Einen „Sonntag des Judentums“ oder das FEST der ZEHN GEBOTE einführen?

Von Felizitas Küble

Der katholische Dechant Ferenc Simon ist Beauftragter für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Bistum Wien. Der Geistliche wünsche sich von der Kirche nicht nur einen „Tag des Judentums“, sondern einen „Sonntag des Judentums“: 

Durch einen eigenen Sonntag solle die Verbindung des Christentums mit dem Judentum stärker hervorgehoben werden, sagte Pfr. Simon einer kirchlichen Zeitung mit dem passenden Titel „Der Sonntag“.

Er verwies darauf, dass die evangelische Kirche seit Jahrzehnten jährlich einen ‚Israel-Sonntag‘ begeht. Der Weltkirchenrat hat zudem im Jahre 2000 den 17. Januar als „Tag des Judentums“ eingeführt. (Die katholische Kirche ist aber kein Mitglied in diesem sog. Ökumenischen Rat der Kirchen.)

Unser Vorschlag lautet schon seit vielen Jahren:

Die katholische Kirche möge ein Fest der Zehn Gebote einführen, also nicht nur einen Gedenksonntag, sondern ein richtiges Hochfest wie Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Empfängnis Mariens, Darstellung des HERRN (Dreikönig) usw.

Eine solche Feier der Zehn Gebote würde ebenfalls das starke theologische und moralische Band hervorheben, das uns mit dem Judentum  – dem Alten Testament  – verbindet, einmal abgesehen davon, daß in unserer heutigen Zeit ein solches Fest besonders dringlich erscheint, denn die göttlichen Gebote spielen selbst in manchen kirchlichen Kreisen kaum noch eine Rolle, teils nicht einmal theologisch, geschweige lebenspraktisch.

Ein solches FEST würde zudem verdeutlichen, daß die Gebote Gottes keine „Last“ sind, unter der wir gleichsam stöhnen und ächzen, sondern ein großartiges Geschenk und eine zeitlose Wegweisung von oben, über die wir uns recht von Herzen freuen!

Deshalb sammeln wir für diese Idee seit zwei Jahren hunderte Unterschriften mit einer Bittschrift an den Papst: JA zu einem Fest der Zehn Gebote!


Theologin Hoffmann auf der MEHR-2020: Denkfaulheit contra Glaubenszweifel?

Von Felizitas Küble

Heute geht die charismatisch-öumenische MEHR-2020 in Augsburg zu Ende. Erstmals wurden in die emotional geprägte Konferenz auch speziell theologische Impulsreferate eingebaut, um dem Vorwurf entgegenzuwirken, die Veranstaltung setze nur auf rauschhafte Gefühle und Schwärmerei.

Das bischöflich-katholische Internetportal „Katholisch.de“ berichtet aktuell über diesen Versuch des Gebetshauses Augsburg, das intellektuelle Profil der Konferenz zu stärken: https://www.katholisch.de/artikel/24106-theologin-auf-mehr-konferenz-zweifel-ist-fuer-glaeubige-wichtig

In dem erwähnten Artikel heißt es:

„Zweifel ist nach Ansicht der Theologin Veronika Hoffmann kein Zeichen eines schwachen Glaubens. „Wenn man Anbetung und Zweifeln gegenüberstellt, ist das nicht fromm, sondern denkfaul“…Die Dogmatik-Professorin äußerte sich beim Forum „Mehr Theologie“ auf der ökumenischen Christenkonferenz „Mehr“….Hoffmann erklärte weiter: „Ist Zweifeln gefährlich? Ja – für die eigene Bequemlichkeit, Naivität und heimliche Arroganz“ in Bezug auf das vermeintliche Wissen über Gott.“

 
Die hier dargestellte Position der Theologin ist etwas durchwachsen, weil sie zwischen Zweifeln und Glaubensschwierigkeiten nicht unterscheidet:
Wenn ein Christ nicht an den Glaubenslehren zweifeln  w i l l , sondern einfach bestimmte Inhalte rational nicht versteht, dann ist das nur eine Glaubensschwierigkeit, denn sie findet lediglich im „Kopf“ statt, nicht in der Willensabsicht.
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Unter „Zweifel“ versteht man in der katholischen Theologie aber üblicherweise etwa anderes, nämlich ein bewußtes, willentlich gesteuertes Abstandnehmen bzw. Distanzieren von der amtlichen Glaubenslehre.
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Recht hat die Dogmatikerin freilich mit ihrer Aussage: „Persönliche Gotteserfahrungen seien wichtig, doch sie könnten nicht allein stehen. „Nicht alles, was sich fromm anfühlt, ist von Gott.“ Man könne etwa auf der „Mehr“-Konferenz auch „psychisch gepusht“ sein.“
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Genau dies ist einer unserer Kritikpunkte seit Jahr und Tag!
Ähnlich mißverständlich bis irreführend wie das Zweifel-Thema erscheinen die Ausführung des Neutestamentlers Thomas Schumacher. Wie „katholisch.de“ schreibt, ging es um die Frage, ob die biblischen Inhalte stimmen: Der Professor antwortete, eine geistige Betrachtung der Heiligen Schrift könne mehr zu Jesus führen als Fragen nach historischen Fakten. Wichtig sei das Echo der Lektüre im Leser.“
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Damit macht es sich der Herr Theologe aber zu einfach – und zwar zweifach:
1. Die Frage nach der historischen Richtigkeit der Heiligen Schrift kann nicht mit dem schlichten Hinweis hinweggefegt werden, eine „geistige Betrachtung“ der Bibel könne mehr zu Jesus führen (als ob das jemand bestritten hätte). Damit weicht der Referent nämlich einem klaren JA zur Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift geschickt aus.
2. Die Aussage „Wichtig sei deas Echo der Lektüre im Leser“ ist auch nur halbrichtig, denn damit wird erneut der Focus von der objektiven auf die subjektive Ebene verschoben. In einem frommen Stuhlkreis mag das angehen, für einen theologischen Standpunkt ist dies aber schmalspurig.
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Es zeigt sich somit, daß diese beide Vortragsredner auf der MEHR-Konferenz ihren Hörern keine klare Orientierung vermittelt haben, sondern dem ohnehin schon vorhandenen Subjektivismus dieser schwärmerisch geprägten Konferenz auch  noch eine quasi-theologische Rechtfertigung anboten.
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HIER weitere ca. 20 Artikel über die MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg von Dr. Johannes Hartl: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/gebetshaus-augsburg-j-hartl/

Augsburg: MEHR verspricht mehr, als sie hält

Von Felizitas Küble

Am Freitag (3. Januar) begann in Augsburg die viertägige charismatische MEHR-Konferenz, die im letzten Jahr ausgefallen war (laut Leiter Dr. Hartl benötigte er mehr „Besinnung“ in der Zwischenzeit).

Umso erfreuter ist man beim ökumenischen Gebetshaus Augsburg darüber, daß die Teilnehmerzahl sogar noch von 10.000 auf 12.000 gestiegen ist und damit der mit Pop- und Rockmusik begleitete Kongreß voll ausverkauft sei.

Das Leitwort der Veranstaltung ist „natürlich“ englischsprachig und lautet „Colours of Hope“ (Farben der Hoffnung).

Etwas befremdlich wirkt es freilich, wenn die MEHR auf ihrer Hompage mehr verspricht, als sie hält:

Auf der Startseite  – https://mehrkonferenz.org/  –  wird der Leser mit einem großen Button unten rechts zum „Livestream“ weitergeleitet. Unter dieser Rubrikhttps://mehrkonferenz.org/livestream/heißt es dann:

„Liebe Freunde, wie schön, dass Sie über den Livestream an der #MEHR2020 teilnehmen!
Wir freuen uns, Ihnen diesen Dienst
gratis anbieten zu können.

Allerdings kostet uns die Produktion des Streams etwa 120.000€. Zur Deckung dieser Kosten sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte überlegen Sie, was Sie geben können. Je nachdem ob Sie alleine oder als Gruppe zusehen, schlagen wir folgende Spendenbeträge vor…“

Sodann folgen Spenden-Buttons mit der Empfehlung von 24,95 € für Einzelne und von 59,95 € für Gruppen.

Nun ist ein Unterstützungs-Aufruf grundsätzlich völlig unbenommen und stellt kein Problem dar, wenngleich die angeblichen Kosten von 120.000 € für diesen Service reichlich hoch erscheinen.

Allerdings heißt es eingangs, man freue sich, diesen Dienst „gratis(!) anbieten zu können.

Nicht nur ich, auch andere Leser des CHRISTLICHEN FORUMs, die nicht zu Spenden bereit waren, konnten diesen Livestream nicht nutzen, denn man kam auf diesem „Pfad“ schlicht nicht weiter – und wenn man sich auf die Startseite zurückschaltete, stand man erneut vor der Bezahlschranke.

Wäre es dann nicht aufrichtiger und fairer, gleich die Bezahlschranke zu erwähnen, statt von einem GRATIS-Angebot zu schreiben?  

„Kath.net“ derzeit in Jubelstimmung:

Es liegt auf der Hand, daß sich das erscheinungsbewegte Nachrichtenportal „Kath.net“ jetzt auf Wolke 7 befindet und z.B. bis zum heutigen Nachmittag bereits vier Artikel über die MEHR-2020 veröffentlichte, darunter auch einen Bericht über die Pressekonferenz mit Dr. Johannes Hartl, dem katholischen Leiter des Gebetshauses, von dem das MEHR-Spektakel veranstaltet wird: https://www.kath.net/news/70240

Nun liegt der MEHR vor allem mehr Ökumene sehr am Herzen. Dagegen ist zunächst nicht unbedingt etwas einzuwenden, immerhin praktiziert unser CHRISTLICHES FORUM seit jeher eine Art „Ökumene auf konservativ“  – allerdings ohne Verwischung der theologischen und sakramentalen Unterschiede zwischen den Konfessionen.

In der euphorischen Lobeshymne von „Kath.net“ auf die MEHR-Konferenz heißt es jedoch:

„Auf die Frage, wie die Konferenz mit der Eucharistiefeier und der Feier das Abendmahls umgehe, betonte der Gebetshausleiter, dass man alle Christen zu beiden einladen. „Zum Empfang der Eucharistie ermutigen wir jeweils die Leute dort zu gehen, wo sie sich konfessionell verorten.“

Der katholische MEHR-Chef Dr. Hartl lädt also „alle Christen zu beidem ein“, doch immerhin „ermutigt“ er die Teilnehmer dazu, „zum Empfang der Eucharistie“ in die Feier der jeweils eigenen Konfession zu gehen.

Doch der katholische Theologe bezeichnet dabei ausdrücklich beides – nämlich die protestantische Abendmahlsfeier und den katholischen Kommunionempfang – unterschiedslos als „Eucharistie“.

Dabei ist der Eucharistie-Begriff typisch katholisch  –  und was noch wichtiger ist: Beide Gottesdienstformen sind wesentlich verschieden dadurch, daß die hl. Kommunion objektiv ein Sakrament darstellt, die evanglische Abendsmahlsfeier jedoch nicht.

Diese konfessionelle Vermischung könnte man leicht verhindern (zumindest erschweren), wenn nämlich beide Gottesdienste  – Abendmahl / Messe – zur selben Zeit stattfinden würden (ggf. durch Teilung der Halle mit einem Vorhang oder wie auch immer).

Aber auf solche „Kleinigkeiten“ kommt es offenbar nicht an, wenn erlebnisorientierte Charismatiker aus katholischen, landeskirchlichen und freikirchlichen Kreisen sich zu MEHR versammeln ganz nach der charismatischen Devise: Die Lehre trennt, aber die Erfahrung vereint!

Man kann auch sagen: eine Ökumene auf der Gefühlsebene  – alle zusammen fliegen sie enthusiastisch auf die Wolke 7.

Unsere früheren 17 Artikel über die MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/gebetshaus-augsburg-j-hartl/


Wir nahmen Abschied von Pater Lothar Groppe

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag (28. November) fand in Berlin-Reinickendorf auf dem Domfriedhof St. Hedwig die Beisetzung des Jesuitenpaters Lothar Groppe statt, mit dem unser Christoferuswerk seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden gewesen ist.

Um 11 Uhr begann das Requiem (Totenmesse, Seelenamt) in der Friedhofskapelle, an dem ich gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Helfer teilnahm.

Der Ordensbruder bzw. Zelebrant nannte einige besondere Stationen im Leben des mit 92 Jahren verstorbenen Priesters; er erwähnte auch, daß der Vater des Geistlichen  – Generalleutnant Theodor Groppe – ein großer Judenretter und Widerstandskämpfer während der NS-Diktatur war. 

Zudem informierte er uns darüber, daß der leibliche Bruder von Pater Groppe am selben Tag – und zwar nur zwei Stunden später  – verstorben ist. Er hieß Herbert Groppe und war sogar zwei Jahre älter (also 94 J.).

Danach sprach ein weiterer Jesuitenpater die Fürbitten und Totengebete beim aufgebahrten Sarg an den Stufen des Altares (siehe 1. Foto).

Daneben befand sich ein halbes Dutzend Rosen- und Blumengestecke, u. a. von der katholischen Jugendgemeinschaft „Halbkreis“ und von Groppes evangelischem Freund Dr. Bernd F. Pelz.

Auch wir verabschiedeten uns mit einer Blumenschale von unserem Weggefährten und Kameraden. Auf der Schleife heißt es: „Im Gebet und Gedenken verbunden: Christoferuswerk.“  – Das zweite Foto zeigt unser Gesteck neben dem Grab von Pater Groppe.

Bei der Beerdigung hielt Militärdekan Joachim Simon eine eindrucksvolle Ansprache über den verstorbenen Geistlichen, den er gut kannte und sehr wertschätzte. Der Monsignore erwähnte in seinem Nachruf, wie sich P. Groppe auch in der Bundeswehr entschieden für unseren demokratischen Rechtsstaat einsetzte und jeden Extremismus  – ob von rechts oder links – ablehnte. 

Die Jesuiten luden alle Trauergäste zum Mittagessen in ihr Peter-Faber-Haus nach Berlin-Kladow ein.

Das dritte Foto zeigt einen Teil dieser Seniorenresidenz, die in ruhiger Lage in einem parkähnlichen Gelände liegt. Hier hat Pater Groppe seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod am vor-vorigen Sonntag (17.11.) verbracht.

Näheres zu seinem Leben und Wirken lesen Sie in unserem Nachruf: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/17/wir-trauern-um-pater-lothar-groppe-sj/

Das vierte Foto habe ich vor der Kapelle im Peter-Faber-Haus aufgenommen. Dort war ein kleiner Gedenk-Tisch mit einem Bild von P. Groppe aufgestellt.

Das letzte Foto zeigt die Innenseite der Eingangstür zum Zimmer des Geistlichen.

Pater Groppe hatte dort unser Plakat für Erzbischof Johannes Dyba aufgehängt – direkt daneben an seiner Flurtür sehen wir als weiteres Plakat – ebenfalls von uns herausgebracht – ein großes Poster über den seligen Kardinal von Galen.

Diese tapferen Kirchenmänner waren große und prägende Vorbilder für unseren ebenfalls glaubensstarken Pater Lothar Groppe SJ.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


4. Teil: Bilder über Pater Lothar Groppe SJ

Von Felizitas Küble

Nun folgt der 4. Teil unserer FOTO-Serie über den am vor-vorigen Sonntag (17.11.) verstorbenen Geistlichen Lothar Groppe, mit dem wir seit dreißig Jahren freundschaftlich verbunden sind und der zugleich Autor unseres CHRISTLICHEN FORUM war.

Hier geht es zum 3. Teil: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/21/3-teil-bilder-ueber-pater-lothar-groppe-sj/

Die Beisetzung des Jesuitenpaters findet am 28. November in Berlin-Reinickendorf statt – und zwar um 11 Uhr mit einem Requiem (Totenmesse) in der Kapelle des Domfriedhofs St. Hedwig. 

Gemeinsam mit Freunden wollen auch wir vom CHRISTLICHEN FORUM dem mit 92 Jahren verstorbenen Geistlichen das letzte Geleit geben.

Das erste Bild ist ein sehr guter Nachruf auf diesen Priester, der in der Berliner Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT in der vorigen Woche erschien. Durch das Draufklicken wird diese Würdigung besser lesbar.

Das zweite Bild zeigt Pater Groppe auf einem Aussichtsturm in Ronneburg im Sommer 2012, wohin er mit seinem evangelischen Freund Dr. Bernd F. Pelz hingefahren war, von dem ich auch dieses Foto erhielt.

Ein Jahr später reiste Dr. Pelz mit unserem Pater nach Lübeck – hier steht er frohgemut vor der
evangelischen Marienkirche dort.

Dr. Pelz ist zugleich Fotograf für unser CHRISTLICHES FORUM.

Die meisten Bilder auf unserer Startseite stammen von ihm – dies gilt auch für das trinkende Eichhörnchen ganz obenf. Dieses niedliche Tierchen befand sich im Garten von Pater Groppe, als er noch im Niendorf als Seelsorger in einem Mutter-Kind-Heim wirkte.

Wir sehen hier rechts zudem ein kletterndes Eichhörnchen, das sich an einem Vogelhäuschen in Pater Groppes Rasen etwas zu essen holt.

Dieses Bild bekamen wir von der Familie Truthmann, die den Geistlichen bis zuletzt regelmäßig besucht hat.

Ein guter Kontakt bestand seit vielen Jahren auch mit dem Ehepaar Hans-Michael und Gabriele Müller aus Hanau.

Unser letztes Foto zeigt Pater Groppe mit Frau Müller im Juni 2015 in Timmendofer Strand.

Hier unser ebenfalls illustrierter NACHRUF über das Leben und Wirken Pater Groppe: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/17/wir-trauern-um-pater-lothar-groppe-sj/


2. Teil: Bilder über Pater Lothar Groppe SJ

Von Felizitas Küble

Bereits am Montag haben wir hier im CF den ersten Teil unserer Fotoserie über das Leben und Wirken des am Volkstrauertag (!) verstorbenen Jesuitenpaters Lothar Groppe veröffentlicht, mit dem wir jahrzehntelang eng verbunden waren: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/18/1-teil-bilder-ueber-pater-lothar-groppe-sj/

Der Geistliche gehörte zu den hervorragenden und zu den  – heutzutage längst nicht mehr selbstverständlich – theologisch konservativen Theologen seines Ordens.

Mein erstes Bild zeigt ihn Anfang August 2009 bei der Festmesse anläßlich seines Goldenen Priesterjubiläums (50 Jahre Weihe) im Kölner Jesuitenheim. Er trug ein feierliches, goldfarbendes Meßgewand entsprechend der Würde dieses Festtages.

Das zweite Bild habe ich aufgenommen, als einige Freunde und Verwandte des Jubilars nach der Festmesse zu Fuß zum Gasthaus gingen.

Vorneweg mit flottem Schritte Pater Groppe in der Mitte.  – Außen rechts sehen wir Odila Carbanje, die Bundesgeschäftsführerin der CDL (Christdemokraten für das Leben).

Sodann habe ich Pater Groppe im Gespräch mit seinem evangelischen Freund Dr. Bernd F. Pelz nach dem Mittagessen fotografiert.

Dr. Pelz ist den Lesern des CHRISTLICHEN FORUM durch viele großartige Fotos bekannt (häufig – wie jetzt – auch das Bild auf der Startseite), die er uns seit vielen Jahren kostenlos zur Verfügung stellt.

Dr. Pelz hat gerne mal das Blatt gewendet und mich mit Pater Groppe fotografiert – wie etwa hier zwei oder drei Jahre später: damals wirkte Pater Groppe noch im hohen Alter als Seelsorger in einem Mutter-Kind-Heim am Timmendorfer Strand.

Dies waren nur einige Streiflichter aus dem Leben dieses glaubensstarken, warmherzigen und geistreichen Jesuiten, dessen tapferes und vielseitiges Wirken wir in unserem Nachruf ausführlicher geschildert haben: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/17/wir-trauern-um-pater-lothar-groppe-sj/

Der 3. Teil dieser FOTO-Serie zu Pater Groppe folgt alsbald.

 

 

 

 

 

 


Wenn Mohammed auf die Couch kommt…

Besprechung von Felizitas Küble

Im wissenschaftlichen Verlag Basilisken-Presse erschien voriges Jahr dieses Buch des Medizinhistorikers Armin Geus unter dem nicht sonderlich publikumswirksamen, weil etwas sperrigen Titel „Potenz und Zeugungsfähigkeit im Leben des Propheten“.

Es geht um Mohammed, wie der Untertitel zu verstehen gibt: „Blicke auf das Verhältnis von Islam und Sexualität“.

Prof. Dr. Armin Geus hat Dutzende von fachwissenschaftlen Büchern und Publikationen verfaßt, wobei sich darin Aspekte der Medizin, Biologie und Psychiatrie bisweilen überschneiden.

Bekannt wurde er sowohl in konservativ-islamkritischen wie auch in agnostisch-humanistischen Kreisen vor allem durch sein Werk „Die Krankheit des Propheten“ aus dem Jahre 2011.

Das neuere Buch des Autors ist mit 98 Seiten deutlich schmaler und befaßt sich in erster Linie mit dem ausschweifenden, sexuell rastlosen Lebenswandel Mohammeds einschließlich seiner pädosexuellen Neigungen (Geschlechtsverkehr mit Aischa, als diese neun Jahre alt war).

Geregelter benahm er sich lediglich in seiner ersten „Ehe“ mit einer weitaus älteren Kaufmannsfrau, der er in jeder Hinsicht unterlegen war. Nach ihrem Tod kannte sein geradezu exzessives Triebleben samt Harem  – in dem Neid, Eifersucht und Intrigen nicht fehlten – praktisch keine Grenzen mehr.

Der Medizinhistoriker geht der Frage nach, wie es kommt, daß der „Prophet“ in seiner ersten Ehe (genauer: einer eheähnlichen Beziehung) sechs Kinder zeugte (wobei vier Mädchen überlebten, aber zwei Jungen starben), jedoch in seinen zahlreichen späteren „Ehen“, Liebschaften und dem ständigen Harems-Sex kein einziger Abkömmling zu verzeichnen war. 

Folglich war Mohammed zwar gewiß nicht impotent, im Gegenteil: sein Lebensstil wirkt geradezu hyperpotent bzw. sexbesessen. Doch etwa ab dem Jahr 620 n. Chr. war er offensichtlich dauerhaft zeugungsunfähig.

Der Verfasser geht davon aus, daß es sich dabei um die Auswirkung einer Geschlechtskrankheit (Tripper) handelte, die medizinisch unbehandelt blieb, weil sie nicht als solche erkannt wurde (zumal damals therapeutisch ohnehin nicht viel möglich war).

Ein weiterer Themenkreis in dem Buch von Professor Geus sind die „Offenbarungen“ Mohammeds, die im Koran ihren Niederschlag fanden.

Aus Sicht des Autors handelt es sich bei seinen Suren teils um erfundene Lügen (zur Selbstrechtfertigung seiner eigenen Lebensführung – vor allem in sexueller Hinsicht) und ansonsten um Halluzinationen eines Schizophrenen bzw. Psychopathen. Dabei wird die Krankheitsentstehung mit dem frühen Verlust seiner Eltern und weiteren Konfliktsituationen in Verbindung gebracht.

Die schon bald nach Mohammeds Tod von kritischer Seite geäußerte Vermutung, er sei Epileptiker gewesen, hält Geus für nicht stichhaltig, zumal diesbezügliche Anfälle nur kurz anhalten und nicht ausreichen für langanhaltende Visionen und übernatürliche „Botschaften“, angeblich übermittelt durch den Engel Gabriel. Bei paranoiden Psychosen sei dies hingegen anders.

Diese Variante der Islamkritik stammt somit aus einer medizinisch-psychiatrischen Sichtweise; die Thematik als solche ist nicht neu, sondern unter Wissenschaftlern bereits mehrfach erörtert (wie auch die Literaturangaben in der Geus-Publikation aufzeigen).

Doch das neue Buch des emeritierten Professors hat den Vorteil, daß es auch für Laien verständlich verfaßt ist und sich nicht in allzu viele Einzelaspekte verfängt, sondern übersichtlich und zielstrebig argumentiert.

Natürlich kann man ein weltgeschichtliches Phänomen wie den Islam nicht allein mit einer psychopathologisch-medizinischen Deutung her erklären.

Es geht dabei ebenso um kulturelle, ethnologisch-volkskundliche und theologiegeschichtliche Fragestellungen. Das weiß auch der Verfasser und er behauptet keineswegs, seine Sichtweise sei umfassend und erkläre Koran und Islam gleichsam „aus einem Guß“. 

Immerhin wirft diese Veröffentlichung angesichts einer weitverbreiteten Naivität und „politisch  korrekten“ Beflissenheit gegenüber dem Islam skeptische Fragen auf und nennt quellenbasierte Fakten, die argumentativ ernst zu nehmen sind.

Leider ist das insgesamt lesenswerte Buch satztechnisch nicht ganz gelungen: der Abstand vom Außensteg zum Text ist unnötig groß, der zum Bundsteg (innen Richtung Buchrücken) jedoch zu knapp.

Das Buch kostet 16,80 Euro und kann auf Amazon oder direkt beim Verlag bestellt werden: http://www.naturundtext.de/verlag/basilisken-presse/