Rheine: Eltern kämpfen für den Erhalt der klassischen ELSA-Realschule

Von Felizitas Küble

In der Regionalpresse von Rheine – die Stadt liegt im nördlichen Münsterland – gibt es seit über einem Jahr eine anhaltende Debatte über die ELSA-Realschule, die in ihrer bisherigen klassischen Art von Inklusions-Plänen bedroht ist.

Unter „Inklusion“ versteht man in ihrer Endstufe die Abschaffung der Förderschulen für Behinderte, die stattdessen in Regelschulen unterrichtet werden sollen.

Dies nennt sich vielerorts GL = Gemeinsames Lernen.

Das klingt zwar schön, doch die Realität sieht anders aus, zumal angesichts des Mangels an Sonderpädagogen in den Regelschulen. Förderschulen sind von vornherein für Kinder mit Handikap bzw. erhöhtem Lernbedarf konzipiert und daher für sie geeigneter.

Immer mehr Elterninitiativen wehren sich gegen die GL-Pläne kommunaler Behörden und wünschen keine Inklusions-Umgestaltung ihrer Schule. 

In Rheine setzt sich die IG-Realschule ebenfalls für den Erhalt des herkömmlichen Unterrichts ein.

In der Münsterländischen Volkszeitung erschien heute der folgende Leserbrief von Cordula Mohr (siehe Foto) – sie ist selbst Mutter einer behinderten Tochter  –   und weiteren Mitstreiter/innen:

„Die Ansätze, die von Politik und Verwaltung zu den „Zügigkeiten, dem künftigen Standort und der pädagogischer Ausrichtung“ der einzig verbliebenen Realschule in Rheine verfolgt werden, betrachtet die IG Realschule mit großen Bedenken.

Unser persönliches Engagement bei der Bezirksregierung in Münster kam zu dem Ergebnis, dass keineswegs klar ist, ob und ggf. wann eine weitere GL-Schule in Rheine eingerichtet werden muss.

Die Bezirksregierung verteilt durch individuelle Kenntnis jedes Förderkind auf die jeweils geeignete Förderschule oder GL-Schule. Somit ist hier der kompetente und zentrale Überblick über die notwendigen Förderschulplätze und GL-Plätze vorhanden.

Welche Kinder mit Förderbedarf sollte denn die Realschule, die zielgleich unterrichtet, aufnehmen?

Die Gymnasien werden mittlerweile in NRW aus diesem Grund nicht mehr als GL-Schulen geführt. Somit spricht nicht nur die pädagogische Ausrichtung des zielgleichen Lernens mit dem Abschluß der Fachoberschulreife, sondern auch der eklatante Mangel vor allem an Sonderpädagogen in NRW gegen die Einrichtung von GL.

 Über dieses Defizit würde auch kein sächlich und räumlich perfekt ausgestattetes Gebäude hinwegtäuschen. Angesichts der eigentlichen und viel wesentlicheren Problematik ist dieser angebliche Mehrgewinn für uns und unsere Kinder nicht von Bedeutung.

 Gescheiterte Experimente wie die Umstellung von G9 zu G8 und die wenige Jahre später erfolgte Kehrtwende zu G9 sollten als warnendes Beispiel dienen, jetzt verantwortungsvoller über die  zukünftige Schullandschaft in Rheine zu entscheiden.“

 

IG Realschule Rheine


Die AfD befragt ihre Mitglieder zum Wahlprogramm für die Europawahl 2019

Die AfD erstellt derzeit ein Wahlprogramm für die Europawahl am 26. Mai 2019. Bis Freitag, dem 2. Nov 2018, können alle Mitglieder der AfD einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten. Auf diese Weise will die Partei wie auch schon früher einen intensiven Kontakt zu ihrer Basis pflegen und sie zur Mitwirkung animieren.

Als Vorbereitung für diese Umfrage fungierten die Fachausschüsse für verschiedene Politikfelder in den Landesverbänden, die bereits seit einem Jahr am Wahlprogramm arbeiten; sie geben ihre Arbeiten an den jeweiligen Bundesfachausschuß weiter.

Die Befragungsregularien sind streng durchorganisiert, um Missbrauch zu verhindern. Die Befragung erfolgt online; jedes Mitglied kann die Prozedur nur einmal aufrufen. Für die Beantwortung der Fragen sind pro Mitglied ca. 45  bis 120 Min. einkalkuliert.

Die Mitglieder können den diversen Vorentwürfen der Partei zu einem bestimmten Thema jeweils zustimmen, ablehnen oder sich enthalten.

Folgende Punkte stehen beispielsweise zur Entscheidung an: Abtreibung soll nicht als Menschenrecht gelten. Sollen Sanktionen gegen Russland abgebaut werden? Die AfD will sich dafür einsetzen, dass Mütter jede erdenkliche Unterstützung in der Schwangerschaft und darüber hinaus erhalten. Die AfD lehnt gemäß der geltenden Rechtslage Leihmutterschaften weiterhin ab.

Soll die AfD künftig im EU-Parlament mit Parteien aus andern EU-Staaten kooperieren, die ebenfalls die Islamisierung Europas verhindern wollen? Die Inklusion in der jetzigen Form wird als gescheitert angesehen. Inklusion sollte nur stattfinden, wenn sie dem Wohl des behinderten Kindes dient und anderen nicht schadet. Deshalb fordert die AfD den Erhalt der Förderschulen.

Weitere Fragen lauten z.B.: Soll das Berufbild des Heilpraktikers, das in anderen europäischen Ländern kaum bekannt ist, erhalten bleiben? Stimmen Sie für ein Europa der Nationen? Soll der DEXIT als letzte Option in das Europawahlprogramm als prägnanter Ausdruck aufgenommen werden? 

Mit dieser Basisbeteiligung will die AfD ihren Weg zur Volkspartei bekräftigen.


Präsident des Dt. Lehrerverbandes kritisiert Inklusion: Ideologie statt Kindeswohl

Seit Jahren äußert sich Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, in Talksendungen und Zeitungsbeiträgen skeptisch zur Inklusion, einem neuen „Zauberwort“. Mit Inklusion der Behinderten soll mehr erreicht werden als durch das frühere Konzept der Integration, das man als veraltet ansieht.

Von rot-grüner Seite wird im Zeichen einer ideologischen Gleichmacherei vor allem die schulische Inklusion vorangetrieben: Körperlich und geistig Behinderte sollen in den Regelschulen unterrichtet werden, weshalb Förderschulen zunehmend abgebaut werden, vor allem in NRW.

In der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vom 18.3.2017 hat Kraus seine Kritik ausführlicher dargestellt. Er schreibt:

„In Deutschland gibt es rund 3000 Förderschulen mit gut 320.000 Förderschülern und 70.000 Förderlehrern. Allein das zeigt, wie ernst man hier die Schulbildung beeinträchtigter junger Menschen nimmt.

Die Förderschulen können sehr individuell auf Kinder eingehen, denn sie haben im Schnitt 100 Schüler, und auf vier bis fünf Schüler kommt rechnerisch eine hochkarätig qualifizierte Lehrkraft. Daraus ist ein kindgerechtes Förderwesen entstanden, das weltweit seinesgleichen sucht.“

Tatsächlich sind die Förderschulen ein großer Fortschritt gegenüber der Vernachlässigung von Behinderten in früherer Zeit. Doch seit etwa zehn Jahren wird diese Errungenschaft zunehmend von Bildungspolitikern (vor allem aus dem linken Spektrum) und vom sozialpädagogischen „Expertentum“ infrage gestellt. Stattdessen wird von Inklusionsanhängern verlangt, daß behinderte Kinder und Jugendliche grundsätzlich in Regelschulen aufwachsen.

Der Präsident des Dt. Lehrerverbands erinnert an Folgendes:

„Nehmen wir das größte deutsche Land, dessen Politik sich der Inklusion in besonderem Maße verschrieben hat: Nordrhein-Westfalen. Wie weit Ideologie und Realität auseinanderliegen, zeigt sich dort. Dort hat man als Zielperspektive ausgegeben, daß bis 2020 eine Inklusionsquote von 85 Prozent erreicht sein soll. 2016 betrug sie rund 40 Prozent.

Damit dieses Ziel auch erreicht wird, arbeitet man mit Zwang. Konkret: Kinder mit Behinderungen werden nur dann auf eine Förderschule geschickt, wenn ihre Eltern dies beantragen, und dies dürfen sie üblicherweise erst ab der dritten Klasse.

Zugleich wird die Förderschul-Option dadurch unterlaufen, daß Eltern diese Option oft gar nicht mehr haben, weil immer mehr Förderschulen aufgrund enger Vorgaben zur Mindestgröße geschlossen werden.“

HIER weitere sieben Artikel zur Inklusion: https://charismatismus.wordpress.com/category/inklusion-in-regelschulen-kritik/


Schüler-Union will Förderschulen erhalten

Die Schüler-Union (SU) ist die Teenager-Organisation der CDU, die mit dem Slogan für sich wirbt: „Schüler vertritt man nicht mit links.“

Die SU war auf dem NRW-Landesparteitag der CDU in Münster am 1. April 2017 mit einem Infostand vertreten. Dort wurde ein Flugblatt der nordrhein westf. Schüler-Union verbreitet, in dem Monika A. Czyz (siehe Foto), die Vize-Vorsitzende des Landesverbandes, sich zur schulischen Inklusion und Wahlfreiheit der Eltern äußert. 

Mit dem Zauberwort der „Inklusion“ begründet die rot-grüne Landesregierung von NRW ihren Plan zur kompletten Abschaffung der Förderschulen. Behinderte und Kinder bzw. Jugendliche mit Lernschwierigkeiten sollen dann allesamt in Regelschulen untergebracht werden. 

Dazu stellt Frau Czyz namens der Schüler-Union NRW folgendes fest:

„Eltern sollten mit ihren Kindern selbst entscheiden können, welche Schulform die Beste für sie ist. Damit eine echte Wahlfreiheit gewährleistet ist, setzen wir uns für den Erhalt der Förderschulen neben den Inklusionsklassen an Regelschulen ein.

Als christlich-demokratische Schüler sind wir der festen Überzeugung, dass jeder Schüler mit seinen Stärken und Schwächen gleichwertige Teilhabe an der Gesellschaft verdient.

Durch die Schließung vieler Förderschulen aufgrund der Politik der rot-grünen Landesregierung wird aber Schülern mit besonderen Bedürfnissen das Lernen an Förderschulen mit spezifischer Ausrichtung verwehrt. Jedes Kind muss die gleichen Chancen haben, gerade deshalb muss die Palette der Möglichkeiten erhalten bleiben.“

Abschließend erwähnt die SU-Vertreterin, daß dieser Standpunkt auch von der CDU in NRW geteilt wird.

Internetseite der SU: http://www.schueler-union.de/index.php

 

 


Schleswig-Holstein: CDU-Fraktion kritisiert Inklusionspolitik der Landesregierung

Förderschulen für Behinderte wurden geschlossen

Die behindertenpolitische Sprecherin der schleswig-holsteinischen CDU-Fraktion, Heike Franzen (siehe Foto), hat den am 25. September 2015 vom Landesbeauftragten Ulrich Hase vorgelegten Bericht als wichtige Leitschnur für die Arbeit des kommenden Jahres bezeichnet:    Heike Franzen

„Einmal mehr erweist Ulrich Hase sich als Praktiker. Ihm geht es nicht um Quoten oder wohlklingende Konzepte. Er will, dass die Menschen mit Behinderungen so viel wie möglich am Alltag partizipieren können. Es wäre gut, wenn die Landesregierung sich endlich auch nach dieser Leitschnur richten würde“, sagte Franzen.

Besonders deutlich werde dies in der schulischen Inklusion. „SPD, Grüne und SSW haben erst vor wenigen Wochen die Quote gefeiert. Heute schreibt ihnen der Landesbeauftragte ins Stammbuch, dass sie Inklusion nicht verstanden haben“,  erläutert die CDU-Landtagsabgeordnete.

Sie teile die Einschätzung des Beauftragten, wonach die Qualität der Beschulung und vor allem die professionelle Förderung behinderter Schüler wichtiger seien, als die Quote.  „Leider gieren SPD, Grüne und SSW nur nach Quote. Sie schließen die Förderschulen. Aber ein funktionierendes und mit ausreichendem Personal hinterlegtes Inklusionskonzept fehlt“, betont Frau Franzen.

Quelle (Text/Foto): http://www.cdu.ltsh.de/content/aktuelles/top_5239.html


AfD verlangt Vielfalt statt Einfalt in der Schule Klare Kritik an „Inklusion“

Dr. Konrad Adam gegen Abschaffung der Förderschulen

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz haben sich darauf verständigt, die Inklusion flächendeckend voranzutreiben. Die Lehrerbildung soll reformiert, Fachdidaktiker, Bildungswissenschaftler und andere Spezialisten sollten mobilisiert werden, um die „Schule der Vielfalt“ zu realisieren. IMG_1061

„Nur nach dem Schüler fragt kein Mensch“, bemängelte AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam das aufgeblasene Projekt, „er kommt in den Blaupausen der Schulpolitiker nicht mehr vor, spielt in der Vereinbarung keine Rolle.“

Inklusion bediene alle möglichen Interessen, nur die der Schüler nicht, sagte der Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland).

Er bedauerte, dass einer ideologischen Modewelle zuliebe die Förderschulen, die mit Millionenaufwand hergerichtet worden sind, jetzt wieder abgeschafft werden sollen.

Inklusion bringe Nachteile für alle mit sich, da nicht nur den stärkeren Schülern die ihnen zustehende besondere Anregung vorenthalten werde, sondern auch die Schwächeren um die Förderung betrogen würden, auf sie angewiesen wären, um ihr Leben selbständig zu gestalten.

„Statt die Vielfalt zu fördern, wird die Einfalt propagiert“, meinte Adam. Die Ideologen wollten die Schule als gleichmäßig geschorene Rasenfläche, nicht als die bunte Wiese mit ihren vielen verschiedenen Blumen. Wie das Land mit einer derart verbockten Schulpolitik die Zukunft gewinnen wolle, bleibe rätselhaft.

HINWEIS auf die Kritik des evangelischen Diakonischen Werkes am Inklusionskonzept: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/26/diakonie-tag-schutzraume-fur-behinderte-kritik-an-gleichmacherischer-inklusion/

Foto: Konrad Ruprecht

 


Diakonie-Tag: Schutzräume für Behinderte – Kritik an gleichmacherischer „Inklusion“

Kritik an der sog. Inklusion wurde beim „Tag diakonischer Impulse“ am 22. März in Winnenden bei Stuttgart geübt. Bei dem Konzept geht es um mehr als Integration, sondern z.B. darum, behinderte Kinder in Regelschulen aufzunehmen und bisherige Förderschulen allmählich aufzulösen. 

Gemälde: Evita GründlerDer theologische Referent der südwürttembergischen Diakonie-Einrichtung „Zieglersche“, Pfarrer Heiko Bräuning, wandte ein, daß nicht alle Menschen gleichgemacht werden müßten. Gott habe auch Lahme, Taube und Blinde geschaffen.

Pfr. Bräuning appellierte an die rund 100 Besucher des Diakonietages, auf die Grenzen der Inklusion hinzuweisen, damit es auch künftig Schutzräume und Fürsorge für die Bedürftigen gebe.

Er bezeichnete die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Diakonie als „stille Hoffnungsträger der Gesellschaft“. Sie gäben gerade jenen Menschen eine tragende Perspektive, die weniger leistungsfähig als die meisten sind.

Zu den Veranstaltern des Tags diakonischer Impulse zählten die württembergische Christus-Bewegung „Lebendige Gemeinde“, das Perspektiv-Forum der Deutschen Evangelischen Allianz, der Arbeitskreis für eine Missionarische Diakonie der Evangelischen Sammlung in Württemberg und die Behinderteneinrichtung Paulinenpflege in Winnenden.

Quelle: http://www.idea.de

Gemälde: Evita Gründler