Paris: Erneut Massenproteste gegen sozialistische Regierung wegen Einführung der Homo-Ehe

Wenige Wochen nach der vom französischen Parlament beschlossenen Einführung der Homo-Ehe haben in Paris am Sonntag erneut hunderttausende Menschen für eine konservative Familienpolitik  und für den Schutz der Ehe von Mann und Frau demonstriert.   1_0_661004

An dem Protestzug beteiligten sich auch Oppositionsführer Jean-François Copé von der bürgerlich-konservativen UMP, zahlreiche katholische Bischöfe und Vertreter von Familienverbänden. 

Die Initiatorin der Massenproteste, Frigide Barjot, schrieb per Twitter: „Wir brauchen eine Volksabstimmung für die Verankerung der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau.“   –  Für Schwule und Lesben solle es jedoch „eheähnliche“ Lebenspartnerschaften geben.

Die Demonstranten forderten die sozialistische Regierung von Präsident François Hollande auf, die beschlossene Öffnung der Ehe für Homosexuelle zurückzunehmen. Politiker der UMP beklagten, die Regierung sei einer Diskussion über das Gesetz aus dem Weg gegangen. 

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Massenproteste gegen die Homo-Ehe mit mehr als einer Millionen Demonstranten gegeben.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Frankreich: sozialistische Regierung hält trotz Massendemonstrationen an Einführung der Homo-„Ehe“ fest

Trotz der Massenproteste hunderttausender Bürger am vergangenen Sonntag in Paris hält die französische Regierung an der geplanten Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe fest. Das Gesetzesvorhaben werde weiter vorangetrieben, sagte Justizministerin Christine Taubir.

Eine Volksabstimmung zur Homo-„Ehe“ lehnte die sozialistische Politikerin ebenfalls ab. „Die Verfassung regelt die Voraussetzungen, unter denen ein Referendum möglich ist. Diese sind hier nicht gegeben“, betonte Taubira.

Das Gesetz soll noch im Januar in die Nationalversammlung eingebracht werden. Bereits im November hatten etwa 200.000 Franzosen gegen die  Homo-Ehe protestiert.

Auch zahlreiche  Bürgermeister, die für die Trauung von Paaren verantwortlich sind, hatten ihren Widerstand angekündigt. Mehr als 2000 von ihnen unterzeichneten einen Aufruf an den sozialistischen Präsidenten Hollande, in dem sie fordern, gleichgeschlechtliche Paare nicht trauen zu müssen.

> Bildstrecke von JF-Reporter Hinrich Rohbohm

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


Frankreich: Kardinal Poupard wirft Präsident Hollande „Wählertäuschung“ vor

Das in Frankreich geplante Gesetz für gleichgeschlechtliche „Ehen“ kommt nach den Worten des früheren vatikanischen „Kulturministers“, Kardinal Paul Poupard, einer Wählertäuschung gleich.

Auch viele Wähler des sozialistischen Präsidenten François Hollande wollten durchaus keine so tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft, sagte Poupard dem Internetportal Vatican Insider am Montag. Die Ablehnung des geplanten Gesetzes gehe weit über das katholische Spektrum hinaus und umfasse auch Nichtgläubige und sogar Homosexuelle.

Die Familie auf der Grundlage einer Ehe zwischen Mann und Frau bilde das Fundament des demokratischen Staates, betonte der französische Geistliche, der mehr als zwei Jahrzehnte lang als einer der einflußreichsten Kurienkardinäle galt.

Wer den Wert der herkömmlichen, klassischen Familie bedrohe, handle gegen das Gemeinwohl und vertrete eine verkehrte Auffassung von menschlicher Freiheit.

Am Sonntag hatten in Paris hunderttausende Bürger gegen die Einführung der Homo-„Ehe“ demonstriert. 

Quelle: Kultur und Medien online


In Frankreich formiert sich breiter Widerstand gegen die Einführung der „Homo-Ehe“

Kardinal Vingt-Trois erhält Unterstützung aus allen gesellschaftlichen und politischen Richtungen

Die von dem sozialistischen französischen Regierungschef Hollande geplante Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe samt Adoptionsrecht ist in Frankreich auf heftigen Protest nicht nur aus kirchlichen Kreisen gestoßen.

Der Erzbischof von Paris, Vorsitzender der französischen Bischofskonferenz und Mitglied im Päpstlichen Rat für die Familie, André Kardinal Vingt-Trois, hatte persönlich bei Staatspräsident François Hollande und weiteren führenden Politikern protestiert und anschließend veröffentlicht, was er dargelegt hat.  

Foto: M. Löhr, CDL

Foto: M. Löhr, CDL

Nur weil Menschen glaubten, sie hätten ein Recht auf Kinder, dürfe man die Rechte der Kinder nicht vernachlässigen, wird der Pariser Erzbischof auf die Ankündigung der Justizministerin zitiert, homosexuellen Paaren das Adoptionsrecht zu gewähren.

Die Ministerin hatte dem Erzbischof erklärt, dass es bei der „Zivilisationsreform“ um eine radikale Änderung der menschlichen Natur, der Geschlechter und des Zeugens gehe. Kardinal Vingt-Trois wies darauf hin, es sei untragbar, dass bei einem solch umwälzenden Programm in einem „Überrumpelungsverfahren“ mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur 1-2 Prozent eine  Entscheidung herbeigeführt werden solle.

Diese Angelegenheit betreffe das Naturrecht, also alle Menschen, nicht allein die Christen.

Am Samstag, dem 17. November, waren in Paris und in einem Dutzend weiterer französischer Städte mehrere hunderttausend Menschen gegen den gesellschaftpolitischen Umbruch der Regierung auf die Straße gegangen. Neben bürgerlichen hatten auch eher linke Gruppierungen zu dem Protest aufgerufen. Katholische Organisationen haben sich mit offizieller Unterstützung von Kirchenvertretern an den Kundgebungen beteiligt.

Papst Benedikt XVI. hatte den rund 40 französischen Bischöfen, die sich am 17. November zum Ad-limina-Besuch in Rom aufhielten, in seiner Ansprache bei der Audienz eingeschärft, „aufmerksam“ zu sein gegenüber Gesetzentwürfen, mit denen der Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau ausgehöhlt werden sollen:

„Gemeinsam mit den Bischöfen wird es ihnen am Herzen liegen, aufmerksam die Gesetzesentwürfe zu verfolgen, die den Schutz der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod und die rechte Ausrichtung der Bioethik in der Treue zu den Dokumenten des Lehramts beeinträchtigen könnten. Es ist notwendiger denn je, dass zahlreiche Christen den Weg des Dienstes am Gemeinwohl einschlagen und dabei vor allem die Soziallehre der Kirche vertiefen“, so der Papst wörtlich.

Weitere prominente Unterstützer der Proteste kommen aus allen politischen Richtungen, so die Ehefrau des ehem. sozialistischen Premierministers und Protestanten Lionel Jospin, Sylviane Agacinski, eine feministische Philosophin.

Quelle und vollständiger Artikel hier: ZENIT.org
Autor: Jan Bentz

Handwerksverband lehnt „Euro-Rettung um jeden Preis“ ab

Erstmals meldet sich in der Euro-Debatte jetzt auch das deutsche Handwerk zu Wort: Sein Zentralverband appelliert an die Bundesregierung, für die Euro-Rettung nicht jeden Preis zu zahlen.

„Die Stabilisierung der Währungsunion ist kein Ziel an sich, das ungeachtet aller damit verbundenen Kosten verfolgt werden kann und darf“, schreibt Verbandspräsident Otto Kentzler in einem Positionspapier, das dem Handelsblatt vorliegt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zunächst Frankreichs Präsident François Hollande und dann Italiens Ministerpräsident Mario Monti versprochen, alles zu tun, um den Euro zu retten.

Verbandschef Kentzler, der rund eine Million Betriebe und fünf Millionen Beschäftigte in Deutschland vertritt, warnt dagegen: „Die Kosten dürfen keinesfalls größer werden als der Nutzen.“  – Andernfalls drohe die Zustimmung der Bürger zu schwinden.

Finanzhilfen dürften zudem nicht dazu führen, daß der Reformdruck in den Empfängerländern sinkt:

„Es ist den Bürgern und Unternehmen in den leistungsfähigen Stabilitätsländern nicht zuzumuten, im Ergebnis staatlicher Garantien, im Rahmen von Eurobonds oder Altschuldentilgungsfonds, für die politischen Fehlentscheidungen anderer Staaten haften zu müssen ohne Hoffnung auf tatsächliche Besserung“, schreibt Kentzler.

Die Refinanzierung des dauerhaften Rettungsschirms ESM durch die Europäische Zentralbank (EZB) berge „massive Gefahren für die Funktionsfähigkeit der Währungsunion insgesamt“, heißt es in dem Papier weiter.

Eine Flutung der Finanzsysteme mit zusätzlichem Geld der EZB könne rasch zu einer Ausweitung der inflationsrelevanten Geldmenge führen. „Wenn das Geldmengenwachstum nicht mehr durch die realwirtschaftliche Entwicklung unterlegt ist, droht Inflation“, warnt der Handwerksverband.

Quelle: Handelsblatt, Fulda-Info


Frankreich: Sozialist Hollande wurde nicht von Katholiken gewählt

Debatte um Euthanasie beeinflußte Wahlverhalten der Katholiken

Die große Mehrheit der praktizierenden Katholiken in Frankreich hat am Sonntag nicht François Hollande, sondern Nicolas Sarkozy gewählt.

Laut einer von der kath. Wochenzeitung „La Vie“ in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 79 Prozent der regelmäßigen Kirchgänger bei der Stichwahl um das Präsidentenamt für den bürgerlich-konservativen bisherigen Präsidenten Sarkozy.

Während in der gesamten Bevölkerung 51,7 Prozent den sozialistischen François Hollande wählten, waren es unter den Katholiken lediglich 21 Prozent.

Zünglein an der Waage waren bei der Entscheidung der Katholiken laut Umfrage vor allem die ethischen Positionen der Kandidaten: Während Sarkozy das geltende „Sterbehilfe“-Gesetz nicht weiter öffnen wollte, vertrat Hollande im Wahlkampf eine Zulassung von aktiver Euthanasie auf Wunsch für Menschen mit unheilbaren Krankheiten eingetreten.

Frankreichs katholische Kirche hofft derweil, daß der neue französische Präsident in Zukunft nicht nur an seine Wähler denkt, sondern auch an die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens.

Quelle: Radio Vatikan


Katholiken in Frankreich wählten am Sonntag überwiegend Sarkozy

Die frz. Katholiken haben bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Sonntag mehrheitlich den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy gewählt.

Wie die katholische Zeitung „La Vie“ am Montag meldete, wählten 47 Prozent der praktizierenden Katholiken den Parteichef der bürgerlich-konservativen Partei UMP.

Insgesamt hatte Sarkozy im ersten Anlauf 26,9 Prozent der Stimmen erhalten (etwas weniger als der Sozialist Hollande).

Erst an vierter Stelle steht bei den praktizierenden Katholiken der vorläufige Wahlsieger Francois Hollande, der von 14 Prozent der Katholiken gewählt wurde und insgesamt auf 28,7 Prozent kam.

Hollande war in seiner Wahlkampagne u.a. für die Zulassung aktiver „Sterbehilfe“ bei Menschen mit unheilbaren Krankheiten eingetreten, sofern diese eine Euthanasie wünschen.  Damit hatte der Sozialistenführer Kritik von kirchlicher Seite hervorgerufen.

Zudem war der Wahlkampf von Hollande durch die Sex-Skandale des sozialistischen Politikers D. Strauss-Kahn belastet, der von linker Seite zunächst als Präsidentschaftskandidat vorgesehen war, dann aber über seine diversen Affären stolperte.

Die rechtskonservative Partei „Front National“ unter Leitung von Frau M.  Le Pen konnte deutliche Stimmenzuwächse verbuchen, hat aber keine reale Chance gegenüber den beiden Großparteien aus dem bürgerlichen und linken Spektrum, nicht zuletzt aufgrund des französischen Wahlsystems (Mehrheitswahlrecht).

Quellen u.a.: Radio Vatikan, KAP