JA zu Ehe, Familie und Schöpfungsordnung

Von Christa Meves

Selbst wenn Olaf Scholz die einst von ihm beschworene staatliche „Lufthoheit über den Kinderbetten“ in der neuen Regierung zu verwirklichen sucht, wird bei gestandenen Männern niemand die Sehnsucht nach heiler, ausfüllender Vaterschaft auslöschen können. Und viele Familienväter hierzulande werden sich in zusammenhaltenden Familien weiterhin viel Mühe geben, diesem Ziel gerecht zu werden.

Aber ein wenig Fachwissen – in den letzten Jahrzehnten auf diesem Feld erfahren – könnte sinnreich sein, um dieses Ziel – trotz der zu erwartenden verstärkten Minderung der väterlichen Autorität im Trend – in heilen Familien dennoch im Auge zu behalten; denn bedauerlicherweise haben sich heute manche frischgebackenen Jungväter sogar auch in der Familie in eine übersteigerte Knechtschaft drängen lassen: etwa der barsch geforderten Beseitigung der Mülle sowie der Bereinigung schmutziger Fußböden und Klos als Tribut von der ständig überforderten, erwerbstätigen Ehefrau.

Doch ein Übermaß davon entspricht nicht dem natürlichen Wesen eines Paterfamilias. Sein Aufgabenbereich wird durch eine vorrangig gelebte kraftvolle Schutzfunktion der ihm zugehörigen schwächeren Familienangehörigen bestimmt. Deshalb hat er mehr Muskeln, deshalb wachsen ihm mit der Pubertät Bart und tiefe Stimme zu und deshalb entfalten sich im Laufe seiner Ausgestaltung diejenigen Hirnfunktionen, die für die Lebensbewältigung der Familie besonders dienlich sind.

Dazu bedarf es keines Bewusstseins darüber, es ist ihm vorgegeben. Er wird, wenn er gesund geboren ist, auf Autorität geradezu geprägt. Wenn ihm – wie in der heutigen Zeit durch den Feminismus – diese Grundwesenheit nicht zugestanden wird, breitet sich im Jungvater ein Gefühl von Unzufriedenheit, ja von Unglücklichsein aus.

Daraus erwachsen über kurz oder lang in der Familie Spannungen gefährlicher Art, zumal die Ursache selten erkannt wird, ehe sich daraus Bedenkliches entwickelt. Dabei verliert der Vater die Kinder meist mehr und mehr aus dem Blick. Sie werden ihm auf diese Weise ohne seine Absicht entfremdet bzw. er bekommt gar nicht erst die Gelegenheit, mit seinen Sprösslingen eine persönliche Beziehung aufzubauen.

Das aber bedeutet im Grunde für beide Geschlechter (für die Töchter aber nicht so elementar wie für die Söhne) ab deren vierten Lebensjahr einen Mangel, denn von dieser Zeit ab bekommt der Vater im Entfaltungsprozess des Sohnes eine direkte Vorbildfunktion.

Der Vater ist im Alltag seines kleinen Sohnes dafür vorgesehen, ihm die Richtung im Mann-Werden vorzugeben. Oft habe ich mir das von manchen sechs- bis achtjährigen Söhnchen erzählen lassen: „Ich werde mal Pilot wie Papa.“ – „Ein Schornsteinfeger werde ich, wenn ich groß bin. Papa nimmt mich schon mal mit.“ – Kürzlich hielt mir ein Achtjähriger seine Kinderbibel hin und erklärte: „Ich werde mal ein Pastor wie Papa.“

Aber leider erlebte ich nun in den vergangenen Jahrzehnten in meiner kinderpsychotherapeutischen Praxis auch immer häufiger das Gegenteil: „Nein, ein Mann will ich nicht werden – lieber so jemand wie Mama.“

Andere Kinder haben mir sogar im  vertraulichen Gespräch erzählt, wen sie als Vorbild statt des Vaters hätten – jemand wie die Leiterin vom  Kindergarten oder eine Grundschullehrerin. Solche Aussagen von Kindern in der Praxis nötigen den Therapeuten dazu, umfängliche Recherchen bei der Mutter über das Verhalten des Vaters im Familienalltag einzuholen.

Dabei ergab sich bei diesen Fällen oft, dass mir ein wachsendes uneinfühlsames Verhalten von diesen Vätern durch die Aussagen ihrer Ehefrauen bekannt wurde. Manchmal kam dann sogar unter Tränen heraus, wie oft der Vater die Familie durch unvorhergesehene Wutausbrüche in Schrecken versetze. Auch von Randalieren und Bedrohen im Status der Betrunkenheit wurde nun nicht selten berichtet. Oder es wurde von Abweisungen oder gar von Gewalt besonders gegen die kleinen Söhne gesprochen.

Aber gleichzeitig schränken diese Mütter immer ihr Elend ein: Diese Väter seien dennoch bemühte Versorger der Familie. Ihnen sei aber auf die Dauer ein liebevolles, empathisches Verhalten der ihnen anvertrauten Familie nicht durchgängig gelungen, obgleich beim Ehemann Bemühen um Mitarbeit vorhanden sei …

Es ergibt sich also: Die verschlechterte Stimmung in der Familie ist eine langfristige Folge davon, dass ein eigentlich in natürlicher Weise bemühter Vater lange Zeit in unangemessener Herabwürdigung zu leben hatte, sodass sich daraus eine innere Unausgeglichenheit entwickelte.

Das hat mich bewogen, eine Reihe von Beratungsstunden zunächst mit der meist sehr einsichtigen Mutter über die Unbekömmlichkeit ihrer Kommandomanier gegenüber dem Ehemann durchzuführen, dann aber langfristig sogar mit diesen Vätern selbst. Ich mache dem jeweils betroffenen Vater klar, dass er, der sich doch eine glückliche Familie wünschte, auch eine gesunde Entfaltung seiner Kinder wolle.

Jeder kleine Sohn brauche deshalb spätestens ab fünf eine nahe Beziehung zum Vater, sodass es für seinen Sohn gefährlich werden würde, wenn der Vater ihm nicht als positives Vorbild begegnet, wie er das doch eigentlich selbst wolle.

Nachdem dem Vater der Grund für des Jungen Unzufriedenheit mit seinem Geschlecht einsichtig geworden war, pflege ich ihm entsprechende Freizeitbeschäftigungen mit diesem ihm entfremdeten Sohn vorzuschlagen. Das ist nicht immer leicht erreichbar, aber da in fast allen Betrieben der Samstag ein Feiertag ist, lässt sich – auch im Hinblick auf die Situation der anderen Familienmitglieder – eine solche längerfristige Beschäftigung des Vaters mit seinem Sohn realisieren.

Da muss mehr als einmal erklärt werden, dass eingewöhnte gegenseitige Bewertungen von nahen Familienmitgliedern sich nicht von einem Tag auf den anderen ändern lassen; denn sie sind ja durch häufige Erfahrungen mit dem Vater entstanden. Sie können infolgedessen auch nur durch vielfältige gegenteilige Maßnahmen gelöscht werden. Es bedarf also eines geduldigen Durchhaltens und auch mancher origineller Veränderungen in den Inhalten der Beschäftigung.

Auf jeden Fall sollte versucht werden, eine gemeinsame Freizeitbeschäftigung zu erreichen, die beiden Akteuren Freude macht und sie zusammenschweißt. Das häufige Zusammensein für ein paar Stunden ist Voraussetzung im veränderten Umgang miteinander. Gegenseitige Wertschätzung sollte den Zielpunkt bilden. Dabei lässt sich dann bei beiden zunehmende Begeisterung über ihren Jour fixe beobachten.

Meistens bewähren sich sehr typische männliche Beschäftigungen, da sich häufig auch ergibt, dass die Jungen ähnliche Begabungen mitbringen, wie die Väter sie haben, die Freude an Technik z. B., die Lust zu konstruieren, das Bedürfnis, die eigenen Fähigkeiten direkt auszuprobieren.

Da gibt es einen breiten Rahmen an männlichen Betätigungsmöglichkeiten, z. B. in der Vorbereitung von Wanderzielen in den Ferien, die Idee einer ein wenig abenteuerlichen Fahrt in einem Boot auf einem Kleinfluss und endlich und immer wieder: Fußball, Fußball, Fußball, was dann schließlich gekrönt wird mit einer gemeinsamen Fahrt zum Anschauen eines Fußballspiels von Bedeutung.

Ich habe in diesem Bereich mit solchen Methoden, die alle therapeutischer Hartnäckigkeit bedürfen, beglückende Veränderungen im Familienklima erlebt. Und sie bestehen keineswegs nur darin, dass das Kind dann nicht nur seine Ausflüchte in ein anderes Geschlecht aufgibt, sondern dass jetzt ein Junge erlebt wird, dessen Augen leuchten und dessen schulische Leistungen sich ständig verbessern.

Quintessenz: Ein Erfolg dieser Art entspricht der Schöpfungsordnung. Und erfreulicherweise lässt sich das nun auch durch die Hormonforschung über die Unterschiedlichkeit der Geschlechter wissenschaftlich beweisen; denn so weiß es zutreffend die Heilige Schrift:

Als Mann und als Frau schuf Gott den Menschen – in fruchtbarer, sich ergänzender Unterschiedlichkeit und in sich gegenseitig achtender Gemeinsamkeit.

Unsere Autorin Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

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Grußwort der AfD zum Marsch für das Leben: Abtreibung ist Krieg gegen ungeborene Kinder

Am Samstjag, den 18. September 2021 findet in Berlin zum 17. Mal der Marsch für das Leben statt. Veranstalter ist der „Bundesverband Lebensrecht“, der sich als Zusammenschluss deutscher Lebensrechtsorganisationen für den Schutz des Menschenlebens einsetzt – von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.

Der Bundesvorstand der AfD hat zum diesjährigen „Marsch für das Leben“ ein längeres Grußwort verfasst, aus dem wir hier die wichtigsten Abschnitte dokumentieren:

Am 4. September 2016 wurde Mutter Teresa von Papst Franziskus heiliggesprochen. Sie hatte sich mit ihrer Arbeit um die Armen, die Kranken und Sterbenden verdient gemacht und dabei wahre Nächstenliebe praktiziert. Für Mutter Teresa war jedes Leben von unschätzbarem Wert. Sie wusste außerdem: „Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder“.

Doch ihre Weisheit droht mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.

Viele werdende Mütter fühlen sich von unserer Gesellschaft offenbar so sehr im Stich gelassen, dass sie nur in der Abtreibung die Lösung ihrer Probleme sehen.

Die AfD ist die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen will und sich stattdessen für die Rechte ungeborener Kinder stark macht. Andere Parteien mögen es vergessen haben, aber Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Das ist das Versprechen unseres Grundgesetzes, das wir hochhalten.

Der Staat muss endlich seine familien- und kinderfeindliche Haltung aufgeben und jungen Menschen Perspektiven zur Familiengründung geben, damit schwangere Frauen eine Abtreibung gar nicht mehr in Erwägung ziehen müssen. Wir wollen eine Willkommenskultur für Kinder – und zwar für alle Kinder!

„Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt“. Dieser Satz, Gustav Heinemann zugeschrieben, verdeutlicht die Mission des Marsches für das Leben: ob christlich oder weltlich begründet – wir als Gesellschaft müssen die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen achten.

Das muss auch für die künftige, noch ungeborene Generation gelten.

Es grüßt Sie in dankbarer Verbundenheit,

Ihr Bundesvorstand der Alternative für Deutschland:
Prof. Dr. Jörg Meuthen, Tino Chrupalla, Dr. Alice Weidel, Stephan Brandner, Beatrix von Storch, Carsten Hütter, Christian Waldheim, Joachim Kuhs, Dr. Sylvia Limmer, Joachim Paul, Jochen Haug, Stephan Protschka, Dr. Alexander Wolf, Joana Cotar


SPD-Spot(t) über die christliche Sexualethik

Von Felizitas Küble

Wie verschiedene Medien derzeit berichten, hat sich die SPD vor der Bundestagswahl einen besonderen „Gag“ einfallen lassen: sie attackiert den Unions-Kanzlerkandidaten Laschet, indem sie dessen Berater Nathanael Liminski durch den Kakao zieht.

Der 35-jährige Katholik ist ein Sohn des unlängst verstorbenen, deutschlandweit bekannten Publizisten und DLF-Redakteurs Jürgen Liminski, der sich jahrzehntelang besonders für den Schutz und die Förderung der klassischen Ehe und Familie eingesetzt hat.

Laschets „rechte Hand“ Nathanael Liminski ist Chef der Staatskanzlei in NRW und wird bereits sein Monaten – nicht etwa nur in der linksen „taz“ – als fundamentalistisch bis reaktionär angefeindet.

BILD-online berichtet zur aktuellen Causa unter dem Stichwort „Ein Angriff unter der Gürtellinie“:

„Der SPD-Wahlspot beschreibt Nathanael Liminski … als „erzkatholischen Laschet-Vertrauten, für den Sex vor der Ehe ein Tabu ist“.

Es will etwas heißen, wenn sogar die freizügige BILD-Zeitung – nicht gerade ein Hofblatt des Vatikan – diese Art bzw. Unart im Wahlkampf befremdlich findet, denn damit würden – so heißt es – Liminskis „persönliche, religiöse Überzeugungen“ thematisiert.

Selbst für BILD ist klar: „Bekanntlich schreibt der katholische Glaube – wie viele Religionen – vor, dass Paare vor der Ehe keinen Sex haben.“

Und wo soll nun das Problem liegen, fragt man sich.

Dieselbe SPD, die sich seit Jahrzehnten auf dem Multikulti-Trip befindet, die den Islam – trotz seiner sexistischen Doppelmoral und Frauenunterdrückung – verharmlost oder gar schönredet, agitiert in einem Wahlkampffilmchen gegen die sittlichen Gebote des Christentums. Dabei wird der Grundsatz „Warten bis zur Ehe“ immerhin auch von evangelikaler Seite – also von theologisch konservativen Protestanten – vertreten.

Dazu kommt, daß sich die SPD in ihrem stillosen Rundumschlag auf ein Zitat Liminskis aus dem Jahre 2007 beruft. Damals vor 14 Jahren war Liminski ein jugendlicher Sprecher der papsttreuen Bewegung „Generation Benedikt“.

Anscheinend gehen den Sozialdemokraten, die derzeit mit CDU/CSU gemeinsam im Bund regieren, die vernünftigen Themen und Sachargumente aus, wenn sie meinen, sich auf ein derart unterirdisches Niveau begeben zu müssen – einmal abgesehen davon, daß es unter SPD-Wählern sicher auch überzeugte Christen gibt, die sich durch diesen dreisten Spot(t) diffamiert fühlen müßten.

Sogar der linksliberale „Tagesspiegel“ aus Berlin kritisiert die SPD-Entgleisung, spricht ausdrücklich von einer Negativ-Kampagne und sogar von einem „Tabubruch“. Selbst grüne Politiker wie Bütikofer nahmen Liminski gegen die SPD in Schutz, ebenso Volker Beck, sonst nicht besonders zimperlich, wenn es um die katholische Kirche geht: Der ehem. religionspolitische Sprecher der Grünen erkärte: „Es ist völlig inakzeptabel, den Glauben von jemandem auf diese Weise abzuwerten.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Zur UEFA-Ablehnung der Regenbogencausa: Wie wird es bei der WM in Katar zugehen?

Die UEFA hat die Beleuchtung der Allianz-Arena im Regenbogen-Stil untersagt. Damit entspricht sie einer Intervention des ungarischen Außenministers, der sich zu Recht gegen dieses politische Statement im Rahmen der diesjährigen Europameisterschaft gewehrt hat.

Mariana Harder-Kühnel, familienpolitische Obfrau der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, begrüßt die Entscheidung der UEFA:

„Die Überheblichkeit, mit der Deutschland anderen EU-Mitgliedstaaten inzwischen begegnet, ist völlig fehl am Platz. Ein vielbeachtetes Fußballturnier dafür zu instrumentalisieren, die Politik Ungarns zu kritisieren, steht uns weder zu, noch ergibt sich irgendein Zusammenhang mit der Europameisterschaft.

Ungarn ist stattdessen für seine Politik zu beneiden. Es stellt nicht nur die herkömmliche Familie als Keimzelle der Gesellschaft in den Vordergrund, sondern verfolgt auch in Sachen Migrationspolitik eine völlig andere Agenda, die auch uns gut zu Gesicht stehen würde.

Jeden Einsatz für Vielfalt und Toleranz lässt die deutsche Politik hingegen vermissen, wenn es um die im kommenden Jahr in Katar stattfindende Weltmeisterschaft geht.

Bis heute ist Homosexualität in dem islamischen Land verboten und wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft, außerdem werden dort Homosexuelle ausgepeitscht. Spannend ist dahingehend die Frage, ob man auch während der kommenden Weltmeisterschaft eine bunte Beleuchtung der Stadien in Katar fordert, dort ebenfalls mit ‚Respect‘-Emblem auf dem Trikot aufläuft und eine Kapitänsbinde im ‚Rainbow-Look‘ trägt.“


Eltern klagen gegen Ungleichbehandlung

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit: 

Zitat aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 10.11.1998 (Rn 64):

Nach Art.6 Abs.1 GG steht die Familie unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. Das Wächteramt des Staates (Art.6 Abs. 2 Satz 2 GG) berechtigt den Staat aber nicht, die Eltern zu einer bestimmten Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder zu drängen.

Das Grundgesetz überlässt die Entscheidung über das Leitbild der Erziehung den Eltern, die über die Art und Weise der Betreuung des Kindes, seine Begegnungs- und Erlebnismöglichkeiten sowie den Inhalt seiner Ausbildung bestimmen.

Diese primäre Entscheidungsmöglichkeit der Eltern beruht auf der Erwägung, dass die Interessen des Kindes in aller Regel am besten von den Eltern wahrgenommen werden.“

Mit der einseitigen Finanzierung der Betreuung von U3-Kindern in Krippen drängt der Staat die Eltern zu dieser Betreuungsform, weil sich viele Eltern die Eigenbetreuung ihrer Kinder aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr leisten können. Das sähe aber ganz anders aus, wenn die selbstbetreuenden Eltern mit den Krippeneltern finanziell gleichgestellt würden.

Unser Verband fordert daher seit Jahren, den Betrag, den der Staat heute für einen Krippenplatz aufwendet (mindestens 1000 € im Monat), den Eltern zur Verfügung zu stellen, damit sie frei sind, selbst zu bestimmen, ob sie damit die Eigenbetreuung oder eine Fremdbetreuung ihrer Wahl finanzieren wollen.

Nicht die Finanzierung der Kinderbetreuung durch den Staat an sich ist verfassungswidrig, da die erwachsen gewordenen Kinder für die soziale Sicherheit aller sorgen, indem sie z.B. die Renten aller zuvor Erwerbstätigen bezahlen. Nur die Bevormundung der Eltern bei der Gestaltung der Kinderbetreuung steht in klarem Gegensatz zum Auftrag des Grundgesetzes.

Die bestehenden Verhältnisse zeigen, wie weit sich unser Staat von Geist und Wortlaut des Grundgesetzes entfernt hat. Ein Elternpaar aus Mecklenburg-Vorpommern, das sein Kind selbst betreuen will, möchte das nicht länger hinnehmen und hat vor dem zuständigen Verwaltungsgericht geklagt, um eine Gleichbehandlung gegenüber Krippeneltern zu erreichen und beruft sich dabei u. a. auf das obige Urteil des BVerfG,

Die Eltern sind auch bereit, den Rechtsweg bis zum BVerfG zu gehen.

Mit der einseitigen Finanzierung der Krippenbetreuung fördert der Staat gezielt die Aushöhlung der Familie. Das verletzt das Grundrecht der Eltern auf Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung.

Eine Bevorzugung der Krippenbetreuung lässt sich auch nicht mit „frühkindlicher Bildung“ begründen, da nach allen heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen in den ersten drei Lebensjahren die Entstehung einer festen Bindung zu den Eltern für das Gedeihen eines Kindes wichtiger ist als Wissensinhalte.

Nur sicher gebundene Kinder entwickeln stabiles Selbstbewusstsein als Grundlage für spätere Lernbereitschaft und Lernfähigkeit. Auch professionelles Personal kann die biologisch begründete Empathie der Eltern zu ihren Kindern nicht ersetzen.

Quelle: https://familienarbeit-heute.de/eltern-klagen-vor-gericht-gegen-ungleichbehandlung


Finnland: Christliche Politikerin angeklagt, weil sie sich kritisch zu Homothemen äußerte

Päivi Räsänen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren. Finnlands Generalstaatsanwaltschaft hat die christliche Abgeordnete formell angeklagt, nachdem sie ihre Ansicht über Ehe und Sexualität geäussert hatte.

Die Physikerin und ehem. Innenministerin Päivi Räsänen wird wegen «Hassrede» angeklagt; ihr wird eine Streitschrift von 2004, eine Äusserung von 2018 und ein kürzlicher Tweet zur Last gelegt.

Die 61-Jährige wurde erstmals 2019 von der Polizei befragt, nachdem sie die lutherische Kirche – deren Mitglied sie ist – wegen ihrer offiziellen Unterstützung für eine homosexuelle LGBT-Pride-Veranstaltung kritisiert hatte (Livenet berichtete).

Räsänen bleibt bei ihrem Standpunkt und beruft sich auf Meinungs- und Religions-Freiheit: „Ich kann nicht akzeptieren, dass die Äusserung religiöser Überzeugungen eine Inhaftierung bedeuten könnte“, zumal sie niemanden bedroht, verleumdet oder beleidigt habe, sondern lediglich das biblische Zeugnis zu Ehe, Sexualität und Gottes Schöpfungsordnung vertreten habe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/390238-christliche_politikerin_wegen_eheansichten_angeklagt.html


Juristen klagen gegen das Notbremsengesetz

Gegen die vom Bundestag beschlossene „Bundesnotbremse“ regt sich juristischer Widerstand. Mehrere Politiker und Juristen haben Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angekündigt.

Jene, die von einer Gruppe rund um den SPD-Bundestagsabgeordneten Florian Post initiiert wurde, steht bereits und soll gleich nach Veröffentlichung der Regelung im Bundesgesetzblatt in Karlsruhe eingereicht werden.

Beschwerdeführer ist der Freiburger Staatsrechtler Dietrich Murswiek. Laut dem Entwurf sind die nun beschlossenen Kontaktbeschränkungen in der Familie, die geplanten Schließungen in der Außengastronomie sowie in der Gastronomie und die Ausgangssperre unverhältnismäßig und verfassungswidrig.

Laut Murswiek greift dies klar in die Grundrechte ein. Betroffen sind das Recht auf Freiheit der Person sowie das Recht auf Freizügigkeit ein.

Auch das Grundrecht auf Ehe und Familie werde durch das neue Gesetz stark beschnitten. Die Kontaktbeschränkungen sehen vor, daß sich Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen dürfen. Dies, so das Urteil des Juristen, erschwere familiäre Kontakte erheblich.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/bundes-lockdown-grundrechte-murswiek-karlsruhe/


Zu den Ursachen wachsender seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Von Christa Meves

Die Barmer Ersatzkasse schreit auf: Die Zahlen von Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihre Psychotherapiebedürftigkeit schnellen hoch (1).

Eilfertig wird allerdings auf diese Nachricht in den Medien geschlußfolgert, dass die Ursache dafür in der Virus-Isolation zu suchen ist. Aber die Daten dieser Kasse lassen dieses Faktum lediglich als Anlass verstehen.

Schon vor Corona haben auch die Kinderärzte auf eine fortgesetzte Zunahme der Verhaltensstörungen, vor allem der motorischen Unruhe, hingewiesen. Wir sollten uns also nicht täuschen lassen und stattdessen dem Tatbestand tapfer ins Auge sehen, dass hier dringend darüber nachgedacht werden muss, worin die eigentlichen Ursachen dieser bedenklichen Zunahme beruhen, um jungen Eltern dadurch die Möglichkeit zu vermitteln, im Erziehungsgeschehen die Dinge zu vermeiden, die zu Verhaltensstörungen führen.

Das ist deswegen doppelt nötig, weil die Fachleute längst erkannt haben, dass das frühe Auftreten solcher Störungen ein sehr harter Brocken bei den therapeutischen Bemühungen ist. Und zuzugeben ist, dass bei den Lebensschwierigkeiten von erwachsenen Menschen die Therapeuten oft konstatieren, dass bei entsprechenden Patienten nicht selten bereits im Kindesalter Erstsymptome als Verhaltensstörungen sichtbar waren.

Ich habe mich in meiner praktischen Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin seit mehr als 50 Jahren mit diesem Problem vorrangig beschäftigt, sah hier bald die seelische Schwächung der jungen Generation sich einbahnen, erstellte darüber Prognosen mit der Aussage, dass man spätestens am Beginn des neuen Jahrhunderts mit einer traurigen Verwirklichung in der Bevölkerung zu rechnen hätte, wenn der Mainstream der Erziehung sich nicht ändern würde.

Heute ist es längst so weit. Denn diese verhängnisvolle Marschrichtung des Zeitgeistes änderte sich in der Tat nicht nur nicht, sondern sie läuft seit dem Beginn des neuen Jahrhunderts in Richtung einer allgemeinen, gefährlichen Ideologisierung, wodurch die wachsenden wissenschaftlichen Bestätigungen durch seriöse Fachleute nicht nur ostentativ überhört werden, sondern höhnisch der Zeitgeist allein als einzig richtiger Maßstab lauthals verkündet wird.

Dagegen spricht nun mit ihren Zahlen – in den Stürmen allgemeiner globaler Verwirrungen nur schwach zirpend – eine Krankenkasse, die sich mit ihren Ausgaben für seelisch beeinträchtigte Kinder überlastet fühlt.

Was dazu als Ursache zu sagen ist, habe ich seit 1966 mit Fachbüchern, in Printmedien und mit Radio- und Fernsehsendungen tausendfältig in die deutschsprachigen Länder hineingestreut und tue das heute weiter, weil ich die bedrängende Erfahrung habe machen können, dass es eine ganze Phalanx von bemühten, jungen Eltern gibt, denen es dadurch möglich geworden ist, meine Erziehungsvorschläge für notwendig und erfolgreich zu halten.

Praktische Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis haben verdeutlicht, dass die Einhaltung der Naturordnung mit einer durchgängig direkten Nähe der Mutter zum Kind in dessen ersten Lebensjahren zwingend notwendig ist, weil sich in diesem Zeitfenster die positiven Erfahrungen des Kindes in sein sich entfaltendes Gehirn als künftige Liebes- und Leistungsfähigkeit geradezu einstanzen – ebenso aber auch besonders in dieser Zeit durch eine unnatürliche, unzureichende Versorgung des Kindes sich ein unruhig suchendes Verhalten, ja Widersetzlichkeit als seelische Störung in sein Gehirn langfristigst einprägt.

Als Quintessenz heißt das: Das Menschenkind ist auf Liebe geradezu programmiert.

Der Mensch ist eine Krone der Schöpfung Gottes. Dieser hat ihn eingefügt in prinzipielle Wachstumsphasen der Ausgestaltung mit einer umfänglichen Hilflosigkeit am Lebensanfang. Viel direktes Beschützen und Einhalten der Wachstumsgesetze ist nötig, damit die gesunde Ausgestaltung zum Erwachsenen – durch liebevolle Bemühung um die eigenen Kinder – geschehen kann.

Das gelingt am ehesten durch eine intensive, mindestens dreijährige Verbindung zu der Frau, aus der das Kind geschlüpft ist, und mit einem Vater, der diese Notwendigkeit durch treue Mühewaltung, durch seine Arbeit und sein einfühlsames Verhalten absichert.

Eine Regierung, die sich einer gesunden Zukunft ihrer Bevölkerung zu befleißigen hat, ist deshalb verpflichtet, sich dieser Zukunftsförderung vorrangig zu verschreiben. Das tut sie aber seit Jahrzehnten nicht mehr, weil diese natürliche Grundformel der Erziehung durch anmaßendes Geschrei in den Medien der Bevölkerung aus dem Kopf geraten ist.

Bis dahin ist es deshalb nötig, dass jede hellsichtige Familie selbst versucht, bei ihren Nachkommen dieses Ziel allein zu erreichen. Belohnt für ihre Mühe wird sie durch hervorragende Konzentrationsfähigkeit bereits im Grundschulalter, vor allem aber auch durch viel erfreulichen Umgang mit ihren Nachkommen selbst.

Sogar die Geschichtsforschung hat uns gelehrt: Fest zusammenhaltende Familien überstehen auch Notzeiten weitaus am besten.

(1) https://www.barmer.de/presse/bundeslaender-aktuell/nordrhein-westfalen/aktuelles/barmer-analyse–immer-mehr-psychotherapie-fuer-kinder-und-jugendliche-288260


So wurde das Josefsfest daheim begangen: Benedikt XVI. über seinen Namenstag

In einem Exklusiv-Interview mit der „Tagespost“ hat der emeritierte Papst Benedikt XVI. das von Papst Franziskus ausgerufene Josefsjahr gewürdigt. Der 93-Jährige, dessen Taufpatron der heilige Josef ist, berichtet darin über familiäre Erinnerungen und Eindrücke von seinen Pilgerfahrten ins Heilige Land.

Sehr lebendig beschreibt Benedikt XVI., wie der Josefstag – der 19. März – in seiner Familie begangen wurde. Seine Mutter habe sich meistens ein wichtiges Buch abgespart, erinnert sich Papst Benedikt.

Außerdem sei zur Feier des Tages Bohnenkaffee, den sein Vater sehr geliebt habe, den sich die Familie Ratzinger aber nicht täglich habe leisten können, zum Frühstück getrunken und eine eigene Namenstagstischdecke aufgelegt worden.

Wörtlich beschreibt der emeritierte Papst den festlichen Tagesbeginn:„Schließlich gab es immer eine Primel als Zeichen des Frühlings, den der heilige Josef mit sich bringt. Endlich hat die Mutter eine Torte mit Zuckerguss gebacken, die vollends das Außergewöhnliche des Festes ausdrückte. So war vom Morgen an das Besondere des Joseftags in überzeugender Weise gegenwärtig.“

Darüber hinaus schildert Benedikt XVI. private Eindrücke aus Nazareth, der Heimat seines Namenspatrons, und äußert sich zur Tradition, den heiligen Josef als Fürsprecher für eine gute Sterbestunde anzurufen.


Philippinen: Katholische Bischöfe wollen das Land am 1. Mai dem hl. Josef weihen

Am kommenden 1. Mai wollen die philippinischen Bischöfe das Land dem heiligen Josef weihen. Wie Bischof Broderick Pabillo mitteilt, stimmte die Bischofskonferenz einstimmig der Weihe zu und beauftragte die Kommission für die Laien, die Veranstaltung zu organisieren.

Die Kommission plant eine 33-tägige „spirituelle Vorbereitung“ für die Weihe ab, die am 30. März beginnt und an der alle 86 Diözesen des Landes teilnehmen sollen.

Die Weihe der Philippinen an den heiligen Joseph findet im Rahmen des Jahres des heiligen Josef statt, das Papst Franziskus vom 8. Dezember 2020 bis zum 8. Dezember 2021 für die Weltkirche ausgerufen hat.

Zusammen mit dem amerikanischen Priester Donald Calloway erörtert die Laienkommison, wie das Jahr des heiligen Josef für die Gläubigen bedeutsam sein kann“: „Wir können uns an den heiligen Josef wenden, um Hoffnung, Frieden und die Bekehrung zu erfahren, die uns Jesus und Maria näher bringt“, so Pfarrer Calloway. „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir die Jungfrau Maria als unsere geistige Mutter und den heiligen Josef als unseren geistigen Vater haben“, sagte er weiter.

Die Weihe solla am internationalen Tag der Arbeit stattfonnden: der heilige Josef ist der Schutzpatron der Väter, der Arbeiter und Familien sowie der Kirche insgesamt.

Quelle: Fidesdienst