Unionsfraktion: Mehr Schutz für Christen bzw. religiöse Minderheiten in Asylheimen

Am heutigen Montag haben Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen erneut eine Befragung von Opfern religiös motivierter Übergriffe auf Christen und religiöse Minderheiten in deutschen Flüchtlingsheimen vorgestellt. _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Dazu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Prof. Dr. Heribert Hirte:

Dr. Franz Josef Jung: „Wer Christen und religiöse Minderheiten in Flüchtlingsunterkünften angreift, hat seine Zukunft bei uns in Deutschland verwirkt und muss gehen! Es kann nicht sein, dass Konflikte und Vorurteile aus den Herkunftsländern weiter bei uns ausgelebt werden. Die Opfer müssen vor jenen geschützt werden, die sich nicht an die Spielregeln unseres Zusammenlebens halten wollen.

Die CDU/CSU-Fraktion beobachtet die Lage christlicher Flüchtlinge und religiöser Minderheiten seit über einem Jahr sehr intensiv. Angesichts des komplexen Themas kann nur ein Netz aus Maßnahmen den Schutz der Opfer angesichts der sehr unterschiedlich gelagerten Fälle gewährleisten.

Obwohl die Unterbringung von Geflüchteten in der Verantwortung der Länder liegt, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihren Beitrag geleistet und eine Reihe an Maßnahmen auf den Weg gebracht, die religiöse Minderheiten in Flüchtlingsunterkünften besser schützen sollen: Nachrichten_Kopfbalken_1 - Kopie

So wurde durch die Änderung der bewachungsrechtlichen Vorschriften die Qualität des Sicherheitspersonals erhöht. Darüber hinaus werden künftig religiös motivierte Straftaten in der Gewaltstatistik separat erfasst – dieses deutliche Plus an Transparenz bei der Daten- und Faktenlage bildet eine Grundlage für daran anknüpfende mögliche Maßnahmen. Nun muss das Bundesinnenministerium die in Prüfung befindliche Notfallnummer dringend auf den Weg bringen.

Doch insbesondere Länder und Kommunen, die direkt vor Ort für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zuständig sind, müssen noch deutlich stärker als bisher für die Thematik sensibilisieren und präventiv tätig werden. Exemplarisch steht hierfür der Aktivitätenplan des Bundeslandes Hessen, der auch für andere Bundesländer Vorbild sein kann.“

Jeder muss seinen Glauben ohne Angst leben können

Prof. Dr. Heribert Hirte: „In den vergangenen Monaten hat der Stephanuskreis unterschiedliche Notunterkünfte in Berlin und Köln besucht. Dort haben wir mit Ehrenamtlichen, Trägern und Leitern der Heimen gesprochen und sind in Einzelfällen Vorwürfen eigenständig nachgegangen.

Dabei wurde deutlich, dass die Religion selten Hauptursache von Konflikten war, der Unterschied im Glauben aber durchaus eine Katalysatorwirkung für die Zuspitzung von Streitereien haben kann. Deshalb sollte allen Menschen, die zu uns nach Deutschland kommen, der Wert des Menschenrechts Religionsfreiheit so schnell wie möglich nahe gelegt werden.

Auch das Sicherheitspersonal muss noch besser sensibilisiert werden. Die Träger der Unterkünfte sind hier unbedingt in der Verantwortung. Das Thema der Religion darf in den Heimen nicht als Privatsache abgetan werden. Es muss offensiv angesprochen werden, damit wir in den Heimen garantieren können, dass jeder seinen Glauben ohne Angst offen leben kann.

Bundesweite Ombudsstelle für Betroffene erforderlich

Um Opfern besser helfen zu können, hat der Flüchtlingsrat der Stadt Köln vor einem Monat eine Ombudsstelle eingerichtet, an die sich auch religiös diskriminierte Flüchtlinge wenden können. Vorwürfe und Missstände jeglicher Art sollen mit Hilfe dieser Schnittstelle zwischen Unterkunftsträgern und Behörden schneller aufgearbeitet werden.4077304320

Der Stephanuskreis bittet das Innenministerium darum, die Einrichtung einer solchen Ombudsstelle auch auf Bundesebene zu prüfen. Nur so können alle Beschwerden und Hinweise bezüglich der Unterbringung und Betreuung der Geflüchteten unabhängig eingeschätzt werden.

In einem Rechtsstaat wie Deutschland müssen wir Vorwürfe genau prüfen. Dazu gehören die Anhörung aller Beteiligten eines Vorfalls und unbedingt auch die Zusammenarbeit mit den Trägern der Unterkünfte. Wer aus einer Liste ungeprüfter Vorwürfe sofort Tatsachen macht, handelt verantwortungslos.“

Hintergrund: 

Gemeinsam haben Hilfs- und Menschenrechtsorganisation die Fortsetzung einer im Februar gestarteten und im Mai erstmalig vorgestellten Befragung vorgelegt. Befragt nach ihren Erfahrungen wurden insgesamt 743 Christen und zehn Jesiden, die nach eigenen Angaben Opfer von Beleidigungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen in Erstaufnahme- und Asylbewerberunterkünften geworden sind.


Michaela Koller ist neue Vorsitzende der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen hat am vergangenen Mittwoch in Frankfurt einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende des Vorstands ist die FrankfurKoller-Michaela_kwi_author_listter Politikwissenschaftlerin und Referentin für Religionsfreiheit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Michaela Koller (siehe Foto).

Die 47-jährige Publizistin und frühere Vatikan-Korrespondentin löst den Stifter Wolfgang Link (74 J. ) ab. Der promovierte Naturwissenschaftler und Pädagoge aus Gegenbach im Schwarzwald, mehr als 40 Jahre in der Menschenrechtsarbeit aktiv, ist künftig stellv. Vorsitzender. Insgesamt sieben neue Mitglieder sind in den Vorstand berufen worden.

Die Stephanus-Stiftung wird künftig nicht mehr treuhänderisch von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), sondern vom Stiftungs- und Nachlassmanagement der Frankfurter Sparkasse verwaltet.
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Sie vergibt einmal im Jahr den inzwischen renommierten Stephanus-Preis für standhafte Christen in Verfolgerstaaten. Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre sind der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael I. Sako aus Bagdad und der eritreische Patriarch Abuna Antonios zu nennen. HMK-Foto
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Im vorigen Jahr ging der Preis posthum an den ermordeten armenisch-katholischen Erzbischof von Mardin, Ignatius Maloyan und dieses Jahr an Pfarrer Gottfried Martens von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin-Steglitz.

IS-Täter in deutschen Flüchtlingsheimen aktiv

Der neue Vorstand forderte am Mittwoch in Frankfurt, endlich den Genozid an den Christen durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu stoppen und zu bestrafen. Sie unterstützt daher die Initiative zugunsten eines Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen über die Verbrechen des IS. Die Forderung richtet sich zunächst an den UN-Sicherheitsrat, der allein nach Kapitel VII der UN-Charta die Errichtung des Tribunals beschließen kann.
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Der Stephanus-Stiftung liegen zudem aufgrund von Flüchtlingsbefragungen Erkenntnisse vor, denen zufolge sich Anhänger des IS in deutschen Flüchtlingsunterkünften aufhalten. Die Fanatiker bekennen sich in Einzelfällen zu Gräueltaten, darunter Morde und Vergewaltigungen, sogar an Kindern. Die Stiftung fordert, diese endlich strafrechtlich zu verfolgen. foto-dcubillas-www_freimages_com_
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Bevor ein IS-Kriegsverbrechertribunal errichtet ist, sollten sie sich wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vor Gericht hierzulande verantworten.
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Mit großer Sorge stellt die Stephanus-Stiftung fest, dass Verfahren gegen fanatische Gewalttäter, die Christen und andere Minderheiten in deutschen Unterkünften angreifen, regelmäßig zu keiner Verurteilung führen. „Das ist eine Einladung an Fanatiker, als Kuffar, also Ungläubige, beschimpfte Andersdenkende, weiter anzugreifen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Michaela Koller.
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Zur Stephanus-Stiftung: Die überkonfessionell arbeitende Stiftung unterstützt in Not geratene verfolgte Christen mit einem Zuschuss zum Lebensunterhalt und zu Anwaltskosten. Ferner stellt sie christlichen Gemeinden Bibeln und religiöse Literatur zur Verfügung.
Mit dem Stephanus-Preis können Personen sowie Institutionen ausgezeichnet und geehrt werden, die sich in Verfolgerstaaten oder in Verfolgungssituationen als Bekenner besondere Verdienste erworben und trotz Gefahr für Leib und Leben gewaltlos an der Verbreitung des christlichen Glaubens mitgewirkt haben.
Die Stiftung vergibt zudem einen Sonderpreis für Institutionen, die sich besondere Verdienste im Einsatz für verfolgte Christen, christliche Gemeinschaften und Gemeinden erworben haben. Mit dem Sonderpreis wurden schon Institutionen wie CLAAS in Pakistan und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA geehrt. Der Preis ist nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde, Stephanus benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde.
 
Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen
c/o Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Borsigallee 9, D-60388 Frankfurt/Main
Tel. 069 – 420108-28
religion@igfm.de; stephanusstiftungffm@gmail.com
Internet: www.stephanus-stiftung.org
 

 


Berlin: Union veranstaltet Fachgespräch über Christen etc. in Flüchtlingsheimen

Am Montag, dem 11. April 2016, findet auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Fachgespräch „Verantwortung für Religionsfreiheit – Religiöse Minderheiten in Flüchtlingsheimen besser schützen“ statt. 159481-3x2-teaser296

Zeit: 13 bis 15.30 Uhr
Ort: Sitzungssaal der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Reichstagsgebäude, Raum 3N001 in 11011 Berlin

In den letzten Wochen mehrten sich Berichte über Mobbing und Gewalt gegen Christen und andere religiöse Minderheiten in Flüchtlingseinrichtungen.

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion steht außer Frage, dass diese Akte in keinem Fall hinnehmbar sind. Nicht ohne Grund schützt Artikel 4 des Grundgesetzes alle Religionsgemeinschaften in gleicher Weise dabei, ihren Glauben frei auszuüben, und es ist Aufgabe des Staates, dieses Grundrecht auch durchzusetzen.

Beim Fachgespräch wollen wir mit Vertretern von Kirchen, Flüchtlingseinrichtungen, Polizei und muslimischen Verbänden über das Ausmaß der Probleme sowie geeignete Lösungswege ins Gespräch kommen.

Teilnehmer sind u.a.: Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin, Pfarrer Dr. Gottfried Martens, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) in Berlin-Brandenburg, Ender Cetin, Geschäftsführer der Sehetlik-Moschee (D.I.T.I.B.) am Columbiadamm, Wolfram Pemp von der Zentralstelle Prävention der Berliner Polizei, Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Prof. Dr. Heribert Hirte, Vorsitzender des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Herr Hirte steht am Rande der Veranstaltung für Pressegespräche zur Verfügung.
Nähere Infos zum Fachgespräch finden Sie hier.
Sie können das Fachgespräch auch live im Internet verfolgen.


Unionsfraktion: Besinnung auf „Jesu Sterben für uns Menschen“ von großer Bedeutung

CDU/CSU veranstalten Fachgespräch über Gewalt gegen Christen Von Julia Kesenheimer geschickt

Am Karfreitag und am Osterfest gedenken Christen weltweit des Todes Jesu und feiern seine Auferstehung und das ewige Leben. Dazu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Vor dem Hintergrund des menschenverachtenden Terroranschlags in Brüssel liegt dem Karfreitag und den Ostertagen in diesem Jahr eine besondere Schwere, aber auch eine besondere Botschaft inne.

Karfreitag als Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu für uns Menschen erinnert uns an die eigene Endlichkeit, aber auch an Themen wie Verrat und Vergebung. Die Auferstehung am dritten Tage verheißt das ewige Leben und symbolisiert traditionell Neuanfang und Hoffnung.284991[0-0-600-369]-Jesus-Statue-Afrika

Die Besinnung auf diese Wurzeln und die darin liegende Kraft gewinnt in diesen Tagen besondere Bedeutung.

Wenn religiöse Fanatiker und Menschenfeinde versuchen, die Oberhand über unser Leben und unsere Freiheit zu gewinnen  –  und das inzwischen nahezu weltweit  – bedeutet dies nicht nur eine konkrete Aufgabe für Sicherheitsbehörden. Es ist vielmehr gemeinsame gesellschaftliche Pflicht, ein stärkeres Bewusstsein für die den christlichen Werten entsprungenen Grund- und Freiheitsrechte zu entwickeln und diese zu verteidigen.

Dazu gehört auch die Gabe der Differenzierung und die gemeinsame Solidarität mit allen, die unter dem Terror leiden – ob Christen, Juden oder Muslime.

Es gilt, frühzeitig zu reagieren, wenn sich religiöse Intoleranz abzeichnet und beispielsweise ein Grundrecht wie Religionsfreiheit bedroht wird.

In den letzten Wochen mehrten sich Berichte über Mobbing und Gewalt gegen Christen und andere religiöse Minderheiten in Flüchtlingseinrichtungen. Für die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag steht außer Frage, dass diese Akte in keinem Fall hinnehmbar sind. Aus diesem Grund wollen wir uns verstärkt mit den Vorfällen auseinandersetzen und laden zu einem öffentlichen Fachgespräch am 11. April in den Deutschen Bundestag ein.“


Berlin: Ökumenischer Rat beklagt Christenverfolgung in Flüchtlingsheimen

Besorgter Brief des ÖRBB an den Berliner Oberbürgermeister

Gemäß einem einstimmigen Beschluss der Ratsleitung des ÖRBB wurde am 1. März 2016 der folgende Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und den Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, gesandt.

Vorschlag zur Verbesserung der Lage christlicher Flüchtlinge in den NotunterkünftenIGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,
sehr geehrter Herr Senator,

der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB), die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in unserer Region, wendet sich mit einer dringlichen Bitte an Sie.

Die Lage von geflüchteten Menschen aus dem Nahen Osten (u. a. arabisch- und farsisprachig) in den Berliner Flüchtlingsunterkünften, die einer christlichen Konfession angehören, gibt Anlass zu großer Sorge. Inzwischen haben auch zahlreiche Medien über Diskriminierung und Mobbing berichtet, u. a. der rbb und die ARD-Tagesthemen.

Nicht selten versucht eine muslimische Mehrheit ihre Glaubenstraditionen einer christlichen Minderheit aufzudrängen. In mehreren Unterkünften ist es bereits zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Unkontrollierte islamistische Kräfte erzeugen in manchen Unterkünften ein Gefühl der Angst und Ohnmacht. Immer wieder haben daraufhin christliche Flüchtlinge in Berliner Kirchengemeinden Zuflucht gesucht. 027_24

Bedenklich ist auch die Lage am LAGESO. Da der Sicherheitsdienst vornehmlich durch muslimisches Personal besetzt ist, kommt es laut Augenzeugen vermehrt zu Diskriminierungen aufgrund der Religionszugehörigkeit. So berichteten christliche Flüchtlinge, dass ihnen der Zugang zur Abgabe ihrer Unterlagen absichtlich verwehrt wurde.

Wir sind davon überzeugt, dass ein tolerantes Zusammenleben nicht durch religiös homogene Unterkünfte gefördert werden kann.

  1. Deshalb schlagen wir vor, den prozentualen Anteil der christlichen Flüchtlinge pro Unterkunft auf mindestens 10 Prozent zu erhöhen, um ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben und zu gewährleisten, dass sich die religiösen Gruppen auf Augenhöhe begegnen können.
  2. In Notfällen sollten für bedrängte Christinnen und Christen auch Schutzräume zur Verfügung gestellt werden.
  3. Unter den Sicherheitskräften am LAGESO ist eine religiöse Mischung anzustreben.

Wir bitten Sie, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende dafür zu veranlassen, damit dieser Diskriminierung und Gewalt Einhalt geboten wird.

Mit meinen Segenswünschen
Archimandrit Emmanuel Sfiatkos
(Griechisch-Orthodoxe Metropolie v. D.)
Vorsitzender des ÖRBB

Quelle: http://www.oerbb.de/aktuelles/vorschlag-zur-verbesserung-der-lage-christlicher-fluechtlinge-den-notunterkuenften


Gewalt gegen Asylbewerberheime und Gewalt unter Flüchtlingen entschieden bekämpfen

Die Zahl der Gewalttaten gegenüber Flüchtlingen steigt an. Nach Auskunft des Bundesinnenministeriums sind in diesem Jahr bereits knapp 500 Straftaten gegenüber Asylbewerberunterkünften verübt worden. 033_30

In einem gemeinsamen Papier fordern der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie die Deutsche Polizeigewerkschaft wirksamere Sicherheitsmaßnahmen und einen besseren Schutz dieser Einrichtungen.

Der Hauptgeschäftsführer des DStGB, Dr. Gerd Landsberg, und der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, betonten bei der Vorstellung dieses Papiers aber auch, dass die Sicherheit innerhalb der Flüchtlingsunterkünfte deutlich verbessert werden und Gewalt unter Flüchtlingen und Flüchtlingsgruppen entschieden mit den Mitteln des Rechtsstaats begegnet werden muss.

Einig waren sich die Vertreter von Polizei und Kommunen, dass auch die Gewalt innerhalb der Flüchtlingsunterkünfte konsequent verfolgt werden müsse. Wer Straftaten begehe, müsse mit Konsequenzen rechnen.
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Rainer Wendt: „Für diejenigen, die trotz eindeutiger Aufklärung nicht bereit sind, sich rechtstreu und gewaltfrei zu verhalten, sollte die Prüfung von Asylbegehren unter Ausschluss weiterer Rechtswege im Eilverfahren erfolgen. Nach negativem Bescheid muss die sofortige Abschiebung erfolgen. Der Abschieberückstand in Deutschland muss konsequent beseitigt werden, wenn der Schutz bedrohter Menschen, die vor Gewalt, Terror und politischer Verfolgung bei uns Schutz suchen, gewährleistet werden soll.“
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„Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, dass den zu uns kommenden Menschen von Beginn an klare Regeln kommuniziert werden“, ergänzte DStGB Hauptgeschäftsführer Landsberg. „Die Menschen müssen wissen, was sie bei uns dürfen und was sie nicht dürfen. Dazu gehören auch die bei uns geltenden Werte, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben sind, zu kennen und zu respektieren: Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit.“
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Erschreckend: Zunehmende Übergriffe von Muslimen gegen Christen in Flüchtlingsheimen

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

Schon klar, um „des lieben Friedens willen“ – also aus Feigheit, Dummheit und wegen der politisch korrekten Willkommenskultur – kann man die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, erst recht, wenn diese Wirklichkeit nichts Gutes zeigt. 

Und Angriffe gegen Christen sind hierzulande zwar immer noch „nichts Gutes“, werden jedoch als „Kollateralschaden“ hingenommen. Die Gäste kommen halt aus einer anderen Welt, aus einem anderen Kulturkreis…

Und wenn man die Gäste aus welcheb Gründen auch immer nicht hierhalten kann, gehört sich als Pendant der Willkommenskultur die Praktizierung einer Abschiedskultur. Das meint z. B. einer der von mir schon häufiger kritisierten protestantischen Gutmenschen, nämlich EKD-Chef Bischof Bedford-Strohm.

Es wäre wichtiger, daß sich dieser hohe Kirchendiener für eine energische Abschiebekultur einsetzte. Aber er poussiert lieber mit den muslimischen Gläubigen, statt sich für verfolgte Christen einzusetzen. (Siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2015/09/10/darf-ein-bischof-in-einem-islamzentrum-mitwirken/ und https://conservo.wordpress.com/2015/08/01/kapitulation-der-christlichen-kirchen-vor-zeitgeist-und-islam/)

Sein Gegenstück bei der katholischen Kirche, Reinhard Kardinal Marx, will da natürlich nicht nachstehen und nimmt sein Bischofskreuz ab, bevor er muslimische Flüchtlinge trifft. Übertroffen wird Kardinal Marx nur noch von seinem Kölner Amtskollegen Woelki, der die Glocken läuten läßt, wenn Pegida demonstriert und der zum Ramadan Grußbotschaften versendet.Scannen0001 (22)

Auch klar, daß ich nicht echte Gäste meine; denn diese pflegen sich in einem Gastland auch anständig zu verhalten. Anders als die, die meinen, sie könnten unser Land erobern. Sie verwechseln Gastrecht mit Faustrecht. Und sie wissen, daß ihnen darob derzeit wenig Ärger seitens der deutschen Autoritäten droht. „Man kann ja schließlich nicht allem nachgehen“, lautet der zumeist achselzuckend vorgetragene Kommentar unserer Behörden.

Welche praktischen Auswirkungen das hat, zeigt ein Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Muslimische Flüchtlinge, die in Deutschland Christen bedrohen, sollten sofort das Land verlassen müssen. Das fordert die iranischstämmige Pastorin der persischen Konvertitengemeinde „Neuer Bund“ in Frankfurt, Mahin Mousapour. Hintergrund sind Berichte, wonach sich Übergriffe von Muslimen auf Christen in deutschen Flüchtlingsheimen häufen.

Von den bis zu eine Million Flüchtlingen, die Deutschland in diesem Jahr erwartet, sind 80 Prozent Muslime.

Wie Pastorin Mousapour auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, sind viele der rund 40 Gottesdienstbesucher ihrer Gemeinde – vor allem Iraner und Afghanen – wegen ihres Glaubens aus ihren Heimatländern geflohen: „Doch auch in Deutschland werden Ex-Muslime diskriminiert und manchmal angefeindet.“  –  So sei ein afghanischer Christ in seiner Flüchtlingsunterkunft von Muslimen mit einem Messer bedroht worden, weil er eine Bibel besaß: „Die Polizei hat vorgeschlagen, der junge Mann könne ja ein Zimmer weiter ziehen oder nachts einen Stuhl unter die Türklinke stellen.“Nachrichten_Kopfbalken_1 - Kopie

In anderen Fällen würden Konvertiten (Muslime, die Christen wurden) in Gemeinschaftsunterkünften gezwungen, nach dem Kochen nicht nur das Geschirr, sondern die komplette Küche zu putzen: „Viele muslimische Flüchtlinge sagen, dass alle Christen unrein sind.“  – Angesichts solcher Vorfälle würde die 57-jährige Pastorin gern jeden Politiker persönlich fragen: „Merkt Ihr nicht, dass wir veräppelt werden? Das ist doch ein christliches Land.“  – Das Geld und die Unterkunft nähmen die muslimischen Asylbewerber gern, „aber gleichzeitig halten sie uns Christen für wertlos“.

Gewalt und Schikanen gegen christliche Flüchtlinge

Ähnliches berichtet Pfarrer Dr. Gottfried Martens von der Dreieinigkeitsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz. Mehr als 500 Migranten zählt seine Gemeinde; die meisten hat er selbst getauft. Viele berichteten ihm von Gewalt und Schikanen, unter denen sie zu leiden hätten, weil sie Christen wurden.

Einer unserer Täuflinge wurde etwa nach der Rückkehr vom Taufgottesdienst krankenhausreif geschlagen, viele andere wurden bedroht und in einer Reihe von Fällen auch körperlich angegriffen“, so Martens zu IDEA.

In den letzten Monaten habe sich die Situation zugespitzt, da inzwischen bis zu 90 Prozent der Heimbewohner streng religiöse Muslime seien. In vielen Flüchtlingsheimen würden deshalb die Regeln des Islams gelten, sodass ein „Klima der Angst“ herrsche. Christen dürften ihren Glauben nicht zeigen. Wenn bekannt werde, dass sie sonntags zur Kirche gehen, werde jeder Gang durchs Haus für sie ein Spießrutenlaufen. 4077304320

Nicht selten seien Christen mit radikalen Muslimen in einem Zimmer untergebracht. Vielen bleibe dann nichts anderes übrig, als bei Freunden zu übernachten oder in der Steglitzer Dreieinigkeitskirche Asyl zu suchen. Besonders schwer hätten es alleinstehende christliche Frauen: „Sie gelten für die muslimischen Bewohner als Freiwild.“

Auch Dr. Martens wirft der Politik vor, ein falsches Bild von der Situation in den Flüchtlingsheimen zu haben. Sie führe die Auseinandersetzungen auf die Enge und Überfüllung zurück und ignoriere die religiösen Ursachen: „Man versucht, die Vorkommnisse als Einzelfälle herunterzuspielen.“  – Die Lösungsvorschläge seien von „rührender Naivität“: „Man meint, mit der Verteilung des Grundgesetzes auf Arabisch oder mit der Unterschrift unter Integrationsvereinbarungen das Problem angehen zu können.“

Ziel des Islams sei aber eben nicht nur „ein bisschen seelische Privaterbauung“. Vielmehr wolle er das gesamte gesellschaftliche Zusammenleben nach seinen Regeln prägen. Pfarrer Martens: „Und wenn jemand diese Regeln nicht akzeptiert, ist er ein ,Ungläubiger‘, dem man keinen Respekt schuldet.

Der SELK-Pfarrer plädiert inzwischen nachdrücklich für eine getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen: „Man darf die christlichen Asylbewerber nicht zu Versuchskaninchen für weltfremde Toleranzexperimente machen.“

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com

ERGÄNZENDER BERICHT hierzu aus dem FOCUS: http://www.focus.de/politik/deutschland/kritische-entwicklung-in-fluechtlingsunterkuenften-kann-mich-nicht-zum-glauben-bekennen-wie-es-christen-in-fluechtlingsheimen-ergeht_id_4988213.html