„Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 128 (127),1-2.3.4-5.

Wohl dem Mann, der den HERRN fürchtet und ehrt
und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet,
der den HERRN fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Ewige vom Zion her.
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

 


Junge Eltern bevorzugen wieder vermehrt das traditionelle „Rollenmodell“

Wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Zeitschrift Eltern hervorgeht, wird die klassische Rollenverteilung bei jungen Eltern wieder beliebter:

23 Prozent der Eltern unter 30 Jahren halten das traditionelle Familienmodell, in dem der Vater Alleinverdiener ist und sich die Mutter um Kinder und Haushalt kümmert, für erstrebenswert. 2013 waren es sechs Prozent.

41 Prozent wünschen sich eine Vollzeitstelle für den Vater und eine Teilzeitarbeit für die Mutter. 77 Prozent der befragten Eltern gaben an, eine moderne Aufteilung von Arbeit, Kindererziehung und Haushalt sei nicht das Wunschmodell, erst recht, wenn es um die ersten Jahre mit dem Kind gehe.

Eine klare Mehrzahl der Befragten (87 Prozent) gab an, zunehmenden Druck zu verspüren. Ein Grund dafür sei die Berufstätigkeit. 86 Prozent der Eltern meinen, daß sich Familien heute eher dem Arbeitsmarkt anpassen müßten als umgekehrt. 29 Prozent könnten Beruf und Familie gut vereinbaren.

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Eltern gaben an, sie hätten einige oder große Probleme, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Zudem sagten 61 Prozent, sie könnten sich nicht aussuchen, ob sie arbeiten gehen oder zu Hause bei den Kindern bleiben. 

Quelle: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/mehr-junge-eltern-streben-klassische-rollenverteilung-an/


Stellungnahme von Bischof Voderholzer zum Streitthema „Diakonat der Frau“

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat sich am 28. März 2017 in einer Stellungnahme zum derzeit in der Kirche debattierten Thema „Diakonat der Frau“ geäußert:

Von Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg

Bei der Diskussion um die Einführung eines Diakonats der Frau ist zu unterscheiden: Ein nicht sakramental verstandenes kirchliches Amt, dessen Trägerinnen „Diakonissen“ genannt wurden, hat es in der frühen Kirche gegeben.

Vor allem im syrischen Bereich ist bezeugt, dass es aufgrund einer strikten Trennung der Geschlechter besonders dafür beauftragter Frauen bedurfte, die bei der Seelsorge oder auch Krankenpflege in Frauenhäusern oder bei der Taufe erwachsener Frauen assistierten.

Diese historisch fassbaren Frauenämter entsprechen in heutiger Terminologie etwa der einer „Seelsorgshelferin“ oder Krankenschwester (vgl. die „Diakonissen“ im evangelischen Bereich).

So wurde etwa in den 1920er Jahren bei der Gründung der Kongregation der Schwestern der Katholischen Heimatmission auf das historische Vorbild der Diakonissen Bezug genommen, ohne dass man auf die Idee gekommen wäre, dafür die dritte Weihestufe des sakramentalen Dienstamtes in Anspruch zu nehmen.

Natürlich darf man über alles diskutieren und die Quellen immer und wieder neu sichten. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass die vom Papst eingesetzte Kommission zu anderen Erkenntnissen kommt als die Internationale Theologische Kommission, die sich vor wenigen Jahren ebenfalls im Auftrag des Papstes schon ausführlich mit der Frage befasst hat. Aber warten wir doch einmal das Ergebnis der neuerlichen Kommissionsarbeiten ab.

Auf jeden Fall gilt es festzuhalten: Eine Gemeindereferentin, Pastoralreferentin, Theologieprofessorin, Ordinariatsrätin, eine Leiterin des Diözesanmuseums oder des Diözesanarchivs, geschweige eine Äbtissin oder Generaloberin einer Schwesternkongregation haben unvergleichlich größere Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten als eine „Diakonisse“ im historischen Sinn.

Was die Empfänger des dreigestuften sakramentalen Dienstamtes in der Kirche betrifft, so hält sich die katholische Kirche (wie auch die Orthodoxie) in der Treue zu ihrem biblischen und frühkirchlichen Ursprung nicht für berechtigt, von der Praxis Jesu abzuweichen, dafür nur Männer auszuwählen, die in ihrem Dienst Christus den Bräutigam der Kirche sakramental vergegenwärtigen.

Dass die Frage in Bezug auf den Diakonat von der Kirche noch nicht ebenso endgültig geklärt wurde, wie in Bezug auf das Presbyterat (Priestertum), hängt damit zusammen, dass die frühkirchliche Lehre vom einen sakramentalen Amt in den drei Stufen von Bischof, Presbyter (Priester) und Diakon, die schon das Konzil von Trient bekräftigt und das Zweite Vatikanischen Konzil erneuert und vertieft gelehrt hat, noch nicht überall in ihrer ganzen Tragweite erfasst ist.

Für den Katholischen Deutschen Frauenbund gibt es meines Erachtens sehr viel wichtigere und wahrhaft politische Zielsetzungen:

Eine klare Positionierung gegenüber dem Gender-Mainstream, wo längst das ursprüngliche und berechtigte Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit verlassen wurde und die schöpfungsgegebene Geschlechterpolarität von Mann und Frau infrage gestellt wird; oder der Kampf um eine größere auch finanzielle Anerkennung der Lebensleistung von Müttern, die einen wahrhaft fundamentalen Dienst für unsere Gesellschaft überhaupt leisten; nicht zuletzt der Einsatz für Frauen, die Opfer von Menschenhandel, Sklaverei und sexueller Ausbeutung werden mitten in unserer Gesellschaft – trotz aller Bemühungen auch der Frauenverbände, die nicht übersehen werden, handelt es sich doch gerade bei dem zuletzt angesprochenen Thema um ein Tabu, das unbedingt gebrochen werden müsste.

Diese Themen sind meines Erachtens die (allerdings nicht zeitgeist-konformen) Zeichen der Zeit, auf die zu reagieren wäre.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/news/stellungnahme-von-bischof-rudolf-voderholzer-zur-juengsten-debatte-um-den-diakonat-der-frau-5309/


Türkei: Repressalien gegen evangelische Pastoren und Gemeinden

Die türkischen Behörden lassen den protestantischen Pastor Andrew Craig Brunson von der “Kirche der Auferstehung” (Izmir Diriliş Kilisesi) in Smirne ausweisen. Der Beschluss gilt auch für seine Ehefrau Lyn Norine. tuerkei-flagge-100_01

Beide Eheleute wurden vom Immigrationsbüro vorgeladen, das ihnen mitteilte, dass sie das Land verlassen müssen, da ihre Aktivitäten “die Staatssicherheit gefährden”. Die Gemeinde soll Gelder aus dem Ausland erhalten haben, um damit die eigene missionarische Tätigkeit zu finanzieren.

Wie die Union der protestantischen Kirchen in der Türkei mitteilt, wurde in der vergangenen Wochen auch die Yaşam Köprüsü-Kirche in Antakya geschlossen, weil dort nicht genehmigte Sprachkurse stattgefunden haben sollen. Außerdem sollen die Anträge ausländischer Protestanten auf eine Einreisegenehmigung oder Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis von den zuständigen Stellen abgelehnt worden sein.

Die von den Behörden auf den Weg gebrachten einschränkenden Maßnahmen geschehen vor dem Hintergrund der Säuberungskampagne und der Massenverhaftungen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Der Islam aus meiner weiblichen Sicht

Von Lucia Tentroptentrop_neu

Den Islam betrachte ich auch mit meinen Augen als Frau: Ich liebe den islamischen Menschen als meinen Nächsten, muss aber den Islam wegen seiner pauschalen Herabsetzung der Frau ablehnen, wenn ich das ganze Gebot der Liebe erfüllen will (Mt 22,37-40).

Die fundamentale Moslemin ist unfrei; ihr Selbstwert ist der Mann. Kraft seiner körperlichen Überlegenheit, die er im Schutz seiner rückschrittlichen Gesellschaft ggf. auch gewaltsam durchsetzt, hat der Mann sie auf seine Bedürfnisse abgerichtet.

Ihre Selbstentfaltung als Person braucht er nicht. Die Frau ist Mittel zur Befriedigung und Verewigung eines archaisch männlichen Selbstgefühls, das in Quantitäten denkt (Gen 15,5). Darüber hinaus dient sie seiner Bequemlichkeit sowie der projektiven Entlastung von infantilen sexuellen Schuldgefühlen, mit denen er schon im außerehelichen Händedruck einer Frau die Verführung zur Sünde fürchtet (Gen 3,12).

Die Frau fühlt sich unter dieser Herrschaft des Mannes seit Jahrhunderten zu Hause. Sie hat ein Nest-System der Gewalt verinnerlicht und trägt es „von Mamas/Omas Liebling zum Diktator“ durch die Generationen. Die unbewusste = unkontrollierte Hingabe der Frau, die sie sich im doppelten Sinne des Wortes“ gefallen“ lässt, was sie unterdrückt, und dabei das Denken und die unbequeme Verantwortung für ihre eigene Person ihrem Unterdrücker überlässt, ist ein seelischer Masochismus.

Damit hindert sie nicht nur sich selbst, sondern auch den Mann an seiner Entwicklung als Person, weil sie ihm den dazu erforderlichen partnerschaftlichen Widerstand vorenthält. Gewalt ist die bequemste Form der Männlichkeit – solange sie von einer Frau als Gipfel der männlichen Potenz geglaubt und getragen wird. Ist es etwa die Erotik eines reifen Mannes, die Frau gleichzeitig zu verachten und  zu begehren oder dies gar zu erzwingen?

Im Christentum ist die Frau die Trägerin des Höchsten. Was ist sie im Islam?

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin  –  hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de


Warum die Wertschätzung ungeborener Babys alles andere als „mittelalterlich“ ist

Neues Leben: der gleichwertige Beitrag von Mann und Frau  

Unter dem Titel „Mittelalter, Mittelalter“ veröffentlichte Dr. Josef Bordat am heutigen 20. September auf seiner Webseite „Jobo72″einen aufschlußreichen Artikel darüber, daß gerade im Mittelalter völlig falsche Vorstellungen über die Entstehung und Entwicklung des Kindes im Mutterleib im Umlauf waren, die auf den griechischen Philosophen Aristoteles zurückgingen. Leider wirkte sich sein Einfluß damals diesbezüglich auch in kirchlichen Kreisen aus. de9e7-marsch_2015_logo

Mit seiner Überschrift bezieht sich Dr. Bordat auf den Slogan „Mittelalter, Mittelalter, hey!“, den linksradikale Chaoten am gestrigen Samstag brüllten, als sie den „Marsch für das Leben“ störten. Mit ihrer Ablehnung des Lebensrechts der Ungeborenen befanden sich diese Randalierer selber in jenem „Mittelalter“, das sie den Lebensrechtlern vorhielten.

Lesen Sie hierzu nun folgenden Beitrag von Dr. Bordat:

Woran glaubte man eigentlich im Mittelalter hinsichtlich des Lebensbeginns? Man glaubte, kurz gesagt, dass der Mensch im männlichen Samen bereits  –  winzig, aber vollständig und fertig ausgeprägt  –  vorhanden war und die Frau lediglich eine Brutstätte für diesen Mini-Menschen bildete. images (2)

Das führte zu der Vorstellung, man könne Menschen prinzipiell auch ohne Frau “erzeugen”, wenn man eine gebärmutterähnliche Trägersubstanz fände.

Diese Homunculus-Theorie entwickelte immer skurrilere Hypothesen, etwa die des Paracelsus’ (“Frühe Neuzeit, Frühe Neuzeit! Hey, hey!”), der meinte, man könne statt einer Frau auch einen Behälter mit Pferdemist nehmen. Allerdings falle das Kind dann etwas kleiner und blasser aus – und das solle man nicht wollen.

Also: Der Embryo ist im Spermium vorgebildet, die Gebärmutter zwar ein nützlicher, mit Blick auf die Genetik des Kindes aber völlig unbedeutender – tja – Zellhaufen. Dass man ehedem so dachte, war übrigens nicht Schuld der Vernebelungstaktik einer frauenfeindlichen Kirche, sondern ging auf Aristoteles zurück, der damals  –  obgleich kein Kirchenmitglied  –  bei naturwissenschaftlichen Fragen hoch im Kurs stand.

Pater Gregor Mendel brachte die WendeEdith-Breburda

Mittlerweile wissen wir es besser: Männliches und weibliches Erbgut sind gleichwertig. Beide bilden zu jeweils einer Hälfte die DNA des neuen Lebewesens. Übrigens haben wir dieses Wissen von einem katholischen Geistlichen aus dem 19. Jahrhundert, dem Augustinermönch Gregor Mendel.

Mendel veröffentlichte 1865  –  also vor 150 Jahren  –  seine Erkenntnisse über die Vererbung bei Erbsen, aus denen eindeutig hervorgeht, dass die Frau nicht nur die “Ackerfurche” ist, in die der Mann seinen Samen legt, sondern dass “zur Bildung des neuen Embryo eine vollständige Vereinigung der Elemente beider Befruchtungszellen stattfinden“ müsse.

Das bedeutet zugleich, dass mit der Vereinigung der Befruchtungszellen etwas Neues entstanden ist, das zwar von den Befruchtungszellen abstammt (zu je 50 Prozent), das nun aber eigenständig existiert. Dieses Wissen ist die Grundlage dafür, dass man meint, Abtreibungen seien keine außermoralischen Handlungen wie es Naseputzen oder Zahnstein entfernen (lassen) sind. Eine Meinung, wie sie von Lebensschützern vertreten wird.

Mit Blick auf die Geschichte der Genetik und Gregor Mendels epochaler Entdeckung von 1865 wäre es beim nächsten Mal also angebracht, die passende Epoche zu skandieren: “Realismus, Realismus! Hey, hey!”. Geht doch auch.

Quelle: https://jobo72.wordpress.com/2015/09/20/mittelalter-mittelalter/

Großes Foto: Dr. Edith Breburda


IMMACULATA: Hochfest der makellos empfangenen Jungfrau und Gottesmutter

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Gen 3,9-15.20:

Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der HERR, ihm zu und sprach: Wo bist du?  media-373855-2

Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.

Darauf fragte ER: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?

Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan?  –  Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.

Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. ER wird dir den Kopf zertreten –  und du triffst ihn an der Ferse.

Adam nannte seine Frau Eva – das heißt „Leben“ – , denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.