Der selige Karl Leisner: Priester, Bekenner und Märtyrer in schwer bedrängter Zeit

Von Felizitas Küble

Tausende von katholischen Geistlichen waren Opfer der nationalsozialistischen Diktatur, weil sie tapfer für die Glaubensgrundsätze der Kirche eintraten, sich für Verfolgte einsetzen oder mutige Predigten hielten. Zu den Märtyrern der NS-Zeit gehört auch der junge Priester Karl Leisner aus dem Bistum Münster. 

Der Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V. (IKLK) veranstaltete am 11. Mai 2018 auf dem Katholikentag in Münster eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Versöhnung im Krieg unter Feinden – Die geheime Priesterweihe von Karl Leisner im KZ Dachau 1944“.

Teilnehmer auf dem Podium waren neben Bischof Dr. Rudolf Voderholzer der emeritierte Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, der Publizist und Pfarrer i. R. Hans-Karl Seeger, Altpräsident des IKLK, der im niederrheinischen Kleve unweit von Leisners Elternhaus aufwuchs und der Historiker Dr. Christoph Kösters von der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn; der Mitherausgeber des Buches „Priester unter Hitlers Terror“. Kösters widmet sich seit langem der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Leisner.

Der Gesprächsrunde gelangt es eindrucksvoll, das Leben und die Spiritualität des Seligen von verschiedenen Blickwinkeln aus zu würdigen.

Monika Kaiser-Haas, eine Nichte Leisners und Vizepräsidentin des IKLK, begrüßte die erwähnten Experten sowie Georg Walser (Redakteur des Michaelsbundes) als Podiums-Moderator; sie führte zugleich informativ ins Tagungsthema ein.

FOTO: Bischof Voderholzer beteiligte sich engagiert an dieser Podiumsdebatte

Zu Beginn der Veranstaltung wurden Ausschnitte aus dem Dokumentations-Film „Christ aus Leidenschaft“ präsentiert. Darin geht es um Leisners Glauben und Wirken, auch um seine frohe Zeit in der katholischen Jugendbewegung, wo er „brennende Herzen für Christus“ kennenlernt.

Früh warnte der klarsichtige junge Mann vor dem durch die NS-Bewegung aufkommenden Neuheidentum. Seine tapfere Haltung führt ihn letztlich ins KZ Dachau  – dem größten Priestergefängnis, das es je gab (insgesamt wurden über dreitausend Priester dort festgehalten).

Dr. Kösters erwähnte zum Thema Neuheidentum, daß gerade Bischof Clemens Graf von Galen (zu dessen Bistum Münster auch Karl Leisner gehörte) vor allem die katholische Jugend davor warnte und dem NS-Chefideologen Rosenberg öffentlich widersprach. Das national-sozialistische Neuheidentum sei letztlich ein säkularer Religionsersatz gewesen, erklärte der Historiker.

Pfarrer Seeger schilderte sodann kenntnisreich die risikoreichen Vorbereitungen und den Ablauf der Priesterweihe sowie der ersten heiligen Messe, die Karl Leisner im KZ Dachau zelebrierte  – natürlich unter größter Geheimhaltung, um den NS-Schergen nicht aufzufallen.

Aus Sicherheitsgründen durfte von der Primizmesse kein Foto hergestellt werden (wobei ein Bild von dem provisorischen Altarraum existiert, jedoch ohne Personen).

Der französische Bischof Piguet habe damals gesagt, für die Spendung einer Priesterweihe riskiere er sein Leben, aber nicht für ein Foto. Er war übrigens der einzige französische Oberhirte, der in einem KZ gefangengehalten wurde, wie Pfr. Seeger anmerkte.

Die Bilder von Karl Leisner – z.B. mit Meßgewand (siehe Foto rechts) wurden zwei Tage vor der Priesterweihe beim Üben der Zeremonien angefertigt.

Damals – im Dezember 1944 – gab es bereits gewisse Auflösungserscheinungen bzw. weniger strikte Kontrollen in Dachau; in der Zeit davor wären diese gewagten Vorgänge einem größeren Risiko ausgesetzt gewesen.

Bischof Voderholzer berichtete, dass er seit langem von diesem glaubensstarken Geistlichen tief beeindruckt ist. Dieses besondere Schicksal  –  Leisners Priesterweihe im KZ –  sei zudem weltweit einzigartig und zugleich ein Zeugnis christlicher Völkerverständigung inmitten kriegerischer Auseinandersetzungen; denn der ebenfalls in Dachau inhaftierte französische Bischof Gabriel Piguet hat die Weihe am 17.12.1944 vorgenommen.

Das Wasser sei gleichsam stärker als das Blut, so der Bischof: Die Taufe könne Menschen tiefer miteinander verbinden als die nationale Zugehörigkeit. Darin liege Leisners Bedeutung für ein christliches Europa.

Dabei betonte er, die eigentlichen Pulsadern Europas seien nicht zuletzt die Wallfahrtsorte. So habe es sogar im 1. Weltkrieg weiterhin viele Pilgerfahren von Deutschen nach Lourdes gegeben, ebenso Partnerschaften zwischen bischöflichen Städten über Grenzen hinweg.

Die einzige hl. Messe Leisners bis zu seinem Tod am 12.8.1945 war seine Primizfeier im Priesterblock des KZs. Bischof Voderholzer erwähnte, jeder Priester möge die hl. Messe so würdig feiern, als wäre es – wie bei Leisner – seine erste und seine letzte.

Zudem erinnerte der Regensburger Oberhirte an die besondere Bedeutung der jungen „Botin“ Josefa Mack, ohne die Leisners Priesterweihe nicht möglich gewesen wäre; die hat die nötigen liturgischen Gegenstände (auch das geweihte Katechumenen-Öl für die Salbung der Hände), die sie von Kardinal Faulhaber (München) erhielt, unter Todesgefahr in den Priesterblock von Dachau eingeschmuggelt.

Die spätere Nonne (ab ihrem Ordenseintritt hieß sie „Maria Imma“) sei ebenso mutig wie bescheiden gewesen, sagte der Bischof; sie habe erst im höheren Alter von ihren heroischen Taten – darunter das Einschmuggeln von Lebensmitteln ins KZ – berichtet und ihre Lebenserinnerungen „Warum ich Azaleen liebe“ veröffentlicht.

Sodann erläuterte der Bischof, dass Selig- und Heiligsprechungen letztlich durch das gläubige Volk angeregt werden, denn der zuständige Bischof müsse sich vergewissern, dass im Kirchenvolk eine „hinreichende Verehrung“ für eine vorbildliche Persönlichkeit vorhanden ist, bevor er den diözesanen Seligsprechungs-prozeß eröffnen könne.

FOTO: Dr. Kösters (links) und Pfarrer Seeger informieren über Leisners Glauben und Leben

Somit erfülle die Kirche, wenn sie einen Gläubigen zur „Ehre der Altäre“ erhebe, quasi den Wunsch des Kirchenvolkes und bestätigte dessen bereits vorhandene Verehrung.

Bischof Thissen wies darauf hin, daß der selige Karl Leisner den  – ebenfalls seliggesprochenen   –  Münsteraner Oberhirten von Galen als Identifikationsfigur annahm und wahrnahm. Er habe den unbeugsamen Bischof 1934 erstmals bei einer Begrüßung der neuen Theologen im Borromäum in Münster erlebt, aber auch bei späteren Gelegenheiten, etwa als Meßdiener im Paulus-Dom von Münster.

Dr. Thissen würdigte auch den Mut von Bischof Piguet, der Leisner im KZ zum Priester weihte, was für den französischen Würdenträger lebensgefährlich war. Sodann erwähnte Werner Thissen, daß Leisner sowohl von der Lebensfreude der Menschen vom Niederrhein geprägt war wie auch von der Bodenständigkeit und Treue, die man den Westfalen nachsagt.

Zudem erwähnte der emeritierte Bischof, wie es zur 1996 erfolgten Seligsprechung Leisners gekommen ist. Pfarrer Seeger nannte die weiteren Details, auch über das diözesane Seligsprechungsverfahren, das Bischof Heinrich Tenhumberg von Münster 1973 eröffnete.

Bei Karl Leisner wurde bei der Vorbereitung der Seligsprechung das anfängliche Bekenner-Verfahren zu einem Märtyerer-Verfahren umgewandelt; somit brauchte kein Wunder auf seine Fürsprache hin geschehen.

Dr. Kösters betonte, daß die Blutzeugen der „Stachel im Fleisch“ der Kirche seien; denn sie fordern uns alle heraus und folgten Christus nach bis zum Letzten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den Jugend-Verlag KOMM-MIT und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Fotos: Felizitas Küble

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Kommt es (endlich) zur bundesweiten CSU?

Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten setze ich mich für eine bundesweite Ausdehnung der CSU ein, die der bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß einst in seinem „Kreuther Beschluß“ zwar ankündigte, aber leider nicht durchführte.   (Unsere diesbezüglichen 20 Artikel siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/bundesweite-csu-kreuther-geist/)

Danach ist das Thema bei den Christsozialen zwar immer wieder hochgekommen, aber eher als (leere) Drohung in Richtung CDU – unterm Strich erschienen die  bayerischen Pfründe doch wichtiger als die gesamtdeutsche Verantwortung.

Jetzt könnte jedoch die alte Idee neue Aktualität gewinnen, denn der Konflikt zwischen den „Schwester“-Parteien um die Asylpolitik ist derzeit so hart wie nie, der Graben tiefer geworden.

Die neue Situation seit der Bundestagswahl besteht zudem darin, daß Seehofer in Personalunion sowohl CSU-Chef wie auch Bundesinnenminister ist, Heimatministerium inklusive. Er hat also ein Bein in Berlin und eines in München –  und er hat vor allem in der Sache recht, zumal mit seinem „springenden Punkt“, illegale Migranten an der Grenze zurückzuweisen. Es muß aber noch jemand „zurückgewiesen“ bzw. endlich in ihre Schranken gewiesen werden, nämlich die Kanzlerin mit ihrer rechtswidrigen Asylpolitik.

Bislang hat sich Seehofer zwar schon öfter als „Drehhofer“ erwiesen (wie nicht nur wir seit langem beklagen), teils geschah dies aber auch wegen mangelnder machtpolitischer Chancen. Mit seinem einflußreichen Ministeramt hat er aber den regierungsamtlichen Fuß in der Tür, zudem könnte er seinen Masterplan notfalls auch per Ministerentscheid durchsetzen, was er auch bereits ankündigte.

Grenzkontrollen gehören durchaus in das Ressort des Innenministers – aber wenn Merkel auf ihrer Richtlinienkompetenz als Regierungschefin besteht, ist der Konflikt unausweichlich.

Falls die Kanzlerin dann mit der Entlassung Seehofers reagiert (was eher unwahrscheinlich ist, da er in puncto Asyl „nur“ Recht und Gesetz verwirklichen will), würde nicht allein die CSU vor Wut an die Decke steigen, sondern auch der konservative Flügel der CDU (den es tatsächlich noch gibt, man glaubt es kaum….).

Wenn also Merkel in der Asylfrage nicht einlenkt, kommt es voraussichtlich zum großen Krach, in dessen Folge die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU kaum noch zu halten sein wird. Offen wäre lediglich, wer sich von wem zuerst trennt: Die CSU von der CDU oder umgekehrt.

Ein Auseinanderbrechen der Fraktionsgemeinschaft im Bundestag führt zwar nicht automatisch zu einer bundesweiten CSU, kann aber eine Zwischenstation sein. Grundsätzlich wäre danach ein „Einmarschieren“ der CDU in Bayern möglich, wobei die CSU sich dann sicherlich im „Rest“ der Republik breitmacht.

Womöglich wird die Regierung Merkel versuchen, mit den Grünen zu kungeln und sich mit deren Stimmen über Wasser zu halten – auch ohne die CSU. Dann bleibt den Christsozialen erst recht nur noch eine Ausdehnung ihrer Partei in ganz Deutschland, um von ihrer einstmaligen „Schwester“ nicht komplett an die Wand gedrückt zu werden.

Für die im Oktober stattfindende Landtagswahl im Freistaat würde die Ankündigung einer bundesweiten CSU nicht schaden, im Gegenteil, der Wahlkampf bekäme weiteren Auftrieb und aller Augen wären nach Bayern gerichtet. 

 


Sind Fehlurteile gegen Juden unausrottbar?

Von Felizitas Küble

Die Webseite „Katholisches.info“ gehört zur traditionellen Richtung und veröffentlicht überwiegend Artikel über innerkirchliche Mißstände, Kritik an Papst Franziskus oder schreibt über aktuelle Ereignisse.

Bisweilen werden auch grundsätzliche Themen behandelt, z.B. die „Judenfrage“ aus theologischer Sicht. Nun wäre hiergegen nichts einzuwenden, wenn es dabei lediglich um das Aufzeigen von Unterschieden zwischen dem katholischen Glauben und dem nachchristlichen Judentum ginge.

Doch wie überall sollte zwischen Person und Sache unterschieden werden – selbstverständlich auch hier. Religiöse Differenzen berechtigen nicht zu Vor- und Fehlurteilen gegen Juden oder gar zu Pauschalurteilen gegen das „jüdische Volk“ insgesamt.

BILD: Die Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Leider ist dies jedoch der Fall in einem dort veröffentlichten Beitrag von Dr. Friedrich Romig unter dem Titel „Consummatum est“ (Es ist vollbracht), womit auf das letzte Wort Christi – wie es das Johannesevangelium überliefert  – Bezug genommen wird.

Als Aufhänger für seine geradzu derb-judenkritischen Auslassungen dient dem österreichischen Autor das ambivalente und inhaltlich unausgegorene Buch des französischen Schriftstellers  Léon Bloy über die Juden. Angeblich habe Bloy seine 1892 publizierte Schrift Le Salut par les Juifs (Das Heil kommt von den Juden) als sein Hauptwerk angesehen. (Leider ist das Buch beileibe nicht so judenfreundlich, wie der Titel vermuten läßt.)

Teils zitiert Dr. Romig zustimmend aus dem Buch, teils fügt er eigene Ansichten dazu. Der Christusmord wird im Zwischentitel als „das größte Verbrechen der Menschheit“ bezeichnet. Die Ursünde bzw. den Sündenfall haben wir allerdings Adam und Eva zu verdanken – und deren Fall samt seinen (Erbsünden-)Folgen machte den Heilstod Christi überhaupt erst nötig.

Romig schreibt in Anlehnung an Bloy: „Kein Verbrechen, welches je in der Geschichte begangen wurde, ist für den Gang der Menschheit durch die Welt so einzigartig, ausschlaggebend, unvergleichlich, grauenhaft und vom Geist des Bösen inspiriert gewesen wie der vom jüdischen Volk begangene Mord an seinem König und Messias.“
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Einspruch, Euer Ehren! Die Hinrichtung Christi erfolgte erstens durch die dortige römische Obrigkeit. Zweitens drängte zwar die jüdische Obrigkeit in Jerusalem den Statthalter Pilatus zur Verurteilung Christi, aber jene Sadduzäer stellen nicht „das jüdische Volk“ dar, ebensowenig wie man Pilatus mit „dem römischen Volk“ gleichsetzen kann.
So wie sich Deutsche zu Recht gegen Kollektivschuld-Thesen wegen der NS-Diktatur wehren, so ist es ebenso ungerecht, Juden pauschal zu beschuldigen.
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Es folgen nun in Romigs Artikel einige dümmliche Bloy-Anekdoten (Judenmarkt in Hamburg) sowie dreiste Beleidigungen gegen „die“ Juden, die nicht zitierfähig, aber auch theologisch nicht weiter von Interesse sind.
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Nachdem reichlich polemischer Unfug abgespult wurde, heißt es dort weiter hinsichtlich der Juden:
„Im Heilsplan Gottes ist eine vorzeitige „Lösung“ oder „Versöhnung“ mit ihrem christlichen Gegenpart nicht vorgesehen, das jüdische Volk kann seine Schuld ohne Maßen nicht abdienen, ohne auf seinem Passionsweg den tiefsten Abgrund der Hölle zu durchschreiten und selbst immer wieder zum Brandopfer zu werden. Verblendet, verstockt und verdammt legt es Zeugnis ab für Gottes Gerechtigkeit und für den Erlöser, das Lamm Gottes, das es zu seinem Schlachtopfer machte.“
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Hier wird erneut völlig undifferenziert „das jüdische Volk“ attackiert, es wird sogar als „verdammt“ bezeichnet, obwohl der hl. Paulus in seinem Brief an die Römer genau diesen Vorwurf hinsichlich der nicht-christlichen Juden ausdrücklich ablehnt: „Hat Gott sein Volk etwa verworfen? – Das sei ferne!….Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das ER zuvor erwählt hat.“ (Röm 11,1 f).
Der Apostel hatte einige Abschnitte davor schon über Juden geschrieben: „Ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, nur fehlt die rechte Einsicht.“ (Röm 10,3) 
Der Autor unterscheidet nicht zwischen Bestrafung und Verwerfung, zwischen den Folgen der Sünde einerseits und Verdammnis andererseits. Das sind völlig verschiedene Ebenen. Der Untergang Jerusalems durch das Römische Reich war die von Christus vorhergesagte und von Gott zugelassene Auswirkung jüdischer Messiasverkennung, aber kein Zeichen der Verdammung.
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Paulus ermahnte damals seine Gemeinde in Rom eindringlich, sie solle sich nicht über Juden erhaben fühlen: „Erhebe dich nicht über die anderen Zweige“, vielmehr sei zu „bedenken“: „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.“ (Röm 11,19). – Der Alte Bund bzw. das Judentum ist die Wurzel, aus welcher das Christentum hervorging.
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Sodann folgt im Artikel auf „Katholisches.info“ unvermeidlich die alte Leier, als ob die Judenheit allgemein „Sein Blut komme über uns!“ gerufen hätte – in Wirklichkeit war es nur der in Jerusalem versammelte Straßenpöbel, also beileibe nicht alle Einwohner der Stadt, geschweige gar alle Juden oder auch nur die Mehrheit derselben; vielmehr handelte es sich um eine lose zusammengewürfelte Menschenmenge – und damit um eine kleine Minderheit innerhalb des damaligen Judentums.
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Natürlich weiß der Verfasser genau Bescheid, daß eine Umkehr zu Christus bei Juden angeblich nicht möglich ist: „Eher würde der aus der Bahn geworfene Erdplanet im Weltraum verglühen, als dass das jüdische Volk sich zum Christentum bekehrte.“
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Allerdings widerspricht ihm auch hier der hl. Apostel Paulus, der in seinem Römerbrief die endzeitliche Bekehrung „ganz Israels“ ankündigt („auf diese Weise wird ganz Israel gerettet“ – Röm 11,25).
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Wenig verwunderlich, daß der Autor für Fehlschläge in Geschichte und Kirchengeschichte wiederum Juden verantwortlich macht. So sei die Durchsetzung der „Aufklärung“ mit deren Absage an die Religion „in erster Linie jüdischem Denken zu verdanken.“  –  Merkwürdig freilich, daß sich viele Aufklärer (darunter auch der berühmte Voltaire)  – nicht zu vergessen die französischen Frühsozialisten – ausgesprochen antijüdisch äußerten, übrigens auch Karl Marx, der Begründer des Marxismus.
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Sodann weiß Dr. Romig zu melden: Die weitgehende Zerstörung der römisch-katholischen Kirche und des christlichen Glaubens ist dem jüdischen Einfluß auf praktisch alle christlichen Reformbewegungen zuzuschreiben.– Die „Reformation“ in Deutschland kann er damit aber wohl kaum gemeint haben, denn Martin Luther übertraf mit seiner derben Judenfeindlichkeit sogar noch gewisse Antijudaisten innerhalb der damaligen katholischen Kirche.
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Natürlich sind Juden aus Sicht des Autors auch verantwortlich für den Nahostkonflikt: „Die Gründung, Behauptung und Ausdehnung des Staates Israel im Nahen Osten hat zu einem „Clash“ der westlichen mit der islamischen Welt geführt, der nicht mehr zu befrieden ist.“ Und wie war das früher, als das Abendland schon im Frühmittelalter von Spanien her durch den Islam bedroht war, danach in Mittelalter und Neuzeit immer wieder (Lepanto, Wien etc)?!
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Mit diesen aggressiven Feldzügen muslimischer Horden hatten Juden überhaupt nichts zu tun. Der Islam  benötigt für seine Eroberungsgelüste keine Juden bzw. „Israelis“ als Widerpart; vielmehr ist der Imperialismus per Koran und durch Mohammeds kriegslüsternes „Vorbild“ in dieser politischen Religion verinnerlicht und gehört zu seinem Wesenskern.
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Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Merkwürdige Stände auf dem Katholikentag

Von Felizitas Küble

Wer in Münster auf der sog. Kirchenmeile des Katholikentags  – größtenteils auf dem Schloßplatz gelegen – flanierte, stieß dort auf gleich zu Beginn auf einige Infostände, die  – gelinde gesagt – nicht so recht zur Lehre der katholischen Kirche passen wollen. 

Daß es mindestens ein dutzend protestantischer Stände gab, ist kein Problem, schließlich gibt es auch evangelische Besucher auf dem Katholikentag, zudem waren die Hälfte dieser Gruppen evangelikal und von daher erfreulich, zB. IDEA, Bibel-TV, PRO-Medienmagazin, Dt. Evangelische Allianz etc.

Was aber merkwürdig berührt, sind jene Initiativen, die sich als katholisch ausgeben, aber mit dem Standpunkt der Kirche wenig am Hut haben.

Kaum daß man den  „Markt der Möglichkeiten“ betrat, sah man schon den Stand „Priester und ihre Frauen“ von zölibatsmüden Geistlichen. Wie dürfen wir das wohl verstehen?!

In der Nähe dann gleichsam „passend“ das Netzwerk katholischer Lesben.

Auch „Donum vitae“ war mit einem Infostand vertreten, obwohl diese Beratungsstellen jenen „Schein“ ausstellen, welcher der Schwangeren die straffreie Abtreibung formal überhaupt erst ermöglicht, weshalb dieser Verein kirchlich nicht anerkannt ist und vom Vatikan ausdrücklich abgelehnt wird.

Auch die „religiösen Sozialist/innen“ durften in dieser Kirchenmeile nicht fehlen, wenngleich Sozialismus und katholische Soziallehre schlicht unvereinbar sind.

Das „Netzwerk Diakonat der Frau“ war nicht nur mit einem Infostand vertreten, sondern auch sonst vielfach – etwa auf Veranstaltungen – auf dem Kirchentag präsent, zudem setzten sich diverse Frauengruppen zusätzlich für diese Forderung ein, Frauen zum amtlichen Diakonat zuzulassen.

Kurz gesagt: Der Katholikentag hatte sich da  –  höchst „tolerant“ – darum bemüht, möglichst auch randständige Gruppen mit ins Boot zu holen, sofern sie links bzw. reformkatholisch waren.

Bei katholisch Konservativen war man freilich pingelig: Unser gemeinnütziges Christoferuswerk eV., das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, erhielt nämlich keinen Infostand. Angeblich, so wurde uns knapp mitgeteilt, würden wir den „Zulassungsbedingungen“ nicht entsprechen. Auf meine Rückfrage nach einer Begründung kam kein Echo.

Interessanterweise hat unser Verein aber bei früheren Katholikentagen problemlos einen Stand erhalten, zuletzt beim Katholikentag in Regensburg (dort sogar sehr gut platziert), aber auch früher schon, z.B. in Mainz. Doch mein Hinweis darauf war vergeblich, es gab keinen Stand und keine Begründung.

Das bayerische Bistum Regensburg ist eben schon ein ganzes anderes Pflaster als Münster – womit vermutlich alles gesagt ist.

Ergänzender HINWEIS:

Am heutigen 7. Juni 2018 erhielt unser Christoferuswerk eV das nachfolgende freundliche Schreiben von Dr. Thomas Großmann, dem Leiter der Arbeitsgruppe „Katholikentage und Großveranstaltungen“ beim ZdK (Zentralkomitee der Dt. Katholiken), das wir hiermit in Absprache mit dem Verfasser veröffentlichen:

Sehr geehrte Frau Küble,

von Herrn Matthias Uebbing wurden wir auf Ihren Bericht auf der Internetseite „Christliches Forum“ zur Kirchenmeile des diesjährigen Katholikentags aufmerksam gemacht. Ich möchte Ihren kritischen, teilweise recht salopp formulierten Text hier nicht kommentieren, sehe mich aber veranlasst, auf die letzten Absätze zu reagieren, in denen Sie die Nichtzulassung des Christoferuswerkes beklagen.

Ich habe mich in dieser Angelegenheit kundig gemacht und folgendes ermittelt: Sie haben sich am 23.11.2017 erstmals um eine Teilnahme an der Kirchenmeile des 101. Deutschen Katholikentags beworben. Schluss der Bewerbungsfrist war aber bereits der 15.06.2017. Der negative Bescheid aus der Geschäftsstelle des Katholikentags erfolgte am 08.12.2017 – leider allerdings, wie ich feststellen musste, mit der falschen Begründung, Sie würden die Zulassungsbedingungen nicht erfüllen.

Ich kann Ihnen versichern: Es gab keine politisch motivierte Entscheidung gegen Ihre Teilnahme und hinsichtlich der Zulassungskriterien auch keinen Unterschied zu früheren Katholikentagen, an denen Sie ja bereits teilgenommen haben.

Richtig und wohl auch leicht nachvollziehbar wäre die Begründung gewesen: „Mehr als 5 Monate nach Meldeschluss können wir Ihre Anmeldung leider nicht mehr berücksichtigen“. Dieser Fehler hätte nicht passieren dürfen! Ebenso wäre es selbstverständlich unsere Aufgabe gewesen, auf Ihre Nachfrage zu reagieren. Warum dies nicht erfolgt ist, weiß ich nicht. Für beide Fehlleistungen möchte ich mich im Namen des veranstaltenden Zentralkomitees der Deutsche Katholiken hiermit bei Ihnen entschuldigen.

Vielleicht finden Sie eine Gelegenheit, diese Entschuldigung an die Abonnenten Ihres Newsletters weiterzuleiten.

Für die Zukunft erlaube ich mir den Hinweis: Spätestens ein Jahr vor dem Katholikentagstermin sollten Sie sich zur Teilnahme an der Kirchenmeile angemeldet haben.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Großmann

Unser Echo hierzu: Vielen Dank für das faire und freundliche Schreiben. Natürlich nehmen wir die Entschuldigung gerne an und danken für die Auskunft und die Hinweise auf zu beachtende Fristen.

Tatsächlich haben wir uns zu spät gemeldet, was auch daran lag, daß erstmals keine Aufforderung an die bisher vertretenen Vereine ergangen war, sich um einen Infostand zu bewerben. Telefonisch wurde mir mitgeteilt, ich könne trotzdem einen Anmeldeversuch unternehmen, weil bisweilen Stände ausfallen. Auf diese Bewerbung hin kam dann der kurze Bescheid, die Zulassungsbedingungen nicht zu erfüllen. Das „Nein“ war natürlich eine bittere Pille, denn erstmals seit 1930 fand der Katholikentag wieder in Münster und damit quasi „vor unserer Haustür“ statt. Nun hat Dr. Großmann den Hergang erläutert, womit sich diese Causa unsererseits gleichsam in Wohlgefallen auflöst. 

 

 

 


Warum der überraschende „Kreuzzug gegen das Kreuz“ durch Kardinal Marx?

Von Felizitas Küble

Natürlich lehnt auch ein Kardinal Reinhard Marx das Kreuz nicht als solches ab, doch er will es erstens als pures religiöses Zeichen einschränken – und zweitens aus der öffentlich-staatlichen Sphäre weitgehend verdrängen.

Seine Begründung: Das Kreuz in Behörden und Amtsstuben bewirke „Spaltung“ und „Ausgrenzung“.

Man fragt sich unwillkürlich: Wer wird dadurch „ausgegrenzt“? Welche „Spaltung“ wird heraufbeschworen?

Richtig: der Erzbischof von München befindet sich auf Kuschelkurs mit dem Islam – das ist im wesentlichen sein (an)treibendes Motiv.

Hier der Beweis: Vor drei Jahren – im April 2015 – hat sich der katholische Würdenträger noch eindeutig für das Kreuz in Schulen und Gerichtssälen ausgesprochen: https://mk-online.de/meldung/kardinal-marx-kreuz-gehoert-in-schulen-und-gerichtssaele.html

Warum hat es damals nicht „spalterisch“ gewirkt und Andersdenkende „ausgegrenzt“?

Weshalb also der Meinungswechsel?

Ganz einfach: Ab Herbst 2015 sind durch den unkontrollierten Massenzustrom aufgrund der offenen Grenzen per Merkel-Dekret Millionen von Muslimen in unser Land geströmt. Dem Kardinal scheint es ein Herzensanliegen zu sein, dem Islam entgegenzukommen  – koste es, was es wolle: das öffentliche Kreuz und die eigene Glaubwürdigkeit.

Allerdings hat er seine Glaubwürdigkeit ohnehin spätestens am 2o. Oktobr 2016 eingebüßt, als er sich auf dem Tempelberg seines Amtskreuzes entledigte –  gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Bedford-Strohm.

Diese Unterwerfungsgeste gegenüber dem Islam wurde nicht allein von christgläubigen Katholiken und Evangelikalen, sondern auch von jüdischer Seite kritisiert, z.B. durch den Münchner Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/09/prof-wolffsohn-kritisiert-kreuz-verzicht-von-kardinal-marx-und-bischof-bedford-strohm/

Auch bei der jetzigen Debatte hat sich die jüdische Kultusgemeinde von München und Oberbayern zugunsten der Söder-Initiative geäußert – und damit kreuz-freundlicher gezeigt als ein katholischer Kardinal, der anscheinend Kreuze in der Öffentlichkeit lieber abhängt als aufhängt.

 

 

 

 

 


Kardinal Marx über Karl Marx: Teils Lob, teils Kritik, aber ingesamt verharmlosend

Von Felizitas Küble

Der Münchner Oberhirte Reinhard Marx kokettiert gerne mit seinem Nachnamen, der an den Gründer des MARXismus erinnert. Nicht ohne Grund gab der Kardinal einem seiner Bücher den Titel „Das Kapital“  –  wörtlich dem Hauptwerk von Karl Marx entsprechend.

Ist dieser gleichsam spielerische, tendenziell eher wohlwollende Umgang mit dem atheistischen, kämpferisch kirchenfeindlichen Begründer des Marxismus-Kommunismus für einen katholischen Kirchenmann wirklich angemessen?

Anläßlich des 2oo. Geburtstags von Karl Marx am 5. Mai dieses Jahres gab Reinhard Marx dem Zeitungsportal RP-online am 20. April ein entsprechendes Interview; es wurde unter dem Titel „Was Marx über Marx denkt“ veröffentlicht. – Der Untertitel lautet:Der Kardinal würdigt seinen Namensvetter Karl als großen Denker“.

Der heutige Erzbischof von München war zuvor als Bischof von Trier im Amt – der Heimatstadt von Karl Marx, woran er gerne erinnert.

Auf die aufschlußreiche Frage „Warum befasst sich ein Erzbischof mit Karl Marx, der einer der schärfsten Kritiker der Kirche und der „Pfaffen“ war?“, antwortet der Kardinal folgendermaßen:

„Die Katholische Soziallehre hat sich intensiv an Marx abgearbeitet, daher das Wort von Oswald von Nell-Breuning: „Wir stehen alle auf den Schultern von Karl Marx“. Das soll nicht bedeuten, dass er ein „Kirchenvater“ sei. Aber seine Position war immer ein Diskussionspunkt für die Katholische Soziallehre. Meistens in kritischer Absetzung, aber eben auch in der Fragestellung: Was meint er  eigentlich, was was treibt diesen Mann um?“

Auf die Frage, inwieweit Marx für die Verbrechen in seinem Namen mitverantwortlich sei, erklärte der katholische Oberhirte, man könne ihn davon „nicht einfach freisprechen“, doch zugleich müsse er keineswegs „für alles haften“, was sich auf ihn berief bis hin zu Stalins Gulags (KZ-Lagersystem).

Zugleich meint er, Marx sei ein „scharfsinniger Analytiker des Kapitalismus“ und stellt die Überlegung an: „Vielleicht ist nach dem Ende des realen Sozialismus in Europa ein unbefangenerer Blick auf seine Philosophie möglich.“

„Kath.net“ berichtet am heutigen 1. Mai unter dem Titel „Münchner Erzbischof würdigt den Theoretiker des Kommunismus“, Marx habe das Kommunistische Manifest als „durchaus beeindruckend“ bezeichnet. 

Der Kardinal habe zwar eingeräumt, daß es in Marxens Schriften „den einen oder anderen totalitären Gedanken“ gäbe, gleichwohl sei sein Werk ein „wichtiges Korrektiv des kapitalistischen Systems“.

Das gelte nicht nur für das damalige 19. Jahrhundert, sondern sei auch heute noch aktuell: Erzbischof Marx warnte in seinem Interview mit der FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) davor, nur auf „materielle Verbesserungen zu schauen“. Man müsse auch sehen, wer bei den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen die Lasten trage und wer die Verlierer seien. Dabei könne „ein Blick“ auf Marx sehr hilfreich sein.

Was der Kardinal allerdings – nebst weiteren Negativposten  – nicht kritisch unter die Lupe nimmt, sind die judenfeindlichen Aussagen von Karl Marx (ungeachtet der jüdischen Herkunft dieses getauften Atheisten). Er hat ohnehin jedwede Religion abgelehnt und sie als „Opium des Volkes“ diffamiert.

Es läßt sich somit meiner Ansicht nach feststellen: Kardinal Marx verteilt teils Lob und teils Kritik an seinen Namensvetter, aber insgesamt verharmlost er den antichristlichen und kirchenfeindlichen Begründer des Marxismus-Kommunismus.

Wer sich mit dem Thema MARXismus gründlicher beschäftigen möchte, dem empfehlen wir das oben abgebildete Buch des als Marxismus-Forscher bekannten Professors Dr. Konrad Löw. Der Politikwissenschaftler befaßt sich darin sowohl mit der Biografie von Marx wie auch mit dessen Hauptwerk „Das Kapital“, aber auch mit der verhängnisvollen Wirkungsgeschichte bis hin zum Stalinismus etc.

Das fundierte Werk „Der Mythos Marx und seine Macher“ (480 Seiten, fest gebunden) gibt es bei uns statt für 24,80 € (Ladenpreis) zum Sonderpreis von nur 9,80 € und Porto. – Bestellungen bitte an: Felizitas Küble, Tel. 0251-616768


Kreuze-Aktion in Münster: Erfolgreicher Gebetszug fürs Leben bei eisig-windiger Kälte

Von Felizitas Küble

Die Prozession für das Leben in Münster, die vom ökumenischen Gebetsnetzwerk EuroProLife am heutigen Samstag in Münster organisiert wurde, erweist sich als großer Erfolg für die Lebensrechtsbewegung in Deutschland.

Trotz eisiger Kälte und rauhem Wind beteiligten sich ca. 150 Christen an der Kreuze-Aktion, die vom Kirchplatz St. Ägidii zum Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz führte.

Da ich schwer grippekrank bin, konnte ich an der Prozession nicht teilnehmen, wurde aber direkt danach durch drei teilnehmende Freunde über die Vorgänge informiert.

Das erste Foto zeigt Organisator Wolfgang Hering aus München bei seiner Ansprache. Es war viel Presse zugegen; auch das linke „Stern-TV“ filmte unentwegt einzelne Teilnehmer ab, was nicht unbedingt von Taktgefühl zeugte.

Wurden einige Leute, die ständig unsere Lebensrechtler abknipsten, selber fotografiert, zogen sie sich freilich sofort die Kapuze übers Gesicht, wie das zweite Foto dokumentiert.

Unser Gebetszug wurde von Hundertschaften Polizisten abgesichert. Die Beamten griffen so energisch wie bislang noch nie durch, wenn ultralinke Störer gegen friedliche Lebensrechtler vorgingen.

Zwei Betern wurden von Chaoten ihr weißes Holzkreuz entrissen, auf den Boden geschmissen und fast zerstört, wobei die Polizei Schlimmeres verhinderte. Zudem wurde eine Treppe der Ägidii-Kirche beschmiert („Kampf dem Patriarchat“). Die Beamten nahmen einige Anzeigen bzw. Personalienfeststellungen vor.

Besonders störend waren ohrenbetäubende Trommeln, die von den Randalierern gegen die Christen eingesetzt wurden. Ständig skandierten sie den gotteslästerlichen Slogan, den es zudem als großes Transparent zu sehen gab: „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben.“

Zudem riefen sie die Parole „Gegen Gott und Staat“ sowie „Abtreibung bis zum Volkstod“ und boten den äußerst „sinnigen“ Spruch: „Wir wollen keine Kinder, sondern Computerspiele“.

Zudem die blödsinnigen Verse: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut.“ – Genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Diese Störer haben unsere Demonstrationsfreiheit  massiv eingeschränkt, vor allem durch eine rechtswidrige Sitzblockade, so daß die Beter ca. eine halbe Stunde in klirrender Kälte stehen mußten.

Unter den Gegnern waren zum ersten Mal nicht nur – wie üblich – die Transparente der linksradikalen Antifa zu sehen, sondern auch solche der Linkspartei und sogar zahlreiche Fahnen der SPD. Somit solidarisierten sich die Sozialdemokraten von Münster in einer Linksfront mit gewaltbereiten Störern. Auch die unvermeidliche Abtreiber-Organisation „Pro familia“ war mit von der Partie.

Unter den Teilnehmern befanden sich so viele Geistliche wie bislang noch nie:

Sechs katholische Priester waren bereits an ihrer Kleidung erkennbar: Der Benediktiner-Pater Dr. J. Ripplinger (siehe vorletztes Foto: Mitte), die Patres Michael Ramm und Roland Weiß (Petrusbruderschaft Recklinghausen), sodann der Rektor von Schloss Assen, Pater Volk SJM, Pfarrer Hans Schmeinck sowie Pater Gregor Pahl (Kloster Cappenberg).

Der Prozessionsabschluß erfolgte  am monumentalen Denkmal des „Löwen von Münster“, das großflächig mit rosa Farbe, feministischen Symbolen und dem Pro-Abtreibungs-Slogan „My body, my choice“ geschändet war.

Folglich schreckt die zynische Gegenseite nicht einmal davor zurück, das Denkmal des großen Nazi-Gegners und Bischofs von Münster –  des seligen Kardinal von Galen – massiv zu verunstalten.

Die Kundgebung endete mit dem Dank an die Polizei und dem priesterlichen Segen, den einige Geistliche der tapferen Gebetsschar erteilten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das CHRISTOFERUSWERK in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Fotos: Die drei letzten Bilder beziehen sich auf frühere Lebensrechtsdemos in Münster