.

Quellen: Radio Vatikan


Kardinal Reinhard Marx attackiert Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Chef der päpstlichen Glaubenskongregation, hat unlängst in der amtlichen Vatikanzeitung bekräftigt, daß das Sakrament der Ehe unauflöslich ist und geschieden-Wiederverheiratete daher nicht zum Tisch des HERRN zugelassen sind. AL-0007

Obwohl der römische Glaubenspräfekt und ehemalige Bischof von Regensburg mit diesen Klarstellungen die offizielle Position der katholischen Weltkirche vertritt, gibt es jetzt massiven Widerstand, allen voran von Erzbischof Reinhard Marx aus München.

Er widersprach Kurien-Erzbischof Müller (siehe Foto) zum Abschluß des Herbsttreffens der bayerischen Bischöfe in Prag und Freising in frontaler Weise: “Der Präfekt der Glaubenskongregation kann die Diskussion nicht beenden.” 

Zudem erklärte der Kardinal: “Wir werden erleben, dass das Thema in der ganzen Breite diskutiert wird.”  -  Dafür will er offenbar nicht zuletzt selber sorgen, wie seine harsche Äußerung vermuten läßt.

Kardinal Marx sprach nicht namens der “bayerischen Bischöfe”

Geradezu unverfroren erscheint der Affront auch deshalb, weil der irreführende Eindruck entstand, als habe der Kardinal im Namen der bayerischen Bischöfe gesprochen, obwohl deren gemeinsame Presse-Erklärung davon keine Zeile enthält (siehe hier: http://www.bistum-regensburg.de/250-erklaerung-der-freisinger-bischofskonferenz-herbstvollversammlung-der-bayerischen-bischoefe-in-prag-und-freising-vom-5-bis-7-november-2013

Spiegel-Online schrieb am gestrigen Donnerstag (7.11.) unter dem Titel “Kardinal Marx legt sich mit dem Vatikan an” Folgendes hierzu:

“Die bayerischen Bischöfe wollen eine breite Debatte über den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen. Sie gehen damit auf Distanz zum Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, zum ehemaligen Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller.” 

In Wirklichkeit hatten “die bayerischen Bischöfe” hierzu keinerlei Stellung bezogen.

Merkwürdig ist überdies die Äußerung des Münchner Erzbischofs zur Causa Tebartz-van Elst: “Ich würde mir wünschen, dass einige jetzt einmal den Mund halten.”

Beobachter fragen sich, warum diese Bemerkung gerade jetzt fällt, nachdem sich immer mehr Fürsprecher des Limburger Bischofs zu Wort melden, darunter der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Albert Schmid.

Zudem war es der Münchner Erzbischof, der seinem Limburger Amtskollegen bereits vor vielen Wochen öffentlich in den Rücken fiel und sich in herabsetzender, denkbar unbrüderlicher Weise über ihn ausgelassen hat. Warum hat Kardinal Marx statt unfairer Vorverurteilungen nicht selbst “einmal den Mund gehalten”?!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

BIBLISCHER HINWEIS zum Thema Unauflöslichkeit der Ehe:

Der Apostel Paulus schreibt in 1 Kor 7,10:
“Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der HERR, daß eine Frau sich nicht scheiden soll von ihrem Mann (wenn sie aber schon geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit ihrem Mann), und daß der Mann die Frau nicht entlassen soll.”

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg


Glaubenskongregation verlangt von US-Katholiken klare Distanz zu Medjugorje

Heutige Meldung von Radio Vatikan:

Der Vatikan hat von US-Katholiken eine Distanzierung von angeblichen Marien-erscheinungen in Medjugorje verlangt.

Laut einer Meldung des Pressedienstes CNA vom Mittwoch erinnerte der päpstliche Nuntius Carlo Viganò in einem Schreiben an die US-Bischofskonferenz daran, dass es sich nach dem Urteil der Glaubenskongregation bei den Erscheinungen in dem bosnischen Ort nicht um Erscheinungen oder übernatürliche Offenbarungen handle. 1_0_744292

„Daraus folgt, dass es Klerikern und Gläubigen nicht erlaubt ist, an Treffen, Konferenzen oder öffentlichen Feiern teilzunehmen, bei denen die Glaubwürdigkeit solcher ‘Erscheinungen’ als gegeben vorausgesetzt wird“, zitiert der Pressedienst aus dem Brief.

Vigano erklärt, er schreibe auf Bitten von Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, des Präfekten der Glaubenskongregation.

Anlass sei eine angekündigte Vortragsreise eines der angeblichen Seher von Medjugorje, Ivan Dragicevic, durch mehrere Kirchengemeinden in den USA. Während seiner Auftritte sei mit weiteren Erscheinungserlebnissen zu rechnen.

1991 formulierte die damalige Jugoslawische Bischofskonferenz Leitlinien zu dem Phänomen. Darin heißt es, es stehe nicht fest, dass die Vorgänge übernatürlich seien. Daraus ergebe sich, dass offizielle Wallfahrten nach Medjugorje nicht möglich seien.

Zugleich wird jedoch die Notwendigkeit der seelsorgerischen Betreuung der Pilger unterstrichen. Die Römische Glaubenskongregation hat diese Leitlinien bestätigt.

Hintergrund
Medjugorje ist ein kirchlich nicht anerkannter Marienwallfahrtsort in Bosnien-Herzegowina. Dort soll es seit dem 24. Juni 1981 zu Marienerscheinungen gekommen sein. Sechs Kinder berichteten damals, die Gottesmutter habe sich ihnen gezeigt, während sie Schafe hüteten.

Die Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen Seherinnen und Seher mit großer Häufigkeit weiter an. Sie sind verbunden mit präzisen Aussagen der „Gospa“ (Herrin) zu kirchlichen und sonstigen Themen. Jedes Jahr pilgern hunderttausende Menschen nach Medjugorje, unter ihnen viele Kranke und Heilsuchende.

Um die Pilgerseelsorge hat es immer wieder Kompetenzstreit zwischen Franziskanern, ehem. Franziskanern, charismatischen Gruppen und dem Ortsbischof gegeben. Der Franziskanerorden, der Ortsbischof und der Vatikan haben wiederholt versucht, mit Disziplinarmaßnahmen ordnend einzugreifen.

Meldung, Hintergrund-Text und Foto stammen von der Radio-Vatikan-Webseite: http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/07/usa_vatikan:_auf_distanz_zu_medjugorje/ted-744292

Siehe zudem unser Bericht von gestern mit dem dokumentierten Nuntius-Schreiben: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/06/kritische-auserung-aus-der-romischen-glaubenskongregation-zu-medjugorje/

 

Linkskatholische Initiative “Wir sind Kirche” kritisiert Erzbischof Gerhard L. Müller

Streit um Unauflöslichkeit der Ehe und Sakramentenpastoral

Nachdem der vatikanische Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller die Lehre der Kirche zur Unauflöslichkeit der Ehe erneut bekräftigt hat, fühlt sich die sog. “Kirchenvolksbewegung” auf den Plan gerufen.

Diese reformkatholische Bewegung “Wir sind Kirche” nimmt Anstoß daran, daß Erzbischof Müller die herkömmliche kirchliche Position bestätigte, wonach geschieden-Wiederverheiratete nicht zum Tisch des HERRN zugelassen sind. 

Die linkskirchliche Initiative veröffentlichte daher am 24. Oktober eine Pressemitteilung, wonach sie es für “sehr problematisch” halte, daß der Präfekt der Glaubenskongregation “den Ausschluß von nach Scheidung Wiederverheirateten vom Empfang der Sakramente bekräftigt” habe, obwohl Papst Franziskus dieses Thema auf die Tagesordnung der Außerordentlichen Bischofssynode zur Familienpastoral im Oktober 2014 gesetzt” habe. IMG_1468 - Kopie

Offenbar meint die Aktion “Wir sind Kirche” ernsthaft, Erzbischof Müller solle oder dürfe sich als oberster Glaubenshüter der katholischen Weltkirche zu einem derart grundlegenden, seit Jahrzehnten kontrovers diskutierten Thema allein schon deshalb nicht äußern, weil dieses sich auf einer Bischofsynode im Herbst nächsten Jahres auf der Tagesordnung befindet.

Wenn die Initiative dies kurioserweise tatsächlich als “Schweigegrund” betrachtet, weshalb äußert sie sich selber ständig hierzu?  – Warum verpaßt sie sich nicht konsequent selbst einen Maulkorb?

Sollte der Chef der Glaubenskongregation etwa weniger “Mitspracherecht” in der katholischen Kirche haben als eine selbsternannte “Wir sind Kirche”-Gruppierung?!

Der Ton der Pressemitteilung läßt auch sonst zu wünschen übrig, vom Inhalt ganz zu schweigen; so heißt es eingangs:

“Erzbischof Müller sollte in Sachen Ehepastoral nicht versuchen, mit brüchigen Argumenten, die sich auf Dauer nicht halten lassen, die innerkirchliche Meinungsführerschaft an sich zu reißen.

Die “innerkirchliche Meinungsführerschaft” scheint wohl ein Exklusivanspruch ausgerechnet dieser Initiative zu sein?

Sodann wird ebenso vorlaut wie unsinnig behauptet: Erzbischof Müllers “Grundpositionen einer göttlichen „sakramentalen Ordnung“ widersprechen dem viel differenzierteren Zeugnis der Schrift.”

Es zeugt von reichlich dreister Mentalität, ausgerechnet die Heilige Schrift mit ihrer unmißverständlichen Ehe-Verkündigung in Anspruch nehmen zu wollen, um eigene Abweichungen vom biblischen Standpunkt zu “begründen”.

Zudem wird dem römischen Glaubenspräfekten vorgehalten, er ignoriere “Entwicklungen und Brüche, die das katholische Eheverständnis im Laufe der langen Kirchengeschichte erfahren hat.”

“Wir sind Kirche” belieben zu träumen: Die katholische Kirche hat an ihrem “Eheverständnis” seit zweitausend Jahren keinerlei “Brüche” erfahren  – eben deshalb erfolgt  doch ständig das Gejammer modernistischer Kreise.

Gäbe es “Entwicklungen” oder gar “Brüche” (in welchem Jahrhundert bittschön?!), dann wäre für diese Ehe-Auflöser längst alles in Butter.

Die nächstfolgende Aussage ist ähnlich unverfroren: “Auch eine Unfehlbarkeitsideologie kann sich nicht unbekümmert über die ursprüngliche christliche Botschaft hinwegsetzen.”

Wie bitte?  -  Wenn der Glaubenspräfekt sich eindeutig zur Unauflöslichkeit und Sakramentalität der Ehe bekennt, dann widerspricht er angeblich der “ursprünglichen christlichen Botschaft”?

Hat die Initiative “Wir sind Kirche” evtl. bereits eine eigene Bibel zusammengebastelt, die ihre Zeitgeistwünsche reihenweise absegnet?

Andere Modernistengruppen sind in der Regel immerhin aufrichtig und räumen ein, daß ihre Thesen der Heiligen Schrift widersprechen, wobei freilich gerne drauflosfabuliert wird, biblische Inhalte seien angeblich zeitbedingt, kulturell beeinflußt etc.

Demgegenüber ist es eine bewußte und listige Dialektik dieser “Kirchenvolksbegehrer”, ihren abständigen Forderungen ein biblisches Mäntelchen umzuhängen, um ihnen einen scheinheilig-frommen Anstrich zu verpassen. Ehrliche Argumentation sieht anders aus!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto v. Erzbischof Müller: Bischöfl. Presseamt Regensburg


Glaubenspräfekt Müller kritisiert “Medien-kampagne” gegen den Limburger Bischof

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erneut den Rücken gestärkt. Der ranghohe Kurien-Erzbischof amtierte bis Sommer 2012 als Oberhirte von Regensburg.AL-0020

Während einer heiligen Messe in der römischen Kirche “Campo Santo Teutonico” erklärte der Glaubenspräfekt am Freitagabend, daß es sich bei den Attacken gegen den Limburger Bischof um eine “Medienkampagne” und um “Lügen von Journalisten” handle.

Er verwies auf die Verantwortung von Ordinariatsmitarbeitern betreff der hohen Baukosten des “Diözesanen Zentrums” in Limburg.

Erzbischof Müller hatte sich bereits Mitte September in einem von der “Tagespost” veröffentlichten Interview hinter Tebartz van Elst gestellt.

Auf die Frage, was Rom von der Limburger Bistumsleitung erwarte, antwortete der Glaubenspräfekt:

“Um es gleich zu sagen: Die Leitung eines Bistums ist gemäß der sakramentalen Verfassung der Kirche dem geweihten und mit dem Papst in Gemeinschaft stehenden Bischof aufgetragen. Wer die Aussagen des II. Vatikanischen Konzils über das Bischofsamt nicht kennt oder das Hirtenamt wie ein politisches Amt missversteht, ist fehl am Platz.

Das Domkapitel ist eine Gruppe von Priestern aus dem Presbyterium einer Diözese, die dem Bischof mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Bischof zu kontrollieren, sondern ihn zu unterstützen. Der hierarchische Obere eines Bischofs ist allein der Papst und nicht etwa, wie in den Medien kolportiert, der Vorsitzende einer Bischofskonferenz.”

HINWEIS: Hier geht es zu kritischen Gedanken von Alexander Schönburg über das Kesseltreiben gegen den Limburger Bischof : http://onalexandersmind.blogspot.de/?m=1

HIER folgt ein aufschlußreicher Artikel des Kulturchefs der Tageszeitung DIE WELT: http://www.welt.de/politik/deutschland/article120851635/Von-wegen-Protz-Bauten-in-Limburg-sind-exzellent.html

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg


Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller
Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre

 Zeugnis für die Macht der Gnade

Die Diskussion über die Problematik der Gläubigen, die nach einer Scheidung eine neue zivile Verbindung eingegangen sind, ist nicht neu. Von der Kirche wurde sie immer mit großem Ernst und in helfender Absicht für die betroffenen Menschen geführt. Denn die Ehe ist ein besonders tief in die persönlichen, sozialen und geschichtlichen Gegebenheiten eines Menschen hinabreichendes Sakrament.

Aufgrund der zunehmenden Zahl der Betroffenen in Ländern alter christlicher Tradition handelt es sich um ein pastorales Problem von großer Tragweite. Heute fragen sich durchaus gläubige Menschen ernsthaft: Kann die Kirche die wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen nicht unter bestimmten Bedingungen zu den Sakramenten zulassen? Sind ihr in dieser Angelegenheit für immer die Hände gebunden? Haben die Theologen wirklich schon alle diesbezügliche Implikationen und Konsequenzen frei gelegt?

Diese Fragen müssen im Einklang mit der katholischen Lehre über die Ehe erörtert werden. Eine verantwortungsvolle Pastoral setzt eine Theologie voraus, die sich „dem sich offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft und seiner Offenbarung willig zustimmt“ (II. Vatikanisches Konzil, Konstitution Dei Verbum, Nr. 5).

Um die authentische Lehre der Kirche verständlich zu machen, müssen wir vom Wort Gottes ausgehen, das in der Heiligen Schrift enthalten, in der kirchlichen Tradition ausgelegt und vom Lehramt verbindlich interpretiert wird.

Das Zeugnis der Heiligen Schrift

Es ist nicht unproblematisch, unsere Frage unvermittelt in das Alte Testament hineinzutragen, weil damals die Ehe noch nicht als Sakrament betrachtet wurde. Das Wort Gottes im Alten Bund ist aber insofern für uns von Bedeutung, als Jesus in dieser Tradition steht und von ihr her argumentiert. 

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Im Dekalog steht das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen!“ (Ex 20,14), an anderer Stelle wird eine Ehescheidung aber als möglich angesehen. Mose bestimmt nach Dtn 24,1-4, dass ein Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde ausstellen und sie aus seinem Haus entlassen kann, wenn sie nicht mehr sein Wohlgefallen findet. Im Anschluss daran können Mann und Frau eine neue Ehe eingehen.

Neben dem Zugeständnis der Scheidung findet sich im Alten Testament aber auch ein gewisses Unbehagen gegenüber dieser Praxis. Wie das Ideal der Monogamie, so ist auch das Ideal der Unauflöslichkeit in dem Vergleich enthalten, den die Propheten zwischen dem Bund Jahwes mit Israel und dem Ehebund anstellen.

Der Prophet Maleachi bringt dies deutlich zum Ausdruck: „Handle nicht treulos an der Frau deiner Jugend…, mit der du einen Bund geschlossen hast“ (Mal 2,14-15).

Vor allem Kontroversen mit den Pharisäern waren für Jesus Anlass, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Er distanzierte sich ausdrücklich von der alttestamentlichen Scheidungspraxis, die Mose gestattet hatte, weil die Menschen „so hartherzig“ waren, und verwies auf den ursprünglichen Willen Gottes:

„Am Anfang der Schöpfung… hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mk 10,5-9; vgl. Mt 19,4-9; Lk 16,18).

Die katholische Kirche hat sich in Lehre und Praxis stets auf diese Worte Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe bezogen. Das Band, das die beiden Ehepartner innerlich miteinander verbindet, ist von Gott selbst gestiftet. Es bezeichnet eine Wirklichkeit, die von Gott kommt und deshalb nicht mehr in der Verfügung der Menschen steht.

Heute meinen einige Exegeten, diese Herrenworte seien schon in apostolischer Zeit mit einer gewissen Flexibilität angewandt worden: und zwar bei porneia/Unzucht (vgl. Mt 5,32; 19,9) und im Fall der Trennung zwischen einem christlichen und einem nicht christlichen Partner (vgl. 1 Kor 7,12-15). kleines-rituale

Die Unzuchtsklauseln wurden freilich in der Exegese von Anfang an kontrovers diskutiert. Viele sind der Überzeugung, dass es sich dabei nicht um Ausnahmen von der Unauflöslichkeit der Ehe, sondern um ungültige eheliche Verbindungen handle. Jedenfalls kann die Kirche ihre Lehre und Praxis nicht auf umstrittene exegetische Hypothesen aufbauen. Sie muss sich an die klare Lehre Christi halten.

Paulus verkündet das Verbot der Scheidung als ausdrücklichen Willen Christi: „Den Verheirateten gebiete nicht ich, sondern der Herr: Die Frau soll sich vom Mann nicht trennen – wenn sie sich aber trennt, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich wieder mit dem Mann –, und der Mann darf die Frau nicht verstoßen“ (1 Kor 7,10-11).

Zugleich lässt er auf Grund eigener Autorität zu, dass sich ein Nichtchrist von seinem christlich gewordenen Partner trennen kann. In diesem Fall ist der Christ „nicht gebunden“, unverheiratet zu bleiben (1 Kor 7,12-16).

Ausgehend von dieser Stelle erkannte die Kirche, dass nur die Ehe zwischen einem getauften Mann und einer getauften Frau  Sakrament im eigentlichen Sinn ist und nur für diese die unbedingte Unauflöslichkeit gilt. Die Ehe von Ungetauften ist zwar auf die Unauflöslichkeit hingeordnet, kann aber unter Umständen – eines höheren Gutes wegen – aufgelöst werden (Privilegium Paulinum).

Es handelt sich hier also nicht um eine Ausnahme vom Herrenwort. Die Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe, der Ehe im Raum des Christusmysteriums, bleibt gewahrt.

Von großer Bedeutung für die biblische Grundlegung des sakramentalen Eheverständnisses ist der Epheserbrief, in dem es heißt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (Eph 5,25).

Und etwas weiter schreibt der Apostel: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5,31-32).120505416_B_Judy und Mike in der Kirche

Die christliche Ehe ist ein wirksames Zeichen des Bundes zwischen Christus und der Kirche. Weil sie die Gnade dieses Bundes bezeichnet und mitteilt, ist die Ehe zwischen Getauften ein Sakrament.

Das Zeugnis der kirchlichen Tradition

Für die Herausbildung der kirchlichen Position bilden sodann die Kirchenväter und die Konzilien wichtige Zeugnisse. Für die Väter sind die biblischen Weisungen bindend. Sie lehnen die staatlichen Ehescheidungsgesetze als mit der Forderung Jesu unvereinbar ab. Die Kirche der Väter hat Ehescheidung und Wiederheirat zurückgewiesen, und zwar aus Gehorsam gegenüber dem Evangelium. In dieser Frage ist das Zeugnis der Väter eindeutig.

In der Väterzeit wurden geschiedene Gläubige, die zivil wieder geheiratet haben, auch nicht nach einer Bußzeit offiziell zu den Sakramenten zugelassen. Einige Vätertexte lassen wohl erkennen, dass Missbräuche nicht immer rigoros zurückgewiesen wurden und hin und wieder für sehr seltene Grenzfälle pastorale Lösungen gesucht wurden.

In manchen Gegenden kam es später, vor allem aufgrund der zunehmenden Verflechtung von Staat und Kirche, zu größeren Kompromissen. Im Osten setzte sich diese Entwicklung weiter fort und führte, besonders nach der Trennung von der Cathedra Petri, zu einer immer liberaleren Praxis.

Heute gibt es in den orthodoxen Kirchen eine Vielzahl von Scheidungsgründen, die zumeist mit dem Verweis auf die Oikonomia, die pastorale Nachsicht in schwierigen Einzelfällen, gerechtfertigt werden, und den Weg zu einer Zweit- und Drittehe mit Bußcharakter öffnen. Mit dem Willen Gottes, wie er in den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe eindeutig zum Ausdruck kommt, ist diese Praxis nicht zu vereinbaren. Sie stellt jedoch ein nicht zu unterschätzendes ökumenisches Problem dar.

Im Westen wirkte die Gregorianische Reform den Liberalisierungstendenzen entgegen und stellte die ursprüngliche Auffassung der Schrift und der Väter wieder her. Die katholische Kirche hat die absolute Unauflöslichkeit der Ehe selbst um den Preis großer Opfer und Leiden verteidigt. Das Schisma einer vom Nachfolger Petri abgelösten „Kirche von England“ erfolgte nicht aufgrund von Lehrdifferenzen, sondern weil der Papst dem Drängen  des blutrünstigen Königs Heinrichs VIII. nach Auflösung seiner Ehe aus Gehorsam gegenüber dem Wort Jesu nicht nachkommen konnte.

Das Konzil von Trient hat die Lehre von der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe bestätigt und erklärt, dass diese der Lehre des Evangeliums entspricht (vgl. DH 1807). Manchmal wird behauptet, dass die Kirche die orientalische Praxis faktisch toleriert habe. Das trifft aber nicht zu.

Die Kanonisten sprachen immer wieder von einer missbräuchlichen Praxis. Und es gibt Zeugnisse, dass Gruppen orthodoxer Christen, die katholisch wurden, ein Glaubensbekenntnis mit einem ausdrücklichen Verweis auf die Unmöglichkeit von Zweit- und Drittehen zu unterzeichnen hatten.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat in der Pastoralkonstitution Gaudium et spes über die „Kirche in der Welt von heute“ eine theologisch und spirituell tiefe Lehre über die Ehe vorgelegt. Es hält klar und deutlich an der Unauflöslichkeit der Ehe fest. Die Ehe wird verstanden als umfassende leib-geistige Lebens- und Liebesgemeinschaft von Mann und Frau, die sich gegenseitig als Personen schenken und annehmen.

Durch den personal freien Akt des wechselseitigen Ja-Wortes wird eine nach göttlicher Ordnung feste Institution begründet, die auf das Wohl der Gatten und der Nachkommenschaft hingeordnet ist und nicht mehr menschlicher Willkür unterliegt: „Diese innige Vereinigung als gegenseitiges Sich-Schenken zweier Personen wie auch das Wohl der Kinder verlangen die unbedingte Treue der Gatten und fordern ihre unauflösliche Einheit“ (Nr. 48).

Durch das Sakrament schenkt Gott den Gatten eine besondere Gnade: „Wie nämlich Gott einst durch den Bund der Liebe und Treue seinem Volk entgegenkam, so begegnet nun der Erlöser der Menschen und der Bräutigam der Kirche durch das Sakrament der Ehe den christlichen Gatten. Er bleibt fernerhin bei ihnen, damit die Gatten sich in gegenseitiger Hingabe und ständiger Treue lieben, so wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat“ (ebd.).

Durch das Sakrament enthält die Unauflöslichkeit der Ehe einen neuen, tieferen Sinn: Sie wird zum Bild der beständigen Liebe Gottes zu seinem Volk und der unwiderruflichen Treue Christi zu seiner Kirche.

Man kann die Ehe nur im Kontext des Christusmysteriums als Sakrament verstehen und leben. Wenn man die Ehe säkularisiert oder als bloß natürliche Wirklichkeit betrachtet, bleibt der Zugang zur Sakramentalität verborgen. Die sakramentale Ehe gehört der Ordnung der Gnade an, sie ist hinein genommen in die endgültige Liebesgemeinschaft Christi mit seiner Kirche.

Christen sind gerufen, ihre Ehe im eschatologischen Horizont der Ankunft des Reiches Gottes in Jesus Christus, dem Fleisch gewordenen Wort Gottes, zu leben.

QUELLE und FORTSETZUNG des Beitrags von Erzbischof Müller siehe HIER: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/muller/rc_con_cfaith_20130615_tagespost_ge.html


Vatikan: Erzbischof Müller stellt sich eindeutig hinter den Limburger Bischof

Unter dem Titel “Rom vertraut diesem Bischof voll und ganz” veröffentlichte die katholische Zeitung “Die Tagespost” (DT) jetzt ein Interview von Regina Einig mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.  

In dem Gespräch, das die DT am 18.9. online stellte, geht es vor allem um den Limburger Oberhirten Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und um die seit Jahren anhaltenden Versuche, unliebsame Bischöfe durch hartnäckige Medienattacken zu zermürben und dann abzuservieren.

Auf die Frage der “Tagespost”, was Rom von der Limburger Bistumsleitung erwartet, antwortete der Glaubenspräfekt:

“Um es gleich zu sagen: Die Leitung eines Bistums ist gemäß der sakramentalen Verfassung der Kirche dem geweihten und mit dem Papst in Gemeinschaft stehenden Bischof aufgetragen. Wer die Aussagen des II. Vatikanischen Konzils über das Bischofsamt nicht kennt oder das Hirtenamt wie ein politisches Amt missversteht, ist fehl am Platz.

Das Domkapitel ist eine Gruppe von Priestern aus dem Presbyterium einer Diözese, die dem Bischof mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihre Aufgabe ist es nicht, den Bischof zu kontrollieren, sondern ihn zu unterstützen. Der hierarchische Obere eines Bischofs ist allein der Papst und nicht etwa, wie in den Medien kolportiert, der Vorsitzende einer Bischofskonferenz.”

Bekanntlich soll es eine “Sonderprüfung” zu den Limburger Baumaßnahmen geben, welche eine Kommission der Bischofskonferenz vornehmen will. Erzbischof Müller stellt hierzu allerdings klar:

“Für die Baumaßnahmen in einer Diözese sind die gewählten und berufenen Fachleute in den Gremien zuständig. Was die Finanzen angeht, hat der Bischof nur eine Stimme unbeschadet seines Vorsitzes, insofern er die übergeordneten pastoralen Gesichtspunkte einbringt. Die Deutsche Bischofskonferenz hat keine Aufsichtsfunktion über einzelne Diözesen und Bischöfe. Sie kann aber eine Hilfe bieten, um dem künstlich erzeugten Eindruck entgegenzuwirken, hier sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen.”

Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx ist seinem in Bedrängnis geratenen Amtskollegen kürzlich äußerst unfair in den Rücken gefallen:

Süffisant ließ der Kardinal die Öffentlichkeit wissen, daß die Medienvorwürfe gegen den Limburger Bischof wohl nicht nur aus heißer Luft beständen, denn eine Kampagne würde ins Leere laufen, wenn keine wirklichen Angriffsflächen vorhanden seien.

Hierzu erklärte der vatikanische Glaubenspräfekt gegenüber der DT:

“Die für jeden Menschen durchschaubare Kampagne gegen den Limburger Bischof ist im Kern ein sich selbst tragendes Lügengebäude. Sie hat das Ziel, Bischöfe, die nicht in das eigene Kirchenbild passen, einzuschüchtern oder zu eliminieren. (…) Medienkampagnen laufen ins Leere, wenn nichts dran ist. Aber die Unschuldigen, die sie vernichtet haben, werden nicht wieder lebendig.”

Außerdem stellte Erzbischof Müller eindeutig fest: “Da gegen Lehre und Leben des Bischofs von Limburg nichts vorliegt, vertraut Rom diesem Bischof voll und ganz. Der Bischof von Limburg bleibt!”

Quelle und vollständiges Interview hier: http://www.die-tagespost.de/Erzbischof-Mueller-Rom-vertraut-diesem-Bischof-voll-und-ganz;art456,146101

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg


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