Der Mensch und die meisten Tiere stammen jeweils von einem einzigen Elternpaar ab

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Laut neuen Ergebnissen stammen die Menschen und 90 % der Tiere von jeweils einem einzelnen Elternpaar ab. Diese lebten demnach vor 100.000 bis 200.000 Jahren.
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David Thaler von der Universität Basel, der gemeinsam mit Mark Stoeckle von der Rockefeller-Universität diese Arbeiten leitete, räumt ein, dies sei ein überraschendes Resultat; er habe, so hart er konnte, gegen diese Erkenntnis angekämpft.

Die Wissenschaftler untersuchten die genetischen Codes von den Menschen und fünf Millionen Tieren  – es waren rund 100.000 verschiedene Arten. Diese DNA-Ausschnitte deuten darauf hin, dass es nicht alleine die Menschen sind, die von einem einzigen Paar abstammen dürften, sondern auch neun von zehn Tierarten.

Zudem seien alle ungefähr zur gleichen Zeit und vor 100.000 bis 200.000 Jahren aufgetaucht  –  dies stellt die gängige Evolutionstheorie in Frage.

Diese jüngere Zahl veröffentlichten die beiden Forscher bereits vor rund einem halben Jahr (Livenet berichtete).

Die Vorstellung, dass der Mensch auf eine Population von zwei Menschen reduziert wird bzw. von ihnen ausgeht , bestätigt die biblische Darstellung, dass Gott Adam und Eva als erste Menschen erschaffen hat und dass das gesamte menschliche Leben von diesem einzigen Menschenpaar abstammt.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.jesus.ch/themen/wissen/schoepfungswissenschaft/337255-bei_mensch_und_tier_es_koennte_ein_elternpaar_gewesen_sein.html


Gefährliche Menschenexperimente mit CRISPR-Cas9 in China durchgeführt

Von Dr. med. Edith Breburda

Bei dem im Dezember 2015 stattfindenden internationalen Summit on Human Gene Editing, welches von den Wissenschaftsakademien der USA, Großbritannien und China organisiert wurde, sprach sich fast jeder Redner gegen den Gebrauch von CRISPR aus.

Die gezielte Geninsertion wird das Genom in jeder Zelle der daraus hervorgehenden Kinder und ihrer Nachkommen irreversibel verändern. Es handelt sich um eine viel zu riskante Methode. Letztendlich wandelt man einen solchen Eingriff in nichts anderes als in ein Experiment an Menschen um.

Unabhängig davon, wie viel Forschung über eine Gen-Editierung betrieben wurde, unvorhergesehene und unbeabsichtigte off-target-Mutationen konnten nicht eliminiert werden. Wir wissen nicht, inwieweit bestimmte Gene die Entwicklung und Gesundheit unserer Kinder beeinflussen.

Weitere Kritiken sind, dass wir es mit bisher unbekannten Konsequenzen und Langzeiteffekte zu tun haben.

Somit ist es undenkbar, Gen-Editing-Techniken in unseren Fruchtbarkeitskliniken anzubieten. Schon allein die Definition verbietet uns das. Denn ein Eingriff in die Keimbahn ist nicht legitim, um eine Krankheit zu behandeln. Wir lindern wir damit nicht die medizinischen Bedürfnisse unserer Patienten.

Im besten Fall bringen wir das Erbgut zukünftiger Menschen und deren Nachkommen durcheinander. Die unbekannten Mechanismen einer Interaktion von CRISPR mit der menschlichen Physiologie machen die Resultate nicht nur unvorhersehbar, sondern sie sind irreversibel[i].

Krebserzeugendes Potential von CRISPR

Am 11. Juni 2018 beseitigten zwei Studien die Euphorie, die immer noch viele bezüglich CRISPR hatten. Anstatt Krankheiten zu heilen, zeigte sich, dass das Mittel der Wahl ein krebserzeugendes Potential hat.

In Nature Medicine beschreiben Forscher des Karolinska-Institutes aus Schweden Zellen, die sie erfolgreich mit CRISPR-CAS9 behandelt hatten. Doch genau diese Zellen bilden Tumore innerhalb des so behandelten Patienten, was sie zu einer tickenden Zeitbombe macht. Separat davon kamen Wissenschaftler der Pharmafirma Norvatis zur gleichen Erkenntnis[ii].

BILD: Buchtitel von Dr. Breburda zum Problem der „Reproduktiven Freiheit“

He Jianku von der chinesischen Southern Universität für Science und Technology in Shenzhen missachtete alle Vorsichtsgebote bei seinem Eingriff in die Keimbahn mittels CRISPR-Cas9. Er nahm völlig unbekannte Folgen in Kauf, als er am 25. November 2018 über die Medien bekannt machte, dass soeben die Zwillingsmädchen Lulu und Nana geboren wurden, dessen befruchtete Eizellen genetisch verändert wurden.

Der Vater der Kinder hatte HIV/Aids. Der Wissenschaftler entfernte den CCR5 Rezeptor, der die „molekulare Eintrittspforte“ für die Krankheit ist. Dr. He hofft, dass die Kinder einst so berühmt werden wie Louise Brown, das erste Kind, das durch In-Vitro-Fertilisation geboren wurde.

Die Wiener Ethikerin Susanne Kummer redet von einem „Schlag ins Gesicht für alle, die einen verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnik beim Menschen befürworten. Der chinesische Wissenschaftler hat sich über alle Maßstäbe der klinischen Forschung hinweggesetzte und in Wahrheit einen Menschenversuch mit nicht vorhersehbaren Folgen durchgeführt.“

Die Eintragung des Versuches im chinesischen Register für klinische Studien erfolgte zwar, dennoch wendete sich Jianku an die Medien statt einer sonst üblichen wissenschaftlichen Veröffentlichung. Damit bekam der Forscher maximale Aufmerksamkeit.

Genetiker warnt vor Veränderung des Menschen

Der Genetiker Markus Hengstschläger warnt vor “fatalen Auswirkungen“: Diese stehe stark im Gegensatz zur über Millionen Jahre verlaufenden Entwicklung des Homo Sapiens und erlaube weder ein Zurückdrehen noch eine Folgenabschätzung.

Die CRISPR-Cas9-Methode sei zwar ziemlich genau, funktioniere jedoch nicht immer exakt, wodurch es zu „Effekten abseits des eigentlichen Ziels“ kommen könne: „Darüber hinaus ist es ein Eingriff in die Evolution. Wir verändern den Menschen. Das holen wir nicht mehr zurück.“

Der Mediziner und Moraltheologe Matthias Beck gibt zu bedenken, dass die Chinesen beim Weltkongress der Ethikkommissionen im Frühjahr 2016 „händeringend darum baten, dass Europa in Sachen CRISPR-Cas9 den Chinesen Einhalt gebietet, weil die Genschere in China bereits bei Embryonen angewendet werde.“[iii]

Der Bioethik-Experte der Oxford-Universität, Julian Savulescu, erklärt gegenüber BBC: „Nehmen wir an, dass die Behauptung stimmt, dann handelt es sich um erschreckende Experimente. Es waren gesunde Embryonen, an denen man ohne jeden Grund herumexperimentierte. Wir wissen eigentlich nicht viel über den Einsatz von Geneditierung. Aber es verursacht off-target Mutationen, die erst viel später im Leben Krankheiten und auch Krebs verursachen.“

Sein Kollege Feng Zhang stimmt der Aussage zu: „Der Eingriff war nicht notwendig und es kann passieren, dass die Zwillinge nun ein höheres Erkrankungsrisiko haben. HIV ist eine Bedrohung. Doch CCR5 anhand von CRISPR-Cas9 auszuschalten ist viel riskanter und hat den einzigen „Nutzen“, dass die Kinder nun viel wahrscheinlicher an West-Nil-Virus erkranken.[iv]

He Jiankui machte hingegen mit seinen Versuchen weiter. Beim zweiten Internationalen Kongress für Genom-Editierung, der an der Universität in Hongkong stattfand, verkündete er am 28.11.2018, dass von den insgesamt sieben Paaren, deren „Kinder“ er mithilfe von CRISPR-Cas9 manipulierte, eine weitere Frau schwanger geworden ist. Michael Deems von der Rice-University in Huston/Texas half He Jiankui. Deems ist Mitbesitzer der kleinen genetischen Firma, die He in China aufgemacht hat.

Genom-Editierung bei einer künstlichen Befruchtung

Die Technologie kam während einer künstlichen Befruchtung zur Anwendung, wobei eine Samenzelle in die Eizelle inseriert wurde, um die Embryonen zu ‚erschaffen‘.

Nach drei Tagen – im Achtzell-Stadium, wo jede Zelle omnipotent ist und aus ihr ein Embryo hervorgehen kann  – wurden davon einige Zellen genetisch alteriert. Die Eltern konnten sich entscheiden, ob sie mit einem der genetisch veränderten Embryonen weitermachen wollten. Insgesamt sind 16 von den ursprünglich 22 Embryonen manipuliert worden, von denen man 11 in sechs Versuchen einpflanzte und von denen dann die Zwillinge überlebten.

Die beiden Universitäten der Forscher – Rice- und Southern University – wie auch die chinesische Regierun, fingen sofort mit Untersuchungen an.

Jennifer Doudna, die ein Patent auf CRISPR besitzt, erklärte ABC News: „Es handelt sich wirklich um eine unakzeptable Entwicklung. He ist zwar auf dem Kongress erschienen; er hat jedoch keine Auskunft darüber erteilt, was ihn motivierte, diese Forschung am Menschen durchzuführen.“

Wesentliche Fragen bleiben unbeantwortet

Seine Methoden wurde immer noch nicht in einem von Experten begutachteten Fachjournal veröffentlicht oder unabhängig bestätigt. Weiterhin weigerte er sich zu beantworten, wer ihn bezahlte und warum er seine Forschung geheim gehalten hatte. Vor allem aber, ob die Eltern über Risiken und Nutzen des Projektes vollends aufgeklärt wurden und ob sie das Verfahren verstanden haben, in das sie freiwillig einstimmten.

David Liu von der Harvard MIT’s Institut, der auch in Patent auf eine andere Version von CRISPR besitzt, ist am Boden zerstört: „Es ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wofür wir eine vielversprechende Technologie, die ein großes Potential für die Gesellschaft hat, nicht nutzen sollten. Ich hoffe, es kommt nie wieder vor.“

Qui Renzong von der Chinesische Akademie für Sozialwissenschaften klagt die Organisatoren der Konferenz in Hongkong an, die es Dr. He erlaubten, seine Arbeit vorzustellen, obwohl sie noch nicht von unabhängigen Experten überprüft worden ist. Für Prof. Qui hat Dr. He gegen die Gesetzte der chinesischen Reproduktionsmedizin verstoßen.

He Jianqui behauptet dennoch, er hätte vor seinen Versuchen vier Experten konsultiert, davon einen Professor in den USA. Der Forscher der Southern Universität in China ist seit Februar 2018 auf einem dreijährigen unbezahlten Urlaub. Seine Arbeitgeber waren sich nicht bewusst, dass er seine Forschungsgelder für die die Finanzierung dieser HIV-CRISPR-Studie verwendete.

Prof. William Hurblut, Ethiker der Standford Universität, sprach lange mit Dr. He:

„Ich kannte seine frühen Arbeiten. Ich wusste nicht, dass er versucht hatte, eine Schwangerschaft mit geneditierten Embryonen zu erzielen. Dennoch hegte ich diesen Verdacht. Dr. He hätte niemals aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft herausgehen dürfen. Wenn Forscher der Meinung sind, dass eine Methode nicht sicher genug ist, um angewendet zu werden, entstehen Missverständnisse, Misstrauen und es schafft Diskrepanzen, wenn ein Forscher plötzlich seine eigenen Versuche auf diesem Gebiet durchführt.“

Am Anfang nahmen acht Paare an den klinischen Studien teil. Nachdem ein Paar abgesprungen ist, erzeugte man 30 Embryonen, von den sieben übriggebliebenen Eltern. He Jianqui hatte 21 von ihnen manipuliert.

Aufgrund der jetzigen Lage hat ein Gerichtsverfahren eine Fortsetzung der Studien untersagt[v].

Anmerkungen:
[i]Harris J. and Darnovsky M: Pro and Con: Should Gene editing be performed on human Embryos? National Geographic, August 2016
[ii] Begley S.: A serious new hurdle for CRISPR: Edited cells might cause cancer, two studies find. STAT, Reporting from the frontiers of health and medicine, June 11, 2018
[iii] IMABE: Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht. Kathpress, 27.11.2018
[iv] Burger J.: Chinese scientist announces birth of first humans whose genes have been edited. Aleteia, 26. Nov. 2018
[v] Terry M.: Second pregnancy reported by Chinese CRISPR researcher as ethical and legal investigations launch. Biospace, Nov. 28, 2018

Unsere Autorin Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/


Atheistischer Wissenschaftler wurde durch stichhaltige Argumente schöpfungsgläubig

Früher war der angesehene Paläontologe überzeugter Atheist. Eher aus Zufall beschäftigte er sich mit Argumenten von Kreationisten (Menschen, die an eine göttliche Schöpfung glauben)  – und wurde überzeugt.

Heute glaubt Dr. Günter Bechly an die Existenz eines Schöpfergottes, denn die Argumente gegen die Evolutionstheorie waren für ihn zu stark.

Der Paläontologe war am Naturkundemuseum in Stuttgart für die Sonderausstellung zum Darwin-Jahr 2009 verantwortlich. Der anerkannte Experte für Bernstein war gern gesehener Gast in Fernsehsendungen zum Thema Paläontologie, acht fossile Insektenarten sind nach ihm benannt. 

Bechly sollte 2009 die Sonderausstellung „Evolution – Der Fluss des Lebens“ zum 200. Geburtstag von Charles Darwin in Stuttgart entwickeln. Da Bechly die kreationistischen Bücher für die Installation bestellen musste, warf er einen kurzen Blick in die von ihm verachtete Literatur. Er musste feststellen, dass die dort vorgestellten Argumente gar nicht so schlecht waren, wie er immer angenommen hatte.

In einem halbstündigen Film der Produktionsfirma Morija berichtet Bechly seine Wandlung vom materialistischen Atheisten zum gläubigen Vertreter des ID (Intelligent Design). „Das klingt ja gar nicht so religiös begründet, sondern das sind ja wissenschaftliche Argumente“, musste Dr. Bechly feststellen, als er die evolutionskritische Literatur las.

Vielen kritischen Fragen konnten die etablierten Evolutionsanhänger nicht mit guten Antworten begegnen, bemerkte er. Mehr noch: Hinter dem Rücken lehnten Wissenschaftler die öffentliche Debatte mit ID-Vertretern aus Angst ab, argumentativ nicht dagegen halten zu können. Nach außen hin wurde die Absage damit begründet, man wollte Kreationisten kein Forum bieten.

Für den Insektenforscher Bechly stand vor allem die Frage offen, wie Lebewesen in sehr kurzen Zeiträumen große evolutionäre Schritte machen konnten. Mathematisch gesehen könnten diese Zeiträume nicht mit der Evolutionsgenetik in Einklang gebracht werden. Die wenigen Generationen in der Entwicklung etwa einer Resistenz gegen Malaria-Erregern unter Insekten könne mit der evolutionär angenommenen Mutationsrate nicht erklärt werden.

Einen weiteren Knackpunkt sah Bechly im Mangel an Fossil-Funden von Übergangsarten zwischen den angeblich evolutionär voneinander abstammenden Gruppen.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/menschen/2017/09/27/vom-atheistischen-wissenschaftler-zum-glaeubigen-evolutionskritiker/


Weshalb mein Ausflug in den „säkularen Humanismus“ nicht von Dauer war

Erfahrungsbericht von Dennis Riehle

Wie soll ich mir die Auferstehung Jesu tatsächlich vorstellen? Warum soll gerade er denn nun dieser Sohn Gottes sein? Und wie ist er in den Himmel aufgefahren? Lange Zeit sprach ich das Glaubensbekenntnis mit, ohne mir wirkliche Gedanken darüber zu machen, was ich dort eigentlich wiedergebe. Riehle, Dennis_5

Und überhaupt: Warum greift Gott nicht in das Geschehen der Welt ein, wenn man ihn am meisten brauchen würde? Die klassische Theodizée-Frage erreichte mich nicht ohne Grund, als ich selbst merkte, dass die Kirche keinesfalls der Ort von Heiligkeit ist, für den ich ihn lange gehalten hatte. Ausgrenzung aufgrund sexueller Orientierung, wegen seelischer Probleme, ein wahrlicher Spießrutenlauf durch die zahlreichen Anfeindungen von Geistlichen und auch Laien waren irgendwann zur Tagesordnung geworden.

Und ich zweifelte tatsächlich: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“. Gesundheitliche Leiden plagten mich, der soziale Halt, den die Gemeinde geboten hatte, war verschwunden – und ich spürte, dass auf keines meiner Gebete noch eine Antwort kam.

Dabei hatte ich über viele Jahre eine Menge guter Erfahrungen gesammelt. Mit großer Freude die Ausbildung zum Prädikanten (Hilfsprediger) und in der Seelsorge absolviert, in der Gemeinde viel Sinnstiftendes erlebt, Gottesdienste gestaltet, Konfirmanden unterrichtet, Andachten gehalten.media-390606-2

Doch plötzlich war ich für die Jugendarbeit nicht mehr der Richtige, war die Citypastoral kritisch geworden, weil ich die katholischen Vorgaben nicht hinnehmen wollte – und diejenigen Mitchristen, denen ich noch vor ein paar Wochen freundschaftlich begegnet bin, wechselten unverhohlen die Straßenseite, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Wie sollte also ein theistischer Gott aussehen, der hierbei tatenlos bleibt, zusieht, ohne ein Zeichen zu senden?

Jahre ließ ich vergehen, die Skepsis wurde immer größer. Schlussendlich die Frage: Kann ich weiterhin einem „Verein“ angehören, der mich offenbar nicht will und dessen Grundlagen ich mittlerweile kaum noch überzeugt mitgetragen habe, lediglich aus dem Umstand, weil „man“ es eben so macht? Die Antwort kam eines Nachts: Am nächsten Morgen unterschrieb ich meine Austrittserklärung aus der Kirche – und erlebte einen befreienden Moment.

Recht engagiert orientierte ich mich neu: Humanismus sollte es sein. Über ihn hatte ich mich bereits im Vorfeld informiert und war begeistert von den Überlegungen, die er teilte. Der Einstieg in die säkulare Szene fiel somit leicht, öffnete ich mich doch den Weltanschauungen zwischen Atheismus und Freidenkertum, um zu erfahren, wo künftig meine eigene Heimat sein sollte.

Zweifelsohne ist es in einer sich anscheinend kirchenferner entwickelnden Gesellschaft aber dennoch schwierig, mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Nach Gründung der „Humanistischen Alternative Bodensee“ mit einigen Mitstreitern wurde deutlich, dass all diejenigen, die keiner Kirche angehörten, nicht zwingend daran interessiert sind, sich für eine humanistische Orientierung auch wirklich einzusetzen.   0016

Die Erfahrungen aus der „Institution Kirche“ schreckten viele ab, sich neuerlich an eine Organisation zu binden – egal, wie offen man sie auch gestaltet. Und nicht wenige Menschen sind zwar konfessionsfrei, aber nicht gleichsam ungläubig, sondern viel eher agnostisch denkend.

Doch das waren nicht die einzigen Probleme: Der „Evolutionäre Humanismus“ gibt sich nicht nur kirchenkritisch, er zeigt sich in Teilen sogar extrem. Mit einer rigorosen Ablehnung von Religion wird der Andersdenkende nicht selten diffamiert.

Jene, die – wie ich – den Respekt vor jeder Form des Glaubens als notwendig ansehen, werden bisweilen als Unterstützer der Kirchen beschimpft, als immer noch nicht vom Christentum Losgelöste. Ein Schwarz-Weiß der besonders deutlichen Linie, das in Teilen weit über die Attacken hinausgeht, die mir aus kirchlichen Reihen geläufig waren. Der Humanismus wurde bis auf die Spitzen des Denkbaren getrieben. 

Schließlich fiel auch auf, dass die Antworten von atheistischer Seite auf wesentliche kritische Betrachtungen einer Ideologie der Gottlosigkeit spärlich waren. Oftmals wird auf die Evolution verwiesen, die zum Zustand der heutigen Galaxien geführt haben soll. Der Urknall als deren Anfang bleibt in seiner Entstehung trotz zahlreicher Erklärungsversuche aber bislang noch immer nebulös.

Der Wahrheitsanspruch des Atheisten dagegen wächst weiter – und das oftmals ohne nachhaltige Belege, die wiederum von den Religionen eingefordert werden, dort aber gleichsam obsolet sind, liegt zwischen Glaube und wissenschaftlichem Anspruch auf Realität doch bekanntlich der Gedankenfehler, Äpfel mit Birnen vergleiDr. Pelz.chen zu wollen.

Und ebenso die „Natur“. Sie soll den Zusammenhalt der Welt begründen. Doch niemand aus dem säkularen Kreise fragt ernsthaft nach deren Ursprung. Die verherrlichten „Natur-Gesetze“, sie lassen uns zwar nachvollziehen, aber nicht verstehen, wo die Basis all des Wundersamen liegt, das mancher Atheist so krampfhaft als Träumerei und „Heiligen Geist“ zwischen unserem Himmel und der Erde verspotten will.

Substantielle Antworten waren begrenzt, wenn ich auf die Zeit von insgesamt vier Jahren blicke, in denen ich bisher die säkulare Bewegung beobachtet habe. Da machen sich „Spaghettimonster“ viel eher lustig darüber, dass Kirchen an ihren Traditionen festhalten, während sie selbst mit Nudelsieben auf dem Kopf den Anspruch auf gesellschaftliche Anerkennung erhoffen. Ja, Religionsfreiheit muss auch das aushalten. Doch gleichsam ist der Rundumschlag gegen alles, was mit Religion zu tun hat, ebenso ein erfolgloser Versuch, der Menschheit ihren Glauben austreiben zu wollen.

Da tummeln sich im Spektrum des Säkularen nicht wenige Linksradikale, die ihr Freidenkersein mit der politischen Ambition einer unkritischen Russlandfreundlichkeit und sozialistisch bis kommunistisch angehauchten Systemkritik verbinden, ebenso wie rechtslastig anmutende Islamfeinde, die ihren Atheismus als Beweggrund für alles Religiöse auch dafür hernehmen, rassistisch orientierte Hetze gegen Muslime zu begründen.

Nicht, dass es solche Phänomene nicht auch unter gläubigen Menschen gäbe. Doch keinesfalls ist der humanistische Atheismus so friedlich, wie er es oft vermitteln möchte. Die fehlende Wertschätzung des Glaubens im Allgemeinen macht den Säkularismus mitunter zu einer emotionslosen Philosophie, die man als Distanzierter durchaus auch als Kälte deuten könnte.flyerstralsund2

Daneben sind auch die notwendigen Positivaussagen des Humanismus wenig stichhaltig geblieben. Eine Überzeugung von der eigenen Persönlichkeit, ein Glaube an die Vernunft und an den Realismus aller Dinge – das sind keine wirklichen Antworten auf die Sinnfragen, die die Menschen umtreiben.

Die säkulare Bewegung hat es verpasst, ein Konzept zu entwickeln, mit dem sie auch die Gefühle anspricht, die nicht nur nach Karl Marx nötig sind, wenn er die Religion nicht vollkommen zu Unrecht als Opium ansieht, das uns geistigen und gleichermaßen eben auch geistlichen Halt gibt in einem Hiersein, zudem nicht nur die Höhen, sondern eben gleichermaßen die Tiefen gehören, in denen es Hoffnung braucht.

Da hilft uns nicht das Erklärbare, sondern die stützende Kraft des Visionären, egal, wie stark mein Glaube an einen Gott ist. Der alleinige Blick auf das zu Greifende ist dann nicht ausreichend, wenn „soft skills“ gefragt sind. Nutzt es einem Jeden von uns wirklich, mit stoischer Klarheit auf das rein Materielle durch die Welt gekommen zu sein, wenn wir aus purem Idealismus letztlich doch seelisch verhungern? Da geht es um mehr als Mitmenschlichkeit, da geht es vor allem auch um persönliche Weitsicht mit dem eigenen Ich und in der nachhaltigen Gestaltung des Zusammenlebens unter dem Eindruck einer Demut, die dem Umstand unserer Rolle in dieser Schöpfung vollkommen Kreuzkuppelgerechtfertigt ist.

Nein, einen humanistischen und säkularen Blick auf die Gesellschaft, auf mein Leben und auf die Zusammenhänge des Universums habe ich nicht verloren. Doch er kann nur Teil einer religiösen Überzeugung sein, die einerseits auf einer Basis gemeinsamer Wertvorstellungen, Vorbilder, Werte,  Bräuche, Ideale und andererseits eines Glaubens zu fußen versucht, der sich nicht mit Belegen einer augenscheinlichen Wirklichkeit zufriedengibt, sondern zu Ehrfurcht vor etwas deutlich Größerem und potenziell kausal Begründbarem bereit wäre.

Dazu gehört auch, Bescheidenheit zu üben. Hingabe vor dem, was nicht nur meine eigenen Horizonte übersteigt, sondern auch weit über meine persönliche Selbstbestimmung hinausgeht und seine Grenzen dort findet, wo die Würde auch meiner Nächsten noch unberührt bleibt. Da bricht sich der Mensch keinerlei Zacken aus seiner aufgesetzten Krone des egoistisch anmaßenden Selbstverliebtseins. Solch eine Einstellung ist für meine Verständnisse nur dort denkbar, wo auch Religion kritisch, aber nicht pauschal zurückweisend betrachtet wird.

Heute bin ich nach meinem Ausflug in den reinen Säkularismus wieder zurückgekehrt: Meinen Glauben hatte ich nie verloren, ich zweifle auch noch heute an Vielem, was das Christentum lehrt und die Kirche vorgibt. jesus in der synagoge von nazareth

Doch ich bin wieder in meiner Heimat, die getragen ist vom notwendigen Fragen und auch Klagen, vom Grundvertrauen an einen Gott, von einem Ja zu Jesus Christus, von dem zwingenden Miteinander aus Staat und Kirche, das so viel Trennung braucht, wie erforderlich, gleichzeitig aber so viel an Zusammenarbeit wie nötig, von einem Humanismus, der die Selbstverantwortlichkeit des Menschen auf unserer Erde herausarbeitet und ihn in den Raum seiner vertretbaren und Gemeinwohl orientierten Möglichkeiten stellt, und von einem Glauben, der letztlich so frei ist, dass er Toleranz erfährt, wenn er auch nicht immer geteilt wird.

Webpräsenz unseres Autors: http://www.Dennis-Riehle.de


Schöpfungsordnung aus biochemischer Sicht: Es gibt ein Monogamie-Hormon

Von Dr. med. Edith Breburda

Der US-amerikanische Psychologe Seth Pollak von der Universität in Wisconsin/Madison vermutet, dass Kinder, die sehr früh in ihrem Leben zurückgewiesen oder missbraucht wurden bzw. die in Armut aufwuchsen, als Erwachsene häufiger unter Depressionen, Herzkrankheiten und Ängstlichkeit leiden. Er sieht sogar einen Zusammenhang mit Krebserkrankungen.  Dr. Breburda
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Stress kann einige Stellen des Gehirns schrumpfen lassen, und bei Mädchen eine abnormale Ausschüttung von einigen Hormonen bewirken, erklärt der Experte. Das sexuelle Verhalten der Mädchen verändert sich:
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„Unsere Erziehung beeinflusst unsere Biologie. Dadurch können wir langfristig soziale Verhaltensprobleme erklären. Es ist eine ganz neuartige Sicht, die Entwicklung des Kindes zu verstehen. Aus der tierexperimentellen Forschung wissen wir, wie eine normale Pflege diese Verhaltensdefizite restaurieren kann. Wir versuchen, eine entsprechende Therapie und Medikamente anzuwenden, um die Schäden rückgängig zu machen“, erläutert Pollak.
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Der Forscher untersuchte das sogenannte „Stress-Regulator-Gen“ bei 56 Kindern. Ein Drittel der Probanden wurde physisch missbraucht. Bei ihnen zeigte die Blutprobe eine geringere Aktivität des Glucocorticoid-Rezeptors, der das Stress-Hormon Cortison reguliert.  Zu viel Cortison schwächt das Immunsystem und erregt den Menschen.
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Pollak erkannte bei 12-jährigen misshandelten Kindern, dass die Hirnregionen, die für Emotionen (Amygdala) und das Gedächtnis (Hippocampus) verantwortlich sind, kleiner ausgebildet waren.
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Vierjährige Kinder aus armen Familien hatten weniger „graue Substanz“. Dort werden Informationen verarbeitet und Handlungen geplant.
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Acht- bis 11-jährige Mädchen, die misshandelt wurden, schütteten anstatt Cortison das Liebes-Hormon Oxytocin aus. Oxytocin konnte ihnen helfen, unbekümmerter mit Fremden umzugehen. Damit hatten sie weniger Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen. Diese Freundschaften erwiesen sich allerdings als instabil.
Edith-Breburda-Fotos.
Teenagerschwangerschaften treten häufiger bei Kindern auf, die aus armen Familien kommen. Ihre schulischen Leistungen und ihr späterer Beruf werden dadurch beeinflusst: „Sie öffnen sich, anstatt sich selbst zu schützen. Das könnte erklären, warum diese Mädchen später in schwierige Lebensumstände verwickelt sind“, behauptet der Wissenschaftler [i].
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Oxytocin gilt heute als eine Substanz, welche das „Belohnungszentrum“ des Gehirns aktiviert. Männer finden wegen des Oxytocins ihre Partnerin attraktiver, was der Monogamie zugute kommt.
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Wissenschaftler der Universität in Bonn weisen darauf hin, dass es im Tierreich nicht so ist. Hier gibt es die Monogamie äusserst selten. Somit handelt es sich um eine rein menschliche Angelegenheit, dass Oxytocin dafür mitverantwortlich ist, einander treu zu bleiben.
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Dr. Hurlemann von der Ruhr-Universität in Bochum arbeitete mit der Universität von Chengdu in China zusammen, um die Wirkung des Monogamie-Hormons Oxytocin genauer zu testen:
40 heterosexuellen Männern, die sich in einer permanenten Partnerschaft befinden, zeigten sie Fotos von ihren Frauen. Danach konnten die Männer Bilder von anderen Frauen sehen.
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Nasal applizierte man den Probanden entweder Oxytocin oder ein Placebo. Mit einem Magnetresonanz-Tomogramm wurde die Gehirnaktivität überprüft. Dirk Scheele sagte, wenn die Männer Oxytocin erhielten, bewerteten sie ihren eigenen Partner attraktiver als andere Frauen. Durch Fotos von Mitarbeiterinnen oder anderen bekannten Frauen liess sich die Gehirntätigkeit der Männer nicht anregen. Nur der eigene Ehepartner löste den Reiz im Gehirn aus.
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Die Ergebnisse lassen erklären, wie es nach dem Tod des Ehepartners zu tiefen Depressionen kommen kann. Eine fehlende Oxytocin-Ausschüttung wird als Grund angesehen.
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Man kann – hormonell betrachtet  –   davon ausgehen, dass Oxytocin der Grund für eine Monogamie beim Menschen ist. Die klassische evolutionsbiologische Sicht, wonach männliche Wesen danach drängen, ihre Gene so viel wie möglich „in Umlauf zu bringen“, wurde durch die Hurlemann-Studie beim Menschen widerlegt.
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Monogamie hat auch seine Vorteile, betont Dr. Hurlemann:
„Wenn Oxytocin eine Partnerschaft tiefer zusammenschweißt, wird auch die Ernährung der Nachkommen sicher gestellt. Männliche und weibliche Gene werden an Kinder weiter gegeben. Biologisch wird damit auch eine monogame Ehe der Kinder gefördert“, erläutert er.
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Bei gleichgeschlechtlichen Paaren wurde der Versuch bisher nicht durchgeführt. Allerdings zeigten andere Studien einen ziemlichen Unterschied, ja sogar ein gegensätzliches Verhalten einer Oxytocin-Wirkung bei Männern und Frauen auf.
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Die Hormone sind bei den Geschlechtern anders verteilt. Es könnten auch weniger Oxytocinrezeptoren im männlichen Gehirn vorhanden sein, vermutet Hurlemann [ii].
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Oxytocin steht im Fokus der wissenschaftlichen Tätigkeiten von Paul Zak. Es handelt sich dabei eigentlich um ein uraltes Molekül, das man nur bei Säugetieren findet. Bei Nagetieren hilft es, den Mutterinstinkt aufrecht zu erhalten.
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Die Etruskerspitzmaus, die von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz nur etwa 40 Millimeter lang ist, lebt monogam. Eigentlich ist sie keine Maus, da Mäuse Nagetiere sind und damit Vegetarier. Die Spitzmaus frisst Insekten, Würmer, Maden, Ameisen, Grillen, Spinnen und Heuschrecken. Sie ist mit der Maus so verwandt wie der Fuchs mit dem Hirsch, sagt der emeritierte Professor Peter Vogel aus Lausanne. IMG_2852
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Bei Rindern sorgt Oxytocin für den Milchfluss. Kälber stossen vor dem Säugen mit ihrem Kopf in das Euter, um damit die Ausschüttung zu aktivieren. Bei allen Nutztieren kann Oxytocin verabreicht werden, um eine Geburt einzuleiten.
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Oxytocin wird bei der Paarung freigesetzt. Es wird im Gehirn (Nucleus paraventricularis) in einer Vorform gebildet und über den Hypophysenhinterlappen abgegeben. Ausser seiner Funktion als Sexualhormon wirkt es auch als Neurotransmitter im Gehirn. Es fördert prosoziales Verhalten und das Vertrauen in andere Menschen [iii].
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Professor Paul Zak, Gründungsdirektor des Claremont-Universitäts-Zentrums für Neuroökonomische Studien in Kalifornien, stellte sich die Frage, ob unsere Moral, auf die sich gläubige wie nichtgläubige Menschen beziehen, nicht doch mit Chemie zu tun hat?
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Er wollte beweisen, dass Oxytocin gleichsam das Moralmolekül ist, welches sich hinter unserem sittlichen Handeln verbirgt. In seinen Versuchen konnte er nachweisen, wie eine Veränderung der Oxytocingehalte im Blut unser Mitgefühl beeinflusst. 
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Bei Frauen, die missbraucht wurden, wird die Oxytocin-Sekretion unterdrückt:
„Man muss pfleglich behandelt werden, damit sich das System richtig entwickeln kann. Viel Stress hemmt Oxytocin. Wir wissen alle, dass wir unter Stress nicht bestmöglich handeln können“, sagt Zak.
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Auch das hauptsächlich männliche Hormon Testosteron hemmt die Oxytocin- Ausschüttung. Bei einer Hochzeit in England, zu der 200 Leute geladen waren, fand Paul Zak heraus, dass die Braut den höchsten Oxytocinwert aufwies. Ihr folgten die Brautmutter, der Vater des Bräutigams und dann erst der Bräutigam.
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Der Wissenschaftler ist der Meinung, eine Hochzeit ist ein Ritual, um sich mit dem neuen Brautpaar emotional zu verbinden. Ein neuvermähltes Paar ist uns für die Arterhaltung bei der Fortpflanzung wichtig und wir wollen seinen Erfolg.
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Wir kennen unzählige Möglichkeiten, um mit anderen in Verbindung zu treten. Soziale Medien erleichtern uns dieses Vorhaben. Man twittert, stellt seine Videos auf Youtube. Mitglied eines sozialen Netzwerkes zu sein führt auch zu einem Anstieg des Oxytocinwertes.
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Am Ende werden unsere Empfindungen belohnt. Wir sind glücklicher, wenn wir Oxytocin freisetzten, erklärt Paul Zak. Sein Rezept ist, täglich acht Mitmenschen zu umarmen. Dann wird man glücklicher werden  –  und die Welt wird ein besserer Ort [iv].
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Wir alle kennen das Gefühl, wenn es in unserem Bauch kribbelt und die Angst vor etwas spürbar im Raum steht. Oxytocin kann aber neben leidenschaftlichen Liebes-Anwandlungen auch emotionalen Schmerz verursachen, sagen die Wissenschaftler der Northwest-Universität in Chicago.
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Es werden nicht nur unsere sozialen positiven Erinnerungen gestärkt, sondern auch stressige soziale Situationen graben sich in unser Gedächtnis ein. Wenn wir später wieder in eine ähnliche Situation kommen,  reagieren wir von vornherein sehr ängstlich. Dies ist eine neue Erkenntnis.
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Forscher erhofften sich, mit Hilfe der Substanz eine Anti-Angst-Droge entwickeln zu können, da man annahm, mit ihr positive Emotionen wecken zu können, wenn man sich in einer stressbezogenen Situation befindet.
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Sich wiederholende Stress-Erlebnisse fördern Angst und Depression: „Basierend auf jahrelanger Forschung wurde Oxytocin als Stress reduzierende Substanz betrachtet. Durch die neue Studie konnte gezeigt werden, dass durch Oxytocin Angst eher gefördert wird“, erläutert der Studienleiter Yomarya Guzman.

[i] Wahlberg D.: Childhood stress can reconfigure biology, UW-Madison research says. Wisconsin State Journal. 24. 7.2014
[ii] Ellis M.: Oxytocin: the monogamy hormone? Medical News Today, 26. Nov. 2013
[iii] Kosfeld M. et al.: Oxytocin increases trust in humans. Nature: 435 (7042): 673-6, June 2 2005
[iv] Zak P.: Vertrauen, Moral-und Oxytocin. Technology, Entertainment and Design, http://www.ted.com/talks/paul_zak_trust_morality_and_oxy tocin/ transcript?language=de, Nov. 2011
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Buchautorin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

BUCH-Tip: „An den Grenzen der Naturwissenschaft“ von Adolf Povel

Erweitere Fassung: „Die trinitare Schöpfung

„Es gibt die Evolution, was soll da noch Gott?“  –  Diese und ähnliche Phrasen geistern auch heute noch im Spektrum der Meinungen.

Da ist es wohltuend, dass es unter vielen anderen bedeutenden Naturwissenschaftlern Adolf Povel (siehe Foto) gibt, der in seinem Werk „An den Grenzen der Naturwissenschaft“ mit derart plakativen, unsinnigen Aussagen  gründlich aufräumt.  Bild in Originalgröße anzeigen

Adolf Povel studierte Betriebs- und Volkswirtschaft in Köln und war zuerst als Bankdirektor einer Großbank und dann als Bankier in einer Privatbank tätig. Durch Verkauf der Privatbank konnte er sich seinen geisteswissenschaftlichen Neigungen widmen. Er studierte Naturwissenschaften, Philosophie und Theologie. djI1MDk5

Begünstigt durch seine finanzielle Unabhängigkeit baute er die „Stiftung Forum für Bildung und Politik“ auf. An den von dieser Stiftung initiierten Seminaren nahmen rund  60.000 junge Menschen teil.

Als begleitendes Sprachrohr dieser Stiftung brachte Herr Povel die Zeitschrift „Grundlagen“ heraus. Nach segensreicher 15-jähriger Tätigkeit musste er aus gesundheitlichen Gründen dieses Engagement beenden. – Das vorliegende Buch kann als eine geistige Fortsetzung seines außerordentlichen Wirkens betrachtet werden.

Fünf Kapitel strukturieren diese Arbeit: Das Universum – Der Mikrokosmos – Die Zeit – Das Leben – Die trinitare Struktur der Schöpfung.

P. Donat Kestel schrieb am 15. Juli 1997 eine vorzügliche Einführung zu diesem Werk.

Es überschreitet den Sinn einer Rezension, die Fülle hervorragender Denkansätze und treffender Formulierungen aneinander zu reihen, es sei aber erlaubt, einige Muster der gekonnten Formulierungen verkürzt wiederzugeben: 511E4FRYD0L__SX385_

S.93: Schöpfung und Evolution sind keine Gegensätze, sondern beinhalten eine fortwährende Schöpfung (creatio continua). Was abgelehnt wird, ist der Evolutionismus als Ideologie, die alles Werden dem reinen Zufall und dem „Kampf ums Dasein“ zuschreibt.

S. 138/139: Die Entstehung neuer Arten beruht nicht auf Mutation (zufällige Veränderung eines Gens), sondern auf einer Folge von Additionsreaktionen an der wachsenden DNS-Kette, die zwangsläufig keine Selektion zulässt.

FOTO: Der Titel „Die trinitare Schöpfung“ ist eine erheblich erweiterte Ausgabe des hier rezensierten Buches

Unabhängig von allen weltanschaulichen Vorgaben zeigt der Verfasser, dass ein Evolutionismus, von Darwin eingeleitet und von Epigonen fortgeführt, den drei obersten Denkprinzipien: Kontradiktionsprinzip, Satz vom zureichenden Grunde und Kausalitätsprinzip nicht genügen kann.

Inspiriert von Bernhard Philberths Werk „Der Dreieine“ verdeutlicht Povel,aus seinen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen, dass Dreidimensionalität, Komplementarität und Fundamentalität die Dreieinheit des Seins kennzeichnen: „Es liegt nahe, in ihnen die Spuren des unaufklärbaren Geheimnisses des trinitaren Schöpfergottes zu erkennen.“

Sehr hilfreich bei der Lektüre erweist sich das umfangreiche Glossarium der physikalischen, chemischen und biologischen Begriffe.

Das Literaturverzeichnis  –  beginnend mit Atkins, P. W.  (Moleküle Spektrum V.) und endend mit Wust, P. (Ungewissheit und Wagnis) –  umfasst 76 Titel.

Buch-Daten: Adolf Povel. An den Grenzen der Naturwissenschaft. Gerhard-Hess-Verlag. 13,40 Euro. ISBN 3-87336-253-8

HINWEIS: Dieses Buch ist im Verlag vergriffen, kann aber bei uns zum Sonderpreis von 7,90 € statt 13,40 € bestellt werden (wir liefern portofrei): Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Dieselben Bestelldaten gelten für das erweiterte Povel-Buch DIE TRINITARE SCHÖPFUNG, das 26 Euro kostet (Hardcover statt Paperback-Umschlag) – und das wir ebenfalls portofrei ausliefern.

Der Rezensent lehrte Philosophie und Religion an staatlichen Gymnasien und ist unserer Redaktion persönlich bekannt.