Deutsche Bischöfe sollen Kardinal Marx als Vorsitzenden der DBK absetzen

Mathias von Gersdorff

Der deutsche Progressismus hat sich wohl in der Silvesternacht zum Vorsatz gemacht, die Gläubigen in einen Dauerzustand der Bestürzung zu versetzen: Zuerst plädierte  Bischof Franz-Josef Bode für die Segnungen homosexueller Partnerschaften. Dann folgte der Brief von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Bischofskonferenz, worin er die Arbeit von Donum Vitae würdigt. Schließlich befürwortete der Münchner Erzbischof eine Segnung homosexueller Paare „im Einzelfall“.

Nichts scheint dem deutschen Progressismus mehr heilig zu sein. Die Gläubigen müssen wohl in der Erwartung ständig neuer Angriffe auf  die kirchliche Glaubens- und Sittenlehre leben.

Allerdings sind nicht nur diese Vorstöße besorgniserregend, sondern auch das völlige Schweigen des deutschen Episkopats dazu.

Schon bei der ersten Stellungnahme Bodes hätten mehrere Bischöfe protestieren müssen. Möglicherweise hielten sie dessen Einsatz für die Homosegnung aber lediglich für einen neuen Versuch, sich bei der linksliberalen Presse beliebt zu machen. Seit langem versucht Bischof Bode, mit gezielten Tabubrüchen in die Schlagzeilen zu kommen.

Doch der Einsatz von Kardinal Marx für die Homo-Agenda hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Die katholische Kirche in Deutschland skandalisiert die Gläubigen auf der ganzen Welt mit ihren ständigen Attacken auf den Glauben und die überlieferte Lehre. Diese unerträglichen Beleidigungen müssen endlich aufhören.

Die einzige vernünftige Reaktion der deutschen Bischöfe kann nur in der Absetzung von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz (DBK) bestehen.

Auf diese Weise würde die Oberhirten in Deutschlands endlich ein Zeichen setzen, dass hierzulande die katholischen Glaubenslehren noch etwas wert sind und man diese nicht ständig mit den Füßen treten kann.

Deutschland, einst ein Land, das überallhin Missionare geschickt hat, ist zu einem Dauerherd von Angriffen gegen die christliche Glaubens- und Sittenlehre geworden.

Die Bischöfe müssen der Weltkirche zeigen, dass der katholische Glaube in Deutschland geschätzt wird. Mit der Absetzung von Kardinal Reinhard Marx bei der kommenden Frühjahreskonferenz in Ingolstadt (19. bis 22. Februar 2018) wäre ein erster Schritt getan.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Artikel hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Kardinal Marx würdigt eine Kanzlerin, „die sich sogar über das Gesetz hinwegsetzt“

Von Felizitas Küble

Vor genau einem Monat, am 5. September 2015, hat Kardinal Reinhard Marx auf dem Münchner Hauptbahnhof persönlich die Migranten begrüßt, die über Ungarn eingereist waren. Dabei hat er vorher „passenderweise“ sein Bischofskreuz abgelegt: vielleicht erschien ihm dies angesichts des insgesamt sehr hohen Anteils (nämlich ca. 80%) muslimischer Ankömmlinge angebracht? IMG_20140601_122952

Eine Woche später (12.9.) erklärte der Erzbischof in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“:

„Ich kann nicht erkennen, dass die Entscheidung der Kanzlerin, die Flüchtlinge aus Ungarn vorübergehend unbürokratisch einreisen zu lassen, falsch war.“  –  Er habe ihr dafür öffentlich gedankt.

Weiter sagte Kardinal Marx über ihre Asylpolitik: Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung!“  – Er halte dies für „eine richtige Entscheidung, um auch alle anderen Länder in Bewegung zu bringen. Ich glaube, sie hat das sehr gut kalkuliert und bewusst getan.“

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Es gehört also neuerdings „zur politischen Führung“, sich über das Gesetz hinwegzusetzen, vor allem, wenn man dies auch noch „sehr gut kalkuliert und bewusst tut“. Dabei hat Merkel mit ihrer grenzenlosen Einwanderungsstrategie nicht „nur“ irgendein Gesetz mißachtet, sondern immerhin sogar eines, das im Grundgesetz steht (Asylrechtsartikel).

Ist eine solche Vorgehensweise nicht vielmehr ein Kennzeichen von Willkür oder gar Anzeichen einer diktatorischen Haltung?

Übrigens: Bereits Ende August 2015 hat Rainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, die Einführung von Grenzkontrollen gefordert und auf die fatalen Folgen einer unkontrollierten Asylpolitik hingewiesen.

Wir haben seine Warnung damals (als die „Willkommenskultur“ noch ganz groß im Gange war) ausführlich veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/08/27/chef-der-polizeigewerkschaft-zur-fluechtlingskrise-in-deutschland-und-der-eu/

Es wäre sicherlich erkenntnisfördernd gewesen, wenn sich der Münchner Erzbischof durch diesen kompetenten Mann informiert hätte, anstatt noch zwei Wochen später die rechtswidrige Asylpolitik Merkels anzupreisen und ihre Gesetzesübertrebung als Führungsstärke anzuhimmeln.

MARX: Merkels Politik JA, Bischofs-Warnung NEIN

Kritisch wird Marx hingegen hinsichtlich einer Äußerung des ungarischen Bischofs László Kiss-Rigó, der über die ankommenden Massen sagte: „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion.“  – Der Kardinal findet die Aussage seines Amtskollegen „nicht akzeptabel“.

Heute meldet die evangelische epd-Nachrichtenagentur, daß Marx erneut die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin würdigt: 038_35

„Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte, die Kirchen seien sich mit der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise einig: „Es wird nicht leicht, aber: Wir können das schaffen.“ (…) „Wir werden uns in 20 Jahren an das erinnern, was in diesen Wochen passiert“, sagte Marx.“

Sicherlich werden wir das  –  ob diese Erinnerungen aber angesichts der jetzt schon erkennbaren Folgen erfreulich sind, darf bezweifelt werden.

„Wilde Asylströme wandern durch Deutschland“

Immerhin sprach der saarländische Innenminister Bouillon (CDU) unlängst von „Chaos“ in einigen Bundesländern – und von einer sehr problematischen Entwicklung: „Es wandern ungeordnete, wilde Asylströme durch Deutschland.“ 

Der Münchner Oberhirte läßt sich durch solche Warnrufe freilich nicht beirren. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ verharmlost er munter, es läge nahe, „dass es Gewalt gibt, wenn traumatisierte Menschen unterschiedlicher Herkunft in überfüllten Einrichtungen leben müssen“.  – Er zeigt nicht nur erstaunlich viel Verständnis, sondern stellt weiter fest: „Ich wundere mich eher darüber, wie wenig bislang dort passiert ist“. 

Vielleicht sollte der Herr Erzbischof sich bei Polizisten erkundigen, besonders bei den (z.B. durch Massenschlägerei in Flüchtlingsheimen) verletzten Beamten, ob sie ihm hier beipflichten wollen.

Zudem wäre interessant, zu erfahren, warum es in den ebenfalls überfüllten Notaufnahme-Baracken, in denen Hunderttausende von deutschen Heimatvertriebenen nach 1945 jahrzehntelang hausen mußten, weder Randale noch Massenschlägereien oder sonstige auffällige Kriminalitätsprobleme gab: https://charismatismus.wordpress.com/2015/09/29/deutsche-vertriebene-und-fluechtlinge-lebten-jahrzehntelang-in-notunterkuenften/

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Inzwischen hat sich auch Dr. Alexander Kissler im Kulturmagazin CICERO kritisch mit den Äußerungen von Kardinal Marx befaßt: http://www.cicero.de/berliner-republik/staat-und-kirche-kardinal-marx-lobt-einen-rechtsbruch/59977#comment-form

Foto: Laura Mohr