Forschung: Starker frühkindlicher Streß hinterläßt lebenslange Spuren im Gehirn

Belastende Erfahrungen in der frühen Kindheit, wie beispielsweise eine gestörte Eltern-Kind-Bindung, gelten als Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Die zugrundeliegenden neurobiologischen Mechanismen sind jedoch bisher nicht hinreichend geklärt.

Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der Universitätsmedizin Mainz hat in einem Mausmodell gezeigt, dass frühkindliche Stresserfahrungen die Funktion von bestimmten Gehirnzellen, den sogenannten ‚NG2+‘-Gliazellen, langanhaltend beeinträchtigen können.

Diese Erkenntnis ist Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieansätze bei stressbedingten psychischen Störungen wie der Depression.

„Unsere Studienergebnisse ermöglichen neue Einblicke in die Pathophysiologie von frühkindlichem Stress und zeigen, dass die Kommunikation zwischen ‚NG2+‘-Zellen und Neuronen bei stressbedingten Störungen von großer Bedeutung ist. Wir haben damit einen bisher unbekannten Mechanismus entdeckt, der Stress-assoziierten psychischen Erkrankungen wie der Depression zugrunde liegt.

Insbesondere die Idee, dass wir durch die Modulation spannungsgesteuerter Natriumkanäle die Netzwerkaktivität wieder ins Gleichgewicht bringen und somit die regelrechte Funktion des Gehirns wiederherstellen können, birgt ein großes Potential für die Entwicklung neuartiger therapeutischer Ansätze in der Zukunft“, betont PhD Giulia Treccani von der Universitätsmedizin Mainz und Erstautorin der Studie.

Das menschliche Gehirn besteht etwa zur Hälfte aus Gliazellen. Dabei handelt es sich um Zellen im Nervengewebe, die zusammen mit den Nervenzellen (Neurone) das Nervensystem bilden. Die bisherige neurobiologische Forschung zu den Ursachen und Therapien von psychischen Erkrankungen konzentriert sich vor allem auf die Neurone.

„Es wurde lange übersehen, dass die Gliazellen nicht nur das neuronale Netzwerk stützen, sondern auch Signale senden und mit den Neuronen kommunizieren. Das Hauptziel unserer Untersuchungen war es daher, nun erstmals die molekularen und funktionellen Auswirkungen von frühkindlichem Stress auf eine bestimmte Gliazellpopulation, die Oligodendrozyten-Vorläuferzellen, auch bekannt als ‚NG2+‘-Zellen, zu charakterisieren“, erklärt Treccani.

„Wir wollten verstehen, inwieweit Stress in der frühen Kindheit die ‚NG2+‘-Zellen und ihre Funktion beeinflusst und wie diese Veränderungen zu langanhaltenden negativen gesundheitlichen Folgen im späteren Leben führen können.“

Das Forscherteam hat in einem Mausmodell gezeigt, dass frühkindlicher Stress das Transkriptom von ‚NG2+‘-Zellen im Hippocampus, einer speziellen Gehirnregion, beeinflusst. Das Transkriptom spiegelt den aktuellen Zustand aller aktiven Gene innerhalb der Zelle wider. Die Transkriptionseffekte korrelierten dabei stark mit der Konzentration des Stresshormons Corticosteron.

Als mögliche Ursache für die Entwicklung von stressbedingten psychischen Störungen identifizierten die Wissenschaftler im Rahmen ihrer Untersuchungen das durch den frühkindlichen Stress induzierte Kandidatengen Scn7a (Sodium channel protein type 7 subunit alpha).

Das Gen Scn7a kodiert für eine Untereinheit von spannungsaktivierten Natriumkanälen, die von ‚NG2+‘-Zellen während ihrer gesamten Lebensdauer häufig gebildet (exprimiert) wird. Die Kanäle sind von grundlegender Bedeutung für die Übertragung von neuronalem Input auf ‚NG2+‘-Zellen und daher für die Kommunikation zwischen Neuronen und ‚NG2+‘-Zellen relevant.

Bei den gestressten Tieren erhöhte sich die Stromdichte der spannungsaktivierten Natriumkanäle in den ‚NG2+‘-Zellen des Hippocampus. Das bestätigt die funktionelle Bedeutung des Kandidatengens Scn7a. Darüber hinaus blieb Scn7a bis zum Erwachsenenalter in gestressten Tieren hochreguliert. Die Tiere zeigten zudem eine beeinträchtigte kognitive Leistung.

Allerdings waren nicht alle Tiere in gleichem Maße von den Auswirkungen durch die frühkindliche Stresserfahrung betroffen. „Diese Erkenntnis spiegelt die Situation in der menschlichen Bevölkerung sehr gut wider“, erläutert Treccani.

Quelle: Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz


Livestream zum Astronautenstart am 30.10.

Am Samstag, dem 30. Oktober, um 8:43 Uhr unserer Zeit soll der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer zur Internationalen Raumstation ISS starten.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereitet aus diesem Anlass ein ganz besonderes Angebot speziell für Kinder und Jugendliche vor:

Ab 7:30 Uhr sendet es auf seinem Jugendportal DLR_next und dem dazugehörigen YouTube-Kanal einen Livestream, der nicht nur den Start und Aufstieg ins All überträgt, sondern davor und danach auch viele weitere spannende Programmpunkte enthält.

„Wir haben verblüffende Experimente vorbereitet, bei denen das junge Publikum sogar zu Hause mitmachen kann. Außerdem erklären wir auf leicht verständliche Art und Weise Themen wie die Schwerelosigkeit und zeigen faszinierende Videos vom Training oder auch zum Alltag auf der ISS“, sagt Tobias Bohnhardt vom DLR, der zusammen mit seiner Kollegin Sina Kürtz durch das Programm führen wird.

„Eigentlich hätten wir gerne eine Raumfahrt-Show mit vielen Schülern im Saal aufgeführt“, ergänzt Sina Kürtz. Aber angesichts der aktuellen Situation ist die Online-Ausgabe unserer Show eine phantastische Möglichkeit, um vielleicht sogar noch mehr junge Leute für die Raumfahrt und damit auch für Forschung und Technik zu begeistern.“

Quelle (Text / Foto) und Fortsetzung der Pressemeldung hier: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2021/04/20211018_livestream-zum-start-von-matthias-maurer


Wuhan: WHO tendiert zur Covid-Labor-These

Neue Brisanz enthalten jüngste Analysen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Zusammenhang mit dem Ursprung des Coronavirus. Medien und internationale Beobachter sprechen sogar von einer Kehrtwendung in der Beurteilung durch die WHO.

So hält der in die WHO-Untersuchungen eingebundene dänische Wissenschaftler Peter Ben Embarek die sogenannte „Labor-Theorie“ jetzt  für eine der “wahrscheinlichen Hypothesen”.

Aktuell geht Embarek davon aus, dass ein Labormitarbeiter bei einer Probenentnahme infiziert worden sein könnte und somit das Corona-Virus von einer Fledermaus auf die Menschen übertragen worden sei. Dies soll mutmaßlich bei Forschungsarbeiten in Wuhan stattgefunden haben.

Interessant scheint das Faktum, dass eines der in Wuhan tätigen Forschungslabors Anfang Dezember 2019 in die Nähe des Wildtiermarktes gezogen sei. Dieser Wildtiermarkt galt bisher als Grundlage für die sog. „Markt-Theorie“ in Wuhan.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/133137-wuhan-weltgesundheitsorganisation-who-schwenkt-auf-laborthese-um/

HINWEIS der Redaktion:

Wir haben bereits vor über einem Jahr über die Labor-These berichtet, als diese noch weitgehend abgelehnt worden war – nicht zuletzt, weil US-Präsident Trump sie schon im Frühjahr 2020 öffentlich vertreten hat, was ihm seinerzeit Spott und Hohn einbrachte. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/06/28/china-kam-corona-aus-dem-wuhan-labor-zunehmende-indizien-fur-umstrittene-these/


Neue Therapie für Herz-Kreislauf-Probleme

Die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Philip Wenzel (siehe Foto), Vize-Direktor der Kardiologie I im Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz, hat herausgefunden, dass das Protein TBCE (Tubulin-folding cofactor E) einen wesentlichen Faktor für die Funktion der Blutgefäßinnenhaut (Endothel) darstellt.

Prof. Dr. Philip Wenzel

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse bieten einen neuen Therapieansatz für Herz-Kreislauf-Erkrankungungen.

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen weltweit die häufigste Todesursache dar. Kennzeichnend für diese sogenannten kardiovaskulären Erkrankungen ist eine Funktionsstörung der Blutgefäßinnenhaut (Endotheldysfunktion).

Die Forscher konnten zeigen, dass ein Mangel oder eine Mutation des Proteins TBCE zu einer Stressreaktion in der Gefäßwand führt. Betroffen ist dabei das endoplasmatische Retikulum, das innere Netzwerk der Zellen. Der vaskuläre Stress geht u.a. mit einer Entzündungsreaktion und einer vermehrten Gefäßsteifigkeit einher.

Aus Vorstudien war bekannt, dass TUDCA (Tauroursodeoxycholic acid; Tauroursodeoxycholsäure) Stressreaktionen im endoplasmatischen Retikulum unterbinden kann. Im Rahmen der Mainzer Studie verbesserte sich die Endothelfunktion im Tiermodell durch eine gezielte pharmakologische Therapie mit TUDCA, auch wenn das Protein TBCE defekt war.

Das Endothel ist die Innenhaut der Blutgefäße und bespannt wie eine feine Membran aus spezialisierten Zellen das Gefäßbett im ganzen Körper von innen. Es sorgt für die Weit- und Engstellung der Gefäße und damit für einen geregelten Blutfluss im Körper. Störungen des Endothels sind damit der Nährboden für Atherosklerose, Koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Thrombosen und Lungenembolien.

Zusätzliche Faktoren wie Rauchen und Bluthochdruck können die endotheliale Dysfunktion verstärken.

Quelle: Universitätsmedizin Mainz / Bild: ebd., Peter Pulkowski


Älteste Kirchenorgel der Welt in Bethlehem

Die vermutlich älteste Kirchenorgel der Welt, die im 12. Jahrhundert in der Geburtskirche von Bethlehem im Einsatz war, wird derzeit aufwendig erforscht und rekonstruiert.

In einem fünfjährigen Forschungsprojekt will die Franziskaner-Kustodie von Jerusalem das Instrument, das wahrscheinlich von französischen Kreuzfahrern ins Heilige Land gebracht wurde, untersuchen und nachbauen, um wieder seinen Klang hören zu können, teilte der Orden in Jerusalem mit.

Das Instrument war zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Archäologen in der Basilika über der traditionellen Geburtsstätte Christi in Bethlehem entdeckt worden. Es befindet sich in Jerusalem und soll hier demnächst im Franziskaner-Museum ausgestellt werden.

Das Instrument sei fast ein Jahrhundert lang in der Geburtskirche verwendet worden und dann bei einer muslimischen Eroberung am Ende des 12. Jahrhundert entfernt und versteckt worden. Vermutlich wurde es in Holzkisten vergraben, um es zu schützen und eventuell wiederverwenden zu können.

Das Forschungsprojekt solle auch tieferen Aufschluss über den Einsatz und die Entwicklung der Orgel in der Liturgie sowie über die Musikgeschichte des Mittelalters geben.

Bereits im 10. Jahrhundert waren Orgeln in der Liturgie der westlichen Kirche eingeführt und stetig deren Bedürfnissen angepasst worden. Aber materielle Belege für die Entwicklung der Orgel reichten bislang nur bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Quelle und vollständige Nachricht: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-07/heiliges-land-jerusalem-kultur-musik-forschung-cmc.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Würzburg: Online-Diskussion am 19. Juli 2021 zum Thema: Forschung und Lehre sind frei?!

Datum:19.7.2021, 18:30 – 20 Uhr
Kategorie:Podiumsdiskussion
Ort:online
Veranstalter:Lehrstuhl für Neueste Geschichte (Leitung: Prof. Dr. Peter Hoeres) in Kooperation mit dem „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“

Am 19.7.2021 um 18:30 Uhr findet eine online-Diskussionsrunde zum Thema „Forschung und Lehre sind frei?!“ statt.

In der Diskussionsrunde nehmen folgende Bundestagsabgeordneten teil:

  • Dr. Jens Brandenburg (FDP) Kai Gehring (Grüne)
  • Dr. Marc Jongen (AfD)
  • N.N. (CDU/CSU)
  • Dr. Ernst-Dieter Rossmann (SPD) 
  • Dr. Petra Sitte (Linke)

Die Moderation übernimmt Heike Schmoll (FAZ-Korrespondentin).

Den Livestream kann man auf YouTube verfolgen: Link zum Livestream

Zum Hintergrund:
Gerade die Debatte um die Wissenschaftsfreiheit wird von Verkürzungen und Zuspitzungen geprägt. Angesprochen werden soll daher das gesamte Spektrum von Herausforderungen für die Freiheit von Forschung und Lehre: Von identitätspolitischen Interventionen unterschiedlicher Observanz gegen Lehrende über die Einflussnahme von industriellen Interessen auf Forschung und Hochschulstruktur bis hin zum fachspezifischen Ausschluss abweichender Lehrmeinungen.

Quelle u.a.: https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/veranstaltungen/detail/news/diskussionsrunde-forschung-und-lehre-sind-frei/


„Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ fordert: Kein Zwang zum Gendern in Forschung und Lehre

Pressemitteilung:

Auf sprachwissenschaftlicher, psychologischer und ethischer Grundlage hat sich bislang kein Konsens ergeben, wie auf gemischtgeschlechtliche Personengruppen Bezug genommen werden soll. Geschlechtergerechtigkeit kann dafür sprechen, vom traditionellen Sprachgebrauch abzuweichen.

Viele der derzeit gebräuchlichen Neuerungen rufen hingegen stilistische Probleme hervor, lassen die Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache verarmen und verletzen die Regeln der deutschen Grammatik. Es kann deshalb nicht Sache der wissenschaftlichen oder hochschulpolitischen Institutionen sein, in dieser offenen Frage Vorschriften zu erlassen.

Wie weite Teile der allgemeinen Öffentlichkeit sehen viele Netzwerkmitglieder das Vordringen von „offiziösen“ Leitlinien und Handreichungen mit Unbehagen, die zum Gebrauch von Binnen-I, Genderstern (Lehrer*innen), Unterstrich, eingefügten x etc. auffordern. Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit tritt dafür ein, dass niemandem eine solche als geschlechter­inklusiv deklarierte Sprachform aufgenötigt werden darf.

Die Netzwerksprecherin Sandra Kostner verweist beispielhaft auf die Forderungen der Vertretung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen vom Februar 2021. Dort wird allen Hochschulen in Deutschland nahelegt, den Genderstern einzuführen. Nur so sei angeblich die Voraussetzung für den freien Zugang in die Hochschule und für durchlässige Karrierewege gegeben.

„Es gibt gute Gründe, die alleinige Herrschaft des generischen Maskulinums kritisch zu sehen“, so Kostner. „Aber es gibt auch viele gute Gründe gegen alle bisher vorgeschlagenen Alternativen einschließlich des Gendersterns.“

In dieser Situation sei von Hochschulleitungen und Ministerien Zurückhaltung gefordert. Dies gelte auch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Deren wichtige Aufgabe sei es, gegen konkrete Diskriminierungen vorzugehen, nicht Sprach- und Gesellschaftspolitik zu betreiben.

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fordert daher von den Hochschulen, den Wissenschaftsverwaltungen und den staatlich unterstützten Förderorganisationen, keine verbindlichen Vorschriften zur Nutzung bestimmter Formen gendersensibler Sprache zu erlassen.

„Sprache ist für Forschung und Lehre ein zentrales Werkzeug. Wer in die Freiheit der Sprachverwendung eingreift, greift in die Freiheit von Forschung und Lehre ein“, betont Kostner. Es dürfe daher weder einen Zwang zu – noch ein Verbot von – „gendersensiblen“ Sprachformen geben.

Das Netzwerk vertrete uneingeschränkt das Primat der Einzelpersönlichkeit gegenüber der Institution: Nicht Corporate Identity, sondern das auf den Einzelnen bezogene Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit gelte.

Mögliche Einschränkungen gebe es zuhauf: die offizielle Internetpräsenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Formulare in Datenbanken, die Sprache in der hochschulinternen Korrespondenz, in Unterrichtsmaterialien und Modulbeschreibungen. „Hier gibt es bereits dem Netzwerk bekannte Fälle, in denen Hochschulverwaltungen bestimmte Formen des ‚Genderns‘ mit der Macht des Apparats durchzusetzen versuchen“, beklagt Kostner.

Im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gebe es, so Kostner, durchaus keine einheitliche Meinung dazu, ob die Nutzung „gendersensibler Sprache“ grundsätzlich erwünscht sei oder nicht. Im Netzwerk kämen sehr unterschiedliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Erfahrungen, Generationen und politischer Einstellungen zusammen. „Entscheidend ist aber, dass wir uns gemeinsam gegen Entwicklungen wenden, die die Freiheit von Forschung und Lehre einzuschränken drohen. Daher: Kein Zwang zum Gendern“.

Weitere Infos hier: www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de

Gemälde: Evita Gründler


Frankreich: Kath. Bischöfe protestieren gegen lebensfeindliches Bioethikgesetz

Gesetz erlaubt Forschung an Mensch-Tier-Embryonen

Erschrocken und bestürzt reagiert die katholische Kirche Frankreichs auf das Bioethik-Gesetz, das das Pariser Parlament beschlossen hat. „Das ist der Triumph einer Ideologie“, reagiert Erzbischof Eric de Moulins-Beaufort auf das Votum.

„Da wird die Würde jeder menschlichen Person ausradiert“, erklärt der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz weiter. Nach zweijähriger Debatte in der Öffentlichkeit hat die „Assemblée Nationale“ das Gesetzeswerk mit deutlicher Mehrheit – 326 JA-Stimmen, 115 NEIN-Stimmen, 42 Enthaltungen – verabschiedet.

Immer wieder hatten die Bischöfe in den letzten Monaten und Jahren Bedenken gegen die von Präsident Macron vorangetriebene Reform vorgebracht. Sie kritisieren vor allem die Ausweitung der künstlichen Befruchtung. War sie bislang heterosexuellen Paaren vorbehalten, kann sie nun auch von lesbischen Paaren oder von alleinstehenden Frauen durchgeführt werden.

Zu den weiteren Kritikpunkten der Kirche zählt die Tatsache, dass künftig „Chimären-Embryonen“ erlaubt sind, also die Injektion menschlicher Zellen in tierische Zellen zu Forschungszwecken. Auch die Liberalisierung der Embryonenforschung und das Eingreifen in die embryonale Keimbahn per Genschere stoßen auf die Kritik der Bischöfe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-06/frankreich-bioethik-gesetz-embryo-kirche-bischoefe-lebensschutz.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Ärzte für das Leben warnen vor einer Aushöhlung des Embryonenschutzes

Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen (siehe Foto), hält den Akademien der Wissenschaften vor, mit ihrer neuerlichen Stellungnahme den Embryonenschutz auszuhöhlen.

In einem Gastkommentar mit dem Titel „Angriff auf den Lebensschutz“ im evangelikalen Nachrichtenmagazin IDEA weist Cullen darauf hin, der Bericht „Neubewertung des Schutzes von in-vitro-Embryonen in Deutschland“ stelle „die Fortsetzung“ einer 2019 publizierten Stellungnahme („Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“) dar:

„Von der argumentativen Grundlage her unterscheiden sich beide Papiere nur graduell. Im neuen Bericht wird wieder das Embryonenschutzgesetz ausgehöhlt, aber dieses Mal, um die Verwendung von ,überzähligen‘ Embryonen, die außerhalb des menschlichen Körpers für Fortpflanzungszwecke erzeugt wurden, für die Forschung zu ermöglichen.“

Allerdings wiesen die Verfasser auch auf Tatsachen hin, die tatsächlich „ein Problem“ darstellten. Nämlich „die Widersprüchlichkeit vieler rechtlichen Positionen rund um das Lebensrecht“.

So führten die Autoren der Stellungnahme „neben der Zulassung von Medikamenten, die die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter hemmen (,Pille danach‘) an, dass das Embryonenschutzgesetz bereits heute das Überleben des durch künstliche Befruchtung entstandenen Embryos vollkommen von der Einwilligung der Frau zur Einsetzung abhängig macht und die Weitergabe ,überzähliger‘ Embryonen an adoptionswillige Dritte nicht fordert. Möchte die Frau diese Einsetzung nicht, und wird der Embryo nicht eingefroren (,kryokonserviert‘), so wird er verworfen und damit getötet.“

Ferner wiesen die Autoren zurecht darauf hin, dass die Einschränkungen des Embryonenschutzgesetzes nicht für auf natürlichem Wege gezeugte Embryonen gelten und somit auch nicht für solche, die (…) abgetrieben werden.“

Nur könnten, so Prof. Cullen weiter, alle diese Widersprüche genauso gut andersherum aufgelöst werden:

„Wenn wir den Embryo konsequent schützen wollen, wieso ist die Abtreibung noch ohne Rechtsfolgen, wieso sind Nidationshemmer noch verfügbar, und wieso ist der „Deutsche Mittelweg“ mit der Produktion „überzähliger Embryonen“ in der Reproduktionsmedizin noch gangbar?“, fragt der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“.

Wie Cullen weiter schreibt, gebe es keine Notwendigkeit, „vor einem scheinbaren Megatrend des Zeitgeistes“ zu kapitulieren. Gerade in diesen Tagen zeige „die recht erfolgreiche #NoNipt-Kampagne gegen die Kassenzulassung der nicht-invasiven vorgeburtlichen Gendiagnostik, dass es eine neue Sensibilisierung in der Gesellschaft gegen die Selektion und Diskriminierung von andersartigen Menschen gibt. Ihre Protagonisten teilen mit den Lebensrechtlern ein tiefes Unbehagen der zunehmenden ,Verzweckung‘ des Menschen gegenüber.

Quelle: Newsletter der ALFA (Aktion Lebensrecht für Alle)


Palästinenser-Lehrbücher erziehen zu Gewalt und Fanatismus gegen Israel

Laut einer Veröffentlichung der Bild-Zeitung ergeben Untersuchungen der Europäischen Kommission, die den Inhalt palästinensischer Lehrbücher überprüft haben, dass diese palästinensische Jugendliche zu Hass und Gewalt erziehen.

Statt Toleranz, Frieden und Gewaltlosigkeit zu unterrichten, enthalten palästinensische Lehrbücher antisemitische Inhalte, leugnen die Existenz des Staates Israel und verherrlichen Gewalt als Methode zur Konfliktlösung.

Die Forschungsergebnisse belegen Israels konsequente Beanstandung, dass Aufhetzung die Lehrbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde konstant durchzieht. Dies ist eine Beanstandung, die Israel seit vielen Jahren bei der EU und ihren Mitgliedstaaten erhebt.

Die Forschungsergebnisse belegen auch, dass die EU auch jetzt noch Millionen in die Finanzierung des Bildungssystems der Palästinensischen Autonomiebehörde investiert, um angeblich Frieden und Demokratie zu fördern.

Diese Finanzierung erfolgt ohne Überwachung des Inhalts, der in den Lehrbüchern erscheint, und ohne zu verlangen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde sofort aufhört, ihre Kinder zum Hassen und Töten zu indoktrinieren.

Damit Worte und Taten nicht in zwei getrennten Welten stattfinden, muss die EU verlangen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde ihre Lehrbücher ändert und die Hetze beendet.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin