Berlin: Literatur-Festival für den deutsch-israelischen Jugendaustausch am 25. Juni

„Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen“. Dieser knappe Satz bringt es auf den Punkt – die gleichzeitige Bedeutung von Geschichte und Gegenwart, wenn (junge) Menschen aus Deutschland und Israel zusammen kommen.

Aktuell haben junge Menschen unter diesem Label ihre Erlebnisberichte und fiktive Geschichten von Begegnungen in Deutschland oder Israel aufgeschrieben: humorvoll, nachdenklich, erschütternd, lebenslustig, bewegend.

Die markantesten Geschichten werden an diesem Abend, organisiert von ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, vorgestellt, diskutiert und prämiert – mit namhaften Autor/innen aus Deutschland und Israel: Norbert Kron, Amichai Shalev, Katharina Hacker und Liat Elkayam.
Moderation: Shelly Kupferberg. Musik: Amir Darzi.

Der Abend, der von Familienministerin Franziska Giffey und dem israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff eröffnet wird, findet statt am: 25. Juni von 18 – 21 Uhr in der Kalkscheune (Johannisstraße 2 in 10117 Berlin)

Zur Anmeldung

Das Projekt und alle Geschichten auf Deutsch und Hebräisch unter: www.dont-forget-dance.org


Warum viele Enthusiasten auf ihre Weise selber Teil unserer „Spaßgesellschaft“ sind

Von Felizitas Küble

Die charismatische MEHR-Konferenz und das „Gebetshaus Augsburg“, das der katholische Theologen Dr. Johannes Hartl (siehe Foto) leitet, werden allenthalben gelobt und gepriesen:

Anscheinend sind sich darin fast alle einig: von konservativen Gruppen über das eher reformerische DBK-Portal „Katholisch.de“, die kath. „Tagespost“, evangelischen Redaktionen (z.B. PRO-Medienmagazin) und erst recht seitens der erscheinungsbewegten Nachrichtenseite „Kath.net“.

Auch ARD und „Tagesschau“ berichteten mehrfach wohlwollend über die MEHR-Konferenz – Herz, was willst du MEHR…?!

Als Kritiker dieses frommen Festivals steht man somit jenseits eines Jubelchores von „links bis rechts“ – das soll mich jedoch nicht weiter stören.

Was mir aber doch verwunderlich vorkommt: Wenn dann ausgerechnet dieses enthusiastische Spektakel als Kontrast zu unserer Spaßgesellschaft gewürdigt wird.

Dabei ist MEHR gerade der „spirituelle“ Ausdruck unserer Erlebnis- und Wohlstandsgesellschaft, die eben auch in puncto Religion MEHR sucht, will, begehrt – die das tolle Feeling wünscht, sich von rockiger Lobpreismusik, gruppendynamischen Prozessen, Lichtshow-Effekten und prominenter Besetzung faszinieren läßt: https://mehrkonferenz.org/

In einem solch erlebnisorientierten Umfeld werden dann auch „konservative“ Reden und Ansprachen gerne in Kauf genommen, sicherlich teils auch an-genommen. Die Frage bleibt, was davon auf Dauer hängen-bleibt  – und was sich als emotionales Strohfeuer erweisen wird. 

Sophia Kuby schrieb voriges Jahr auf „Katholisch.de“, dem amtlichen Portal der Deutschen Bischofskonferenz, ebenfalls ein warmes Lob auf die MEHR-Konferenz: http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/mal-ehrlich

Die katholische Publizistin erwähnt den spirituellen „Durst nach mehr“: „Mehr als dieses Leben, als unsere Konsum- und Spaßgesellschaft, mehr als unser nach Effizienz strebendes, aber oft sinnleeres Dasein zu bieten hat.“  – Für die Erneuerung in der Kirche sei die Hartl-Veranstaltung „ein beeindruckendes Beispiel“, erklärt Kuby ihren Lesern.

Das „Neue“ daran sei eine „kraftvolle Verkündigung, die zeigt, dass der Heilige Geist nicht alt, sondern jung, das Evangelium brandaktuell ist“.  –  Einmal abgesehen davon, daß der Heilige Geist nicht „jung“, sondern  e w i g   ist, schreibt die Verfasserin sodann, die MEHR biete noch mehr, denn sie gebe evangeliumsgemäße Antworten auf  „die innere Farb- und Geschmacklosigkeit unserer Wohlstandsgesellschaft“.

Manche Beobachtung trifft sicherlich zu, allerdings ist die MEHR  –  nur eben auf einer anderen Ebene als der üblichen  –  selber Bestandteil unserer Konsum-, Spaß und Wohlstandsgesellschaft – und nur auf den ersten Blick ein Kontrast dazu.

Mal ehrlich:

Der Glaube wird in schwärmerischen Kreisen und auch bei der MEHR vor allem als Event erlebt, Gottes „Sieg“ wird programmiert, ein Halleluja-Christentum präsentiert, in der Religion vor allem ekstatische Gefühle und Erlebnisse gesucht  –  und dabei durchaus tief in die Tasche gegriffen: Der MEHR-Eintrittspreis beträgt immerhin regulär 149 €  – Spendensammeleien während der Konferenz gibt es zusätzlich.

Natürlich kann ein solch rockiges und zugleich frommes Festival für den einen oder anderen erst einmal ein Impuls, ein Rippenstoß in Richtung Glaube sein – für manche weckt es aber dauerhaft schwarmgeistige Vorstellungen von einem religiösen Dauer-Trip, prägt eine ruhelose Suche oder gar Sucht nach enthusiastischen Erlebnissen – und das wäre durchaus ein Irrweg und kein „Aufbruch“.
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Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Berlin: Theater-Festival für jung und alt mit Kunst und Künstlern aus Israel

Mit dem Festival „Playground Israel – Ein Festival für Alle“ präsentiert die Botschaft des Staates Israel gemeinsam mit dem THEATER AN DER PARKAUE in Berlin vom 1. bis 5. Juli 2015 die vitale und kreative Theaterszene Israels.

Ran Yaakoby, Gesandter Botschaftsrat für Kultur, betont: „Für die deutsch-israelischen Beziehungen ist es am wichtigsten, die junge Generation in beiden Ländern miteinzubeziehen, denn sie wird die bereits bestehenden Brücken ausbauen.

Aus diesem Grund richtet sich das israelische Theaterfestival vor allem an die junge Generation, aber auch an Eltern und Großeltern, die verspielt geblieben sind.“

Sieben hochkarätige Produktionen aus Israel, die die große Bandbreite der israelischen Kultur widerspiegeln, wurden für ein junges Publikum ausgewählt.

Darunter sind das figurale Objekttheater und Schattentheater „The Cubes Circus“ & „A Touch of Light“ (The Train Theater, Jerusalem), die Interpretation der Kindheit von Wolfgang Amadeus Mozart „Little Amadeus“ durch die Puppenkünstlerin Gadit Cohen und die israelisch-palästinensische Freundschaftsgeschichte „Samir & Yonatan“ (Hani Theaters, Tel Aviv). Meital Raz und Keren Dembinsky interpretieren das alte indische Märchen „The Story of Dummi & Dumma“ als Bollywood Roadmovie und die Nadine Animato Theatre Dance Company zeigt ihre tänzerische Fußballparodie „Invisi‘Ball“.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Berlin: Theater-Festival „Playground Israel“ vom 1. bis 5. Juli 2015

Vom 1. bis 5. Juli 2015 veranstaltet das Theater an der Parkaue in Berlin das Festival „Playground Israel“. Gezeigt werden sieben ausgewählte Produktionen, eine Eigenproduktion und ein vielseitiges Rahmenprogramm aus Workshops, Lesungen und Konzerten.

2015 begehen der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland das 50-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen.

„Blickwinkel nicht auf den Holocaust verengen“

Blickt man von deutscher Seite auf Israel, so verengt sich der Blick auf den Holocaust und den israelisch-palästinensischen Konflikt. Diese Reduzierung verdeckt das lebendige, vielgestaltige, multinationale Leben, welches vor allem durch Kunst und Kultur geprägt ist.

Diese sprudelnde Gesellschaft findet sich mit ihren Leidenschaften und Konflikten, mit ihren Sehnsüchten und Träumen, mit ihrem Witz und ihrer Ratlosigkeit besonders im Theater für junge Menschen mit ungewohnt lebendigem Ausdruck wieder.

Das Festival richtet sich vornehmlich an Berliner Familien und ein junges Publikum, welches durch die eingeladenen Produktionen israelisches Kinder- und Jugendtheater hautnah erleben können.

Mit einem Abendprogramm für Erwachsene öffnet sich das Haus allen Generationen und möchte einen Ort der Begegnung auf Augenhöhe mit israelischen und Berliner Künstlern schaffen.

Quelle: israelische Botschaft / Foto bzw. Coverillustration © Ella Cohen