Münster: Warum Bischof Genns Hirtenwort zur Fastenzeit enttäuschend ist

Von Felizitas Küble

Der Oberhirte von Münster, Dr. Felix Genn, hat zur österlichen Bußzeit einen Hirtenbrief herausgebracht, der am 1. Fastensonntag in allen Sonntags- und Vorabend-Messen des Bistums verlesen wurde.

Daß darin nichts von der Corona-Krise erwähnt wird, kann man dem Bischof nicht ankreiden, da er seine Stellungnahme bereits am 2. Februar verfaßt hat, somit vier Wochen vor der öffentlichen Verlesung in den katholischen Kirchen seiner Diözese.

BILD: In manchen Kirchen wurde Bischof Genn bei der Verlesung seines Hirtenworts auf einer großen Leinwand präsentiert

Das Bischofswort enttäuscht vielmehr aus anderen Gründen – einige seien hier aufgeführt:

1. Als „geistliche Übungen“ der Fastenzeit erwähnt er das Gebet, das Fasten und das Geben. Und was ist mit der Beichte? Diese kommt im gesamten Hirtenwort nicht ein einziges Mal vor.

2. Stattdessen erweckt es den irreführenden Eindruck, als sei der „Synodale Weg“ eine Folge der Missbrauchskrise: Durch den daraus entstandenen „Vertrauensverlust“ in die Kirche hätten die deutschen Bischöfe sich für den Synodalen Prozess entschieden. Was hat aber das eine mit dem anderen zu tun?

Soll etwas dieser Synodale Prozess eine gründliche Aufarbeitung der Missbrauchstaten und ihrer häufigen bischöflichen Vertuschung ersetzen oder zumindest aus dem Fokus rücken?

Indirekt gibt Bischof Genn freilich selber zu, daß es bei diesem Synodalen Weg um etwas ganz Anderes als die Missbrauchsproblematik geht, wenn er erklärt, man wolle hierbei Antworten suchen auf Fragen, „die seit vielen Jahren in der Diskusson sind“ – eben: die altbekannten Reformforderungen nämlich!

Dann schlägt er den Gläubigen das „gemeinsame Gebet zum Synodalen Weg“ vor und empfiehlt sogar das Fasten als „leibhaftigen Ausdruck“ der „inneren Anteilnahme“ – am Synodalen Weg und Gebet wohlgemerkt. Damit vereinnahmt der Bischof die traditionellen Fastenübungen der Gläubigen für sein eigenes Plädoyer zugunsten dieses Synodalen Prozesses.

3. Sodann erläutert der Münsteraner Oberhirte, der Heilige Geist sei „bei diesen Überlegungen anwesend“. Wir sollten diesem Geist „zutrauen“, daß er uns führe und auch „mit Lösungen überraschen“ könne, die wir jetzt noch „gar nicht erahnen“ – und so werde dieser Synodale Weg „Früchte des Geistes“ tragen.

Wie dürfen wir das verstehen?

Sollte der Heilige Geist der Kirche Christi nach 2000 Jahren sozusagen ein neues Licht aufsetzen? Benötigt ER hierfür zudem einen von deutschen Bischöfen angestoßenen „Synodalen Prozess“ mit Mehrheitsprinzip bei Abstimmungen? Soll der Heilige Geist das absegnen, was der Herren eigener Geist sich ausgedacht hat – als „Überraschung“ für das gläubige Kirchenvolk?

4. Merkwürdig erscheint auch folgende „Logik“ des Bischofs:

So wie wir auf die anderen Menschen hören, können wir uns auch innerlich ganz dem Wort Gottes, das uns in der Verkündigung in den Texten der Heiligen Schrift entgegenkommt, einlassen. Bringen wir die unterschiedlichen Wirklichkeiten unseres Lebens mit dem Wort Gottes ins Gespräch, so werden wir fähig, sie als Zeichen Gottes in die-ser Welt und in dieser Zeit zu deuten.“

Wir sollen also „sie“ (!)  – nämlich die „unterschiedlichen Wirklichkeiten unseres Lebens“  – als „Zeichen Gottes in dieser Welt“ deuten. Wohlgemerkt: Nicht „es“ (das Wort Gottes!), sondern „sie“, diese Wirklichkeiten nämlich!

5. Im Hirtenbrief kommt nicht nur das Bußsakrament nicht vor, auch die Gebote Gottes werden nirgends erwähnt. Stattdessen heißt es, eine „Fastenübung“ könne in dem „Verzicht“ bestehen, „unter Druck zu schnellen Lösungen zu kommen“, weil dies danebengehen könne.

Weiter: „Wir werden erst sehen können, ob eine Entscheidung richtig ist, wenn daraus Friede, Trost, tiefe ruhe und Zuversicht erwachsen.“ – Das sind sicherlich erfreuliche Empfindungen, aber der eigentliche Maßstab sind nicht unsere Gefühle und Gemütsstimmungen, sondern der Vergleich unserer Taten mit den Geboten Gottes und der Botschaft Christi.

Quelle für die Zitate: https://www.bistum-muenster.de/fileadmin/user_upload/Website/Downloads/Aktuelles/Publikationen/Kirchliches-Amtsblatt/2020/2020-02_Amtsblatt_Nr._2_Beilage.pdf


Konservative in den USA plädieren für Israel

Von Felizitas Küble

In den Vereinigten Staaten sind es vor allem die Republikaner und damit die politisch Konservativen im Lande, die sich für die Existenzberechtigung und die Sicherheitsinteressen Israels einsetzen.

Die eher linksliberalen Demokraten verhalten sich diesbezüglich ambivalenter, was sich vor allem bei jenen aus ihren Reihen zeigt, die in den letzten Jahrzehnten als Präsidenten regierten.

Während Jimmy Carter in seiner Amtszeit zunächst zumindest grundsätzlich die traditionell pro-israelische Politik der USA weiterführte, schrieb er später ein pro-arabisches Buch unter dem Titel „Palästina – Frieden, nicht Apartheid“ (Originaltitel: Palestine Peace Not Apartheid).

Das im November 2006 erschienene Buch sorgte in den USA für erbitterte Diskussionen über den Nahostkonflikt und die Politik Israels, zumal er dem jüdischen Staat ein „System der Apartheid“ gegenüber den Palästinensern im „Westjordanland“ vorwirft. Carters einseitige Positionierung ist insofern einigermaßen überraschend, als er eigentlich dem evangelikalen „Lager“ angehört, das sich üblicherweise als ausgesprochen israelfreundlich erweist.

Die Situation verschärfte sich mit dem Demokraten-Präsidenten Barack Obama, dessen Administration sich von vornherein stärker dem islamisch-arabischen Lager zuwandte.

BILD: Die jüdische „Klagemauer“ (Westmauer) in Jerusalem

Hingegen war es für US-Staatschefs aus der Republikanerpartei  – denken wir z.B. an Ronald Reagan oder die beiden Bush-Präsidenten  –  eine ausgemachte Sache, dass sich die Vereinigten Staaten als Bündnispartner der Israelis verstehen und den jüdischen Staat strategisch gleichsam als „westlichen Brückenkopf“ im Nahen Osten ansehen und würdigen. Dies war während des „Kalten Krieges“ besonders wichtig, als die Sowjetunion und der mit ihr alliierte Ostblock sowohl wirtschaftlich wie militärisch eng mit arabischen Staaten kooperierten und damit ihren antizionistischen Fanatismus sowie die Gegnerschaft zu den USA forcierten.

Mit der Wahl des Republikaner-Präsidenten Donald Trump kehrte eine dem jüdischen Staat wohlgesonnene Politik aus der Bush-Ära wieder zurück und wurde sogar noch verstärkt, denken wir etwa an die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und den damit verbundenen Beschluss, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.

BILD: US-Präsident Trump mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu

Dieser Programmpunkt wurde jahrzehntelang von der US-Administration zwar angekündigt, aber erst unter Trump konkret umgesetzt.

Diese pro-israelische Linie bewährt sich derzeit auch im Konflikt zwischen Israel und der EU, denn der Europäische Gerichtshof entschied am 12. November dieses Jahres, Produkte israelischer Siedler müssten in der EU speziell gekennzeichnet sein. Offenbar hat man aus der Geschichte nichts gelernt und die berüchtigte NS-Parole „Kauft nicht bei Juden!“ dem aktuellen israelfeindlichen Stand der Dinge angepasst: „Kauft nicht bei Juden – aus Judäa und Samaria!“

Mit derartigen Fehlentscheidungen soll offener Antisemitismus unter dem Tarnmantel vermeintlicher „Israelkritik“ kaschiert werden. Offenbar geht es bei dieser Ausgrenzung und Anprangerung des Staates Israel um eine fatale Solidarität mit der linken BDS-Bewegung.

Der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo widersprach diesen Boykottversuchen der EU und verkündete am 18.11.2019 in Washington, dass die US-Regierung in den israelischen Siedlungen keineswegs einen Verstoß gegen internationales Recht sieht. Wieder einmal haben sich die Vereinigten Staaten auf die Seite des jüdischen Staates gestellt – wie dies auch bei den zahlreichen israelfeindlichen Resolutionen der UNO seit Jahrzehnten zumeist der Fall ist.

Angesichts der traditionell israelfreundlichen Politik der Vereinigten Staaten stellt sich nicht nur für ultrarechte Antisemiten oder linke Antizionisten, sondern auch für manche wenig oder falsch informierten Bürger die Frage, wie es überhaupt zu diesem festen Schulterschluss Nordamerikas mit dem jüdischen Staat gekommen ist.

Ist die Ursache hierfür in der jüdischen „Lobby“ zu sehen? Liegt es an reichen oder zumindest einflussreichen Juden in den USA, die dafür sorgen, dass die Regierung sich wohlwollend gegenüber Israel  – der einzigen rechtsstaatlichen Demokratie im Nahen Osten  – verhält?

Dass sich jüdische Bürger in den USA weitgehend  – keineswegs durchgängig – für eine pro-israelische Politik einsetzen, versteht sich am Rande. Doch die jüdische Minderheit allein wäre nie in der Lage, selbst wenn sie noch so gut vernetzt wäre, diese solidarische Haltung der US-Administration gegenüber Israel zu gewährleisten.

Der Hintergrund für die kraftvolle Unterstützung des Existenzrechts Israels ist neben geostrategischen Interessen der USA vor allem in der Positionierung des dort sehr starken evangelikalen Spektrums zu suchen.

Die evangelikale Bewegung ist bibelorientiert und theologisch konservativ. Dies wiederum harmoniert mit klassischen bürgerlichen Prinzipien der Republikanischen Partei vor allem hinsichtlich der (heterosexuellen) Ehe, Familie, Erziehungsrecht der Eltern, Lebensrecht ungeborener Kinder, Privatschulen, freie Marktwirtschaft, Bewahrung der christlichen Kultur usw.

Die Zehn Gebote vor allem sind es, welche Juden und Christen sittlich prägen und verbinden. Auch die Hebräische Bibel wird von kirchlicher Seite als „Altes Testament“ wertgeschätzt, ja als verbindliches Gotteswort neben dem NT anerkannt.

Zugleich sind Juden und Christen weltweit durch einen gemeinsamen Feind bedroht, den politischen Islam. Nicht nur der Iran ist ein Beispiel dafür, wie ein fanatisch-islamisches Regime die Menschenrechte seiner nichtmuslimischen Bürger missachtet.

Die pro-israelische Haltung des konservativen christlichen Spektrums in den USA zeigt sich beispielhaft bei dem republikanischen Vizepräsidenten Mike Pence, einem „evangelikalen Katholiken“.

Der frühere Gouverneur von Indiana und dreifache Familienvater (siehe Foto) ist von seiner Persönlichkeit her ganz anders gestrickt als Präsident Trump, der eher wie ein „Mann fürs Grobe“ wirkt. Doch bei aller Besonnenheit in Rede und Auftreten vertritt der scharfsinnige Jurist Pence sehr klar seine Prinzipien.

Zudem ist bei ihm die christliche Prägung deutlicher und glaubwürdiger als beim US-Präsidenten. Nicht wenige Bürger dürften deshalb für Trump gestimmt haben, weil er den konservativen Pence vorweg als seinen Stellvertreter bzw. Vize-Kandidaten präsentierte. Ohne starken Rückhalt im „Bibelgürtel“  – also vor allem in den evangelikal orientierten Südstaaten  –  kann in den USA kaum jemand erfolgreich ins Weiße Haus einziehen.

Pence ist als Sohn irischer Einwanderer von Haus aus katholisch, besuchte eine kirchliche Privatschule und steht zugleich dem evangelikalen Lager sehr nahe – genauer gesagt der sog. „Tea-Party-Bewegung“, die freiheitlich-konservativ ausgerichtet ist (in Wirtschaftsfragen liberal, in ethischer Hinsicht konservativ). Als entschiedener Abtreibungsgegner sorgte Pence einst dafür, dass im US-Bundesstaat Indiana eines der strengsten Lebensschutz-Gesetze der USA eingeführt wurde.

Zugleich macht Pence aus seinen israelfreundlichen Standpunkten kein Geheimnis. Er bezeichnete den jüdischen Staat sogar als „ewigen Verbündeten“ der USA, wobei er betonte, seine Haltung sei nicht nur politisch-strategisch motiviert, sondern erwachse aus einem christlichen Glauben. Glasklar erklärte der Vizepräsident beispielsweise: „Israels Feinde sind unsere Feinde, die Sache Israels ist unsere Sache. Wenn diese Welt sonst nichts anderes weiß, aber dies soll sie wissen: Amerika steht zu Israel.“

Natürlich sind sowohl Präsident Trump wie sein Stellvertreter Pence in den deutschen Mainstreammedien denkbar unbeliebt. Das linke Spektrum tarnt seinen Antisemitismus gerne als „Israelkritik“, nicht zuletzt die „Süddeutsche Zeitung“ und der „Spiegel“.

Typisch hierfür ist ein süffisanter Artikel von Christoph Sydow aus dem Online-Portal des „Spiegel“ vom 21.1.2018. Schon der Titel lässt tief blicken: „US-Vizepräsident vor Nahost-Reise  –  Mike Pence, der unerwünschte Christ.“

Dann heißt es, die israelische Regierung habe Pence „wie einen Helden“ empfangen, doch arabische Christen in der Region wollten angeblich von ihm nichts wissen.

Wenig erstaunlich, dass der „Spiegel“-Autor den christlichen Republikaner nicht ausstehen kann: „Pence gilt auch als die treibende Kraft hinter Donald Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.“ – Wenige Abschnitte später heißt es erneut, Pence werde von Israels Premier Netanjahu sehr geschätzt, weil der Vize „maßgeblich dafür gesorgt hat, dass der langgehegte Wunsch Israels nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt endlich erfüllt wird.“

Was dem „Spiegel“ missfällt, ist für bibelbewusste Christen ein Grund zum Aufatmen, denn diese Entscheidung der US-Administration war überfällig.

Juden und Christen sind Schicksalsgefährten und „geborene“ Bündnispartner in einer immer gottloser werdenden Welt, in der die Zehn Gebote zunehmend mit Füßen getreten werden, wobei zugleich der radikale Islam sich anschickt, den dekadenten Westen zu überrollen und das geistige Vakuum zu füllen, das die Abwendung von christlich-jüdischen Werten und Prinzipien hinterlassen hat.

Die Erstveröffentlichung dieses Beitrags von Felizitas Küble erfolgte in der JÜDISCHEN RUNDSCHAU vom Januar 2020

 

 

 


Die „Marienerscheinungen“ von Heede und „Botschaften“ an die Seherin Grete Ganseforth

Von Felizitas Küble

Vor über zwei Jahren haben wir einen einführenden Artikel über die Marienerscheinungen im emsländischen Heede veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2018/01/02/heede-marienerscheinungen-im-emsland/

Dieser Beitrag sei nun um einige Anmerkungen ergänzt, wobei ich auf Informationen aus dem Buch „Flammende Zeichen der Zeit“ des katholischen Schriftstellers Bruno Grabinski zurückgreife.

Die erste Auflage erschien 1950, wobei weitere Auflagen bis 1974 folgten, das Buch also jahrzehntelang auf ein erstaunliches Interesse stieß. Die verschiedenen Ausgaben wurden teilweise überarbeitet und ergänzt – mir liegt die 3. Auflage von 1966 vor.

Will man vermeintlich „übernatürliche“ Phänomene möglichst sachgerecht beurteilen, so tut man gut daran, auf ältere Literatur zurückzugreifen, weil in späteren  Büchern oft so manches „redigiert“ bzw. retuschiert und frisiert wird, um nicht zu sagen: zurechtgebogen.

Zurück zu Heede:

Dort soll 1937 – also mitten in der NS-Zeit   –  die Gottesmutter einigen jungen Mädchen auf dem Friedhof erschienen sein und sich als „Königin des Weltalls und der Armen Seelen“ präsentiert haben. Diese Privatoffenbarungen wurden von der Kirche nicht anerkannt, aber die dortige Gebetsstätte mehr oder weniger geduldet und heute allgemein bischöflich toleriert.

Das erwähnte Grabinski-Buch steht den Heede-Erscheinungen recht positiv gegenüber, ohne dabei fanatisch zu sein. Umso aufschlußreicher sind einige Zitate und Hinweise in diesem alten Buch. Dort geht es um die Seherin Grete Gansefort, die von allen visionären Heede-Frauen die größte Bekanntheit erlangte und vom Autor als „mystisch Begnadete“ bezeichnet wird.

Dabei soll ihr die „Gottesmutter“ in Einsprechungen z.B. über den 2. Weltkrieg gesagt haben: „Der Krieg ist keine Strafe der göttlichen Gerechtigkeit (…), sondern eine Strafe aus Barmherzigkeit zur Rettung vieler Seelen, die sonst verlorengegangen wären.“ (S. 90)

Hier scheint der Versuch wirksam, sich an einige Fatima-Aussagen anzulehnen, diese aber noch zuzuspitzen:

Der Krieg ist weder eine Strafe aus Gerechtigkeit noch aus Barmherzigkeit, sondern eine Folge der gottlosen Politik zweier Dikaturen und Tyrannen (Hitler und Stalin), die bestimmt nicht als Vollstrecker des göttlichen Willens fungierten.

Gott läßt solche  –  gegen seine Gebote gerichteten – Verbrechen zwar zu, aber nicht, weil ER sie billigt oder gar aktiv als „Strafe“ einspannt, sondern weil ER die menschliche Freiheit respektiert – und dies auch im Falle ihres Mißbrauchs durch Bosheit.

Abgesehen davon mag es sein, daß durch die Kriegsereignisse manche Seelen gerettet wurden, weil sie in diesen schlimmen Zeiten zum Nachdenken kamen, aber genauso kann auch das Gegenteil eingetroffen sein, daß Menschen aus Verzweiflung vom Glauben an einen gütigen Gott abgefallen sind. Das Sprichwort „Not lehrt beten“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß leider zugleich die Erfahrung gilt: „Not lehrt fluchen!“

Es gibt keine Vorherbestimmung

Am 17./18. November 1943 soll der „Heiland“ Grete Ganseforth Folgendes mitgeteilt haben: „Von aller Ewigkeit her habe ich schon den Grad der Vollkommenheit, zu welcher Ich eine Seele bei ihrer Erschaffung in der Zeit rufe, festgelegt.“ (S. 90)

Dies beinhaltet eine falsche Prädestinations(irr)lehre, denn es gibt zwar eine Vorsehung und Vorausschau Gottes in seiner Allwissenheit, aber keine Vorherbestimmung im eigentlichen Sinne, sonst würde Gott die von ihm selber geschaffene Freiheit des Menschen nicht ernst nehmen.

Geradezu blödsinnig ist die „Botschaft“ vom 21.12.1943 über den Menschen, der als „Nichts“ bezeichnet wird. Dabei spricht wieder der angebliche Heiland zu Ganseforth, seiner „Braut“, wie er sie nennt: „Das Nichts verdient nichts, deshalb soll das Nichts nicht richten, nichts sagen, nichts verlangen und sich über nichts beklagen.“ (S. 91)

Offenbar merkt der Verfasser, der sonst durchaus theologisch zu differenzieren versucht (und z.B. die „Marienerscheinungen“ von Heroldsbach strikt ablehnt), in seiner Leichtgläubigkeit nicht, wie unvernünftig und verfehlt diese „Botschaften“ sind.

Nicht einmal die Tatsache, daß ein psychiatrisches Gutachten die „Seherin“ negativ beurteilte, scheint ihn zu beeindrucken: „Es ist bekanntgeworden, daß ärztliche Gutachter Grete G. als „hysterisch“ angesprochen haben.“ – Das sei aber „weiter nicht verwunderlich“ und bedeute keineswegs die „Unechtheit“ der Erscheinungen: „Denn schließlich können auch „Hysterische“ sehr wohl begnadet sein.“ (S. 92)

Erstens sind ohnehin alle Christen „begnadet“, was schon mit der Taufe beginnt, zweitens sind damit noch lange keine Visionen oder Privatoffenbarungen verbunden, drittens sind krankhafte Seelenzustände wie Hysterie sehr wohl ein ernster Grund, an der Übernatürlichkeit einer Erscheinung zu zweifeln.

Hierzu heißt es auf dem amtlichen Portal „Katholisch.de“ über die Kriterien für eine Anerkennung:

„Erstens muss das weitere Leben den tadellosen Charakter des Sehers oder der Seherin bezeugen, er oder sie darf zweitens nicht unter einer psychischen Krankheit leiden und die Marienerscheinung muss drittens eine positive Wirkung sowohl auf die Persönlichkeit des Sehers als auch auf deren Umgebung haben – entwickelt sich durch das Ereignis ein Konflikt, dann kann hier nicht Maria am Werke gewesen sein.“ (Quelle: https://www.katholisch.de/artikel/16538-marien-wunder-gibt-es-immer-wieder-oder)

Und ob sich aus Heede ein „Konflikt“ entwickelt hat: Einige der Visionärinnen (vor allem Ganseforth) haben sich nach dem Krieg in aufsehenerrende Gerichtsprozesse verwickelt und sich gegenseitig Lug und Betrug vorgeworfen.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Einen „Sonntag des Judentums“ oder das FEST der ZEHN GEBOTE einführen?

Von Felizitas Küble

Der katholische Dechant Ferenc Simon ist Beauftragter für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Bistum Wien. Der Geistliche wünsche sich von der Kirche nicht nur einen „Tag des Judentums“, sondern einen „Sonntag des Judentums“: 

Durch einen eigenen Sonntag solle die Verbindung des Christentums mit dem Judentum stärker hervorgehoben werden, sagte Pfr. Simon einer kirchlichen Zeitung mit dem passenden Titel „Der Sonntag“.

Er verwies darauf, dass die evangelische Kirche seit Jahrzehnten jährlich einen ‚Israel-Sonntag‘ begeht. Der Weltkirchenrat hat zudem im Jahre 2000 den 17. Januar als „Tag des Judentums“ eingeführt. (Die katholische Kirche ist aber kein Mitglied in diesem sog. Ökumenischen Rat der Kirchen.)

Unser Vorschlag lautet schon seit vielen Jahren:

Die katholische Kirche möge ein Fest der Zehn Gebote einführen, also nicht nur einen Gedenksonntag, sondern ein richtiges Hochfest wie Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Empfängnis Mariens, Darstellung des HERRN (Dreikönig) usw.

Eine solche Feier der Zehn Gebote würde ebenfalls das starke theologische und moralische Band hervorheben, das uns mit dem Judentum  – dem Alten Testament  – verbindet, einmal abgesehen davon, daß in unserer heutigen Zeit ein solches Fest besonders dringlich erscheint, denn die göttlichen Gebote spielen selbst in manchen kirchlichen Kreisen kaum noch eine Rolle, teils nicht einmal theologisch, geschweige lebenspraktisch.

Ein solches FEST würde zudem verdeutlichen, daß die Gebote Gottes keine „Last“ sind, unter der wir gleichsam stöhnen und ächzen, sondern ein großartiges Geschenk und eine zeitlose Wegweisung von oben, über die wir uns recht von Herzen freuen!

Deshalb sammeln wir für diese Idee seit zwei Jahren hunderte Unterschriften mit einer Bittschrift an den Papst: JA zu einem Fest der Zehn Gebote!


Theologin Hoffmann auf der MEHR-2020: Denkfaulheit contra Glaubenszweifel?

Von Felizitas Küble

Heute geht die charismatisch-öumenische MEHR-2020 in Augsburg zu Ende. Erstmals wurden in die emotional geprägte Konferenz auch speziell theologische Impulsreferate eingebaut, um dem Vorwurf entgegenzuwirken, die Veranstaltung setze nur auf rauschhafte Gefühle und Schwärmerei.

Das bischöflich-katholische Internetportal „Katholisch.de“ berichtet aktuell über diesen Versuch des Gebetshauses Augsburg, das intellektuelle Profil der Konferenz zu stärken: https://www.katholisch.de/artikel/24106-theologin-auf-mehr-konferenz-zweifel-ist-fuer-glaeubige-wichtig

In dem erwähnten Artikel heißt es:

„Zweifel ist nach Ansicht der Theologin Veronika Hoffmann kein Zeichen eines schwachen Glaubens. „Wenn man Anbetung und Zweifeln gegenüberstellt, ist das nicht fromm, sondern denkfaul“…Die Dogmatik-Professorin äußerte sich beim Forum „Mehr Theologie“ auf der ökumenischen Christenkonferenz „Mehr“….Hoffmann erklärte weiter: „Ist Zweifeln gefährlich? Ja – für die eigene Bequemlichkeit, Naivität und heimliche Arroganz“ in Bezug auf das vermeintliche Wissen über Gott.“

 
Die hier dargestellte Position der Theologin ist etwas durchwachsen, weil sie zwischen Zweifeln und Glaubensschwierigkeiten nicht unterscheidet:
Wenn ein Christ nicht an den Glaubenslehren zweifeln  w i l l , sondern einfach bestimmte Inhalte rational nicht versteht, dann ist das nur eine Glaubensschwierigkeit, denn sie findet lediglich im „Kopf“ statt, nicht in der Willensabsicht.
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Unter „Zweifel“ versteht man in der katholischen Theologie aber üblicherweise etwa anderes, nämlich ein bewußtes, willentlich gesteuertes Abstandnehmen bzw. Distanzieren von der amtlichen Glaubenslehre.
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Recht hat die Dogmatikerin freilich mit ihrer Aussage: „Persönliche Gotteserfahrungen seien wichtig, doch sie könnten nicht allein stehen. „Nicht alles, was sich fromm anfühlt, ist von Gott.“ Man könne etwa auf der „Mehr“-Konferenz auch „psychisch gepusht“ sein.“
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Genau dies ist einer unserer Kritikpunkte seit Jahr und Tag!
Ähnlich mißverständlich bis irreführend wie das Zweifel-Thema erscheinen die Ausführung des Neutestamentlers Thomas Schumacher. Wie „katholisch.de“ schreibt, ging es um die Frage, ob die biblischen Inhalte stimmen: Der Professor antwortete, eine geistige Betrachtung der Heiligen Schrift könne mehr zu Jesus führen als Fragen nach historischen Fakten. Wichtig sei das Echo der Lektüre im Leser.“
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Damit macht es sich der Herr Theologe aber zu einfach – und zwar zweifach:
1. Die Frage nach der historischen Richtigkeit der Heiligen Schrift kann nicht mit dem schlichten Hinweis hinweggefegt werden, eine „geistige Betrachtung“ der Bibel könne mehr zu Jesus führen (als ob das jemand bestritten hätte). Damit weicht der Referent nämlich einem klaren JA zur Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift geschickt aus.
2. Die Aussage „Wichtig sei deas Echo der Lektüre im Leser“ ist auch nur halbrichtig, denn damit wird erneut der Focus von der objektiven auf die subjektive Ebene verschoben. In einem frommen Stuhlkreis mag das angehen, für einen theologischen Standpunkt ist dies aber schmalspurig.
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Es zeigt sich somit, daß diese beide Vortragsredner auf der MEHR-Konferenz ihren Hörern keine klare Orientierung vermittelt haben, sondern dem ohnehin schon vorhandenen Subjektivismus dieser schwärmerisch geprägten Konferenz auch  noch eine quasi-theologische Rechtfertigung anboten.
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HIER weitere ca. 20 Artikel über die MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg von Dr. Johannes Hartl: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/gebetshaus-augsburg-j-hartl/

Augsburg: MEHR verspricht mehr, als sie hält

Von Felizitas Küble

Am Freitag (3. Januar) begann in Augsburg die viertägige charismatische MEHR-Konferenz, die im letzten Jahr ausgefallen war (laut Leiter Dr. Hartl benötigte er mehr „Besinnung“ in der Zwischenzeit).

Umso erfreuter ist man beim ökumenischen Gebetshaus Augsburg darüber, daß die Teilnehmerzahl sogar noch von 10.000 auf 12.000 gestiegen ist und damit der mit Pop- und Rockmusik begleitete Kongreß voll ausverkauft sei.

Das Leitwort der Veranstaltung ist „natürlich“ englischsprachig und lautet „Colours of Hope“ (Farben der Hoffnung).

Etwas befremdlich wirkt es freilich, wenn die MEHR auf ihrer Hompage mehr verspricht, als sie hält:

Auf der Startseite  – https://mehrkonferenz.org/  –  wird der Leser mit einem großen Button unten rechts zum „Livestream“ weitergeleitet. Unter dieser Rubrikhttps://mehrkonferenz.org/livestream/heißt es dann:

„Liebe Freunde, wie schön, dass Sie über den Livestream an der #MEHR2020 teilnehmen!
Wir freuen uns, Ihnen diesen Dienst
gratis anbieten zu können.

Allerdings kostet uns die Produktion des Streams etwa 120.000€. Zur Deckung dieser Kosten sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte überlegen Sie, was Sie geben können. Je nachdem ob Sie alleine oder als Gruppe zusehen, schlagen wir folgende Spendenbeträge vor…“

Sodann folgen Spenden-Buttons mit der Empfehlung von 24,95 € für Einzelne und von 59,95 € für Gruppen.

Nun ist ein Unterstützungs-Aufruf grundsätzlich völlig unbenommen und stellt kein Problem dar, wenngleich die angeblichen Kosten von 120.000 € für diesen Service reichlich hoch erscheinen.

Allerdings heißt es eingangs, man freue sich, diesen Dienst „gratis(!) anbieten zu können.

Nicht nur ich, auch andere Leser des CHRISTLICHEN FORUMs, die nicht zu Spenden bereit waren, konnten diesen Livestream nicht nutzen, denn man kam auf diesem „Pfad“ schlicht nicht weiter – und wenn man sich auf die Startseite zurückschaltete, stand man erneut vor der Bezahlschranke.

Wäre es dann nicht aufrichtiger und fairer, gleich die Bezahlschranke zu erwähnen, statt von einem GRATIS-Angebot zu schreiben?  

„Kath.net“ derzeit in Jubelstimmung:

Es liegt auf der Hand, daß sich das erscheinungsbewegte Nachrichtenportal „Kath.net“ jetzt auf Wolke 7 befindet und z.B. bis zum heutigen Nachmittag bereits vier Artikel über die MEHR-2020 veröffentlichte, darunter auch einen Bericht über die Pressekonferenz mit Dr. Johannes Hartl, dem katholischen Leiter des Gebetshauses, von dem das MEHR-Spektakel veranstaltet wird: https://www.kath.net/news/70240

Nun liegt der MEHR vor allem mehr Ökumene sehr am Herzen. Dagegen ist zunächst nicht unbedingt etwas einzuwenden, immerhin praktiziert unser CHRISTLICHES FORUM seit jeher eine Art „Ökumene auf konservativ“  – allerdings ohne Verwischung der theologischen und sakramentalen Unterschiede zwischen den Konfessionen.

In der euphorischen Lobeshymne von „Kath.net“ auf die MEHR-Konferenz heißt es jedoch:

„Auf die Frage, wie die Konferenz mit der Eucharistiefeier und der Feier das Abendmahls umgehe, betonte der Gebetshausleiter, dass man alle Christen zu beiden einladen. „Zum Empfang der Eucharistie ermutigen wir jeweils die Leute dort zu gehen, wo sie sich konfessionell verorten.“

Der katholische MEHR-Chef Dr. Hartl lädt also „alle Christen zu beidem ein“, doch immerhin „ermutigt“ er die Teilnehmer dazu, „zum Empfang der Eucharistie“ in die Feier der jeweils eigenen Konfession zu gehen.

Doch der katholische Theologe bezeichnet dabei ausdrücklich beides – nämlich die protestantische Abendmahlsfeier und den katholischen Kommunionempfang – unterschiedslos als „Eucharistie“.

Dabei ist der Eucharistie-Begriff typisch katholisch  –  und was noch wichtiger ist: Beide Gottesdienstformen sind wesentlich verschieden dadurch, daß die hl. Kommunion objektiv ein Sakrament darstellt, die evanglische Abendsmahlsfeier jedoch nicht.

Diese konfessionelle Vermischung könnte man leicht verhindern (zumindest erschweren), wenn nämlich beide Gottesdienste  – Abendmahl / Messe – zur selben Zeit stattfinden würden (ggf. durch Teilung der Halle mit einem Vorhang oder wie auch immer).

Aber auf solche „Kleinigkeiten“ kommt es offenbar nicht an, wenn erlebnisorientierte Charismatiker aus katholischen, landeskirchlichen und freikirchlichen Kreisen sich zu MEHR versammeln ganz nach der charismatischen Devise: Die Lehre trennt, aber die Erfahrung vereint!

Man kann auch sagen: eine Ökumene auf der Gefühlsebene  – alle zusammen fliegen sie enthusiastisch auf die Wolke 7.

Unsere früheren 17 Artikel über die MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/gebetshaus-augsburg-j-hartl/


Wir nahmen Abschied von Pater Lothar Groppe

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag (28. November) fand in Berlin-Reinickendorf auf dem Domfriedhof St. Hedwig die Beisetzung des Jesuitenpaters Lothar Groppe statt, mit dem unser Christoferuswerk seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden gewesen ist.

Um 11 Uhr begann das Requiem (Totenmesse, Seelenamt) in der Friedhofskapelle, an dem ich gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Helfer teilnahm.

Der Ordensbruder bzw. Zelebrant nannte einige besondere Stationen im Leben des mit 92 Jahren verstorbenen Priesters; er erwähnte auch, daß der Vater des Geistlichen  – Generalleutnant Theodor Groppe – ein großer Judenretter und Widerstandskämpfer während der NS-Diktatur war. 

Zudem informierte er uns darüber, daß der leibliche Bruder von Pater Groppe am selben Tag – und zwar nur zwei Stunden später  – verstorben ist. Er hieß Herbert Groppe und war sogar zwei Jahre älter (also 94 J.).

Danach sprach ein weiterer Jesuitenpater die Fürbitten und Totengebete beim aufgebahrten Sarg an den Stufen des Altares (siehe 1. Foto).

Daneben befand sich ein halbes Dutzend Rosen- und Blumengestecke, u. a. von der katholischen Jugendgemeinschaft „Halbkreis“ und von Groppes evangelischem Freund Dr. Bernd F. Pelz.

Auch wir verabschiedeten uns mit einer Blumenschale von unserem Weggefährten und Kameraden. Auf der Schleife heißt es: „Im Gebet und Gedenken verbunden: Christoferuswerk.“  – Das zweite Foto zeigt unser Gesteck neben dem Grab von Pater Groppe.

Bei der Beerdigung hielt Militärdekan Joachim Simon eine eindrucksvolle Ansprache über den verstorbenen Geistlichen, den er gut kannte und sehr wertschätzte. Der Monsignore erwähnte in seinem Nachruf, wie sich P. Groppe auch in der Bundeswehr entschieden für unseren demokratischen Rechtsstaat einsetzte und jeden Extremismus  – ob von rechts oder links – ablehnte. 

Die Jesuiten luden alle Trauergäste zum Mittagessen in ihr Peter-Faber-Haus nach Berlin-Kladow ein.

Das dritte Foto zeigt einen Teil dieser Seniorenresidenz, die in ruhiger Lage in einem parkähnlichen Gelände liegt. Hier hat Pater Groppe seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod am vor-vorigen Sonntag (17.11.) verbracht.

Näheres zu seinem Leben und Wirken lesen Sie in unserem Nachruf: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/17/wir-trauern-um-pater-lothar-groppe-sj/

Das vierte Foto habe ich vor der Kapelle im Peter-Faber-Haus aufgenommen. Dort war ein kleiner Gedenk-Tisch mit einem Bild von P. Groppe aufgestellt.

Das letzte Foto zeigt die Innenseite der Eingangstür zum Zimmer des Geistlichen.

Pater Groppe hatte dort unser Plakat für Erzbischof Johannes Dyba aufgehängt – direkt daneben an seiner Flurtür sehen wir als weiteres Plakat – ebenfalls von uns herausgebracht – ein großes Poster über den seligen Kardinal von Galen.

Diese tapferen Kirchenmänner waren große und prägende Vorbilder für unseren ebenfalls glaubensstarken Pater Lothar Groppe SJ.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.