Was hält unsere Gesellschaft zusammen?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Was tun, damit diese Gesellschaft zusammenhält?“ – so fragt der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ),Walter Roller, am 31.3.2018. Er beklagt: „Insere Gesellschaft triftet auseinander und zerfällt ineinander befehdende Gruppen und Lager“.

Roller vergisst, was die Redaktionsstuben selber dazu geleistet haben.

Der Chefredakteur weiter: „Die wachsende Polarisierung geht einher mit dem Niedergang demokratischer Debattenkultur“. Zeitungsleser erinnern sich, dass es kaum eine Zeitungsausgabe – auch der AZ – gibt, bei der nicht auf die „Rechten“ – warum nicht auf die „Linken“? – eingedroschen wird.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Die Medienmacher wissen, dass Kampagnen langfristig Wirkung zeigen, d.h. Meinungen verändern können, z.B. indem schon berichtete Vorgänge wiederholt werden.

Beispiele:
Die Kampagne für die Kitas hat dazu geführt, dass die ursprüngliche Idee, wonach die Eltern eine Wahlfreiheit haben zwischen der Kita oder dem Entgelt für die Kosten eines Kita-Platzes, wenn die Kinder zuhause erzogen werden, völlig verdrängt wurde.

Heute werden jene, die sich dafür aussprechen, Kinder in den drei ersten Lebensjahren in der Geborgenheit und Obhut der Familie aufzuziehen, als rückständig und als solche, die die frühkindliche Förderung behindern, stigmatisiert. In Wahrheit richtet sich diese Kampagne gegen die traditionelle Familie.

Ein weiteres Beispiel:
Die Medienkampagne gegen den sexuellen Missbrauch an Kindern durch katholische Priester hat bewirkt, dass nach gängiger Meinung dieser Missbrauch „ausschließlich in kirchlichen Einrichtungen vorkommt“
(ARD- Deutschlandtrend vom 19.3.2010). Doch 99% der Priester haben mit dem sexuellen Missbrauch nichts zu tun. Es ist ein Problem der Gesellschaft, weil 99% der Missbrauchsfälle in staatlichen Schulen, in Familien, in Sportvereinen etc. vorkommen (vgl. Tagespost, 29.3.2018).

Roller fordert neuen „Respekt vor Anderen, vor Traditionen und staatlichen Institutionen sowie Vorbildern.“ –   Wer sich aber für demokratische Grundrechte wie das Lebensrecht ungeborener Kinder oder für die traditionelle Ehe in friedlichen Demos einsetzt, wird von den Medien totgeschwiegen. Wann haben Medien für den „Marsch für das Leben“ in Berlin, an dem 7500 Menschen teilgenommen haben, oder über Demos gegen die „Genderideologie“ und gegen die „Frühsexualisierung der Kinder in staatlichen Pflichtschulen“ berichtet?

Der Engländer Gilbert K. Chesterton hat einmal geäußert: „Schlimmer als die Zensur der Presse ist die Zensur durch die Presse“ (Kath.net vom 31.3.2018).

Der beklagte „Niedergang der Debattenkultur“ zeigt sich nahezu täglich darin, dass alles, was politisch falsch läuft, den „Rechten“ in die Schuhe geschoben wird. In den Medien wird derzeit zurecht der wachsende Antisemitismus thematisiert.

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz hat kurzschlüssig dazu konstatiert: „Angesichts politisch-einflussreicherer rechtsextremer Rassisten, aber auch des Antizionismus und Antisemitismus bei Zugewanderten müssen wir die aktuellen Probleme klar benennen und uns entschlossen entgegenstellen“ (AZ, 3.4.2018). 

Von Notz wurde von dem jüdischen Historiker Michael Wolffsohn (siehe Foto) korrigiert; er warnte: „Die meisten antijüdischen Drohungen und Gewaltakte verübten seit Jahren Muslime. Das liegt auch an unserer illusionistischen Politik“.

Joachim Wagner stellte fest: „Unter Muslimen kommen antisemitische Einstellungen im Schnitt fast dreimal so häufig vor wie unter deutschstämmigen und nicht-muslimischen Zuwanderern“ (Tagespost vom 5.4.2018).

Prof. Wolffsohn: „Die muslimische Einwanderung hat sowohl quantitativ als auch qualitativ den Antisemitismus in Deutschland und ganz Westeuropa verstärkt“ (AZ vom 3.4.2018).

Die „illionistische Politik“ der deutschen Bundeskanzlerin wurde in den Redaktionsanstalten der Medien, die sich „in den letzten Jahren in einen unkritischen Jubelchor der Regierung verwandelt haben“ (Kath.net vom 31.3.2018), massiv unterstützt.

Diese „absurde Selbstbeschränkung der Presse“ erreichte den Gipfel in der Berichterstattung über die Vorgänge in der Silvesternacht 2015 in Köln, als die Medien mehrere Tage brauchten, um dem Volk die „rechte Lesart“ beizubringen.

Wenn die Sorgen, welche die übergroße Mehrheit (76%) der Deutschen vor der kulturellen Überfremdung durch den Islam hat, von der Regierung nicht aufgegriffen wird, braucht sich niemand zu wundern, dass dies von der stärksten Oppositionspartei im Bundestag geschieht.

Es sieht auch nicht so aus, dass die „vierte Gewalt“ die Sorgen der Bürger wirklich ernst nimmt. Vielleicht sollten sich die Medienleute einmal fragen, wie viele Leserbriefe, die vor der negativen Entwicklung gewarnt haben, im Papierkorb verschwunden sind, weil sie ihrer politischen Linie widersprachen.

Vor allem wäre zu fragen, warum sich die Medien vor der Frage drücken: „Ist der Islam mit dem Grundgesetzt kompatibel und hat sich die bisherige Integrationspolitik bewährt?“

Joachim Wagner konstatiert: „… Die Eingliederung in unsere Staats- und Gesellschaftsordnung ist bei der Mehrheit der Muslime gescheitert… das schlagkräftigste Indiz für das Scheitern der Integration ist das Wahlverhalten von türkisch-stämmigen Muslimen beim Referendum über Erdogans Präsidialdiktatur. Wenn fast zwei Drittel für die Abschaffung des demokratischen Rechtsstaates in der Türkei gestimmt haben, zeigt dies, dass sie dessen Wert hier nicht verinnerlicht haben… wenn es nach Umfragen für fast die Hälfte der Muslime wichtiger ist, im Konfliktfall den Geboten der Religion Vorrang vor staatlichen Gesetzen und der Demokratie einzuräumen, ist bei ihnen die Integration in unsere Rechtsstaat- und Demokratiekultur fehlgeschlagen“ (Tagespost vom 5.4.2018).

„Die Integrationsmisserfolge“ liegen im Islam begründet. Er steht nicht im Einklang mit unserem Grundgesetz.

Konkret: Durch die Ungleichbehandlung von Mann und Frau, die Verheiratung von unmündigen Kindern, durch die Einteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige etc.. Im Kern ist es die fehlende Trennung von Glaube/Kirche und Staat, die für demographische Staaten konstitutiv ist. Die Debatte, ob der Islam mit unserer Verfassung vereinbar ist, wäre überfällig!

Wenn der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht, Prof. Böckenförde, zu bedenken gegeben hat: Der Staat lebt von Werten, welche er nicht selbst schaffen kann, dann steht die Frage an, ob wir unsere Werte aus dem Christentum oder aus der Scharia nehmen wollen.

„Die Masseneinwanderung“ habe „die Gesellschaft rasant verändert und das Land auf nie gewesene Weise entzweit“, meint der Chefredakteur der AZ. Unter „Einwanderung“ stellt man sich einen geordneten Vorgang vor. Tatsächlich war sie eher eine „rechtswidrige Invasion“, die aber von den Medien wohlwollend begleitet wurde.

„Die Masseneinwanderung“ wurde auch deswegen blauäugig gesehen, weil manche meinten, ein Teil des Fachkräftemangels könnte mit Hilfe der Zuwanderer gelindert werden. Inzwischen zeigt sich, dass die staatlichen Institutionen und die gesellschaftlichen Aufnahmekapazitäten massiv überfordert sind. Zugangssperren für Einwanderer in einem halben Dutzend der Städte belegen das deutlich (Tagespost vom 5.4.2018).

Der Arbeitskräftemangel hat ein von den Medien und Politikern über Jahrzehnte verdrängtes Tabuthema aufgedeckt: Die Auswirkung der demographischen Entwicklung. Eine Allensbach-Untersuchung im Auftrag der Bertelmannstiftung hat ergeben, dass zwei Drittel (65%) der Deutschen wegen der fehlenden Kinder fürchten, dass die Renten gekürzt, längere Arbeitszeiten und höhere Sozialabgaben auf sie zukommen. Das Problem hat mit der defizitären Familienpolitik und der Massenabtreibung zu tun.

Der Chefredakteur der AZ hält eine „Idee für zwingend nötig, um unser Land über Sprache und Verfassung hinaus zusammenzuhalten“. Dazu gehören nach ihm u.a. „Respekt vor Anderen, vor Traditionen und staatlichen Institutionen, Anstand, zivilisierte Umgangsformen und die Übernahme von Verantwortung“. Diese Eigenschaften werden in der Familie erlernt und eingeübt. Aber Ehe und Familie finden sich im Ideenkatalog des Chefredakteurs der AZ mit keinem Wort.

Die bisherige verfassungsmäßig anerkannte, eine gesellschaftstragende Institution der Ehe als Verbindung von Mann und Frau, die für den Fortbestand in der Gesellschaft unersetzlich ist, ist seit dem Bundestagsbeschluss vom 30. Juni 2017 der „Ehe für Alle“ ausgehebelt worden.

Das stellt einen Kultur- und Dammbruch dar, der in der AZ vom 28.6.2017 so kommentiert wurde: „Wie Menschen zusammenleben, wer sich in wen verliebt und wer mit wem dauerhaft eine Beziehung eingeht, geht den Staat nichts an. Er hat nur dafür zu sorgen, dass alle tatsächlich gleich behandelt werden. Angela Merkel hat spät, aber nicht zu spät erkannt, dass das Nein der Union zur Homo-Ehe nicht mehr zeitgemäß und somit nicht länger zu halten ist“.

Das war sicher kein Beitrag, der die Gesellschaft zusammenhält, sondern sie spaltet.

Interessanterweise kommt ihm auch das Christentum und in ihrer verfassten Gestalt der Kirche nicht in den Mund. Sie werden nicht erwähnt, obwohl das Christentum von den Gläubigen fordert „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Die Kirche kann in ihrer Sozialbotschaft mit den Prinzipien der Personenwürde, der Solidarität und der Subsidiarität der Gesellschaft das bieten, was sie dringend braucht. Diese Sozialbotschaft fordert ein verantwortungsvolles Verhalten zur Bewahrung der Schöpfung, Gewaltlosigkeit und das persönliche und gemeinschaftliche Engagement für die Gesellschaft.

Die Wiedergewinnung christlicher Werte könnte auch das von Roller geforderte „Gefühl vermitteln, den Herausforderungen gewachsen zu sein“.

Die Frage „was tun dass eine Gesellschaft zusammenhält“ ist ein Dokument der Hilflosigkeit, dem jede Einsicht in die Mitschuld am beklagten Zustand fehlt. Es ist der Versuch, den Biedermann zu spielen, obwohl er selber Mittäter ist.

Es ist ein Aufruf, der ein wenig an die folgenlose Hauruck-Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog erinnert und es ist schließlich das Bestreben, den Anschluss an die geänderte Mehrheitsmeinung nicht zu verlieren.

Advertisements

Hält KGE – die grüne Fraktionschefin – Väter bei einer Familie für entbehrlich?

Der AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) hat am 12. April auf Facebook eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich kritisch mit Ansichten und Äußerungen der grünen Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt KGE) befaßt.
Wir veröffentlichen hieraus einige Auszüge:  

„Diese Frau steht wie kaum eine andere für die vollkommene Ablehnung all dessen, was Deutschland in der Vergangenheit einmal ein vernunftgeleitetes Land sein ließ.

So ist, glaubt man Frau Göring-Eckardt, Willkommenskultur bekanntlich der beste Schutz vor Terroristen. Eine bahnbrechende Erkenntnis, die Experten für innere Sicherheit zu Tränen rührt – seien es Tränen des Lachens oder auch der Verzweiflung.

Auch eine Sicherung der deutschen Grenze lehnt sie ab, da sie das Thema Grenzschutz irgendwie an die DDR erinnere, aus der man bekanntlich nicht ausreisen durfte.

Nun, auch wenn es für Deutschland ein herber Verlust wäre, auf solch ein intellektuelles Schwergewicht zu verzichten: Unsere Bürgerpartei verspricht hiermit hoch und heilig, sich im Falle der Grenzsicherung für eine freie Ausreise von Katrin Göring-Eckardt einzusetzen.

Deutschland braucht bekanntlich nicht nur qualifizierte Zuwanderung, sondern „wir brauchen hier auch Menschen, die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich zu Hause fühlen können.“

Auf derlei junge, kräftige, vom Steuerzahler lebenslang zu alimentierende Sofort-Rentner hat Deutschland jahrzehntelang händeringend gewartet – nun sind sie endlich da.

Jetzt hat sie auf einem anderen Politikfeld nachgelegt: Unser parlamentarischer Geschäftsführer Jürgen Braun fragte sie jüngst im Bundestag, wer aus ihrer Sicht denn alles zu einer Familie gehört. Er tat dies vor dem Hintergrund, dass es in Pinneberg mittlerweile staatlich geduldete Polygamie eines Syrers gibt.

Auf diese Frage hin sah sich das hellste Licht am grünen Firmament genötigt, ihr Familienbild energisch deutlich zu machen: „Mutter und Kinder, das ist für mich Familie, genau das. Mutter und Kinder!“

Halten wir also fest: Mutter und Kinder, das ist für Frau Göring-Eckardt Familie. Väter kommen in ihrem Familienbild nicht mehr vor, sie bedürfen daher keiner Erwähnung.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/


Bürgerprotest gegen Kita-Pflicht erfolgreich: Ministerin Giffey macht einen Rückzieher

Von Christa Meves

80.000 Petitionen an die neu gewählte Familienministerin und an Bundestagsabgeordnete haben Erfolg gezeigt:

Die Bemerkung auf der Giffey-Homepage über ihren Plan, eine Kita-Pflicht ab 3 Jahren einzuführen, hat über die allgemeine Empörung darüber hinaus die erhoffte Wirkung hervorgebracht: Ministerin Franziska Giffey hat diese anrüchige Andeutung entfernen lassen und einen beschwichtigenden Rückzieher gemacht.

Diese Gegebenheit ist für die Gruppe von Menschen, die auf dem Elternrecht in der Kindererziehung beharren, außerordentlich ermutigend; denn das zeigt erstens, dass die digitale Veränderung, in die wir seit ca. 30 Jahren hineingeworfen sind, nicht einfach nur Negatives hervorruft. Es hat sich die erfreuliche Tatsache ergeben, dass eine viel stärkere Vernetzung bei Menschen, die das Zeitgeschehen wach verfolgen, möglich geworden ist.

Das kommt in Bezug auf die Familienpolitik einem Befreiungsschlag gleich; denn dies gilt es – auch angesichts der neu geschaffenen Regierung – ins Bewusstsein zu nehmen bzw. im Bewusstsein zu behalten:

Der ministeriale Ausrutscher lässt ahnen, dass der Trend zur Kollektivierung unserer Kinder – stufenweise der immer Kleineren – keineswegs geändert wird: er ist ja auch keineswegs neu. Er besteht vielmehr seit der Mitte der 60er Jahre und ist mit dem Schub der 68er Revolte zu einem fast allen sichtbaren Fanal geworden.

Auf dem Boden von Karl Marx und Friedrich Engels hat sich die Kollektivierung der Massen sogar schon seit dem 19. Jahrhundert wie ein Pilz in die Gesellschaften eingeschlichen.

Mit dem Beginn der 70er Jahre ist im linken Trend der Regierungen Brandt und Schmidt die Vorstellung von einer möglichst frühen Kollektivierung auch der Kinder schleichend, aber sukzessiv weitergeführt worden.

Aus den örtlichen Kleingrundschulen wurden zentrierte Großschulen, aus dem Vorrang der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder wurde eine Tendenz zur Einführung von Kinderrechten, z.B. mithilfe eines die Eltern entmachtenden Jugendhilfegesetzes.

Nach der Wende wurden die staatlichen Erziehungsmodelle der ehem. DDR auch in der Vorschul-Erziehung absurderweise zu einem Zukunftsmodell. (Konnte es nicht jedermann sichtbar werden, dass die DDR auch dadurch pleiteging?)

Das Familienmodell im Grundgesetz von 1949 geriet hingegen auch in der vereinigten Republik immer mehr in Misskredit.

Und nicht nur das: Verantwortungsbewusste Eltern, die diese Entwicklung als ungut empfanden, wurden, falls sie Einfluss in der Öffentlichkeit zu entwickeln suchten, immer mehr an den Rand gedrängt, ja, einzelne Familien, die auf ihrer Dominanz als Eltern beharrten, wurden von ihrem Umfeld derartig angefeindet, dass diese Phalanx – erst recgt nach Einführung der digitalen Medien – in der Versenkung verschwand. Es wurde nun existenzgefährdend, dem Zeitgeist zu widerstehen.

Als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin ließ sich die Entwicklung in den frühen 70er Jahren durch die Zunahme der Verhaltensstörungen der Kinder sehr deutlich machen. Glückliche Kleinkinder in der Nähe ihrer Mütter wurden immer seltener.

Hingegen wuchs die Zahl von trotzig wütenden, schwer lenkbaren Kindern, die durch immer mehr Unruhe, durch Konzentrationsmangel in der Schule (ADHS), durch Naschsucht, Essverweigerung, Selbstbeschädigungen, Einnässen bis ins Schulalter hinein, Stuhlverhaltungen und Verlangsamung beim Lernen etc. auffielen.

Ich begann ab 1970 zu warnen und Prognosen für das nächste Jahrhundert zu stellen; denn diese Fehlverhaltensweisen sind lediglich die Erstsymptome von Beeinträchtigungen, die sich im Erwachsenenalter als Störungen, besonders in Depressionen, Süchten, Loser-Sein und Aggressionen bis zur Kriminalität auswirken würden.

Für eine Fachfrau der neoanalytischen Schule lag dafür zwar eine voll strukturierte Psychopathologie längst bereit. Und es war erkennbar, dass dieser so schwer und nachhaltig prägende Krankenstand sich vermeiden ließe – vor allem durch viel persönliche Nähe, am besten bei gesunden natürlichen Eltern, die besonders in den ersten sieben Lebensjahren auf dem Posten stehen.

Kinder, die sich in ihrer Vorschulzeit fremd und allein gelassen fühlen, halten das selten ohne Traumatisierung aus. Aber nun das Erschreckende: Ohne jede Einsicht in die zunehmend negativen Erfahrungen nahm der kollektivierende Trend ungehindert zu, führte zu einer Aufstockung der Kindergärten, zu Ganztagskitas und vor allem zur Einrichtung der Krippen für die 0 bis 3-Jährigen.

Nicht dass aufmerksame Eltern ruhig blieben: Verantwortungsbewusste Vereine organisierten Kongresse und schlugen auf diesen nachhaltig Alarm.

„Man kann doch die Mütter mit ihrer so erfüllenden zentralen Berufung als Frau nicht einfach diskriminieren, nicht Mutterschaft zu einer ‚Falle‘ erklären und den Kindern ihre maßgebliche Basis für eine gesunde Entfaltung immer mehr entziehen!“, rief ich unablässig in die deutschsprachigen Länder hinein.

Unser Verein „Verantwortung für die Familie e.V.“ begann auf seinen Tagungen zudem Petitionen an die Regierung zu schicken nach dem Motto: Wer kritisiert, muss etwas Besseres im Köcher haben.

2002 haben wir z.B. auf einer unserer Tagungen eine „Resolution zur Förderung der Familie“ erstellt. Darin heißt es:

„Die Mehrheit junger Eltern möchte ihre Kinder selbst erziehen. Junge Mütter geraten als ‚Heimchen am Herd‘ ins gesellschaftliche und ökonomische Abseits. Sie haben jedoch kein geringeres Recht als die Männer, gesellschaftlich anerkannt und finanziell unabhängig zu sein.

Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland brauchen also eine Konzeption, die die Familie anerkennt und funktional zur Geltung bringt, ohne dass dies die Frauen in eine Sackgasse führt.“

Folgendes Konzept wurde vorgeschlagen:

„1. Die werdende Mutter kann, sobald ihre Schwangerschaft ärztlich festgestellt worden ist, in eine spezifische Berufsausbildung eintreten, die mit einem Zertifikat abschließt. Pädagoginnen mit Familienerfahrung führen die Ausbildung durch.

2. Nach der Geburt des Kindes erhält die Mutter Anspruch auf ein Gehalt samt Rentenanspruch.

3. Ihre Erziehungsarbeit wird von Fortbildungen – etwa im 4-wöchigen Turnus  – begleitet, an denen auch die Väter teilnehmen können.

4. Bei den Wahlen erhält die Mutter so viele Stimmen, wie sie unmündige Kinder hat.

5. Wird das jüngste Kind 14 Jahre alt, kann sich die Mutter zur Ausbildungsleiterin für junge Mütter und andere entsprechende soziale Tätigkeiten ausbilden lassen. Analog können sich Großmütter betätigen, z.B. als Adoptiv-Großmütter in jungen kinderreichen Familien.

6. Zur Entlastung junger Mütter mit mehreren Kindern wird ein ‚Freiwilliges Familien-Jahr‘ eingeführt.

7. Jede Mutter kann aus ihrem Beruf ausscheiden und eine andere Tätigkeit ihrer Wahl ausüben.

Diese Regelungen werden die Gesellschaft qualitativ vorwärtsbringen, die Bevölkerungsimplosion aufhalten und unser Land aus der Existenzkrise auf folgende Weise herausholen:

– Mütter sind mit anderweitig Berufstätigen gleichberechtigt und finanziell unabhängig, auch im Hinblick auf den Tod bzw. die Untreue des Partners.

– Ungeplante Schwangerschaften brauchen nicht so oft zur Abtreibung führen: Der Lebensunterhalt der Mutter ist gesichert, ohne dass sie ihr Kind aufgeben müsste. Ihre Erfahrungen werden gesellschaftlich genutzt und eröffnen ihr auch in der zweiten Lebenshälfte Perspektiven.

– Durch die begleitenden Fortbildungskurse geht die Zahl schwerer Fehlentwicklungen – und auch die Isolation der ‚Grünen Witwen‘ – zurück.

– Die Arbeitslosigkeit wird reduziert. Kranken- und Sozialhilfekosten gehen deutlich zurück: Kinder reifen im gesunden Umfeld zu seelisch stabilen Erwachsenen.

– Das schulische Leistungsniveau hebt sich, wenn junge Mütter sich – planvoll angeleitet – mit ihren Kindern im Vorschulalter beschäftigen und ihnen z.B. durch Vorlesen die Freude an Büchern und am schulischen Lernen vermitteln.

Die Kosten sind langfristig (erst recht kurzfristig) niedriger als die Beträge, die das flächendeckende Aufstocken und der Betrieb von Krippen, Kinderhorten, -tagesstätten und Ganztagsschulen verursachen.

Da das Familien-Modell psychisch intakte, handlungs- und demokratiefähige Menschen hervorzubringen verspricht, ist es, wenn man Zukunft des christlichen Abendlandes will, vom Ergebnis her eine entscheidende Einsparung (im Staatssäckel).“

Heute, 16 Jahre später, wäre dieses Modell immer noch sinnvoll – in letzter Stunde gewissermaßen gegen das Schwach-, Krank- und Unglücklich-Werden in der Bevölkerung, besonders in der jungen Generation.

Es muss weiter nachhaltig gewarnt werden. Der zerstörerische Trend ist leider weiter das zentrale Modell in unserer Gesellschaft. Nicht nur der 50-jährige Kinderschwund, sondern vor allem die psychische Verelendung in der jungen Generation, ihre Minderung von Leistungs- und Liebesfähigkeit muss bei allen Menschen mit einem gesunden Menschenverstand Daueralarm hervorrufen.

Fassen wir neuen Mut!

Per Internet können wir, die Familienbefürworter, nun noch viel mehr Menschen bewegen, wie dies zur Änderung im Trend einer demokratischen Regierung nötig ist. Das ist jetzt besser möglich geworden und in höchster Zukunftsgefährdung neu gefragt.

Siehe hierzu auch: Meves, Christa.: Verführt. Manipuliert. Pervertiert. S. 13ff: Der Staat greift nach den Kindern. 5. Aufl., Gräfelfing 2002.


Dobrint (CSU) setzt auf eine „konservative Revolution der Bürger“

.
In einem Gastkommentar in der Tageszeitung „Welt“ hat der CSU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt, die Debattenkultur in Deutschland kritisiert. Sie weise eine Diskrepanz zwischen konstruierten Realitäten linker Mainstreameliten und dem alltäglichen Empfinden einer bürgerlichen Mehrheit aus.
 .
„Diese Diskrepanz aufzulösen ist ein demokratischer Auftrag“, schreibt Dobrindt: „Dabei geht es darum, wieder eine Annäherung herzustellen zwischen den Debatten der Eliten und dem Alltag der Menschen, zwischen dem, was die Mehrheit lebt, und dem, was mehrheitlich diskutiert wird. Nur so überwinden wir in unserem Land Tendenzen der Spaltung und schaffen wieder mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

Die politische Umsetzung sei laut Dobrindt Aufgabe von CSU und CDU. Die vermeintliche Richtungsdebatte zwischen konservativ und christlich führe dabei in die Irre: „Das Konservative und das Christliche sind keine Gegensätze, sondern bilden eine unauflösbare Einheit, denn das Christliche ist für das Konservative geradezu konstitutiv.“  

Konservative Politik stelle den Einzelnen und die Familie ins Zentrum, setze auf Freiheit durch Sicherheit, Heimat durch Bewahrung der Schöpfung und kulturelle Stabilität, Gerechtigkeit durch Eigenverantwortung, Chancen und Solidarität, auf ein klares Bekenntnis zu Fortschritt, Wachstum und Modernität in Verpflichtung auf das Gemeinwohl. „Das Konservative beschreibt sich aus seinem christlichen Wurzelgeflecht“, so Dobrindt.

Dies sei ein Teil des Werteprogramms einer bürgerlich-konservativen Politik, das von den Menschen in Deutschland mehrheitlich eingefordert und unterstützt werde. Gerade in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung, in einer sich immer schneller wandelnden Welt würden sich die Menschen stärker nach Heimat, Sicherheit und Freiheit sehnen.

Diese Besinnung auf Tradition und Werte in der Mitte unserer Gemeinschaft nennt Dobrindt „eine konservative Revolution der Bürger“.

Quelle: Pressemitteilung der CSU


Künftige evangelische Pfarrer/innen wollen sich nicht „überarbeiten“

Der theologische Nachwuchs unterscheidet sich in seiner Einstellung zur Arbeit deutlich von den jetzt tätigen Geistlichen. Dieser Meinung ist die Studienleiterin für Theologie und Ethik an der Evangelischen Akademie Loccum, Pastorin Julia Koll.

Evangelische Kirche in Augsburg

Wie sie im Deutschen Pfarrerblatt über die „Generation Y“ (geboren zwischen 1985 und 2000) schreibt, bringen die neuen Pfarrer eine geringere Bereitschaft zur Überarbeitung mit. Sie übten sich darin, die eigenen Kräfte zu schonen: „Bei den Workaholics der früheren Generationen mag das dann schon mal als arbeitsscheu oder allzu bequem ankommen.“

Laut Pastorin Koll werden für junge Theologen Abgrenzung und der Schutz des Privatlebens wichtiger. Das produziere Enttäuschungen und stoße ehrenamtliche Mitarbeiter in den Gemeinden gelegentlich vor den Kopf.

Dies hänge mit veränderten Rahmenbedingungen von Partnerschaft und Familie zusammen. Die Partner der Pfarrer seien heute meist selbst berufstätig und weder in der Lage noch bereit, „sich ihren Wohnort, ihre Arbeitszeiten und Freizeitgestaltung vom Pfarrberuf diktieren zu lassen“.

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/der-pfarrernachwuchs-will-sich-nicht-ueberarbeiten-104437.html


Homosexualität widerspricht der Schöpfungsordnung

Von Prof. Dr. Manfred Spieker

Die „Ehe für alle“ ist seit 30. Juni 2017 politische Realität, gewiss, aber soll die katholische Kirche deshalb über die Segnung homosexueller Paare nachdenken, wie Bischof Franz Josef Bode und Kardinal Marx vorschlagen? Ja, sie soll darüber nachdenken, allerdings mit einem anderen Ergebnis als die beiden Bischöfe, unterstützt von manchen Moraltheologen, suggerieren.

Grundlage für die Frage einer Segnung homosexueller Paare ist die Lehre der katholischen Kirche zur Homosexualität. die im Hinblick auf die Bibel oft unzureichend und im Hinblick auf den Katechismus oft falsch dargestellt wird.

Die Lehre der Bibel über Homosexualität gründet im Buch Genesis: Gott schuf den Menschen als sein Abbild, als Mann und Frau. Er segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehret euch.

Jesus stützt sich in einem Streitgespräch mit Pharisäern auf diese Stelle und ergänzt: Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die beiden werden ein Fleisch sein (Mt 19,4-6).

Das Buch Genesis schließt Homosexualität als Schöpfungsvariante aus. Die Lehre über Homosexualität ist keine Reaktion auf heidnische Kulte in der Antike, sondern die logische Folge des biblischen Menschenbildes. Auch für den Apostel Paulus richtet sich homosexuelles Verhalten gegen die Schöpfungsordnung und damit gegen den Schöpfer. Aus der Bibel lässt sich also sehr wohl ableiten, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes und die Schöpfungsordnung gerichtet ist.

Der Katechismus der Katholischen Kirche hält in der seit 1997 geltenden Fassung fest, dass es Männer und Frauen „mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“ gibt, die „objektiv ungeordnet“ sind. Menschen mit diesen Neigungen sei „mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen“ (Nr. 2358). Aber auch sie sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und keusch zu leben.

Deshalb unterscheidet die katholische Kirche zwischen homosexuellen Neigungen und praktizierter Homosexualität, die im Unterschied zu den Neigungen als unsittlich verworfen wird.

Eine angeborene Neigungshomosexualität kennt weder die katholische Kirche noch die Biologie. Entweder ist Homosexualität eine Neigung, die beherrscht und verändert werden kann, oder sie ist angeboren und damit nicht veränderbar. Die Aussage im Katechismus von 1993, Homosexuelle hätten ihre Veranlagung „nicht selbst gewählt“, wurde in der Fassung von 1997 korrigiert.

Die Behauptung, sexuelle Orientierung sei angeboren, lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen, wie Lawrence S. Mayer und Paul McHugh 2016 in „Sexuality and Gender. Findings from the Biological, Psychological and Social Sciences“ nach der Durchsicht von über 500 Untersuchungen feststellten.

Homosexuelle Praxis abzulehnen widerspricht auch nicht christlichen Grundaussagen zur Bedeutung des Leibes. Im Gegenteil, die Würdigung des Leibes führt mit logischer Konsequenz zur Kritik der Homosexualität, die nur eine sehr fragmentierte Vorstellung von Leiblichkeit hat.

Die Differenz der Geschlechter, ihre Komplementarität und gegenseitige Übereignung sind auf das „Ein Fleisch-Werden“ im Geschlechtsakt und die Weitergabe des Lebens angelegt. Menschen in homosexuellen Verbindungen ist dies von Natur aus verwehrt.

Die Segnung homosexueller Verbindungen wäre deshalb eine Verdunkelung des katholischen Verständnisses von Sexualität und Ehe. Sie wäre die falsche Reaktion auf die Legalisierung der „Ehe für alle“.

Wir danken Professor Spieker für die freundliche Abdruckserlaubnis. Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://www.kath.net/news/62890


Koptischer Patriarch warnt Priester vor einer Vernachlässigung ihrer Familien

Verheiratete Priester der koptischen Kirche sollen sich mit Hingabe um ihre Familien kümmern und dabei das richtige Gleichgewicht zwischen ihrem seelsorglichen Dienst und den familiären Verpflichtungen finden.

Dies erklärte der koptische Patriarch Tawadros II. kürzlich nach der Weihe von 15 neuen Priestern in Alexandria (Ägypten).

BILD: Koptische Priester bei einer hl. Messe in Münster

Der Primas bzw. Papst der altorientalisch-koptischen Kirche betonte außerdem, dass das Familienleben von Priestern nicht vernachlässigt werden dürfe, da auch dies ein Teil ihrer Berufung und ihres Dienstes sei.

Bereits im Juli 2015 hatte der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. an einer Begegnung mit zwanzig Ehefrauen koptischer Priester teilgenommen, die im östlichen Teil von Alexandria tätig sind.

Bei dieser Gelegenheit hatte Papst Tawadros in seiner Meditation sowohl Überlegungen zur Berufung des Priesters angestellt als auch über die Realität der Ehefrau und Mutter, wie sie jeweils in den biblischen Texten veranschaulicht werden.

In den koptischen Kirchen besteht die Möglichkeit, Kandidaten für das Priestertum sowohl unter verheirateten Männern auszuwählen als auch unter denen, die im Zölibat leben, wobei Bischöfe ausschließlich aus der Reihe der Mönche ernannt werden und zölibatär leben.

Am Donnerstag, den 15. Februar, hat Papst Tawadros in einer Feier zum Gedenken an die neuen koptischen Märtyrer den heiligen Johannes Chrysostomus zitiert: „Der Märtyrer stirbt einmal für seinen HERRN, aber der Hirte stirbt jeden Tag für die Herde des HERRN“.

Wer nicht bereit sei, die märtyrergleiche Dimension des Priestertums anzunehmen und sich ohne Vorbehalte in den Dienst des Volkes Gottes stelle, sei nicht würdig, Hirte der Herde zu sein.

Quelle: Fidesdienst