Verfassungsgericht in Italien: Weiter keine künstliche Befruchtung für Homo-Paare

Das Verbot künstlicher Befruchtung (IVF = In-Vitro-Fertilisation) für homosexuelle Paare ist nach Ansicht des italienischen Verfassungsgerichts nicht verfassungswidrig. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf eine Mitteilung des Gerichts.

Wie die Zeitung schreibt, stehe das Urteil zwar noch aus, die abschließenden Beratungen der Richter tendierten aber in diese Richtung. Anlass der Beratungen seien Anfragen aus zwei unterschiedlichen Gerichtsverfahren in Bozen und Pordenone.

Darin heißt es, das entsprechende Gesetz zur Regelung künstlicher Befruchtung aus dem Jahr 2004 verstoße gegen verfassungsrechtliche Grundsätze. Demgegenüber erachte das Verfassungsgericht die Anfragen als unbegründet. Das kritisierte Verbot stehe nicht in Widerspruch zu den Verfassungsprinzipien, auf die sich die örtlichen Gerichte bezögen.

Im Artikel 5 des „Gesetzes für die medizinisch unterstützte Fortpflanzung“ heißt es: „Volljährige Paare, die unterschiedlichen Geschlechts sowie in potenziell fortpflanzungsfähigem Alter sind, verheiratet oder zusammenlebend, und bei denen beide Partner noch leben, können Zugang zu medizinisch unterstützten Fortpflanzungstechniken erhalten.“ Verstöße können mit Geldstrafen zwischen 200.000 und 400.000 Euro geahndet werden.

Quelle: ALfA-Newsletter


Aussagen von Kardinal Reinhard Marx zur „Ehe für alle“ sind halbherzig

Mathias von Gersdorff

Auf die Frage des Münchner Merkur, was für ihn einen „Dammbruch“ darstelle, antwortete Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München-Freising, folgendermaßen:

„Bei dem jetzigen Gesetz geht es um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und nicht für Verwandte oder drei, vier Personen. Ich verstehe diese Sorgen, aber man sollte nicht gleich einen Dammbruch heraufbeschwören.“

Auf die Frage, ob ihm Sorge bereite, dass 75 Abgeordnete der Union mit JA zur „Ehe für alle“ gestimmt hätten, erklärte der Kardinal und Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz:

„Die Christlichkeit alleine an dieser Abstimmung festzumachen, halte ich für verkehrt. Das eine ist: was ist die christliche Überzeugung? Das andere: Kann und darf ich alle christlichen Moralvorstellungen in staatliche Gesetze überführen? Wer nicht begreift, dass das eine nicht automatisch zum anderen führen muss, hat das Wesen einer modernen Gesellschaft nicht begriffen.“

Beide Antworten lassen die Vermutung zu, dass Kardinal Marx die Bedeutung der Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare unterschätzt und zudem unberücksichtigt lässt, daß die komplette Gleichstellung der „Homo-Ehe“ mit der wirklichen Ehe keineswegs allein „christlichen Moralvorstellungen“ widerspricht, sondern auch der Vernunft und dem staatlichen Interesse.

Hierzu die Hauptgründe:

1. Beim Aufbau der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Christentum stark als Leitbild. Obwohl Deutschland in der Welt nicht als ein besonderes frommes Land gilt, sind die Institutionen und die Gesetzesordnung stark vom christlichen Menschenbild geprägt.

Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Erwartungen der Menschen wieder: Obwohl die religiöse Praxis in Deutschland seit den 1950er Jahren stets gesunken ist, so ist die Erwartung, dass die Politik von christlichen Werten und Prinzipien geprägt sein soll, immer noch sehr hoch. Ca. 50 Prozent der Deutschen wünschen sich das, so eine Studie des Allensbacher Instituts von 2012.

Die „Ehe für alle“ ist ein direkter Angriff eben auf diese Durchdringung des Staates und der Gesellschaft durch das Christentum. Korrekterweise kommentierte die linkslastige „Frankfurter Rundschau“, mit der „Ehe für alle“ sei Deutschland säkularer geworden.

Diese Tatsache ist für das Christentum in Deutschland von sehr großer Bedeutung, denn primär über die Ehe-Institution prägt das Christentum das Zusammenleben eines Volkes. Wer die Deutungshoheit über die Ehe hat, hat weitgehend die Deutungshoheit darüber, wie sich ein Volk organisiert. Durch die „Ehe für alle“ wird erschreckend dokumentiert, dass das Christentum diese Deutungshoheit betreff der Ehe weitgehend abgegeben hat und nicht einmal die Kraft besitzt, ihre eigene Basis zu überzeugen.

Diese Situation sollte bei Kardinal Marx alle Alarmglocken läuten lassen.

2. Die Einführung der „Ehe für alle“ geschah im Rahmen einer Revolution der Kultur. Diese Revolution strebt seit Jahrzehnten (Stichwort 68er) die Zerstörung der christlichen Wurzeln Deutschlands an. Diese sollen durch die Maxime der 68er-Revolution ersetzt werden. Was die Ehe betrifft, so ist ihr ideologischer Hauptfeind die sog. „sexuelle Revolution“: Wilde Ehen, Ehen für Homosexuelle, Verachtung der christlichen Sexualmoral, Gender usw.

Es ist notwendig, die Einführung der „Ehe für alle“ in diesem Rahmen zu sehen, ansonsten kann man die ideologische Tragweite nicht ermessen.

Kardinal Marx und die gesamte katholische Kirche müssen diesen kulturellen Angriff sehr ernst nehmen, denn die Kultur ist ein äußerst wichtiger Träger der Werte des Evangeliums für die Gesellschaft.

Wenn die Kultur zunehmend nach antichristlichen Kriterien geformt wird, so kann die Kirche immer schwieriger ihren Auftrag erfüllen.

Dies ist in Deutschland besonders wichtig, denn hierzulande strebt man ein einigermaßen harmonisches Zusammenleben an (was in den letzten Jahrzehnten der Kirche eher geschadet hat, aber dieser Aspekt würde hier zu weit gehen).

3. Es gibt eine moraltheologische Seite des Sachverhalts, die aber auch eine wichtige psychologische Dimension besitzt: Mit der „Ehe für alle“ verabschiedet man sich endgültig von der Vorstellung, Ehe und Fortpflanzung hätten etwas miteinander zu tun.

Dass diese Verbindung zwischen Ehe und Nachwuchs in den letzten Jahrzehnten stark abgeschwächt wurde, kann nicht geleugnet werden. Bewusst oder unbewusst waren viele aber der Auffassung, dass der ideale Ort für die Fortpflanzung eben die Ehe ist. Ob das nun so in der Praxis realisiert wird, ist eine andere Frage. Doch das Ideal stand aufrecht.

Die „Ehe für alle“ zerstört dieses Ideal. Das Christentum kann sich aber auf keinen Fall damit abfinden, denn es würde sich selbst verleugnen.

Was ist zu tun: Kardinal Marx und alle sonstigen Bischöfe kommen nicht umhin, Strategien zu entwickeln, um die Deutungshoheit über die Ehe wieder zu gewinnen, was nicht einfach ist. Es ist im Grunde eine Mammutaufgabe, die etliche Generationen in Anspruch nehmen wird.

Ist die Kirche dazu in der Lage? Will sie das überhaupt?

Die Kirche kann nicht die Deutungshoheit über den Ehebegriff zurückerobern, wenn sie nicht offensiv die katholische die Sexualmoral verkündet. Denn erst diese macht die Ehe verständlich. Erst die Sexualethik verdeutlicht, dass die Ehe nicht irgendeine zufällig zusammengewürfelte Partnerschaft ist.

Nach 50 Jahren „sexueller Revolution“ ist diese Aufgabe alles andere als einfach. Doch sie ist unvermeidlich, soll das Christentum in Deutschland eine Zukunft haben. In weiten Teilen der Gesellschaft muss man im Grunde bei Null anfangen.

Es wäre aber nicht das erste Mal, dass eine solche Missionsarbeit geleistet werden muss. Bitten wir den allmächtigen Gott, dass ER hierfür Missionare, Prediger und Katecheten herbeiruft.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist, er leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht aktuelle Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


NEIN zu Kulturverfall und Dekadenz – JA zur Schöpfungsordnung Gottes!

Von Klaus Schmidt

Überhandnehmende Homosexualität und Lesbentum bilden keine Errungenschaft der Moderne, sondern waren schon im Hellenismus wie im ausgehenden Römerreich Symptome von Dekadenz und Kulturverfall. So geschieht nichts Neues unter der Sonne, was bereits der weise Salomo feststellte. 

Dass aber Mann mit Mann und Frau mit Frau hochoffiziell und mit allen staatlichen Privilegien versehen eine „Ehe“ eingehen können, ist in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie dagewesen.

Etwas Derartiges fiel nicht einmal primitivsten und heidnischsten Kulten ein, wogegen im Land der Reformation und im Lutherjahr dieses Novum aus der Traufe gehoben wird – obgleich aus einer solchen Verbindung keine Kinder resultieren, die den Fortbestand der Nation garantieren und die Renten der Altgewordenen sichern.

Rational ist ergo nicht zu begreifen, wofür eine Bundestagsmehrheit inbrünstig votiert hat. Eine Erklärung findet sich nur im Geist der Zeit, der nach dem Apostel Paulus der Sphäre der Finsternis entstammt. Und die jetzige Generation stellt überaus blind und arrogant allen Vorausgegangenen bis Adam das Attest aus, in Fragen geschlechtlicher Zuordnung intolerant, diskriminierend und „homophob“ gewesen zu sein.

Letztlich aber bedeutet dieser einschneidende Tabubruch einen Griff nach dem Thron des Schöpfers, in dem dessen unantastbar gültiges Gesetz von Mann und Frau aufgelöst wird.

Gott aber lässt sich nicht verspotten, und was der Mensch sät, das wird er ernten. Deshalb greift der Reim von Heinrich Heine heute mehr denn je: „Denk ich an Deutschland bei der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“.

Unser Autor Klaus Schmidt ist evangelikaler Prediger und Publizist; er wohnt in Crailsheim (Baden-Württemberg)


SPD und Grüne fordern die „Ehe für alle“ – Unionsparteien halten an klassischer Ehe fest

Mathias von Gersdorff

Die SPD hat bei der Koalitionsrunde mit der Union die Forderung gestellt, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Der Gesetzentwurf lautet: „Die Ehe wird zwischen zwei Personen gleichen oder verschiedenen Geschlechts geschlossen“.

Erfreulicherweise erteilte die CDU diesem grotesken Ansinnen eine Absage. Fraktionschef Volker Kauder erklärte, es gäbe keine Notwendigkeit hierfür. Interessanterweise vermied er das Wort „homosexuell“. Denn in der Tat ist es laut dem Gesetzentwurf unerheblich, ob die Partner bei der Eheschließung homo- oder heterosexuell sind. Der Staat darf aufgrund des Datenschutzes gar nicht fragen, welche „sexuelle Identität“ die Beiden haben.

Die Grünen reagierten mit der gewohnten Aggressivität. Der grüne Volker Beck bezeichnete die CDU als „Diskriminator“. Und die SPD würde die „Diskriminierungspolitik“ des Koalitionspartners mit Nibelungentreue befolgen

Die Begründung des Abgeordneten Beck wirkt recht einfältig: „Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung.“

Meint der grüne Politiker tatsächlich, die Bürger würden den Unterschied zwischen einer Ehe zwischen Mann und Frau oder einem Paar von gleichem Geschlecht nicht erkennen? Sieht er nicht, dass die Natur dieser beiden Beziehungen unterschiedlich ist und sie deshalb auch rechtlich unterschiedlich zu behandeln sind?

Will man die Aussagen der Grünen verstehen, so gibt es nur zwei mögliche Erklärungsansätze:

1. Den Grünen ist die Realität egal und sie quatschen das, was ihre Wähler hören wollen, unter anderen die sog. Homo-Community. In diesem Falle würden die Grünen billigste Klientelpolitik betreiben und könnten dann bedenkenlos als eine linkspopulistische Partei bezeichnet werden.

2. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Grünen zwischen einer Ehe von Mann und Frau einerseits und einer Homo-Partnerschaft andererseits tatsächlich keinen Unterschied sehen. Relevant ist lediglich, dass es zwei Menschen sind. Dann muss man sich aber fragen, wieso sie überhaupt für die Ehe in irgendeiner Form eintreten – und wenn ja, wieso nur zwischen zwei Personen und nicht zwischen vielen?

Wenn die Fortplanzug bei der Definition dessen, was eine Ehe ist, tatsächlich bedeutungslos sein sollte, dann wäre es konsequenter, die Abschaffung der Zivilehe zu fordern.

Doch die Grünen wollen dies aus ideologischen Gründen nicht. Sie wissen nämlich, dass die Ehe die Keimzelle einer bürgerlichen und vor allem einer christlichen Gesellschaft ist. Beides hassen sie. Für sie ist es deshalb besser, die Ehe zu entstellen und zu einer grotesken Karikatur ihrer selbst umzugestalten.

Die gesamte Politik der Grünen ist getrieben von dieser Ideologie und strebt die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft an. Um das zu erreichen, muss vorher die Zerstörung von Ehe und Familie vollbracht werden.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und publiziert regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


WELT-Redakteur: Die „Homo-Ehe“ ist ein Widerspruch in sich selbst

EHE steht für „Ewigkeit, Recht und Gesetz“

Am 29. Juli 2015 veröffentlichte das Feuilleton (Kulturteil) des Deutschlandradios eine Stellungnahme von Günter Lachmann zur Debatte um eine Einführung der „Ehe“ für Homosexuelle. IMG_1426

Der Buchautor und Redakteur der WELT-Verlagsgruppe betont, daß zur Ehe „schon seit Jahrtausenden“ die Fortpflanzung gehöre. 

Er plädiert für Klarheit auch beim Ehe-Begriff und erläutert:

„Sprachlich kommt das Wort Ehe aus dem Althochdeutschen und steht für „Ewigkeit, Recht und Gesetz“. (…)

Der heute nur noch selten verwendete Begriff der Ehegatten bezeugt den tieferen Sinn und Zweck der Ehe: die Begattung, also die geschlechtliche Vereinigung von Mann und Frau zur Fortpflanzung. Zur Ehe gehören folglich auch Kinder.“

Die Familie sei, so der Verfasser weiter, deshalb die „Keimzelle der Gesellschaft und genieße eine „besondere Stellung“, weil nur sie in der Lage sei, Nachkommen zu sichern. Daher proklamiere das Grundgesetz: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“Scannen0009 - Kopie

Der Autor fügt hinzu: „Politisch betrachtet, ist die Ehe die wertvollste Form menschlicher Gemeinschaft. In der Theologie ist sie eines der sieben Sakramente, in dem die Wirklichkeit Gottes offenbar wird.“

Günter Lachmann beklagt sodann, heute werde der Ehebegriff in der politischen Diskussion auf seine „fiskalische und versorgungsrechtliche Bedeutung reduziert“: „Wir tun so, als sei die Ehe lediglich eine von vielen sozialgesetzlichen Regelungen.“

Der Verfasser schreibt weiter, eine „gleichgeschlechtliche Lebenssgemeinschaft“ sei „keinesfalls“ mit der Ehe gleichzusetzen, wenngleich sie „gesetzlich geregelt und geschützt“ werden müsse.

Ein Adoptionsrecht für „Homo-Ehen“ lehnt der Autor ebenfalls ab, denn „Kinder brauchen Vater und Mutter.“  – Er fügt hinzu: „Kinder sollten in einem möglichst natürlichen Umfeld aufwachsen, und dazu gehören nun einmal beide Geschlechter.“

Abschließend betont Günter Lachmann, die Homo-Ehe sei „ein Widerspruch in sich“, denn Homosexualität schließe die „tiefere Bestimmung der Ehe“ aus, nämlich die Fortpflanzung: „Und diesen Widerspruch kann auch der Gesetzgeber beim besten Willen nicht auflösen.“


Das ZdK orientiert sich nicht mehr an der Schöpfungsordnung Gottes

Mathias von GersdorffPodium5

Das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK) hat bei der Vollversammlung am 9. Mai 2015 in Würzburg eine Stellungnahme für die Familiensynode im Vatikan im Oktober 2015 verabschiedet.Der Titel: „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“.

Beklagt wird eine große Diskrepanz zwischen dem katholischen Lehramt über Ehe, Familie und Sexualität und der Lebenswirklichkeit der Gläubigen. Um diese Kluft zu überwinden, fordert das ZDK von der Vatikansynode ein völlig neues katholisches Verständnis von Ehe und Familie.

Das Dokument macht deutlich, dass für den ZDK die Sexualität keineswegs allein in der Ehe praktiziert werden darf und dass das primäre Ziel dort nicht die Fortpflanzung ist.

Deshalb kann das ZdK eine neue Bewertung von nichtehelichen und sogar gleichgeschlechtlichen Partnerschaften fordern. Die Kirche sollte sogar liturgische Formen, wie etwa Segnungen, für diese Partnerschaftsformen entwickeln.

Die eigentliche Ehe wird im Dokument als die beste lebenslange Bindung angesehen. Paare sollen ermutigt werden, sakramentale Ehen zu schließen. Dennoch sollen andere Partnerschaftsformen geachtet und anerkannt werden. Im Dokument wird so etwas wie eine Art Hierarchie der Lebenspartnerschaften entwickelt, mit der eigentlichen Ehe an der Spitze.

Doch was macht eine Ehe laut dem ZDK aus? „Verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit“. Von Fortpflanzung ist nicht mehr die Rede. Ausdrücklich wird eine „Neubewertung“ der künstliche Empfängnisverhütung gefordert.

Wenn die Ehe nicht primär der Fortpflanzung dient und wenn Sexualität nicht nur in der Ehe praktiziert wird, fällt die katholische Sexualmoral völlig zusammen. Deshalb hätte das ZdK genausogut von der Synode fordern können, ihre Ehelehre und Sexualethik schlicht einzustampfen. BILD0235

„Verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung und Weggemeinschaft in Verbindlichkeit“ gibt es in vielen Partnerschaftsformen. Auch in solchen, in welchen Sexualität keine Rolle spielt. Das gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften von heterosexuellen Personen: Geschwistern, Freunden, Wohngemeinschaften usw.  

Sollen diese auch in einer liturgischen Feier gesegnet werden? Oder sollen liturgische Feiern nur für Partnerschaften entwickelt werden, in denen Sexualität eine Rolle spielt? Spätestens hier wird deutlich, wie orientierungslos das ZdK ist.

Das ZdK hält sich nicht mehr an das katholische Lehramt, sondern an Vorstellungen über Partnerschaft, die in Zeitschriften wie „Bravo“, in den „Soap Operas“, in diversen Fernsehserien vermittelt werden.

Auch die „Bravo“ empfiehlt den Pärchen, sie sollten mit Verantwortung miteinander umgehen. Auch in den „wilden Ehen“ in „Gute Zeiten  –  Schlechte Zeiten“ gehen die Partner respektvoll miteinander um.

Kein Mensch braucht eine katholische Kirche, die auf dieses Niveau sinkt. Niemand braucht ein „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“, das gar nicht mehr katholisch ist.

Unser Autor Mathias von Gesdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Die BILDzeitung beteiligt sich an der Stimmungsmache gegen die Familien

Von Birgit Kelle

Die Bildzeitung titelte vergangenen Sonntag mit der Zeile „Milliarden-Grab Familie“, ich habe sie ausnahmsweise gekauft und wurde auf direktem Weg enttäuscht: Nichts neues, außer wieder Stimmungsmache gegen Familie. Wieviel Geld man doch für uns ausgibt und wie wenig Kinder wir dafür liefern: 558387_344678045621010_604335282_a

Grund genug für eine Kolumne auf dem Portal von A.T. Kearney. Hieraus ein Ausschnitt:

Wir geben angeblich 200 Milliarden Euro aus jährlich für Familie. Und trotz des ganzen Geldes werden nicht mehr Kinder geboren, wir investieren in die falschen Maßnahmen.

Spüren Sie schon den eisigen Wind, den vorwurfsvollen Ton, der mitschwingt? Alle sind sich einigen, die Politik, die Wissenschaft, die „Experten“, die das errechnet haben. So weit, so schlecht.

„Wenn alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten“ stellte der britische Philosoph Bertrand Russel schon vor langer Zeit fest. Recht hat er. Und so kann zunächst festgestellt werden: Je mehr wir versuchen, Familie zu regeln, zu steuern, umso schlechter geht es ihr, umso weniger Kinder werden geboren.

Ist es nicht nahezu ein Wunder, dass die Menschheit so lange überlebt hat, ohne dass es staatliche Unterstützung gab? Menschen haben sich fortgepflanzt, ganz ohne Kindergeld, Steuerfreibetrag und Kitas? Haben die einfach Kinder bekommen? Ist ja Wahnsinn, das wäre mal eine Aufmacherzeile Wert in der BILD: „Kind bekommen, ohne es vorher durchzurechnen!“

Und so ist die Feststellung der BILD-Zeitung, „Geld macht keine Kinder“ zunächst also richtig – aber die Konsequenzen sind falsch: Noch mehr Steuerung, noch mehr Lenkung.“

Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.atkearney361grad.de/zahlen-machen-keine-kinder-menschen-machen-kinder/

Die junge Publizistin und Familienmutter BIRGIT KELLE (siehe Foto) ist Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins “Frau 2000plus “
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net