USA: Sind vegetarische Burger für die Freitage in der Fastenzeit sinnvoll?

Von Dr. Edith Breburda

Chicago’s Restaurants sehen die Fastenzeit als Chance an, ihre Fleischersatzprodukte anzupreisen. „By one get one free“- schrieb Jewl-Osco auf seine Speisekarte am Aschermittwoch 2020.

In den USA sollen die Katholiken neben Aschermittwoch an den Freitagen  – besonders in der Fastenzeit   – kein Fleisch essen. In Ausnahmefällen sind Bischöfe gerne bereit, eine Dispens (Freistellung) zu gewähren (wenn z.B. der geliebte St.-Patriksday auf einen Freitag fällt), die für Kinder, Alte und Kranke sowieso gilt. So bieten Pfarreien vor allem in der Fastenzeit „Fischfry“ an, was oft auch viele Nichtkatholiken anlockt.

Mit der Erfindung der auf Pflanzenbasis basierenden Burger fragen sich nun einige Gläubige, ob sie diese Buletten  –  die einem echten Stück Fleisch in nichts nachstehen und manchmal sogar besser schmecken  – essen dürfen. Handelt es sich am Ende um Haarspalterei?

Einige große Zeitungen – darunter Chicago Tribune – gingen der Frage nach. Denn vor allem Schnellrestaurantketten wollen Kunden, und so kommt Burger Kings „Impossible Wooper Burger“ gerade recht. Vegetarische Burger, die dennoch wie Fleisch schmecken, sind ein Bestseller.

Während der Fastenzeit bietet die Restaurantkette Lettuce Entertain You, die sich eigentlich auf Fischspeisen spezialisiert hat, spezielle grüne Chili-Impossible-Burger an, die mit einem weißen Cheddarkäse und Mayonaise geziert sind. Vegetarische Burger sind sehr begehrt – auch von Leuten, die sonst Fleischspeisen lieben. 

Epic Burger hat sechs Restaurants in Chicago. An Freitagen der Fastenzeit verkaufen sie 12% mehr vegetarische Burger. Sie erwähnen nicht explizit ihre fleischfreien Alternativen von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Sie wollen „religionsneutral“ sein. Dennoch zieht ihre Werbung Leute an.

„Es ist perfekt für Kunden, die was auch immer für Gründe haben, kein Fleisch zu essen und sich dennoch nicht schuldig fühlen wollen“, erläutert Spencer Most, Produktmanager von Epic Burger gegenüber der Chicago Tribune. (1)

Was sind und was enthalten vegetarische Burger?

Impossible Food wurde 2011 von Pat Brown, einem Chemiker der Standford Universität, gegründet. Das genetisch hergestellte hem-ähnliche Protein gibt dem pflanzlichen Burger nicht nur seinen Fleischgeschmack, sondern auch sein Aussehen.

Hemeiron ist in Fleisch und Fisch enthalten. Hemeeisen, welches aus einem Hefepilz hergestellt wird, kann vom menschlichen Körper nicht so gut resorbiert werden. Das führt u.a. dazu, dass Vegetarier unter einem Eisenmangel leiden können.

Wie Impossible Food auf ihrer Webseite beschreibt, benutzen sie leghemoglobin-Gene aus der Wurzel der Sojabohne, um daraus einen Hefepilz zu fermentieren. Dann separieren sie heme. Diese Substanz mengen sie ihren Produkten bei und erhalten damit den gewünschten Geschmack, das Aroma sowie die fleischähnlichen Eigenschaften.

Während bereits 2018 fleischlose Burger in fast 2000 Restaurants in den USA verkauft wurden, bleibt die Frage nach der Sicherheit des Verzehrs ungeklärt.

Friends of the Earth und ähnlich orientierte Umweltaktivisten zeigen sich äußerst besorgt. Sie betonen immer wieder: „Wir wissen nicht genug über die Gesundheitseffekte, die auftreten könnten, wenn wir diese Art des gefälschten Fleisches konsumieren. Die schnelle Freigabe für den Markt war kurzsichtig, dumm und voreilig.“

In dem Report vom Labor zur Gabel vom Juni 2018 rufen Friends of the Earth zu strikten Sicherheitsmaßnahmen und einer Kennzeichnung des Produktes auf. 

Dana Perls, Mitglied der Organisation und Umweltaktivistin, klagt den ehemaligen Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, an: „Wir brauchen mehr Daten. Wir sind es den Verbrauchern schuldig, die organische Lebensmittel als Alternative zu GMO bevorzugen. Ihnen ein ungetestetes Chemiefleisch vorzusetzen, ist ein Irrweg.“

Ob sie recht hat? Neueste Untersuchungen zeigen, dass Impossible Burger u.a. krebserzeugendes Glyphosat enthalten. Was will man auch anderes erwarten, wenn man GMO-Soya als Ausgangsmaterial benutzt?

Es ist kein Geheimnis, dass eine industrielle Landwirtschaft in einer fast unverantwortlichen Art und Weise knapper werdenden Ressourcen ausbeutet. Unsere Sommer werden wärmer und allmählich kommen wir zu der Einsicht, dass unsere Luft- und Wasserverschmutzung, die Abholzung der Wälder, eine steigende CO2-Emission, die Nährstoffverarmung, eine Erosion und die Vergiftung unserer Böden durch Factory Farming mitverursacht werden.

Viele sehen eine nachhaltige, chemiefreie, regenerative Landwirtschaft als eine Möglichkeit an, diesen Bestrebungen Einhalt zu gebieten. Andere wollen sogar ganz auf Fleisch verzichten.

Es ist allerdings naiv, zu meinen, die so oft als Kuh-KZ bezeichneten Buletten-Fabriken durch Lebensmittellabore ersetzen zu können. Der Vorschlag, unsere Lebensmittel im Labor herzustellen, ist schon deshalb falsch, weil Pflanzenfresser für unser Ökosystem sehr wichtig sind. Fleischersatzprodukte bieten nicht die oft angenommenen umweltfreundlichen Alternativen. Sie sind erst recht nicht in der Lage, unsere Welternährung zu sichern.

Lebensbedrohliche Umweltprobleme können nämlich nicht von einer Industrie abgewendet werden, die Tierprodukte gegen eine chemisch hergestellte Ware austauscht. Wie eine Studie 2015 feststellte, brauchen im Labor hergestellte vegetarische Fleischersatzprodukte mehr Wasser und Energie.

Vegetarische-Burger der Firma Impossible Foods enthalten Weizen, Kokosnussöl, Kartoffeln und hem, ein Protein, welches gentechnisch aus Hefe erzeugt wurde. Die Organisation Friends of the Earth sind nicht mit einem so hergestellten Nahrungsmittel einverstanden. Sie forderten eine Lebensmittelkontrolle. Ihre Bitte, Bio-Hamburger und andere neue Tierersatzprodukte zu regulieren und/oder eine adäquate Kennzeichnung aufzubringen, wurde abgelehnt.

Für Impossible Food war jedoch die Prüfung der amerikanischen Lebensmittelbehörde nicht entscheidend, um ihre Veganburger auf dem Markt zu halten. FDA hatte bestimmt, dass die freiwillig aufgebrachte Kennzeichnung GRAS – die auf dem gentechnischen Verfahren (genetic engineered), einer GE yeast derived heme (aus Hefe hergestellte heme) beruht – zu ungenau sei.

Impossible Food brachte ihr Lebensmittel letztendlich ohne eine FDA-Billigung heraus, was in den USA durchaus gestattet ist.

Gleichwohl gehört der im Labor wachsende fleischlose Burger –  der beim Anstechen in der Bratpfanne anfängt, eine rote Flüssigkeit abzusondern und dem Schmoreffekt eines echten Stückes genussvollen Fleisches in nichts nachsteht  – zu den vielen Innovationen, die unserer Umwelt mehr schaden, als ihr zu helfen (2).

Was sagen Kirchenexperten der USA zum neu entdeckten „Fastenburger“? Vegetarische Burger stimmen äußerlich gesehen mit den Fasten-Anforderungen der katholischen Kirche und vieler anderer christlichen Religionen überein.

Dennoch kann man den Sinn der Fastenzeit verpassen, wenn man auf Fleisch mittels einer Fleischimitation verzichtet“, sagt Todd Williamson, Direktor für Devine Worship, der Erzdiözese von Chicago:

„Der Grundgedanke der Fastenzeit ist doch, sich mit denen zu identifizieren, die hungern“, erklärt er weiter. „Wenn wir kein Fleisch essen, bringen wir auf unsere Weise ein Opfer, das uns an die Kreuzestod Jesu Christi am Karfreitag erinnert. Wenn wir nun etwas essen, das einem echten Stück Fleisch geschmacklich in nichts nachsteht, ist das kein wirkliches Opfer mehr.“

Es kommt auf die Intention und Disposition an“, betont die Direktorin der katholischen Hochschulgemeinde in der kirchlichen Universität von Illinois in Chicago, Rebecca Siar:

Während das „Fake“ Fleisch rein technisch mit den Forderungen der Fleisch-Abstinenz übereinstimmt, sollten wir es nicht aus reiner „Gesetzestreue“ essen. Für uns Katholiken besteht der Zweck darin, kein Fleisch an Freitagen in der Fastenzeit zu uns zu nehmen.  Mit einem vegetarischen Burger betrügen wir uns letztendlich selber. Der Sinn der Fastenzeit ist doch, dass wir bewusst auf etwas verzichten und unsere liebgewordene Routine unterbrechen. Wir bringen absichtlich Opfer. Leute, die sowieso kein Fleisch essen, sind deshalb angehalten, eine andere Art der Buße zu praktizieren“, erklärt Siar.

BILD: Bioethisches Buch GENTOPIA von Dr. Breburda

Rev. Charles Bolser, ehem. Pfarrer in der St. Viator-Pfarrei, bemängelt ein nur äußerliches Einhalten des Fastenzeit:

Es handelt sich um eine Art Zeichen und nicht um etwas, zu dem wir gezwungen werden. Wir müssen uns fragen, wie unsere Taten unser Leben verändert. Werde ich dadurch ein besserer Christ? Oder bleibe ich weiterhin oberflächlich, weil ich nur äußerlich strikt ein Gebot einhalte? Jede Fastenzeit ist im Grunde genommen dazu da, unsere Herzen zu ändern.“ (1).

Quellen1) Elejalde-Ruiz A.: Lent in the Age of the impossible burger: Do rules against eating meat on Fridays apply to fake meat? Chicago Tribune, 26 Feb. 2020

2) Breburda E.: Gentopia das gelobte Land. 1 Augst 2019, Scivias Verlag. ISBN-10:096006950X, ISBN-13: 978-0960069507. Zu bestellen bei Amazon Kindle-ebook und Taschenbuch

 

 


Vom grünen „Veggie-Tag“ und dem katholischen Freitagsgebot: Die Kirche war 2000 Jahre „früher dran“

Bekanntlich wollen die Grünen den Donnerstag als fleischlosen Tag in öffentlichen Kantinen einführen, was ihnen den kritischen Titel „Verbotspartei“ einbrachte.  Wie die grüne Fraktionschefin Renate Künast erklärte, geht es bei der erwünschten Senkung des Fleischkonsums um Klimasorgen und „artgerechte Tierhaltung“.

Unser BILD zeigt ein Plakat der CDU Thüringen, die sich über den Veggie-Vorstoß der Grünen lustig macht, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte.1148855_656287451066182_480058002_n

Das grundsätzliche Anliegen der Grünen und anderer Öko-Freaks ist inhaltlich zum Teil durchaus berechtigt  – doch die „Obrigkeit“ hat sich nicht in die Eßgewohnheiten der Bürger einzumischen; sie kann hierbei Empfehlungen aussprechen, aber keine Verordnungen erlassen, sonst landen wir noch mehr als bisher schon im Bevormundungs-Staat.

Etwas ganz anderes sind die Fastengewohnheiten christlicher Glaubensgemeinschaften, zumal der katholischen Kirche, denn diese bestehen aus freiwilligen Mitgliedern; immerhin ist ein Austritt jederzeit möglich.

Die Grünen gebärden sich mit ihrer Verbotsmanie nicht zum ersten Mal wie eine Öko-Ersatzreligion.

Eben dies hat der deutsch-jüdische Autor und Satiriker Henryk M. Broder in seiner Glosse auf WELT-online vom 2. März 2013 bereits trefflich formuliert:

„Die „Donnerstag ist Veggie-Tag!“-Intiative ist Teil eines Programms, das Deutschland geradewegs in die Erziehungsdiktatur führen soll:

Wir werden angehalten (…),unseren Fleischkonsum zu reduzieren oder am besten ganz einzustellen. Hurra, wir retten die Welt! (…) Bei den Katholiken war das schon immer freitags der Fall, aber da ging es ja nur um einen religiösen Brauch, nicht um „Klimaschutz und Ernährungssicherheit“.

Verglichen mit den Grünen und ihrem Hang zum alltäglichen Totalitarismus ist die katholische Kirche eine libertäre Organisation mit Sinn für menschliche Schwächen.“

Tatsächlich: Die katholische Kirche kennt den Fleisch-Verzicht am Freitag schon seit der apostolischen Zeit, wie die älteste christliche Gemeindeordnung („Didache“) aus dem Ende des 1. Jahrhunderts belegt.

Typisch „grün“ ist es natürlich, nicht an das kirchliche FREITAGS-Gebot anzuknüpfen, wie es naheliegend wäre angesichts einer zweitausendjährigen bewährten Tradition, sondern den Donnerstag als Kampagnentag einzuspannen. Vermutlich will die Partei nicht daran erinnern, daß die fromme „Konkurrenz“ mit ihrer Idee eines fleischlosen Tages immerhin zweitausend Jahre „schneller“ war…

Die Orthodoxen   –  den Katholiken theologisch sehr nahestehend  – fasten zudem noch viel länger, ebenso viele kontemplative Ordensgemeinschaften. Wenn sich also jemand in Sachen „Fleischverzicht“ rühmen kann, dann die katholische und die orthodoxe Seite  – und nicht etwa die Öko-Fraktion.

Wir haben über den „Fleischlosen Tag“ der Ökobewegten und das katholische Freitagsgebot bereits im vorigen Juni ausführlich berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/28/fleischloser-tag-montag-mittwoch-donnerstag-und-warum-nicht-der-freitag-wie-seit-2000-jahren/

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Fleischloser Tag am Montag, Mittwoch, Donnerstag? – Warum nicht am Freitag wie seit 2000 Jahren?

Kirchliches „Freitagsgebot“ nach wie vor weltweit gültig

Kürzlich ging die Meldung rund, daß der bekannte Musiker Paul McCartney einen fleischfreien Montag für britische Schulkinder fordert. Einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten, sei nicht nur gesund, sondern auch gut für die Umwelt, sagte McCartney, der sich selbst seit rund 40 Jahren vegetarisch ernährt.

Auch der fleischfreie Mittwoch ist bei vielen Vegetarierverbänden im Gespräch  –  und in Belgien hat sich die Stadt Gent sogar dazu entschlossen, den Donnerstag amtlich zum fleischlosen Tag zu erklären: an öffentlichen Schulen soll sich das Tagesmenü auf vegetarische Kost beschränken. An Gasthäuser der Stadt wurden kostenlose Broschüren mit vegetarischen Rezepten verschickt usw.

Wenn der Staat seine Bürger  –  etwa die Schüler  –  zum fleischlosen Mittagsmahl verpflichtet, fragt man sich nach der Berechtigung der „Obrigkeit“ zu solcher Bevormundung und Gängelung. Der Staat kann sicherlich Empfehlungen aussprechen, aber seinen Bürgern nicht das Essen vorschreiben.

Das kirchliche Freitagsgebot ist hingegen etwas anderes, da es religiös begründet ist und an die Opferbereitschaft der Katholiken appelliert, die einer freiwilligen Glaubensgemeinschaft angehören. 

Ist es zudem nicht aufschlußreich, daß ausgerechnet der FREITAG bei all diesen Überlegungen um einen fleischlosen Tag so offensichtlich ausgespart wird?

Dabei ist der Freitag schon im ersten christlichen Jahrhundert als Tag des Fastens und des Fleischverzichts bekannt (das bestätigt auch die urchristliche Zwölfapostellehre bzw „Didache“), um so an das Opfer Christi zu erinnern und den Glauben daran durch den Fleischverzicht zu bezeugen. (Die Didache erwähnt noch zusätzlich den Mittwoch, der als Fasttag in der Klostertradition teilweise weiterlebte.)

Das „Freitagsgebot“, das nach wie vor in der Weltkirche gültig ist, fordert alle Katholiken auf, am Freitag auf Fleischgenuß zu verzichten – und zwar „zur Erinnerung an den Kreuzestod Christi“.

In Deutschland und einigen europäischen Ländern wurde das Freitagsgebot von der jeweiligen Bischofskonferenz umformuliert auf dieallgemeinere Formel, man solle an diesem Tag ein „Opfer bringen“.

Man wäre aber besser bei der früheren Klarheit geblieben, denn die neue Formulierung lädt dazu ein, das Freitagsgebot nicht mehr sonderlich ernst zu nehmen, zumal nicht jedem Katholiken immer eine Idee einfällt, womit er am Freitag denn ein „Opfer“ bringen könnte.

Zudem war der Fleischverzicht der Katholiken am Freitag stets ein klares öffentliches Bekenntnis zu Christus und seinem Erlösungsopfer. Auch diese bewährte Signalwirkung im Alltag ging durch die Umformulierung weitgehend verloren.

Die Bischofskonferenz von England und Wales hat dies mittlerweile erkannt; sie erklärte den Fleischverzicht am Freitag im vorigen Jahr wieder zu einem Kirchengebot  – genauer: sie erinnerte daran, daß das universal gültige Kirchenrecht nach wie vor daran festhält.

Wer ohnehin kein Fleisch esse, weil er etwa Vegetarier sei, könne am Freitag „eine andere Art der Buße beachten“, so die Erklärung der Bischofskonferenz.

Auch Bischof Gregor Hanke aus Eichstätt befaßte sich in seinem Fastenhirtenbrief  2012 mit dem kirchlichen Freitagsgebot.

Es wird Zeit, daß die deutsche Bischofskonferenz dieser Rückbesinnung nunmehr folgt und damit das bewährte Kirchengebot wieder in Erinnerung ruft  –  und zugleich so konkret faßt, wie es jahrtausendelang gültig und  höchst sinnvoll war: Freitags kein Fleisch!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster