Zwei Minister in Estland bezweifeln US-Wahl

Laut Medienberichten haben drei Politiker aus Estland – darunter der Innen- und der Finanz-Minister – öffentlich Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Präsidentschaftswahlen in den USA geäußert.

Innenminister Mart Helme ist am heutigen Montag auf Druck von Politik und Medien zurückgetreten, bleibt aber bei seinen kritischen Aussagen, die er in einem Radio-Interview vorgebracht hatte. Es gehe ihm mit seinem Schritt darum, die Regierungskoalition zu erhalten, erläuterte er seine Amtsniederlegung.

Auch der estnische Europa-Abgeordnete Jaak Madison erwähnte seine Bedenken bezüglich Wahlmanipulationen zu Lasten von Donald Trump.

Quellen: https://www.journalistenwatch.com/2020/11/09/estnischer-innenminister-finanzminister/

https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/estlands-innenminister-tritt-nach-kontroverse-ueber-us-wahl-zurueck-139806107


Weitere Länder – darunter Estland – stufen die Hisbollah als Terror-Organisation ein

Guatemala und Estland sind einer wachsenden Zahl von Ländern gefolgt und haben die Hisbollah als Terrororganisation eingestuft. Allein in den vergangenen 18 Monaten haben 12 Länder diese Maßnahme ergriffen.

Foto: Estlands Präsidentin Kaljulaid

Der israelische Außenminister Gabi Ashkenazi erklärte dazu: „Estlands Entscheidung, die Hisbollah inklusive all ihrer Flügel als terroristische Organisation einzustufen und ihre Mitglieder von einer Einreise auszuschließen, sendet eine klare Botschaft gegen Terrorismus.“

Zu Guatemala sagte er:

„Ich gratuliere der Regierung von Guatemala und meinem Amtskollegen, dem guatemaltekischen Außenminister Pedro Brolo, zu der Entscheidung und fordere andere Nationen in Lateinamerika auf, diesem Beispiel zu folgen und den von der Hisbollah unterstützten Terrorismus auf der ganzen Welt zu bekämpfen.“

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Estland-und-Guatemala-stufen-Hisbollah-als-Terrororganisation-ein.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+26.10.2020


Was der estnische Präsident Lennart Meri den Deutschen 1995 ins Stammbuch schrieb

Von Felizitas Küble

Am Samstag, den 14. Juli, erhielten die drei baltischen Staaten  – darunter Estland –  in Münster unter dem fröhlichen Jubel vieler Bürger den Preis des Westfälischen Friedens.

Die estnische Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid (siehe Foto) nahm die Auszeichnung für ihr Volk und Land im Friedenssaal entgegen. Danach zeigten sich die drei Staatsoberhäupter auf dem Balkon des historischen Rathauses und wurden begeistert gefeiert. Auch der deutsche Bundespräsident Steinmeier war zu diesem Fest erschienen. (Näheres dazu in unserem Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2018/07/14/baltische-staaten-und-pfadfinder-erhielten-in-muenster-den-preis-des-westfaelischen-friedens/)

Estland hat sich ab 1989 mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ aus der sowjetischen Besatzung und Diktatur befreit – ohne Schuß und Gewalt, man spricht von einer „singenden Revolution“, ähnlich der deutschen „Revolution der Kerzen“, die den Fall der innerdeutschen Mauer einleitete.

Als erster Außenminister des unabhängigen Estland amtierte der Historiker Lennart Meri, ab 1992 war er langjähriger Staatspräsident bis 2001. Er verstarb am 14. März 2006, sein Grab liegt in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Lennart Meri war nicht „nur“ Politiker, sondern zuvor auch Autor, Künstler, Schauspiel-Dramatiker, Filmproduzent und Intellektueller.

In der Zeit der sowjetischen Besatzung wurde er – wie viele andere Landsleute-  schon als Kind mit seiner Herkunftsfamilie nach Sibirien zu Schwerstarbeit deportiert.

Der Staatspräsident betonte stets seine Wertschätzung für Deutschland und die Deutschen. Besonders die deutschen Heimatvertriebenen aus dem Baltikum wußte er sehr zu würdigen  – aber nicht nur dies, er lud sie auch zur Rückkehr ein.

BILD: Biographie über Lennart Meri: „Leben für Estland“

Als der BdV (Bund der Vertriebenen) im Jahre 1999 den „Tag der Heimat“ beging, wandte sich Präsident Meri an die Deutsch-Balten und rief sie zur Rückkehr nach Estland auf: „Ihnen allen, die Sie ihre Wurzeln in Estland haben, sage ich aufrichtig: Von ganzem Herzen willkommen!“  – Im selben Jahr erhielt das estnische Staatsoberhaupt die Ehrenplakette des BdV.

Bereits am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober 1995, hielt Lennart Meri in Berlin eine aufsehenerregende Rede im Deutschen Bundestag.

Meris Mahnung: „Wenn man die Moral zur Schau stellt….“

Darin rief er die Deutschen zu mehr Selbstachtung auf; sie zeigten – so Meri – zu wenig Respekt vor sich selbst. Deutschland sei „eine Art Canossa-Republik“ geworden, eine Republik der Reue: Aber wenn man die Moral zur Schau stellt, riskiert man, nicht ernst genommen zu werden.“

Man könne einem Volk letzlich nicht trauen, das ständig mit einer intellektueller Selbstverachtung befaßt sei. Seine Ausführungen gipfelten in dem Satz:

„Für mich als Este ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, daß es enorm schwierig ist, über das Unrecht zu publizieren und zu diskutieren, das Deutschen angetan wurde, ohne schief angesehen zu werden – aber nicht von Esten und Finnen, sondern von Deutschen selbst.“

Der Sender Phönix hat damals die Übertragung dieser deutschfreundlichen Ansprache Meris abgebrochen  – ob absichtlich oder wegen technischer Probleme sei dahingestellt. (Hier der volle Wortlaut: http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_-_Jahresau/Deutschland_Journal_-_Jahresau/Festrede_von_Lennart_Meri.pdf)

Zu dieser Rede schrieb der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hornung in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ folgendes:

„Es verwunderte nicht, daß Meris Berliner Rede vom deutschen Establishment kühl aufgenommen wurde, denn dieser kluge Freund der Deutschen legte die Finger in die geistigen Wunden des großen Volkes in Mitteleuropa, das 1945 die schwerste Katastrophe seiner Geschichte erlitten hatte: sein so häufiges politisches Unvermögen, von dem seine Geschichte immer wieder berichtet, und seine kompensatorische Neigung zur Flucht in hypermoralische Praxis und lautstarke moralische Betroffenheit.

Dagegen postulierte Meri, daß gute und erfolgreiche Politik nur mit Selbstachtung betrieben werden kann, ohne Tabuisierung der eigenen Geschichte und Tradition.“

 


Baltische Staaten und Pfadfinder erhielten in Münster den Preis des Westfälischen Friedens

Von Felizitas Küble

Am heutigen Samstag, dem 14. Juli, wurde bei strahlendem Wetter zur Mittagszeit in Münster ein besonderes Fest begangen: Auf dem Fensterplatz des historischen Rathauses erschienen die drei ausgezeichneten Persönlichkeiten, die kurz zuvor den Preis des Westfälischen Friedens erhalten haben, der mit insgesamt 100.000 Euro dotiert ist.

Die Staatsoberhäupter bekamen die Auszeichnung stellvertretend für ihre Länder, nämlich Estland, Lettland und Litauen. Die Präsidenten dieser baltischen Staaten erschienen kurz vor 13 Uhr auf dem Balkon unter dem Jubel von Münsteranern und Touristen in der Innenstadt zwischen Dom und Lambertikirche.

Den Preis stiftet alle zwei Jahre die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen-Lippe (WWL), ein Zusammenschluß von Unternehmern. Diesmal geht es der WWL darum, die besondere Bedeutung der baltischen Staaten für Europa zu verdeutlichen und ihr Freiheitsstreben zu würdigen.

Die ersten Preisträgerin, die sich dem Volk zeigte, war Estlands Präsidentin Kersti Kaljulait (siehe 1. Foto). Wir haben über diese kompetente Politikerin gestern einen ausführlichen Bericht veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2018/07/13/estnische-praesidentin-sprach-heute-in-muenster/

Zudem erhielt auch die Pfadfinderbewegung – hier drei jugendliche Vertreter – die Auszeichnung wegen ihres Einsatzes für die Völkerverständigung. Links von den Pfadis klatscht Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) von NRW.

Der Westfälische Friede beendete 1648 den 30-jährigen Krieg, dem Millionen Menschen (vor allem Deutsche) zum Opfer fielen. Es war der erste durch einen Vertrag geschlossene Friede in Europa. Vor genau 400 Jahren   – nämlich 1618  –  begann dieser schreckliche Krieg, der infolge der Glaubensspaltung und den damit verbundenen Konflikten zwischen Ländern und Konfessionen ausgelöst wurde.

Zur Preisverleihung am heutigen Samstag erschien auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier auf dem Rathausbalkon. Auch er lobte den Freiheitswillen der baltischen Völker, die sich ab 1989 zunehmend von der sowjetischen Diktatur und Besatzung befreit hatten.

Links von Steinmeier steht die estnische Präsidentin, rechts von ihm die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite, rechts von ihr sehen wir den lettischen Präsidenten Raimonds Vējonis. Es waren also vier Staatsoberhäupter beieinander und wurden von der Menschenmenge begeistert bejubelt.

Text und Fotos: Felizitas Küble

 

 

 


Estlands Präsidentin sprach heute in Münster

Von Felizitas Küble

Zum Thema „Digitalisierung: Von Estland lernen“ sprach am heutigen Freitagnachmittag (13.7.) die Staatspräsidentin des kleinen Baltikum-Staates vor Unternehmern, Politikern und Diplomaten in der IHK (Industrie- und Handelskammer) in Münster.

Auch der CDU-Europa-Abgeordnete Dr. Markus Pieper war unter den Teilnehmern (siehe 2. Foto) und reagierte positiv auf ihre Rede.

BILD: Die estnische Präsidentin inmitten ihrer Delegation
.
Die im Jahr 2016 gewählte Kersti Kaljulaid ist das erste weibliche Staatsoberhaupt Estlands; sie war zuvor als Wirtschaftswissenschaftlerin tätig.
Die nicht nur adrett, sondern auch kompetent und sehr natürlich wirkende Präsidentin erklärte – umgeben von ihrer estnischen Delegation, darunter auch dem Botschafter  – in ihrer Rede, wie erfolgreich ihr Land mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vorangekommen ist, z.B. durch die elektronische Identitätskarte für ihre Bürger, wobei viel Wert auf „Cyber-Hygiene“  und Information der Bürger über Chancen und Risiken der Datensicherheit gelegt wird.
.
Estland machte – so scheint es – aus der Not eine Tugend: Der Staat mußte nach dem ersehnten Ende der sowjetischen Besatzung in vielen Punkten von vorne anfangen, nachdem der kommunistische Staatssozialismus den Mittelstand ruiniert und die Wirtschaft weitgehend zum Erlahmen brachte.
.
Bei diesem Neubeginn wurden die Ärmel aufgekrempelt – und damit viele Menschen in ländlichen Regionen auch von zuhause aus arbeiten können, wurde stark in Computer und Internet investiert, Informatik früh in der Schule gelehrt und an Universitäten gefördert –  anders als hierzulande, wo diese wissenschaftl. Disziplinen vor allem in der Bildungspolitik rotgrüner Bundesländer vernachlässigt werden.
.
Die Präsidentin betonte in ihrer englisch und frei gesprochenen Rede vor etwa 60 Teilnehmern, daß die Europäische Union auch in ihrer Digitalisierungs-Politik die jeweiligen Entwicklungsschritte der einzelnen EU-Länder berücksichtigen und ihre Selbständigkeit beachten sollte. Auch die Wertschätzung Deutschlands  – nicht nur als Handelspartner – ging aus ihrer Ansprache hervor.
.
Die deutsche Sprache ist in Estland weit verbreitet, in der älteren Generation teils von früheren Kontakten (etwa mit Ostpreußen), teils durch das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache – teils nicht in der Schule, sondern durch deutsche Privatsender.
.
In Estland wurde der Ostblock durch eine „singende Revolution“ besiegt – ohne daß ein einziger Schuß fiel. Aber fast das ganze Volk stand auf den Beinen, als die Kommunisten den Versuch unternahmen, das Land nach seiner Unabhängigkeitserklärung wieder „heim ins Reich“ (Sowjet-Reich) zu holen. Es gibt ca 25% Russen in Estland, die sich insgesamt gut in die Mehrheitsbevölkerung integriert haben.
.
Die Präsidentin betont in Interviews das positive Verhältnis zwischen Estland und den USA; sie nimmt Präsident Trump gegen Vorurteile in Schutz. Zudem erinnert sie die NATO-Partner an die 2% Verteidigungsausgaben, die dem westlichen Bündnis versprochen wurden, woran sich die Mitgliedsstaaten auch halten sollten. (Näheres dazu hier: https://www.deutschlandfunk.de/interview-mit-der-estnischen-staatspraesidentin-die.868.de.html?dram:article_id=402857)
.
Bevor Frau Kaljulaid nach Münster kam, wurde sie  – ebenso wie der lettische Präsident Vējonis –  vom nordhrein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landeshaus empfangen. 
.
Auch er betonte, daß „wir viel von Estland lernen können“, vor allem in puncto schnelles Netz und Digitalisierung. Von den circa 30.000 Letten in Deutschland lebt jeder vierte in Nordrhein-Westfalen.
.
Die beiden baltischen Präsidenten sind anlässlich der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises in NRW.
Am morgigen Samstag, den 14. Juli, werden die drei Staatsoberhäupter der baltischen Republiken  – also auch die litauische Präsidentin Grybauskaitė  –  in Münster wegen ihrer außergewöhnlichen Bemühungen um Integration in Europa und ihres besonderen Einsatzes für ein friedliches Miteinander ausgezeichnet.
.
Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.
.
Fotos: Felizitas Küble

Estland: Erfolgreicher Protest gegen Einführung der Homo-Ehe

Die estnische „Organisation zur Verteidigung von Familie und Tradition“ (SA Perekonna ja Traditsiooni Kaitseks) reichte 38.000 Unterschriften gegen die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare im Parlament ein.

Mit der am 15. Mai an Parlamentspräsidentin Ene Ergma übergebenen Unterschriftensammlung protestieren sie gegen einen Gesetzesentwurf des Justizministeriums.

Das kleine baltische Land hat eine Bevölkerung von 1,4 Millionen Einwohnern und 580.000 Haushalten. An die Haushalte wurden Petitionsvordrucke per Post verteilt. Somit nahmen 6,5% der Haushalte an der Aktion teil – zweifellos eine sehr hohe Zahl.

Slawomir Olejniczak  –  Sprecher der Initiative  –  erklärte, dies sei die bislang größte Unterschriftensammlung in Estland.

Varro Vooglaid  – er ist Vorsitzender der Organisation  –  sagte, die Aktion wolle zu einer Aufwertung christlicher Prinzipien und zu einer familienzentrierten Gesellschaft beitragen.

Der Erfolg der Unterschriftensammlung ist umso bemerkenswerter angesichts der Tatsache, dass Estland zu den am meisten säkularisierten Länder der Welt gehört. Zudem ist nach Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft ein Großteil der Bevölkerung atheistisch.

Quelle: Kultur und Medien online

Deutsches Kulturerbe und deutsche Volksgruppe im Baltikum weiterhin präsent

Estland, Lettland und Litauen wollen Kulturaustausch mit Deutschland verstärken

Eine Delegation der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bereiste kürzlich alle drei baltischen Staaten mit den Schwerpunktthemen ethnische Minderheiten und deutsches Kulturerbe.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig, in einer Pressemitteilung:

„Im Baltikum existiert nach wie vor eine kleine, aber sehr aktive deutsche Minderheit, die zudem gut integriert ist. In Estland leben noch 1900 Menschen mit deutschen Wurzeln, in Lettland 4000 und in Litauen 2100, davon knapp 80 sog. „Wolfskinder“. 90-1140%20Das%20Denkmal%20fuer%20die%20Wolfskinder%20in%20Litauen

FOTO: Denkmal in Litauen für die deutschen „Wolfskinder“ (die in Wäldern Zuflucht suchten, um zu überleben)

So stellt etwa das Hermann-Suderman-Gymnasium im einstigen Memelgebiet, heute litauisch Klaipeda, ein Leuchtturmprojekt dar, das vom deutschen Kulturverein betrieben wird. Die Nachfrage übersteigt das Angebot der zweisprachigen Einrichtung mit derzeit 550 Schulplätzen bei weitem. Daher sprach sich die Delegation beim litauischen Vizekulturminister Edvard Trusevic dafür aus, einen dritten Deutschzug einzurichten.

Auch das deutsche Kulturerbe ist in allen drei baltischen Ländern präsent und wird gepflegt. Etwa das im 2. Weltkrieg zerstörte Schwarzhäupterhaus in Riga wurde nach der 1991 wieder erlangten Unabhängigkeit Lettlands originalgetreu rekonstruiert. Oder das Stadtarchiv im früheren Reval, heute estnisch Tallinn, das sich in vorbildlicher Weise dem Erhalt wertvoller Dokumente wie Briefe Martin Luthers oder lübischer Urkunden annimmt.

Baltikum: wichtige Brücke nach Rußland

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt den von hochrangigen Gesprächspartnern geäußerten Wunsch, den Kulturaustausch mit Deutschland zu verstärken, da die baltischen Staaten historisch eng mit Deutschland verknüpft und eine wichtige Brücke nach Skandinavien und Russland sind. Zudem genießt die Bundeskanzlerin vor Ort ein hohes Ansehen.

Von den tausenden sog. Wolfskindern, die am Ende des 2. Weltkrieges ihre Eltern in Ostpreußen verloren und in den Wäldern Litauens Zuflucht gesucht haben, leben noch knapp 80 und erhalten vom litauischen Staat eine kleine Zusatzrente.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, dass das noch immer zu wenig bekannte Schicksal der Wolfskinder auch in der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung angemessen behandelt wird.“

Wohl noch in diesem Jahr startet ein Wolfskinder-Spielfilm im Kino: http://www.filmstarts.de/kritiken/217479.html