Glaubensstarkes Buch mit Kardinal Müller über die Wahrheit als DNA der Kirche

Von Dr. Michael Th. Sprenger-Menzel

Gleich zu Anfang darf festgestellt werden, dass es sich nicht um eine der vielen Biographien eines Journalisten mit „flotter Schreibe“ handelt, der eine berühmte Persönlichkeit der Welt- und Kirchengeschichte interviewt, sondern um das einfühlsam geführte Zwiegespräch zweier Glaubender, die aus dem Glauben leben.

Der eine ein breit gebildeter und wissenschaftlich interessierter Familienvater und Publizist, der andere ein Theologieprofessor, Kardinal der römischen Kirche und emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation.

Martin Lohmann ist es in seinem Band gelungen, in der leicht verdaulichen Form eines lockeren, oft aber tiefsinnigen Gesprächs unter gläubigen Katholiken gleichzeitig eine (I) Lebensbeschreibung Gerhard Ludwig Kardinal Müllers, eine (II) Wiederauffrischung und Vertiefung wichtiger Glaubenswahrheiten und (III) einen Überblick zu wichtigen Ereignissen und Epochen der Kirchengeschichte samt einem Wegweiser zur Unterscheidung der Geister in Kirche und Welt turbulenter Zeiten vorzulegen.

  1. Lebensbeschreibung

Wie nebenbei erfährt der Leser viel Biographisches über Gerhard Ludwig Müller, der am Silvestertag 1947 in der 3.000-Seelen-Gemeinde Finthen (heute der westlichste Ortsbezirk der Stadt Mainz) als Sohn eines Wagners (bei Opel) und Nebenerwerbslandwirtes „doppelt arbeitete“ (S. 7), um seine sechsköpfige Familie zu ernähren, geboren wurde.

Er wuchs in einem frommen Umfeld auf, in dem gleich nach dem Aufstehen „Kontakt mit Gott aufnahm“; verließ man das Haus, wurde der Schutzengel „als treuer Begleiter herzugebeten“ (14).

Schon als Kind eine Berufung spürend und unter Geistlichen wie Laien aufwachsend, „die ihren Glauben ernst nahmen“ (27), hatte er das Glück, einen vorbildlichen, sich ganz in der Sorge um das ewige Heil der Menschen aufreibenden Pfarrer kennenzulernen, der weder Freizeit noch Urlaub vom Priestertum kannte und welchem Krankenbesuche und Versehgänge immer allem vorgingen.

Ebenso erlebte er einen frommen Religionslehrer, der intellektuell auf der Höhe seiner Zeit war und sich in der Theologie gut auskannte, so dass dem Heranwachsenden die Wahrheit der Evangelien und des Glaubens „immer klar und einleuchtend“ (27) waren.

Den stud.theol. (Mainz, Freiburg und München), der Seelsorger in einer Pfarrgemeinde werden wollte, interessierte vor allem die Kirchengeschichte und die Dogmatik, welche er „immer schon“ als „heilsgeschichtliche Disziplin“ (50) betrachtete.

Er bewunderte den oberschlesischen Dogmatiker und Mariologen Leo Scheffczyk (Gf) (1920 bis 2005; Kardinal ab 2001) wegen seines klaren, systematischen Verstandes und seiner außerordentlichen dogmengeschichtlichen Kenntnis, mit der Scheffczyk auch die Gott-ist-tot-Theologie „systematisch zerlegt“ (55) hatte.

1977 wurde er unter Karl Lehmann (1936 – 2018) zum Dr. theol. promoviert, erhielt im selben Jahre die Weihe zum Diakon und 1978 in seiner Heimatpfarrei die Priesterweihe. Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge weiter wissenschaftlich arbeitend (Habilitation über die Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen ebenfalls bei Professor Lehmann in Freiburg) wurde er 1986 zum Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in München berufen.

Der überaus breit interessierte und publizierende Theologe lehrte auch als Gastprofessor spanischer, indischer, römischer und südamerikanischer Universitäten – bis er 2002 zum Bischof von Regensburg ernannt wurde.

REGENSBURG (Bild: E. Gründler)

Der neue Bischof ordnete das kirchliche Schulwesen mittels Gründung einer Schulstiftung, stärkte die katholische Jugendfürsorge, förderte das katholische Glaubensleben samt dessen Vollzug in Andachten und Prozessionen (an denen er selbst teilnahm), regte Volksmissionen an und ließ eine neue Domorgel anfertigen. Auch dadurch wollte er den Dom wieder „zum Herzen der Diözese machen“ (85).

Neben vielen überdiözesanen Aufgaben in Deutschland übernahm Bischof Müller ab 2007 zunehmend weltkirchliche Aufgaben, wurde Mitglied mehrerer römischer Kongregationen, 2012 zum Erzbischof ad personam erhoben und zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. 2013 bestätigte ihn Papst Franziskus in diesem Amt und erhob ihn 2014 zum Kardinaldiakon (Titelkirche Sant’Agnese in Agone an der Piazza Navona).

Zur Überraschung vieler, auch des Kardinals selbst, wurde die erste, Mitte 2017 auslaufende, Amtszeit des als „bewahrend“ geltenden Präfekten der Glaubenskongregation von Papst Franziskus ohne Angabe von Gründen nicht verlängert.

II Kirchengeschichtlicher Überblick und Katechese

Die sich in den 1968er-Zeiten aufbauende und verstärkende Kategorisierung in „konservativ“ oder „progressiv“ sieht Kardinal Müller als „Beleidigung des menschlichen Verstandes“, und als nicht weiterführende und irreführende „Begriffe der Politik“ (55), weil er die Diffamierung anderer als konservativ und die Selbsterhöhung als progressiv als ein sicheres Zeichen dafür sieht, „dass Theologie durch Ideologie ersetzt wurde“ (55).

Schon auf den ersten Buchseiten wird klar, wie wichtig dem Kardinal die Authentizität der Evangelien ist, als er betont, dass schon Kinder sehr wohl zwischen Märchen und biblischer Geschichte bzw. zwischen „utopischen Traumwelten“ und der in den Evangelien „geoffenbarten Wahrheit und Wirklichkeit im Blick auf die Transzendenz“ unterscheiden könnten (22).

Anders als bei Glorifizierungen in Pharaonengeschichten oder Aufzeichnungen über römische Kaiser zeige sich die Glaubwürdigkeit der Evangelien schon daran, dass die Schwächen der Jünger und die Verleugnung des Petrus nicht verschwiegen wurden (84).

Im weiteren Verlauf bietet der Kardinal, ausgehend von den Irrtümern der Reformation, einen Generalüberblick über wichtige Stationen der neueren Kirchen- und Dogmengeschichte.

Interessant geraten die Ausführungen über die „unaufgeklärte Aufklärung“ und die „Fehlsichtigkeiten“ Gläubiger wie Theologen, welche historische Abläufe durch die Brille des Marxismus beurteilen möchten (77) und teils unter einem „katholischen Minderwertigkeitskomplex“ leiden, und solche Bischöfe, die als „Lehrer der Wahrheit und Diener des Wortes“ (89) nicht immer den Mut zum Bekenntnis und zum Zeugnis vor der Welt hätten.

Immer wieder erweist sich die Lektüre des Buches als Fundgrube und Kurzdarstellung wichtiger Wahrheiten, etwa, wenn er (wie Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI.) die Diktatur des Relativismus als „System der affirmativen Negation der Affirmation“, als eine Diktatur der Vernunft kritisiert, die Ihren konstituierenden Akt im aktuellen Erkennen nicht akzeptiert und leugnet, dass es eine Wahrheit (überhaupt) gebe, „vor allem jene, die er als nicht existent behauptet“ (102 – 103) und deshalb die Tragik des Skeptizismus darin besteht, „dass er alles leugnet, was wirklich ist“ (103).

Maßstab seines Glaubenslebens ist Christus selbst, die „Wahrheit, die von Gott kommt“ und welche Jesus Christus selbst „mit seiner Person in seinem Weg bis zum Tode am Kreuz bezeugt hat“. Dabei gehe es gar nicht um ein „Haben“ („Besitzen“) oder ein „Nicht-Haben“ der Wahrheit, sondern „um das Sein“ (104) und einen Wahrheitsanspruch „für immer und ewig“, weil der Wahrheitsanspruch „mit dem Sein Gottes koexistent ist“ (105).

Die Kirche sei auf einem starken Fundament aufgebaut, nämlich Jesus Christus selbst, und „dieses Fundament heißt Wahrheit“ (109). Erste Aufgabe der Bischöfe sei es, „Zeugnis für die Wahrheit abzulegen“ (110).

Der Kardinal erweist sich als profunder Verteidiger des (Priester-)Zölibates, dessen (Versuch der) Abschaffung er als Verstoß wider die „Natur des Priestertums und eine Missachtung der gesamten katholischen Tradition“ (134) betrachtet, und er bekräftigt den hohen Wert des Zölibates auch im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal.

Alles ohne Angst vor einem „Anecken“ („Ein guter Bischof darf bei den falschen Leuten anecken und redet ihnen nicht nach dem Mund.“ (250)), und zwar auch mit einer klaren und an der überlieferten Lehre der Kirche und am Evangelium selbst orientierten Haltung zur Homosexualität).

Die Verteidigung des Zölibates (151) erfolgt nicht in theologisch fein ziselierter Weise, sondern im Duktus und auch mit der geballten Überzeugungskraft eines abgeklärten Gemeindepfarrers mit jahrzehntelanger Beichterfahrung. Klar und deutlich kritisiert Müller den Missbrauchsskandal, wehrt sich aber entschieden dagegen, ihn als wohlfeile Begründung für Forderungen nach Aufhebung des Zölibates, Einführung der Diakonen- und Priesterweihe für Frauen oder Lockerungen der Sexualmoral zu akzeptieren.

Ebenso klar fallen die Äußerungen für jene aus, die bei ihrer Standeswahl nicht das freiwillige Zölibatsversprechen, sondern das freiwillige Eheversprechen anstreben. Der Wille des Schöpfers selbst spreche gegen eine „Ehe für alle“ oder „Segnungen“ gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eheleuten muss die Offenheit für das Leben, das Gott den Eheleuten schenkt bzw. der Schutz dieses Lebens von der Zeugung bis zum irdischen Tode eine Selbstverständlichkeit sein.

Der Kardinal hebt auch die klare Haltung des dafür angefeindeten Papstes Benedikt XVI. zu diesen Fragen hervor, von der er sagt, dass Benedikt XVI. recht behalten habe. Überhaupt ist Kardinal Müller kein Freund des Leisetretens oder des Verschweigens bewiesener Tatsachen, z.B. des Genozids an den Armeniern.

III Bollwerk der Wahrheit und Wegweiser zur Unterscheidung der Geister

Es gibt fast keine Problemfrage der letzten Jahrzehnte in Kirche und Welt, auf welche in dem von Lohmann sensibel und empathisch geführten Gespräch nicht eingegangen würde und wo Seine Eminenz in klarer und schnörkelloser Sprache Stellung bezieht, wie z.B. zum sogenannten synodalen Weg des kirchlichen Establishments in Deutschland.

In dieser „synodalen Sackgasse“ (141) gehe es um eine „Umwandlung des Weihesakramentes in ein professionelles System von gut bezahlten Funktionären“ und die Verlagerung der politisch verstandenen „‘Macht‘ von den Bischöfen und Priestern auf eine Führungsriege von ‚Laien“ mit der Klausel, dass bei gleicher Qualifikation die Frauen bevorzugt würden“ (141); und: die als „leibfeindlich“ abqualifizierte gewollte Abschaffung der christlichen Moral, des Zölibates und auch der evangelischen Räte (der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit.

Der in seinen Antworten ganz und gar nicht „professoral“, sondern sprachlich auf der Höhe der Zeit und in moderner Weise, ja teilweise „flott“ argumentierende Kirchenfürst, der als „engagierter Teilnehmer“ zum Glauben kam, spricht immer wieder tiefe Wahrheiten aus und dies mit der größten Selbstverständlichkeit eines wirklich „Durchglaubenden“, wie es wohl Erzbischof Johannes Dyba (1929-2000) formuliert hätte.

In dem Gespräch erläutert der offenkundig felsenfest konzilstreue Kardinal, den niemand, auch er selbst nicht, als starrsinnig-konservativen „Traditionalisten“ einstufen würde, und welcher nicht die geringsten Berührungsängste zu protestantischen wie katholischen Theologen und Philosophen des XX. Jahrhunderts zu haben scheint, sine ira et studio auch Fehlentwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Kritisch spricht er über die „synodale Sackgasse“ (141) und lässt es aber auch nicht, wo es geboten erscheint, an „Lob für Franziskus“ (196-200) fehlen.

Das handliche gebundene Buch gehört nicht nur auf den Nachttisch zum Dienst in der Kirche berufener und geweihter Bischöfe, Priester und Ordensleute, sondern auf die Nachttische der Studenten und aller Katholiken als gut zu lesende, leicht verdauliche Auffrischung des Glaubens und zur Wiederfindung der Freude am Glauben.

Es weist nur einen Mangel auf, den man in einer zweiten Auflage beheben könnte: Gerade angesichts der Fülle der Themen aus Kirche und Welt, der Breite und Tiefe der Betrachtungen, bei denen es u.a. auch um die Schönheit des Glaubens und dessen Vollzug in der Liturgie und eine gelebte Ökumene geht, würde sich ein Stichwortverzeichnis empfehlen, damit Leser dieses Werk künftig als übersichtliches, mit zehn Kapiteln klar strukturiertes Brevier zur Glaubens- und Sittenlehre nutzen kann, aber auch zu aktuellen Fragen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein Instrument zur Unterscheidung der Geister finde.

Buch-Daten: Lohmann, Martin / Kardinal Müller, Gerhard: Wahrheit. Die DNA der Kirche. Ein Gespräch. Fe-Medienverlag (Kissleg), 2020, 344 Seiten, fest gebunden, 19,80 Euro,ISBN: 978-3863572778

Unser Gastautor Dr. Michael Thomas P. Sprenger-Menzel ist Hochschul-Dozent und Publizist; diese Besprechung wurde in einer gekürzter Form zuerst in der CV-Zeitschrift „Academia“ (Nr. 5/2021) veröffentlicht.

HIER geht es zur Bestellung beim Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/Wahrheit-Die-DNA-der-Kirche


Konservativer Kardinal Sarah zurückgetreten

Papst Franziskus hat am heutigen Samstag (20.2.) den Rücktritt des schwarzafrikanischen Kardinals Robert Sarah als Präfekt der Gottesdienstkongregation angenommen.

Sarah ist im Juni des Vorjahres 75 Jahre alt geworden; in diesem Alter bieten die Bischöfe und Leiter vatikanischer Dikasterien dem Papst obligatorisch ihren Rücktritt an. Dieser kann ihn annehmen oder ihre Dienstzeit verlängern.

Der Würdenträger aus Guinea hat eine Reihe theologischer konservativer Bücher im Fe-Verlag veröffentlicht, darunter die Werke „Gott oder nichts“, „Die Macht der Stille“, „Herr, bleibe bei uns“ und „Aus der Tiefe des Herzens“.

Der Kurdienkardinal hat sich während seiner Amtszeit immer wieder mit klaren Aussagen zu Wort gemeldet und eine wachsende Verweltlichung und Liberalisierung in der Kirche beklagt.

Auch im Bereich des Gottesdienstes setzte er sich für die Ehrfurcht vor dem Heiligen, die Würde der Liturgie und die Einhaltung der kirchlichen Bestimmungen ein.

Außerdem ermahnte er die Gläubigen zum Festhalten an der biblisch-kirchlichen Lehre zu Streitthemen wie Abtreibung, Unauflöslichkeit der Ehe und Segnung homosexueller Partnerschaften. Auch zum Islam hat er sich mehrfach sehr kritisch zu Wort gemeldet.

In der Coronakrise erklärte er dem Klerus, daß Schwerkranken und Sterbenden die Sakramente und der priesterliche Beistand nicht vorenthalten werden dürften.

Bereits beim letzten Konklave war der Würdenträger aus Afrika als möglicher Papst-Kandidat im Gespräch.


Neues Selbstbewußtsein für die „Mütter heute“

Von Christa Meves

Der Fe-Medienverlag hat meine Broschüre „Mütter heute“ mit dem Untertitel: „entwertet, beraubt, vergessen“ in der vierten Auflage weiter in die Öffentlichkeit rollen lassen.

Zwar enthält dieses Büchlein für wackere Mütter auch Trost, Hoffnung und viel Anerkennung ihres opferreichen Lebens; aber sein Ziel besteht darin, mit Trauer über die gefährliche Ausrichtung unseres Zeitgeistes durch die Abwertung der Mutterschaft ihren höchsten Wert aller Werte noch einmal herauszuheben, zumal diese Fehleinschätzung, die bei uns seit 50 Jahren im Schwange ist, schon jetzt schwere negative Folgen zeitigt und täglich mehr davon produziert.

Das muss doch wenigstens ins Bewusstsein der Bevölkerung – vorab in die Hirne der jungen Frauen-Generation; denn es sind Frauen, die durch diese einseitige Fehlausrichtung in ihrem Leben die größten Einbußen an Glück und Lebenserfüllung und dazu einen Mangel an innerer Sinnerfüllung durchzustehen haben, besonders ab der Lebensmitte, nachdem die Kinder herangewachsen sind.

Das zeigt sich schon heute – und zwar nicht nur bei den Frauen allein, die wegen ihrer ansehnlichen Erwerbstätigkeit auf eine Familienbildung verzichtet haben, sondern auch  geradezu als eine Tragödie in den Familien, die den Sirenenklängen des Zeitgeistes folgten und die Kinder vom Babyalter ab in fremde Hände gaben; denn diese Kinder lassen häufig eine Bindung an die Familie und damit auch eine dankbare Haltung ihren Müttern gegenüber vermissen.

Stattdessen sind die Sprösslinge ohne Heimatgefühle für die Familie abgedriftet – und auf die Idee, sich um die alten, womöglich gar hinfällig werdenden Eltern zu kümmern, kommen sie gar nicht erst. Was ist das für eine Tragödie!

Dieser nun immer häufiger vorkommenden Situation gibt die kleine Schrift deswegen auch Raum. Aber im Grunde ist diese traurige Bilanz nicht als ein (mir nicht zustehender) Vorwurf an diese Personengruppe gedacht, sondern sie ist pointiert vor allem an den Mainstream in den Medien und an die Verantwortlichen in Institutionen gerichtet, und zwar an solche, die durch ihre Mächtigkeit sehr bewusst die Weichen in die einseitige Richtung einer unzureichenden Wertschätzung der mütterlichen Familienarbeit, ja, in Richtung der direkten Abwertung der Mütter haben stellen können.

Zur Zeit sind die Weichen so festgezurrt, dass für manche junge Eltern überhaupt keine Entscheidungsmöglichkeit mehr darüber besteht, zunächst länger als im ersten Lebensjahr bei ihrem Kind zu bleiben; sie müssen Geld verdienen, damit die Familie existieren kann.

Doch die Fremdbetreuung im Baby- und Kleinkindalter verursacht fast immer Verhaltensstörungen, mag die Krippe noch so gut sein. Die negativen Auswirkungen durch Ungebundenheit der Kinder brauchen nicht einmal mehr als alleiniges Argument warnender Fachleute zu gelten.

Heute haben wir durch die Hirn- und Hormonforschung einen zuverlässigen Zuwachs an Wissen über die Entfaltungsbedingungen des Menschen bekommen. Deshalb darf die gesunde Gedeihlichkeit der Familie in keinem Staatswesen vernachlässigt werden. Und eine negative Einstellung zur Frau als Mutter darf deshalb auch nicht von einer schweigenden Mehrheit gutgeheißen werden.

Diese Einsicht bedarf des Wissens, dass man mit Kindern nicht umgehen kann wie mit Figuren auf einem Schachbrett, sie bedürfen der selbstlosen Liebe der Mütter mit starken Vätern an ihrer Seite. Doch dieses instinktive Wissen um warmherzige Liebe für ihre Kinder ist bei gesunden Frauen ohnehin schon von Natur vorhanden.

Wir brauchen nur unseren natürlichen Impulsen nachzugehen, dann verhalten wir uns auch, wie sich das unser Schöpfer gedacht hat, als er die Menschen schuf, und mit seinem Segen belohnt, wenn das von wissenden, verantwortungsbewussten Gesellschaften verwirklicht wird.

Die unzureichende, ja gefährlich falsche Mainstream-Einstellung hierzulande hat mich im 96. Lebensjahr noch einmal dazu gebracht, nach meinen jahrzehntelangen Warnungen allen noch einmal die Wahrheit zuzurufen:

Wer die Mütter entwertet, beraubt und vergisst, zerstört das Gedeihen der gesamten Gesellschaft!

Von allen sollten die Mütter geachtet und dankbar respektiert werden, denn ohne ihre Anerkennung geht es nicht! Nur so können sie in fröhlicher Opferbereitschaft gelebte Liebe und Wärme ausstrahlen. Ohne Mütter lässt sich nicht leben, ohne ihre Unermüdlichkeit gibt es keine Zukunft!

Buch-Daten: Meves, Christa: Mütter heute. Christiana-Verlag im Fe-Medienverlag, Kisslegg Immenried, 4. Aufl., 2020 (2 Euro).

WEITERE BÜCHER von Christa Meves im Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/Buecher/ausgewaehlte-Autoren/Christa-Meves


Fulda: Gedenkmesse für Erzbischof Johannes Dyba, der vor 20 Jahren plötzlich verstarb

Am kommenden Donnerstag, dem 23. Juli, findet im Hohen Dom zu Fulda das Jahresgedächtnis für Erzbischof Dr. Johannes Dyba (siehe Foto) statt, der im Heiligen Jahr 2000 völlig unerwartet verstorben ist.

Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber wird um 9 Uhr ein Pontifikalamt feiern.

Alle Gläubigen sind zu dieser Gedenkmesse am 20. Todestag des Erzbischofs herzlich eingeladen, wie die Pressetelle des Bistums Fulda mitteilt.

Kürzlich ist im Fe-Verlag ein neues Buch über Erzbischof Dyba erschienen, das unser Autor, der aus Schlesien stammende Pfarrer und Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann verfaßte.

Das informative Taschenbuch trägt den Titel Erzbischof Johannes Dybas geistige Silhouette und kostet nur 4,95 Euro.

Näheres dazu hier: https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/fe-medien/Products/50064

Diese informative Publikation, die zum 20. Todestag des glaubensstarken Fuldaer Bischofs erschien, ist eine passende Ergänzung zu unserem eigenen Gedenkbuch über Dyba unter dem Titel „Der Löwe von Fulda“, in dem 33 Autoren (darunter drei Bischöfe) diesen mutigen Oberhirten würdigen. Dieser eindrucksvolle Sammelband kostet 14,80 Euro.

Beide Bücher können bei uns oder im Fe-Verlag bestellt werden.

 


Neues „umstrittenes“ Buch von Kardinal Sarah: Aus der Tiefe des Herzens

Robert Kardinal Sarah:
Aus der Tiefe des Herzens
Priestertum, Zölibat und die Krise der katholischen Kirche

Dieses Buch von Kardinal Robert Sarah ist kirchenpolitisch hoch brisant und bedeutsam.

Derzeit ist eine heiße Debatte darüber in den Medien entbrannt, weil auch Papst Benedikt einen unterstützenden Beitrag für das Werk verfaßt hat.

Die Reform-Debatten, die in den letzten Jahren immer vehementer geführt  werden, haben den afrikanischen Kardinal  – er ist Präfekt der römischen Gottesdienstkongregation  – mehrfach dazu bewegt, sich zu Wort zu melden.

Mit diesem neuen Buch wirft Sarah seinen wohl wichtigsten Beitrag zur aktuellen Debatte in den Ring. Er verteidigt das katholische Priestertum und den Zölibat einleuchtend und mit großer Kraft, ohne Angst vor der öffentlichen Debatte.

Papst em. Benedikt XVI, der sich seit seinem Amtsverzicht im Februar 2013 mit öffentlichen Äußerungen eher zurückhält, beschloss ausnahmsweise auf Wunsch von Kardinal Sarah, einen theologischen Beitrag über das vielleicht wichtigste Thema der Kirche zu schreiben: das Priestertum.

Obwohl inzwischen 92 Jahre alt, ist der Artikel Benedikts – wie von ihm gewohnt – von hoher intellektueller, kultureller und theologischer Dichte.

Dieser Titel erscheint am 21. Februar 2020 im Fe- Verlag und kann dort bereits jetzt vorbestellt werden: https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/fe-medien/Products/00600 


Die Kardinäle Sarah und Müller kommen am 21. November in die Abtei Weltenburg

Der Fe-Medienverlag lädt ein zur Buchvorstellung mit den Kardinälen Robert Sarah und Gerhard Müller ins Weltenburger Kloster St. Georg im Bistum Regensburg.

Am Donnerstag, dem 21. November 2019, gibt es um 18 Uhr ein Pontifikalamt mit Kardinal Müller in der  – idyllisch an der Donau gelegenen  –  Abteikirche.
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Um 19.30 Uhr wird Kardinal Müller (siehe Foto) gemeinsam mit Kardinal Sarah dessen neues Werk vorstellen  – es ist bereits der dritte Gesprächsband –  und im Gartensaal des Klosters eine Laudatio halten.
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Es geht um die Neuerscheinung: „Herr, bleibe bei uns. Denn es will Abend werden“ (Fe-Verlag, Kißlegg).
Im Anschluss daran stellt sich Kardinal Sarah den Fragen der Journalisten und er wird Bücher signieren.

Zu dieser Buchpräsentation ist jedermann herzlich eingeladen. Nützen Sie die Gelegenheit, diese beiden profilierten Würdenträger der katholischen Weltkirche direkt zu erleben und mehr über ihre theologische und persönliche Sicht auf Glaube und Kirche zu erfahren.

Das Kloster Weltenburg liegt am Eingang des Donaubruchs etwa 30 km von Regensburg entfernt (Kloster Weltenburg, Asamstr. 32 in 93309 Kelheim).

Weitere Infos zum Gesprächsband von Kardinal Sarah mit Nicolas Diat: Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden:

Unsere Welt befindet sich am Rande des Abgrunds: Glaubenskrise, Untergang des Abendlandes, moralischer Relativismus und entfesselter Kapitalismus. Im Bewusstsein der Tragweite der aktuellen Krise zeigt Kardinal Robert Sarah auf, dass es möglich ist, einer höllischen Welt ohne Hoffnung zu entrinnen.

Im Gespräch mit Nicolas Diat widmet er sich den Krisen unserer heutigen Zeit und lehrt uns, dass der Mensch auf seinem Lebensweg eine Erhebung der Seele erfahren muss, um besser aus dieser Welt zu scheiden, als er sie betreten hat.

Hierzu erklärt der afrikanische Kurienkardinal Sarah:

„Dem Untergang des Abendlands liegt eine kulturelle Krise und eine Identitätskrise zugrunde. Der Westen hat vergessen, wer er ist, weil er nicht mehr weiß, wer ihn so geformt und begründet hat, wie er war und wie er ist.

Diese Selbstvergessenheit führt zweifellos zu einer Dekadenz, welche neuen, barbarischen Zivilisationen die Türen öffnet.“ 

HIER zur Buchbestellung beim Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/herr-bleibe-bei-uns


Warnung und Hoffnung der Endzeit

Buchbesprechung von Christa Meves

Heute möchte ich Sie auf die Neuerscheinung eines Buches aufmerksam machen, das für alle, die sich für überpersönliche Analysen interessieren, eine erfreuliche, leicht lesbare Lektüre ist – eine Information, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt.

Es handelt sich um das Buch von Michael O‘ Brien „Die Apokalypse“; es erschien im FE-Verlag Kisslegg mit dem Untertitel: „Warnung, Hoffnung und Trost“. 10 €. – Bestellbar bei: FE-Medienverlag, Hauptstraße 22 in 88353 Kißlegg, https://www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=71217 –  E-Mail: bestellung@fe-medien.de

Es geht dabei keineswegs noch einmal um eine direkte Ausdeutung der Texte von den Offenbarungen des Johannes, wie sie z. Z. in Fülle auf dem Markt sind. Eine Kenntnis der Apokalypse über die Zukunft des Christentums wird hier vielmehr vorausgesetzt.

Unverblümt steigt der Autor mit der Frage unter dem Titel: „Leben wir in apokalyptischen Zeiten?“ mit Fakten ein, die das bejahen. Abgesichert durch reichhaltige Bibelzitate aus dem Neuen Testament beweist O‘ Brien, dass er die Nähe eines „Endes der Endzeit“(G. Kuby) für unsere eigentliche Wirklichkeit hält.

Er zeigt aber auch gleichzeitig, dass diese „geheimnisvolle multidimensionale Vision“ des Jüngers Johannes grundsätzlich und für alle Zeiten eine Mahnung und Warnung des Herrn an jede Generation ist. Jeder Einzelne möge einen Geist der Wachsamkeit leben und die Augen seines Herzens und seines Geistes für das Wesen dieser Wirklichkeit öffnen.

Diese Wirklichkeit besteht aber für O‘ Brien ganz besonders in der Zeit jetzt; denn in der Moderne – vor allem des Westens – geht es vor allem um einen diabolischen Kampf des Widersachers Gottes gegen die, die dem Herrn die Treue hielten, und damit vor allem auch um einen Ansturm gegen die Kirche. 

Der Autor legt den Finger in die Wunde: „Wie viele Menschen glauben heute, dass der Triumph des Guten über das Böse in der Welt durch soziale Revolution oder durch soziale Evolution erreicht wird? Wie viele glauben, dass der Mensch sich selbst retten könne, wenn nur genügend Wissen und Energie aufgebracht werden? Ich bin der Meinung, dass diese intrinsische Perversität nun die gesamte westliche Welt beherrscht.“

BILD: Unsere Rezensentin Christa Meves ist seit Jahrzehnten als Bestseller-Autorin bekannt

Besonders konzentriert sich O‘ Brien dabei auf das Kapitel 12, 10-12 und auf das Kapitel 13 der Offenbarung, in denen zum Ausdruck gebracht wird, dass der auf die Erde geschleuderte Drache hier nun in Gestalt von zwei Tieren erscheint. Durch den Antichristen, von mächtigen dienstbaren Geistern des Bösen unterstützt, wird nun jeder einzelne Mensch noch einmal auf Glaubenstreue geprüft.

„Das Tier, das jetzt überall sein Unwesen treibt, verschlingt (vorab) die Unschuldigen und Schwachen, die sich nicht wehren können. Am offensichtlichsten ist der staatlich legitimierte und finanzierte Massenmord von ungeborenen Kindern. Inzwischen verbreitet sich Euthanasie immer mehr… Es wird sich weiter ausbreiten, weil das Denken verschwommen geworden ist…“

Bei der Begründung seiner Vorstellung bedient sich der Autor höchst gewichtiger Vordenker, des Philosophen Josef Pieper, verschiedener Päpste der Jetztzeit und vor allem Josef Ratzingers noch während dessen Kardinalszeit. Dabei bleibt O‘ Brien aber keineswegs bei den mahnenden Stimmen und Zeichen stehen. Durch alle Ausdeutung der Zeitzeichen schimmert als entscheidendes Grundthema der Sieg Christi hindurch:

„Wir sind nicht allein, wir sind nicht der Bosheit dunkler Mächte und dem bösen Treiben ihrer menschlichen Handlungen ausgeliefert. Jesus Christus ist der Herr der Geschichte, an ihm müssen wir festhalten auf einem Weg durch ein dunkles Zeitalter.“

Eine ganz besondere Note erhält dieses Buch durch das Vorwort und die Übersetzung der Soziologin Gabriele Kuby (siehe Foto), die mit ihrem Buch „Die globale sexuelle Revolution“ nun schon 2012 die allgemeine Verwirrung heute als die Strategie eines weltweiten Bemächtigungsversuches des Bösen darlegte – wie nun O‘ Brien in gleicher Weise.

Der Akzent dieses kanadischen “Propheten“ liegt allerdings in all seinen Ausführungen – wie auch bereits in seinem Bestsellerroman „Father Elijah“ – auf der Aufforderung zu einer Bemühung um ein „hörendes Herz“.

Dem folgt Gabriele Kubys Einführung. Sie berichtet sehr persönlich über eine Begegnung mit dem Autor in Kanada wie auch über eine Privataudienz bei Papst Benedikt em als Anlass zu dem Entschluss, auch O‘ Briens neues, so erhellendes Werk zu übersetzen.

In all seiner Kürze und leichten Lesbarkeit ist dieses Buch ein notwendiger Zuruf zu einem Status des nüchternen Bewusstseins über unsere abgründige Situation – ohne Resignation, indem gleichzeitig zuversichtlich der nahe Sieg des allmächtigen Gottes dem Werk einen positiven Klang verleiht. Der Aufruf zu bewusster Umkehr schlägt bei diesem betont christlichen Autor unüberhörbar durch.


Wir trauern um Dr. Angelika Pokropp-Hippen

Von Felizitas Küble

Am Dienstag, dem 26. März 2019, verstarb nach langem Krebsleiden eine katholische Christin aus Münster-Amelsbüren, die weit über das Münsterland hinaus bekannt war, besonders als engagierte und kompetente Lebensrechtlerin und Buchautorin.

Durch den gemeinsamen Einsatz gegen Abtreibung haben wir die 1954 geborene Allgemeinärztin – auch ihr Mann ist als Mediziner tätig – bereits vor Jahrzehnten persönlich kennengelernt.

In Münster führte die Mutter von drei Kindern ab November 1997 für Samstag-Mittag ein regelmäßiges ökumenisches „Beten für das Leben“ in der Lamberti-Kirche ein. Danach folgten monatliche abendliche Votivmessen für die ungeborenen Kinder in der Aegidii-Kirche.

Jährlich führte sie zudem am 28. Dezember – dem Tag der Unschuldigen Kinder von Bethlehem – im St-Paulus-Dom eine Kreuzwegandacht durch, wobei die Gläubigen betend und betrachtend an den inneren Kapellen der Bischofskathedrale vorbeischritten.

Die Publizistin und Vortragsreisende veranstaltete jährlich marianische Tagungen in Freckenhorst mit namhaften Referenten – hier z. B. das Programm von 2014: http://nahe-dem-herzen.de/freckenhorster-marientagungen/programm-freckenhorster-marientagung-2014.html

Sie selbst war eine tiefgläubige Marienverehrerin und fühlte sich zudem sehr mit der seliggesprochenen Ordensfrau Euthymia aus Münster verbunden, zu derem Gedenken sie eine Gebetsbroschüre verfaßte. Zudem war sie zeitweise Schriftführerin des bundesweiten „Fatima-Weltapostolats“.

Unser Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, hat im vorigen Jahrzehnt in mehreren tausend Exemplaren den von ihr verfaßten „Kreuzweg für Ungeborene“ verschickt und verbreitet, der im Fe-Verlag erschien.

In diesem katholischen Medienzentrum aus Kisslegg wurden weitere Bücher von der einsatzfrohen Medizinerin und Psychotherapeutin veröffentlicht, darunter der Titel „Wege zum Schattenkind“, der sich mit den Hintergründen und Folgeschäden von Abtreibungen befaßt, aber auch mit seelischer Heilung und christlicher Hilfestellung: siehe HIER

Die engagierte Katholikin, die über 25 Jahre lang ärztlich und psychotherapeutisch aktiv war, hat an mehreren Filmen mitgewirkt, so etwa in der Dokumentation „Maria und ihre Kinder“ sowie im Film „Tabu Abtreibung“, der auf ARTE ausgestrahlt wurde und den sie fachlich begleitet hat – hierzu unser damaliger Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2015/03/17/heute-17-3-auf-arte-informativer-film-uber-das-tabu-abtreibung/

Dr. Angelika Pokropp-Hippen hat sich zudem –  sowohl beruflich wie ehrenamtlich –  um PAS-geschädigte Frauen gekümmert, also um Betroffene, die an den seelischen bzw. psychosomatischen Auswirkungen einer Abtreibung leiden, wobei sie hierbei sicherlich auch ihre Kenntnisse als Traumatherapeutin einsetzen konnte. (PAS = Post-Abortion-Syndrom = Folge-Erkrankungen von Abtreibung)

Noch im vorigen Monat veröffentlichte das evangelische Nachrichtenmagazin IDEA eine Stellungnahme von ihr, in welcher die Ärztin sich zugunsten der von Gesundheitsminister Spahn geplanten Studie über Psycho-Folgen der Abtreibung aussprach: https://www.idea.de/politik/detail/psychotherapeutin-kritik-an-spahn-studie-ist-unberechtigt-108193.html

Frau Dr. Pokropp-Hippen gehörte zum Vorstand der „Ärzte für das Leben“, der von dem Bioethik-Experten Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster geleitet wird. Auf der Jahrestagung der Mediziner-Vereinigung im Mai 2017 in Fulda hielt sie einen Vortrag über „Auseinandersetzung mit den Folgen der Abtreibung für betroffene Frauen und ihre Angehörigen“.

Hier einer ihrer Vorträge zu dieser Thematik, den die „Aktion Leben“ aus Abtsteinach online dokumentiert: siehe HIER

Außerdem wurde die Expertin vom Bistum Münster über ihre PAS-bezogene Tätigkeit interviewt:https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/interview_pokropp_hippen/

Die Verstorbene, die jahrzehntelang in der „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA) aktiv war, gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Lebensrechtsbewegung.

Zugleich beschränkte sie ihr ehrenamtliches Engagement nicht auf die Lebensrechtsthematik; sie hielt z.B. Vorträge über den Münsteraner Bekennerbischof Clemens August Graf von Galen undüber die judenchristliche Philosophin Edith Stein. Zudem war sie im Hiltruper Bernhard-Poether-Arbeitskreis tätig, der sich für die Seligsprechung dieses Märtyrers aus der NS-Zeit einsetzt: hierzu erschien ein Zeitungsbericht in den WN.

Wir bleiben mit Dr. Angelika Pokropp-Hippen im Gedenken und im Gebet verbunden – möge sie durch Christus in die ewige Herrlichkeit eingehen!

Die Beisetzung der Verstorbenen beginnt am Montag, dem 1. April 2019 um 14.30 Uhr in der Sebastian-Kirche in 48163 Münster-Amelsbüren mit einem Requiem, anschließend folgt die Beerdigung auf dem dortigen Friedhof.

Porträt-Foto: http://www.dr-hippen.de/

 


Gutes VORBILD: So freundlich geht ein amerikanischer Bischof mit Gläubigen um

Von Felizitas Küble

Seit Jahren veröffentlichen wir im CHRISTLICHEN FORUM fundierte Artikel der deutsch-amerikanischen Ärztin und Publizistin Dr. med. Edith Breburda.

Die versierte Bio-Ethikerin befaßt sich mit einem breiten Spektrum medizinischer Aspekte sowie aktueller Fragen zu Gentechnik, Umweltschutz, Lebensrecht sowie zu kirchlichen Themen. Dazu sind in den letzten Jahren mehrere ebenso aktuelle wie kompetente Sachbücher von ihr erschienen.

Unsere Gastautorin hat aber zugleich einige Kinder- und Jugend-Bücher geschrieben, darunter ein fromm-fröhliches über den Wallfahrts-Kater FELIX. Das Buch erschien zuerst auf deutsch, sodann unlängst auch in den USA, wobei es dort auf Anhieb den 3. Platz im renommierten Buchwettbewerb Book Awards erhielt (bezogen auf Kinder- und Jugend-Literatur), den die CPA (Catholic Press Association USA und Kanada) veranstaltet.

Die deutsche Ausgabe der originellen, humorvollen und „herzigen“ Publikation ist beim Fe-Verlag in Kisslegg (siehe hier: https://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) oder auch bei uns erhältlich.

Als nun Dr. Breburda ihr Buch an Bischof Morlino (Bistum Madison) schickte, erhielt sie einen ausgesprochen wohlwollenden und wertschätzenden Antwortbrief (datiert vom 27.2.2o18), den wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten möchten (siehe verkleinerte Abbildung).

Hier unsere Übersetzung dieses Schreibens ins Deutsche:

Liebe Edith,
meine Fastenzeitgrüße an Sie. Danke für das Geschenk Ihres letzten Buches über die Abenteuer von Felix. Ich bin nicht überrascht zu sehen, dass Sie damit beschäftigt sind, Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu inspirieren.
Lassen Sie uns weiterhin füreinander beten  –  Sie für meinen Dienst und ich für Ihre akademische Arbeit, aber wir beide für einen tieferen Glauben, Hoffnung und Liebe.

Mit freundlichen Grüßen in Christus
Robert C. Morlino
Bischof von Madi
son

Aus meiner über vierzig-jährigen Erfahrung in puncto Briefwechseleien mit deutschen Bischöfen kann ich sagen, daß eine solch freundliche, gleichsam schulterklopfende Reaktion hierzulande reichlich aus dem Rahmen fallen würde – leider!

Haben US-amerikanische Bischöfe vielleicht einen unkomplizierteren, direkteren Draht zu ihren „Schäflein“? Oder einfach Ihren „Knigge“ (klassisches Benimm-Buch) besser gelesen? Oder ist der Oberhirte Morlino (siehe Foto) auch dort ein positiver Sonderfall?

Wir wissen es nicht, wollen sein Verhalten aber hiermit würdigen!

 

 


Das 121. Buch von Christa Meves ist jetzt in ihrem 93. Lebensjahr erschienen

Buchhinweis von Christa Meves

Aus meiner eigenen Werkstatt habe ich heute etwas Neues zu berichten: Ich habe nämlich in meinem nun bald vollendeten 93. Lebensjahr noch zu meinen 120 Büchern eine weitere kleine Schrift hinzugefügt.

Diejenigen von Ihnen, die damals schon dabei waren, als ich vor 50 Jahren damit begann, öffentlich einem gefährlichen Trend entgegenzuwirken, wird das nicht wundern: Die Zerstörung der Familie aufzuhalten, war mir wichtig; denn die den Kindern angemessenen natürlichen Bedingungen wurden in der Erziehung immer mehr vernachlässigt.

Viele verantwortungsbewusste Bürger erlebten das genauso. Sie verstanden meine Warnungen und begannen, in ihrer Erziehung angemessen zu handeln. Aber im Hauptstrom hat sich bis heute die Richtung nicht geändert – im Gegenteil; sie hat sich zu den verheerendsten, unnatürlichsten Maßnahmen ausgeweitet.

Inzwischen also sind meine Prognosen im Hinblick auf die maßgeblichen schädlichen Trends eingetreten. Ist jetzt wirklich alles verloren? Sollen die meisten Kinder viel zu früh in kollektive Einrichtungen abgeschoben werden und sich so unkonzentrierte Unruhe und miese Stimmung einhandeln? Müssen sich die Mädchen durch Jugendsex Frauenkrankheiten und damit oft Gebärunfähigkeit einhandeln? Müssen die Schüler sich weiter im Schulunterricht durch Lehrer (!) erzählen lassen, dass sie ihr eigenes Geschlecht umwandeln und damit dann glücklich leben können?

Im Laufe der letzten Jahre bin ich aber – trotz dieser falschen Allgemeinrichtung – keineswegs hoffnungslos geworden. Ausgezeichnete Hilfen sprossen neu von einzelnen verantwortungsbewussten Menschen aus dem Boden – Einrichtungen, bei denen sogar der christliche Glaube nicht ausgeschlossen wurde. 

In meiner Anthropologie kam mir die von Papst Benedikt im deutschen Parlament angemahnte „Ökologie des Menschen“ bei meinem biologischen Ansatz und ein weiteres Himmelsgeschenk zur Hilfe: vor allem die hieb- und stichfesten Ergebnisse der Hirn- und Hormonforschung.

Diese Wissenschaften zeigen auf, dass ihre Erkenntnisse die praktischen Erfahrungen in der Kinderpsychologie bestätigen, und sie weisen damit auf eine beglückende Wahrheit hin: Es ist nämlich der Schöpfer selbst, der Kreator jedes einzelnen Menschen von der befruchteten Eizelle an, der mithilfe einer eindeutigen Entfaltungsweise jedem Exemplar seiner Krone der Schöpfung einen Plan unterlegt.

Mit jedem Einzelnen seiner Menschenkinder hat ER ein Ziel. ER hat sich aber darauf festgelegt, diese Lebewesen – anders als alle anderen Geschöpfe – mit einem weiten Spielraum der eigenen Entscheidungen auszustatten, mit der Fähigkeit, zu denken! Durch die neue Forschung lässt sich also die Entfaltungsgeschichte des einzelnen Menschen als Gottes Wahrheit eben geradezu beweisen.

Aber bei der Erziehung der Kinder ist das durch den Unverstand der Moderne nun schlimmerweise immer seltener möglich, zumal den Menschen über die Medien oft einhellig Falsches eingeblasen wird.

Ich fand also heraus, dass bei all den Reifungsprozessen des Menschen der HERR im Spiel ist. Den Erziehenden, besonders den im nahen Umfeld, werden bei deren gründlicher Beobachtung instinktiv Anregungen für natürliches Verhalten den Kindern gegenüber möglich. Die natürliche Liebesfähigkeit im Kind kann sich so eher entfalten.

Mir wurde klar, dass ich das noch aufschreiben muss. Dass ER das von mir, der Uralten, jetzt noch erwartet, obgleich ich durch eine Sehbehinderung seit 5 Jahren lese-unfähig geworden war.

Ich hatte mich also ans Diktieren zu machen. Eine schmale Schrift von 88 Seiten – erstellt vom gütigen Leiter des FE-Medien-Verlags (der den Christiana-Verlag übernommen hat) – entstand unter dem Titel: „Von der Natur zum Geist“ mit dem Untertitel: „Der Mensch im Schöpfunsplan“. Für 4,95 € lässt sich das Büchlein im Buchhandel erwerben – oder direkt hier: http://www.fe-medien.de/von-der-natur-zum-geist

Die Ausführungen dort wollen nicht bestsellern, sondern dokumentieren und vor allem dem Glauben direkt dienen, statt ihn, schamhaft und vom allgemeinen Unglauben des Zeitgeistes gebeugt, um x-Ecken herum nur zart anzudeuten.

Die Schrift möchte erkennbar machen, dass ein erfülltes Menschenleben ohne einen Verbund mit des Schöpfers Willen kaum gelingen kann. Das Büchlein will damit die Getreuen unserer 50-jährigen Arbeit in der „Verantwortung für die Familie“ stärken, bei der Wahrheit zu bleiben. Es will zu hoffnungsvoller Tapferkeit anregen.

Im zweiten Abschnitt wage ich es deshalb auch in zwei Bereichen, den Eckpfeilern der Heiligen Schrift, der Genesis und der Offenbarung des Johannes, nachzulauschen; denn in diesen beiden Bereichen ist die wörtliche Wahrheit vornehmlich in Symbolen ausgedrückt, und dadurch lässt sich durch Übersetzungen in die Alltagssprache der Wille Gottes direkter vermitteln – dies zwar nur unzureichend wie durch ein Schlüsselloch.

Aber nun das  Schönste dieser persönlichen Mail: Gerade als die Schrift fertig war und auf dem Cover Christus als „Bamberger Reiter“, als Sieger der Apokalypse auf dem weißen Pferd (Offb 6) erschien, schenkte mir ein genialer Operateur in Kiel meine Lese – und meine Schreibfertigkeiten zurück. DEO GRATIAS!