Weshalb Kardinal Woelki nicht zurücktritt

Kardinal Woelki denkt nicht an einen Rücktritt. Das hat er laut der Online-Ausgabe der Ruhrnachrichten klipp und klar am vergangenen Freitag in einer Konferenz mit den Stadt- und Kreisdechanten im Erzbistum Köln zu verstehen gegeben.

Er stehe zu seiner Verantwortung und werde nicht aus eigener Veranlassung zurücktreten.

Die Dechanten hätten ihn dazu aufgefordert, angesichts der Krise in Erzbistum Köln persönliche Konsequenzen zu ziehen.

Die Kritik an seiner Person führe der Kölner Metropolit darauf zurück, „dass er als erster Bischof den sexuellen Missbrauch aufgearbeitet habe. Zudem werde ihm sein Widerstand gegen den derzeitigen Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, verübelt“, so die Ruhrnachrichten.

Quelle: https://www.kathnews.de/kardinal-woelki-lehnt-ruecktritt-ab


Coronakrise: Kardinal Hollerich besorgt um Grundrechte und Religionsfreiheit in Europa

Warnung vor Matic-Bericht mit „Recht auf Abtreibung“

Ein führender katholischer Oberhirte erklärte, das „große Zukunftsproblem in Europa“ seien Angriffe auf die Religionsfreiheit, wie CNA berichtet.

Kardinal Jean-Claude Hollerich ist Erzbischof von Luxemburg und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE). Er und andere Mitglieder der COMECE trafen sich kürzlich mit Papst Franziskus und anderen Vatikanvertretern in Rom.

In einem Interview mit ACI Stampa sagte der Kirchenmann am 16. Juni:

„Es gibt keine Verfolgung der Kirche: Das wäre zu viel gesagt. Aber in einigen Ländern gibt es auf verschiedenen Ebenen kleine Angriffe auf die Religionsfreiheit – und wir müssen wachsam sein.“

Im Vorjahr sprach sich die COMECE mit Blick auf freie Religionsausübung gegen die langfristige Zwangsschließung von Kirchen während der Corona-Krise aus; sie warnte davor, „dass eine Aushöhlung der Grundrechte, einschließlich der Religionsfreiheit im aktuellen Notfallkontext nicht zur neuen Norm werden darf. Diese Rechte müssen so schnell wie möglich vollständig wiederhergestellt werden“.

Im Gespräch mit ACI Stampa bezeichnete Kardinal Hollerich die Zahl der Katholiken, die während der Pandemie in Belgien die Messe besuchen konnten, als „lächerlich“ gering. Er kritisierte auch das erweiterte Verbot öffentlicher Messen in Irland.

Der Erzbischof sagte weiter, die COMECE werfe derzeit ein Auge auf den Matic-Bericht vor dem Europäischen Parlament, der die Anerkennung eines „Rechts auf Abtreibung“ anstrebe und die Verweigerung von Ärzten aus Gewissensgründen als „Verweigerung medizinischer Versorgung“ diffamiere.

Der Bericht, der am 23. Juni debattiert werden soll, sei ein Versuch, „das Europäische Parlament dazu zu bringen, über Abtreibung als Menschenrecht und gegen Gewissensfreiheit in Einrichtungen abzustimmen“, sagte Hollerich: „Es ist klar, dass wir dem nicht zustimmen können.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-religionsfreiheit-wird-europas-grosses-zukunftsproblem-sein-8633


Causa Marx und sein versuchter Amtsverzicht: Peter Hahne kritisiert „Winkelzüge“

Kardinal Reinhard Marx bot überraschend dem Papst seinen Rücktritt vom Amt als Oberhirte von München-Freising an. Doch der Pontifex lehnte sein Gesuch ab, so daß sich die Frage stellt: Ist der „gewichtige“ Erzbischof hierüber erfreut – oder eher nicht?

Wollte er mit seinem Rückzug vielleicht möglichen Enthüllungen über Vertuschungen in puncto Missbrauch – vor allem in seiner Trierer Amtszeit zuvorkommen? Wollte sich der Kirchenmann vorschnell aus der Verantwortung stehlen?

Auch über die Beweggründe des Papstes für seine Entscheidung kann munter spekuliert werden: Will der Pontifex das „Davonschleichen“ des Kardinals verhindern oder ihn aus purem Wohlwollen im Amt behalten? Oder gar beides zugleich?

Der ehem. ZDF-Moderator und evangelische Theologe Peter Hahne spricht in seinem aufschlußreichen Artikel auf „Tichys Einblick“ am Schluß ganz zu Recht von „Winkelzügen“ – und dies gilt wohl für beide Seiten diesseits und jenseits der Alpen.

Die „vermeintliche Demut des Kardinals Marx mit seinem Rücktrittsgesuch“ kritisiert der Bestsellerautor deutlich als „Schmierentheater“: „Was Marx da bot, war nicht biblisch, sondern verschlagen diplomatisch.“

Der Papst entschied, „Marx muss (!) im Amt bleiben“ und macht sich den Inhalt von dessen Schreiben „weitestgehend zu eigen“, so Hahne weiter:

„Allerdings mit bühnenreifen Seitenhieben auf den Münchner Domschauspieler, dem inzwischen selbst seine ehemals getreuesten unter den „Qualitätsmedien“ nur noch den Rang eines Laiendarstellers einräumen.

Er fügt hinzu: Und wenn das Zuspiel Rom/München auf dem EM-Rasen die nächsten Tage auch so gut klappt, wird Deutschland Europameister.“

Siehe hierzu auch unser Bericht über Peter Hahnes Äußerungen vor vier Tagen in unserem CF: https://charismatismus.wordpress.com/2021/06/08/zum-rucktrittsangebot-von-kardinal-marx-peter-hahne-kritisiert-eitles-demutsgetue/


Zum Rücktrittsangebot von Kardinal Marx: Peter Hahne kritisiert eitles Demutsgetue

Von Felizitas Küble

Der Bestseller-Autor und evangelische Theologe Peter Hahne hat sich heute (8. Juni) auf dem Nachrichtenportal „Kath.net“ mit dem Noch-Erzbischof von München befaßt.

Das auf den ersten Blick überraschende Rücktrittsangebot von Kardinal Marx an den Papst bewertet der ehem. ZDF-Moderator (siehe Foto) dabei hinsichtlich der Beweggründe äußerst skeptisch.

Der Münchner Oberhirte sei mal wieder „gewichtig dahergekommen“, so Hahne: „Selbstverliebt, selbstgefällig  und larmoyant.“ – Zu den Kennzeichen seiner Amtszeit gehörten Eitelkeit und herrisches Auftreten, schreibt der Verfasser weiter.

Auf der Pressekonferenz habe Marx keinerlei eigene Schuld eingestanden, sondern „nur Allgemeinplätze“ geboten, „fromm ummantelt“, kritisiert der Autor sodann. Nicht ohne Grund habe die Tageszeitung „Die Welt“ die Selbstinszenierung des Erzbischofs mit der Überschrift „Das Demutsmanöver“ betitelt.

Marxens Vorgehen habe wenig mit „biblischer Kirche“, aber viel mit „verschlagener Diplomatie“ zu tun, moniert Hahne weiter:

Unter dem Strich sollte jeder die wahre Botschaft hören (und die Medien fielen sämtlich darauf rein): der böse Woelki bleibt und klebt an seinem Stuhle. Doch der reine Reinhard poliert sich noch ein Opfer-Image: seht her, ich bin der bessere, der einzige klerikale Gutmensch unter all den Vertuschern, Verkalkten, Verbohrten.

Der reformfreudige Kirchenmann habe „kein Wort vom eigenen Vertuschen“ zu seiner Trierer Zeit als Bischof geäußert, erst recht nichts zum „Verschluss der Mißbrauchsakten in München“ gesagt.

Hahne erläutert dazu:

„BILD hat recht, wenn es jetzt zum Rücktrittsschreiben heißt: „Das klingt edel. Aber nach BILD-Informationen könnte Marx mit diesem Schritt auch einer für ihn peinlichen Enthüllung zuvorkommen. Denn im Herbst wird das nächste Vertuschenungs-Gutachten vorgestellt. Diesmal im Mittelpunkt: das Erzbistum München.“

Auch in der FAZ – so zitiert Hahne einen dortigen Leitartikel – sei die Rede davon, der „Machtmensch Marx“ habe bereits „verdächtig viel Einfluß abgegeben“, z.B. keine weitere Amtszeit als Vorsitzender der Bischofskonferenz. In diesem Mann, „der machtvolle Ämter sammelte wie andere Jagdtrophäen…..verschränkten sich individuelles Scheitern und kollektives Unvermögen“, so die Frankfurter Allgemeine zur Rücktritts-Causa.

Ablehnend äußert sich Hahne auch zum „synodalen Irr- und Holzweg“, denn dieser habe als „Beifall heischender Umweg rund um den Kern des Katholizismus“ letztlich zum Ziel, „noch mehr Gläubige zum Austritt zu treiben“, statt sich daran zu erinnern, daß der evangelischen „Vorbild-Kirche“ die Schäfchen „ebenfalls in Scharen davonlaufen.“

Abschließend schreibt Peter Hahne:

„Ist also die Kirche an einem „toten Punkt“ angekommen, wie Marx meint? Oder nicht vielmehr der Analytiker selbst? Und da spricht das peinliche Foto von Karl und Reinhard vielsagende Bände: die beiden Marxens in Trier…Und wer den Begriff „christliches Abendland“ als „ausgrenzend“ interpretiert, kann als Bischof ohnehin nicht ernst genommen werden. Der Papst sollte dem Rücktritts-Wunsch dankbar entsprechen.

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Kardinal Marx und der Bundespräsident

Am vorigen Freitag sollte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx vom Bundespräsidenten das Bundesverdientskreuz (BVK) erhalten. Daraus wurde nichts. Der Kardinal hat auf seine Art und Weise abgelehnt.

Nun ist das Ablehnen eines BVK zunächst hochzuschätzen. Persönlich habe ich vor jeder Person Respekt, die diese Ehrung ablehnt. Die Art und Weise, wie der Kardinal ablehnt, läßt aber an der inneren Nichtnotwendigkeit dieser Ehrung für ihn zweifeln.

Er begründet dies mit den Protesten und Reaktionen. Wenn man das so hinnimmt, dann hätte er anderenfalls wohl angenommen. Überzeugender wäre es für ihn gewesen, aus theologischer Begründung heraus auf die Relativität weltlich-persönlicher Ehrungen hinzuweisen. Daß der Kardinal jedoch eine Bedeutung für die Politik hat, zeigt sich an diversen politischen Gremien, an denen er teilgenommen hat.

Der Hauptaspekt liegt jedoch auf der Person des Bundespräsidenten. Der Kardinal mußte ja re-agieren, nachdem das Staatsoberhaupt agiert hat. Dabei ist zunächst unklar, welche „Verdienste“ der BP meint anführen zu müssen, was den Kirchenmann für diese Ehrung auszeichnet.

Völlig verworren wird diese Angelegenheit jedoch dadurch, daß auch Frank-Walter Steinmeier hätte bewußt sein müssen, daß er mit dieser Nominierung jemanden vorschlägt, bei dem noch Untersuchungen laufen Das bedeutet, er schlägt das BVK einer noch in Amt und Würden stehenden Person vor, bei der noch nicht das Ergebnis von Untersuchungen feststeht.

Als Jurist sollte der BP vom Verbot einer vorgeweggenommenen Beweiswürdigung wissen. Damit schwächt er die „Bedeutung“ eines BVK zu einem spekulativen Gegenstand herab, nimmt Stellung zu aktuellen Themen mit Einflußnahme und ist sich dabei wohl nicht bewußt, wie das auf andere Träger des BVK wirken muß.

Christoph Metzelder hat sehr überzeugend diesen Zusammenhang hergestellt („Respekt vor den anderen Trägern“). Dieses Verhalten des BP ist aber nicht neu: seit Beginn seiner Amtszeit fällt Steinmeier dadurch auf, daß er bis heute gleichsam die Tätigkeit als SPD-Politiker und Bundesaußenminister nicht abglegt hat.

Angefangen über die Koalitionsverhandlungen nach der BTW 2017 (Drängen  der SPD in die GRoKo und damit die Stärkung der AfD als größte Oppositionspartei durch den BP, was selbst die SPD als Gefahr sah) über den Wechsel an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts von Voßkuhle (SPD) zu Harbarth (CDU) – bis zu Stellungnahmen zwei Tage vor den Landtagswahlen in BW und RhP.

Das Bundesverfassungsgericht mußte neulich den BP ausdrücklich verbieten, vor seiner Eilentscheidung ein Gesetz zu unterzeichnen, ein einmaliger Vorgang, der früher nicht notwendig war, weil man sich auf den BP verlassen konnte, aber jetzt ist ja der Präsident des BVerfG von der CDU und nicht mehr von „seiner“ SPD.

Vielleicht hat manch einer ein solches Auftreten Steinmeiers auch beim Katholikentag in Münster festgestellt.

Insgesamt bleibt festzuhalten, daß der BP immer noch nicht in seinem ihm von der Verfassung her vorgesehenen Amt (kein Nebenkanzler) angekommen ist und sein Amt sowohl als reiner SPD-Politiker wie auch als Außenminister quasi unverändert weiterführt. Das einzige, was sich wirklich geändert hat, ist die Adresse: Schloß Bellevue – aber nicht als Sitz des BP, sondern als Außenstelle des Auswärtiges Amtes.

Der Autor des Beitrags ist Kirchenrechtler und Jurist aus dem Bistum Münster und unserer Redaktion seit Jahrzehnten persönlich bekannt


Kuba: Erzbischof besuchte Bürgerrechtler – danach Blockade der Armenküche beendet

Am 9. April beendeten Beamte des kommunistischen Innenministeriums die 26 Tage andauernde Blockierung der Armenküche der Bürgerrechtsbewegung UNPACU in Santiago de Cuba. 

Daraufhin beendeten 30 Bürgerrechtler ihren seit 21 Tagen währenden Hungerstreik, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, die auf Kuba durch eine Sektion vertreten ist.

Der katholische Erzbischof von Havanna, Dionisio Garcia, besuchte am 8. April 2021, dem 20. Tag des Hungerstreiks, die Dissidenten, um sich nach deren Gesundheitszustand zu erkundigen.

Unmittelbar nach Ankündigung von Erzbischof Garcias Besuch bei den Bürgerrechtlern seien die Polizeisperren rund um das UNPACU-Gebäude bereits reduziert worden, so die IGFM.

„Die Auflösung der willkürlichen Polizeiblockade folgt auf internationale Aufmerksamkeit, Solidarität und Druck durch Politik und Zivilgesellschaft“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

So setzten sich unter anderem die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, Dita Charanzová, und vier weitere Europaabgeordnete in einem Schreiben an die kubanische Botschaft in Brüssel für die Aktivisten ein.

Der ehemalige politische Gefangene José Daniel Ferrer, Vorsitzender von UNPACU, spricht von „einem Sieg der Vernunft, der Gerechtigkeit und des Humanismus, gegen die Perversität des Regimes, das sein Volk hasst“.

Zur Lage der Menschenrechte in Kuba


Erzbischöfe Woelki und Burger verteidigen die Nicht-Segnung von Homo-Partnerschaften

Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich hinter das „Nein“ der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare gestellt, wie die „Tagespost“ berichtet.

Nach der Pressekonferenz am Dienstag erklärte der Kölner Oberhirte, er sehe in dem vom Papst unterzeichneten Responsum eine „Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses“.

Zudem wolle er sich weiter dafür einsetzen, so Woelki, „dass wir Menschen einander – gleich welcher sexuellen Orientierung auch immer – mit Respekt, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung begegnen“.

Zudem hat sich auch der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hinter die Entscheidung der Glaubenskongregation gestellt, die eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verbietet.


Kolumbien: Sühneritus für entweihte Kirche

Am heutigen, Freitag, den 12. März, findet in der Kathedrale von Ibagué unter Vorsitz von Erzbischof Orlando Roa Barbosa eine Sühneliturgie statt, nachdem das Gotteshaus kürzlich durch vandalistische Aktionen entweiht worden war.

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März drang eine Gruppe feministischer Aktivistinnen in die Kathedrale ein, während sich Gemeindemitglieder in der Kirche aufhielten und besprühtena die Wände der Kirche mit Schriften und Graffitis.

Nach dem Vorfall erinnerte der Erzbischof daran, dass die Kirche „das weibliche Genie“ und die Rolle der Frau beim Aufbau der Kirche und Gesellschaft wertschätze.

Er verurteilte die vandalistischen Handlungen und versichert, dass die Kirche auch künftig nach dem Vorbild Jesu „für die Würde der Frauen eintreten und ihre wichtige Rolle im kirchlichen Leben anerkennen wird … um alles anzuprangern, was gegen Integrität, Wesen und Würde der Frauen verstößt“.

Der Erzbischof erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass jeder Angriff auf einen heiligen Ort nach kanonischem Recht als Entweihung betrachtet wird. Daher müsse dies mit einer besonderen liturgischen Feier zur Sühne wiedergutgemacht werden.

Quelle: Fidesdienst


USA: Erzbischof Naumann kritisiert Biden

Der neue USPräsident Joe Biden müsse „aufhören, sich als frommer Katholik zu definieren“, da er sich für die Abtreibungsfreiheit einsetzt, erklärte der Erzbischof von Kansas, Joseph Naumann, am 13. Februar in einem Interview mit CWR.

Er fügte hinzu, die US-Bischöfe müßten den Präsidenten „korrigieren“, weil er „gegen das göttliche Gesetz handelt“: „Es wäre ein ehrlicherer Ansatz von ihm, zu sagen, dass er in dieser wichtigen Frage nicht mit seiner Kirche übereinstimmt.“

Der Oberhirte fuhr fort: „Wenn Biden sagt, er sei ein gläubiger Katholik, haben wir Bischöfe die Verantwortung, ihn zu korrigieren.“

Erzbischof Naumann erinnert an Bidens Pro-Abtreibungs-Dekrete: „Was er jetzt tut, besteht darin, gleichsam die Rolle der Bischöfe an sich zu reißen und dadurch die Menschen zu verwirren. Er erklärt, dass er katholisch sei und er wird zugleich die Menschen zwingen, Abtreibungen durch ihre Steuergelder zu unterstützen.“

Außerdem trage der Präsident die Verantwortung dafür, „nicht zur heiligen Kommunion zu gehen“.

Quelle für die Zitate (englischsprachig): https://www.lifesitenews.com/news/bishops-need-to-correct-pro-abortion-biden-for-acting-contrary-to-catholic-faith-abp-naumann

HIER eine vorherige Erklärung von Erzbischof Naumann: https://charismatismus.wordpress.com/2021/01/24/us-bischofskonferenz-protestiert-gegen-bidens-proklamation-furs-recht-auf-abtreibung/


Petition: Fairness auch für Kardinal Woelki

Das Faktum sexualisierter Gewalt und ihr in den vergangenen Jahren ans Licht gekommene Ausmaß in der katholischen Kirche erschüttert uns. Wir sind entsetzt über das unsägliche Leid, das vor allem Kindern und Jugendlichen angetan wurde und fordern eine angemessene Untersuchung aller Sachverhalte…..

Fairness und Gerechtigkeit aber sind – gerade in emotionalisierten Zeiten – gegenüber allen Personen geboten. Vor diesem Hintergrund setzen wir Vertrauen in die Aufklärungsarbeit, die Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern seit Jahren leistet…

Kardinal Woelki hat als erster deutscher Bischof ein solches Gutachten auf der Grundlage der eigenen Akten der Diözese in Auftrag gegeben. Dies ist eine gute Entscheidung und die Einholung eines Gutachtens ein bewährtes Verfahren. Der Kardinal hat darüber hinaus vorgegeben, dass das Gutachten veröffentlicht werden soll und sich als Zeichen der Transparenz und der Wahrhaftigkeit seines Aufklärungswillens verpflichtet, dieses auch selbst nicht vor der Veröffentlichung einzusehen.

Daher ließ Kardinal Woelki von zwei verschiedenen Fachjuristen die äußerungsrechtliche Zulässigkeit des vorliegenden ersten Gutachtens prüfen und erhielt die übereinstimmende Einschätzung, dass dieses die gestellten Anforderungen nicht erfüllt.

Der Vorwurf, Kardinal Woelki würde das erstellte Gutachten zurückhalten, ist also letztlich der Vorwurf, er sei bereit, die Rechtsordnung zu achten. Die Bereitschaft, das geltende Recht zu beachten, ist eine Selbstverständlichkeit, die auch und besonders von einem Bischof erwartet werden muss….

Deswegen unterstützen wir Kardinal Woelkis Initiative, ein zweites Rechtsgutachten über den Umgang mit sexualisierter Gewalt in Auftrag gegeben zu haben, das auch äußerungsrechtliche Rechtssicherheit bieten soll. Dieses zweite Gutachten, das die Kanzlei von Prof. Dr. Björn Gercke derzeit erstellt und am 18. März 2021 veröffentlichen wird, wird nach heutigem Kenntnisstand alle 236 bislang bekannt gewordenen Fälle untersuchen. Demgegenüber hatte das erste Gutachten nur 15 Fälle herausgegriffen und begutachtet…

Wir wissen, dass die Maßnahmen von Kardinal Woelki, das Evangelium glaubwürdig in Wort und Tat zu verkünden, von vielen Menschen wahrgenommen und anerkannt werden. Wir fordern, dass es auch in der gegenwärtigen Auseinandersetzung zu einem gerechten Umgang mit Fakten und der Person des Kardinals kommt, der mehr Solidarität und Loyalität, aber auch Respekt und Fairness verdient hat, als er sie in diesen Tagen zuweilen erfährt.

VOLLER TEXT und Unterzeichnungs-Möglichkeit hier: https://fairness-in-der-kirche.de/

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz