CDU-Politikerinnen stellen sich hinter IDEA und kritisieren den EKD-Beschluß

Eine lebhafte Diskussion hat die Entscheidung der Synode der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) ausgelöst, den Zuschuß für die evangelikale Nachrichtenagentur IDEA  in den nächsten zwei Jahren zu kürzen und ab 2020 vollständig zu streichen. Bislang gewährte die EKD einen Betrag von jährlich 132.000 Euro. 

Die frühere thüringische Ministerpräsidentin und evangelische Theologin Christine Lieberknecht (siehe Foto) bedauerte den Beschluß:

„Keine vorherige Information an die Betroffenen, keine Debatte dazu während der Haushaltsberatungen, nur eine Enthaltung bei der Abstimmung durch die Synode – wenn das die Antwort der EKD auf die gegenwärtigen Debatten in Kirche und Gesellschaft ist, dann kann ich nur sagen: Hier werden keine Probleme gelöst; hier werden entstandene Gräben in Kirche und Gesellschaft weiter vertieft.“

Die zum Bundesvorstand der CDU gehörende Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann übte ebenfalls deutliche Kritik an der Synoden-Entscheidung. Sie wirft der EKD vor, die Nachrichtenagentur auszugrenzen, weil sie Kritik an der Kirchenleitung äußere und konservative Positionen vertrete.

IDEA repräsentiere einen „sehr großen Teil der aktiven evangelischen Christen“. Nach Ansicht der Politikerin aus Bremen ist die Meinungsfreiheit nirgendwo so eingeschränkt wie in der evangelischen Publizistik, die von der EKD subventioniert werde: „Man bekennt sich zum Pluralismus, aber das gilt für alle anderen – nicht für die Evangelische Kirche in Deutschland.“

Quelle: http://www.idea.de

HINWEIS: Frau Lieberknecht hat sich als Ministerpräsidentin klar gegen Abtreibung positioniert und die Familie gefördert: https://charismatismus.wordpress.com/2013/05/17/thuringen-ministerprasidentin-verteidigt-die-klassische-familie-und-bezeichnet-abtreibungen-als-skandal/


Bischof Rudolf Voderholzer (Regensburg): „Wir sind Lobbyisten des Lebens“

Genderismus: „Aufstand gegen die Schöpfungsordnung“

Die beiden großen christlichen Konfessionen in Deutschland sollten in ethischen und moralischen Fragen mit einer Stimme sprechen. Dafür hat sich der Bischof des Bistums Regensburg, Rudolf Voderholzer, ausgesprochen. Bischof Rudolf Voderholzer gehend

Das gilt besonders in Fragen der Menschenwürde am Beginn und am Ende des Lebens, sagte er der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA bei einer Begegnung mit Journalisten in Regensburg.

Dazu hatte das Bistum eingeladen, um über die Vorbereitungen zum 99. Deutschen Katholikentag vom 28. Mai bis 1. Juni zu informieren.

Wie der Bishof erklärte, muss der Lebensschutz eines der obersten christlichen Anliegen sein: „Wir sind Lobbyisten des Lebens.“

Eine befruchtete Eizelle sei ein vollwertiger Mensch und dürfe deshalb nicht zum Forschungsobjekt degradiert werden.

Zum Verhältnis von katholischer und evangelischer Kirche sagte der Regensburger Oberhirte, er wolle „nicht hinter das Erreichte zurück“. Dazu gehöre beispielsweise das gemeinsame Gebet.

In Regensburg habe es sich bewährt, jeweils in der Oster- und Weihnachtszeit einen gemeinsamen Vespergottesdienst zusammen mit Protestanten und Orthodoxen zu feiern. Die Gemeinsamkeiten zwischen den Konfessionen herauszustellen, sei vor allem um der Mission willen wichtig. Denn es sei „fatal“, wenn Außenstehende den Eindruck hätten, dass sich Christen nicht einig seien.

Der Gender-Ideologie, wonach die Unterschiede zwischen Mann und Frau lediglich anerzogen sind, erteilte Voderholzer eine deutliche Absage. Sie sei ein „Aufstand gegen die Schöpfungsordnung“.

QUELLE und FORTSETZUNG des IDEA-Interviews hier: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/wir-sind-lobbyisten-des-lebens-1099.html

Foto: Bistum Regensburg