Telefon- oder Online-Beratungen bei Schwangeren untergraben den Lebensschutz

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat angesichts der Coronakrise angekündigt, dass Beratungsscheine bei Schwangerschaften auch nach einer Telefon- oder Onlineberatung ausgestellt werden können. 
       
Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst:

„Die Abtreibungsindustrie schreit nach Nachschub und die Familienministerin gehorcht? Es soll also einen Freifahrtschein für Abtreibungen aus der Ferne geben.

Für das kleine Menschlein im Bauch der Mutter ist es zusätzlich lebensbedrohlich, wenn keine Gespräche mit den Beratern von Angesicht zu Angesicht stattfinden können. Diese Gespräche, die aufklären und Hoffnung stiften, sind die einzig mögliche lebensrettende ‚Notfallbehandlung‘ und genau da legt die Familienministerin die Axt an.

Wie wäre es mit Abstand beim Beratungsgespräch wie in der Kaufhalle oder Mundschutz? 
       
Aber der noch schwerwiegendere Skandal ist, dass unter dem Deckmäntelchen des scheinbar alles beherrschenden Coronavirus Durchführungsbestimmungen zu Leben und Tod mal ebenso auf Zuruf im Ministerium geändert werden können  – ohne Debatte und am Bundestag vorbei. Das passt zu einem Familienministerium einer Regierung, die nicht erst seit Corona Familien im Stich lässt.
       
Kinder sind in jedem Entwicklungsalter Menschen. Sie sind die zukünftigen Generationen, das Volk von morgen. Ohne Kinder braucht man auch kein Familienministerium mehr.“


Kritik von Sachverständigen: Das „Gute-Kita-Gesetz“ widerspricht dem Elternrecht

Hedwig von Beverfoerde

Es ist das große Projekt von Dr. Franziska Giffey: Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung – oder einfach das Gute-Kita-Gesetz.

Aber ist dieser selbstbewusste Name wirklich berechtigt? Ist das Gute-Kita-Gesetz wirklich gut? Oder doch nur eine weitere Falle für Familien? Oder sogar verfassungswidrig?

Am 1. Januar 2019 wird das Gesetz der Bundesfamilienministerin in Kraft treten. Am 14. Dezember stimmten Bundestag und Bundesrat dem Gesetz zu, das allerdings höchst umstritten ist und in den vergangenen Monaten hitzig diskutiert wurde.

Nicht ohne Grund empfahlen bei der öffentlichen Anhörung am 5. November acht von neun geladene Sachverständige, den Gesetzesentwurf in der aktuellen Fassung nicht anzunehmen.

Mit dem Gute-Kita-Gesetz möchte das Familienministerium die Qualität der Kindertagesbetreuung verbessern und zwischen den Bundesländern ausgleichen sowie die Kosten für die Eltern senken. 5,5 Milliarden Euro bis 2022 sind dafür vom Bund vorgesehen, das von den Bundesländern frei verwendet werden darf… 

Die Liste der bisher geübten Kritik ist lang und erstreckt sich über mangelnde Vorgaben für die Verwendung des Geldes, ungenügende Konkretisierung der Qualitätsstandards und immensen bürokratischen Aufwand bis hin zu gesetzlichen Entscheidungen, zu denen der Bund laut juristischen Einschätzungen gar nicht befugt ist.

Aber damit nicht genug. Bei der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 5. November wies der Sachverständige Dr. Johannes Resch vom Verband Familienarbeit e.V. treffend darauf hin, dass das Gute-Kita-Gesetz den Eltern zu viele Vorgaben mache und keine Wahlfreiheit böte:

Wir lehnen es ab, wenn die Bundesregierung sich das Recht herausnimmt, durch staatliche Vorgaben die einen Eltern anders zu behandeln als die anderen. Der Staat hat nicht das Recht, Eltern irgendwelche Vorgaben zu machen. Vielmehr haben über die Kinderbetreuung nach dem Grundgesetz zunächst die Eltern zu entscheiden. Wenn man von Kinderbetreuung spricht, so sollte man nicht nur die Kitas im Blick haben. Das ist von vornherein eigentlich irreführend. Man muss die Betreuung der Kinder im Blick zu haben, wozu auch die elterliche Betreuung gehört.

Bereits im Juli 2018 mahnte der Deutsche Familienverband die Notwendigkeit echter Wahlfreiheit für die Eltern an: Der Staat habe die Aufgabe, „die Kinderbetreuung in der jeweils von den Eltern gewählten Form in ihren tatsächlichen Voraussetzungen zu ermöglichen und zu fördern. Zu diesen Voraussetzungen gehört auch eine finanzielle Flankierung der Elternzeit, damit sich Eltern die Wahlfreiheit überhaupt leisten können.“

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://demofueralle.blog/2018/12/19/gute-kita-gesetz-verfassungswidrig-und-familienfeindlich/#more-18886


Heute startet das Bayerische Familiengeld

Start am 1. September: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die ersten Bescheide über den Bezug des neuen Bayerischen Familiengeldes an sieben Familien aus den Regierungsbezirken in Bayern übergeben. Diese Familienförderung für Eltern gibt es allein in Bayern.

„Mit 6000 Euro Familiengeld pro Kind und Jahr geben wir Familien die Möglichkeit, individuell zu entscheiden, wie sie ihr Kind betreuen und fördern wollen“, sagt Söder. „Nicht der Staat soll entscheiden, ob oder wann ein Kind in die Kita geht, sondern die Eltern. Echte Wahlfreiheit für alle Eltern, unabhängig vom Einkommen – das gibt es nur in Bayern.“

Die Bayerische Familienministerin Kerstin Schreyer erklärt: „Das neue Bayerische Familiengeld ist transparent und unbürokratisch. Wer Elterngeld bezieht, muss keinen eigenen Antrag stellen – das Familiengeld kommt automatisch.“ – Es seien bereits 125.000 Bescheide verschickt.

Die Bayerische Staatsregierung hatte das Familiengeld im Mai dieses Jahres beschlossen. Eltern ein- und zweijähriger Kinder sollen unabhängig vom Einkommen 250 Euro pro Kind und Monat bekommen. Ab dem dritten Kind gibt es 300 Euro monatlich.

Quelle: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/august-2018/das-gibt-es-nur-in-bayern/


Ex-Ministerin Schröder beklagt einseitigen staatlichen „Kampf gegen rechts“

Die politische Linke in Deutschland hat den Kampf gegen den Rechtsextremismus in einen „Kampf gegen rechts“ umgedeutet. Er zielt auf die bürgerliche Mitte.

Diese Ansicht vertritt die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in einem Beitrag für die Tageszeitung „Die Welt“. 

Viele, die sich hier mit staatlicher Unterstützung engagierten, gehe es tatsächlich darum, „alles zu bekämpfen, was nicht links ist“. Ziel sei es, „politische Überzeugungen, denen teilweise wahrscheinlich sogar Anhänger der Union der Mitte zustimmen würden, als illegitim im demokratischen Diskurs zu brandmarken“.

Das Spektrum dessen, was noch sagbar sei, solle damit weit nach links verschoben werden. Hierzu passe, dass bei vielen Kämpfern „gegen rechts“ Unterstützung „von ganz links großzügig angenommen wird“. Linksextremismus gelte hingegen als nicht existent oder harmlos.

Laut der 41-jährigen CDU-Politikerin Schröder ist das Bundesfamilienministerium besonders engagiert im „Kampf gegen rechts“.

Quelle: http://www.idea.de


Berlin: Literatur-Festival für den deutsch-israelischen Jugendaustausch am 25. Juni

„Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen“. Dieser knappe Satz bringt es auf den Punkt – die gleichzeitige Bedeutung von Geschichte und Gegenwart, wenn (junge) Menschen aus Deutschland und Israel zusammen kommen.

Aktuell haben junge Menschen unter diesem Label ihre Erlebnisberichte und fiktive Geschichten von Begegnungen in Deutschland oder Israel aufgeschrieben: humorvoll, nachdenklich, erschütternd, lebenslustig, bewegend.

Die markantesten Geschichten werden an diesem Abend, organisiert von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, vorgestellt, diskutiert und prämiert – mit namhaften Autor/innen aus Deutschland und Israel: Norbert Kron, Amichai Shalev, Katharina Hacker und Liat Elkayam.
Moderation: Shelly Kupferberg. Musik: Amir Darzi.

Der Abend, der von Familienministerin Franziska Giffey und dem israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff eröffnet wird, findet statt am: 25. Juni von 18 – 21 Uhr in der Kalkscheune (Johannisstraße 2 in 10117 Berlin)

Zur Anmeldung

Das Projekt und alle Geschichten auf Deutsch und Hebräisch unter: www.dont-forget-dance.org


Bayern: Betreuungsgeld ein großer Erfolg

Das bayerische Betreuungsgeld ist ein Mega-Erfolg! Vor nicht einmal fünf Monaten, am 22. Juni, ist das Bayerische Betreuungsgeldgesetz in Kraft getreten. Jetzt konnte Bayerns Familienministerin Emilia Müller den 100.000sten Bescheid an eine Familie aus Landshut übergeben. bayern

Müller: „Verlässlichkeit ist für uns in der Familienpolitik einer der wichtigsten Werte. Wir haben den bayerischen Eltern das Betreuungsgeld versprochen und wir haben Wort gehalten. Jetzt bestätigt uns die hohe Zahl der Anträge, dass wir mit der Einführung die Wünsche und Vorstellungen der Eltern genau getroffen haben.“

Über rund 89 Prozent der Anträge wurde bereits entschieden. Der Weg zum Bayerischen Betreuungsgeld ist einfach und unbürokratisch. Das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) verschickt den Antrag auf Betreuungsgeld automatisch.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/november-2016/100000-antraege-bewilligt/


Bayern: Das neue Betreuungsgeld boomt – 56.000 Anträge in einer Woche eingegangen

Seit dem 22. Juli 2016 gibt es im Freistaat Bayern für Eltern die Wahlfreiheit, ob sie ihre ein- und zweijährigen Kinder selbst betreuen oder in eine Kita geben wollen. 

Bayerns Familienministerin Emilia Müller (CSU) zieht rund eine Woche nach Inkrafttreten des Betreuungsgeldes eine sehr positive Bilanz: Scannen0010

„Das Bayerische Betreuungsgeld ist ein Erfolg und eine Bestätigung unserer Familienpolitik. Wir unterstützen alle Eltern, egal, für welchen Lebensplan sie sich entscheiden: sie können entweder die öffentlich geförderte Kinderbetreuung in Anspruch nehmen oder das Bayerische Betreuungsgeld.“    

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 22.6. sind über 56.000 Anträge beim „Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS)“ eingegangen und bereits 10.650 Anträge wurden bewilligt.

Die hohe Zahl der der Anträge innerhalb so kurzer Zeit bestätige für Müller, dass das Betreuungsgeld die Wünsche und Vorstellungen der Eltern genau getroffen habe.  „Verlässlichkeit ist für uns in der Familienpolitik einer der wichtigsten Werte. Wir haben den bayerischen Eltern das Betreuungsgeld versprochen und wir haben Wort gehalten“, erklärte die Ministerin weiter.

Weitere Infos rund um das Betreuungsgeld finden Sie hier www.betreuungsgeld.bayern.de

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/juni-2016/mueller-bayerisches-betreuungsgeld-ein-voller-erfolg/


Der bayerische Landtag hat das Gesetz zum Betreuungsgeld beschlossen

Bayerns Familienministerin Emilia Müller (CSU) erklärt dazu: „Wir stehen für eine Familienpolitik, die Vielfalt ermöglicht. Wir wollen den Eltern keinen Lebensentwurf aufzwingen oder behaupten, es gebe nur einen einzigen richtigen Weg. Deshalb unterstützen wir alle Familien – Eltern, die ihre Kinder in eine Kita geben genauso wie Eltern, die ihre Kinder lieber selbst oder etwa mit Unterstützung der Großeltern betreuen wollen. Für sie gibt es jetzt das Bayerische Betreuungsgeld.“ Scannen0010

Die Landesministerin machte auch klar: „Auch aus Sicht der Eltern soll der Staat sowohl in Krippen als auch in ein Betreuungsgeld investieren.“ –  Sie betonte, dass das Betreuungsgeld bei den Eltern sehr gut ankommt:

„Das frühere Bundesbetreuungsgeld wurde von über 73 Prozent der anspruchsberechtigten bayerischen Familien in Anspruch genommen. Auch das ist ein überdeutliches Signal an uns, dass diese Leistung angenommen, geschätzt und gebraucht wird.“

In den nächsten Wochen erhalten die ersten Eltern Post vom ‚Zentrum Bayern Familie und Soziales‘ (ZBFS). Denn der Antrag kommt direkt zu den Eltern nach Hause, wenn sie in Bayern Elterngeld bezogen haben.

Etliche Eltern konnten nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr von der Bundesleistung profitieren. Das Bayerische Betreuungsgeld kann deshalb rückwirkend bis zum Januar 2015 beantragt werden. Hierzu ist der Antrag bis spätestens 22. September an das ZBFS zu übersenden. Das Gesetz tritt nach seiner Verkündung am 22. Juni 2016 in Kraft.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/juni-2016/bayerisches-betreuungsgeld-beschlossen/


Kristina Schröder (CDU) plädiert auch frauenpolitisch für „Freiheit statt Gleichheit“

Ehem. Familienministerin kritisiert Gender-Theorien

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Familienministerin Dr. Kristina Schröder (siehe Foto) hat sich in einem heute veröffentlichten Beitrag skeptisch mit dem vor allem von rotgrüner Seite verbreiteten Genderismus befaßt und sich in frauenpolitischer Hinsicht für Gleichberechtigung bzw. Chancengleichheit, aber gegen eine ideologisch motivierte „Gleichstellung“ bzw. Ergebnisgleichheit ausgesprochen: 2015_11_02_freiheit-gleichheit_475x100

„Es gibt in unserem Land eine tiefe Sehnsucht nach Gleichheit. Und zwar nicht nur nach Chancengleichheit, sondern auch nach Ergebnisgleichheit. Und wenn es nicht klappt, die Schwächeren auf das Niveau der Stärkeren zu heben, dann wird um der Gleichheit willen eben auch mal eine Nivellierung nach unten, also Trockenbrot für alle, in Kauf genommen. (…)

Der theoretische Bezugspunkt hierfür ist meist die sogenannte Genderthorie. Viele ihrer Anhänger halten Geschlecht für ein soziales Konstrukt, das mit der Biologie des Menschen nichts oder nicht viel zu tun hat. Wenn das so wäre, also alle Charaktereigenschaften, Vorlieben, Talente usw. tatsächlich biologisch vollkommen gleich unter Männer und Frauen verteilt wären, würde tatsächlich jede Abweichung von einer 50:50-Verteilung zwischen Frauen und Männern einen Anhaltspunkt für Diskriminierung geben. (…)Edith-Breburda

Aber vielleicht stimmt dieses Axiom ja gar nicht. Vielleicht sind die Ungleichverteiligungen zwischen den Geschlechtern, die wir in sehr vielen Lebensbereichen feststellen können und die sich hartnäckig halten, ja auch auf unterschiedliche geschlechtsspezifische Präferenzen zurückzuführen. Das heiß natürlich nicht, daß alle Männer Maschinenbau studieren und alle Frauen mit Kindern Teilzeit arbeiten wollen.

BILD: Mann und Frau ergänzen sich und sind aufeinander bezogen (Foto: Dr. Edith Breburda)

Aber das heißt, daß die Wahrscheinlichkeit bei einem zufällig ausgewählten Mann, daß er eine Neigung zum Maschinenbau hat, höher ist als bei einer zufällig ausgewählten Frau. Und daß diese Pfäferenz nicht nur auf die in diesem Zusammenhang immer gern genommenen „veralteten Rollenbilder“, „strukturellen Barrieren“ und „gläsernen Decken“ zurückzuführen sind, sondern tatsächlich die Natur doch eine kleine Rolle spielt.

Ich bin selbst Soziologin und ich zweifle an der für den Feminismus grundlegenden Position Simone de Beauvoirs, die da lautet: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“  – Ich glaube, dass die Einflüsse von Natur und Kultur 50:50 sind, vielleicht auch 60:40 oder 40:60. Dass es auf jeden Fall eine Rolle spielt, ob ein Mensch biologisch ein Mann oder eine Frau ist. (…)

Ich bin für einen Staat, ich bin für einen frauenpolitischen Ansatz, der nicht Gleichstellung, sondern Gleichberechtigung im Blick hat. Meinem Staatsverständnis und meinem Menschenbild entspricht es nicht, wenn der Staat versucht, möglichst Gleichverteilung im Ziel zu erreichen (auch wenn dieses Verständnis von Frauenpolitik den unabweisbaren Vorteil hat, diese Gleichverteilung nie zu erreichen, erst recht nie dauerhaft, und damit niemals überflüssig zu werden).

Ich möchte, dass der Staat versucht, möglichst große Freiheit auf dem Weg zu erreichen. Welche Verteilung zwischen den Geschlechtern dann am Ende dabei raus kommt, das geht den Staat dann nichts mehr an.“

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel der CDU-Politikerin hier: http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_11_02_dav_aktuelles_freiheit-statt-gleichheit.html


„Diversity-Revolution“ von oben: Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik

Mathias von Gersdorff

In den letzten Monaten mußte die Union oft den Vorwurf hören, sie ließe sich in der Gestaltung der Politik der Großen Koalition von der SPD über den Tisch ziehen. stuttgart 009a

Tatsächlich: Egal, ob es um die Rente mit 63, die Erweiterung der Frauenquote, den Mindestlohn oder andere Themen, die in den letzten Monaten regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt haben, geht: Die SPD ist federführend.

FOTO: M. von Gersdorff als Redner der Stuttgarter Elternrechts-Demonstration

Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Nebenschauplätze der Politik, denn dort sieht es nicht besser aus.

Vor allem Manuela Schwesig (SPD), die neue Familienministerin, vollzieht einen ungeheuren Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik, der selbst für SPD-Verhältnisse atemberaubend ist. Der Union scheint das egal zu sein  –  oder sie stellt sich dumm.

In einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt Schwesig, was aus ihrer Sicht Familie ist:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“ BILD0222

Wahrlich eine krude Definition dessen, was Familie bedeutet.

Diese Definition ist nicht nur von jener der Union weit entfernt („Familie ist überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen“), sondern sogar von jener der SPD:

Für die SPD ist Familie dort, ‘wo Kinder sind und wo Lebenspartner oder Generationen füreinander einstehen’. Diese Definition ist zwar nicht richtig, aber akzeptiert immerhin noch die Tatsache, daß Familie irgendetwas mit Fortpflanzung und Erziehung zu tun hat.

Laut Schwesig soll man sich aber definitiv von der Vorstellung befreien, Familie sei auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründet.

Wie New-Age-Geschwafel hört es sich an, wenn sie sagt: „In einer Familie kommt es darauf an, daß man mit Liebe und Respekt miteinander umgeht und Zeit füreinander hat –  egal, ob Paare heterosexuell sind oder homosexuell. Die Beziehung zu Kindern basiert auf Liebe und Vertrauen, und das können alle Menschen geben.“ SDC12294

Besonders glücklich scheint Manuela Schwesig zu sein, wenn sie nette Worte an Homosexuelle richten kann. In dieser Kolumne wurde schon thematisiert, daß sie die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare forderte, nachdem sich ein Fußballer outete.

Während der Koalitionsverhandlungen mit der Union drohte sie mit dem Abbruch der Gespräche, falls man die homosexuellen Partnerschaften nicht voll der Ehe gleichstellte. Darauf konnten sich die Christdemokraten natürlich auf keinen Fall einlassen.

Dennoch ist es erstaunlich, daß sie sich unter diesen Umständen mit der Ernennung Schwesigs zur Familienministerin abgefunden haben.

Das Volk bejaht die Ehe, Schwesig hofiert Randgruppen

Aufgrund ihrer Sympathie für die politischen Forderungen der Homosexuellenverbände kann sie es nicht lassen, immer wieder gegen die Gegner des baden-württembergischen „Bildungsplanes 2015“ zu wettern.

Mitte März dieses Jahres, als die Debatte um den Bildungsplan hohe Wellen schlug, bezeichnete sie in einer Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums zusammen mit dem Lesben- und Schwulen-Verband Deutschland (LSVD) die Vorstellungen der Bildungsplangegner als „absurd“.

In einer Videobotschaft zur „Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien“ zeigte sie sich „fassungslos“ über die Homophobie in Deutschland und sagte:

„Gerade in bezug auf die Ausbildung unserer Kinder in den Schulen gibt es viele verstörende Diskussionen – auch hier in Deutschland. In einem Bundesland gibt es aktuell doch tatsächlich eine Debatte darüber, ob das Thematisieren von sexueller Vielfalt im Rahmen des Sexualkundeunterrichts dazu führen könnte, daß man Jugendliche zu Homosexuellen ‘erzieht’.“ DSC03298a

Schwesig behauptet im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten, heute würden die Menschen eben gerne in unterschiedlichen „Familienformen“ leben. Doch das stimmt nicht, wie Statistiken zeigen.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen glaubt an die Ehe. 98 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen würden gerne verheiratet sein. Ihre Vorgängerin, Kristina Schröder, erklärte mit dem Familienreport 2012 am 1. Januar 2013 in Berlin, daß drei Viertel aller jungen Deutschen sich eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Die Politik müßte eigentlich dafür sorgen, daß stabile echte Ehen und Familien entstehen. Doch das will Schwesig aus ideologischen Gründen nicht.

Inzwischen versucht sie den Begriff „Diversity“ fest in der Politik zu verankern. „Diversity“ ist zum Überbegriff der neuen linken Gesellschaftspolitik geworden. Die linken Gesellschaftsingenieure streben nämlich nicht nur an, die „sexuelle Vielfalt“ als Norm zu etablieren, sondern Vielfalt in jeglicher Hinsicht, was einer kompletten Dekonstruktion traditioneller Normen entspricht.

Linke Strategie: Traditionelle Werte zersetzen

Dahinter steckt die Idee, daß Identität nicht fix sei, sondern ein Fluidum  –  ein Modegedanke bei Linken. Die Identität sei einem nicht gegeben, sondern sei in ständiger Bewegung, durch äußere Einflüsse und eigene Lebensentscheidungen beeinflußbar.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau sagte die Familienministerin:

„Kein Mensch läßt sich mit einer einzigen Eigenschaft beschreiben. Wir alle fühlen uns mehreren Gruppen zugehörig und definieren uns von Zeit zu Zeit neu. Identitäten entwickeln und verändern sich.“

Ihrer Meinung nach müssen wir unsere Mentalitäten verändern, eben um diese Realität  –  die „Diversity-Realität“  –  erfassen zu können.

Sie kommt geradezu ins Schwärmen, wenn sie ausführt: DSC03269a

„Dabei hilft es, Diversity und Partizipation als Querschnittsaufgabe zu verstehen: im Kindergarten, im Stadtteil, im Mehrgenerationenhaus, in den Vereinen, in Ministerien – überall. In Unternehmen und Organisationen sind folgende Fragen hilfreich: Passen unsere Angebote für alle unsere Zielgruppen oder vergessen wir ganze Gruppen, schließen sie gar aus? Wen nehmen wir überhaupt wahr? Sind wir in unserer eigenen Perspektive gefangen? Erkennen wir die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen? Nehmen wir Vielfalt als Chance? Die Antworten auf diese Fragen müssen zu strukturellen Veränderungen führen. Gleichzeitig muß jede und jeder von uns immer wieder das eigene Verhalten prüfen.“

Im Christentum hat man ein Wort für diese Übung: Gewissenserforschung. Ständig sollen wir unser Denken und unser Handeln prüfen, ob wir die „Diversity“ angemessen erkennen und entsprechend darauf eingestellt sind. In den nächsten Jahren werden wir dieses Modewort immer öfter hören.

Gleichgültigkeit begünstigt Narrenfreiheit

Auch andere Felder ihrer Tätigkeit gestaltet Schwesig offenbar völlig nach linkem Gutdünken.

So plädiert sie im Rahmen einer „Plattform für Frauenrechte in Europa“ für die paritätische Besetzung der Europäischen Kommission und aller Schlüsselpositionen in der EU mit Männern und Frauen, eine Kommissarin beziehungsweise ein Kommissar mit einer ausdrücklichen Zuständigkeit auch für Frauenrechte, die Verankerung von Gleichstellungszielen in der wirtschaftlichen Steuerung der EU sowie die Umsetzung der Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikbereichen der EU durch einen ambitionierten Aktionsplan.

Manuela Schwesig genießt im Bundeskabinett offenbar Narrenfreiheit. Die Bundeskanzlerin weiß entweder nicht, was sie tut, oder es ist ihr egal.

Jedenfalls ist es erschütternd, daß eine Person mit solchen Ansichten überhaupt Familienministerin ist. Das ist wohl nur möglich, weil die große Öffentlichkeit nicht genug Notiz nimmt von ihrer skrupellosen Klientelpolitik.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“