Deutschjüdischer Historiker Wolffsohn erhält den Franz-Werfel-Preis in Frankfurt

Der Geschichtswissenschaftler und Schriftsteller Prof. Dr. Michael Wolffsohn aus München hat am heutigen Sonntag (21.10.) den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in Frankfurt am Main erhalten.

Die Ehrung wird alle zwei Jahren vom „Zentrum gegen Vertreibungen“ in der Paulskirche verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis geht u.a. auf eine Initiative von Erika Steinbach zurück, frühere CDU-Parlamentarierin und ehem. Präsidentin des BdV (Bund der Bertriebenen).

Gewürdigt werden mit dem Franz-Werfel-Preis besonders jene Persönlichkeiten, die sich gegen Vertreibungen und sonstige Völkerrechtsverletzungen aussprechen und für Menschenrechte einsetzen.

Der deutschjüdische Historiker Wolffsohn (siehe Foto) hat in seinen Publikationen stets betont, daß die Verbrechen der NS-Diktatur nicht als Rechtfertigung oder Verharmlosung für die Vertreibung von Millionen Deutschen aus dem Osten herhalten dürfen.

Zudem lobte er die deutschen Heimatvertriebenen für ihre Gewaltlosigkeit und Friedensliebe, die nicht selbstverständlich ist, bedenkt man etwa Terror und Aggression von Palästinensern oder Kurden.

Der bekannte Schriftsteller Franz Werfel war ein deutscher Jude, der vor den Nazi-Schergen floh und dem Christentum nahestand (siehe sein Roman „Das Lied der Bernadette“ über Lourdes). Durch seine Buch „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ erinnerte er an den Völkermord, den das türkische Regime an den christlichen Armeniern verübte.

HIER geht es zur Dankrede Wolffsohns anläßlich der Preisverleihung: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article182440456/Menschenrechte-sind-in-Deutschland-in-der-Defensive.html

Foto: Michaela Koller