Unfaire Kampagnen gegen Lebensrechtler

Von Felizitas Küble

Zwischen die marxistische Tageszeitung JUNGE WELT  – einst Organ der SED-Jugendorganisation FDJ  – und die Linkspartei paßt wahrscheinlich kein Blatt, jedenfalls kein ideologisches.

So nimmt es nicht wunder, daß die Zeitung aus Berlin in ihrer Ausgabe vom 16. März einen Genossen von der Linkspartei an Land zieht und ihn nach der Lebensrechtler-Prozession in Münster befragt, wobei natürlich gleich alles „rechts“ oder gar „Nazi“ ist, was nicht auf der tiefroten Welle mitschwimmt.

So weiß Hannes Draeger aus Münster zu berichten, beim 1000-Kreuze-Gebetszug handle es sich um eine Aktion „radikaler“ Abtreibungsgegner. Die Veranstalter-Organisation EuroProLife sei ein „Sammelsurium aus ultrakonservativen und christlich-fundamentalistischen Gruppen“.

Soweit handelt es sich um das übliche Sprücheklopfen von links, aber dann geht der Mann von der Linkspartei in die Vollen und behauptet munter drauflos, „Nazischläger“ seien früher „gern gesehene Teilnehmer dieser Aufmärsche“ gewesen.

Erstens handelt es sich dabei um eine wilde Verleumdung, zumal sich an dieser Prozession noch nie „Nazischläger“ beteiligten, geschweige wären sie dort „gern gesehen“.

Zweitens handelt es sich nicht um einen „Aufmarsch“, sondern um einen komplett friedlichen Gebetszug, was man freilich von den Gegendemonstranten nicht behaupten kann, wobei sich an  den Randalen auch die Linkspartei beteiligte. Diesmal gab es sechs Polizei-Anzeigen gegen Vermummte bzw. Chaoten, die am 16. März gegen die Lebensrechtler agitierten und deren Mahnwache auf dem Domplatz lautstark störten.

In ähnlicher Weise agitierte die SPD-nahe „Frankfurter Rundschau“ am 7. März 2019 gegen die Mahnwachen „40 Tage für das Leben“, die vor abtreibungsfreundlichen Pro-Familia-Beratungsstellen stattfinden.

Natürlich werden auch hier die Lebensrechtler schon in der Überschrift als „radikal“ diskreditiert: https://www.fr.de/frankfurt/mahnwachen-frankfurt-musik-laerm-gegen-gebete-11830404.html

Wie in linken Kreisen üblich, ist sodann ironisch von „selbsternannten Lebensschützern“ die Rede, wogegen man den Ausdruck „selbsternannte Umweltschützer“ in der Mainstreampresse vergeblich sucht. Auch das angeblich hohe Alter der Teilnehmer wird negativ gegen sie ins Feld geführt, später ist gar von einer „Gebetsorgie“ die Rede.  
Der Publizist und Theologe Uwe C. Lay hat sich den Artikel noch genauer vorgeknöpft: http://pro-theol.blogspot.com/2019/03/kampf-dem-lebensschutz-eine-politisch.html

Ultralinke Feministinnen bekennen sich zum Anschlag aufs SOS-Leben-Büro

Eine linksextreme Gruppe, die sich „Einige autonome Feminist*innen“ nennt, hat sich schriftlich zum Angriff auf das Büro der Aktion SOS LEBEN bekannt.

Das Schreiben wurde auf dem Antifa-Blog Indymedia.org veröffentlicht. Die radikalen Feministinnen bekunden ausdrücklich, weiterhin zu Gewalttaten bereit zu sein: „Wer sich unserer Selbstbestimmung in den Weg stellt, muss immer und ueberall damit rechnen gestoert, aufgehalten und angegriffen zu werden!“

Der Angriff auf SOS Leben wird begründet als Racheakt für die Beteiligung der Lebensrechtler an den „40 Tagen für das Leben“ vor der Frankfurter Beratungsstelle von „Pro Familia“ im Frühjahr und im Herbst dieses Jahres. Ein weiterer Grund sind diverse Hausdurchsuchungen der Polizei im linksautonomen Milieu Frankfurts im November.

Der Angriff auf das Büro fand am 16. November um ca. 2:30 Uhr statt. Die Polizei stellte die Straftatbestände Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch fest und leitete Ermittlungen ein. Der Fall wurde von einer polizeilichen Stelle übernommen, die sich mit politisch motivierter Kriminalität befasst.

Eine Wand des Hauses wurde komplett mit der Farbe Pink beschmiert, samt Fenster und Holztäfelung. Dafür wurde ein Feuerlöscher mit Farbe verwendet. An alle drei Außenwände wurden anarchistisch-feministische Graffitis gesprüht, sowie Slogans wie „Gott ist tot“ und „My Body, my choice“ angebracht (siehe Fotos).

Die Frankfurter Rundschau berichtete ausführlich über die Aggression und gab folgende Einschätzung von Mathias von Gersdorff, Lebensrechts-Aktivist bei SOS LEBEN, wieder:

„Mathias von Gersdorff, Mitglied der DVCK, der nach eigenen Angaben selbst in dem beschmierten Haus wohnt, sagte der FR, man wolle ihn ganz offensichtlich einschüchtern und in seiner Nachbarschaft „richtig an den Pranger stellen“.

Während die Diskussion um Abtreibungen früher mit politischen Argumenten ausgetragen worden sei, würden gerade christliche Abtreibungsgegner seit einigen Jahren immer massiver angegangen. „Die Aggressivität ist immer größer geworden“, sagte von Gersdorff. Er werde sein langjähriges Engagement gegen Schwangerschaftsabbrüche dennoch nicht aufgeben.“

Weitere aktuelle Infos zu Lebensrechtsthemen und aktuellen Fragen hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Wenn politisch inkorrekte ZUNGENBRECHER roten Medienstaub aufwirbeln…

Bürsten rote Borsten besser als braune?

Wenn die linke Presse mal hinter einem her ist, findet sie nicht nur in jeder Suppe ein braunes Haar  – sondern auch in jedem harmlosen Spruch eine gar verwerfliche Botschaft. 038_35

So erging es uns mit unseren KOMM-MIT-Jugend-Kalendern-1994 und 1995, die von rotgrünen Seilschaften seinerzeit attackiert wurden. Infolgedessen wurden sogar auf Pfarrversammlungen unsere lustigen Sponti-Sprüche, worin nebst Lehrern und Beamten etc bisweilen auch Politiker flapsig vergackeiert wurden, als „staatsfeindlich“ verdächtigt…

Die linksgerichtete und deshalb rechts immer doppelt gut aufpassende „Frankfurter Rundschau“ beanstandete an unserem KOMM-MIT-Jahrbuch-1995 damals allen Ernstes den folgenden Zungenbrecher, weil er ein Beweis für den „Alltagsfaschismus“ sei, der von uns propagiert werde:

„Bürsten mit braunen Borsten bürsten besser als Bürsten mit grauen Borsten bürsten“.

Nun  hatten wir bei all den Zungenbrechern glatt die politische Farbenkunde unbeachtet gelassen. Um den antifaschistischen Spürnasen „gerecht“ zu werden, haben wir den Spruch dann im KOMM-MIT-Kalender-1996 auf S. 118 „politisch korrekt“ veröffentlicht: Scannen0006

„Bürsten mit roten Borsten bürsten besser als Bürsten mit braunen Bürsten borsten – nein: Borsten bürsten!“

Übrigens war die Kritik der „Frankfurter Rundschau“ weder eine Satire noch auf den 1. April datiert. Damit wir noch mehr zum Lachen haben, hier ein paar weitere Zungenbrecher: 

  • Auf den sieben Robbenklippen sitzen sieben Robbensippen, die sich in die Rippen stippen, bis sie von den Klippen kippen.
  • Hundert hurtige Hunde hetzen hinter hundert hurtigen Hasen her.
  • Zwanzig Zwerge zeigen Handstand, zehn im Wandschrank, zehn am Sandstrand.Edith-Breburda-Fotos
  • Wer nichts weiß und weiß, daß er nichts weiß, weiß mehr als der, der nichts weiß und nicht weiß, daß er nichts weiß.
  • Zwischen den Zwetschgenbaumzweigen zwitschern zwei geschwätzige Schwalben.
  • Zwei Astronauten kauten und kauten, während sie blaugrüne Mondsteine klaubten.
  • Herr von Hagen, darf ich’s wagen, Sie zu fragen, welchen Kragen sie getragen, als Sie lagen krank am Magen in der Stadt zu Kopenhagen.
  • Kaplan Klapp plant ein klappbares Papp-Plakat.
  • Der Pottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschenkasten.
  • Klitzekleine Kinder können keinen Kirschkern knacken.
  • Ein krummer Krebs kroch über eine krumme Schraube.tentrop_neu
  • Es lagern zwei zischende Schlangen zwischen zwei spitzen Steinen und zischten dazwischen.
  • Unser alter Ofentopfdeckel tröpfelt täglich.

Unser Super-TIP: Macht ein Spiel draus  – das läuft toll bei Feiern und Partys: Wer kann den Zungenbrecher am schnellsten fehlerlos nachsprechen?  –  Der Spielleiter liest den Satz vor und reihum muß jeder Teilnehmer sein Glück versuchen. Die Stoppuhr entscheidet!

Wer zu langsam spricht oder sich verhaspelt, bekommt 1 Minuspunkt. Sieger wird der Punkt-Rekordler. Er erhält als Krönung am besten den „alltagsfaschistischen“ KOMM-MIT-Kalender-1995. (Der KM bietet 420 prallvolle, lustige und ernste Seiten  – bei uns für 2,50 Euro noch zu haben: felizitas.kueble@web.de).

 


Frankfurt: Linksradikale, Rechtsradikale und Islamisten gemeinsam gegen Israel

Derzeit kommt zusammen, was zusammengehört –  nämlich die Anti-Israel-Front von links bis rechts einschließlich radikaler Muslime.

Die “Frankfurter Rundschau“ (FR) berichtete über eine Demonstration von 2500 Teilnehmern in Frankfurt  – ausgerechnet auch noch auf dem Rathenauplatz (nach einem ermordeten jüdischen Politiker der Weimarer Republik benannt).

Die FR schreibt (siehe hier: http://www.fr-online.de/frankfurt/protest-gegen-israel-gaza-demo-eskaliert-in-frankfurt,1472798,27795726.html), daß zunächst friedlich „gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen demonstriert“ worden sei.  031_28A

Doch die Harmonie währte  –  wie bei derart gepolten Teilnehmern üblich  –  nicht lange:

 „Ein spontaner Protestzug über die Zeil eskaliert danach: Steine fliegen auf Polizisten, die Beamten setzen Schlagstöcke ein…

Die Menge skandierte Parolen wie „Allahu Akbar“, „Freiheit für Palästina“ und „Kindermörder Israel“ und schwenkten dabei neben Palästina-Flaggen die Fahnen der Türkei, des Irak, Saudi-Arabiens und der islamistischen Terrororganisation Hamas

…Auf Schildern und Transparenten wurde die Schuld am Nahost-Konflikt eindeutig Israel zugewiesen, u.a. wurde der israelische Premierminister Netanjahu mit Hitler verglichen.

Neben Anhängern der Organisation „Die Linke – SDS“ hatten sich auch Islamisten und einige Kader der Neonazi-Gruppe „Nationale Sozialisten Rhein-Main“ unter die Teilnehmer gemischt…“

 


„Frankfurter Rundschau“: polemische Klischees über Kardinal Gerhard L. Müller

Von Felizitas Küble

So wie Papst Benedikt als Chef der Glaubenskongregation von der hiesigen Mainstream-Presse einst gerne als „Panzerkardinal“ oder „Inquisitor“ abgestempelt wurde, ergeht es von Anfang an auch dem heutigen Präfekten und jetzt frischgebackenen Kardinal Gerhard Ludwig Müller, vormals Oberhirte des Bistums Regensburg und seit über eineinhalb Jahren amtlicher Hüter des Glaubens, berufen von Papst Benedikt, der den brillanten früheren Dogmatik-Professor sehr zu schätzen weiß.  AL-0003

Anders sieht es freilich  –  wen wundert es?  –   in der deutschen Medienwelt aus. Die der SPD nahestehende „Frankfurter Rundschau“ gab am gestrigen Samstag, den 22. Februar, online bereits den passenden „Ton“ an:

Unter dem bezeichnenden Titel „Autoritärer Hardliner“ zeichnet Regina Kerner ein entsprechendes Bild bzw. Zerrbild des neuen Kardinals. Die nächste Zwischenüberschrift bietet bereits eine polemische Steigerung: „Katholischer Ayatollah“.

Schon der erste Satz läßt tiefe redaktionelle Verbitterung ob der von Papst Franziskus verliehenen Kardinalswürde für Erzbischof Müller erahnen: „Dass Gerhard Ludwig Müller sich von nun an in die Farbe Purpur kleiden kann, erfreut bei weitem nicht alle Katholiken.“

Die Verfasserin bezeichnet den Glaubenspräfekten als „Mann von hünenhafter Statur und strenger Ausstrahlung“  –  aber nicht einmal der Frankfurter Rundschau gelang es offenbar, ein Porträtbild Müllers aufzutreiben, das diese angebliche „Strenge“ belegen könnte..

Sodann heißt es, dieser „Hüter der katholischen Doktrin ist zwar einer der mächtigsten Männer im Vatikan, aber auch einer der umstrittensten. Viele kirchliche Laien- und Reformbewegungen sehen in dem prinzipientreuen Konservativen einen autoritären Hardliner, Inquisitor oder gar katholischen „Ayatollah“.“

Sobald es freilich an die Begründung für jene Klischees geht, scheitert die so forsch schreibende FR-Autorin am einfachsten theologischen ABC: AL-0005

„Forderungen, die Kirche müsse die Lebenswirklichkeit der Menschen stärker respektieren und etwa Geschiedene nicht mehr ausgrenzen, lehnt der 66-Jährige ab. Man dürfe die Gläubigen hinsichtlich der kirchlichen Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht verwirren.“

Betroffene Katholiken sind nicht „ausgegrenzt“

Zum Nachbüffeln wollen wir klarstellen:

1. Geschiedene werden sowieso nicht „ausgegrenzt“; es geht bei der dabei angesprochenen Debatte allein um  jene Katholiken, die nach Scheidung eine (nicht-kirchliche) Zivil-Ehe eingegangen sind. Wegen der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen und vollzogenen Ehe ist diese „Wiederheirat“ grundsätzlich nicht erlaubt; daher sind die Betreffenden nicht zum Tisch des HERRN eingeladen.

2. Aber auch die Betroffenen sind keineswegs, wie die FR unterstellt, pauschal „ausgegrenzt“: sie sind nicht exkommuniziert (also nicht aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen); sie sind zum Sonntagskirchgang nicht nur eingeladen, sondern wie alle Katholiken verpflichtet, gehören also schlicht zum katholischen Kirchenvolk. Daß sie nicht zur hl. Kommunion zugelassen sind, ist eine Situation, die sie mit all jenen Kirchgängern teilen, welche sich im Zustand einer schweren Sünde (welcher Art auch immer) befinden, wozu beileibe nicht allein an das 6. Gebot zu denken ist (sondern an alle!).

Weiter berichtet FR-online über Kardinal Müller:

„Glauben und Moral dürften nicht verwässert werden, das ist Müllers Überzeugung. Er streitet gegen Relativismus, Verweltlichung und die Anpassung der Kirche an den Zeitgeist. Selbst im Vatikan sehen das einige kritisch. „Für ihn gibt es nur richtig oder falsch, das war’s“, sagt der honduranische Kardinal Maradiaga über seinen Mitbruder.“ Müller

Hierbei befindet sich der Kirchenmann Müller (und nicht etwa der Kardinal aus Honduras) freilich in bester Gesellschaft, hatte doch schon Christus ohne Wenn und Aber verkündet: „Euer JA sei ein JA, euer NEIN sei ein NEIN, alles andere ist vom Bösen.“

Näheres über die unangemessenen, zudem wenig kollegialen Seitenhiebe von Kardinal Maradiaga lesen Sie HIER.

Katholische Priester gegenüber Medienhetze verteidigt

Natürlich wird dem vatikanischen Glaubenshüter seitens der „Frankfurter Rundschau“ auch  verübelt, daß er sich schützend vor die katholische Priesterschaft stellte, nachdem der Klerikerstand vielfach von Medien und Politikern unter unfairen Generalverdacht gestellt wurde:

„Angesichts des Missbrauchs-Skandals bestritt er eine generelle Verantwortung der Kirche, die öffentliche Empörung über den Limburger Bischof Tebartz-van-Elst tat er als Medienkampagne ab.“

Daß es sich tatsächlich bei jener monatelangen Stimmungsmache weitgehend um eine üble Schlammschlacht handelte, haben längst auch Nicht-Katholiken erkannt, zB. der bekannte evangelische Fernsehmoderator Peter Hahne (siehe HIER).

Unter dem Zwischentitel „Signal an traditionalistischen Flügel der Kurie“ bedient die FR zunächst weiter ein paar medienübliche Klischees: 

„Seit mit Franziskus ein offenerer Stil im Vatikan eingezogen ist, galt der Glaubenspräfekt als der konservative Gegenspieler. Müller bestreitet das, Franziskus und er hätten ein herzliches Verhältnis. Dass er nun Kardinal wird, ist nicht nur ein klares Signal an den traditionalistischen Flügel der Kurie.“

Danach gerät die Darstellung etwas differenzierter:

„Es gibt tatsächlich auch vieles, das den Argentinier, der eine Kirche für die Armen will und den Deutschen verbindet: Müller ist Lateinamerika-Experte, seit Jahren ein engagierter Kämpfer gegen die Armut auf dem Kontinent und überraschenderweise ein Verfechter der Befreiungstheologie. In Peru wurde er zum Ehrenbürger eines Slums ernannt.“

Die Redakteurin verschweigt allerdings, warum Kardinal Müller in Lateinamerika so wertgeschätzt wird: Weil er als deutscher Priester selber dort gelebt und unter den Armen gewirkt hat. Während Linksgruppen gerne Sprüche klopfen für die Unterdrückten und Entrechteten in aller Welt, hat sich dieser Geistliche höchst lebenspraktisch engagiert.

Was die sog. Befreiungstheologie betrifft, so ist der vatikanische Glaubenspräfekt bekanntlich seit Jahrzehnten mit dem namhaften Befreiungstheologen Pater Gustavo Gutiérrez befreundet, lehnt dabei aber den marxistischen Flügel strikt ab, gehört also zum gemäßigten Spektrum.

Fotos: Bistum Regensburg


Grüne und Kindersex: Dokumentation der CDU Hessen wird totgeschwiegen oder abgewertet

Mathias von Gersdorff

Vergangene Woche veröffentlichte die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag eine Broschüre mit dem Titel „Das unangebrachte Schweigen der Grünen“. Die Dokumentation analysiert, wie diese Partei in den 1980er Jahren Pädosexualität nicht nur toleriert, sondern auch begünstigt und unterstützt hat:

„Bereits unmittelbar nach ihrer Konstituierung als Partei im Jahre 1980 wurden pädophile Bewegungen und Gruppierungen von den Grünen nicht nur toleriert, sondern ihre Anliegen auch entsprechend gefördert“, so die ersten Sätze.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Das Echo auf das Erscheinen der Broschüre war verblüffend gering. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete ihr eine Kurzmeldung, die Frankfurter Rundschau einen mittellangen Artikel im Regionalteil. Auch im Internet hielten sich die Reaktionen ziemlich in Grenzen.

Die in der Broschüre enthaltenen Informationen sind tatsächlich nicht ganz neu.

Doch die Tatsache, daß die CDU  –  immerhin die größte Partei in Deutschland  –  eine raschere und vor allem entschlossenere Aufklärung verlangt, ist durchaus eine wichtige Nachricht.

Die Broschüre der CDU-Fraktion fordert sehr deutlich: „Die Grünen bleiben daher aufgefordert, durch eine objektive und unverzügliche Aufklärung ihre fortwährende Bagatellisierung früherer pädophiler Umtriebe in den eigenen Reihen zu beenden und durch eine Trennung von den Pädophilie-Befürwortern ein klares Zeichen gegen Kindesmißbrauch zu setzen.“

Grünen und Kirche unterschiedlich behandelt

Wie wäre wohl die Reaktion gewesen, wenn es um pädosexuelle Handlungen katholischer Geistlicher gegangen wäre?

Man braucht kaum daran zu erinnern, daß viele Medien eine hysterische Kampagne gegen die Kirche losgetreten haben für Vorfälle, die Jahrzehnte zurücklagen. Die katholische Kirche ließ keinen Zweifel daran, daß diese Vorfälle kriminell sind und auch der katholischen Lehre widersprechen. Laut biblischer und kirchlicher Verkündigung werden unbußfertige Kinderschänder mit ewiger Verdammnis in der Hölle bestraft.

Im Falle der Grünen ging es jedoch um eine inhaltliche Rechtfertigung und um strafrechtliche Freiräume für Pädosexuelle. Der Natur der Sache nach ist das viel schwerwiegender als das, was in katholischen Einrichtung geschehen ist, weil man die Untaten an sich rechtfertigt und für moralisch zulässig empfindet.

Linkspresse wertet Aufklärungs-Broschüre ab

Grüne und SPD spüren wohl, daß man sie nicht „in die Pfanne hauen wird“, wie man das damals mit der katholischen Kirche getan hat.

Die Frankfurter Rundschau berichtet: „Der schmutzige Wahlkampf 2013 à la Hessen-CDU hat begonnen“, sagt der (grüne) parlamentarische Geschäftsführer Mathias Wagner. „Wie immer, wenn es für die Hessen-CDU in Wahlkämpfen eng wird, schreckt sie vor nichts mehr zurück.“

Günter Rudolph (SPD) sucht vergebens nach dem Neuigkeitswert und kommt zu dem Schluß: „Da hat jemand fleißig Zeitungen und Zeitschriften gelesen und eine Zusammenstellung gemacht. Weitere Erkenntnisse sind nicht darin enthalten.“

Für die linksorientierte Frankfurter Rundschau ist die Veröffentlichung allein ein Wahlkampfmanöver. Das mag sein.

Dennoch würde man normalerweise erwarten, daß das Thema allgemein und speziell die Veröffentlichung einer entsprechenden Broschüre Munition für viele liefern, die entweder eine Liberalisierung der Pädophilie verhindern oder gegen die Grünen polemisieren wollen.

Schließlich sind auch die Grünen nicht gerade zurückhaltend, wenn sie jemanden fertig machen wollen, man denke bloß an die Kampagne gegen Bundestagspräsident Philipp Jenninger.

Wenn der Grund für diese Zurückhaltung das Geflecht politischer Interesse ist, so wäre das äußerst besorgniserregend. Wenn es aus politischer Taktik unvorteilhaft ist, sich mit Gruppen oder Personen, die eng mit Pädosexuellen verquickt waren, anzulegen, so wären die Vorbereitungen für eine Liberalisierung schon sehr vorangeschritten.

Wer sind die „Freunde der Grünen“?

Wer die Geschichte der Christenheit studiert hat, weiß, daß moralische Dekadenz und Christenverfolgung dann geschahen, wenn daraus auch politischer Nutzen geschlagen werden konnte. In der Bibel wimmelt es von solchen Beispielen: Herodes ließ die Neugeborenen Bethlehems töten, weil er als König Konkurrenz durch einen Messias fürchtete.

Das entscheidende Argument für die Kreuzigung Christi seitens Pilatus war die Drohung, er würde ansonsten die Freundschaft des Kaisers verlieren. Die „Freundschaft des Kaisers“ war ein Ehrentitel für Beamte, dessen Entzug die Entlassung bedeutete. Dieser folgte aber eine Flut von Beschuldigungen und Denunziationen, die dem abgesetzten Beamten nur einen Ausweg offenließen: den Selbstmord (Suetons, Augustus 66, in: Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu)

Unsere Aufgabe ist nun, genau zu beobachten, wer die „Freunde der Grünen“ sind, die den politischen Selbstmord fürchten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholische Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Wochenzeitung http://www.jungefreiheit.de


Die „Frankfurter Rundschau“ widerspricht David Bergers Ausgrenzungs-Aufruf

Dr. Berger will keine Gegner der Homo-Ehe in Talkshows tolerieren

Das widersprüchlich erscheinende Phänomen ist gewiß nicht neu: Jene, die gerne das Hohe Lied der Toleranz singen, greifen manchmal selber zu intoleranten Forderungen, sobald es um eigene Themen geht  – und so können die vermeintlichen Lordsiegelbewahrer des „demokratischen Diskurses“ durchaus selber diskriminierend auftreten.

Ein aufschlußreiches Beispiel hierfür ist der jüngste Appell von Dr. David Berger, Chefredakteur der homosexuellen Zeitschrift „Männer“. Der Theologe ist mittlerweile bekannt als scharfer Kritiker der katholischen Kirche, zumal ihrer Sexualmoral, obgleich er sich früher selber aktiv im konservativen kath. Spektrum präsentierte.

In seinem jüngsten Appell auf der Schwulen-Webseite „Queer“ fordert Berger den Rauswurf  der von ihm so genannter „Homo-Hasser“ aus den Fernseh-Talkshows. 

Attacke auf Martin Lohmann, Gabriele Kuby, Katherina Reiche

Dabei hält der ehem. kath. Religionslehrer anscheinend jeden für „homophob“, der die Forderung der Schwulenlobby nach Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der herkömmlichen Ehe eindeutig ablehnt.

Dabei erwähnt er den Lebensrechtler und AEK-Vorsitzenden Martin Lohmann ebenso namentlich wie die kath. Autorin Gabriele Kuby; auch die bislang nicht als sonderlich „konservativ“ aufgefallene CDU-Staatssekretärin Katherina Reiche findet keine Gnade in Bergers Augen.

Selbst bei der seit Jahrzehnten als linksorientiert bekannten „Frankfurter Rundschau“ (FR), die einst David Bergers „Coming out“ erstveröffentlichte,  führt dessen jüngste Attacke zu besorgten Stirnfalten.

FR-Redakteur Elmar Kraushaar stellt daher in seinem aktuellen Artikel gleich eingangs die Frage: „Passt das zur Meinungsfreiheit?“  – Die Frage stellen heißt sie beantworten.

Die Frankfurter Tageszeitung schreibt weiter:

„Schwule und Lesben, meint Berger, sollten nicht länger aushalten müssen, dass man sie öffentlich diffamiert. Deshalb: „Homohasser raus aus den Talkshows!“

Der Verfasser weist sodann darauf hin, daß auch innerhalb des homosexuellen Spektrums durchaus nicht alle Bergers Forderung zustimmen:

„Wollen wir eine Gesinnungspolizei in den Sendern?“, fragt beispielsweise Stefan Mielchen, Ex-Chefredakteur  eines Hamburger Schwulenmagazins. Er fügt hinzu: „Wer die Meinungsfreiheit durch das Ausgrenzen von Meinungen einschränken will, hat schon verloren.“

Und selbst der Westdeutsche Rundfunk, im bürgerlichen Lager seit vierzig Jahren als „Rotfunk“ bekannt, will sich dem Bergerschen Aufruf nicht anschließen, wie die FR berichtet:

„Matthias Radner, beim WDR verantwortlicher Redakteur für „Hart aber fair“, beruft sich ebenfalls auf die Meinungsfreiheit: „Deshalb müssen auch jene zu Wort kommen, die der Gleichstellung homosexueller Paare kritisch gegenüber eingestellt sind, sofern sie andere nicht diffamieren, beleidigen oder herabsetzen.“

In einer von David Berger kritisierten „Hart aber fair“-Sendung im vergangenen Dezember, sei, sagt Radner, kein Schwulenhasser aufgetreten, „dagegen will ich mich ausdrücklich verwahren“.