Linksfront in Münster: Kommunisten und Grüne vereint im Protest gegen die AfD

Von Felizitas Küble

Wie bereits im Vorfeld im CHRISTLICHEN FORUM angekündigt, handelte es sich bei der rot-grünen Kundgebung gegen den AfD-Kreisparteitag um eine kommunistisch gesteuerte Aktion.

Daß die Organisation „Keinen Meter den Nazis“ linksradikal orientiert ist, zeigt schon deren Web-Blog mit der Fahne der „Antifa“ auf der Startseite. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/11/02/muenster-linksradikale-kuendigen-protestdemo-gegen-den-afd-kreisparteitag-an/)

Genau wie erwartet lief der Protest gegen die AfD gestern vor dem Rathaus in Münster auch ab.

Laut Presseberichten hatten sich ca 1600 Teilnehmer zusammengefunden. Was am meisten aufgefallen ist, waren die zahlreichen roten Fahnen der Kommunisten (mit Hammer und Sichel) sowie die Fahnen der Grünen (natürlich in grün).

Der Ausschnitt des 1. Fotos zeigt rechts drei Kommunisten-Fahnen und eine linksradikale Antifa-Fahne (zweite von rechts) – und in der Mitte sowie links vier grüne Fahnen.

Seite an Seite demonstrierte die Linksfront vor dem historischen Rathaus von Münster, in welchem der AfD-Kreisparteitag stattfand.

Die Polizei achtete darauf, daß die Absperrungen nicht eingerissen wurden, damit es für die Delegierten der AfD überhaupt eine Möglichkeit gab, einigermaßen unbehelligt (wenn man von dem Heidenlärm absieht) zu ihrer Veranstaltung zu gelangen.

Nicht nur der Rathausplatz, auch der Prinzipalmarkt rund um die Lambertikirche war wegen der Protestdemo größtenteils abgesperrt.

Auf dem 2. Foto kann  man die marxistischen Fahnen genauer erkennen: Hammer und Sichel links und rechts außen – in der Mitte die linksextreme Antifa-Fahne.

Abgesehen von dieser tiefrot-grünen Verbrüderung gab es noch einige Plakate der selbstgebastelten Art mit solchen Weisheiten wie „AFD = Nazis“ oder „AFD ist Scheiße“.

 

 

 

 


Berlin: Beim judenfeindlichen Al-Quds-Marsch waren Hisbollahfahnen verboten

Von Michael Leh

Auf der anti-israelischen Al-Quds-Demonstration in Berlin waren dieses Jahr Hisbollah-Flaggen verboten. Etwa 800 Anhänger der Organisation, deren militärischer Arm auf der EU-Terrorliste steht, zogen über den Kurfürstendamm.

Dort fand zuvor eine Gegendemonstration von Israel-Freunden mit etwa der gleichen Teilnehmerzahl statt. 640 Polizisten mussten dafür sorgen, dass es zu keFoto 1 - Leh für PAZ - Burkas schn DSC_0305inen gewaltsamen Zwischenfällen kam.

Seit 1996 findet jedes Jahr dasselbe üble Spektakel mitten in Berlin statt: Anhänger des Teheraner Mullah-Regimes und der von ihm finanzierten libanesischen Hisbollah („Hizb Allah“ = „Partei Gottes“) demonstrieren mit ihrem Al-Quds-Marsch aggressiv gegen Israel.

BILD: Burka- und Kopftuch-Trägerinnen bei der Demonstration auf dem Kudamm (Foto: M. Leh)

Der Al-Quds-Tag (nach dem arabischen Namen für Jerusalem al-Quds) wurde 1979 vom iranischen „Revolutionsführer“ Ajatollah Ruhollah Chomeini propagiert. Chomeini erklärte die „Befreiung“ Jerusalems zur religiösen Pflicht eines jeden Muslims. Iran und Hisbollah negieren das Existenzrecht Israels und rufen zu dessen gewaltsamer Beseitigung auf.

In den Auflagen des Berliner Innensenats für die diesjährige Al-Quds-Demonstration hieß es aufgrund von Erfahrungen der Vorjahre:

„Es ist untersagt, während der Dauer des Aufzugs Gegenstände – insbesondere Fahnen, Puppen und ähnliche Gegenstände – im öffentlichen Verkehrsraum zu verbrennen. Des Weiteren ist untersagt, Gewalttaten, die darauf gerichtet waren oder sind, Menschen zu töten, zu verletzen oder zu entführen, in Wort, Bild oder Schrift zu verherrlichen oder gutzuheißen bzw. zu solchen Taten aufzufordern. Untersagt ist das Rufen von Parolen wie ,Tod Israel!´ bzw. ,Tod (den) Israelis!´ ,Tod Israel, verflucht seien die Juden und Sieg für den Islam!´ und ,Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.´“

Untersagt wurde außerdem jedes Werben für die Hisbollah und ihr nahestehende Organisationen: „Kennzeichen, Symbole oder Embleme dieser Organisationen dürfen weder auf Fahnen und Transparenten noch an der Kleidung der Teilnehmer noch auf sonstige Weise gezeigt werden.“  Foto 3 Leh - Gegendemonstration der Israel-Freunde auf dem Kurfürstendamm schn

Ohne die genannten speziellen Verbote wäre es wohl erneut zu offenen antisemitischen Schmähungen und Gewaltaufrufen gekommen.

BILD: Pro-jüdische Demonstration gegen den Al-Quds-Marsch (Foto: M. Leh)

Gezeigt wurden Plakate, auf denen der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama als Mörder bezeichnet oder zum Boykott israelischer Waren aufgerufen oder Israel als „Terrorist“ und „Der wahre Menschenfeind“ bezeichnet wurde.

Demonstranten trugen das Konterfei Chomeinis auf T-Shirts, ganze  Kopftuchgeschwader nahmen teil, auch vollverschleierte Frauen.  Unentwegt skandiert wurde „Zionismus ist Rassismus“. Auch kleine Jungen und Mädchen, unmündige Kinder, hatte man mit solchen Plakaten ausgerüstet.

Palästinensische Fahnen waren häufig. Eine Kopftuchfrau trug die verbotene Hisbollah-Fahne zusammengewickelt um den Hals. Auf der gelben Fahne der Hisbollah ist in der grünen Farbe des Islam eine stilisierte Kalaschnikov abgebildet, in einer Faust erhoben über der Weltkugel.

Wie in den Vorjahren nahmen auch türkische Islamisten an der Kundgebung teil. Wieder waren auch aus Hamburg noch Hisbollah-Unterstützer mit Bussen angereist.

Wie jedes Jahr ließ man zur Staffage dieselben drei ultraorthodoxen Juden auftreten, die den Staat Israel ablehnen und sich willig vor den Karren des Teheraner Regimes spannen lassen, drei bleiche sinistre Gestalten mit Schläfenlocken und riesigen Pelzmützen auf dem Kopf. Da sie am Schabbat nicht reden dürften, verlese man die vorgefertigte Rede von einem der Dreien, erklärte ein Al-Quds-Organisator. RTEmagicC_Frau_Verschleiert_jpg

Auf der Gegenkundgebung am Kranzlereck erklärte Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, erst im März 2016 habe der Iran Langstreckenraketen getestet, auf denen stand: „Israel muss ausradiert werden“.

Beim Al-Quds-Tag gehe es angeblich um die Befreiung Jerusalems. „Aber in Wahrheit“, so der Botschafter, „geht es darum, Jerusalem zu islamisieren.“ Jerusalem solle nicht nur „judenrein“, sondern auch „christenrein“ werden.  Bei der Al-Quds-Demonstration am Vortag in Teheran seien auch Fahnen westlicher Staaten verbrannt und Bilder westlicher Staats- und Regierungschefs mit Steinen beworfen worden.

Das American Jewish Committee (AJC) hatte im April enthüllt, dass die künstlerische sowie die pädagogische Leiterin des „Refugee Club Impulse“ (RCI), Nadia Grassmann und Maryam Somaya  Grassmann,  seit Jahren an der Al-Quds-Demonstration in Berlin beteiligt sind.

Der Vater der beiden, Jürgen Grassmann, ein Berliner Ikonenhändler, ist ein Anmelder des Al-Quds-Marsches. Das RCI, ein Theaterprojekt für Flüchtlinge, hatte beim Projektfonds Kulturelle Bildung des Landes Berlin eine Fördersumme von 100.000 Euro beantragt.

Erst nach dem Hinweis des AJC auf die Al-Quds-Aktivitäten der Grassmann-Töchter verweigerte der Berliner Senat die Förderung. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters zog erst nach den AJC-Informationen die Nominierung des RCI für einen „Sonderpreis für kulturelle Projekte mit Flüchtlingen“ zurück. „Inwieweit es systematische Versuche der Einflussnahme von Hisbollah-Anhängern auf Flüchtlinge in Deutschland gibt, bleibt indes ungeklärt“, so das AJC.

Unser Autor Michael Leh ist Journalist und lebt in Berlin; Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der PAZ (Preußischen Allgemeinen Zeitung)

 


Mein Heilig-Nacht-Traum von der bergenden Würde und Kraft des Glaubens

Von Felizitas Küble

Von meinen Träumen weiß ich hinterher nur selten noch etwas – und von Alpträumen werde ich gottlob seit vielen Jahren nie geplagt, auch dann nicht, wenn sich erhebliche Probleme aufgetürmt haben. Umso merkwürdiger, daß ich ausgerechnet heute in der Nacht von Heilig-Abend auf Weihnachten von einem Geschehnis träumte, das zunächst bedrohlich wirkte: img_0594

Leider weiß ich den Vorgang nur noch umrißhaft. Es ging jedenfalls darum, daß eine kleinere Gruppe von Menschen (höchstens ein halbes Dutzend) von einer anderen Gruppe (die größer war) bedrängt und bedroht wurde – und dies mitten auf einem einsamen Waldweg, wenngleich die Straße gepflastert und recht breit war.

Die Situation war für die kleinere Gruppe beängstigend, wenngleich nicht unbedingt direkt lebensgefährlich, denn an Schußwaffen erinnere ich mich nicht. 

Als nun die bedrängten Menschen (ich glaube nicht, daß ich selber zu ihnen gehörte, aber jedenfalls identifizierte ich mich mit ihnen) nach vorne flüchten wollte, kam gerade eine große kirchliche Prozession auf sie zu:

Junge Männer ganz in weißen und beige-hellen Gewändern (wie sie bisweilen von Oberministranten oder singenden Mönchen im Chorgestühl getragen werden  – ähnlich wie bei diesem Foto) führten den Gebetszug an, der langsam und feierlich voranschritt  – allerdings ganz ohne Gesang und Musik.

Die hochgewachsenen Männer trugen große Fahnen und Wimpel, aber keine bunten, eher einfach aussehende, aber helle Fahnen.

Die Prozession wirkte sehr „getragen“ in ihrer stillen Erhabenheit, die Gläubigen waren gesammelt, voll auf ihr Gebet und ihre Andacht konzentriert –  sie schienen das Getümmel und die angstvollen Menschen samt ihren Verfolgern kaum wahrzunehmen, sondern schritten davon unbeeindruckt in feierlicher Weise weiter nach vorne –  und die Bedrängten konnten sich jetzt mitten in diese fromme Versammlung mischen, die sie wie selbstverständlich freundlich aufnahm, aber ohne, daß sie sich dadurch von ihrer Andacht ablenken ließ. flyerstralsund2

Die Verfolger hatten sich offenbar kampflos zurückgezogen, sie verschwanden aus meinem inneren Blickfeld. Wichtig war, daß die bedrohte Schar flüchten und „eintauchen“ konnte in die Geborgenheit dieser überzeugungsstarken und bekennerfreudigen Glaubensgemeinschaft, die einerseits „bodenständig“ war (das liegt in der Natur einer Prozession), die aber auch „erhaben“ wirkte bzw. im Geiste himmelswärts gerichtet war.

Die Gruppe wurde nicht durch einen Erzengel Michael mit dem Flammenschwert aus ihrer angstvollen Lage gerettet, auch nicht durch irgendeine besondere „Erscheinung“, durch kein außergewöhnliches Eingreifen der übernatürlichen Welt  –  sondern „nur“ durch eine kirchliche Prozession,  die jedoch vom einem gewissen Glanz des Übernatürlichen durchdrungen war  –  ungeachtet ihrer äußeren Einfachheit, ihrer gleichsam „edlen“ Schlichtheit.

Als ich aufwachte und über den Traum nachdachte, wurde mir bewußt, daß die Glaubensgemeinschaft der Kirche wie eine rettende Arche ist (so betrachtete man sie schon in frühchristlicher Zeit)  – als das „pilgernde Gottesvolk“, das die Zeiten überdauert, einladend für alle Menschen, die von Bedrohung und Furcht bedrängt sind, so daß sie Geborgenheit und Sicherheit in Gott und in der Kirche des HERRN finden können.

Wenn ich diesen Traum durchdenke, kommen mir diese drei Aussagen über Glaube und Kirche in den Sinn:

Glauben  –  das heißt Unterwegs sein mit einer Verheißung.
Alles kommt und geht  – die Kirche aber ist geblieben. (Erzbischof Johannes Dyba)
Glauben  –  das ist wie Stehen auf uraltem Fels und ein Blick in große Ferne.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.