Impfung: Von der Freiwilligkeit zum Druck

Nach dem Ende der für alle kostenlosen Bürgertests auf das Virus SARS-CoV-2 befasst sich „LifeTalks“, der Podcast der Aktion Lebensrecht für Alle (ALFA), in seiner aktuellen Ausgabe mit der Frage nach der ethischen Vertretbarkeit der Impfstoffe gegen Corona.

Außerdem geht die Bundesvorsitzende der ALfA, Cornelia Kaminski (siehe Foto), darin der Frage nach, was eigentlich von einer Kampagne zu halten ist, die zunächst auf Freiwilligkeit, dann auf Aufforderung, dann auf Anreize und schließlich auf Druck setze.

Zum erwähnten Podcast geht es hier: https://open.spotify.com/show/3CWqteUGDWAakLAm09dZe0

Quelle: ALFA-Newsletter vom 15.10.21


Kindeswohl zwischen Gender und Pommes

Von Dr. Axel Bernd Kunze

Kinder seien als selbständige Subjekte und Träger eigener Rechte anzuerkennen. Kinder hätten ein Recht auf wirksame Beteiligung. Kinder sollten die Möglichkeit haben, politisch etwas zu verändern. Bestehende Asymmetrien zwischen Kindern und Erwachsenen müssten abgebaut werden.

So tönt es im Kinderrechtsdiskurs – etwa bei der Sozialethikerin Anna Maria Riedl, deren Dissertation zum Kindeswohlbegriff sich auf Judith Butler stützt.

Riedl lässt keinen Zweifel daran, dass aus einem erweiterten Beteiligungsbegriff auch erweiterte Rechtsansprüche der Kinder gegenüber Staat und Gesellschaft abzuleiten seien. Über den Einfluss der Erzieher und Eltern müsse machtkritisch reflektiert werden.

Solche Überlegungen finden keineswegs allein im akademischen Elfenbeinturm statt. Nur ein Beispiel: Die politischen Pläne der grünen Bundestagsfraktion für ein neues Gesetz zur sexuellen Selbstbestimmung sehen vor, dass Heranwachsende bereits mit dem vierzehnten Lebensjahr ihr Geschlecht wechseln und hormonelle oder operative Maßnahmen einleiten könnten, auch ohne medizinische Indikation und auch ohne Zustimmung der Eltern.

Was in der sexuellen Selbstbestimmung recht ist, muss aber noch keineswegs beim täglichen Mittagessen billig sein. Schauen wir uns noch ein zweites Beispiel an: Kinder seien keineswegs autonom, der Staat trage daher eine besondere Verantwortung für das Wohl der Kinder, erklärte jüngst die Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, Alena Buyx, in einem Interview mit dem Fachblog Ernährungsmedizin.

Der Staat müsse sich mehr um die Verpflegung in Schulen und Kindertageseinrichtungen kümmern: „Es ist eben nicht nur Privatsache, was ich esse, denn die Ernährung hat auch viele Effekte nach außen hin: Krankheitskosten, soziale Kosten, ökologische Kosten und so weiter“, belehrt uns die Medizinethikerin.

Zwischen „Selbstbestimmung“ und Paternalismus

Pubertätsblocker ja, Pommes nein. Auf der einen Seite werden Schutzaltersgrenzen abgebaut, auf der anderen Seite wird der Staat zu Eingriffen in das private Ernährungsverhalten ermächtigt. Und alles im Namen von Kindeswohl, Kinderrechten und daraus abgeleiteten Beteiligungsansprüchen.

Ethische Hochglanzbegriffe scheinen beliebig verwendbar: Mal legitimieren sie eine weitreichende Entscheidungsfreiheit, ohne dass Schutzbedürfnisse überhaupt noch Erwähnung finden. Dann wiederum legitimieren sie weitreichende Eingriffe des Staates in alltägliche Entscheidungen – nach dem Motto: Auch das Private ist politisch.

Frühe Maßnahmen einer Geschlechtsangleichung können einen sozialen Druck aufbauen, der die Lösung pubertärer Identitätskonflikte erschwert.

Mit jugendlichem Protest- oder Nachahmungsverhalten wird nicht mehr gerechnet. Heranwachsenden mit noch nicht abgeschlossener Persönlichkeitsentwicklung schon eine voll ausgebildete Entscheidungsfreiheit zu unterstellen, wie es in der Debatte um sexuelle Selbstbestimmungsrechte geschieht, könnte sich als Erwachsenenprojektion herausstellen.

Die Diskussion um erweiterte transsexuelle Kinderrechte zeigt, wie die Vulnerabilität Heranwachsender, auf welche gerade die Kinderrechte reagieren wollen, mit kinderrechtlichen Argumenten übergangen wird.

Doch offenbar lauern die Gefahren eher am Mittagstisch. Und hier soll ein libertärer Paternalismus, wie es in der ethischen Fachsprache heißt, kein Problem sein. Schließlich geht es nicht um staatliche Ernährungseingriffe, wie die Presse böswillig titelte, sondern um „die sinnvolle Gestaltung der Entscheidungsarchitekturen“, wie Alena Buyx es ausdrückt.

Na bitte, das hört sich doch schon ganz anders an. Der fürsorgliche Staat weiß am Ende besser, was der Einzelne tun oder lassen sollte. Man muss die Freiheitseingriffe nur richtig verkaufen: „Entscheidend ist die Ernährungskommunikation, mit der man die Umgestaltung der Entscheidungsarchitektur begleitet.“

Ethische Antworten werden beliebig

Bei permanenter Machtkritik kann schon einmal der Überblick verloren gehen. Offenbar sind eher Eltern, die ihrer Erziehungsverantwortung nachkommen, ein problematischer Machtfaktor als ein Staat, der ja nur unser Bestes will.

Eine Ethik, die alles allein aus machtkritischer Perspektive betrachtet, verliert das Gespür dafür, was Macht von Autorität unterscheidet. Eine Ethik aber, die nicht mehr zu unterscheiden vermag, verliert am Ende selbst an Autorität. Ihre Antworten werden offenbar beliebig. Mal so, mal so – je nach Zeitgeist und eigenem Gusto. Das eine Mal eben für unhinterfragbaere Selbstidentifikation und Entscheidungfreiheit. Das andere Mal für staatliche Bemutterung und Regulierung.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Dr. Kunze hier: https://bildung-und-ethik.com/2021/10/05/schlaglicht-pubertatsblocker-ja-pommes-nein/


Die CSU auf Abwegen: Wo bleibt das „C“?

Von Peter Hahne

„Da vom ,C‘ ja nicht mehr viel übrig ist, gehts jetzt anders himmelwärts!“, mailte mir eine Kollegin nach der traditionellen Klausur der CSU. Einer der Beschlüsse grenzt an Gaga oder Größenwahn: ein Weltraumbahnhof für Satelliten in der Nordsee.

Nein, es war nicht der 1. April oder „Fastnacht in Franken“, als das „zukunftsweisende Projekt“ der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert wurde.

Ich weiß nicht, was Corona mit Hirnen macht, aber ich habe eine Ahnung davon, was – biblisch gesagt – „zur Zeit oder zur Unzeit“ stattfindet.

Während rings herum das normale Leben zum Erliegen kommt, eine Pleite-Lawine rollt, Impfstoff-LKW heiße Luft statt tiefgekühltes Serum transportieren, Alte ungeschützt und ungetröstet sterben müssen und Kinder in die Verhaltensstörung getrieben werden, befasst sich die Christlich(!)-Soziale(!)-Union mit einem Weltraumbahnhof.

Eine Partei, die noch vor Jahren als letztes Bollwerk gegen all das stand, was „die da in Berlin“ dem wehrlosen Bürger überstülpen wollen, beispielsweise „Asyltourismus.“ Auf München war immer Verlass, sei es gegen Gender, Islamisierung oder „Ehe für alle“. Ging es um das Kreuz oder das Leben ungeborener Kinder: die CSU war zur Stelle.

Meine Eltern wählten die westfälische CDU, weil es den bayerischen „Franz Josef“ gab. Und als der Markus das Ruder übernahm, startete er mit dem „Kreuzerlass“ und widerstand zunächst allen Anfeindungen, selbst denen der klerikalen Kreuzleugner vom Tempelberg. Auch als Herr Marx zu meinen glaubte, „der Begriff Abendland hat etwas Ausgrenzendes“, gab es noch ein Mucken und Zucken in der CSU-Spitze.

Doch dann ging es im Affenzahn auf die Rutschbahn Richtung Nordsee mit Zwischenstopp Berlin: Das mit dem Kreuz in den Amtsstuben sei ein Fehler gewesen, die „Ehe für alle“ etwas ganz Tolles, die Grünen echt sympathisch. Und Klima-Greta wurde zur Göttin in einer Partei, die Gott offenbar verloren hat.

Der einstige Anwalt der Pendler hat sich in CO2-freier Luft aufgelöst. Die Benzinpreise explodieren. Man könnte noch unzählige Themen nennen. Und das alles in rasendem Tempo.

Im Schatten von „Corona“ wird die Abrissbirne gegen die Fundamente von Ethik und Werten geschwungen — wie drohende Drohnen vom parteieigenen Nordsee-Bahnhof. Wissen die Christen in der Union nicht mehr, was auf dem Spiel steht? Wird dem schnellen (Umfrage-)Erfolg auch der letzte Markenkern für das Linsengericht einer Grünen-Koalition geopfert?

Selbst Wirtschafts-Laien wissen: Das führt langfristig in die Pleite. Und jeder Christ weiß: Darauf ruht kein Segen. Aber die Kollegin oben hat ja recht: Wenn das „C“ unter den Wanderdünen des Zeitgeistes
verschwunden ist, braucht man Ersatzdrogen, um Polit-Karrieren zu sichern.

Unvergessen: Ich lud einen der prominentesten CSU-Politiker in meine Sonntagssendung. Antwort: „An dem Tag haben wir im Wahlkreis die Segnung der Felder. Wenn ich da nicht dabei bin, brauche ich erst gar nicht wieder zu kandidieren…..“
Das war erst vor knapp zehn Jahren. Da blickte man noch himmelwärts.

Wir danken Peter Hahne für die freundliche Abdruckerlaubnis dieses Beitrags, der zuerst in der katholischen Wochenzeitung „Tagespost“ vom 21. Januar erschienen ist. Hahne ist evangelischer Theologe, ehem. ZDF-Moderatur und Bestsellerautor – u.a. mit dem Buch „Seid ihr noch ganz bei Trost! Schluß mit Sprachpolizei und Behördenterror“ (Lübbe-Verlag).


CDL begrüßt die Ethikbeschlüsse der CSU

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Die CSU hat auf ihrer Klausurtagung am 5. Januar 2019 in einem Grundsatzpapier ein klares Bekenntnis zum Lebensrecht abgegeben und zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit erklärt.
Hierzu erklärt die Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) in Bayern, Christiane Lambrecht:

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Die CSU möchte die hohen Abtreibungszahlen verringern und ethische Pflöcke einschlagen. Die klaren Aussagen der CSU anläßlich ihrer Klausurtagung zum Lebensrecht begrüßen wir sehr.
Selektion, ja eine geradezu perfide Auslese von ungeborenen Menschen durch vorgeburtliche Untersuchungen, wobei regelrecht nach Kindern mit Down-Syndrom gefahndet wird, macht unsere Gesellschaft ärmer, unmenschlicher und unsolidarisch.
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Ebenso hat jede Abtreibung eine mehrfach dramatische nachhaltige Wirkung: Das ungeborene Kind ist tot, die Mutter muß ein Leben lang damit zurechtkommen. Zudem hat jede Abtreibung erhebliche Auswirkungen – auch auf die Geschwister, Familie und Gesellschaft.
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Das Lebensrecht gehört in die Mitte von Politik und Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir die aktuellen Beschlüsse der CSU hinsichtlich Abtreibungen, zu Ethik und den Menschenrechten in vollem Umfang.
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Die von der CSU angestrebte Evaluation zu Motiven und Lebenssituationen von Frauen im Schwangerschaftskonflikt sowie über die psychischen, physischen und sozialen Folgen von Abtreibung ist längst überfällig.
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Zudem ist die aktuelle Beratungssituation bei den staatlich anerkannten Beratungsstellen teilweise mehr als mangelhaft. Die CDL wird die CSU bei der Konkretisierung der Vorhaben gerne aktiv unterstützen.“

Internetpräsenz: www.cdl-online.de


Kardinal Marx folgt dem Vorschlag von Bischof Bode für eine Segnung von Homo-Paaren

Mathias von Gersdorff

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk hat sich nun Kardinal Reinhard Marx offen für die Segnung von homosexuellen Paare ausgesprochen: „Da muss man auch ermutigen dazu, dass die Priester und Seelsorger den Menschen in den konkreten Situationen auch einen Zuspruch geben. Ich sehe da eigentlich keine Probleme.“

Als erster deutscher Bischof brachte Franz-Josef Bode von Osnabrück das Thema an die Öffentlichkeit.

In der Bischofskonferenz ist Bode wohl der liberalste Bischof, der stets Vorschläge unterbreitet, die der katholischen Sexualmoral widersprechen:

Die Kirche kann keinen Segen für eine Partnerschaft erteilen, deren Grundlage eine sündhafte Handlung ist. Dazu gehören sog. wilde Ehen, Partnerschaften wiederverheirateter Geschiedener, polygame Beziehungen und eben auch homosexuelle Partnerschaften.

Wäre Bischof Bode konsequent gewesen, hätte er Segnungen für alle möglichen Konstellationen von Paaren fordern können, doch dann wäre es zu offensichtlich gewesen, dass sein Ansinnen antikatholisch ist.

Nun macht sich auch Kardinal Marx, immerhin Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, für Segnungen homosexueller Paare stark. Kardinal Marx ist auch Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Mitglied des von Papst Franziskus gebildeten Kardinalrates, der eine Reform der vatikanischen Kurie einleiten soll.

Jener, der diesen heterodoxen Vorschlag gemacht hat, ist also kein Leichtgewicht in der katholischen Kirche  – oder anders ausgedrückt: Wenn die katholische Kirche solche Prälaten hat, braucht sie keine Feinde mehr.

Kardinal Marx wollte nicht so weit wie Bischof Bode gehen, und sprach sich zugunsten von Segnungen im „Einzelfall“ aus. Doch das ist nichts anderes als ein Feigenblatt: Wenn Segnungen  bei homosexuellen Paaren im Einzelfall in Ordnung sind, so ist die (praktizierte) Homosexualität kein Hinderungsgrund mehr. Es müsste ein anderes bzw. weiteres Merkmal hinzukommen, um den Segen zu verweigern.

Dass gerade Kardinal Marx und Bischof Bode vorschlagen, homosexuelle Paare zu segnen (und damit Homosexualität de facto als moralisch unbedenklich anzusehen), kommt nicht unerwartet.

Im Vorfeld der Familiensynode im Herbst 2015 waren diese beiden (würdigen?) Würdenträger die wichtigsten Verbündeten von Kardinal Kasper im deutschen Episkopat.

Kardinal Kasper forderte in einem viel beachteten Vortrag an die Kardinäle Anfang 2014 die Öffnung der Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene. Das würde im Grunde bedeuten, dass die Kirche sexuelle Akte außerhalb der Ehe als nicht mehr so gravierend ansieht – jedenfalls als nicht derart gravierend, dass sie den Empfang der Kommunion verhindern.

Falls aber wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion nun empfangen dürfen, wieso dann nicht alle Personen, die in irgendeiner Art und Weise schwer gegen das sechste Gebot verstoßen?

Kein Wunder, dass kurz nach Kaspers Ansprache an die Kardinäle schon manche eine umfassende Reform bis hin zu einer Abschaffung der katholischen Sexualmoral forderten, als ob sich die göttlichen Gebote reformieren ließen. Mal wieder waren die deutschen Amtsträger an erster Stelle. Auch verlangte man eine moralische Neubewertung der Homosexualität, was aber die afrikanischen und viele osteuropäischen Bischöfe auf die Barrikaden brachte.

Speziell in Deutschland veröffentlichte das unselige „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ im Mai 2015 ein Positionspapier, in welchem eine radikale Abkehr von der katholischen Sexualmoral verlangt wird. Auch sollte praktizierte Homosexualität als unbedenklich eingestuft werden und gleichgeschlechtliche Paare den kirchlichen Segen erhalten dürfen.

Damals erkannte Kardinal Marx, dass diese Forderungen zu weit gingen und den Widerstand gegen jegliche Lockerung der Sexualmoral und der Lehre über die Ehe (wie eben die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu Kommunion) verstärkte. Kardinal Marx lehnte damals Segnungen für homosexuelle Paare noch scharf ab.

Nach den neuesten Stellungnahmen wird sonnenklar, dass die damalige Positionierung bloße Taktik war. Nun sieht offensichtlich Kardinal Marx die Zeit für weitere „Neuerungen“ gekommen.

Was streben Kardinal Marx und Bischof Bode überhaupt an?

Im Vorgehen dieser beiden Prälaten lassen sich gewisse Grundlinien erkennen:

1. Die Sexualmoral der katholischen Kirche scheint für sie nicht etwas, das sich aus der Bibel ableiten lässt, sondern ein menschliches Werk zu sein, das man auch nach menschlichem Ermessen ändern kann.

2. Damit verbunden ist wohl die Auffassung, dass die Schöpfungsordnung bzw. das Naturrecht (zumindest) für die Sexualität (und für die Ehe) nicht gilt. Wenn das so ist, dann gibt es auch keine überzeitlichen und universellen Normen, die immer und für jeden gelten. Die Sexualethik wird bestenfalls zu einer Art Gewohnheitsrecht heruntergestuft.

Wenn die Sexualmoral aber nicht für immer und ewig definiert und unveränderbar ist, wonach richtet sie sich denn?

Für Kardinal Marx und für Bischof Bode steht fest: Die katholische Sexualmoral muss sich der sexuellen Revolution anpassen.

Die erwähnten Vorschläge dieser beiden Prälaten und jene aus dem deutschen Progressismus lassen sich so zusammenfassen: Die katholische Sexualmoral muss durch die Maximen der sexuellen Revolution ersetzt werden. Konkret bedeutet das: Es gibt keine in sich moralisch falsche sexuelle Handlungen, Wünsche, Vorstellungen. Alles ist erlaubt (solange keine Gewalt gegenüber Dritten angewendet wird).

Sie sagen das natürlich nicht so direkt, aber anders kann man die Auslassungen des deutschen Progressismus nicht interpretieren. Wann hat man zuletzt einen Vorschlag gehört, der mehr Disziplin, Abstinenz, Keuschheit, Anstand in den Moden etc. etc. verlangt?

Das Leitbild von Bischof Bode, von Kardinal Marx und generell des deutschen Progressismus ist die sexuelle Revolution nach den Maximen der 1968er-Revolution.

Wie diese Auseinandersetzung ausgehen wird, ist noch ungewiss. Vor allem stellt sich die Frage, wie stark der Widerstand im Kirchenvolk gegen dieses Zerstörungswerk sein wird.

Auf eines muss man sich aber sicher vorbereiten: Die katholische Kirche in Deutschland geht turbulenten Zeiten entgegen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Beiträge u.a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Info-HINWEIS: Noch im Mai 2o15 erklärte Kardinal Marx wörtlich laut Kölner Domradio: „Die Deutsche Bischofskonferenz hat Forderungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken nach einer Segnung homosexueller Paare gerügt. Diese sei mit der Lehre der Kirche nicht vereinbar, erklärte der Münchner Kardinal Marx.“ (Quelle: https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2015-05-15/streit-um-segnung-homosexueller-paare)

Der Glaube begünstigt die Gesundheit – Ordensfrauen: mehr Vertrauen, weniger Streß

Ein religiöser Lebensstil hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese Meinung vertritt der christliche Mediziner Dr. René Hefti im evangelikalen Magazin „ChrisCare“, das von der Organisation „Christen im Gesundheitswesen“ herausgegeben wird.

Insbesondere drei Faktoren hätten Studien zufolge einen direkten Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden:

Zum einen fördere der Glaube positive Emotionen wie Zufriedenheit, Dankbarkeit und Freude. Im Zusammenspiel mit einem gesunden Selbstwertgefühl seien schwierige Lebenssituationen so besser zu bewältigen.

Er stärke die Beziehungen zu den Menschen. Wer anderen und sich vergeben könne, lebe in Frieden. Das sei gut für das Herzkreislaufsystem, das stark auf negative Gefühle reagiere, z.B. durch höheren Blutdruck und mehr Cholesterin.     

Drittens fördere der Glaube gesunde Verhaltensweisen. Studien hätten gezeigt, dass Schüler mit stärkerer Glaubensorientierung weniger Alkohol und Zigaretten konsumieren, sich mehr bewegen und gesünder essen.

Der Arzt geht auch auf eine Studie mit 144 Ordensfrauen aus einem Benediktinerkloster in Italien ein. An ihrem Lebenskonzept würden die gesundheitlichen Vorzüge des Glaubens deutlich: Die Nonnen wurden über 20 Jahre hinweg auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Ihr Blutdruck sei im Gegensatz zur Normalbevölkerung praktisch unverändert geblieben.

Den Grund sieht Hefti in den regelmäßigen Gebetszeiten: „Dies entlastet, es ,entstresst‘ und fördert eine vertrauensvolle Lebenshaltung, die die Nonnen dann auch in den Alltag mitnehmen.“

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/glaube/detail/mediziner-der-glaube-staerkt-die-gesundheit-103572.html


Leo Baeck, Europas großer Rabbiner, über Jesus, den „jüdischen Bruder“

Von Felizitas Küble

Das monumentale Werk von Leo Baeck mit dem Titel „Das Wesen des Judentums“ ist zwar über hundert Jahre alt, aber in seiner klassisch-großartigen Zusammenschau jüdischen Glaubens und Betens, Lebens und Fühlens, Wirkens und Hoffens von herausragender Höhe des Denkens und Tiefe des Empfindens.  cover

Bei der Lektüre entsteht mitunter den Eindruck, als ob dieses Buch  – bei aller Urtümlichkeit des jüdischen Glaubenszeugnisses – zugleich auch geistige Perlen aus dem deutschen Idealismus und der deutschen Romantik aufgreift und passend in das Gesamtwerk einfügt.

Seine moralische Grundhaltung ist  –  typisch jüdisch  –  geprägt von einer „Ethik der Gebote“, einer tiefen Freude, ja geradezu Begeisterung über die Gebote Gottes, über seine Wegweisung für uns Menschen, die zu Dankbarkeit und Ehrfurcht gegenüber dem Schöpfer gemahnen, der zugleich unser „Gesetzgeber“ ist.

In dieser Hinsicht steht der Autor dem Katholizismus natürlich deutlich näher als dem Protestantismus, weil die kath. Kirche ebenso wie das Judentum lehrt, daß der Glaube allein keineswegs selig mache, daß auch die „fromme Tat“, das „gute Werk“  notwendig sei, auf daß der Glaube sich als glaubwürdig und lebendig erweise.

Andächtig schwärmen ist leichter als gut handeln

Baeck sieht im lutherischen Glauben die Tendenz einer „Wortreligion“ und damit verbunden die „Herrschaft der gottesfürchtigen Redensart“ durch „Wortkünstler der Frömmigkeit“, welche es bereits als religiöses „Zeugnisablegen“ verstehen würden, mit einem „gefahrlosen Brustton der Überzeugung“ vom sicheren Platze aus „satzreiche Erklärungen hinauszusenden“.

Eine solche „Glaubenszeugenschaft“ könne freilich „gern und leicht geübt werden“. Bei der religiösen „Tat“ sehe das aber anders aus; hier liege ein Ideal vor Augen, das den Menschen und sein sittliches Streben ernsthaft herausfordere, weil es „nie völlig verwirklicht sein kann“ (S. 51).

Außerdem übt der Verfasser Kritik an einer Überbewertung religiöser Gefühle und Stimmungen anstelle der Beobachtung göttlicher Gebote und guter Taten  –  und er sieht gerade darin die wirkliche Gefahr eines „Pharisäertums“ (!), einer „religiösen Gefallsucht“ und „Koketterie der Frömmigkeit“. baeck

Das „inwendige Gefühl“, auf das der Protestantismus „so großen Wert legt“, könne leicht   –  neben einem wahrhaftigen Gottvertrauen und aufrichtiger Gläubigkeit  –  zur „Selbstbespiegelung“, zu einem „Prunken mit Empfindungen“ führen:  „Der Mensch lebt nicht für Stimmungen und nicht von Stimmungen.“ –  Er fügt hinzu: „Andächtig schwärmen ist leichter als gut handeln.“ (S. 52)

Kategorischer Idealismus

Aus dieser „Ethik der Gebote“, der Betonung des Willens Gottes, der Aufforderung zum guten Handeln als sittliche Pflicht, ergibt sich gleichsam ein „kategorischer Idealismus“, der sich gegenüber dem „kategorischen Imperativ“ von Kant insgesamt als überlegen erweist, aber freilich eine andere Ebene umfaßt (der Philosoph Kant spricht auf der Basis der natürlichen Vernunft, der Glaube ruht auf dem Übernatürlichen).

Wer das Judentum, das aus den Urtiefen seiner Geschichte und aus der Erwählung des Ewigen stammt und das – allen Verfolgungen zum Trotz  – die Jahrtausende überdauerte, in seinem inneren Selbstverständnis kennenlernen und wahrnehmen möchte, sollte zu diesem Klassiker greifen, den der damals bedeutendste Rabbiner nicht nur Deutschlands, sondern Europas verfaßte:briefm

Leo Baeck, als Sohn eines deutschen Rabbis 1873 in Lissa (Posen) geboren, wirkte später in West- und Mitteldeutschland (Oppeln, Düsseldorf, Berlin), war unter der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt (KZ Theresienstadt), ist dann als Überlebender nach London ausgewandert, wobei er weiterhin nach Deutschland reiste, Vorträge hielt und für die jüdisch-christliche Verständigung eintrat.

Durch die Lektüre des Buches „Das Wesen des Judentums“  –  das er übrigens seiner „lieben Frau“ gewidmet hat  –   können auch Christen in mancherlei Hinsicht ihren eigenen Glauben besser verstehen, denn dieser beruht auf dem jüdischen „Mutterboden“, dem Glauben des Volkes Israel.

Das Christentum ist ein  –  gleichsam selbständig gewordenes  –  Kind des Alten Bundes, das bei all seiner Unabhängigkeit jedoch seine Wurzeln weder vergessen noch verleugnen sollte.

Zurück zu Leo Baeck, dem großen jüdischen Vordenker der Zwischenkriegszeit (Weimarer Republik)  – im Grunde sogar schon früher, denn einige seiner Werke entstanden bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. 

Für Christen ist nun vor allem die Frage von Interesse: Wie steht diese bedeutende Koryphäe des Judentums zu Jesus aus Nazareth? 

„Jesus war ein Jude unter Juden“kleines-rituale

Natürlich teilt ein Jude nicht den Glauben an die Gottheit Christi oder die Dreieinigkeit Gottes, sonst wäre er ja Christ  –  das ist wohl logisch. Aber wie beurteilt Leo Baeck die Persönlichkeit dessen, der als Jude zugleich der Begründer des Christentums, der Stifter seiner Kirche war und ist?

Um dies zu verdeutlichen, wählen wir einige Zitate aus den Werken des jüdischen Gelehrten, der immer wieder betonte, daß Jesus ganz und gar ein Jude gewesen sei. Baeck, der an der Kirchengeschichte verständlicherweise einiges zu kritisieren weiß, läßt auf IHN nichts kommen, bezeichnet IHN als „gottgesandte Persönlichkeit“.

Jesus sei, so schreibt er, „in jedem seiner Züge durchaus ein echt jüdischer Charakter“ gewesen, ein Mann, „wie er nur auf dem Boden des Judentums – nur dort und nirgends anders  – erwachsen konnte.

Jesus ist eine echt jüdische Persönlichkeit, all sein Streben und Tun, sein Tragen und  Fühlen, sein Sprechen und Schweigen: es trägt den  Stempel jüdischer Art, das Gepräge des jüdischen Idealismus, des Besten, was es im Judentum gab und gibt, aber nur im Judentum damals gab. Er war ein Jude unter Juden.“ (1)

„Er hat das Reine und Gute des Judentums offenbart“

Später schreibt der Rabbiner, daß Jesus vor seinem geistigen Auge stehe „mit edlen Zügen“, ein Mann „aus dem jüdischen Volke, auf jüdischen Wegen, im jüdischen Glauben und Hoffen“. 013_10a

Jesus war aus Baecks Sicht ein Mann, „der in allen Linien und Zeichen seines Wesens das jüdische Gepräge aufzeigt, in ihnen so eigen und so klar das Reine und Gute des Judentums offenbart“.  

Der „große Bruder“ aus Nazareth sei einer gewesen, der „in der jüdischen Zuversicht und Sehnsucht, durch sein Leben und in seinen Tod gehen konnte – ein Juden unter Juden.“ (2)

BILD: Die katholische Kirche St. Bernhard (Münster) zeigt den Gekreuzigten mit einem jüdischen Gebetsschal

Natürlich beschränkt sich auch dieser Gelehrte (wie viele andere Juden, die sich ähnlich geäußert haben) auf eine Wertschätzung Jesu als Mensch, als Jude und als edle religiöse Persönlichkeit.

Zugleich bedeutet diese Hinwendung zum Stifter des Christentums aber auch eine Art „Heimholung“ Jesu in die jüdische Welt hinein, die Erkenntnis seines wahrhaft israelitischen Charakters, wie er aus den Worten und Taten Christi hervorleuchtet  – und auch aus seinem Leiden und Sterben!

  • Quellenangaben:
  • 1.) MGWJ (Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums), 45. Jahrgang, 1901, S. 118
  • 2.) Das Evangelium als Urkunde der jüdischen Glaubensgeschichte, Leo Baeck, 1938, S. 69

Wie der Koran zwischen einer Ethik für Juden und seiner eigenen unterscheidet….

Den folgenden Leserbrief richtete Dr. Christoph Heger am 15.1.2015 an die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung); leider wurde er nicht veröffentlicht. Da wir den Inhalt sehr aufschlußreich finden, stellen wir ihn hiermit online:

Nicht nur Rainer Hermann in seinem Beitrag „Eine Tötungslizenz?“ in FAZ vom 9.1.2015, auch Imame islamischer Verbände zitierten jüngst auf der „Mahnwache“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin verfälschend Vers 32 von Sure 5: „Wenn jemand einen Menschen tötet, der keinen anderen getötet, auch sonst kein Unheil auf Erden gestiftet hat, so ist’s, als töte er die Menschen insgesamt“ (so Rainer Hermann). Köln-MoscheeDSC_0596_ShiftN

Wie schön wäre es, wenn sich die Muslime den Inhalt dieser Maxime zu eigen machen könnten!

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln-Ehrenfeld

Tatsächlich führt die Unvollständigkeit des Zitats in die Irre, heißt doch der Vers vervollständigt: „Aus diesem Grunde haben Wir [nämlich Allah] den Kindern Israels vorgeschrieben: Wenn jemand einen Menschen tötet, der keinen anderen getötet, …“

Nach dem koranischen Wortlaut ist also nicht den Muslimen, sondern den Juden eine solche Ethik von Gott auferlegt!

Die Aufgabe der Muslime ist dagegen in dem folgenden Vers 5:33 beschrieben, der an den Vers zuvor mit einem anknüpfenden „innamā / jedoch, vielmehr, indessen“ anschließt:

„Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten … ist indessen der, dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie eine gewaltige Strafe …“

Die Verknüpfung der Auflage, die Allah den Juden gemacht hat, mit dem ganz anderen, brutalen Gesetz für Muslime im unmittelbar folgenden Vers kann keinem Koranleser entgehen.

Man muss leider mit Sorge feststellen, dass solcher Art Täuschung der gutgläubigen Öffentlichkeit durchaus verbreitet ist. Um eine politisch kommode Unterscheidung von Islam und „Islamismus“ aufrecht zu erhalten, wird allgemein verschleiert, dass die „Islamisten“ sich sehr wohl auf die praktisch von allen Muslimen angenommenen Fundamente des Islams berufen können: auf den Koran und den „Brauch des Propheten“.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Sturheit“ in puncto Moral ist realistisch…

Von Prof. Dr. Hans Schieser

Eine Bitte an den Heiligen Geist in der bekannten Pfingstsequenz lautet: „Flecte quod est rigidum…“  – „Biege, was erstarret ist…“

Ja, das wäre doch notwendig, die Erstarrung („Sturheit“) in der Katholischen Kirche bei Themen wie z.B. der Ehemo131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72cral endlich „flexibel“ zu machen  –  das fordern heute viele Leute.

Auch wenn es Viele meinen und sogar glauben, lässt es doch eher auf eine Erstarrung der Intelligenz dieser „Vielen“ als auf  Sturheit der Kirche in Sachen der Moral schliessen.

Wie oft soll man noch erklären, was der Begriff „Moral“ bedeutet?  –  Die lateinische Sprache bezeichnet „mores“ als etwas, das „üblich ist“.  –  im Griechischen heisst es „Ethos“  =  So ist es einfach („realistisch“).

Ja, so ist das einfach, auch in der Moral: Dass es Dinge gibt, die „selbst-verständlich“ sind. Wie die Amerikaner in ihrer Unabhängigkeitserklärung sagen: „We hold these truths to be self-evident…“  –  Das heisst: es gibt Dinge, die keiner Erklärung bedürfen, sondern „einfach so sind“. Zum Beispiel, dass zweimal zwei vier ist, und alle Menschen gleich sind als Geschöpfe Gottes. image001

Es ist neu in der Menschheitsgeschichte, dass auch das „hinterfragt“ wird: „Wer sagt das überhaupt, dass zweimal zwei gleich vier ist?“

Wenn etwas selbstverständlich ist, bedarf es keiner Erklärung, aber man kann zeigen, welche Folgen eintreten, wenn die Wirklichkeit nicht angenommen, sondern falsch interpretiert oder gar ignoriert (= nicht zur Kenntnis genommen) wird.

Bei Gesetzen, die von Menschen gemacht wurden (zB. dass man bei uns auf den Straßen rechts fährt), kann man von Fall zu Fall „Ausnahmen“ zulassen, wenn es notwendig erscheint und man dadurch Schaden vermeiden kann. In der Moral enden jedoch die „Ausnahmen“ immer in der Sackgasse: „No exit!“ – Da gibt es keinen „Ausweg“!  – Also doch starr und stur?

Wer von der (katholischen) Kirche verlangt, die Moral „zu lockern“ oder vielleicht sogar eines der Gebote Gottes (zB das sechste) abzuschaffen, leidet vermutlich unter einer (unheilbaren) „Geisteskrankheit“ (→lateinisch „Stupor“ = Erstarrung / → „Stupiditas“ = Dummheit); es wäre genauso unsinnig, vom Papst zu verlangen, das Einmaleins zu ändern.

Unser Autor Prof. Dr. Hans Schieser lehrte die Grundlagen der Humanwissenschaften an der DePaul-University in Chicago (USA)


Offener Brief an den Bundespräsidenten

Von Almut Rosebrock

Sie, Herr Gauck, „warnten“ am Jahrestag der Schüsse von Sarajewo, dem Auslöser des 1. Weltkriegs, vor neuer „Nationalstaaterei“.   

Almut Rosebrock

Ich bin der Auffassung und Überzeugung, dass jeder Mensch seine Nationalität und auch Nationalstolz braucht; dazu gehört die Zugehörigkeit zu einer Volksgemeinschaft mit ihrer Sprache, Geschichte und Kultur (Musik, Tanz, Bildende Kunst, Diskussionskultur), ihrem (spezifischen) Glauben / Religiösität, ihrer Naturverbundenheit, ihrem Umgang der Menschen miteinander, mit und unter selbst gewählten Politikern, die für das Wohl der Volksgemeinschaft verantwortlich zeichnen.

Ich finde diese Verantwortlichkeit in Brüssel nicht!

Die „Verantwortungswege“ sind viel zu lang – von Portugal, bis Litauen, bis Bulgarien, bis Nordschweden als dass sie nicht Millionen und Milliarden Steuergelder versickern lassen würden!

Die „neunmalklugen Politiker“ in Brüssel, welche die Staaten sehr viel Geld kosten, zusammen mit dem riesigen Bürokratieapparat, wollen zentral die Zugreifbarkeit auf Geld und Eigentum der Bewohner der Mitgliedsstaaten für die großen Firmen und „Weltmächte“ erleichtern und erreichen!

Dazu dient die Währungsvereinheitlichung, die „Computerisierung“ der Menschen, die „Bankenkontrolle“ durch die EZB  –  die politischste alle Banken (die „mal eben“ die Grundlagen des Geldsystems außer Kraft gesetzt hat und so Bürger und Betriebe sowie Stiftungen kalt enteignet), die „Lenkung“ des moralischen Denkens durch Abschaffung desselben hin zu „Antidiskriminierungs – Denklenkungs – Denkverbots – Einheitsbrei“, das Verjubeln der Steuergelder in „subventionierte Projekte“ wie Stuttgart 21, World Conference Zentren, Flughäfen, wo die selbst erstellten Sicherheitsvorschriften nicht (mehr) einzuhalten sind.reichstag_flaggen_368s

Zudem die Gängelung der Bürger (und Industrie) ohne Ende durch Energiespar- und sonstige Verordnungen, Zwangsverpflichtung zu „Sexualaufklärung“ von jüngsten Kindesbeinen an, der nicht erfolgende Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum (natürlichen) Tod,  die Missachtung und eindeutig parteiliche Behandlung von BÜRGERBEGEHREN (EU-Bürgerbewegung „ONE of US“ in Brüssel, der „Bildungsplan“ in Baden-Württemberg, die Verherrlichung von Ideologien wie GENDER-Mainstreaming, der globale Markt (der alles richten wird…),  „Entnationalisierung“ und „Entheimatung“ der Menschen und vieles mehr.

Und wo ist Gott in dem Ganzen?   –  Unser Deutschland wird von einem Pastor und von eine Pastorentochter (beide evangelisch wie ich) regiert.
Man merkt da wenig von.

Freiheit sollte im Zentrum der Politik stehen. Freiheit braucht eine grundsätzliche Ethik und Moral und auch Vertrauen!
(Vgl. die Rede von Papst Benedikt im Bundestag vom September 2011)

Ich bin für ein Europa der Vaterländer!
Vater- und Mutterländer, die in gegenseitiger Wertschätzung und Respekt – und im Bewusstsein, dass sie aufeinander angewiesen sind – in enger Verbindung stehen.

Die aber – in Asyl-, in Wirtschafts-, in Landwirtschafts-Subventionsfragen, in Familienpolitik-, in Werte-, in Weltpolitik-Fragen durchaus auch eigene Standpunkte beziehen können.

Ich bin der Überzeugung, dass die derzeitige Macht und Power-Politik der EU zum Scheitern verurteilt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Almut Rosebrock, kritische Bürgerin, Mutter, Apothekerin
Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de