EWIGKEIT in die Zeit leuchte hell herein

Brich herein, heller Schein
selger Ewigkeit!
Leucht in unser armes Leben,
unsern Füßen Kraft zu geben,
unsrer Seele Freud.

Hier ist Müh morgens früh
und des Abends spät,
Angst, davon die Augen sprechen,
Not, davon die Herzen brechen;
kalter Wind oft weht.

Jesus Christ, du nur bist
unsrer Hoffnung Licht.
Stell uns vor und lass uns schauen
jene immer grünen Auen,
die dein Wort verspricht,

Ewigkeit, in die Zeit
leuchte hell herein,
dass uns werde klein das Kleine
und das Große groß erscheine,
selge Ewigkeit.

Marie Schmalenbach (1835 – 1924)


Warum der TOD eine todernste Sache ist

Von Jörgen Bauer

Eckart von Hirschhausen ist vielen Lesern und Zuschauern durch seine Beiträge bekannt, in denen er sich mit gesundheitlichen Themen befasst.

Im Juni 2018 verbrachte er zwei Tage im Hospiz St. Hildegard in Bingen, um sich mit den Vorstellungen, letzten Wünschen und Gedanken der Bewohner vertraut zu machen, die dort  –  umfassend betreut und möglichst unbeschwert  – die letzte Zeit ihres Lebens verbringen wollen.

Das wurde in eine ARD-Dokumentation gegossen, die Anfang der vorletzten Woche gesendet wurde, und im Internet befinden sich zahlreiche Seiten zu dieser Sendung, bei denen es u.a. um das „Loslassen“ und darum geht, „wie das Ende gelingen kann“.

Bei solchen Sendungen stößt mir immer auf, dass das Sterben anscheinend recht locker gesehen wird. Der Tod ist aber unser Feind und  ein Fremdkörper in Gottes Schöpfung!

Sterben und Tod, das bedeutet unsere physische Vernichtung  – und das ist eine todernste Sache. Der Tod ist der Sünde Sold. Wir müssen sterben, weil wir  – infolge des Sündenfalles –  von Gott getrennt sind.

Wer im Hospiz auf sein Sterben wartet und damit vor den Toren der Ewigkeit steht, müsste sich eigentlich fragen, wo er diese zubringen wird, und ob noch etwas zu bereinigen ist, bevor er vor dem Thron Gottes steht.

Die Frohe Botschaft der heutigen Verse besteht darin, dass Christus den Tod als den Sold der Sünde für uns alle auf sich genommen hat, damit wir frei ausgehen.

In der Christenlehre  –  noch in der ehemaligen DDR  .  hat sich mir folgender Vers unauslöschlich eingeprägt:

Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir!
Wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt Du dann herfür!
Wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft Deiner Angst und Pein.

Ich hoffe, ich erinnere mich daran, wenn es einmal soweit ist.

Es geht um die Osterbotschaft, dass Christus wahrhaftig auferstanden ist und auch wir auferstehen werden. Der Tod, von Jesus Christus besiegt, wird nicht das letzte Wort behalten!

Davon war in der ARD Sendung natürlich nichts zu hören, dabei würde im Hospiz eigentlich noch die Möglichkeit bestehen, durch die Gnade Gottes die rettende Botschaft anzunehmen. Aber mit der Verkündung der Frohen Botschaft sollte man nicht erst im Hospiz beginnen.


Der HERR ist unser Vater in Ewigkeit!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Buch Tobias 13,2.3-4.5.8.

Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt,
sein Königtum sei gepriesen.
ER züchtigt und hat auch wieder Erbarmen;
ER führt hinab in die Unterwelt
und führt auch wieder zum Leben.
Niemand kann seiner Macht entfliehen.

Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels;
denn ER selbst hat uns unter die Völker zerstreut.
Verkündet dort seine erhabene Größe,
preist ihn laut vor allem, was lebt.
Denn ER ist unser Herr und Gott, ER ist unser Vater in Ewigkeit.

ER züchtigt uns wegen unserer Sünden,
doch hat ER auch wieder Erbarmen.
ER führt uns aus allen Völkern zusammen,
von überall her, wohin ihr verschleppt worden seid.

Ich bekenne mich zum HERRN im Land der Verbannung,
ich bezeuge den Sündern seine Macht und erhabene Größe.
Kehrt um, ihr Sünder, tut, was recht ist in seinen Augen.
Vielleicht ist ER gnädig und hat mit euch Erbarmen.


Pfingstsequenz: VENI SANCTE SPIRITUS!

Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit sende Deines Lichtes Strahl.
Vater aller Armen Du, aller Herzen Licht und Ruh, komm mit Deiner Gaben Zahll

Tröster in Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, komm, o süßer Seelenfreund!
In Ermüdung schenke Ruh, in der Glut hauch Kühlung zu,  Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit, mach Dir unser Herz bereit, dring in unsre Seelen ein!
Ohne Deinen Gnadenschein, steht der arme Mensch allein, kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist; heile, was verwundet ist; tränke, was da dürre steht;
beuge, was verhärtet ist; wärme, was erkaltet ist; lenke, was da irre gehtl

Heil’ger Geist, wir bitten Dich: Gib uns allen gnädiglich Deiner sieben Gaben Kraft.
Gib uns Trost in dieser Zeit und dereinst die Seligkeit nach vollbrachter Wanderschaft.


GOTT hat mein Klagen in Tanzen verwandelt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 30 (29),2.4.5-6abcd.12a.13b.

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht
über mich triumphieren.
.
HERR, du hast mich herausgeholt
aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten
mich zum Leben gerufen.
.
Singt und spielt dem HERRN,
ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
.
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.

Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott,
ich will dir danken in Ewigkeit.


Tausend Jahre sind für GOTT wie ein Tag

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
90 (89),1-2.3-4.5-6.12-13.

HERR, du warst unsere Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe die Berge geboren wurden,
die Erde entstand und das Weltall,
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
.
Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»
Denn tausend Jahre sind für dich
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht.
.
Von Jahr zu Jahr säest du die Menschen aus;
sie gleichen dem sprossenden Gras.
Am Morgen grünt es und blüht,
am Abend wird es geschnitten und welkt.
.
Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
HERR, wende dich uns doch endlich zu!
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Kardinal Müller erinnert an die heilige Agnes

„Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten“, sagt Kardinal Gerhard Müller. Sein Blick richtet sich auf eine Darstellung der heiligen Agnes, einer Blutzeugin aus dem 3. Jahrhundert. Am Ort ihres Martyriums hat man ein Gotteshaus zu ihrem Gedenken errichtet; sie ist Kardinal Müllers Titelkirche in Rom.

Die barocke Kirche Sant’Agnese in Agone liegt im Herzen der Stadt, direkt an der Piazza Navona. Für Kardinal Müller ist besonders wichtig, dass sie einer Märtyrerin geweiht ist: „Das Blut der Märtyrer ist der Hinweis auf Christus, auf das ewige Leben, das uns hoffentlich im guten Sinn, nämlich im Himmel bevorsteht.“

Der hl. Agnes wird am 21. Januar gedacht. Sie war noch ein junges Mädchen, als sie das Martyrium erlitt. Wer heute die ihr geweihte Kirche besucht, kann zentrale Etappen ihres Lebens nachvollziehen.

Vor ihrem Reliquienschrein wird Kardinal Müller nachdenklich: „Viele denken, es kommt allein auf das irdische Dasein an.“ Glaube aber heiße mehr, „seine ganze Hoffnung, sein ganzes Leben, den ganzen Ernst seines Daseins auf Jesus Christus zu setzen.“ 

Auch heute wird eine große Zahl an Christen verfolgt, gibt Kardinal Müller zu bedenken. Da gibt es einerseits physische Bedrohung, z.B. in islamisch oder kommunistisch geprägten Ländern wie auch in Diktaturen, die eine totalitäre Herrschaft über den Menschen beanspruchen.

Aber auch in Europa gebe es Diskriminierung von Christen, nämlich immer dann, wenn ein Mensch „für seine christliche Überzeugung an den Pranger gestellt wird.“ – Insofern sind Märtyrer wie Agnes wichtige Vorbilder: „Sie ermuntern uns im Glauben“, sagt der Kardinal.

Quelle und vollständiger Artikel von Julia Wächter hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/zum-festtag-der-heiligen-agnes-kardinal-muller-fuhrt-durch-seine-titelkirche-santagnese-4184