Stuttgart: Ausstellung über den jüdischen Schwaben Laemmle, der Hollywood gründete

Mit der weltweit ersten umfassenden Ausstellung über Carl Laemmle feiert das „Haus der Geschichte“ in Stuttgart den 150. Geburtstag der aus Oberschwaben ausgewanderten Hollywood-Legende Carl Laemmle. laemmle-plakat_kv

Sein Aufstieg vom Laufburschen zum erfolgreichsten Filmproduzenten seiner Zeit war der Realität gewordene amerikanische Traum.

Der jüdische Schwabe Laemmle, der am 17. Januar 1867 in Laupheim das Licht der Welt erblickte, gründete die Universal Studios (die größte Filmstadt der Welt), er machte Hollywood zur Traumfabrik und produzierte Filmklassiker wie „Im Westen nichts Neues“, „Dracula“ oder „Die Mumie“.

Während der nationalsozialistischen Diktatur organisierte er die Auswanderung von hunderten verfolgter Juden aus Deutschland in die USA.

Eine beeindruckend inszenierte Schau mit zahlreichen noch nie ausgestellten Original-Objekten aus mehreren Erdteilen.

Quelle (Text/Foto) und weitere Infos hier: http://www.carl-laemmle-ausstellung.de/

 


Buch über deutsch-israelische Filmgeschichte

Im Dezember 2014 erschien im Neofelis Verlag das Buch „Übergänge. Passagen durch eine deutsch-israelische Filmgeschichte“ von Tobias Ebbrecht-Hartmann (siehe Foto). Foto (c) Tobias Ebbrecht-Hartmann

In den vergangenen Jahren hat das israelische Kino weltweit auf zahlreichen Festivals Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Viele der oft ausgezeichneten Filme sind Co-Produktionen.

Es ist schon längst nicht mehr die Ausnahme, dass auch deutsche Filmförderungen israelische Regisseure bei ihren Projekten unterstützen – nicht zuletzt dann, wenn wie in Eran Riklis Film Playoff (2011) Episoden einer deutsch-israelischen Geschichte oder grenzüberschreitende Begegnungen Thema und Gegenstand der Filme sind.

Filmbeziehungen schon vor die Staatsgründung Israels

Solche deutsch-israelischen Filmbeziehungen aber haben bereits eine lange Tradition, die sogar bis in die Zeit vor der Staatsgründung zurückreicht, als jüdische Filmemacher aus Deutschland Palästina bereisten, um den dortigen zionistischen Aufbau auch in ihrer deutschen Heimat publik zu machen.

Spätere Filme erzählten dann Geschichten von deutschsprachigen Einwanderern, zeigen Israelis in Deutschland und Deutsche in Israel oder Figuren, die sich zwischen beiden Ländern bewegen.

Das Buch versucht die Geschichte der deutsch-israelischen Filmbeziehungen anhand von konkreten Filmen und Ereignissen zu rekonstruieren. Es reicht von den Anfängen der Filmproduktion im Mandatsgebiet Palästina bis in die Gegenwart.

Das Buch richtet sich nicht nur an Leser, die sich für die deutsch-jüdische und deutsch-israelische Geschichte interessieren, sondern an alle Film- und Fachhistoriker und junge Filmemacher.

Buch-Daten: Tobias Ebbrecht-Hartmann: „Übergänge. Passagen durch eine deutsch-israelische Filmgeschichte“, 300 Seiten, ISBN: 978-3-943414-51-6 , Preis: 26 €

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin (Kulturabteilung)