Amtliche Warnung vor den Evangelikalen……

Was zu beachten ist:

  • Rufe wie „Allah akbar!“, „Tötet die Ungläubigen!“ u. ä. in Bayern weisen genauso wenig auf einen islamistischen Hintergrund hin wie die Herkunft aus der Al-Quaida-Hochburg Pakistan. Ggf. täuschen sie nur diesen vor (vermutlich durch evangelikale Christen oder AfD-Anhänger). 038_35
  • Gerade die Evangelikalen schlechthin sind nämlich alle durch die Bank – ohne Unterschied – einer wie der andere – genauso Fundamentalisten wie vielleicht, eventuell doch einige, wenige Muslime (wenn überhaupt!). Anschläge und Köpfungen etc.. sind bei denen nämlich auch generell durchaus grundsätzlich nicht vollkommen ausgeschlossen. Daher sollte man fairerweise immer von „Islamisten und Evangelikalen“ in einem Atemzug sprechen.
  • Attentate“ gibt es nicht. Höchstens „mutmaßliche Attentate“. Zuerst sind aber die wahrscheinlicheren Varianten anzusprechen: Unfall, Zufall oder Steuerung des LKW’s durch Aliens. Oder zum Beispiel Evangelikale…
  • Bevor man unzulässig die Fakten „Islamist“, „Afghane“ und „Flüchtling“ miteinander verknüpft und so fahrlässig Gedankenverbrechen begeht, sollte ausgiebig daran erinnert werden, dass Frau Petry genauso diesen Vorfall hätte verursachen können. Oder die Evangelikalen.
  • Dass deren Trainingslager und Waffenverstecke trotz intensiver Fahndung der zuständigen Organe und couragierter zivilgesellschaftlicher Aktivisten noch bislang unauffindbar geblieben sind, ist ein Beweis für die intakte evangelikale Untergrund- Infrastruktur und das hohe Maß an Disziplin der evangelikalen Terrorkader. Nähere Erläuterung dazu gibt ihnen das öffentlich-rechtliche Fernsehen oder der Imam Ihres Vertrauens.

Quelle und FORTSETZUNG der Realsatire (?) hier: https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/12/20/weihnachtsmarkt-berlin-oder-vor-evangelikalen-wird-gewarnt/

 


Ivo Sasek: Prediger zwischen V-Theorien, Weltrettertum, Esoterik und Schauermärchen

Von Felizitas Küble

Ein freikirchlicher Prediger macht seit einigen Jahren in der Schweiz von sich reden, nicht zuletzt durch jährliche Konferenzen und etliche Filme aus seinem „Panorama“-Studio. Zudem unterhält bzw. unterstützt er einige Internet-TV-Kanäle (darunter Sasek-TV, Jugend-TV, Klagemauer-TV), gründete die Anti-Zensur-Koalition und verbreitet diverse Schriften, ist aber hierzulande weniger bekannt als bei den Eidgenossen.

Es geht um Ivo Sasek. Der gelernte Automechaniker wuchs glaubenslos auf, bekehrte sich später zunächst in die evangelikale Richtung, fand dort aber wegen seineFotolia_23885701_Konzert_470x_r pfingstlerischen Anwandlungen und privaten Visionen bzw. himmlischen „Offenbarungen“ wenig Rückhalt, so daß der Familienvater (11 Kinder) seinen eigenen, esoterisch geprägten Kultverein gründete, die OCG  = Organische-Christus-Generation.

In seiner wirr erscheinenden „Theologie“ vereinigt er neben Weltfriedens-Theorien und politischen Verschwörungsthesen einige neugnostische Elemente, darunter die Lehre von einer Prä-Existenz der Seele oder die Reinkarnation sowie die „Allversöhnung“ nach Origenes.

Während er die katholische Kirche (besonders deren Marienverehrung) scharf kritisiert und z.B. düstere Schauermärchen über den Jesuitenorden verbreitet (siehe etwa hier ab der 58. Min.: https://www.youtube.com/watch?v=E2BHqW8zAtI), steht er mit anderen religiösen Gruppierungen auf weitaus besserem Fuße, zB. mit Scientology.

Manches an Saseks Äußerungen klingt für konservative Christen durchaus eingängig (etwa seine Kritik am Genderismus und einer staatlichen Frühsexualisierung der Kinder), doch sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, daß sein inhaltliches Programm insgesamt mit kirchlichen Glaubensvorstellungen vielfach auf Kriegsfuß steht, wenngleich er sich gerne in ein weltfriedensbewegtes Mäntelchen hüllt.

Derzeit treibt ihn eine ganz besondere Mission um, nämlich nichts weniger als die friedliche Kooperation aller 12 Weltreligionen, die es angeblich alle so herzlich gut meinen und mit Terror und Gewalt nichts am Hute haben.

Sein jüngster programmatischer Spielfilm mit dem Titel „Im Anfang war das Herz“ wird hier von seiner Organisation vorgestellt: http://www.panorama-film.ch/sprache-des-herzens/foto-dcubillas-www_freimages_com_

Darin heißt es:

„Wahre Religion hat mit Terrorismus so wenig zu tun wie:

  • Der Ku-Klux-Klan mit wahrem Christentum
  • Die Protokolle der Weisen von Zion mit wahrem Judentum
  • Der IS, ISIS etc. mit wahrem Islam usw.“

Freilich hat ohnehin kein Vernünftiger behauptet, der rassistische (und übrigens auch extrem anti-katholische) Klu-Klux-Clan aus den USA sei eine christliche Einrichtung. Überdies ist längst bewiesen, daß die „Protokoll der Weisen von Zion“ eine judenfeindliche Fälschung darstellen, daher tatsächlich über das „wahre Judentum“ nichts aussagen.

Nun wird es aber interessant, denn gleichzeitig wird in dieser Film-Präsentation der „Islamische Staat“ (IS) und ähnliche Terrororganisationen („etc.“) ausdrücklich vom „wahren Islam“ getrennt.

Während sich aber IS-Terroristen sehr wohl auf den Koran und den islamischen Dschihad bzw. „Heiligen Krieg“ berufen können, handelt es sich bei den Zions-Protokollen eben nicht um ein jüdisches Dokument und beim Klu-Klux-Klan nicht um eine christliche Vereinigung, welche sich auf die Bibel und/oder die Kirche stützt.

Mit anderen Worten: Der Vergleich hinkt gewaltig – und er soll offenbar auf geschickte Weise den Islam entlasten.

Dazu passen weitere Wohlfühl-Aussagen, wonach „alle 12 großen Weltreligionen“ angeblich „seit jeher dasselbe Ideal vermitteln“, nämlich die Nächstenliebe. Wie schön aber auch!131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Und so kommt Prediger und Filmregisseur Sasek zu der wunderbaren Schlußfolgerung: „Religion hat mit Terror und Kriegstreiberei nichts zu tun. Religion ist Religion und Terrorismus bleibt Terrorismus. Es ist daher nicht nötig, im Namen der Terrorbekämpfung die Religionen abzuschaffen.“

Uns ist freilich nicht bekannt, daß eine solche „Abschaffung“ von ernst zu nehmender Seite gefordert oder auch nur vorgeschlagen worden wäre. 

Der diesjährige Kongreß des selbsternannten Weltenlehrers stand passenderweise unter dem Leitwort der „Internationalen Freundschaft“: http://www.familie-sasek.ch/aktuell.html

Auch Saseks Familie (darunter viele seiner Kinder) begab sich an jenem 14. Mai 2016 singend auf die Bühne und pries die Weisheit verschiedener Weltreligionen, auf der eigenen Webseite illustriert mit einem großen Herzen, das die Symbole von 12 Religionen enthält.

Der Song unter dem bezeichnenden Titel „Ich spür mehr“ und dem Motto „Grenzenlos lieben“ präsentiert eine rein gefühlsbezogene, kitschig anmutende „Religiosität“ im Herz-Schmerz-Stil, verbunden mit einem „christlichen“ Anstrich bei gleichzeitiger Einbeziehung der (Irr-)Lehren diverser Religionen.

Mit einer emotional aufgeladenen und schwarmgeistigen Wellness-Gläubigkeit läßt sich freilich leicht eine selig-wolkige Weltverbrüderung der Religionen herbeisingen, wobei die störende Realität  – etwa der islamischen Christen- und Judenverfolgung  – gleich gar nicht in den Blick kommt oder mit scheinbar naiver Rhetorik hinweg-erklärt wird.

Weitere Infos zu Sasek: http://blog.gwup.net/2016/12/01/video-kontrovers-uber-ivo-sasek-und-klagemauer-tv/


Evang. Kirchenmann findet Islamisten harmloser als „radikale Bibelgruppen“

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat ihre Besorgnis über das Wirken evangelikaler Christen geäußert. 038_35

„Was die Gefährdung von sächsischen Jugendlichen angeht, bereiten etwa radikale Bibelgruppen viel größere Probleme als Islamisten“, sagte der Beauftragte für Weltanschauungs- und Sektenfragen, Harald Lamprecht, der Dresdner Morgenpost.

Den aktuellen Anlaß dieser Äußerung lieferte der Fall der 15 Jahre alten Linda Wenzel aus Pulsnitz. Anfang Juli reiste sie nach Syrien, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Lamprecht sah in dem Interview, das vor dem Terroranschlag von Würzbug veröffentlicht wurde, darin keinen Grund zur Sorge. Der Anteil sächsischer Jugendlicher an den 810 aus Deutschland ausgereisten IS-Rekruten läge „im unteren einstelligen Bereich“.

Weit größeren Zulauf würden dagegen die christlichen Fundamentalisten erfahren. Auch sie erstrebten eine „göttlich gebotene Ordnung, die zwangsläufig das Verhältnis zur Demokratie in Frage stellt“. Das attestierte den „Evangelikalen in Sachsen“ 2014 eine gleichnamige Studie der SPD-nahen Heinrich-Böll-Stiftung.

Sektenbeauftragter Lamprecht hatte bereits im vergangenen Jahr die Teilnehmer der Pegida-Proteste als die eigentlichen Friedensstörer ermittelt und Moslems als Verbündete im Kampf gegen den Islamismus empfohlen.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Meinungsfreiheit ade? – Zensur gegen islamkritische Seiten von David Berger

Von Felizitas Küble

Die homosexuelle Bewegung in Deutschland ist kein einheitlicher Block, wie es manchen Leuten auf den ersten Blick erscheinen mag. Es gibt zB. im schwulen Spektrum nicht etwa nur rot-grüne oder sonstige linksgestrickte Aktivisten, sondern auch bürgerlich-liberale bis konservative Zeitgenossen.  DavidBergerPM

Zu diesen liberal-konservativen Persönlichkeiten gehört der Philosoph und Publizist Dr. David Berger aus Berlin (siehe Foto)

Er befaßt sich skeptisch mit der Gender-Ideologie, wendet sich gegen linke Meinungszensur und Einseitigkeit in den Medien  –  und er äußert sich vor allem eindeutig islamkritisch. Daher wurde er sogar   –  wir hatten hier im CF darüber berichtet   –  als Chefredakteur des homosexuellen Magazins „Männer“ gefeuert; zudem erlebte er ständige verbale Attacken aus dem Lager der „Homo-Funktionäre“.

Die Krönung der gegen Berger gerichteten Unverschämtheiten geschah kurz nach dem Massaker von Orlando. Der Autor hatte sich die weltfremde Islamverharmlosung vieler Multikulti-Fans und sonstiger Zeitgeist-Naivlinge vorgeknöpft  und den „real existierenden Islam“ unter die Lupe genommen. Zugleich beschwerte er sich über die „Blindheit linksgrüner Homo-Aktivisten in Deutschland“. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Facebook sperrte als Reaktion hierauf für 30 Tage sowohl Bergers persönliches Facebook-Profil wie auch die FB-Seite seines Gaystream-Online-Magazins. 

Ein eklatanter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, eine Zensurmethode, die durch nichts gerechtfertigt ist  – und wo bleibt der Protest jener Kreise, die sich sonst so gerne als Lordsiegelbewahrer von Toleranz, Pressefreiheit, Dialog und souveräner „Streitkultur“ verstehen?

Schweigen im Walde, genauer: im linken Blätterwalde.
 .
Auch die Homo-Szene und „queere“ Kreise hielten es nicht für nötig, sich mit Dr. Berger zu solidarisieren. Dies ist umso unverständlicher, weil das Eintreten für Meinungsfreiheit keineswegs bedeutet, ohne weiteres mit den Ansichten des Betreffenden übereinzustimmen. Toleranz bewährt sich doch gerade dann, wenn es um Andersdenkende geht  – bei Gleichgesinnten erübrigt sich diese Tugend.
 .
Aber nicht einmal zu dieser fairen Haltung, wie sie für Demokraten selbstverständlich sein sollte, konnte man sich in diesem Spektrum durchringen.
 .
Hingegen setzten sich Medien aus dem politisch konservativen Lager (zB. die „Junge Freiheit“), aus der evangelikalen Bewegung (Magazin PRO) und aus dem romtreuen Katholizismus (Tagespost) für die Meinungsfreiheit Bergers ein und kritisierten die skandalösen Sperrungen von Facebook.

Dr. Berger zieht aus diesen ernüchternden Erfahrungen eine klare Schlußfolgerung:

„So erfreulich diese Solidarisierungen auch im Hinblick auf eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen überzeugten Christen und bürgerlichen Homosexuellen sind, so erschreckend ist die Tatsache, dass wir in Zeiten leben, wo politisch Konservative, konsequent katholische oder evangelische Christen die Meinungsfreiheit Homosexueller gegen eine inzwischen bereits halb staatlich (Maas-Kahane) organisierte Zensur verteidigen.“

Inzwischen hat Facebook auf Druck islamischer Gruppen auch arabisch-sprachige Freidenker- und Atheisten-Profile gelöscht  – auch darüber berichtet Dr. Berger: https://philosophia-perennis.com/2016/06/26/news-facebook-2/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Artikel der katholischen TAGESPOST von Dr. Stefan Meetschen: http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Wen-Facebook-loescht-und-sperrt;art310,170345

Weitere Infos zur Zensur gegen Dr. Berger hier: http://www.david-berger.info/#!Wenn-Konservative-und-Katholiken-f%C3%BCr-die-Meinungsfreiheit-Homosexueller-k%C3%A4mpfen/c1vx5/576bf0fb0cf27c385a746fe2


Evangelikale standen kurz vor der Spaltung

Allianz-Chef Diener entschuldigt sich für verwirrende Äußerungen

Der Vorsitzende des „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“, der Evangelist Ulrich Parzany, hat die persönliche Erklärung des Vorsitzenden der Dt. Evangelischen Allianz, Michael Diener, vom 28. Januar begrüßt. Logo Christustag

Darin bedauert Diener, dass seine Äußerungen zum Bibelverständnis und zu ethischen Fragen „in der pietistisch-evangelikalen Welt tiefgehende Verwerfungen und Irritationen“ ausgelöst haben.

Er hatte in Interviews gefordert, die Evangelikalen sollten neu über Mission und Politik denken. Im Blick auf das Thema Homosexualität äußerte er den Wunsch, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können.

Das hatte teils heftigen Widerspruch ausgelöst und die evangelikale Bewegung an den Rand einer Spaltung gebracht. Seine Äußerungen seien im pietistisch-evangelikalen Raum teils als unangemessene, öffentliche Kritik verstanden worden, so Diener.

Er bitte die Menschen, „die ich dadurch verletzt habe, ausdrücklich um Entschuldigung“, schreibt der Theologe, der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) ist.

Parzany: Ist Dieners Erklärung für die Ev. Allianz verbindlich?

Pastor Parzany erklärte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, diese Entschuldigung sei „sehr zu respektieren“. Er stimme Diener zu, „dass wir die notwendigen inhaltlichen Diskussionen, gerade auch zu Hermeneutik und Sexualethik“, führen müssen.

Parzany: „Ich begrüße, dass das in den kommenden Wochen auch in der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz geschehen wird.“ polskaweb

Er hoffe auf klärende Stellungnahmen dieser Gremien. Dass diese Diskussion „sachorientiert“ geführt werde, halte er für selbstverständlich. Irritiert zeigte sich Parzany darüber, dass es von Seiten des Geschäftsführenden Vorstands der Deutschen Evangelischen Allianz zunächst geheißen habe, es sei nicht sinnvoll, „mit ständigen Zwischenerklärungen die öffentlichen Debatten am Kochen zu halten“.

Nun habe Diener aber doch eine Persönliche Erklärung abgegeben. Unklar sei, ob er sich darin als Privatperson oder als Allianzvorsitzender geäußert habe: „Genau diese Unklarheiten schaffen die Irritationen.“

„Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ wünscht Gespräche

Laut Parzany hat das Netzwerk Bibel und Bekenntnis auch um Gespräche mit der Allianz und dem Gnadauer Verband gebeten. 65 Evangelikale hatten das Netzwerk am 23. Januar als Reaktion auf die Äußerungen Dieners gegründet. Im einstimmig verabschiedeten Kommuniqué der Gründungsversammlung heißt es:

„In vielen Gemeinden und Gemeinschaften herrscht Verwirrung und besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern. Es fehlt an deutlichem Widerstand gegen Entscheidungen von Kirchenleitungen und Synoden, die Bibel und Bekenntnis widersprechen. Das betrifft aktuell die Segnung und kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die kirchliche Förderung der Gender-Ideologie und Verlautbarungen zum interreligiösen Dialog.“

Die Stellungnahme von Ulrich Parzany lesen Sie hier im Wortlaut.

Quelle: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/parzany-begruesst-entschuldigung-dieners-aber-irritationen-bleiben-93512.html


Evangelikaler „Bibelbund“ distanziert sich von Michael Dieners jüngsten Äußerungen

Der Bibelbund mit einem Freundeskreis von 4000 evangelikalen Christen stimmt einigen Aussagen Dieners weitgehend zu:Bibelbund

1. Es gibt keine biblische Legitimation für die in den meisten evangelischen Landeskirchen praktizierten Segnungs- und Trauungs- Gottesdienste für homosexuelle Paare, so Diener. Kirchlicherseits dürfe es keine vollkommene Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe zwischen Mann und Frau geben.

2. Evangelikale Christen sollten nach Diener im Umgang mit ihren Gegnern auf Polemik und Selbstgerechtigkeit verzichten. Menschen von denen man sich abgrenzt oder die man für Gott gewinnen will, sollte man in Klarheit und Liebe begegnen.

3. Im Gegensatz zur offiziellen Haltung der EKD hält Diener die Mission unter Juden und Muslimen auch heute noch für geboten. Große Teile der biblischen Urgemeinde waren Juden, die zum christlichen Glauben konvertierten.

Kritik an Aussagen Dieners zu Bibel und Islam

Auf der anderen Seite distanziert sich der Bibelbund deutlich von den relativierenden Aussagen Michael Dieners. Es steht im offenen Gegensatz zu evangelikalem Selbstverständnis, wenn einer ihrer prominenten Vertreter zwar die eindeutigen Aussagen der Bibel nennt, sie dann aber sofort wieder als subjektive Meinung einschränkt.

1. Christen müssen keine „gespaltenen Persönlichkeiten“ sein. Evangelikales, bibelorientiertes Leben ist nicht in erster Linie das Ergebnis einer pietistischen Sozialisation in einer gesellschaftlichen Subkultur, wie Diener suggeriert. Der Heilige Geist verändert das Denken, Reden und Handeln des Menschen, der sich Gott ganz ausliefert (vgl. Röm 12, 2).

Eine fromme Erziehung produziert keine an der Bibel orientierten Gläubigen. Nur die Umkehr zu Gott und die bewusste Unterstellung unter seinen Willen, machen einen Menschen zum lebendigen Christen. bild-jesus-oben

2. Evangelikale Christen sind in erster Linie Gott und seiner in der Bibel mitgeteilten Wahrheit verpflichtet und nicht, wie Diener behauptet, der Evangelischen Kirche. In einer von Meinungs- und Religionsfreiheit geprägten Demokratie sind evangelikale Christen glücklicherweise nicht auf das Wohlwollen der großen Kirchen angewiesen. Statt der Akzeptanz unstrittig bibelkritischer Positionen um des theologischen Friedens willen, haben evangelikale Christen der Kirche immer dann am meisten geholfen, wenn sie deren Defizite benannten.

3. Christen sollen sich eindeutig und unverschnörkelt zu den Aussagen Gottes in der Bibel stellen, gerade auch in Gesprächen mit den Vertretern anderer Religionen. Eine aktive Förderung islamischen Glaubens gehört nicht zu den Aufgaben eines gläubigen Christen. Dieners Werbung für die Beteiligung des EKD- Ratsvorsitzenden Bedford- Strohm an der Gründung einer Münchener Großmoschee kann aus Sicht des Bibelbundes nicht als Meinung „der Evangelikalen“ angesehen werden. Nach den eindeutigen Aussagen der Bibel führen andere Religionen den Menschen in die Irre und nicht zu Gott.

Im Gegensatz zu einem evangelikalen Glaubensverständnis verteidigt Diener den Münchener Bischof, wenn dieser äußerte, die „Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen“ mache ihn zu „einem glücklicheren Menschen“ und, es könne „berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst“. Solche Meinungsäußerungen führen nicht zu einem klaren Bekenntnis des christlichen Glaubens, sondern weit eher zu einer fatalen Religionsvermischung. 0018

4. Nicht alle Interpretationen der Bibel sind gleich gültig und akzeptabel, wie in Dieners Äußerungen vorausgesetzt. Es ist falsch, jede subjektive und häufig interessengeleitete Deutung der Bibel als legitim und gleichwertig zu betrachten. Zwar treten durch einen solchen Umgang mit Wahrheit Konflikte und Differenzen in den Hintergrund. Gleichzeitig aber führt diese Auffassung zu einer generellen Relativierung göttlicher Aussagen.

Die Bibel mit ihrem absoluten Wahrheitsanspruch wird hier ohne Not dem Diktat der Postmoderne und des Konstruktivismus ausgeliefert. Gottes Massstäbe entstehen eben nicht erst in der jeweils subjektiven Interpretation des Menschen, wie Diener nahelegt. Biblische Aussagen sind auch losgelöst von eigenen Prägungen und Meinungen erkennbar.

Ob Gott beispielsweise Homosexualität ablehnt oder gutheißt, darf nicht auf die Ebene persönlicher Meinungen oder unterschiedlicher Lebensumstände reduziert werden. Pluralität und Meinungsvielfalt sind, im Gegensatz zu Dieners Äußerungen, keine christlichen Werte an sich.

Gottes Botschaft nicht verwässern

Der Bibelbund fordert Christen auf, sich eindeutig von einer weiteren Relativierung der Bibel zu distanzieren. Gottes Mitteilungen bieten nicht nur die Grundlage für subjektive, religiöse Meinungen und randständige Lebensweisen. Gottes Wort hat eine überzeitliche Gültigkeit, die über alle privaten Interpretationen und Prägungen hinausgeht.

Gerade darin liegt die außerordentliche Kraft der Bibel, dass sie ideologiekritisch jedem vorläufigen Zeitgeist und jeder Modetheologie korrigierend entgegentritt. Es ist unzulässig und anmaßend, Gottes biblische Aussagen zu verwässern oder durch strategische Kompromisse einzuschränken nur um einen vorläufigen kirchlichen Konsens zu erreichen.

„Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“ (3. These der Barmer Theologischen Erklärung 1934)

Michael Kotsch (Vorsitzender des Bibelbundes)

Quelle: http://agwelt.de/2015-12/bibelbund-stellungnahme-zu-michael-diener-keine-weitere-relativierung-der-bibel/


Der LÖWE von FULDA: Dyba-Gedenkband erinnert an einen großartigen Hirten

In den nächsten Tagen erscheint im KOMM-MIT-Jugendverlag Münster ein 208 Seiten starker Sammelband unter dem Titel „Der Löwe von Fulda“.  Das vierfarbige Buch ist stark bebildert, bietet einen festen Umschlag (Hardcover)  –  und enthält ca 40 Artikel, die das Leben und Wirken von Erzbischof Johannes Dyba würdigen. 
Fürs CF verwenden

Dieser glaubensstarke Hirte der Kirche wurde schon zu Lebzeiten von gläubigen Katholiken oft und gerne als „Löwe von Fulda“ bezeichnet, weil seine Bekennerfreude an den großen Kardinal von Galen erinnert, den „Löwen von Münster“, der sich durch seine weltbekannten Predigten gegen die NS-Euthanasie wandte.

Ähnlich tapfer, wie sich der Bischof von Münster einst für Kranke und Behinderte einsetzte, hat sich dieser unbeugsame Bischof von Fulda, der am 23. Juli 2000 völlig unerwartet verstorben ist, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder stark gemacht und für sie zum Beispiel das Glockenläuten am 28. Dezember (dem Tag der Unschuldigen Kinder) in seinem Bistum eingeführt.

Eine Auflistung der namhaften 33 Autoren dieses ansprechenden und gehaltvollen Buches finden Sie hier (ebenso die Bestell-Daten etc): https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/07/neuerscheinung-gedenkband-fuer-erzbischof-johannes-dyba-mit-33-autoren/

Nun folgt für näher Interessierte das Vorwort der Herausgeberin und Verlagsleiterin Felizitas Küble (siehe Foto), wobei sie einiges zu diesem Gedenkband erläutert: 

VORWORT von Felizitas Küble:

„Ein Mann trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes“ (Joh 1,6). – Wenn ich diese Worte aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums lese oder höre, kommt mir nicht allein Johannes der Täufer in den Sinn (um den es dabei geht), sondern auch Johannes Dyba, der bis zu seinem Tod vor 15 Jahren als Bischof von Fulda segensreich für Christus und seine Kirche gewirkt hat. Sein Namenspatron aber war Johannes der Täufer. Nur für UMBRUCH (4)

In diesem Gedenkband erinnern 33 Autoren an diesen glaubensstarken Oberhirten, wobei einige Verfasser ebenfalls den Bezug zum hl. Johannes dem Täufer herstellen, der uns durch seinen Bekennermut, sein Lebenszeugnis und sein kraftvolles Ja zu den Geboten des Ewigen voranleuchtet.

Häufig wird Erzbischof Johannes Dyba in den facettenreichen Beiträgen dieses Buches mit dem hl. Bonifatius, seiner „eichenfällenden“ Tapferkeit und seinem apostolischen Eifer verglichen. Manche erinnern an den hl. Thomas Morus, den Lordkanzler von England, der für sein Ja zur Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe sowie für seine Liebe zur Einheit der Kirche den Märtyrertod starb.

Zu den Bekennern unseres Glaubens gehört auch der heldenhafte Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen. Dieser freimütige Kardinal, der sich vor allem für die in der NS-Diktatur vom Massenmord bedrohten Behinderten einsetzte, ist weithin bekannt als „Löwe von Münster“.

Im Anklang an diesen unbeugsamen Kardinal wurde der glaubensfrohe Erzbischof Dyba bereits zu Lebzeiten im katholischen Kirchenvolk als „Löwe von Fulda“ geschätzt, geliebt und gewürdigt, so daß der Titel dieses Gedenkbandes nicht etwa am grünen Tisch entstand, sondern gleichsam aus der Mitte des gläubigen Volkes erwuchs. Wir freuen uns besonders über das gehaltvolle Grußwort der Großnichte des seligen Kardinals von Galen, Johanna Gräfin von Westphalen. Johannes_in_Lourdes

Der couragierte Kirchenmann Dyba bleibt auch 15 Jahre nach seinem plötzlichen Tod, der Millionen Katholiken – und auch viele bibelorientierte Protestanten – erschütterte und mit Trauer erfüllte, unvergessen. Selbst frühere Kritiker haben den schlagfertigen und humorvollen Bischof oftmals nicht nur respektiert, sondern nach seinem Tod aufrichtig vermißt.

Wunsch nach Seligsprechung von Erzbischof Dyba

Doch zu der Wehmut, diesen mutigen Bischof nicht mehr irdisch unter uns zu wissen, gesellt sich bei immer mehr Christgläubigen die Hoffnung, ja die freudige Zuversicht, daß der „Löwe von Fulda“ durch seine Fürsprache im Himmel weiterhin am Throne dessen wirkt, den die Hl. Schrift als den „Löwen von Juda“ (Offb 5,5) bezeichnet, nämlich Christus, unseren Erlöser, zugleich das „geopferte Lamm“ (Offb 5,12), das die Sünden der Welt hinwegnimmt.

Der Wunsch nach einer Seligsprechung Johannes Dybas wird von recht vielen Autoren in diesem Sammelband geäußert, sogar von einem evangelischen Verfasser (Konrad Badenheuer). Das überrascht nur auf den ersten Blick; seit Jahren erleben wir bei unseren Unterschriftsaktionen pro Dyba-Seligsprechung, daß auch theologisch konservative Evangelische mitunterzeichnen; vor allem jene, die sich in der Lebensrechtsbewegung engagieren und Dybas unermüdlichen Einsatz für die ungeborenen Kinder in bester Erinnerung behalten.

Auch das „Forum Deutscher Katholiken“ sammelt auf seiner Webseite Unterschriften für eine Seligsprechung Dybas. In diesem Sammelband erwähnen mehrere Gründungsmitglieder dieses Dachverbandes Dybas wegweisende Hilfe beim Zustandekommen des „Forums Deutscher Katholiken“ mit seinen jährlichen Kongressen „Freude am Glauben“ (die häufig in Fulda stattfinden).

Jan laechelt von der Mauer des Bischofgartens - KopieÖkumenischer Gedenkband mit evangelikaler Beteiligung

Dieser Gedenkband ist bewußt ökumenisch ausgerichtet – freilich nicht im Sinne eines flachen Ökumenismus, der konfessionelle Unterschiede zu verwischen versucht, sondern auf dem Hintergrund einer christozentrischen Bekenntnis-Ökumene, die sich auf die gemeinsamen Fundamente des Glaubens besinnt. Übereinstimmend bekennen sich evangelikale, bibelorientierte Protestanten und glaubenskonservative Katholiken zur Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift, zur Gottheit Christi und zur zeitlosen Gültigkeit der Zehn Gebote und der Schöpfungsordnung Gottes.

An den Einsatz Dybas für diese Werte des Glaubens und der christlichen Ethik erinnern auch unsere sechs evangelischen Autoren (Konrad Badenheuer, Prof. Dr. Peter Beyerhaus, Pfr. Dr. Joachim Cochlovius, Pfr. Dr. Werner Neuer, Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf, Thomas Zimmermanns).

Wir plazieren die Autoren-Beiträge in diesem Buch in der Reihenfolge der Verfasser-Nachnamen. Bei jedem Autor haben wir die Schreibweise gelassen, die er selber wählte – sei es nun (wie bei mir) die alte oder eben die neue Rechtschreibung.

Drei Bischöfe würdigen Dyba in diesem Buch

Allen Autoren sowie den Fotografen gilt ein herzliches Dankeschön, vor allem den drei beteiligten Bischöfen (Bischof Heinz Josef Algermissen, Erzbischof Ludwig Schick, Weihbischof Andreas Laun), den zahlreichen Priestern sowie den beiden Familienangehörigen von Bischof Dyba: seiner Schwester Barbara Dyba-Roth und seinem Neffen Prof. Dr. Cornelius Roth. Ein besonderer Dank geht auch an die vielen Beter, die für ein gutes Gelingen dieses Buches „die Hände gefaltet“ haben. marchavida300x600 - Kopie

Unser Sammelband enthält zudem mehrere Artikel von Konvertiten, unter ihnen der ehem. evangelisch-lutherische Pastor Peter Kemmether (heute katholischer Pfarrer), die Bestseller-Autorinnen Christa Meves und Gabriele Kuby, die Schauspielerin Inge Thürkauf, sodann Dr. Stefan Meetschen und Dr. Michael Schneider-Flagmeyer.

Zum Abschluß dieses Vorwortes richte ich eine freundliche Bitte an Sie:

Dieser Gedenkband kann beileibe nicht alle Beiträge aufnehmen, die wir inzwischen zur Erinnerung an Erzbischof Dyba erhalten haben. Manche weiteren Texte wollen wir gerne im Internetmagazin CHRISTLICHES FORUM oder in weiteren geplanten Publikationen veröffentlichen.

Es wäre also wunderbar, wenn wir aus der Leserschar neue Artikel erhalten, in denen uns Eindrücke und Erlebnisse mit dem „Löwen von Fulda“ geschildert werden. Auch an Ideen, Vorschlägen sowie sachkritischen Anmerkungen zu diesem Buch sind wir sehr interessiert. Weitere Hinweise sowie meine persönlichen Erinnerungen an Erzbischof Dyba finden Sie im Nachwort.

Möge der Ewige alle Autoren, Fotografen und Leser dieses Gedenkbandes segnen und behüten!

In dankbarer Verbundenheit grüßt Sie
Felizitas Küble

Dyba-Fotos: Gaby Kaudel