Wenn der Sinn des Regenbogens verkannt wird

Von Christa Meves

Zwei Regenbogen in vollkommener Form verzeichnet die Heilige Schrift: den ersten im Alten Testament bei Moses 1,9 nach Noahs Überleben der Sintflut – unterstrichen von den Worten Gottes:

ER verheißt, in Zukunft bei seinen Menschengeschöpfen Gnade walten zu lassen und sie nicht noch einmal auslöschen zu wollen, wie er das mit dem Ausbruch der Sintflut zuvor angedroht hatte.

Warum steht in der Heiligen Schrift als Untermauerung dieser Aussage der Regenbogen? Auch das wird von Gott direkt gesagt: „Meinen (Regen-) Bogen setze ich in die Wolken. Er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.“

Es folgt noch eine lange, aufschlussreiche Rede an Noah und seine drei Söhne. Und besonders ist sie wohl an die drei jungen Männer gerichtet, wiederholt Gott hier doch noch einmal die Aussage am Anfang der Genesis: „Seid fruchtbar und mehret euch!“

Damit ist der Regenbogen ein Kennzeichen für Gottes Zuwendung, wenn der Mensch – wie Noah mit seiner Familie – in der Gottesnähe und in der Schöpfungsordnung bleibt.

Zum zweiten Mal kommt sinnvollerweise dieses biblisch singuläre Motiv im Neuen Testament vor, und zwar bei den Visionen des Johannes über die Zukunft der Menschheit. Hier wölbt sich im Kapitel 4,3 der Regenbogen über Gottes Thron.

Damit sind diese beiden Regenbogen voll ausgewiesen als die zentralen Kennzeichen, gewissermaßen als die Insignien unseres Gottes und damit als ein entscheidendes Kennzeichen seines Schöpfungswerkes.
 
Zur Zeit stehen Regenbogenembleme im Fokus unserer Öffentlichkeit – offensichtlich dadurch, dass die Gruppierung LGBTIQ
(lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersex, queer) den Regenbogen zu ihrem Banner ernannt hat.

Sogar die Kommissionspräsidentin der EU hat zweimal dazu Stellung genommen. Sie betont apodiktisch, dass jedermann innerhalb der EU seine Partner frei wählen könne. Aber das ist in der öffentlichen Meinung längst unstrittig und wird in unserer Demokratie – gelegen oder ungelegen – bereits wie selbstverständlich toleriert.

Nun wurde daraus ein politisches Intermezzo: In der EU plane man Sanktionen gegen Ungarn. Man müsse in dieser Hinsicht die internationale Verantwortung gegen die aufmüpfige Regierung dort in Anspruch nehmen, indem man ihr Sanktionen androht, wenn sie was tue bzw. nicht tue? Das bleibt unklar.

Allgemein bekannt geworden ist aber, dass das ungarische Parlament für die Schulen ein Verbot aussprechen wollte, dass Vertreter der Gruppe LGBTIQ in den ungarischen Schulen auftreten, um ihre Lebensweise den Jugendlichen vertraut zu machen (das geschieht in manchen deutschen Bundesländern schon seit vielen Jahren).

Fürchtet man in Ungarn, dass dadurch in Zukunft eine Minderung der Geburtenrate entstehen könnte? Das ist denkbar – die Verfassung betont besonders den Wert der Familie.

Gegen allen Trend in der EU betreibt man in Ungarn nämlich eine konträre Familienpolitik. Die Regierung verteilt seit Jahren an Jungmütter Kredite, die es ihnen ermöglichen, in der ersten Lebenszeit ihrer Kinder zu Hause zu bleiben. Diese Zuwendungen brauchen umso weniger zurückgezahlt werden, je mehr Kinder nachgeboren werden.

Der Anstoß für diese internationale Beachtung der aufmüpfigen ungarischen Regierung war aber bereits vor dem Fußballspiel von Deutschland gegen Ungarn hochgebrandet. Kesse Leute regten damals an, in München anlässlich des Fußballspiels das Stadion in Regenbogenfarben auszuleuchten, was aber die UEFA verhinderte, weil sie solche Aktionen als störend einschätzte und verbot. Dennoch schwenkten viele der Zuschauer Regenbogenwimpel beim Betreten des Fußballstadions.

Aber unabhängig von allem medialen Großgetöse bleibt die bange Frage: Sollten diese Regenbogenfahnen nun eigentlich das aussagen, was sie in einer Kultur mit christlicher Grundlage sind und bleiben müssen: ein Kennzeichen der Präsenz dieses unseres Gottes?

Oder was meint diese so medial beachtete Regenbogenpräsenz denn sonst? Wurde das Insignium Regenbogen doch von der LGBTIQ-Gruppierung gewählt, um sich von dem tradierten Gebrauch als Gotteszeichen abzuheben?

Dafür spricht, dass bei dem modischen Regenbogen die Farbe hellblau gestrichen wurde. Dadurch geriet dieses Naturphänomen in den Bereich der Künstlichkeit. Denn bei keinem vollständigen Regenbogen in der Natur fehlt diese Farbe und kündigt an, dass nach Regen das helle Sonnenlicht als ein Zeichen der Hoffnung neu hervortritt.

Wie dem auch sei: Regenbogen tauchen nun in der Öffentlichkeit in Vielzahl auf, allemal beim Christopher Street Day, gelegentlich sogar als Fahnen auf Kirchendächern oder in manchen überregionalen Werbeblättern von wem auch immer.

Im Raum bleibt also weiterhin die Frage: Warum diese Wahl als Banner einer vorpreschenden, Beachtung heischenden Vereinigung? Versteht diese Gruppierung den Regenbogen (durch die Künstlichkeit verstärkt) außer als Forderung nach Unabhängigkeit und schrankenloser Freiheit vor allem als einen Affront gegen den tradierten Sinn dieses Naturphänomens?

Ist hier letztlich prometheischer Trotz gegen einen allmächtigen Schöpfer im Spiel? Soll deshalb mit diesem modischen Regenbogen die moderne Welt in weiträumiger Solidarität mit einer sich großmütig fühlenden Bevölkerung genesen?

Aber damit wiederholt sich in der Geschichte eine immer wieder aufflammende Revolte. Umrahmt von höhnenden Mitläufern ist dann jeweils den verworfenen Gottgetreuen der Weg zu Kreuz oder Schafott vorgezeichnet. Lärmend dominant ist dieses zwar eine Zeitlang, aber regelmäßig vergänglich; denn  das ist lediglich der immer wieder vergebliche Versuch, Gott für tot zu erklären.

Aber nach wie vor sitzt unser allmächtiger Schöpfer weiter im Regimente.

Gemälde: Evita Gründler


Im staatliche Familienreport 2020 wurden familienpolitische Defizite schöngerechnet

Am 23.12.2020 wurde von der Bundesregierung ein „Familienreport“ veröffentlicht, der über die aktuelle Lage der Familien in Deutschland Auskunft geben soll: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/familie-heute-daten-fakten-trends-familienreport-2020-163110

Darin findet sich die erstaunliche Aussage, dass „das äquivalenzgewichtete Nettoeinkommen von Familien und kinderlosen Haushalten sehr ähnlich“ sei (S.10). – Verständlicherweise hängt das Ergebnis eines solchen Vergleichs von der Gewichtung des Bedarfs von Kindern ab.

Dr. Johannes Resch vom Verband Familienarbeit erklärt dazu folgendes:

„Im Familienreport wird der Bedarf eines minderjährigen Kindes gemäß einer Vereinbarung in der EU mit durchschnittlich 36% eines Erwachsenen gewichtet. (Fußnote auf S. 105). Es soll hier nicht diskutiert werden, ob diese Gewichtung tatsächlich den durchschnittlichen Bedingungen in der EU entspricht.

Als sicher kann aber gelten, dass die durchschnittliche Gewichtung auf EU-Ebene wegen der unterschiedlichen Lebensverhältnisse und sozialen Bedingungen nicht einfach auf einzelne Länder übertragen werden darf. Für Deutschland dürfte die Gewichtung des Existenzminimums von Kindern, wie sie bei Hartz IV erfolgt, wesentlich lebensnäher sein. Dort wird der Regelbedarf eines Kindes mit durchschnittlich 68% eines Erwachsenen angegeben, also fast doppelt so hoch.

Daraus ist zu schließen, dass die im Familienreport angeführten Zahlen die Lebenswirklichkeit der Familien in Deutschland massiv beschönigen. Bei Berücksichtigung des höheren kindlichen Bedarfs in Deutschland ergibt sich für sie ein weit höheres Armutsrisiko. Die Einkommenssituation der Familien in Deutschland wird so mittels unrealistischer Bezugszahlen schöngerechnet. Aber selbst dabei schneiden Familien noch deutlich schlechter ab als kinderlose Haushalte (Abb. 63).

Der pauschale Vergleich zwischen Familien und kinderlosen Haushalten ignoriert auch das besondere Betroffensein von Mehr-Kind-Familien und Alleinerziehenden. Paar-Familien mit 3 und mehr Kindern sind auch bei dieser Berechnung zu über 34% armutsgefährdet, Eltern mit einem Kind dagegen nur zu 5%. Alleinerziehende mit einem bzw. mehr Kindern sind sogar zu 41% bzw. 56% armutsgefährdet. Zum Armutsrisiko kinderloser Haushalte werden dagegen keine Angaben gemacht.

Das entscheidende Defizit des Reports besteht in der fehlenden Berücksichtigung elterlicher Erziehungsarbeit. Ganz offen wird angestrebt, die „Existenzsicherung“ allein durch Erwerbsarbeit zu erreichen (S. 114).

Dass elterliche Kindererziehung auch Arbeit ist, die der Existenzsicherung der Gesellschaft dient, wird einfach ignoriert. Schließlich gäbe es z.B. in unserem Sozialsystem ohne Kinder gar keine gesetzlichen Renten. Auch spielt hier das Grundrecht der Kinder auf Betreuung durch ihre Eltern keine Rolle. Inzwischen gibt es ausreichend Erkenntnisse, dass die Betreuung in Krippen das Risiko für spätere soziale Fehlentwicklungen erhöht.

Eine Familienpolitik, die nicht die Bedürfnisse der Kinder im Blick hat, verdient diese Bezeichnung nicht. Sie dient nur familienfremden Interessen. Vollerwerbsarbeit von Eltern kommt vor allem dem Profit von Arbeitgebern zugute.“

Quelle: https://familienarbeit-heute.de/familienreport-2020-familienpolitische-defizite-werden-schoengerechnet


Gegen Abtreibungserleichterung wg. Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie und der mit ihr einhergehenden Ausgangsbeschränkungen fordern Vertreter der Abtreibungslobby eine Senkung der Hürden für die Tötung ungeborener Kinder.

Hierzu erklärt Mariana Harder-Kühnel, stellv. familienpolitische Sprecherin und familienpolitische Obfrau der AfD-Fraktion im Bundestag:

,,Die Corona-Pandemie als Momentum auszunutzen, um eine Abtreibungs-Agenda zu forcieren, ist perfide und schamlos. Weniger Respekt kann man ungeborenem Leben kaum entgegenbringen.

Die Abtreibungslobby bagatellisiert Abtreibungen zu einem bloßen Akt der Selbstverständlichkeit, ja rückt diese in ihrem lebensfeindlichen Bestreben sogar in ein positives Licht. Doch es gibt kein Recht auf Abtreibung, und es ständig einzufordern, fördert eine Moral der Verantwortungslosigkeit.

Frauen, die abtreiben, leiden häufig unter langanhaltenden Schuldgefühlen, psychosomatischen Beschwerden oder Depressionen – die Abtreibungslobby kümmert das nicht. Die AfD steht für eine Kultur des Lebens. Bei der Schwangerenkonfliktberatung ist entsprechend der Schutz des ungeborenen Lebens vorrangiges Ziel.

Eine Senkung der Hürden für Abtreibungen lehnen wir unabhängig von der Corona-Pandemie ab.’’


Erfolgreiches Symposium für Ehe und Familie am 15.2.2020 in Böblingen

Freifrau Hedwig von Beverfoerde

Am Samstag, den 15. Februar, veranstalteten das Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DemoFürAlle und die Petitionsplattform CitizenGO in Böblingen bei Stuttgart das Symposium »Familie vor dem Abgrund – Ursachen und Auswege«.

Die Tagung wurde von DemoFürAlle-Sprecherin Hedwig v. Beverfoerde moderiert. In vier Vorträgen und drei kurzen Präsentationen erfuhren die über 500 Teilnehmer aus unterschiedlicher Perspektive über aktuelle Gefahren für die Familie und wirksame Gegenmaßnahmen und konstruktive Lösungsansätze.

Aus Sicherheitsgründen war, wie schon in den Jahren zuvor, der genaue Veranstaltungsort den Teilnehmern erst kurz zuvor mitgeteilt worden, so daß der linke Gegenprotest auf dem Stuttgarter Schloßplatz nicht mehr nach Böblingen verlegt werden konnte. Knapp 100 Gegendemonstranten der Antifa marschierten erst spät noch zu einem vergeblichen Störungsversuch vor der Legendenhalle in Böblingen auf, die von 150 Polizeikräften jedoch abgesichert war. 

Im Eröffnungsvortrag »Wie der Staat die Familie zerstört« erörterte der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Jörg Guido Hülsmann die historischen und philosophischen Hintergründe schädigender Eingriffe des modernen Staates in die Familie, zum Beispiel durch feministische Politik und den Wohlfahrtsstaat, die die Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit der Familie einschränkten. Es bedürfe dringend eines Abbaus der „familienzerstörenden Staatseingriffe“, schloss Hülsmann.

Wie staatliche Unterstützung für Familien gelingen kann, zeigte Dr. Imre Téglásy im Vortrag »Konstruktive Familien- und Gesellschaftspolitik in Ungarn«. Der Direktor von Human Life International Hungary, der selbst Abtreibungsüberlebender ist, stellte die Maßnahmen Ungarns gegen den „demographischen Winter“ vor, in deren Folge Geburten- und Heiratsraten bereits angestiegen seien.

Für große Begeisterung sorgte der Wiener Psychotherapeut und Psychiater Prof. Dr. Raphael M. Bonelli, der in kurzweiligem Stil den Blick in das Innere der Familie lenkte, mit seinem Vortrag »Wie Familie funktioniert, was ihr hilft und was nicht«. Auf Basis aktueller psychologischer Forschung erläuterte Bonelli, dass Familien eine innere Ordnung benötigten und wie diese erreicht werden könne. Er plädierte für die Wertschätzung echter Männlichkeit und echter Weiblichkeit und für eine Erziehung der Kinder zum Wahren, Schönen und Guten.

Der Historiker und Politikwissenschaftler Dr. Hubertus Knabe erklärte in seinem Vortrag »Zersetzen. Systematische Familienentzweiung in der DDR«, ausgehend von deren Familien- und Arbeitsgesetzen, die Familienpolitik der DDR, deren Folge eine der höchsten Scheidungsraten der Welt sowie zuletzt eine Geburtenrate von nur 1,4 Kindern pro Frau gewesen seien.

Den Abschluss des Symposiums bildeten drei kurze Präsentationen von Initiativen, die sich konkret und konstruktiv für Ehen und Familien einsetzen: Initiative Elternaktion, Team.F – Neues Leben für Familien e. V. und der Blog Berufung Mami.

Bilder von der Veranstaltung finden sich unter: www.familie-am-abgrund.de/fotos.


Das Modell „Mutter als Beruf“ bleibt eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft

Von Christa Meves 

Das hat sich in den jungen Familien unserer Republik wie ein dunkler Schatten festgemacht: Die Vorstellung, dass es geradezu verpflichtend ist, als junge Eltern ihr Baby im  Alter von einem Jahr in die Krippe zu geben; denn erstens bekämen sie dort rechtzeitig die richtige Bildung (um später Abitur machen zu können), zweitens würde man sonst als Außenseiter dastehen, und drittens könnte man dann als Mutter – als wieder Mitverdienende – zurück an den Arbeitsplatz gehen.

Das wäre auch mehr als fair, da sonst der Ehemann allein den Familienkarren zu schieben hätte.

Das zur Verfügung stehende Geld geriete ohnehin immer häufiger an den Rand der roten Zahlen. Es sei deshalb doch begrüßenswert, dass der Staat durch die Früherziehung so aktiv an den Belangen der Familie teilnähme.

Wie gern würde ich dieser Argumentation zustimmen, enthalten solche Begründungen doch eine greifbare Berechtigung. Aber als Fachfrau ist man dennoch genötigt, eine Reihe von nicht durchgedrungenen Informationen nachzuholen:

In meiner praktischen Arbeit ließ sich lange schon erkennen, dass die frühe Trennung der Kinder von ihren Müttern negative Auswirkungen im späteren Schicksal des Menschen hat. Mittlerweile ist diese Erfahrung auch bereits international durch Hirn – und Hormonforschung bestätigt worden (1).

Aber Konzepte, die das berücksichtigen, wurden von unseren Regierungen nicht vorgenommen.

Mit meinem Freundeskreis entwarf ich zwar in den 80er Jahren ein gesünderes  Modell und schickte das mit mehr als tausend Unterschriften der Regierung zu. Aber dieses Programm fand keinerlei Beachtung.

Heute leugnen seriöse Fachleute nicht mehr die unermesslich große Bedeutung der frühen Kindheit für die Persönlichkeitsentwicklung. Heute ist es absolut sicher, dass bis zum Alter von drei Jahren lebensentscheidende Prägungen im kindlichen Gehirn vollzogen werden, die später seelische Stabilität oder bei unangemessener Pflege seelische Schwächen und Krankheiten zur Folge haben (2).

Und hinzugefügt wird nun auch bereits die Erfahrungsbilanz, dass positive Ergebnisse (bis in die schulische Leistungsfähigkeit hinein) davon abhängen, ob entscheidende Zukunftsbedingungen der Spezies Mensch in dieser Zeit erfüllt werden oder nicht. Einer positiven Tendenz in der Familienpolitik sind in Europa allein Ungarn, Polen und Tschechien gefolgt (3). Damit wurde in Polen jetzt sogar ein fulminanter Wahlsieg erreicht.

Worauf kommt es also entscheidend an?

Die kontinuierliche, natürliche Nähe zur Mutter, samt der Möglichkeit einer ebenfalls natürlichen Lebensweise, am besten mit Stillen mindestens im ersten Lebensjahr. Mit Recht werden darauf viele Eltern und Großeltern antworten: „Aber das ist dennoch unrealistisch!“

Das ist es hierzulande auch und wird deswegen nur noch in wenigen Familien, die sich im Clan gegenseitiger opferbereiter Hilfe befleißigen, überhaupt noch durchgeführt. Es ist kaum zu fassen: Bereits 34,3 Prozent aller Kleinkinder unter drei Jahren werden hierzulande in Krippen betreut (4).

In der Regierung scheint man nicht sehen zu wollen, dass sich jetzt bereits eine schwache, kranke Gesellschaft manifestiert, weil die unnatürlichen Gepflogenheiten im Kleinkindalter massenhaft bedenklich negative Folgen haben.

Aber unser Staat scheint das nicht zur Kenntnis zu nehmen und drängt stattdessen die Familien unverdrossen in die Gegenrichtung. Muss das Anlass zur Resignation sein? Keineswegs.

Wir haben in jüngster Zeit hier in Mitteleuropa die bereits erwähnten Testmodelle, die uns mit erstaunlicher Schlagkraft beweisen, dass die Rückkehr zu kraftvoller seelischer Gesundheit mit höchst einfacher staatlicher Hilfe zu bewältigen ist.

So hat z. B. Ungarn seit vielen Jahren in der Familienpolitik die Mütter mit ihren Neugeborenen in deren folgenden Lebensjahren so gefördert, dass sie echte Wahlfreiheit bekommen, über das erste Lebensjahr hinaus bei ihrem Kind bleiben zu können. Mit einem umfänglichen Kredit und mit subventionierten Steuererleichterungen wird die Familie mit Lebenserleichterung und vor allem auch dadurch mit viel mehr gesellschaftlicher Anerkennung bedacht.

Das hat bereits bewirkt, dass in den letzten Jahren die Zahl der Eheschließungen stieg, dass die Zahl der Ehescheidungen und Abtreibungen sich verringerte (3).

Das ist durchaus in einer wunderbaren Weise folgerichtig; denn dadurch kann die Möglichkeit entstehen, dass junge Mädchen vor ihrer Berufswahl ihre mütterliche Begabung, die viele von ihnen besitzen, entdecken und die dann den Beruf der Familienmutter als Möglichkeit ins Auge fassen können. Auch der Ehemann kann aufatmen und braucht dann keine Angst mehr vor untragbarer Überbürdung zu haben.

“Mutter als Beruf“ habe ich aufgrund meines Sanierungsprogramms mit den gleichen Hoffnungen mein bereits erwähntes Modell von 1985 genannt. Das habe ich damals sogar in allen Einzelheiten ausgearbeitet.

Was sollten wir also jetzt – gestärkt von all den Bestätigungen durch die neuen Erfahrungs- und Forschungsergebnisse – tun?

Nun, uns zusammenschließen, Informationen vermitteln über die Grundbedingungen einer erfolgreichen persönlichen Kleinkindpflege, öffentlich trommeln, den Regierenden ständig in den Ohren liegen (5) und jene Partei wählen oder gründen, die in dieser Hinsicht konstruktive Vorschläge enthält.

Denn was nützt allein ein gesünderes Außenklima, wenn es nicht mehr genug junge arbeitsfähige Menschen gibt, die es einatmen? Wir haben seit 40 Jahren bereits einen zukunftsgefährdenden Geburtenschwund. Die Hauptgründe für das viele Krankwerden der Bürger in westlichen Gesellschaften liegt auf dem Tisch. Jetzt lassen sich die Folgen beobachten und erfassen.

Es geht um unser aller Zukunft! Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Eine Gesellschaft, die die Mutter abschafft, schafft sich selbst ab!
Ich habe einen Slogan entwickelt:

Neun Monate im Leib,
neun Monate am Leib,
neun Monate an der Hand,
neun Monate in den Fußstapfen,
neun Monate im Blick.

Dann ist das Kind drei Jahre alt und kann bereits mit seinem eigenen Willen bekunden, ob es Freude an Kiga und Kita hat.

Anmerkungen:
(1) Spreng, M.: Frühkindliche Schädigung durch Gender- und Krippenpolitik?, Olten, 2012, Zukunft CH
(2) Strüber, N.: Die erste Bindung, Stuttgart, 5. Aufl., 2018
(3) Stephan Baier: Ungarn will seine christliche Identität verteidigen, DT, 12.10., S. 7
(4)
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Kindertagesbetreuung/_inhalt.html
(5) Liminski, J.: Klima, Kinder und Familie, DT, 17.10.19, S. 26

 


AfD begrüßt Entscheidung der Franziskus-Klinik in Flensburg: Keine Abtreibungen!

Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt zur der Entscheidung der Klinikleitung des in Flensburg geplanten Krankenhauses, keine Abtreibungen durchzuführen:

„Dies ist nachvollziehbar und in einer Zeit, in der das feministisch deformierte Selbstbestimmungsrecht der Frau über das ungeborene Leben gestellt wird, mutig.

Dem St.-Franziskus-Hospital in Flensburg gebührt Anerkennung und Respekt für diese Entscheidung.

Grüne, Linke, Jusos und Teile der SPD setzen sich für die Abschaffung des §218 ein, was in letzter Konsequenz die Abtreibung eines Kindes bis kurz vor der Geburt legalisiert.

Zur Erinnerung: Abtreibungen sind in Deutschland rechtswidrig und werden nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht bestraft.

Die Entscheidung der Klinik in Flensburg ist ein Signal für das Leben.

Die AfD-Fraktion setzt sich für die Stärkung der Familien und für eine Willkommenskultur für Kinder ein.“

 


Thüringen: Katholischer Theologe Leupold (AfD) kämpft um Landtagsmandat


Gerne leben mit Kindern: Warum Mütter die besten Erzieherinnen sind

Von Almut Rosebrock

Freuen wir uns über die Eltern, die ihre Kinder selbst und eigenverantwortlich liebevoll betreuen und erziehen wollen – vor allem in der sensiblen Phase von 0 – 3 Jahren, wo so viel komplexes Wachstum in der Hinregion geschieht.

Das Gehirn wächst von der Geburt bis zum 3. Geburtstag etwa von 30 auf 90 % – es ist die Ausbildung der „Lebens-Software“, die da geschieht!

Diese wird geprägt und mitbestimmt durch all die Eindrücke, die das Kind aufnimmt:

Geborgenheit, Liebe, Fürsorge, Anreize zur Aktivität, eigenes Tun, die Kommunikation mit einem Gegenüber, mit anderen Menschen, Lächeln, Greifen, Sehen, Schmecken … – alles gehört dazu und ist wichtig, hinterlässt Spuren!

Heutzutage wird die „frühkindliche Bildung“ propagiert und so getan, als könnten das nur „professionell gebildete“ Personen richtig ausüben. Das ist nicht wahr!

Über all die Zeiten waren MÜTTER diejenigen Personen, die  –  auch aus dem Instinkt heraus –  das Beste für ihre Kleinkinder waren und bis heute sind.

Allerdings ist das leider überlagert durch die Ideologie der Emanzipation. Eine Frau soll demnach möglichst weitgehend erwerbstätig sein – damit sie „vollwertig“ sei.

Dabei wird die Arbeit, die für „das Eigene“, die Kinder, die Familie, Haus, Garten, die pflegebedürtigen Eltern usw. getan wird, einfach ausgeblendet, aus der Betrachtung weggestrichen!

Als ob es  nichts wäre, Kinder aktiv und verantwortlich ins und durchs Leben zu begleiten
 
Diese Entwicklung wurde zu der Zeit, als Frau von der Leyen, die jetzt designierte zukünftige Kommissionsvorsitzende der EU, Familienministerin war, von 2005 – 2009, massiv in die Wege geleitet – mit der KRIPPENOFFENSIVE und der (im Schulbereich) GANZTAGSOFFENSIVE.

Parallel dazu wurde das Unterhaltsrecht derart geändert, dass Kinder erziehende Mütter immer weniger Wertschätzung und Anerkennung für die daheim geleistete Arbeit bekommen. Ihnen steht sehr bald kein Unterhalt vom Kindesvater mehr zu – sie müssen selbst an den Arbeitsplatz!

In diesen ganzen Entwicklungen wird die „Gleichstellungs-Ideologie“ vorangetrieben. Die persönliche FREIHEIT der Frauen – was sie selbst wollen, fühlen, für wichtig und wertvoll halten – steht dahinter zurück.

„Familienpolitik“ bedeutet heute schwerpunktmäßig, die möglichst weitgehende FREMDBETREUUNG der Kinder zu organisieren – und finanziert zu bekommen (durch den Steuerzahler)! 

Selbstverständlich ist es wichtig, gute außerhäusliche Betreuungsangebote für Kinder der verschiedenen Altersstufen bereitzustellen.

Ich bin jedoch der Ansicht, dass es aktuell – im Eifer des Gefechts – unterlassen wird, differenziert die Interessen der Familien, der Eltern selbst abzufragen – und dann, darauf basierend, möglichst passgenaue und gute Betreuungsangebote zu erstellen.

Heute wie gestern treffe ich auf „nicht stromlinienförmige“ Eltern“, die ihre Kleinstkinder (U3) selbst betreuen und nicht in die Kita oder zur Tagesmutter geben wollen. Und die gerne Halbtagsbetreuung für die ersten Grundschuljahre hätten – die in NRW an einigen Orten angeboten wird, an anderen nicht, es ist den Kommunen überlassen.

Mir ist die persönliche Freiheit der Menschen, ihre Lebensform zu bestimmen, wichtig. Ich habe den Eindruck, dass das aus dem Blick der Volksvertreter geraten ist – und dass Ideologien und der „Druck der Wirtschaft“ das politische Handeln bestimmen.

Es gilt, sich da mit Menschlichkeit, Vernunft und sachlichen Argumenten entgegenzustellen.

Gerade Eltern tragen die große Verantwortung für ihre Kinder – und sollten sich nicht durch verlockende Bildchen und Hochglanzpropaganda „verführen“ lassen, gegen ihren Instinkt und gesunden Menschenverstand zu handeln. Die FOLGEN könnten sonst schwerwiegend sein!

Unsere Autorin Almut Rosebrock lebt als evangelische Familienmutter in Wachtberg, ist Apothekerin (im Familiendienst) und sie gründete das Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“


OFFENER BRIEF an sechs Partei-Chefinnen

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), 
sehr geehrte Frau Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU),
sehr geehrte Frau Andrea Nahles (SPD),
sehr geehrte Frau Annelena Baerbock (Die Grünen),
sehr geehrte Frau Linda Teuteberg (FDP),
sehr geehrte Frau Katja Kipping (Die Linke),
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es sind schon sonderbare Zeiten und es scheint sich immer mehr zu bestätigen, dass Europa – allen voran Deutschland – sich nun zwischen der politischen Verantwortungslosigkeit (Hegemonie und Größenwahn, „grenzenlose“ Freiheit bis hin zur Anarchie à la Antifa) einerseits, und Real- und Verantwortungspolitik  entscheiden muss, sonst verlieren EU-Bürger all das, wofür sie so viele Jahre schufteten und auch stolz waren.
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Am Ende des Prozesses sollen sie nun durch die geplante Abschaffung der Nationalstaaten wohl zum Dank auch noch ihre eigene Identität opfern.
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Ich halte fest, dass diese wirre Entwicklung bereits mit der Wirtschaftskrise im Jahre 2008 und dem großzügigen Austeilen und Verschenken dt. Geldes an hochverschuldete, ja teils korrupte und spekulationsfreudige Staaten begann, der eigentliche Auslöser der heutigen Katastrophe jedoch die Flüchtlings- und Willkommenspolitik der dt. Bundeskanzlerin war, mit der sie uns alle überraschte und womit sie dann den Geduldsfaden der Bürger klar überstrapazierte und nun zum Zerreißen brachte.
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Allerdings fiel in den diversen Presseerklärungen von CDU, SPD und Grünen dazu wieder keine Wort, als gäbe es das Problem überhaupt nicht. Stattdessen wurde lieber auf die Versäumnisse in der Umweltpolitik und die schleppende Digitalisierung hingewiesen.
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„Wir haben verstanden“. Haben Sie wirklich verstanden, was die Bürger Ihnen bei den Wahlen vor 8 Tagen sagen wollten?
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Dass Sie, meine Damen, hinter den Kulissen eifrig auf der Suche an einer Lösung des Migrationsproblems sind und gerne retten möchten, was möglicherweise noch zu retten ist (s. geplante Einwanderungs-, Staatsangehörigkeits-  sowie Asyl-Abschiebegesetze, die sich angeblich in Vorbereitung befinden und die Dinge nicht wirklich wieder rückgängig machen können), bezweifle ich keinesfalls, auch wenn Sie dies gesichtswahrend und taktisch klug aus der öffentlichen Diskussion heraushalten möchten.
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Die EU ist in meinen Augen keinen Pfifferling mehr wert. Großbritannien machte es uns vor und es werden hoffentlich weitere folgen, bis endlich wieder Vernunft einkehrt. Der Druck verstärkt sich zusehends.
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Deutschland und das ohnehin zarte, aus vielen unterschiedlichen Völkern bestehende Europa mit Millionen überwiegend Wirtschaftsmigranten aus Afrika und Asien zum Zwecke der Globalisierung und Förderung der dt. und europäischen Wirtschaft mit billigen Arbeitern zu fluten, ist nicht in Ordnung und übersteigt die Kompetenzen Brüssels und wie auch der nationalen Regierungen und des Rechtsstaates, was den Menschen mit einem „wir schaffen das“ auf peppige Weise aufs Auge gedrückt werden soll.
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Zahlreiche Juristen, renomierte Verfassungsrechtler und selbst Ex-Mitglieder beim Bundesverfassungsgericht vertreten und unterstützen diese Einschätzung.
Dass Sie den  – sebstverschuldeten –  gravierenden Bevölkerungsrückgang möglichst unbemerkt und schnell (auf einen Schlag) durch die Öffnung der Grenzen kompensieren möchten, ist eine direkte Folge aus der Nichtbeachtung von Artikel 6 des Grundgesetzes, das Ehe und Familie von Anfang an unter den besonderen Schutz des deutschen Staates stellte, was von Ihnen allen grob missachtet und einer rein  „sozialistischen“ Frauenpolitik geopfert wurde.
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Das Kind hat auch einen Namen  –  und dieser lautet „Gender“.
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Ich rate zur Umkehr, Vernunft und Rückkehr zur natürlichen Ordnung und Bescheidenheit, und stelle immer wieder fest, dass Menschen in der Regel gar nicht so viel vom Leben erwarten und ihnen neben der Rede- und Meinungsfreiheit immer das Essen, Wohnen und die Mobilität am wichtigsten sind, was Sie, meine Damen, nun unisono durch ihre übersteigerte Globalisierungspolitik zu vernichten drohen.
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Wir brauchen keine deutschen Flugzeugträger oder Flüge zum Mars, denn es gibt schon genug ungeslöste Probleme auf unserer Erde. Ihr Globalisierungs- und Gutmenschenwahn, meine Damen, ist tödlich für die gesamte Menschheit und zerstört zudem die Umwelt, für die sich plötzlich wie aus heiterem Himmel alle Parteien stark machen. Man nennt das Populismus, was sonst?
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Ist Ihnen aufgefallen, dass sich unter meinen Adressaten keine Frau aus den Reihen der AfD befindet? Dies ist auch nicht nötig, weil sich die AfD als einzige Partei klar zur traditionellen Familie und gegen den politischen Gender-Unfug bekennt, was ich ihr mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen hoch anrechne.
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Was in unserem durchgegenderten Deutschland heute stattfindet, ist alles andere als lustig und macht das Deutsche Grundgesetz zur reinen Farce. Gender spaltet und zerstört unsere Gesellschaft von Grund auf, was dazu führt, dass Rechtsbrüche nicht mehr geahndet werden, Justiz und Polizei nur noch mutlos und entmachtet zuschauen,  und Parlamentarier, die „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ skandieren, dann anschließend auch noch in die höchsten Parlamentsämter gewählt werden.
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Muss man sich da noch wundern, wenn Bürger der Politik ihre Unterstützung entziehen?
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Wenn Sie in Ihren diversen Stellungnahmen vor den Kameras auf das „rege“ Interesse der EU-Wählerschaft hinwiesen (rd. 34 Mio. mehr Wähler als noch vor 5 Jahren),  dann beweist das doch – ganz im Gegenteil zu Ihrer Auslegung – das Unverständnis und den Unmut der Bürger gegenüber Ihrer aggressiven und verfassungswidrigen Politik der letzten Jahre, was nun zur regelrechten Abschlachtung der SPD und wohl bald auch noch der CDU führen wird, an die sich der Denkzettel gleichermaßen richtet.
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Wir brauchen ein entkrampftes Europa der Bürger, die sich das alles über viele Jahrhunderte redlich erkämpften und erarbeiteten und infolge dessen auch verdienen. Wer das nicht anerkennt und nur noch Macht und persönliches Ansehen anstrebt, der sollte sich besser aus der Politik zurückziehen, wie es gestern Frau Nahles vormachte.
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Als nächste Partei wird es die CDU treffen, ob mit oder ohne GroKo, denn sie brachte den Stein der Zerstörung ins Rollen (s. auch VN-Migrationspakt). Hören Sie aufs Volk und werden Sie wieder bescheidener. Wir Bürger erwarten klare Aussagen von der Politik, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben. Danach werden Sie in Zukunft gemessen werden.
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Sehr geehrte Damen!
Der von Ihnen angerichtete Schaden für unsere Land ist nachhaltig und hinterlässt tiefe Spuren. Wer sich an dieser Politik beteiligt, muss sich später auch dafür verantworten. Glauben Sie mir, dass es besser ist, bescheiden zu regieren und auf die Stimme des eigenen Volkes zu hören, denn dafür werden Sie ja auch bezahlt. Ist das zu viel erwartet?
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Die Globalisierung, die Menschen nur missbraucht, um sie der Macht einiger Weniger und der Wirtschaft (Geld) unterzuordnen, muss gestoppt werden, denn sie führt zu nichts Gutem. Das bekommt die Politik nun zu spüren.
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Wo keine Werte mehr mitwirken, droht schnell der Kollaps. Wenn Sie der Meinung sind, der Islam werde alle Ihre Probleme lösen, dann machen Sie gerne weiter so. Sie werden schon sehen, wohin Ihre Experimente führen. Mir wird bange und dabei behaupte ich, kein Angsthase zu sein.
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Mit freundlichen Grüßen
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Klaus Hildebrandt
(Rheinland-Pfalz)

Die Bischöfe sollen als Hirten der Gläubigen dem Mainstream mutig entgegentreten

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Artikel „Mixa als Wahlkampfhelfer der AfD?“ (Augsburger Allgemeine Zeitung vom 14.5.2019) provoziert die Fragen: Können Bischöfe zu politischen Parteien Stellung beziehen?  – und: Wie versuchen Medien, das Grundrecht der Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen, wenn ihr Interpretationsmonopol der gesellschaftlichen Vorgänge gefährdet ist?

Als Staatsbürger haben Kleriker alle Grundrechte wie beispielsweise die Meinungsfreiheit, die allen zukommen.

In der Weimarer Zeit haben katholische Bischöfe gegen die Ideologien der Nationalsozialisten, der Sozialisten und Kommunisten Position bezogen.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und den Kongreß „Freude am Glauben“

Die Namen von Bischöfen wie von Galen, von Preysing, Faulhaber und Sproll stehen dafür. Pater Rupert Mayer SJ ging unerschrocken in Wahlveranstaltungen von Nationalsozialisten und Kommunisten und hielt ihren Parolen das katholische Menschen- und Gesellschaftsbild entgegen.

Auch in den Jahren, als um die politische Neuordnung der Bundesrepublik gerungen wurde, haben sich die katholischen Bischöfe immer wieder –  bis hin zu deutlichen Wahlempfehlungen –  zu Wort gemeldet.

Das änderte sich mit dem „Godesberger Programm“ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) von 1959. Dieses Programm enthielt eine Absage an den Marxismus und öffnete der SPD die Tür zur Volkspartei. Eine wichtige Station war eine Tagung der katholischen Akademie in München, auf der Herbert Wehner sprach.

Mit „Godesberg“ änderte sich die Haltung der Bischöfe zu den politischen Parteien. Die Bischöfe praktizierten nun zunehmend eine Politik der „Äquidistanz“.

„Äquidistanz“ meint den gleichen Abstand zu den politischen Parteien. Die bisherigen konkreten Wahlempfehlungen wurden zu allgemeinen Aufrufen, an Wahlen teilzunehmen.

Die Frage des Verhaltens der Bischöfe zu gesellschaftlichen Vorgängen stellte sich aber mit der Kulturrevolution von 1968 neu. Die 68er haben das geistige Klima und den Stil der Auseinandersetzungen grundlegend verändert. Denn diese Kulturrevolution betraf das Verständnis von Ehe und Familie, die Rolle der Frau und die Sexualmoral.

Benedikt XVI. stellte in seinem Schreiben vom Februar 2019 über die Ursachen des sexuellen Missbrauchs fest: „Zu den Freiheiten, die die Revolution von 1968 erkämpfen wollte, gehörte auch diese völlige sexuelle Freiheit, die keine Normen mehr zuließ…“

Die heftige Kritik aus den Medien, aber auch aus kirchlichen Kreisen (ZDK, Frauenverbände, BDKJ, Theologen) zeigt, dass Benedikt den Nerv getroffen hat.

Sie belegt außerdem fehlende Einsicht und Umkehrbereitschaft. Die Veränderung der katholischen Sexualmoral wird seit Jahren auch innerkirchlich gefordert. Wir haben die „Umwertung der Werte“. Sie wirkt sich bspw. auf das Lebensrecht ungeborener Kinder und auf die schulische Sexualerziehung aus. Die Würde der Frau wird in der Leihmutterschaft zum Geschäft degradiert. Die sexuelle Identität wird in der Genderideologie eingeebnet.

Diese Fehlentwicklungen verstoßen gegen die drei Prinzipien, die Benedikt XVI. als für die Kirche „nicht verhandelbar“ bezeichnet hat. Das sind der Schutz des Lebens vom Anfang bis zum Ende, die Anerkennung und Förderung der natürlichen Struktur der Familie und der Schutz des Primärrechtes der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder.

Die Bischöfe müssten gegen die Verletzung dieser Prinzipien deutlich ihren Protest anmelden. Das geschah nur von wenigen Bischöfen, z.B. durch Erzbischof Dyba.

Was hat das mit Bischof Mixa zu tun?

Bischof Mixa zählte zu den mutigen Bischöfen, die dem Mainstream immer wieder entgegentraten. In dem o.a. Artikel der AZ heißt es:

„Seine Aussagen zu Familienpolitik oder Abtreibung, die in den vergangenen Jahren heftige Kritik an ihm ausgelöst hatten, entsprachen denen rechter – bis erzkonservativer Kirchenkreise – sowie denen der AfD. Nachzulesen etwa in deren Wahlprogramm für die Landtagswahl 2018 in Bayern. Darin finden sich Sätze wie: ‚Abtreibung ist daher grundsätzlich unrecht‘. Oder: ‚durch gewollte, ideologisch motivierte Desorientierung soll das in den Familien überlieferte Werte- und Bezugssystem aufgebrochen, neutralisiert oder durch pseudofamiliäre Leitbilder ersetzt werden.‘“

Man braucht weder Sympathisant noch Wähler der AfD zu sein, um die über die AfD zitierten Sätze für richtig zu halten. Denn Abtreibung ist nach geltendem Recht „gesetzwidrig, aber straffrei“, also Unrecht. Die Bundesregierung hat mit dem sechsten Familienbericht Abschied genommen vom bis dahin geltenden Familienbild, sowie von der grundgesetzlichen Auffassung von Ehe.

Mixa wird im o.a. Artikel vorgeworfen, den Islam zu hinterfragen. Der „Islam“ ist ein Thema, das viele Bundesbürger umtreibt.

Die Bundesregierung und die politischen Parteien sollten sich aber um die existenzielle Frage annehmen, ob der „Islam“ mit den Forderungen des Grundgesetzes übereinstimmt. Die Bundesregierung drückt sich davor.

Wer auf die Gefahren für die Identität unserer Kultur hinweist, die durch eine Massenimmigration von Menschen aus anderen Kulturkreisen und aus einem anderen religiösen Hintergrund hinweist, wird – mangels Argumente – in ein rechtsextremes Eck verwiesen.

Es gibt auch Bischöfe, die Kritikern das christliche „Menschenbild“ absprechen. Dieselben Bischöfe müssten aber auch in der Öffentlichkeit deutlich klar stellen, dass Abtreibung, Genderideologie, Ehe für Alle, Sterbehilfe dem christlichen Menschenbild widersprechen!

Wir stehen in einem Kulturkampf, in dem manche das Grundrecht der Meinungsfreiheit für unangenehme Mahner am gängigen „Menschen- und Weltbild“ gerne ein wenig suspendieren möchten.