Kissinger-„Zitat“ zum Impfen frei erfunden

Von Felizitas Küble

Immer wieder bekomme ich – meist von mir unbekannter Seite – verrückte „Meldungen“ zugemailt, denen man mit etwas Verstand schon auf den ersten Blick anmerkt, daß sie frei erfunden sein müssen.

So gelangte heute dieses angebliche Zitat des früheren US-Außenministers Henry Kissinger – er ist ein gebürtiger deutscher Jude aus Franken – in mein Mailpostfach:

Darin wird aus einer Rede zitiert, die er am 25.2.2009 vor der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gehalten haben soll – und zwar zur „Eugenik“. Allerdings hat der vermeintliche Ausschnitt mit Eugenik kaum etwas zu tun, vielmehr geht es darin um eine geplante Massenimpfung.

Mir war sofort klar, daß das Zitat nicht stimmen kann, denn erstens befindet sich schon die Ausdruckweise weit unter dem sprachlichen Niveau von Kissinger (z.B. die ständige Bezeichnung der Bevölkerung als „Herde“, einmal als „Schafe“), zweitens ist eine solch absurde Aussage (z.B. „Wir können Kinder genetisch verändern und sterilisieren“) auch inhaltlich für ihn völlig unpassend.

Schon ein kurzer Blick ins Netz bestätigte meine Ablehnung – siehe hier: https://www.presseportal.de/pm/133833/4620111

Im nonkonformen Spektrum sollten einige Leute einen besseren „Riecher“ entwickeln, wenn Fake-News im Umlauf sind – einmal abgesehen davon, daß solcher Unfug auch die sachlichen, seriösen Skeptiker in puncto Corona-Impfung in Mißkredit bringen kann, obwohl sie damit nichts zu tun haben.


Abtreibung: Planned Parenthood distanziert sich von rassistischer Gründerin M. Sanger

Die New Yorker Zweigstelle des größten Abtreibungsanbieters der Welt hat angekündigt, den Namen ihrer Gründerin, Margaret Sanger, wegen deren Unterstützung der Eugenik von seinem Gebäude in Manhattan zu entfernen. Das berichtet die „Catholic News Agency“ (CNA).

„Die Streichung des Namens von Margaret Sanger ist ein überfälliger Schritt, um mit unserem Vermächtnis umzugehen und den Beitrag von Planned Parenthood zur historischen Reproduktionsschädigung [sic] innerhalb farbiger Gemeinschaften anzuerkennen“, erklärte Karen Seltzer, Vorstandsvorsitzende von Planned Parenthood of Greater New York (PPGNY).

Das Gebäude – in dem weiterhin ungeborene Kinder abgetrieben werden – soll nun als „Manhattan Health Center“ bezeichnet werden.

PPGNY ist die größte Planned-Parenthood-Tochtergesellschaft der USA. Sanger war auch Gründungsmitglied der deutschen Schwester-Organisation „Pro Familia“.

Karen Seltzer beklagte Sangers „rassistisches Erbe“. Es gebe zudem „überwältigende Beweise“ dafür, dass die Gründerin an Eugenik glaubte.

BILD: Unser bewährter Robben-Aufkleber gegen Abtreibung

Eugenik – im Nationalsozialismus auch „Rassenhygiene“ genannt – ist eine Theorie und politisches Programm, die lange Zeit als „fortschrittlich“ gefeiert wurde.

Anfang des 20. Jahrhundert wurde die Eugenik zeitweise als „Wissenschaft“ bezeichnet, mit der die angeborenen Eigenschaften einer „Rasse“ oder Bevölkerungsgruppe „verbessert“ werden könne, etwa durch die Zwangssterilisierung „minderwertigen“ Lebens.

Neben der Streichung des Namens der Gründerin vom Gebäude will der New Yorker Arm des Abtreibungskonzerns auch ein Straßenschild entfernen lassen: Dieses bezeichnet den Ort der Klinik als „Margaret-Sanger-Platz“.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/planned-parenthood-gibt-rassistisches-vermachtnis-der-grunderin-zu-6636

Foto: Dr. Edith Breburda – Aufkleber: Christoferuswerk


Marsch für das Leben: Resolution der Teilnehmer gegen vorgeburtliche Selektion

Die Teilnehmer des 12. Marsches für das Leben verabschiedeten bei ihrer Kundgebung vor dem Reichstag in Berlin einstimmig folgende Resolution:

Getragen vom Votum der Teilnehmer des 12. Marsches für das Leben 2016 am 17.9.2016, abgegeben auf der Kundgebung vor dem Reichstag, appelliert der Bundesverband Lebensrecht an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), an Gesundheitsminister Gröhe und die Mitglieder des Deutschen Bundestags: Connie.Rose JPEG

Geben Sie nicht dem Drängen von Medizinkonzernen nach, welche sich mit genetischen Tests zur Früherkennung (NIPD), als Kassenleistung anerkannt, einen riesigen Markt zu Lasten aller Krankenversicherten sichern möchten.

Entgegen einschlägiger Werbung, die den Schwangeren ein sicheres Gefühl verspricht, erhöhen diese Tests die Verunsicherung, ohne konkrete Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Im Gegenteil: Die Abtreibungswahrscheinlichkeit erhöht sich massiv bei kleinsten Verdachtsmomenten, und der Druck auf Schwangere nimmt immer mehr zu, nur noch Kinder ohne Beeinträchtigungen zu bekommen.

Dies verändert das Klima in unserer Gesellschaft erheblich zuungunsten von Menschen mit Behinderungen und deren Eltern. Dies widerspricht allen Inklusions- und Antidiskriminierungsbemühungen.

Darum: Weisen Sie die Herstelleranträge mit aller Entschiedenheit und kraft ihrer Entscheidungsmacht unter ethischen Gesichtspunkten zurück. Hören Sie auf die Betroffenenverbände, Kinderärzte und Gynäkologen!

Das Parlament fordern wir auf, sich mit der generellen Zulässigkeit dieser Tests unabhängig von der Frage der Kassenzulassung im Lichte unseres Grundgesetzes zu beschäftigen und nicht den Wirtschaftsinteressen das Feld zu überlassen.


Kardinal Schönborn: Neuer vorgeburtlicher PraenaTest ist „Eugenik“

Pressemeldung der CSA Österreich:

In der Wiener Gratiszeitung Heute bezeichnet Erzbischof Christoph Schönborn den neuen, umstrittenen „Down-Syndrom“-Bluttest als Eugenik.

Dies sind deutliche Worte des Wiener Kardinals über den von der Firma LifeCodexx aus Konstanz entwickelten Praena-„Blut“-Test:

„Hier wird Selektion betrieben. Eugenik“, stellt er zutreffend fest und fragt weiter: „Wird das schlimme Wort vom ‚lebensunwerten Leben‘ wieder Wirklichkeit? Ist das noch eine menschliche Gesellschaft, in der nur mehr topfitte, supergesunde, leistungsstarke Menschen erwünscht sind?“

Seit Montag, den 20. August 2012, ist nach einer Meldung der Firma „LIfeCodexx“ der neue Bluttest in 70 Praxen und Kliniken in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz verfügbar.

Die „Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Österreichs“ (CSA) ist über die klare Aussage des Wiener Erzbischofs erfreut und fordert zu weiteren Klarstellungen auf:
„Dies ist vielleicht die letzte Chance, um den Weg in eine europäische Katastrophe zu verlassen. Wenn Kardinal Schönborn, seine Mitbrüder und die gesamte katholische Kirche jetzt nicht endlich mit allen demokratischen Mitteln gegen diese naziähnlichen Zustände vorgehen, könnte das „Vierte Reich“ vielleicht noch verhängnisvoller werden als das vergangene 3. Reich.“

Deshalb gilt: Wehret den Anfängen! Für ein eindeutiges Ja ohne jedes Nein zum Lebensrecht aller Menschen!

Waizenkirchen, den 25. August 2012
gez. Günter Annen

 „Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Österreichs“
A-4730 Waizenkirchen , Feldweg 1
Tel.: 0043 (0)7277/6342   Fax.: 0043(0)7277/6342-4
www.csa-austria.com        Mail:  office@csa-austria.com


CDL gegen „Eugenik von unten“: Kritik an pränataler Eugenik und Selektion!

CDL fordert am Welt-Down-Syndrom-Tag Widerstand gegen neue  Zulassung von selektiven Bluttests auf Trisomie 21

 
Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben vom 20.3.2012:

Zum morgigen Welt-Down-Syndrom-Tag (21.3.) erklärt Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL):

„Der Welt-Down-Syndrom-Tag macht uns darauf aufmerksam, dass in Deutschland inzwischen schon über 90 % der ungeborenen Kinder, bei denen Trisomie 21 diagnostiziert wird, abgetrieben werden.

Statt  –  wie von unserem Grundgesetz gefordert  –  Menschen mit Behinderungen wie dem Down-Syndrom aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, fördert unser Staat dagegen sogar seit jüngstem die Einführung immer schärferer Diagnosemethoden, um wie in einer Rasterfahndung Kinder mit Trisomie 21 noch vor der Geburt zu ermitteln.

Nyfldt med Down syndrom Baby

Baby mit „DownSyndrom“  

In 2011 hat ausgerechnet das von Ministerin Schavan geführte Bundesforschungsministerium mindestens 230.000 Euro an Steuergeldern ausgegeben, um bei einem Biotechunternehmen (GATC Biotech AG, Tochterunternehmen LifeCodexx AG) die Entwicklung eines pränatalen Bluttests zu fördern, mit dem künftig Trisomie 21 mit voraussichtlicher 100 % Sicherheit schon ab der 10. Schwangerschaftswoche festgestellt werden kann.

Wenn dieser Test voraussichtlich noch Mitte des Jahres in Deutschland zugelassen wird, werden nach einer Diagnose „Down-Syndrom“ diese Kinder in Zukunft noch „sicherer“ abgetrieben werden. Unser Staat hat damit aufgehört, die ungeborenen Kinder mit Down-Syndrom und ggf. auch anderen Trisomie-Diagnosen zu schützen.

Uns droht eine neue „Eugenik von unten“: Menschen, deren genetische Eigenschaften nicht erwünscht und die wegen ihrer möglichen Behinderungen als Last empfunden werden, haben in Zukunft kaum noch eine Chance, geboren zu werden. Sie werden wenige Wochen oder Monate nach ihrer Zeugung durch Abtreibung gezielt getötet.

Wir Christdemokraten für das Leben fordern deshalb, dass der in Entwicklung befindliche pränatale Bluttest der Konstanzer Firma LifeCodexx AG nicht zugelassen werden darf.

Wir verlangen von der Bundesregierung einen konsequenten und glaubwürdigen  Einsatz für Menschen mit Behinderungen und mit Down-Syndrom.

Die Vermeidung von faktischer Eugenik muss unmißverständlich wieder zum Ziel von Politik und Forschung werden. Aufgabe des Staates ist es, gerade die Schwachen zu achten und zu schützen,  ihre Inklusion zu fördern und nicht ihre Selektion.

Derzeit ist aber eine inhumane und gefährliche gegenteilige Entwicklung in Richtung neuer „pränataler Eugenik“ zu beobachten.

Die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (2011) und die steigenden Zahlen von Spätabtreibungen signalisieren diese alarmierende Tendenz. Deshalb gehört auch das geltende Abtreibungsstrafrecht auf den Prüfstand. Denn es trägt dazu bei, dass nur noch selten Kinder mit Down Syndrom überhaupt eine Überlebenschance erhalten  –  man „beseitigt“ die Behinderungen durch Abtreibung. Das ist menschenverachtend und verletzt Humanität ebenso wie Menschenrechte.“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine selbständige Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europaabgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Kontakt-Daten:
CDL – Christdemokraten für das Leben
Schlesienstr. 20
48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60
Fax: 0251 / 6 28 51 63
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