TOP-Ranking deutscher Bloggerinnen: CHRISTLICHES FORUM erreicht Platz 10

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Diese Frauen rocken die Blogosphäre!“ berichtet die Marketing-Börse am 21. August 2019 über „die 20 erfolgreichsten deutschsprachigen Bloggerinnen“, die durch einen „Blogger-Relevanz-Index“ von Faktenkontor ermittelt wurden.

Dieser – so heißt es abschließend  – „analysiert fortlaufend die Performance von rund 2000 deutschsprachigen Blogs“.

Den ersten Platz erhält Julia Richter mit ihrem Blog „German Abendbrot“. Weitere Blog-Betreiberinnen kümmern sich um Mode, Küche, Lebensstil, Wirtschaft, Sport oder Reisen.

Die einzige christliche Seite unter den TOP-20 ist unser CHRISTLICHES FORUM  – und zwar auf Platz 10.

Das ist für mich und unser Christoferuswerk eine große Überraschung, mit der wir nie gerechnet hätten.

BILD: Unsere Autorin und ehrenamtliche Mitarbeiterin Cordula Mohr freut sich ebenfalls über diesen Erfolg

Hier nun die Kriterien, auf denen dieses Ranking beruht, nämlich auf folgenden fünf Faktoren, die zu gleichen Teilen berücksichtigt wurden:

„Die Sichtbarkeit des Blogs im Internet; die Anzahl öffentlicher Links, die zu dem jeweiligen Blog führen; die Vernetzung des Blogs in den Sozialen Medien; die Aktivität (Anzahl der neuen Beiträge) innerhalb der letzten drei Monate; sowie die Interaktion des Blogs mit seiner Community anhand der Anzahl von Kommentaren innerhalb dieser Zeit.“

Hierzu ein paar aktuelle Infos zum CHRISTLICHEN FORUM:

Derzeit haben wir 5.659.058 Klicks erreicht, also fast 5,66 Millionen Seitenaufrufe (siehe automatische Zählung auf unserer Startseite ganz unten).

Es wurden bislang fast 16.000 Artikel veröffentlicht, zudem über 44.000 Leserkommentare freigeschaltet.

HIER weitere Veröffentlichungen über diese „Spitzenreiterinnen“-Meldung:

Warum keine Priesterweihe für Frauen?

Von Felizitas Küble

Gerade deshalb, weil die Kirche Christi keine Willkürherrschaft ausüben will und darf, eben weil sie nicht nach eigener Lust und Laune und Machtvollkommenheit agiert und reagiert, sondern sich dem Willen Gottes verpflichtet fühlt, muß die Kirche das Priestertum auch weiterhin den Männern vorbehalten.

Für die Kirche ist nicht der Zeitgeist verbindlich, sondern der Heilige Geist, nicht weltliche Wünsche, sondern die göttliche Offenbarung, die Selbstmitteilung Gottes in der Bibel und in der Heilsgeschichte.

Nun wird oft der Einwand vorgebracht, daß sich der Standpunkt des Alten und Neuen Testamentes insoweit aus einer verständlichen Anpassung an damalige Zeitumstände ergibt, die sich aber mittlerweile im Laufe der Frauenemanzipation geändert hätten.

BILD: Kardinal Gerhard Müller  – damals Bischof von Regensburg  – weiht einen jungen Diakon zum Priester

Doch eben dieses Gegenargument einer damaligen Anpassung an die Umwelt trifft nicht zu, genau das Gegenteil ist wahr:

Israel kannte keine Priesterinnen, obwohl diese bei den heidnischen Völkern weit verbreitet waren, oft im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitskulten oder der Verehrung angeblich hellseherisch begabter „weiser“ Frauen usw.  –  Hätte sich also das von Gott erwählte Volk den Zeitumständen angepaßt, dann hätte es dort ebenfalls Priesterinnen gegeben.

Das zweite Argument, die Hebräer bzw das Volk Israel seien eben frauenfeindlich gewesen, ist noch unsinniger, auch hier stimmt exakt das Gegenteil:

Im  –  vielfach  kulturell durchaus hochstehenden  –  römischen Recht (das damals weltweit bewundert wurde)  besaßen die Frauen keinen Personen-Status; dieser kam allein dem männlichen römischen Bürger zu, nicht jedoch den Sklaven, Kindern und Frauen (!); diesen wurde lediglich ein „Sachwert“ als „Eigentum“ des römischen Hausherrn zugestanden. Dieser durfte übrigens auch entscheiden, ob er Neugeborene behält, aussetzt oder gleich ermordet.

Ein derartiges, uns heute mit Recht unverständlich erscheinendes, tatsächlich frauenfeindliches Rechtssystem war in Israel undenkbar. Der Einwand, im Alten Bund seien Ehebrecherinnen gesteinigt worden, zieht nicht, weil es männlichen Ehebrechern genauso erging (im Unterschied zum später entstandenen Islam).

Die sicherlich äußerst harte Todesstrafe sollte die Unantastbarkeit der Ehe schützen, doch enthielt sie keine Benachteiligung der Frau. Vielmehr dient die Ein-Ehe eindeutig dem Schutz der Frau vor Verstoßung durch männliche Willkür.

Zudem standen homosexuelle Handlungen von Männern im Alten Israel grundsätzlich unter Todesstrafe, nicht jedoch lesbisches Verhalten von Frauen; dieses wurde zwar abgelehnt, aber nicht mit der Todesstrafe geahndet. Es gab also auch Rechtsfälle einer Quasi-Benachteiligung der Männer.

 

Die Frau im Alten Israel besaß  –  verglichen mit der weiblichen Situation im damaligen Heidentum  –  eine recht hohe Stellung:

Es gab eine Reihe Prophetinnen, darunter Mirjam, Hulda oder Hanna; es gab die Volksführerin und „Richterin“ Deborah (bevor Könige eingesetzt wurden, bezeichnete man die Führer Israels als „Richter“), es gab Retterinnen und Volksheldinnen wie Esther und Judith. Also wurde das weibliche Geschlecht im Alten Bund beileibe nicht ins stille Kämmerlein verbannt.

Aber aufschlußreicherweise gab es bei den Hebräern keine Priesterinnen, auch keine Levitinnen (Altardienerinnen)  – obwohl dergleichen in der damaligen heidnischen Völkerwelt gang und gäbe war. Mit aller Selbstverständlichkeit hat sich das von Gott erwählte Volk hier von seiner Umgebung deutlich abgegrenzt, also gerade nicht angepaßt.

Daher ist es logisch, davon auszugehen, daß es sich hier um den Wunsch und Willen Gottes handelt, der dies dem Volk seines Bundes geoffenbart hat. Frauen als Staatschefin („Richterin“)? Kein Problem  – aber Frauen als Priesterin?  – Nein!

Diese heilsgeschichtlich klar erkennbare Linie wurde im Neuen Testament fortgeführt  – und zwar von Christus selbst, der seinem Menschsein nach ein Jude war und der von sich sagte, er sei nicht gekommen, um das Gesetz Gottes aufzulösen, sondern zu erfüllen. Er hatte in seiner Nachfolge zwar auch Jüngerinnen, aber zu seinen 12 Aposteln hat er ausschließlich Männer erwählt, wobei die Zwölferzahl symbolisch für die zwölf Stämme Israels steht – und damit erneut die Brücke zum Alten Bund herstellt.

Hierbei zieht der Einwand, Christus habe sich diesbezüglich lediglich seiner Umwelt angepaßt, erst recht nicht, denn unser Erlöser hat durch Wort und Tat seine herausragende Frauenfreundlichkeit unter Beweis gestellt und war damit seiner Zeit  – sowohl der heidnischen wie der jüdischen –  weit voraus. Folglich hat seine Wahl der männlichen Apostel nichts mit einer Verachtung von Frauen zu tun, sondern mit dem heilsgeschichtlichen Plan des Höchsten.

An diesen im AT und NT erkennbaren Willen Gottes ist die katholische Kirche als Stiftung Christi gebunden  – wenn sie hiervon abweicht, würde sie ihren göttlichen Erlöser verraten und den Weg der Wahrheit verlassen.


Münster: Teilnahme an Demonstration von „Maria 2.0“ fiel bescheiden aus

Von Felizitas Küble

Vor zwei Tagen brachte die linkslastige katholische Bistumszeitung „Kirche und Leben“ (KuL) wieder einen euphorischen Bericht über die ultrafeministische Aktion „Maria 2.0“.
Die  – zudem reichlich spät erfolgte – Distanzierung von Bischof Felix Genn scheint sein Kirchenblatt in seiner Jubelberichterstattung nicht zu bremsen.
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Das war auch nicht anders zu erwarten, schließlich hatte die ständige Gratiswerbung von KuL für Maria-zwei-null ohnehin keine Konsequenzen durch die Bistumsleitung zur Folge.
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BILD: Einige Schilder und Slogans lauteten: „Macht Kirche Beine“, „Männer gegen Männerkirche“ oder „Schweigen war gestern, Schwestern!“
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Der Titel der Kirchenzeitung „Mehr als 1000 katholische Frauen zu Demo in Münster erwartet“ sollte mit seinen Vorschußlorbeeren schonmal auf ein großes Ereignis einstimmen.
Allerdings kamen am heutigen Samstagmittag  – dem 6. Juli  –  höchstens 300 Teilnehmer/innen (darunter auch Männer) zur Kundgebung vor den Lamberti-Kirchplatz in Münster.
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Wie die Plakate zeigten, reisten viele Besucher aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet oder dem Niederrhein an. Die meisten Frauen waren im mittleren und höheren Alter. Jugendliche fehlten fast völlig.
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FOTO: Ein ikonenartiges Marienbild mit einem zugepflasterten Mund ist das Logo von Maria 2.0
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Angesichts der riesigen Werbung mit Großplakaten – wofür vielfach kirchliche Räume wie z.B. Pfarrbüchereien genutzt werden konnten – hielt sich der Erfolg diesmal in recht bescheidenen Grenzen.
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Die Veranstaltung lief als gemeinsame Aktion von Maria 2.0 und der reformerischen KFD (Kath. Frauengemeinschaft) unter  dem Motto „Viva Maria! Für eine Erneuerung der Kirche“.
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Unter „Erneuerung“ verstehen die Demonstranten den „Zugang der Frauen zu allen Ämtern“, also neben Frauenpriestertum auch die Bischofsweihe und das Papstamt. Damit solle erreicht werden, daß die „Kirche wieder glaubwürdig wird und Gemeinden lebendig bleiben“.
Die Aktion „Maria 2.0“ verrät allerdings nicht, warum es in der EKD (Evangelische Kirche n Deutschland) seit Jahrzehnten weitaus mehr Kirchenaustritte und zugleich sehr viel weniger Sonntagskirchgänger gibt als bei den Katholiken, obwohl (oder womöglich eher weil?) in der EKD seit langem Pastorinnen und Bischöfinnen tätig sind.
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Wie das Kölner „Domradio“ berichtet, wurde die Rede des Vize-Generalvikars Jochen Reidegeld gestört und durch Buhrufe unterbrochen.
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Dabei war der liberale Geistliche den frauenbewegten Katholiken weit entgegengekommen, sprach von einer schnellen Erfüllung ihrer Forderungen, allerdings gelte das nicht für die Themen weibliches Diakonat und Priestertum. Sein Aufruf zur diesbezüglichen Geduld führte zu Sprechchören und Pfiffen.
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Wenn kirchliche Amtsträger meinen, sie könnten diese grundsätzlichen theologischen Auseinandersetzungen  mit einem halbherzigem Entgegenkommen gewinnen, befinden sie sich auf dem Holzweg.
Hier ist eine klare Ansage gegen den Zeitgeist fällig, auch wenn dieser im Gewande des Feminismus einhergeht.
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Warnung vor geistlichem/seelsorgerlichem Missbrauch durch „Scheinheilige“

Von Felizitas Küble

Dieses Taschenbuch „Sie kommen auf leisen Sohlen“ ist bereits 1999 – also vor zwanzig Jahren –  im evangelikalen Brendow-Verlag erschienen. Der Untertitel „Scheinheilige und ihre Opfer“ weist erneut darauf hin, was ich schon mehrfach zum Thema „pastoraler Missbrauch“ erwähnte:

Das evangelikale (theologisch konservative evangelische) Spektrum hat dieses hintergründige Problem bereits vor Jahrzehnten erkannt, während man im katholischen Bereich stark hinterherhinkt und erst seit wenigen Jahren allmählich darüber öffentlich debattiert.

Diese verspätete Wahrnehmung hat sicherlich auch damit zu tun, daß die protestantische Seite durch bestimmte randständige Sondergruppen und vor allem durch die Pfingstbewegung schon viel früher mit geistlichem/seelsorglichem Missbrauch konfrontiert worden ist, denn die pentekostale (pfingstlerische) Strömung begann dort bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, in der kath. Kirche hingegen erst 1968 (und war in den ersten 20 Jahren noch relativ schwach – jedenfalls in Deutschland).

Das änderte sich katholischerseits erst durch die „Erscheinungen“ von Medjugorje und die Zunahme sonstiger „Seher“ oder indischer „Heilungsprediger“.

Der Autor Raimo Mäkelä ist evangelischer Theologe und Direkter der Stiftung des Finnischen Bibelinstituts. 

Er hielt Vorträge über „Psychohygiene“ und die Merkmale von Persönlichkeitsstörungen, wobei er die Scheinheiligkeit als Wesenszug ausmachte. Durch die Berichte von Geschädigten wurde ihm klar, wie häufig diese charakterliche Schwierigkeit gerade bei Leitern von Gruppen vorkommt, die sich als besonders fromm präsentieren:

„Meistens erzählen mir die Zuhörer sehr bewegt über ihre schmerzhaften Erfahrungen und wie sie versucht haben, davon loszukommen. Manche Menschen….haben innere Verwundungen davongetragen.“

Genau diese Rückmeldungen erfahre ich ebenfalls seit Jahrzehnten, nachdem sich wegen meiner kritischen Berichterstattung immer mehr Betroffene und Aussteiger aus esoterischen, sektiererischen und charismatischen Kreisen an mich wenden.

Narzissmus und Sucht nach Bewunderung

Beim Thema „Erkennungsmerkmale einer Persönlichkeitsstörung“ weist der Verfasser auf klassische psychologische Kennzeichen hin, vor allem Narzissmus (Selbstverliebtheit, überdurchschnittliche Ichsucht) und Abhängigkeit von der Bewunderung durch andere.

Zwischen Narzissten und Psychopathen (eine weitere Steigerung) gibt es fließende Übergänge, wobei aber beide in ihrer Art selbstbewußt und „nach außen kerngesund“ wirken können, nicht selten auch einen durchaus freundlichen, ja geselligen Eindruck hinterlassen. Solche Leiter versammeln dann gerne einen „Hofstaat“ um sich.

Der Scheinheilige meint, er mache alles richtig – und zwar gerade auf „geistlichem Gebiet“, so der Autor. Er zitiert aus dem alttestamentlichen „Buch der Sprüche“: „Ein prahlerischer Mensch liebt es nicht, daß man ihn rügt“ (Spr 15,12).

Ab S. 46 befaßt sich der Autor mit der Frage, warum es Persönlichkeitsgestörte auch „und besonders“ in christlichen Gemeinden gibt. Er weist darauf hin, daß das fromme Umfeld „eine perfekte Bühne für Selbstinszenierungen“ bietet und dort allzu leicht „geistliche Stars“ aufgebaut werden.

In Gemeinschaften, die nicht nüchtern und bodenständig aufgebaut sind, „bekommt ein persönlichkeitsgestörter Mensch die größtmögliche Autorität. Er kann sogar als Repräsentant Gottes auftreten“.

Dabei sind von diesem Problem weniger die „alten und bewährten geistlichen Bewegungen“ betroffen, sondern vor allem die neueren, jüngeren; dort haben scheinheilige Leiter „bessere Einflußmöglichkeiten“ (S. 49).

Opfer verfallen in verfehlte Selbstanklage

Meine eigene Erfahrung aus Gesprächen mit Betroffenen bestätigt genau das, was der Autor schreibt: „In der Regel sucht derjenige, der unter dem Verhalten des Scheinheiligen zu leiden hat, den Fehler zunächst bei sich selbst“ (S. 50). 

Genau hierin liegt das schlimmste Eigentor begraben, denn die selbsternannten „Propheten“ geben deutlich zu verstehen, daß sie den Heiligen Geist gepachtet haben und jede Kritik an ihnen daher eine schlimme Verfehlung darstellt, ja gar eine „Sünde gegen den Heiligen Geist“, wobei gerne hinzugefügt wird, diese Sünde könne „nicht vergeben werden“ etc.

Besonders verhängnisvoll ist es, wenn selbsternannte „Geisterfüllte“ jenen Anhängern, die allmählich skeptischer werden, vorwerfen, sie seien vom Teufel besessen, zumindest aber „okkult belastet“ und sie daher zum „Befreiungsdienst“ schicken, damit sie von dämonischen „Bindungen“ gelöst werden etc.

Noch gestern sprach ich mit einer Betroffenen, die von einem charismatischen Gebetskreis und vor allem von einer dortigen „Seherin“ als besessen verunglimpft wurde und darunter wochenlang gelitten hat, weil sie diese „Diagnose“ ernst nahm. Angeblich besaß jene Visionärin eine besondere „Herzensschau“ von oben (mit dieser angeblichen „Seelenschau“ wird erfahrungsgemäß besonders viel Unfug getrieben).

Sehr vernünftig ist auch der Rat des Verfassers an die Opfer von „frommen“ Psychopathen:

„Beten Sie nicht für ihn allein und nicht zuviel. Solches Beten bindet sie selber und Ihre Gedanken nur und verursacht bedrückende Gefühle…Bitten Sie Außenstehende, die keine gefühlsmäßige Verbindung zu ihm haben, mit für ihn zu beten.“

Richtig ist auch die Empfehlung, man möge Gott die Vergeltung für das Unrecht überlassen, das man erleiden mußte. Natürlich darf und soll man im Gebet durchaus seine Klagen aussprechen und die Bitterkeit der Seele vor Christus, dem Erlöser, ausbreiten.

Gerade die Betroffenen können aufklären und warnen

Verzicht auf Rache und Vergeltung bedeutet auch keineswegs, passiv im eigenen seelischen Mauseloch zu verbleiben. Ganz im Gegenteil: niemand kann wirkungsvoller informieren und aufklären, vor allem andere Menschen warnen, als gerade die Geschädigten von geistlichem/seelsorglichem Missbrauch.

Allerdings haben sie oft eine starke innere Angst davor, sie glauben teilweise noch an „Flüche“, die ihnen gleichsam hinterhergeworfen werden oder befürchten, in irgendeiner Weise „okkult belastet“ zu sein. 

Mindestens bei der Hälfte der Betroffenen, mit denen ich im Kontakt bin, ist genau dies der Fall.

Der Verfasser warnt daher zu Recht vor einer „christlich verbrämten Nachgiebigkeit“ (S. 62). Er trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er schreibt: „In der Verkündigung eines persönlichkeitsgestörten Predigers stecken zwei Extreme: Zum einen eine gewisse Schwärmerei, zum anderen aber auch eine tiefe Gesetzlichkeit.“

Statt dem verschwommenen Ausdruck „Gesetzlichkeit“ sollte allerdings besser von Fanatismus oder einer sektiererischen Grundhaltung gesprochen werden.

Der Autor fügt hinzu: „Der schwärmerische Mensch zieht eine Trennlinie zwischen dem Wort Gottes und dem Geist Gottes.“ – Dies gibt er natürlich nach außen hin meist nicht zu, es könnte ja sonst seine Anhänger verstören: „Über das Wort Gottes setzt er in Wirklichkeit einen unerklärbaren Geist, den er zwar Gott nennt, bei dem es sich aber nur um sein eigenes religiöses Instrument handelt.“

Wenn Schwärmerei und Fanatismus in einer Person zusammenkämen, „entstehen Forderungen, die in Wirklichkeit nichts mehr mit Gottes Wort zu tun haben“.

Oft sind diese übertriebenen  – z.B. asketischen oder „missionarischen“ – Anforderungen mit Drohungen verbunden, so daß die Gläubigen eingeschüchtert sind und sich weiter geistlich missbrauchen lassen.

Das Buch eignet sich für Opfer von geistlichem Missbrauch, wenngleich es mit seinen 64 Seiten etwas schmal geraten ist und manche Themen eine ausführlichere Würdigung verdient hätten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Weihbischof Zekorn: Ehe und Zölibat bezeugen unsere Sehnsucht nach Vollendung

Dr. Stefan Zekorn (siehe Fotos) ist Weihbischof im Bistum Münster. Der folgende Bericht von Felizitas Küble über seinen Vortrag im Hansahof in Münster ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift THEOLOGISCHES erschienen: 

Seit über 20 Jahren besteht in Münster eine altrituelle Gottesdienstgemeinschaft, die in der Innenstadt-Kirche Sankt Aegidii die überlieferte Liturgie feiert. Am 10. Februar 2019 hielt Weihbischof Dr. Stefan Zekorn einen theologischen Vortrag über Ehe und Zölibat im Hansahof, der mit vielen Messbesuchern und weiteren Gästen vollbesetzt war.  

Dabei stellte der Redner den Auftrag beider Lebensformen, Gottes Gegenwart in dieser Welt zu bezeugen, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und verwies auf eine Aussage von Papst Franziskus: „Jungfräulichkeit und Ehe sind verschiedene Formen zu lieben.“ – Nach Thomas von Aquin diene die Verschiedenheit der christlichen Lebensstände dem Reichtum der Kirche und die unter ihnen herrschende „wechselseitige Unterstützung“ sei Ausdruck ihrer gelebten Einheit.

Zur Ehe gehöre die natürliche Anziehung und Ergänzung von Mann und Frau nach der Schöpfungsordnung Gottes. Zugleich sei die Ehe unter Getauften als Sakrament noch weitaus bedeutsamer, denn in der gegenseitigen Liebe und Treue werde die Güte Gottes lebensnah erfahrbar, erklärte Dr. Zekorn: „Der Partner ist ein Ort der Begegnung mit Gott.“

So wie der Ewige den Menschen in der Heilsgeschichte immer wieder entgegenkommen sei, begegne nun der Erlöser der Menschen durch das Sakrament der Ehe den christlichen Eheleuten. So wie Christus seiner Kirche in allem Auf und Ab der Geschichte unbeirrbar die Treue halte, sollen sich auch die Eheleute ganz aufeinander verlassen können.

Die Verheirateten könnten, so der Weihbischof, besonders wirksam die „Konkretheit und Greifbarkeit“ der Liebe Gottes bezeugen. Durch diese sakramentale Wirklichkeit sei die Ehe zutiefst mit dem Heilswerk Christi verbunden. Gott selbst binde sich an menschliche Wirklichkeiten und führe so die Gläubigen über sich selbst hinaus in das Reich des Übernatürlichen und in ein unvergängliches Leben.

Schon in der frühen Christenheit sei die von der Kirche verkündete Ein-Ehe und ihre Unauflöslichkeit für viele Menschen – vor allem für Frauen  –  eine befreiende und beglückende Erfahrung inmitten sittlicher Verwilderung gewesen. Auch der gottgeweihte Zölibat und die christliche Jungfräulichkeit faszinierte als glaubensstarkes Zeugnis, zumal Jesus selbst ehelos lebte. In dieser Lebensform konnten sich Männer und Frauen „unbeschwert von familiärer Fürsorge“ (vgl. 1 Kor 7,32) ganz für das Gottesreich einsetzen.

Sowohl Ehe wie Jungfräulichkeit beinhalten ein jeweils eigenes Charisma, betonte der Weihbischof; in beiden Gnadengaben werde Gottes Erlösungstat erkennbar und wirksam. Bereits in der Antike habe diese zweifache Berufung sogar in der heidnischen Welt und ihrer zunehmenden Dekadenz bisweilen Staunen hervorgerufen,

Der Redner führte weiter aus, beide Lebensformen seien von der Sehnsucht nach Vollendung geprägt: Die Freude in der Ehe gebe einen „Vorgeschmack des himmlischen Hochzeitsmahles“ und helfe so den Gläubigen, ihre Lasten gemeinsam zu tragen.

Auch in der christlichen Enthaltsamkeit gehe es um eine hoffnungsfrohe Blickrichtung in die Ewigkeit. Nicht allein Mann und Frau, auch Ehe und Zölibat seien eine gottgewollte Ergänzung und Bereicherung, immer verbunden mit einem großherzigen Auftrag für ein Leben in Fülle.

Der Zölibat sei ein Ruf in die unmittelbare Nachfolge Jesu, ein ganzheitlicher Lebenseinsatz, der zugleich Verzicht und „Selbstentäußerung“ verlange. Deshalb dürfe er nicht zu einem besinnungslosen Aktivismus führen, sondern könne nur gelingen in einer starken Verbindung mit Christus, wobei Gott die erste Stelle im Leben einnehmen solle. Entscheidend sei eine fest verankerte Geborgenheit in Gott auch durch das Gebet und die Sakramente der Kirche.

Das gelte aber in ähnlicher Weise auch für Eheleute: Für sie sei es entlastend, wenn nicht alles Glück vom anderen Partner erwartet und verlangt werde, sondern beide in einer tiefen Offenheit für Gott leben. Gerade in schweren Zeiten der Ehe sei diese Grundhaltung für Verheiratete ein starker Pfeiler ihrer gegenseitigen Treue.

Nach dem Vortrag konnten die Zuhörer dem Weihbischof Fragen stellen oder eigene Ansichten vortragen. Dabei ging es um geistliche Themen von der Erbsünde bis zum Rosenkranz, um Missstände in der liturgischen Praxis und aktuelle Fragen wie etwa die Genderdebatte. Dr. Zekorn ermutigte dazu, sich keineswegs den herrschenden Zeitströmungen zu unterwerfen, denn nicht der Mainstream, sondern der Glaube schenke uns Orientierung und eine klare Sicht.

Auch heute führe Christus seine Kirche durch schwere Krisen hindurch wie bereits in früherer Zeit, die ebenfalls vielfach von schweren Erschütterungen geprägt gewesen sei. Unser Einsatz für den Glauben solle ohne Angst oder Verbissenheit, sondern mit einem festen Gottvertrauen geführt werden, denn die Verheißungen Christi seien für uns alle der Schlüssel zu einem frohen Christenleben.

Literatur-Hinweis: Weihbischof Stefan Zekorn veröffentlichte im Verlag Butzon und Bercker sein Buch „anders leben – mehr leben“ über die evangelischen Räte.


Spiritueller Missbrauch in der charismatischen Jugend-Gemeinschaft „Totus Tuus“?

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Geistlicher Missbrauch bei Totus Tuus?“ berichtet die neue Juni-Ausgabe der „Herder-Korrespondenz“ aus Freiburg über Beschwerden von Aussteigern wegen sektenähnlicher Strukturen und religiösem Fanatismus bei dieser Bewegung. Auch das „Neue Ruhr-Wort“ berichtet aktuell darüber.

Die Jugend-Initiative „Totus Tuus“ gehört zu den sog. „Neuen geistlichen Gemeinschaften“, ist eng mit Medjugorje verbunden und versteht sich als „charismatisch“ und „marianisch“. Man fühlt sich dabei besonders der „Neu-Evangelisierung“ verpflichtet.

Solidarisch ist diese Gruppierung auch mit dem charismatisch-ökumenischen „Gebetshaus Augsburg“ und dem von dort initiierten „Mission Manifest“.

BILD: Medjugorje ist das Ziel der meisten Totus-tuus-Wallfahrten

Die Gemeinschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die 1997 entstand, veranstaltet seit Jahrzehnten Pilgerfahrten zum Erscheinungsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina.

Da die dortigen Phänomene kirchlich nicht anerkannt sind, tröstet man sich gerne mit dem Hinweis bzw. der Ausflucht, die Anerkennung der Marienerscheinungen sei gleichsam durch das „Gottesvolk“ vonstatten gegangen – wie eine Art Abstimmung mit den Füßen. Damit wird das kirchliche Hirtenamt in diesem Punkt letztlich durch die eigene Anhängerschar verdrängt.

Wir haben uns bereits zur Entstehungszeit unseres CHRISTLICHEN FORUM im Sommer 2011 skeptisch mit „Totus tuus“ befaßt: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/21/%e2%80%9etotus-tuus%e2%80%9c-feiert-medju-jubilaum-in-heroldsbach/

Zuvor hatte ich ausführliche Telefonate und Gespräche mit Totus-Mitgliedern geführt und (vergeblich) versucht, sie von ihrer Erscheinungsfixiertheit abzubringen und Schwärmer-Phänomene wie das sog. „Ruhen im Geist“ (charismat. „Hammersegen“, Rückwärtskippen in Trance) kritisch zu durchleuchten. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/30/wie-eine-charismatikerin-die-geisttaufe-bei-alan-ames-und-totus-tuus-erlebte/)  

Laut Herder-Korrespondenz werfen ehemalige Mitglieder dieser Gemeinschaft nunmehr vor, bereits als Jugendliche von ihren Familien isoliert und seelisch-spirituell unter Druck gesetzt worden zu sein. Auch von „blindem Gehorsam“ und religiösem Leistungsdruck ist die Rede.

BILD: Der Paulus-Dom von Münster, in dem die Gruppe „Totus Tuus“ jahrelang ihre Gebetsabende im Beisein des Bischofs gestaltete.

„Totus Tuus“ (das lateinische Wort heißt übersetzt „Ganz Dein“ und bezieht sich auf Maria) ist auch in der Diözese Münster aktiv und kirchlich anerkannt.

Die Gemeinschaft schreibt dazu auf ihrer Webseite: „Aus einer lockeren Gruppe ist ganz langsam eine verbindliche Gemeinschaft gewachsen, die an Ostern 2004 als eine private Vereinigung von Gläubigen diözesanen Rechts durch den damaligen Bischof von Münster, Reinhard Lettmann, kirchlich anerkannt wurde.“

Die Gruppe durfte z.B. allgemeine Gebetsabende und Jugend-Andachten im Paulus-Dom mitgestalten, an denen der Bischof mehrfach persönlich teilnahm. Als Geistlicher Beirat fungierte Weihbischof Christoph Hegge, der früher allgemein für die „neuen geistlichen Gemeinschaften“ zuständig war.

Seit einiger Zeit läuft nun aufgrund der Vorwürfe ehemaliger Mitglieder eine amtliche kirchliche Visitation der Gruppe im hiesigen Bistum, die nächstes Jahr abgeschlossen sein soll. (Näheres hier: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/aussteiger-werfen-gruppe-totus-tuus-geistlichen-missbrauch-vor/)

HINWEIS: Wir warnen seit Jahrzehnten vor dem pastoralen (seelsorglich-geistlichen) Missbrauch durch schwärmerisch-fanatische Gemeinschaften.  – Hier finden Sie weitere 27 Artikel (Erlebnisberichte, Analysen, Rezensionen) zu genau dieser Thematik: https://charismatismus.wordpress.com/category/geistlicher-pastoraler-missbrauch/


Plädoyer für die katholische Jugendbewegung

Rezension von Felizitas Küble

Buch-Daten: P. Gerold Schmitz: Die Katholische Jugendbewegung. Vom Aufbruch zum Abstieg. 4,50 €, Sonderpreis nur 1,95 € hier: https://www.fe-medien.de/Die-Kath-Jugendbewegung

Der Autor untersucht den Werdegang der Katholischen Jugendbewegung „von den Anfängen bis zu den Neuaufbrüchen“, so verkündet es der Untertitel.

Mit „Neuaufbrüchen“ sind konservative, kirchentreue  Jugendinitiativen gemeint, die sich in Abgrenzung zum Bund der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) entwickelten.

Hinsichtlich des BDKJ schildert der Verfasser die glaubensbegeisterte Aufbruchstimmung Ende der 40er Jahre über Phasen der Ermüdung bis hin zur heutigen Linkslastigkeit und unentwegten Kirchenkritik dieses von Bischöfen bezuschußten Dachverbands.

Der Autor ist Pater des Franziskanerordens und beurteilt die derzeitige Arbeit des BDKJ sehr kritisch. Dabei wird deutlich, daß der schleichende Abstieg dieses „offiziellen“ katholischen Dachverbandes schon Mitte der 60er Jahre begann: Bereits vor 35 Jahren war kaum noch etwas übrig von dem religiösen Elan der Gründerzeit.

Der BDKJ geriet ins Fahrwasser der 68er Revolte und so in ein Distanzverhältnis zur „Amtskirche“. Dennoch wurde der bischöfliche Geldhahn nicht zugedreht, so daß der zeitgeistkonforme Jugendverband, der sich kirchenkritisch bis antikirchlich gebärdet, gut und gerne von den Finanzmitteln der von ihm so vielgescholtenen „Amtskirche“ lebt.

Einige Beispiele: 1971 verweigerten die Bischöfe zum ersten Mal in der Geschichte des BDKJ die Zustimmung zu dessen neuer Bundesordnung. 1984 kam es zum Streit zwischen BDKJ und Bischofskonferenz wegen klassenkämpferischer und obszön-blasphemischer „Songbücher“ der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG), eines Teilverbandes des BDKJ.

1989 protestierte der BDKJ gegen Erzbischof Johannes Dyba (siehe Foto), weil dieser – in Abgrenzung zum BDKJ – die „Katholische Jugend Fulda“ ins Leben rief. Der konservative Oberhirte wollte damit den BDKJ in seine Grenzen weisen. Die anderen Bischöfe folgten seinem Beispiel jedoch nicht.

Der BDKJ wandelte sich so von einem glaubensstarken Verband in ein Sammelsurium grün-alternativer Strömungen. Die Zeit markiger „Bekenntnistage“ und glaubensfroher Lieder war abgelaufen. Frömmigkeit wurde ersetzt durch Gesellschaftskritik, Bekenntniseifer durch Revoluzzertum, christliche Inhalte durch sozialistische Parolen.

Der Verfasser beschränkt sich in seinem sowohl sachkundig wie flüssig geschriebenen Buch nicht auf die Darstellung der (Abwärts)Entwicklung im BDKJ – dies wäre wohl ein allzu trostloses Unterfangen. Dem Autor geht es um die „Katholische Jugendbewegung“ im umfassenden Sinn – und diese reicht weit über den BDKJ und die kirchenoffizielle Verbandsarbeit hinaus.

Das Buch schildert den Aufbruch der „Jugendbewegung“ Anfang des Jahrhunderts, beginnend mit dem Wandervogel in Berlin. Im Gefolge dieses Phänomens entstanden verschiedene Richtungen der „bündischen Jugend“ in und außerhalb der christlichen Kirchen.

Die jungen Romantiker stellten keine einheitliche Bewegung dar, sondern eher einen bunten Flickenteppich: vielfältig in seiner Struktur, aber miteinander verbunden durch ein gemeinsames „Lebensgefühl“, das sich in starker Naturverbundenheit, Lagerromantik und Kritik am „Spießbürgertum“ ausdrückte.

Auf katholischer Seite wurde die Aufbruchstimmung der Jugendbewegten lebendig vor allem im Jugendbund „Quickborn“ und im katholischen Schülerbund „Neudeutschland“ sowie dem Mädchenbund „Heliand“. Auch im kirchenoffiziellen „Jungmännerverband“ erhielten Ideen und Lebenswelten der Jugendbewegung einen starken Einfluß, ohne jedoch spezifische katholische Glaubensinhalte zu verdrängen. Die Harmonie zwischen Kirche und Jugendbewegung war gelungen.

Unter der NS-Diktatur wurde die bündische Jugend im allgemeinen und die katholische Jugendbewegung im besonderen massiv verfolgt und verboten.

Aus den Trümmern der NS-Diktatur entstanden wieder jugendbewegte katholische Gruppen. Doch seitens der Kirchenleitung wurde das Einheitsmodell eines Dachverbandes gegenüber dem früheren Nebeneinander selbständiger Bünde bevorzugt. So entstand 1947 der BDKJ.

Wenngleich dieser zunächst glaubenskonservativ ausgerichtet war, zeigte sich bald der Nachteil des Einheitsgedankens, indem sich eine selbstherrliche Kaste hauptamtlicher Berufsjugendlicher herausbildete. Der bürokratische Wasserkopf mit dem Jugendhaus Düsseldorf als Zentrum weitete sich immer stärker aus, verbunden mit einem drastischen Linksdruck und einem zunehmenden Abstand zu Glaube und Kirche.

Erstveröffentlichung dieser Besprechung in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT