CSU-Chef Söder übt scharfe Kritik an einer ideologischen Diesel-Debatte

Im FOCUS-Interview hat der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder pauschale Angriffe auf Dieselfahrer verurteilt und mehr Fakten in der Diskussion über Abgaswerte gefordert.

„Der Diesel ist insgesamt der deutlich klimafreundlichere Antrieb“, betonte Söder. „Aber natürlich geht es nicht nur um die, die sich einen neuen Diesel leisten können.“

Er denke auch an die, die ihren älteren Diesel in gutem Glauben gekauft haben. „Diese Menschen können wir jetzt nicht zwingen, sich für mehrere tausend Euro ein neues Auto zu kaufen aufgrund von Grenzwerten, die massiv angezweifelt werden.“

Söder kritisierte die „ideologische Debatte“ über Abgaswerte scharf:

„Es ist schon eine seltsame Situation, dass Grenzwerte, die seit längerem gelten, plötzlich von Experten bezweifelt werden. Ich finde, jetzt sollten die Fachleute untereinander diskutieren, damit wir eine übereinstimmende Bewertung vornehmen können.“

Er fügte hinzu: „Ökologische Fragen lösen wir nicht mit Ideologien, sondern mit guten Ingenieuren.“

 

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Abstände zwischen Meinung und Wirklichkeit

Die eigene Einschätzung einer bestimmten Situation/Sachlage und die wirklichen Fakten sind nicht immer deckungsgleich. Das zeigt auch diese Übersichtsgrafik von „Statista“.

Besonders auffallend ist die Kluft zwischen Meinung und Wirklichkeit bei folgenden Punkten:

Es gibt weitaus weniger Teenagermütter als geglaubt. Auch die Häufigkeit der Diabetes-Erkrankung wird stark überschätzt. Weitaus weniger Deutsche sind bei Facebook als vermutet. Gottlob glauben mehr Deutsche an Gott (wenngleich mit 45% immer noch viel zu wenig), als sich die Befragten vorstellten.Quelle: https://de.statista.com/infografik/12150/wie-die-deutschen-ihr-land-einschaetzen-2017/


Bistum Regensburg bietet anschauliche und übersichtliche Finanz-Infos online

Fakten, Daten, Hintergründe in Wort, Bild und Filmlesehilfe_intro

Vielleicht haben Sie schon mal eine Broschüre Ihres Bistums oder Dekanats in der Hand gehabt, die sich mit den kirchlichen Finanzen befaßte. Die Hefte bzw. Dokumentationen sind manchmal recht mühsam zu lesen, die Zahlenberge kaum zu überschauen, die Sprache bisweilen staubtrocken und die Lust von daher nicht groß, sich näher in die Einzelheiten zu vertiefen.

Im Bistum Regensburg geht man auch in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran  – und das nicht nur mit ebenso anschaulichen wie informativen Broschüren, sondern auch und gerade online.

Hierfür gibt es in dieser bayerischen Diözese eine eigene Webseite „Zahlengesichter“ – nach der Devise: Jede Zahl hat ein Gesicht: https://www.zahlengesichter.de/ csm_aktuelle-bilanzen_d651d7f263

Das wird sozusagen wörtlich genommen, denn zu fast allen denkbaren Themen von A – Z (von „Armut“ bis „Zölibat“) gibt es nicht nur Daten, sondern auch Bilder, Videos, Berichte, Zeugnisse und Erzählungen mitten aus dem Leben – siehe z.B. hier die Stichworte unter dem Foto: https://www.zahlengesichter.de/recherche-und-presse/

In der Mediathek werden zahlreiche Interviews geboten  – vom Bischof bis zu Landräten oder dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus. Dazu kommen eindrucksvolle Musikvorführungen, bewegende Bild-Dokus, Gespräche mit dem aktiven Kirchenvolk : https://www.zahlengesichter.de/mediathek/

Hier erklärt z. B. Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel, daß die Staatsleistungen an die Kirche kein großzügiges „Geschenk“ von Vater Staat sind, wie manchmal in Medien suggeriert wird, sondern vielmehr Entschädigungen bzw. Ausgleichszahlungen wegen der sog. „Säkularisation“ (Enteignung kirchlicher Güter) Anfang des 18. Jahrhunderts: https://www.zahlengesichter.de/kirche-staat/#c790

Die von Bistums-Pressesprecher Clemens Neck erstellte Internetpräsentation über die kirchlichen Gelder, Einrichtungen, Bildungszweige, seelsorglichen Angebote und sozialen Werke der Diözese Regensburg sollte deutschlandweit Schule machen, damit Worte wie „Transparenz“ und „Kommunikation“ keine Floskeln bleiben, sondern Gestalt annehmen – genauer: ein Gesicht erhalten.

 

 


IS-islamischer Mord an Teenager in Hamburg: „Volkspädagogisches“ Totschweigen des ZDF

Von Dr. David Berger

„Über Einzelfälle berichten wir nicht“. So rechtfertigte das ZDF gleich mehrmals sein Schweigen zu dem brutalen Mord an einem 16-Jährigen in Hamburg. Jetzt zeigt ein Bekennerschreiben des „Islamischen Staats“, dass der Vorfall alles andere als ein Einzelfall war. pressefotoberger11

Über den Mord hatten die „Hamburger Morgenpost“ und als einzige überregionale Zeitung die „Bild“  berichtet: In den späten Stunden des 16. Oktober war der 16-j. Victor von einem „südländisch aussehenden“ Mann brutal hinterrücks erstochen, seine 15-jährige Freundin, die ihn begleitete, in die Alster gestoßen worden. Der Junge überlebte nicht.

Das Entsetzen war daraufhin groß. Nicht nur über das Geschehen, sondern auch das Desinteresse, das geradezu schreiende Schweigen der Politiker und Medien zu dem Vorfall. Kein Besuch Merkels bei der Familie, keine Aufrufe zu Lichterketten aus dem Justiz- oder Innenministerium.

Als ein Gastautor von philosophia-perennis daraufhin beim ZDF anfragte, warum man über den Vorfall nicht berichte, bekam er die bezeichnende Antwort: Über Einzelfälle berichte man nicht.

Noch vor wenigen Tagen hat das ZDF erneut offiziell seine Haltung verteidigt, obwohl inzwischen Insider darauf hingewiesen hatten, dass der „Islamische Staat“ einige Wochen zuvor seine Anhänger in alle Welt dazu aufgerufen hatte, nun vermehrt zu sog. Stabbing-Anschlägen überzugehen. Doch das alles bewirkte beim ZDF keine Bewegung in den öffentlich-rechtlichen Betonköpfen.  notizblock-stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

„Bild“ berichtete gestern:

„Die deutschsprachige Abteilung der sogenannten Nachrichtenagentur „Amaq“, über die ISIS seine Propaganda verbreitetet, schreibt: „2 Personen wurden von einem Soldaten des Islamischen Staates am 16. Oktober in Hamburg erstochen. Die Operation wurde als Antwort auf die Rufe zum Angriff auf Bürger der Koalitionsstaaten ausgeführt“.

Durch dieses Bekennerschreiben wird das Verhalten des ZDF zu einem neuen Skandal, der durchaus dem Versagen in der Berichterstattung zu den Vorfällen der Silvesternacht in Köln das Wasser reichen kann.

Beidesmal wurde die Entscheidung, nicht zu berichten, keineswegs von den Fakten, sondern von ideologischen und „volkspädagogischen“ Überlegungen abhängig gemacht.

Quelle und ausführliche Fassung des Beitrags hier: https://philosophia-perennis.com/2016/10/30/isis-zdf/

 


Causa Limburg: Die „Süddeutsche Zeitung“ liefert Gerüchte statt Fakten

Dieser OFFENE BRIEF von Thomas Schührer an den SZ-Redakteur Matthias Drobinski bezieht sich auf folgenden Artikel im Portal „sueddeutsche.de“:
Affäre um Tebartz-van Elst – Bischof soll Geld aus Stiftung abgezweigt haben
vom 17.2.2014


Sehr geehrter Herr Drobinski,

ich schreibe Ihnen diesen Offenen Brief, weil ich leider davon ausgehen muss, dass die Pressestelle des Bistums Limburg wieder nicht in der Lage oder willens ist, auf Ihren Unterstellungstext zu reagieren. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Vorweg will ich Ihnen aber mitteilen, dass ich von Ihnen enttäuscht bin. Bisher haben Sie wenig, aber gut informiert und faktenorientiert über Limburg geschrieben oder kommentiert.

Jetzt begeben Sie sich in den Niveaumorast eines Boulevardblättchens, bedienen sich ominöser Quellen und schreiben im Konjunktiv. Eigentlich sollte das mit Ihrem Berufsethos und Ihrer persönlichen Ehre nicht vereinbar sein.

Schauen wir uns aber Ihren Text an: Sie schreiben etwa 3500 Zeichen oder auch 450 Wörter. Keinen einzigen Satz können Sie mit nachprüfbaren Fakten belegen.

Dennoch formulieren Sie so, dass beim Leser Gefühle hervorgerufen und Eindrücke hinterlassen werden. Nämlich, dass da ein ganz übler Bursche sich Gelder für arme und kinderreiche Familien unter den Nagel gerissen habe…

Aus Ihrem Text geht auch nicht hervor, ob die vermeintliche  Verwendung dieser Stiftungsmittel rechtens war oder nicht. Sie weisen nicht darauf hin, dass da wahrscheinlich noch Klärungsbedarf besteht. Das können Sie und wir Leser nicht beurteilen, weil wir weder die Rechtslage dazu kennen, noch liegt uns der Prüfbericht vor, in dem das eventuell dargestellt ist. Ist das saubere journalistische Arbeit?

Bei der Beurteilung der Gesamtprojektsumme berufen Sie sich auf sogenannte Insider. Ist Ihnen bewusst, wie wenig vertrauenswürdig diese Limburger „Insider“ sind? Ist Ihnen in den vergangenen Monaten nicht aufgegangen, dass im Bistum Limburg bis in die unteren Ränge des Ordinariates hinein ein Esel den anderen „Langohr“ schilt?  (…)

Wie ist also Ihr Text zu werten?

Sie sorgen schon jetzt dafür, dass der Prüfbericht nicht sonderlich ernst genommen werden kann. Die Prüfer waren ausgewählt worden, weil sie als „ehrenwerte und sachkundige Männer“ galten. Sollten die Gerüchte, die Sie für Ihren Text verwenden, tatsächlich auf Informationen aus dem Bericht basieren, so wäre es mit der Ehrenhaftigkeit der Kommissionsmitglieder vorbei.

Denn offensichtlich hat dann mindestens einer sich nicht an die notwendige Verschwiegenheit und Diskretion einer solchen Aufgabe gehalten. (…) Was man von solchen Vertrauensbrechern zu halten hat, darf gerne jeder selbst beurteilen.

Sie tragen nichts zur Aufklärung bei. Gleichzeitig tun Sie so, als verfügten Sie über Fakten und animieren durch Ihre Berichterstattung die Leser zu einem Urteil über den Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst. Würden Sie über einen Terroristen schreiben, der mit einem rauchenden Colt über sein Opfer gebeugt verhaftet wurde, dann würden Sie dennoch permanent vom „mutmaßlichen Täter“ schreiben. Dazu hat dieser ein Recht, bis er verurteilt wurde.

Dem Bischof von Limburg aber gestehen Sie durch Ihre Art der Darstellung dieses Recht nicht zu.

Thomas Schührer, Vorsitzender von Durchblick eV

Thomas Schührer, Durchblick e.V.
Weinbergstr. 22 in 76684 Östringen-Tiefenbach
http://www.verein-durchblick.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz