Augsburg: Symposium des Katholischen Familienbundes am 22. September 2018

Ein Symposium des Familienbundes der Katholiken im Bistum Augsburg zum Thema „Auslaufmodell Familie – eine Welt ohne Vater und Mutter?“ – Tagung mit Kinderbetreuung

am       Samstag, 22. September 2018 

von      10.30 bis 15 Uhr

in         Augsburg, Haus Sankt Ulrich, Kappelberg 1.

Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat“ – so lautet Artikel 10 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO. Auch im Grundgesetz stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates.

Doch wie sieht die politische, publizistische und gesetzgeberische Wirklichkeit aus?

Man spricht von der „Öffnung der Ehe“ und vom „Recht auf ein Kind“. Im Verbund mit der Entwicklung Fortpflanzungsmedizin rücken „Familien“-Konstellationen von bis zu fünf „Elternteilen“ in greifbare Nähe und lassen den Ruf nach Legalisierung der Leihmutterschaft lauter werden.

Welchen Status und welche Rechte haben die so entstehenden Kinder und die Leihmütter?

Mit einem Symposium greift der Familienbund diese brisanten Entwicklungen auf und unterzieht sie einer Prüfung durch neueste Erkenntnisse der Forschung. Was sagt die Wissenschaft über den Menschen? Was sind die anthropologischen Grundlagen der Familie? Was brauchen Kinder und welche Erfahrungen bieten Bindungsforschung, Psychologie und Medizin? Was sind die Folgen von Leihmutterschaft?

Namhafte Experten beleuchten das Thema Familie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zeigen auf, warum das Leitbild von Familie, wie es in der christlichen Soziallehre grundgelegt ist, die beste Basis für menschliches und gesellschaftliches Zusammenleben und für seelische und geistige Reifungsprozesse von Kindern bietet.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Die Veranstaltung kostet inkl. Mittagsimbiss 5 €, bitte beim Tagungsbüro am Einlass entrichten (Kinder bis 16 Jahre sind frei).

Bitte melden Sie sich bis spätestens 7.9.2018 per Post, Mail oder Fax verbindlich an.

Link zur Veranstaltung: https://bistum-augsburg.de/Verbaende/Familienbund/Veranstaltungen


Katholischer Familienbund kritisiert wirtschaftspolitische Verzweckung der Familien in der Ifo-Studie

Der Familienbund der Deutschen Katholiken hat die am 2. Oktober 2013 vorgestellten Ergebnisse und Empfehlungen der Gesamtevaluation familienpolitischer Leistungen stark kritisiert: SDC11824

„Familien werden in dieser Bewertung rein aus der ökonomischen Perspektive betrachtet und für die Belange des Staates und des Arbeitsmarktes verzweckt. Die Empfehlungen der Wirtschaftsforschungsinstitute gehen deshalb in weiten Teilen an den Wünschen der Familien und den Bedürfnissen der Kinder vorbei. Familienpolitik ist jedoch keine Arbeitsmarktpolitik“, sagte Elisabeth Bußmann, die Präsidentin des kath. Familienbundes.

Statt möglichst hoher Erwerbsbeteiligung der Eltern müssen vielmehr ein fairer Familienlastenausgleich und die Wahlfreiheit der Lebensentwürfe die zentralen Ziele der Familienpolitik sein.

Bußmann bezeichnete insbesondere die Kritik des ifo-Institutes am Kindergeld als nicht nachvollziehbar. „Mehr als die Hälfte des Kindergeldes ist Rückzahlung für zu viel gezahlte Steuern, der andere Teil wirksame Familienförderung“.

Nach Angaben des ifo-Institutes werden über ein Million Familien durch das Kindergeld aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II herausgehoben. Die Behauptung, jede weitere Entlastung für Familien rechne sich nicht für den Staat, ist deshalb mehr als zynisch.

Auch die Bewertung des Elterngeldes sieht der Familienbund kritisch. „Das DIW bewertet es als Fortschritt, wenn Mütter mit kleinen Kindern und niedrigen Einkommen durch die im Vergleich zum früheren Erziehungsgeld kürzere Bezugszeit des Elterngeldes gezwungen werden, früher erwerbstätig sein zu müssen. Für uns ist dies ein verfehlter Ansatz.“

Der Familienbund fordert, das Elterngeld auf die gesamte Elternzeit zu erweitern. Kindergeld, Elterngeld und Ehegattensplitting unterstützen Eltern dabei, ihren Kinderwunsch umzusetzen und Zeit für Kinder zu haben.

„Ausgerechnet die Maßnahmen, die von Eltern in der Akzeptanzanalyse der Gesamtevaluation besonders positiv bewertet wurden, werden von den Wirtschaftsforschungsinstituten in Frage gestellt“, sagte Elisabeth Bußmann.

Quelle: Pressemitteilung des Familienbunds der Katholiken


Krankenversicherungen erzielen Überschüsse mit Familien

Von Birgit Kelle (Vorsitzende von „Frau 2000plus“)

Zum Stichwort „kostenlose Mitversicherung“ aus gegebenem Anlass eine Klarstellung: Nicht die Familien profitieren von den Krankenkassen, sondern die Krankenkassen profitieren von den Familien.

Der Familienbund der Katholiken in Bayern hat sich die Mühe gemacht, dies einmal auszurechnen. Hier ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung des Familienbundes:

Birgit Kelle

Birgit Kelle

„Eine durchschnittlich erwerbstätige Familie mit zwei Kindern (Vater Vollzeit, Mutter halbtags erwerbstätig) bringt der gesetzlichen Krankenversicherung jährlich 9000 € Beiträge ein, verursacht aber nur Kosten in Höhe von 6100 €. Auf diese Art bringt die Familie der Versicherung knapp 3000 € mehr ein, als sie an Kosten verursacht.

Hochgerechnet auf Deutschland kommt der Familienbund für das Jahr 2008 zu der Schätzung, dass die Familien circa 20 Milliarden EUR mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlten, als sie aus ihr erhielten.

Das Bundesfamilienministerium weist allein für das Jahr 2008 einen Betrag von 14 Milliarden € Familienförderung durch die gesetzliche Krankenversicherung aus. Dieser Betrag kommt dadurch zustande, dass die beauftragten Experten nicht die kompletten Familien bilanzierten. Betrachtet wurden allein die Kinder. Sie verursachten 14 Milliarden € Kosten, brachten aber keine Beiträge. Durch das Ausblenden der Eltern wird kaschiert, dass Eltern der Krankenversicherung mehr einbringen, als sie und ihre Kinder zusammen an Kosten verursachen. Auf diese Art werden Familien zu Netto-Empfängern gerechnet, obwohl sie tatsächlich Netto-Zahler sind.“

Damit dürfte auch das Märchen aus der Welt sein, dass hier eine Familienförderung stattfindet und konsequenter Weise müsste dieser Posten auch aus den Aufstellungen des Familienministeriums über angebliche Familienleistungen gestrichen werden.

Die ganze Pressemitteilung mit Links zu der Studie finden Sie hier.