Irak: IS verwüstet Kirche in Mossul und hinterläßt dort 14 „Regeln“ bzw. Drohungen

Strafen für Raucher und Trinker, Ausgehverbote für Frauen, Todestrafe für die Benutzung von Schimpfwörtern: Dies sind einige der 14 “Verhaltensregeln”, die die Milizonäre des Islamischen Staats (IS) auf die Säulen einer christlich-chaldäischen Kirche in Mossul geschrieben hatte, wie der Fidesdienst berichtet.

Nach der Eroberung der nordirakischen Stadt hatten Mitglieder des IS die Kirche als Basiscamp benutzt. Nach der Befreiung der Stadt durch die irakische Armee fanden die Soldaten keinerlei christliche Symbole mehr in dem Gotteshaus, nur der Altar soll vor der Verwüstung verschont geblieben sein.

Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der IS nach der Eroberung von Mossul „16 Regeln“ mit Strafandrohungen für die unterdrückte Bevölkerung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-terrorgruppe-isis-veroeffentlicht-regeln-fuer-menschen-in-mossul-a-974766.html


Ist der vielkritisierte Flashback ein Fortschritt hin zu mehr Vernunft und Realismus?

Von Christa Meves

Die drei Teilnehmer der Wissenschaftssendung von Moderator Gert Scobel (3-Sat, 9.3.2017) hat das blanke Entsetzen gepackt: Flashback geht um.

Offenbar international hat unversehens der Rückschritt die Menschen am Kragen – unbegreiflich, so scheint es den Teilnehmern – global, im Westen und sogar im Osten, einhellig in verschiedensten gesellschaftlichen Regionen.

Gert Scobel hat deshalb eines der bisher doch so zum Fortschritt gewandelten Gebiete herausgegriffen: Die Emanzipation der Frau mit dem so erfolgreichen Sturm auf die angemaßte Macht der Männer. Mehr Gerechtigkeit wurde bereits erreicht, bekunden die Damen in der Sendung – besonders hilfreich auch durch Gender Mainstreaming.

Ist dieses Flashback etwa eine neue Bedrohung des Fortschritts?

Eine Teilnehmerin, die Politikerin Anke Domscheit-Berg, weiß es genau: Die in der ehemaligen DDR schon so mehrheitlich erreichte Erwerbstätigkeit der Frauen in Vollzeit, auch der jungen Mütter, sei nach der Wiedervereinigung im Kapitalismus des Westens erstickt. Seitdem habe der feministische Fortschritt stagniert. Eigentlich sei nun noch viel zu tun, um hier das Ziel, die Entschärfung der Männermacht, zu erreichen. Kein Widerspruch. Einhelligkeit bei allen vier Teilnehmern an dieser Show.

Hoppla, Gert Scobel: Bitte den Anspruch auf wissenschaftliche Aussagen in diesen regelmäßigen Sendungen beibehalten! Sie wollen doch nicht etwa der Verführungsstrategie der „alten Schlange“ aufsitzen; denn die verkauft keine echt wissenschaftlichen Fakten, sondern Ideologie mit dem Zweck, die Menschen zu ihrem nachhaltigen Schaden zu verführen. Sie vernebelt durch scheinplausible positive Argumente und beschwört so zerstörerische Entwicklungen herauf. Lügen haben aber grundsätzlich kürzere Beine als die reale Wahrheit. 

Besonders die Sowjetunion ist dem atheistisch-marxistischen Denkgebäude aufgesessen, bis das Riesenreich daran zerbrach. Und das hat bis heute schlimmere Armut denn je bei den unterdrückten Völkern zur Folge gehabt.

Zeigt sich im Flashback nicht der Beweis, dass der gesunde Menschenverstand in der Bevölkerung sich nicht länger für dumm verkaufen lassen will? Kommt hier nicht ein gesundes Bedürfnis nach realistischen Lebensbedingungen zum Ausdruck?

Schließlich lässt sich neuerdings nicht mehr unterdrücken, dass sich über das so lautstarke Anpreisen der „Vereinbarkeit zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit“, besonders bei den Müttern, Unmut ausgebreitet hat. Vollzeit schon gar nicht, aber selbst Teilzeit hat sich als schwierig mit ihren Aufgaben in der Familie erwiesen:

Sie stehen Chaos aller Art gegenüber und sollen das wieder in Ordnung bringen. Sie fühlen sich mehrheitlich überfordert. Das wagen sie sogar in den Frauenzeitschriften zu artikulieren. Sie spüren, dass die sogenannte „Streitkultur“ immer weniger kultivierte Züge zeigt, sondern Verfremdung auf der ganzen Linie zwischen allen Familienmitgliedern dabei herauskommt. Entfremdung mit dem Ehemann, Entfremdung zwischen den Kinder untereinander und Entfremdung zwischen der Mutter und ihren Kindern in den verschiedensten Altersstufen.

Flashback heißt: Die Realität holt die verantwortungsbewussten Familien ein – sogar bei den Vätern. Scheidungen boomen weiter, die Fachkliniken können den Bedarf der depressiven oder gar alkoholsüchtigen Familienmütter nicht mehr decken. Die Selbsttötungen von verlassenen Familienvätern nehmen zu. Wohin also zurück?

Zur Ausrichtung und Erinnerung an die Wahrheit, markiert schon am Anfang der Bibel? Sind wir auch heute einmal mehr durch den Widersacher Gottes in Gestalt der alten Schlange – und das heißt der Verführung durch die Grenzübertretungen von Gottes Schöpfungsordnung – erlegen? (Gen 3,1-5)

Flashback hat Zukunft. Es pocht – hervorgerufen durch die Erfahrung mit einer überheblichen Ideologie – an ein gesundes Realitätsempfinden in der Bevölkerung: Wir Menschen können uns keine selbstgemachte absolute Freiheit herausnehmen. Wir müssen die Grundbedingungen unserer Realität beachten und dazu gehört unsere Einbindung in Gottes Naturordnungen.

Diese Sendung war traurig veraltet; denn die unzufriedene Bevölkerung hat in der Hirn- und Hormonforschung nun auch noch einen mächtigen Unterstützer der Wahrheit über das Wesen des Menschen erfahren. Es ist faktisch mittlerweile auch hirnorganisch erwiesen: „Die Mutter ist überwältigend wichtig…; denn die Mutter ist als erste Bezugsperson wissenschaftlich einfach am besten erforscht.“ (1)

(1) Strüber, N.: Die erste Bindung, Stuttgart 2016
http://www.stern.de/gesundheit/fruehe-liebe-macht-stark–warum-gute-bindungserfahrungen-so-wichtig-sind-7238626.html


Medizin-Professor Freyschmidt will eine „Männerquote“ beim Arztberuf

Der ehem. Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, Jürgen Freyschmidt, hat sich für eine Männerquote unter Ärzten ausgesprochen. Die Teilzeitarbeit der Frauen nach dem Medizinstudium verschärfe die Versorgungsproblematik drastisch, warnte er in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

„Es ist die Angst, ins Fettnäpfchen zu treten, wenn es darum geht, das eigentliche Problem anzufassen – und das liegt in dem unausgeglichenen Geschlechterverhältnis zwischen Ärztinnen und Ärzten“, schrieb Freyschmidt. Auch die von jungen Ärzten angestrebte „Work-Life-Balance“ stelle das derzeitige Gesundheitssystem vor große Probleme.

Über 65 Prozent aller Studienanfänger seien derzeit weiblich, da Frauen im Schnitt bessere Abiturnoten hätten als Männer. Doch viele von ihnen würden das Studium vorzeitig abbrechen oder nach dem Staatsexamen durch eine Familiengründung ihren Beruf nicht oder nur teilweise ausüben: „Von den ärztlich tätigen Ärztinnen arbeiten zahlreiche nur halbtags, was besonders die Kliniken zu spüren bekommen, wenn nachmittags Stationen nicht mehr ausreichend besetzt sind.“

Der einstige Chefarzt fordert anstelle von guten Noten für die Aufnahme in das Medizinstudium einen psychologischen Eignungstest und eine Quote von 50 Prozent weiblichen und 50 Prozent männlichen Anfängern. 

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Umfrage: Zunehmende Angst vor allem bei Frauen in Deutschland

Rund ein Drittel der deutschen Frauen fühlt sich unsicherer als noch vor zwei Jahren. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest/Dimap im Auftrag des NDR. DSC00254

34 Prozent der Frauen verspürten einen Rückgang ihres Sicherheitsempfindens im öffentlichen Raum. Für 63 Prozent hat sich die Lage nicht verändert. Von den Männern fühlen sich 29 Prozent unsicherer, während 68 Prozent keinen Unterschied feststellen können.

Laut der Erhebung vermeiden es 62 Prozent der deutschen Frauen, in den Abendstunden bestimmte Parks, Straßen und Plätze zu besuchen. 36 Prozent von ihnen gaben an, dies häufiger zu tun als noch vor zwei Jahren. 31 Prozent versuchen demnach, abends sogar auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu verzichten.

Die Frage, ob es bestimmte Personengruppen gibt, von denen sie sich besonders bedroht fühlten, bejahten 51 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer.

Unter den genannten Gruppen nehmen „Flüchtlinge“ den Spitzenplatz ein. 32 Prozent der Deutschen fühlen sich von diesen besonders bedroht. Dahinter folgen „Neonazis/Rechte“ mit 13 und „Jugendliche“ mit zwölf Prozent.

Quelle: https://jungefreiheit.de/allgemein/2017/deutsche-frauen-fuehlen-sich-unsicherer/

Gemälde: Evita Gründler


Gesegnet ist, wer auf Gottes Wegen geht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 128 (127),1-2.3.4-5.

Gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet und ehrt
und auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet,
der den HERRN fürchtet und ehrt.
Es segne dich der HERR vom Zion her.
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

 


INSA-Umfrage: Knappe Mehrheit befürwortet das Motto „Deutschland zuerst“

Stärkste Ablehnung bei grünen Wählern

Im aktuellen Meinungstrend wollte das Erfurter INSA-Institut von den Befragten wissen, ob sie Donald Trumps Leitwort „America first“ (Amerika zuerst) auch übertragen für Deutschland begrüßen würden. Die Mehrheit der Befragten (51 %) meint, für Deutschland sollte „Deutschland zuerst“ gelten. 28 Prozent lehnen dies ab. Die Ablehnung ist bei Männern größer als bei Frauen (32 % zu 24 %).     AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

Betrachtet man die Frage aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, zeigt sich, dass ältere Befragte dem Motto positiver gegenüberstehen als jüngere. Die Mehrheit der Befragten ab 45 Jahren steht der Aussage zustimmend gegenüber (45 bis 54 Jahre: 56 %; 55 bis 64 Jahre: 57 %; über 65 Jahre: 55 %). Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt die Zustimmung  bei 37 Prozent und die Ablehnung bei 35 Prozent.

Betrachtet man die Zustimmung und Ablehnung der Aussage nach Parteipräferenz, zeigt sich, dass etwa jeder zweite CDU/CSU- (50 %), SPD- (48 %), Linke- (47 %) und FDP- (46 %) Wähler der Aussage zustimmt. Wähler der AfD stimmen zu 93 Prozent zu. Die größte Ablehnung findet sich bei den Anhängern der Grünen (47 %). 

Hier geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Warum die „soziale Gerechtigkeit“ schon im Mutterleib beginnen muß

Mathias von Gersdorff

Ein Teil des linken Lagers hat gemerkt, dass man gegenwärtig mit links-akademischen Themen wie „Gender“ oder „sexuelle Vielfalt“ bei den eigenen Wählern nur noch Kopfschütteln ernten kann. gersdorff

Insbesondere nach dem Sieg von Donald Trump gegen Hilary Clinton verteidigten etliche linke Kommentatoren und Journalisten die These, die sogenannten „identitätspolitischen Themen“  –  wozu Gender gehört  –  würden lediglich eine akademische Elite ansprechen, nicht aber den typischen SPD-Wähler.

So verwundert nicht, dass die Sozis wieder das Thema soziale Gerechtigkeit für sich entdeckt haben. Vor allem Martin Schulz, Spitzenkandidat in spe der SPD für die diesjährige Bundestagswahl, tönt laufend, er wolle sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Wenn er sich darüber äußert, ist es in der Regel recht schwammig und man gewinnt den Eindruck, er habe eine gesellschaftliche Strukturierung vor sich, die es so nicht mehr gibt: Arbeiter, Mittelstand, Oberschicht. Dies wäre aber noch das geringste Problem.

Wirklich schlimm ist die Tatsache, dass jene, die vollmundig das Thema soziale Gerechtigkeit in den Mund nehmen, gewisse Teile der Bevölkerung völlig ausblenden. Das geschieht zum Teil deshalb, weil sie oft von einem Menschenbild ausgehen, nach welchem jemand nur dann ein wirklicher Mensch ist, wenn er im Arbeitsprozess integriert ist.

Aufgrund dieses im Kern marxistischen Menschenbildes fallen zwei Gruppen mehr oder weniger aus den linker Visionen einer angeblich gerechteren Welt völlig heraus:

Foto: M. von Gersdorff•    Jene Frauen, die vor allem oder „nur“ Mütter sein wollen.
•    Die ungeborenen Kinder.

Für die Sozis beginnt – praktisch gesehen – ein Mensch erst mit der Geburt, ein Objekt der sozialen Gerechtigkeit zu sein. Diese defizitäre und gar verzerrte Sicht des Sachverhalts führt zu massiven sozialen Ungerechtigkeiten:

Zuallererst zum Tod unzähliger Menschen, die noch nicht geboren wurden.

Aber auch zu einer steuerlichen, sozialpolitischen und gesellschaftlichen Geringschätzung der Frauen, die vorwiegend oder „nur“ Mütter sein wollen. Denn unsere Politik favorisiert eindeutig das Lebensmodell der arbeitenden Mutter.

Dies wiederum hat schwerwiegende Konsequenzen für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder: Eine große Zahl von Frauen würde nicht abtreiben, wenn sie als Mütter besser abgesichert wären; Ursache ist dann also die blanke materielle Not.

Statistiken, Umfragen, Berichte von Beratungsstellen bestätigen diese Erkenntnis. Diejenigen, die gerne und laut über soziale Gerechtigkeit sprechen, müssten dies zur Kenntnis nehmen und entsprechende politische Lösungen suchen.

Doch das geschieht nicht, weil im linken Meinungsspektrum das Thema Lebensrecht von Personen okkupiert ist, die das genaue Gegenteil von sozialer Gerechtigkeit wollen: Das uneingeschränkte Recht auf Selbstbestimmug, das in Konkurrenz zum Recht auf Leben steht.

Anders ausgedrückt: Partikularinteressen (anders kann man das Selbstbestimmungsrecht nicht bezeichnen) haben dann gegenüber der „Sozialen Gerechtigkeit“ den absoluten Vorrang, denn das Recht auf Leben ist die Grundlage der sozialen Gerechtigkeit: Eine Gesellschaft kann nicht gerecht sein, wenn ein Teil von ihr über das Leben des anderen Teiles frei bestimmen kann.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“; der katholische Publizist veröffentlicht seine aktuellen Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Fotos: M. von Gersdorff