Kardinal Kaspers Reformideen und ihre kulturrevolutionären Folgen

Mathias von Gersdorffmvongersdorff1

Als Antwort zu Kardinal Walter Kaspers Schrift „Evangelium von der Familie. Die Rede vor dem Konsistorium“, in welcher eine Aufweichung der Sakramentenlehre und Praxis der Kirche bezüglich der wiederverheirateten Geschiedenen vorgeschlagen wird, sind zwei wichtige Bücher erschienen:

„In der Wahrheit Christi bleiben: Ehe und Kommunion in der Katholischen Kirche“, herausgegeben von Robert Dodaro und mit Beiträgen der Kardinäle Gerhard Ludwig Müller, Carlo Cafarra, Walter Brandmüller, Raymond Leo Burke und Velasio de Paolis sowie weiterer Theologen.

Das zweite Buch ist „Das wahre Evangelium der Familie. Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“ der Professoren am „Päpstlichen Institut Johannes Paul II.“ Juan José Pérez-Soba und Stephan Kampowski. Beide Bücher ergänzen sich und geben insgesamt eine recht vollständige Behandlung des Themas.

Hier soll das zweite Buch näher vorgestellt werden, weil es tiefer in die kulturellen Aspekte des Problems geht. Oder genauer gesagt: Das Buch von Pérez-Soba und Kampowski hat zwei Lesarten: eine theologische und eine kulturelle.

Wer eine systematische und detaillierte theologische Widerlegung von Kaspers „Rede vor dem Konsistorium“ sheader_buchucht, kommt genauso auf seine Kosten wie jemand, der den kulturellen Rahmen der Gedanken Kaspers kennenlernen will. Diese „kulturelle“ Seite des Problems soll nun untersucht werden.

Pérez-Soba und Kampowski stellen gleich am Anfang ihres Buches fest, daß die katholische Ehe- und Sexualmoral in der heutigen Welt auf heftigen Widerstand und Unverständnis stößt.

Nach katholischer Auffassung ist praktizierte Sexualität, die nicht von der Liebe geleitet wird, Egoismus. Damit Sexualität im Geist der Liebe praktiziert werden kann, muß sie ihrem eigentlichen Zweck, der menschlichen Fortpflanzung, offen stehen. Diese wiederum erfordert eine stabile Institution: die Ehe. Sexualität, Liebe und Ehe sind also organisch miteinander verbunden.

Die „Sexuelle Revolution“ hat sich durchgesetzt

Nach „moderner“ Auffassung sind das aber getrennte Dinge, die man zusammenlegt, wenn es zweckmäßig erscheint. Insbesondere die „Sexuelle Revolution“ hat Sexualität von Liebe (und von der Ehe sowieso) getrennt. Und zwar nicht erst in den 1960er Jahren, sondern schon viel früher.

Für den Psychoanalytiker Wilhelm Reich war Sexualität eine menschliche Tätigkeit, die völlig frei von höheren 1511Erwägungen praktiziert werden sollte. Er vertrat also das glatte Gegenteil der katholischen Auffassung.

Bekanntlich hat sich Reichs Sichtweise immer mehr durchgesetzt – inzwischen dermaßen stark, daß sich die katholische Kirche in einer Defensivposition befindet. Viele können gar nicht mehr nachvollziehen, wieso „Sex“ nur in der Ehe stattfinden soll, zudem ohne künstliche Verhütungsmittel.

Diese moderne freizügige Mentalität prägt natürlich unsere Kultur. In Spielfilmen, Fernsehserien, Literatur, Talkshows, Werbung, ja, überall wird eine Sicht von Sexualität verbreitet, die weitgehend der von Wilhelm Reich und seinen Nachfolgern, vor allem Herbert Marcuse und den 68ern, entspricht.

Die moderne Kultur unterstützt nicht die katholische Kirche, ihre Ehe- und Sexualmoral den Menschen begreiflich zu machen. Ganz im Gegenteil: Die moderne Kultur steht in vielen Punkten konträr zum katholischen Lehramt.

Pragmatischer deutscher Ansatz paßt sich den Umständen an

Auf diese Situation gibt es zwei mögliche Antworten: Eine wäre, die Kultur komplett zu verändern. Das war die Haltung des Apostels Paulus und der anderen Apostel, die permanent der antiken Welt die Leviten gelesen und zu einer umfassenden Bekehrung aufgerufen haben.

Dasselbe taten später Menschen wie der hl. Bonifatius oder der hl. Remigius, der Chlodwig I., dem König der Franken, nach seiner Konversion sagte: „Bete an, was du verbrannt hast – verbrenne, was du angebetet hast. Adora quod incendisti, incende quod adorasti!“

Kardinal Walter Kasper ist weit von solchen Vorstellungen entfernt. Er meint, man müsse die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit akzeptieren und mit ihnen ganz behutsam umgehen. Keineswegs solle man sie überfordern oder gar einen drastischen Lebenswandel verlangen. chrkn

Dieser „pragmatische Ansatz“ ist gerade in Deutschland beliebt. Viele Prälaten und Priester sind schnell bereit, sich den gegebenen Umständen anzupassen.

Pérez-Soba und Kampowski schreiben in ihrem Buch, Kardinal Kasper glaube wohl kaum, man könne die Menschen auffordern, sexuell enthaltsam zu leben. Eine solche Forderung scheine für Kardinal Kasper eine „unerträgliche Last“ zu sein. Selbst wenn man die Lehre der Unauflöslichkeit der Ehe aufrechterhält, so müsse man laut Kasper die Möglichkeit einer zweiten Form des Zusammenlebens irgendwie legitimieren, indem man wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuläßt.

Wenn man aber so weit ist, wird die tragende Säule der Lehre der Kirche zur Sexualität umgeworfen. „Diese tragende Säule ist das Beharren der Kirche darauf, daß der einzige angemessene Rahmen für den Vollzug menschlicher Sexualität der Kontext ehelicher Liebe ist.“

Es folgen weitreichende kulturelle Konsequenzen

Folgerichtig schlägt Kardinal Kasper eine Änderung der Sakramentenpastoral vor. Das geht aber nicht ohne eine Änderung der Lehre der Kirche hinsichtlich Ehe und Sexualität sowie der Lehre der Kirche hinsichtlich der Sakramente, vor allem der Eucharistie und des Bußsakramentes und somit nicht ohne eine Änderung der katholischen Christologie.
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Im Grunde wird suggeriert, der katholische Glaube, der seit 2000 Jahren gelehrt wird, könne von der Mehrheit der Menschen gar nicht praktiziert werden. Auf diese Einzelfragen gehen Pérez-Soba und Kampowski detailliert ein.

Kaspers Vorschläge in „Evangelium von der Familie. Die Rede vor dem Konsistorium“ hätten im Falle einer praktischen Anwendung jedoch nicht nur weitreichende theologische, sondern auch kulturelle Konsequenzen.

Die Preisgabe der Exklusivität des Geschlechtsaktes in der Ehe ist nämlich nichts anderes als eine Kapitulation vor der „Sexuellen Revolution“, die  –  wie oben schon beschrieben  –  seit Jahrzehnten an Boden gewinnt.

Von wilden Ehen bis zur Gender-Ideologie

Laut katholischer Lehre ist die Ehe aufgrund göttlicher Bestimmung unauflöslich – der Mensch kann das Ehesakrament nicht ungeschehen machen. Eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion durch die Kirche entspräche einer Akzeptanz der Zweitehe, die aber im katholischen Sinne gar keine Ehe ist, weshalb sie auch nicht kirchlich geschlossen werden kann.

Wie können dann aber jene Menschen, die gar nicht verheiratet sind, aber in „wilder Ehe“ leben, noch von der Kommunion ausgeschlossen werden? Ihr Zustand ist sogar weniger irregulär als der von wiederverheirateten Geschiedenen. Auch diese müßten also zum Tisch des Herrn zugelassen werden.

Dann ist man aber nicht mehr weit davon entfernt, auch Personen zur Kommunion zuzulassen, die in homosexuellen oder transgender-Partnerschaften leben.slider5-640x360

Kurz: Rasch hätte man sich der „Sexuellen Revolution“ in ihrer ganzen Breite angepaßt. Von wilden Ehen bis hin zur Gender-Ideologie wäre alles drin.

Pérez-Soba und Kampowski schreiben: „Fast alles, was die Kirche über diese Themen sagt, steht und fällt mit der grundlegenden Lehre über den angemessenen Ort der menschlichen Sexualität.“

Kardinal Walter Kasper geht zwar in seiner Rede vor dem Konsistorium nicht so weit. Doch andere, vor allem etliche Theologen und Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“, tun es sehr wohl und berufen sich auf Kasper. Sie ziehen die Schlußfolgerungen, die der Kardinal in seiner Rede vor dem Konsistorium nicht ziehen wollte.

Und mit der Zeit werden die Forderungen der Linkskatholiken immer radikaler und unverschämter. Mit seiner Rede hat Kardinal Kasper die Büchse der Pandora geöffnet, wodurch all der Schmutz der „Sexuellen Revolution“ der 68er-Bewegung in die katholische Kirche einzudringen droht.

Menschen suchen Antworten bei der Kirche

Eine Öffnung der katholischen Kirche für die Maximen der „Sexuellen Revolution“ hätte selbst für die heutige Welt fatale Folgen, so die beiden Autoren. Für sie ist unsere zeitgenössische Kultur längst nicht so libertär, wie oft angenommen oder in manchen Medien dargestellt wird.

Selbst in dieser modernen Welt ist die katholische Kirche so etwas wie ein Leuchtturm. Ginge dieser verloren, wären die Folgen unabsehbar:

„Die moderne Welt würde in ihr nicht länger einen Gesprächspartner finden hinsichtlich der Themen, die ihr am Herzen liegen. Was ist gerecht und was ist ungerecht? Wie kann man sein Leben gut führen? 120505288_BV_July und Mike

Wenn die Kirche also über Themen der Moral spricht, von Empfängnisverhütung und künstlicher Befruchtung über Klonen und genetische Manipulationen bis hin zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, Scheidung, Abtreibung und Euthanasie, dann hat sie in der modernen Welt einen Gesprächspartner. Die moderne Welt mag nicht zustimmen, sie mag empört und schockiert sein; sie mag Medienkampagnen gegen Einzelpersonen oder die gesamte Kirche starten …

Nichtsdestotrotz zeigt die moderne Welt gerade dadurch, daß sie Ärger, Wut und Unverständnis gegenüber der Morallehre zum Ausdruck bringt, daß sie diese für wichtig hält, und das ist weit entfernt von der einzigen Haltung, die tödlicher ist als Opposition, nämlich Gleichgültigkeit.“

Laut katholischem Verständnis ist die Ehe aufgrund göttlicher Bestimmung unauflöslich. Ist eine Ehe gültig geschlossen, kann sie vom Menschen nicht aufgelöst werden. Wie die Autoren beschreiben, hat die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung in der Wahrnehmung vieler Menschen nicht nur das Verständnis für die kirchliche Sexuallehre erschwert, sondern erheblich die moderne Kultur beeinflußt.

Abtreibung, Bindungsunfähigkeit, hohe Scheidungsraten, Frühsexualisierung sind direkte Folgen dieser Mentalität.

Kardinal Kaspers Vorstellungen zu Ende gedacht

Doch die wohl weitreichendste ist die Idee, daß das biologische Geschlecht unwichtig geworden sei: Die Gender-Ideologie „führt einen Bruch zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Gender herbei und zieht damit die extremen Konsequenzen aus Simone de Beauvoirs berühmten Worten: ‘Man kommt nicht als Frau zur Welt, sondern wird es.’

Sie leugnet jegliche Bedeutung des sexuellen Unterschieds für die Bildung der eigenen Identität so weitgehend, daß nach Tony Anatrella ‘die Vorstellung der sexuellen Orientierung die Idee der sexuellen Identität vollständig ersetzt und zum Beispiel Homosexualität als Alternative zur Heterosexualität darstellt, was sie in Wirklichkeit nicht ist’ …

Kirche in Augsburg

Es scheint in der Tat so zu sein, daß die Gendertheorie nur in einer Gesellschaft entstehen kann, der jedes Bewußtsein für den Zusammenhang zwischen sexueller Aktivität und Zeugung verlorengegangen ist. Nur in einem derartigen Kontext kann die sexuelle Präferenz wichtiger werden als der Geschlechtsunterschied mit seinem inneren Bezug zur Fruchtbarkeit.“

Wir haben es also mit einer regelrechten „anthropologischen Revolution“ zu tun, in der folgerichtig auch die Mutterschaft und die Vaterschaft verschwinden müssen. Vater und Mutter werden durch die Ausdrücke „Elter 1“ und „Elter 2“ ersetzt.

„Die Genderideologie wurde im Westen in die schulischen Lehrpläne eingeführt, und wenn die Kirche weiter schweigt, dann könnte in ungefähr zwanzig Jahren das ‘Vaterunser’ für fromme, gender-gemainstreamte Ohren anstößig klingen. Es könnte so weit gehen, daß Eltern, die ihren Kindern das Vaterunser beibringen, das Sorgerecht verlieren und ins Gefängnis wandern“, so Juan José Pérez-Soba und Stephan Kampowski.

An solchen Passagen wird die Argumentationsstärke und die Weitsicht der beiden Autoren von „Das wahre Evangelium der Familie. Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“ sichtbar.

Die praktische Umsetzung von Kardinal Kaspers Vorstellungen wäre nicht nur eine Schleifung der katholischen Ehe- und Sexualmoral, sondern auch ein ungeheurer Triumph der „Sexuellen Revolution“ mit kaum abzuschätzenden Folgen.

Buch-Daten: Juan José Pérez-Soba und Stephan Kampowski: Das wahre Evangelium der Familie. Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, Media-Maria Verlag, geb., 240 Seiten, 19,95 Euro.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Christa Meves wird am 4. März 90 Jahre alt

Von Felizitas Küble

Unsere langährige Autorin im CHRISTLICHEN FORUM, Christa Meves (siehe Foto), vollendet am 4. März 2015 ihr 90. Lebensjahr. Meves
 .
Die Bestsellerautorin aus dem norddeutschen Uelzen wirkte beruflich als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; zugleich veröffentlichte sie ca. 120 Bücher mit einer Gesamtauflage von 6 Millionen. Sie war von 1978 bis 2003 Mitherausgeberin des “Rheinischen Merkur”.

Meves warnte bereits Anfang der 70er Jahren in Büchern und Artikel vor den Folgen der 68er Kulturrevolution, einer Schwächung der Familie und insbesondere vor einer Frühsexualisierung der Kinder: „Infolge der sexuellen Revolution durch die 68er-Bewegung gibt es heute viele seelisch gestörte Kinder.“

Bindung ist die beste Bildung

Die pädagogisch klarsichtige Schriftstellerin wendet sich zugleich gegen die immer mehr um sich greifende  Gender-Ideologie sowie die staatlich propagierte Kollektiverziehung von Kleinkindern in Kitas bzw. Krippen. mGerade in den ersten drei Lebensjahren ist der enge Kontakt mit den Eltern, zumal mit der Mutter, für das Kind von großer psychosozialer Bedeutung, erläutert Meves in zahlreichen Beiträgen.

Zugleich sei diese Bindung auch die beste geistige Bildung für die Sprößlinge, bekräftigte die Bestsellerautorin mit Berufung auf wissenschaftliche (vor allem neurologische und entwicklungspsychologische) Erkenntnisse.

Ihre berechtigten Warnungen vor einer verfehlten Familienpolitik und ihr Plädoyer für mehr gesellschaftliche und politische Wertschätzung der elterlichen Erziehungstätigkeit fanden leider selbst in den Unionsparteien zu wenig Gehör.

Im Jahre 1987 trat die engagierte evangelische Christin, die von 1973 bis 1984 der EKD-Synode angehörte, in die katholische Kirche ein. Ihren Schritt begründete sie sowohl ethisch (größere Klarheit der katholischen Morallehre und Verkündigung) wie auch theologisch (z.B. positive Bedeutung der Sakramente, der Marienverehrung und des Papsttums).

Zusammenarbeit mit Erzbischof Dyba

Mit Erzbischof Johannes Dyba (siehe Foto), dem glaubensstarken Oberhirten des Bistums Fulda, stand Meves im engen Kontakt. Der unbeugsame Kirchenmann schätzte die eindeutigen Positionen der Konvertitin und ihren Mut, dem Zeitgeist zu widerstehen. __Erzbischof_Dyba

Meves gehört zu den prominenten Unterzeichnerinnen für eine Seligsprechung von Erzbischof Dyba. Das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, sammelt seit Jahren Unterschriften für diese Aktion.

Die Bestsellerautorin hält auch im hohen Alter diverse Vorträge und  Seminare; sie ist Vorsitzende des Vereins „Verantwortung für die Familie“, der Eltern in Erziehungsfragen unterstützt und hierzu viele fundierte Artikel veröffentlicht (auch online).

Christa Meves gründete vor 15 Jahren ein Elternkolleg (ECCM), in dem sie gestandene Mütter in Kursen für die Erziehungsarbeit junger Eltern  ausbildet. Sie entwarf das Modell “Mutter als Beruf”, um dem damals bereits bedrohlich gewordenen Geburtenschwund und der Heiratsscheu in der jungen Generation entgegenzuwirken. Das wurde 1985 mit 12.000 Unterschriften der Regierung – allerdings vergeblich – übermittelt. 

Wir danken unserer Autorin für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und wünschen ihr weiter gute Gesundheit, frohes Schaffen und den Segen des Himmels!

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Weitere Infos zum Wirken von Frau Meves in dieser Würdigung Herrn von Gersdorffs: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2015/03/christa-meves-hat-fruh-vor-den-folgen.html

 


Petition an deutschsprachige EU-Abgeordnete: Stoppt den Tarabella-Bericht!

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Europäischen Parlaments,

ich möchte Sie dringend bitten, den “Bericht über die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Europäischen Union – 2013 (2014/0000(INI)) zur Neuberatung in den Frauen-Ausschuss zurückzuverweisen oder sich für eine Verschiebung der Abstimmung einzusetzen. pro-life

Bereits anlässlich des Estrela-Berichts hat das Europaparlament nach massiven Bürgerprotesten am 10. Dezember 2013 eindeutig festgestellt: Die Formulierung und Umsetzung der Politik zu Rechten über sexuelle und reproduktive Gesundheit fällt in die Zuständigkeit der jeweiligen Mitgliedstaaten.

Der sozialdemokratische EU-Abgeordnete Marc Tarabella ignoriert diese Feststellung jedoch geflissentlich in seinem Bericht “zu der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Europäischen Union”.

Dort heißt es, “dass Frauen nicht zuletzt durch den einfangen Zugang zu Empfängnisverhütung und Abtreibung die Kontrolle über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte haben müssen” (S.19,45).   – Abtreibung ist jedoch kein Menschenrecht und es fällt insbesondere nicht in den Zuständigkeitsbereich der EU. 

Zudem fordert der Tarabella-Bericht “Männer und Frauen auf, die beruflichen, familiären und sozialen Verpflichtungen insbesondere dann, wenn es um die Betreuung von abhängigen Personen und Kindern geht, ausgewogener aufzuteilen” (S. 15, 18).

Auch die Aufteilung von Arbeit und Verantwortung in einer Familie ist nicht Angelegenheit der EU. Es ist einzig und allein die Angelegenheit der Familie.

Fortsetzung und Online-Unterzeichnungs-Formular hier: http://www.civilpetition.de/kampagne/eu-parlament-muss-subsidiaritaet-achten/startseite/

 

 


Internationale Bittschrift an Papst Franziskus zur Bekräftigung der kirchlichen Ehelehre

Diese internationale Petition wurde in kurzer Zeit von über 72.000 Menschen unterzeichnet, darunter kirchliche Würdenträger (z.B. Kardinal Medina Estévez) und Präsidenten großer Verbände. (Einige Beispiele siehe hier: http://www.ergebenebitte.org/personalities-who-have-signed,3229,c.html)Vat_Flagge

Hier folgt der Wortlaut dieser Bittschrift an Papst Franziskus:

Heiliger Vater,

Im Hinblick auf die Synode über die Familie vom Oktober 2015 wenden wir uns an Sie, um unsere Sorgen und Hoffnungen über die Zukunft der Familie darzulegen.

Unsere Sorgen basieren auf der Tatsache, dass wir seit Jahrzehnten eine sexuelle Revolution erleben, die von einem Zusammenschluss mächtiger Organisationen, politischer Kräfte und Medien vorangetrieben wird. Sukzessive bedroht diese Revolution die Existenz der Familie, die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft.

Seit der sog. 68er Revolution sind wir einer graduellen und systematischen Nötigung von moralischen Sitten ausgesetzt, die den Gesetzen Gottes und der Natur widersprechen. Diese Nötigung ist dermaßen unerbittlich, dass es heute beispielsweise schon vielerorts möglich ist, dass Kinder im zartesten Alter die abartige „Gendertheorie“ vermittelt bekommen.

Angesichts dieses finsteren ideologischen Bildes gleicht die katholische Lehre im Bezug auf das 6. Gebot Gottes einer brennenden Fackel, von der sich unzählige Personen, die von der hedonistischen Propaganda unterdrückt werden, RadioVatikanangezogen fühlen. Es sind Menschen, die zu einem keuschen und fruchtbaren Familienmodell stehen, so wie es im Evangelium gepredigt wird und der natürlichen Ordnung entspricht.

Heiliger Vater, aufgrund von Informationen, die anlässlich der vergangenen Synode verbreitet wurden, mussten wir mit Schmerzen feststellen, dass für viele Millionen von Gläubigen das Licht dieser Fackel zu wanken scheint, ausgelöst durch die unheilsamen Winde der von den antichristlichen Lobbies verfechteten Lebensstile.

Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren  und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.

Aus dieser Orientierungslosigkeit entspringt paradoxerweise eigentlich unsere Hoffnung. 120505288_BV_July und Mike

Ja! Denn in dieser Situation wird ein Wort Ihrerseits das einzige Mittel sein, um die wachsende Verwirrung unter den Gläubigen zu überwinden. Es würde verhindern, dass die Lehre Jesu Christi selbst relativiert wird, und es würde die Finsternis vertreiben, die über die Zukunft unserer Kinder schwebt, für den Fall, dass die Fackel ihre Wege nicht mehr ausleuchtet.

Dieses Wort, Heiliger Vater, erbitten wir mit andächtigem Herzen, im Hinblick auf alles, was Sie sind und darstellen, in der Gewissheit, dass so ein Wort niemals von der Pastoral, von der von Jesus Christus und seinen Stellvertretern überlieferten Lehre, getrennt werden kann, was ansonsten nur die Verwirrung verschlimmern würde.

Jesus hat uns in der Tat mit aller Klarheit den unbedingten Zusammenhang zwischen Wahrheit und Leben gelehrt (vgl. Joh 14, 6-7), so wie auch davor gewarnt, dass der einzige Weg, um keinen Zusammenbruch zu erleiden, die Aufnahme und Anwendung seiner Lehre (vgl. Mt 7, 24-27) ist.

Mit der Bitte um Ihren apostolischen Segen verbinden wir das Versprechen unserer Gebete zur Heiligen Familie  –  Jesus, Maria und Josef  – , auf dass sie Sie, Heiliger Vater, in einem so wichtigen Anliegen segnen möge.

Quelle und Online-Unterstützung HIER: http://www.ergebenebitte.org/


Kardinal Raymond Burke nimmt ca. 30.000 Unterstützer-Unterschriften entgegen

Am vergangenen Donnerstag präsentierte die kanadische Lebensrechtler-Internetseite “Lifesite-News” dem amerikanischen Kardinal Raymond Burke in gebundenener Buchform mehr als 29.000 Unterschriften von Menschen in aller Welt.

In dieser “Fanpost”, an der sich auch unser Christoferuswerk in Münster und zahlreiche deutsFeatured Imageche Katholiken beteiligten, wurde dem vatikanischen Würdenträger gedankt für seinen Einsatz pro Ehe und Familie.

Zugleich wurde versichert, für ihn und seinen treuen Dienst in der Kirche zu beten, damit er weiter eine “starke Stimme zur Verteidigung der Wahrheiten für das Leben und die Familie” bleiben möge.

Der theologisch konservative Kardinal äußerte seine “tiefste Dankbarkeit” für dieseUnterstützung und vor allem für Ihre Gebete.” 

Diese Online-Petition wurde im November 2014 von der katholischen Nachrichtenseite “Lifesite-News” gestartet, um sich so mit dem Kurienkardinal zu solidarisieren, weil dieser sich seit langem als eindeutiger Lebensrechtler und Verteidiger der katholischen Ehelehre bewährt hat.

Anlaß für die Aktion war zudem die Nachricht aus dem Vatikan, daß der profilierte Kirchenmann als Präfekt der Apostolischen Signatur entlassen und auf den lediglich repräsentativen Posten eines Patrons des Malteserordens abgeschoben wurde.

Die Absetzung Kardinal Burkes vom höchsten vatikanischen Gerichtshof hatte weltweit für große Enttäuschung unter glaubenstreuen Katholiken und Abtreibungsgegnern gesorgt.

Nachdem John-Henry Westen, der Chefredakteur von Lifesite-News, dem Kardinal das Unterschriftenbuch überreichte, bekräftigte dieser erneut seinen grundsätzlichen Standpunkt: 

“Wir müssen jetzt alle auch zukünftig vereint sein mit unserem Herrn Jesus Christus und die Wahrheit unseres Glaubens verteidigen, vor allem in Bezug auf Ehe und Familie. Auch wenn uns die Zeiten dunkel erscheinen, können wir mit Hilfe der Gnade Gottes wahre Verteidiger der Botschaft Christi sein. Bleiben wir also standhaft und lassen wir uns nicht entmutigen.

Das Treffen fand statt in dem von Burke selbst gegründeten regionalen Heiligtum der Madonna von Guadalupe in der Bischofsstadt La Crosse (Bundesstaat Wisconsin).

Quelle für die Zitate und das Foto: https://www.lifesitenews.com/news/cardinal-burke-receives-petition-signed-by-30000-supporters-this-was-his-re


Die CDU driftet weiter nach links

Mathias von Gersdorff

Gestern begann in Köln der 27. Bundesparteitag der CDU. Es ist das erste Treffen der Bundesdelegierten mit Peter Tauber als Generalsekretär. Das Motto: „Wir arbeiten für Deutschlands Zukunft“.  M. von Gersdorff

Eines der wichtigsten Themen soll in der Tat die Zukunft der Partei sein, wofür eigens eine „Zukunftskommission“ gebildet wurde, die auch auf dem Parteitag eine herausgehobene Rolle spielen wird.

Im Juni dieses Jahres hatte Peter Tauber verkündet, er wolle die CDU „bunter, weiblicher und jünger“ machen. Beklagt wurde nämlich die geringe Anzahl von Mitgliedern mit Migrationshintergrund. Der Altersdurchschnitt liegt bei 59 Jahren, wovon etwa ein Viertel weiblich ist. Größtes Problem ist aber die schrumpfende Zahl von Mitgliedern. 750.000 waren es 1990, heute sind es 467.000.

Die Umschreibung „bunter, weiblicher und jünger“ klang in den Ohren vieler als ein weiteres Abgleiten in die Beliebigkeit. Insbesondere die christlichen und konservativen CDU-Anhänger protestieren seit Jahren gegen den Linkskurs der C-Partei.

Lange Liste des Verrats am hohen “C”

Die Nummer 1 der christlich-konservativen Beschwerdeliste ist das Lebensrecht. Daß sich die Partei mit dem C derart mit der gegenwärtigen Abtreibungspraxis abgefunden hat, wird als Verrat an den christlichen Wurzeln angesehen.032_29A

Hinzu kommt, daß sich die CDU auch immer liberalere Positionen in der Bioethik (Stammzellforschung) und hinsichtlich der “Sterbehilfe” angeeignet hat. Jüngst hat sich außerdem noch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für eine rezeptfreie „Pille danach“ ausgesprochen  – veine völlig unnötige Positionierung.

Inzwischen ist aber ein weiteres wichtiges Thema hinzugekommen: Christliche Eltern mit Kindern im Schulalter fühlen sich zunehmend verraten, weil die CDU keinen oder nur einen geringen Widerstand gegen die geplante Einführung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ und der Frühsexualisierung der Kinder leistet.

Der Angriff auf die Unschuld der Kinder ist dermaßen heftig, daß die Wut vieler Eltern über die Passivität der CDU völlig verständlich ist.

An dieser Stelle könnte man einwenden, Schulpolitik sei ausschließlich Ländersache. Dennoch geht das Thema auch die Bundespartei etwas an, denn hier geht es um nichts Geringeres als ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ (Art. 6, Abs. 2).

Vernachlässigung von Ehe und Familie

Weitere Punkte ließen sich hinzufügen. So vermissen christliche Wähler ein entschlosseneres Eintreten für die traditionelle Auffassung von Ehe und Familie. DSC_0048

Die CDU spricht sich zwar für die Wahlfreiheit der Familien aus und hat in der vergangenen Legislaturperiode das Betreuungsgeld durchgesetzt, doch de facto unterstützt die C-Partei die Verstaatlichung der Kinder und die forcierte Eingliederung der Mütter in das reguläre Arbeitsleben.

Eines wird immer deutlicher: Die CDU ist nicht bereit, ihre Macht auch nur im geringsten in Gefahr zu bringen, um die Schwächsten in der Gesellschaft zu schützen: die ungeborenen Babys, die Kinder im Schul- und Vorschulalter, die Eltern, die Wert auf eine christliche Erziehung ihrer Kinder legen.

Eine Partei in der Größe der CDU kommt nicht umhin, Kompromisse schließen zu müssen. Doch wer die CDU in früheren Jahrzehnten wahrgenommen hat, erkannte, daß sie ein Herz für die Schwachen zeigte. Die Partei schaffte es, das Gefühl zu vermitteln, jeder werde durch sie ernst genommen und jeder hätte seinen Platz in der Partei mit dem hohen C, auch wenn klar ist, daß man nicht alle Probleme aus der Welt schaffen könne.

Der einstige Geist verweht

Man spürte vielerorts den christlichen Kern der Partei, wie er eben auch in Gemeinden oder Gruppen zu finden ist, in denen der christliche Glauben ernst genommen und praktiziert wird. In einem solchen Umfeld fühlt sich jeder akzeptiert, unabhängig wie wichtig oder unwichtig, erfolgreich oder gescheitert er sein mag. Aufgrund der Gottesebenbildlichkeit ist jeder Mensch vor Gott eine einzigartige Person, die nicht durch eine andere zu ersetzen ist. IMG_5830_ergebnis-150x150

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Christdemokraten stark das christliche Menschenbild betont, um einen scharfen Kontrast zum Menschenbild der Nazis zu setzen. Auf diese Weise konnte die CDU so vielen unterschiedlichen Menschen und Gruppen das Gefühl vermitteln, so etwas wie eine „Familie“ zu sein.

Doch dieser Geist entschwindet. Die CDU wird zunehmend zur machtfixierten Partei von Technokraten und Funktionären.

Die Bemühungen vieler halbprominenter C-Politiker, sich für eine Koalition mit den Grünen hübsch zu machen, verstärken diesen Eindruck. Die Grünen sind voll des Mitleids für die Tiere, die nicht „artgerecht“ leben und wollen ihnen alle möglichen „Rechte“ geben. Gleichzeitig sind sie für eine radikale Liberalisierung der Abtreibung und der systematischen Vernichtung der kindlichen Unschuld.

Es ist zu hoffen, daß die christlichen Kräfte, die in der CDU noch existieren, doch stark genug sind, um innerparteilich wirken zu können. Denn Deutschland braucht eine christliche Politik. Ansonsten hat unser Land keine Zukunft und die CDU noch viel weniger.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion “Kinder in Gefahr” in Frankfurt und betreibt das Internetmagazin “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”


Nutzen wir alle Chancen in Kirche und Welt für den Einsatz pro Ehe und Familie

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Auf der Außenwand der Kapelle in der Augsburger Fuggerei ist eine Sonnenuhr mit der Aufschrift „Nutzet die Zeit“ angebracht. Die Fugger haben diesen Spruch beherzigt. Sie schufen im 16. Jahrhundert ein gewaltiges Wirtschaftsimperium. Sie vergaßen dabei die Bedürftigen nicht.

Mit der Fuggerei erbauten sie die erste Sozialsiedlung der damaligen Welt. Die Fugger unterstützten aber auch das kirchliche Reformwerk des Petrus Canisius in Augsburg, das ohne diese Hilfe nicht so erfolgreich hätte sein können. 100_1391

Auch heute geht es darum, die Zeit zu nutzen und Chancen aufzugreifen. Wir leben in einer Zeit der Verwirrung und Täuschung. Die Folgen sind Verunsicherung und Lähmung.

BILD: Unser Autor, Prof. Dr. Hubert Gindert, veranstaltet jährlich den Kongreß “Freude am Glauben”, auf dem auch unser Christoferuswerk mit einem Infostand vertreten ist

Das trifft auch für Katholiken zu, die zur Botschaft Christi, zur Lehre der Kirche und zum Papst stehen wollen, die aber durch den Ablauf der ersten Sitzungswoche der Bischöfe der Weltkirche vom Oktober 2014 in Rom, sich jetzt fragen, was gilt künftig noch.

Diese Katholiken wenden sich deswegen mit einer Petition an Papst Franziskus. Dort heißt es:

„Glaubenstreue Katholiken sind durch die mit der Weltsynode der Bischöfe entstandenen Diskussionen verunsichert. Viele stellen sich der Frage, ob die Treue zum Wort Christi „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“ weiterhin gilt. Die Lehre der Kirche über das Ehesakrament scheint künftig zur Disposition zu stehen. 120505288_BV_July und Mike

Wie soll man in der Familie die Lehre der Kirche über die Ehe an die Kinder und Enkel vermitteln, wenn mit dem Verweis auf die „Barmherzigkeit“ die Bedeutung des lebenslangen Treueversprechens relativiert wird?

Die Bischöfe, die den Glauben der Kirche in der Synodendebatte kraftvoll verteidigt haben, sind eine Stütze für die Ehepartner, die ihrem Versprechen treu geblieben sind und nicht wieder geheiratet haben. Unsere Kinder und Jugendlichen sehnen sich nach der Ermutigung zur lebenslangen Treue, welche die katholische Kirche verkündet.

Wir bitten den Heiligen Vater um hilfreiche Worte, damit Verwirrung und Lähmung unter den Katholiken nicht weiter um sich greifen.“

Der Druck auf Bischöfe, sich zeitgeistkonform zu verhalten, geht nicht nur von Medien aus. Er kommt auch aus dem Inneren der Kirche, von katholischen Organisationen und von Gläubigen selbst, wie Leserbriefe in Zeitungen zeigen.

Das kommt daher, weil diese Gläubigen religiös unterernährt sind. Teilweise haben sie über viele Jahre keine Katechese gehört, die ihnen die katholische Ehelehre nahegebracht hätte.

Im Oktober 2015 werden die Bischöfe der Weltkirche wieder über Fragen von Ehe und Familie beraten und Empfehlungen an den Heiligen Vater beschließen. Dieser wird dann seine Entscheidungen treffen. 100_1381

BILD: Weiteres Foto vom Kongreß “Freude am Glauben” in Fulda: Prälat Edmund Dillinger im Gespräch mit Teilnehmern

Die Zeit bis zur Bischofssynode stellt eine Chance dar. Die heiß diskutierten Fragen sind Anlass, dass katholische Eheverständnis zu thematisieren, wieder bewusst zu machen und die Schönheit einer christlich gelebten Ehe aufleuchten zu lassen, z.B. in Hirtenworten, Katechesen, Predigten, Seminaren, im Religionsunterricht…

Das „Forum Deutscher Katholiken“ stellt sich der Situation mit dem Kongress „Freude am Glauben“ 2015 in Fulda. Er hat das Motto: „Ehe und Familie  –  gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück“.

Es gibt viele zusätzliche Möglichkeiten, das Thema Ehe und Familie aufzugreifen. Den Kopf in den Sand zu stecken und die Zeit bis zur Synode abzuwarten ist die schlechteste davon.

Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn die Ehelehre der Kirche mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, erneut bestätigt wird. Selbst einige Bischöfe haben unerfüllbare Erwartungen geweckt. Die schon vorhandene Spaltung unter den Katholiken könnte sich verstärken.

Damit das Wort Christi auf einen aufnahmebereiten Boden fällt, muss er dafür vorbereitet werden. Es gilt das Wort auf der Außenwand der Kapelle der Fuggerei zu Augsburg: „Nutzet die Zeit“!

Hier folgt unser Bericht über die erwähnte Unterschriftenaktion des Forums deutscher Katholiken: https://charismatismus.wordpress.com/2014/11/13/dachverband-forum-deutscher-katholiken-veroffentlicht-bittschrift-an-den-papst/

Fotos: KOMM-MIT-Verlag


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