Stiftung Warentest: FFP2-Masken oft nicht ok.

Medienberichten zufolge hat die Stiftung Warentest erneut FFP2-Masken geprüft. Demnach sei die Filterwirkung laut „test“-Zeitschrift durchgehend hoch. Manche könnten aber das Atmen stark beeinträchtigen. Andere säßen nicht unbedingt optimal.

Wegen geringen Atemkomforts sind sieben Masken laut Untersuchung „wenig geeignet“, darunter von chinesischen Herstellern und beim Drogerie-Discounter erhältliche. Wer sie trage, bekomme eher schlechter Luft als unter Masken mit hohem Atemkomfort. Sieben weitere Masken sind laut „test“ wegen der Passform nur eingeschränkt geeignet.

Wichtig sei es, den sicheren Sitz des Atemschutzes selbst zu überprüfen. Der Test über FFP2-Masken ist online zu lesen unter http://www.test.de/masken.


EU-Gesundheitsbehörde und RKI: FFP2-Masken sind nicht besser als OP-Masken

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat laut dpa und weiteren Medienberichten bereits im Februar 2021 einen zusätzlichen Nutzen von FFP-2-Masken im Alltag angezweifelt.

Die in Stockholm ansässige Behörde erklärte weiter, auch die Kosten und möglichen Nachteile würden gegen eine Empfehlung sprechen,, FFP2-Masken anstelle anderer Modelle zu tragen.

Trotzdem werden diese teueren Masken auf staatliche Anordnung vielfach anstelle der sog. OP-Masken verlangt, z.B. in Bus und Bahn.

Auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bestätigte in Brüssel die Einschätzung der EU-Behörde ECDC, die zudem erklärte, auch das Auftreten neuer Corona-Varianten mache die FFP2-Masken nicht erforderlich.

Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis diese Einsicht auch beim Robert-Koch-Institut ankam:

Kürzlich erklärte RKI-Chef Lothar Wieler nämlich genau dasselbe, berichtet die Berliner Zeitung: „Er geht nicht davon aus, dass FFP2-Masken besser zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen als OP-Masken.“Dabei berief er sich auf „aktuelle fachliche Einschätzungen“.

Was heißt hier „aktuell“? – Sonst zeigt sich die Bundesregierung (und das RKI ist eine staatliche Institution, die dem Bundesgesundheitsministerum untersteht) doch so gerne EU-orientiert – warum nicht auch hier?

Bild: Evita Gründler