Münster: Vor 80 Jahren predigte Bischof Clemens Graf von Galen gegen die NS-Diktatur

Heldenhafte Predigt Galens „aus Liebe zu Volk und Vaterland“ vom 20. Juli 1941 in der Liebfrauenkirche von Münster hier im vollen Wortlaut:

Am heutigen Sonntag wird in allen Gemeinden der Diözese, die bisher selbst nicht durch Kriegsschäden gelitten haben, die von mir angeordnete Kollekte gehalten für die Bewohner der Stadt Münster. Ich hoffe, daß es durch das Eingreifen der dafür zuständigen staatlichen und städtischen Stellen und durch die brüderliche Hilfe der Katholiken unseres Bistums, deren Spenden die Caritasstellen verwalten und verteilen werden, gelingen wird, vielerlei Not zu lindern.

Gott sei Dank: Seit mehreren Tagen haben neue Angriffe der Kriegsgegner unsere Stadt nicht mehr erreicht. Aber leider muß ich es sagen: Die Angriffe unserer Gegner im Innern des Landes, deren Beginn ich am vorigen Sonntag in St. Lamberti besprochen habe, sind in der letzten Woche, unbekümmert um unsere Proteste, unbekümmert um das Herzeleid, das dadurch den Betroffenen und ihren Angehörigen bereitet wird, fortgeführt worden.

BILD: HASS gegen Kardinal von GALEN damals und heute: Sein Denkmal auf dem Domplatz in Münster wurde von Linksradikalen mit Farbe beschmiert (das Foto zeigt Beter vor dem Mahnmal)

Am vorigen Sonntag habe ich es öffentlich beklagt, als himmelschreiendes Unrecht bezeichnet, daß die Gestapo die Ordensniederlassungen der Immakulata-Schwestern in Wilkinghege und der Jesuiten in Münster aufgehoben, Häuser und Inventar beschlagnahmt und die Bewohner auf die Straße gejagt, aus der Heimat vertrieben hatte. Auch das Lourdeskloster an der Frauenstraße in Münster wurde für die Gauleitung beschlagnahmt.

Ich wußte damals noch nicht, daß am gleichen Tage, am Sonntag, dem 13. Juli, die Gestapo das Kamilluskolleg in St. Mauritz-Sudmühle und unsere Benediktinerabtei St. Josef in Gerleve bei Coesfeld besetzte, beschlagnahmte und die Patres und Brüder dort vertrieb. Sie mußten am gleichen Tage Westfalen verlassen.

Am 15. Juli wurden auch die Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung in Vinnenberg bei Warendorf ausgetrieben und über die Provinzgrenze gejagt. Am 17. Juli mußten die Kreuzschwestern in Haus Aspel bei Rees ihr Besitztum und den Kreis Rees verlassen. Hätte nicht christliche Liebe sich all dieser Obdachlosen erbarmt, so wären diese Frauen und Männer dem Hunger und den Unbilden der Witterung überlassen.

Vor wenigen Stunden bekam ich nun auch noch die Trauernachricht, daß gestern, am 19. Juli, zum Abschluß dieser zweiten Schreckenswoche für unser Münsterland, die Gestapo auch das deutsche Provinzialhaus der Missionare vom heiligsten Herzen Jesu, das euch allen wohlbekannte große Missionskloster in Hiltrup, besetzt, beschlagnahmt und enteignet hat. Die noch dort wohnenden Patres und Brüder mußten bis gestern abend 8 Uhr ihr Heim und ihren Besitz verlassen. Auch sie sind aus Westfalen und wiederum auch aus der Rheinprovinz ausgewiesen.

BILD: Das historische Rathaus in Münster mit einer Christkönigs-Figur

Die dort noch wohnenden Patres und Brüder: Ich sage das mit besonderer Betonung: denn aus den Reihen der Hiltruper Missionare stehen zur Zeit, wie ich kürzlich zuverlässig erfuhr, 161 Männer als deutsche Soldaten im Felde, teilweise direkt vor dem Feinde, 53 Patres von Hiltrup sind als Sanitäter im Dienste der verwundeten Soldaten tätig, 42 Theologen und 66 Brüder dienen als Soldaten mit der Waffe dem Vaterland, sind teilweise schon mit dem Eisernen Kreuz, dem Sturmabzeichen und anderen Auszeichnungen geschmückt. Ähnlich ist es bei den Patres Kamillianern von Sudmühle, bei den Jesuiten von Sentmaring und bei den Benediktinern von St. Josef in Gerleve!

Während diese deutschen Männer, in treuer Kameradschaft mit den anderen deutschen Brüdern, unter Einsatz ihres Lebens, gehorsam ihrer Pflicht, für die Heimat kämpfen, wird ihnen im Vaterland rücksichtslos und ohne jeden Rechtsgrund die Heimat genommen, das klösterliche Vaterhaus zerstört! Wenn sie, wie wir hoffen, siegreich wiederkommen, finden sie ihre Klosterfamilie von Haus und Hof vertrieben, ihre Heimat von Fremden, von Feinden besetzt!

Was soll das? Wie soll das enden?

Es handelt sich nicht etwa darum, für obdachlose Bewohner von Münster eine vorübergehende Unterkunft zu schaffen. Die Ordensleute waren bereit und entschlossen, ihre Wohnung für solche Zwecke aufs äußerste einzuschränken, um gleich Anderen Obdachlose aufzunehmen und zu verpflegen. Nein, darum handelt es sich nicht: Im Immakulatakloster in Wilkinghege richtet sich, wie ich höre, die Gaufilmstelle ein. Man sagt mir, in der Benediktinerabtei St. Josef werde ein Entbindungsheim für uneheliche Mütter eingerichtet. Was in Sentmaring, in Sudmühle und Vinnenberg eingezogen ist, habe ich noch nicht erfahren.

Gestapo-Willkür gegen wehrlose Männer und schutzlose Frauen

Ich bin ja überhaupt ohne amtliche Benachrichtigung gelassen. Und keine Zeitung hat bisher von den gefahrlosen Siegen, die in diesen Tagen die Beamten der Gestapo über wehrlose deutsche Männer und schutzlose deutschen Frauen errungen haben und von den Eroberungen, die die Gauleitung in der Heimat am Eigentum deutscher Volksgenossen gemacht hat!

Ich bin am Montag, dem 14. Juli, persönlich beim Herrn Regierungspräsidenten gewesen und habe ihn um Schutz für die Freiheit und das Eigentum schuldloser deutscher Menschen gebeten. Er hat mir erklärt, daß die Gestapo eine völlig selbständige und von der Regierung unabhängige Behörde sei, in deren Maßnahmen er nicht eingreifen könne. Er hat mir aber versprochen, meine Beschwerden und Bitten sofort dem Herrn Oberpräsidenten und Gauleiter Dr. Meyer vorzutragen.

Es hat nichts genützt!

Am gleichen Montag dem, 14. Juli, habe ich an die Reichskanzlei des Führers in Berlin ein Telegramm gesandt mit folgendem Wortlaut:

„Nachdem seit dem 6. Juli die Kriegsgegner die Stadt Münster in furchtbaren Nachtangriffen zu zerstören suchen, hat die Gestapo am 12. Juli begonnen, die Klöster und Ordenshäuser in Stadt und Umgebung zu beschlagnahmen und samt Inventar zu Gunsten der Gauleitung zu enteignen. Die Bewohner, schuldlose deutsche Männer und Frauen, ehrenhafte Mitglieder deutscher Familien, deren Angehörige zum Teil als Soldaten für Deutschland kämpfen, werden ihres Heimes beraubt, auf die Straße gejagt, aus der Heimatprovinz verbannt. Ich bitte den Führer und Reichskanzler im Interesse der Gerechtigkeit und der Geschlossenheit der inneren Front um Schutz für die Freiheit und das Eigentum dieser ehrenwerten deutschen Menschen gegen die Willkürmaßnahmen der Gestapo und gegen Beraubung zu Gunsten der Gauleitung.“

Ähnliche Bitten habe ich telegraphisch dem Reichsstatthalter für Preußen, Reichsmarschall Hermann Göring, dem Reichsinnenminister, dem Reichskirchenminister, und schließlich auch noch dem Oberkommando der Wehrmacht unterbreitet.

Ich hatte gehofft, daß, wenn nicht Erwägungen der Gerechtigkeit, so doch wenigstens die Erkenntnis der Folgen für die Geschlossenheit der inneren Front jetzt im Kriege jene Stellen bewegen würden, dem Vorgehen der Gestapo gegen unsere Brüder und Schwestern Einhalt zu tun, und daß man schuldlosen deutschen Frauen ritterlichen Schutz nicht versagen würde. Es war vergebens: das Vorgehen wurde fortgesetzt und jetzt ist bereits eingetreten, was ich schon lange vorausgesehen und am vorigen Sonntag vorausgesagt habe: Wir stehen vor den Trümmern der inneren Volksgemeinschaft, die in diesen Tagen rücksichtslos zerschlagen worden ist!

Ich habe den Regierungspräsidenten, die Herren Minister, das Oberkommando der Wehrmacht eindringlich darauf hingewiesen, wie die Gewalttaten gegen unbescholtene deutsche Männer, wie diese Rohheit gegenüber wehrlosen deutschen Frauen, die aller Ritterlichkeit Hohn spricht und nur aus einem abgründigen Haß gegen die christliche Religion und gegen die katholische Kirche entspringen kann, wie diese Machenschaften geradezu wie Sabotage und Sprengung der Volksgemeinschaft wirken.

„Keine Volksgemeinschaft mit Kirchenverfolgern“

Volksgemeinschaft mit den Männern, die unsere Ordensleute, unsere Brüder und Schwestern ohne Rechtsgrund, ohne Untersuchung, Verteidigungsmöglichkeit und Gerichtsurteil wie Freiwild aus dem Lande hetzen? Nein! Mit ihnen und allen dafür Verantwortlichen ist mir keine Gemeinschaft im Denken und Fühlen mehr möglich! Ich werde sie nicht hassen, ich wünsche von Herzen, daß sie zur Einsicht kommen und sich bekehren: wie ich auch sofort ein fürbittendes Gebet zum Himmel gesandt habe für die Seele des am 5. Juli plötzlich verstorbenen Ministerialdirigenten Roth.

Er war katholischer Priester der Erzdiözese München, war seit Jahren ohne Erlaubnis und gegen den Willen seines Bischofs Beamter im Reichskirchenministerium und hat gar viele, die Rechte der Kirche verletzende, die Würde der Kirche kränkende Schriftstücke für den Minister Kerrl verfaßt und unterzeichnet. Jetzt ist er bei einer Bootsfahrt auf dem Inn verunglückt und im reißenden Strom ertrunken. Gott sei seiner armen Seele gnädig!

So wollen wir nach dem Gebot des Heilands beten für alle, die uns verfolgen und verleumden! Aber, solange sie sich nicht ändern, solange sie fortfahren, Unschuldige zu berauben, aus dem Lande zu treiben, einzukerkern, solange lehne ich jede Gemeinschaft mit ihnen ab! Nein, die Gemeinsamkeit in Gesinnung und Streben in unserem Volk ist gegen unseren Willen, ungeachtet unserer Warnungen unheilbar gestört.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß unsere alteingesessenen Bürger und Bauern, Handwerker und Arbeiter, daß unsere Frauen, daß eure Väter, Brüder und Söhne, die jetzt an der Front ihr Leben für Deutschland einsetzen, mit den Verfolgern und Vertreibern unserer Ordensleute irgendwie Gesinnungsgemeinschaft pflegen werden.

Wir werden ihnen gehorchen, soweit sie als Vertreter der rechtmäßigen Obrigkeit uns Befehle zu erteilen haben. Aber Gesinnungsgemeinschaft, ein Gefühl innerer Verbundenheit mit diesen Kirchenverfolgern, mit diesen Klosterstürmern, die wehrlose Frauen und Mädchen, Kinder unserer besten Familien, unsere Schwestern aus ihrer klösterlichen Heimat jagen, wo sie, teilweise seit Jahrzehnten, in Arbeit und Gebet unserem Volke nur Gutes getan haben, das kann es für uns nicht geben!

„Zu zarter Hochachtung vor jeder Frau und jedem Mädchen erzogen“

Ich müßte mich schämen vor Gott und vor euch, ich müßte mich schämen vor unseren edlen deutschen Vorfahren, vor meinem ritterlichen seligen Vater, der meine Brüder und mich mit unerbittlichem Ernst zu zarter Hochachtung vor jeder Frau und jedem Mädchen, zu ritterlichem Schutz aller unschuldig Bedrängten, besonders jener, die als Frauen Abbilder unserer eigenen Mütter, ja der lieben Gottesmutter im Himmel sind, ermahnt, erzogen und angeleitet hat, wenn ich Gemeinschaft halten würde mit jenen, die schutzlose Frauen aus Heim und Heimat vertreiben, und obdachlos und mittellos aus dem Lande jagen!

Dazu kommt, was ich schon am letzten Sonntag in der Lambertikirche ausführlich bewiesen habe, was ich heute noch einmal mit großem Ernst aus Liebe zu Volk und Vaterland warnend wiederhole:

Dieses strafweise Vorgehen der Gestapo gegen Schuldlose, ohne gerichtliches Verfahren, ohne Verteidigungsmöglichkeit, die „verteidigungslose Verdammung von vornherein Verurteilter und jeglicher Verteidigungsmittel Beraubter“, wie Reichsminister Dr. Frank es genannt hat, zerstört die Rechtssicherheit, untergräbt das Rechtsbewußtsein und vernichtet das Vertrauen auf die Staatsführung.

Gewiß, wir Christen machen keine Revolution! Wir werden weiter treu unsere Pflicht tun im Gehorsam gegen Gott, aus Liebe zu unserem deutschen Volk und Vaterland. Unsere Soldaten werden kämpfen und sterben für Deutschland, aber nicht für jene Menschen, die durch ihr grausames Vorgehen gegen unsere Ordensleute, gegen ihre Brüder und Schwestern, unsere Herzen verwunden und dem deutschen Namen vor Gott und den Mitmenschen Schmach antun.

Wir kämpfen tapfer weiter gegen den äußeren Feind. Gegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schlägt, können wir nicht mit Waffen kämpfen. Es bleibt uns nur ein Kampfmittel: starkes, zähes, hartes Durchhalten!

Hart werden! Fest bleiben!

Wir sehen und erfahren jetzt deutlich, was hinter den neuen Lehren steht, die man uns seit einigen Jahren aufdrängt, denen zuliebe man die Religion aus den Schulen verbannt hat, unsere Vereine unterdrückt hat, jetzt katholische Kindergärten zerstören will: abgrundtiefer Haß gegen das Christentum, das man ausrotten möchte.

Wenn ich recht unterrichtet bin, hat das ja auch der Schulungsleiter Schmidt vor 14 Tagen in der Stadthalle hier vor einem zwangsweise geladenen Publikum, darunter Schüler und Schülerinnen, offen ausgesprochen, und Herr Kreisleiter Miering hat begeistert Beifall gespendet und versprochen, für die Ausführung solcher Pläne sich einzusetzen.

Hart werden! Fest bleiben!

Wir sind in diesem Augenblick nicht Hammer, sondern Amboß. Andere, meist Fremde und Abtrünnige, hämmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk, uns selbst, unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung zu Gott verbiegen.

Amboß statt Hammer: Laßt es euch vom Schmiedemeister sagen“

Wir sind Amboß und nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und laßt es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboß geschmiedet wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboß. Der Amboß kann nicht und braucht auch nicht zurückzuschlagen, er muß nur fest, nur hart sein!

Wenn er hinreichend zäh, fest, hart ist, dann hält meistens der Amboß länger als der Hammer. Wie heftig der Hammer auch zuschlägt, der Amboß steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu dienen, das zu formen, was neu geschmiedet wird.

Was jetzt geschmiedet wird, das sind die zu Unrecht Eingekerkerten, die schuldlos Ausgewiesenen und Verbannten. Gott wird ihnen beistehen, daß sie Form und Haltung christlicher Festigkeit nicht verlieren, wenn der Hammer der Verfolgung sie bitter trifft und ihnen ungerechte Wunden schlägt.

Was in diesen Tagen geschmiedet wird, sind unsere Ordensleute, Patres, Brüder und Schwestern. Ich habe vorgestern einen Teil der Vertriebenen in ihren provisorischen Unterkünften besuchen können und mit ihnen gesprochen.

Ich habe mich erbaut und begeistert an der tapferen Haltung der braven Männer, der schwachen, wehrlosen Frauen, die man roh und rücksichtslos aus ihrer Klosterheimat, aus der Kapelle und der Nähe des Tabernakels verjagte, die erhobenen Hauptes, im Bewußtsein ihrer Schuldlosigkeit, in die ungewisse Verbannung gehen, vertrauend auf jenen, „der die Vögel des Himmels speist und die Lilien des Feldes kleidet“, ja freudig, in jener Freude, die der Heiland seinen Jüngern anbefiehlt: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen verfolgen und hassen um meinetwillen! Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel!“

Wahrhaftig, diese Männer und Frauen sind Meisterwerke der göttlichen Schmiedewerkstatt.

Was in dieser Zeit geschmiedet wird zwischen Hammer und Amboß, ist unsere Jugend: die heranwachsende, die noch unfertige, die noch bildungsfähig weiche Jugend! Wir können sie den Hammerschlägen des Unglaubens, der Christentumsfeindlichkeit, der falschen Lehren und Sitten nicht entziehen.

Was wird ihnen vorgetragen und aufgedrängt in ihren Heimabenden und den Dienststunden jener Jugendvereinigungen, denen sie, wie man sagt, unter Zustimmung ihrer Eltern freiwillig beigetreten sind? Was hören sie in den Schulen, in die heute alle Kinder ohne Rücksicht auf den Willen der Eltern hineingezwungen werden? Was lesen sie in den neuen Schulbüchern?

Laßt euch doch, christliche Eltern, die Bücher zeigen, besonders die Geschichtsbücher der höheren Schulen! Ihr werdet entsetzt sein, mit welcher Unbekümmertheit um die geschichtliche Wahrheit dort versucht wird, die unerfahrenen Kinder mit Mißtrauen gegen Christentum und Kirche, ja mit Haß gegen den christlichen Glauben zu erfüllen!

In den bevorzugten staatlichen Lehranstalten, den Hitlerschulen und den neuen Lehranstalten für künftige Lehrer und Lehrerinnen, wird jeder christliche Einfluß, ja jede wirklich religiöse Betätigung grundsätzlich ausgeschlossen. Und was geschieht mit den im letzten Frühjahr unter Hinweis auf die Luftgefahr in ferne Gegenden verschickten Kindern? Wie steht es mit dem Religionsunterricht für sie und mit der Übung der Religion?

Christliche Eltern, um all das müßt ihr euch kümmern, sonst versäumt ihr eure heiligsten Pflichten, sonst könnt ihr nicht bestehen vor eurem Gewissen und vor jenem, der euch die Kinder anvertraut, damit ihr sie auf den Weg zum Himmel führt!

Wir sind Amboß, nicht Hammer!

Nicht verbiegen lassen aus der Richtung zu Gott“

Ihr könnt eure Kinder, das Edle, aber noch ungehärtete und ungestählte Rohmetall, leider den Hammerschlägen der Glaubensfeindlichkeit, der Kirchenfeindlichkeit nicht entziehen. Aber auch der Amboß formt mit.

Laßt euer Elternhaus, laßt eure Elternliebe und – treue, laßt euer vorbildliches Christenleben der starke, zähe, feste und unerschütterliche Amboß sein, der die Wucht der feindlichen Schläge auffängt, der die noch schwache Kraft der jungen Menschen immer wieder stärkt und befestigt in dem heiligen Willen, sich nicht verbiegen zu lassen aus der Richtung zu Gott.

Was in dieser Zeit geschmiedet wird, sind fast ohne Ausnahme wir alle. Wie viele sind abhängig durch Pensionen, Staatsrenten, Kinderbeihilfen und anderes! Wer ist denn heute noch unabhängig und freier Herr in seinem Besitz oder Geschäft?

Es mag sein, daß, zumal im Kriege, eine starke Überwachung und Lenkung, ja auch die Zusammenfassung und Zwangssteuerung von Produktion und Wirtschaft, von Erzeugung und Verbrauch notwendig ist, und wer wird das nicht aus Liebe zu Volk und Vaterland willig tragen!

Aber damit ist auch eine Abhängigkeit jedes einzelnen von vielen Personen und Dienststellen gegeben, die nicht nur die Freiheit des Handelns beschränken, sondern auch die freie Unabhängigkeit der Gesinnung in schwere Gefahr und Versuchung bringen, wenn diese Personen und Dienststellen zugleich eine christentumsfeindliche Weltanschauung vertreten und bei den von ihnen abhängigen Menschen durchzusetzen suchen.

Erst recht ist solche Abhängigkeit gegeben bei allen Beamten. Und welcher Mut, welcher Heldenmut mag für manche Beamten dazu gehören, sich trotz allen Druckes noch immer als echte Christen, als treue Katholiken zu erweisen und öffentlich zu bekennen!

Wir sind zur Zeit Amboß, nicht Hammer!

„Durch das vom Glauben geformte Gewissen spricht Gott“

Bleibt stark und fest und unerschütterlich wie der Amboß bei allen Schlägen, die auf ihn niedersausen; in treuestem Dienst für Volk und Vaterland, aber auch stets bereit, in äußerstem Opfermut nach dem Wort zu handeln: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“

Durch das vom Glauben geformte Gewissen spricht Gott zu jedem von uns. Gehorcht stets unweigerlich der Stimme des Gewissens.

Nehmt euch zum Beispiel und Vorbild jenen preußischen Justizminister der alten Zeit – ich habe ihn früher schon einmal erwähnt – dem einst sein König Friedrich der Große das Ansinnen stellte, er solle sein gesetzmäßig gefälltes Gerichtsurteil nach dem Wunsche des Monarchen umstoßen und abändern. Da hat dieser echte Edelmann, ein Herr von Münchhausen, seinem König die prachtvolle Antwort gegeben: „Mein Kopf steht eurer Majestät zur Verfügung, aber nicht mein Gewissen!“

Er wollte damit sagen: Ich bin bereit, für meinen König zu sterben, ja ich würde im Gehorsam sogar den Tod von Henkershand annehmen. Mein Leben gehört dem König, nicht mein Gewissen; das gehört Gott!

Ist das Geschlecht solcher Edelleute, die so gesinnt sind und so handeln, sind die preußischen Beamten dieser Art ausgestorben? Gibt es nicht mehr Bürger und Bauern, Handwerker und Arbeiter von gleicher Gewissenhaftigkeit und gleichem Edelmut? – Das kann, das will ich nicht glauben! Und darum noch einmal: Werdet hart! Werdet fest! Bleibt standhaft wie der Amboß unter den Hammerschlägen!

Es kann sein, daß der Gehorsam gegen Gott, die Treue gegen das Gewissen mir oder euch das Leben, die Freiheit, die Heimat kostet. Aber: „Lieber sterben als sündigen!“ – Möge Gottes Gnade, ohne die wir nichts vermögen, euch und mir diese unerschütterliche Festigkeit geben und erhalten!

Meine lieben Katholiken von Münster! Nachdem in der Nacht vom 7. zum 8. Juli das Seitenschiff des Domes von einer Sprengbombe durchschlagen war, hat in der folgenden Nacht eine an der Außenwand herabkommende Bombe den Ludgerusbrunnen, das Denkmal der Rückkehr des seligen Bischofs Johann Bernhard aus der Verbannung im Jahre 1884, zerstört.

Mahnung des heiligen Ludger: Haltet fest am Glauben!

Die Statuen der beiden Bischöfe Luitger und Erpho an beiden Seiten des Denkmals sind stark beschädigt. Fast unzerstört geblieben ist die Steinfigur des heiligen Ludger, des Apostels unseres Münsterlandes und ersten Bischofs von Münster.

Segnend und zum Himmel weisend erhebt er die unbeschädigt gebliebene rechte Hand: gleich als sollte uns durch die fast wunderbare Errettung dieses Bildes die Mahnung zugerufen werden: Was auch kommen mag, haltet fest an dem von Gott geoffenbarten, von den Vorfahren ererbten katholischen Glauben: In aller Zerstörung menschlicher Werke, in aller Not und Sorge, in aller Bedrängnis und Verfolgung. Empor die Herzen!“

St. Ludger ermahnt euch, ich, sein 70. Nachfolger auf dem münsterischen Hirtenstuhl, ermahne euch mit den Worten, die in der ersten Christenverfolgung der Apostel Petrus, der erste Papst, den bedrängten Christen schrieb:

„Demütigt euch unter Gottes allmächtige Hand, dann wird er zur rechten Stunde euch erhöhen. Werft alle Sorgen auf ihn, denn er nimmt sich eurer an. Seid nüchtern und wachsam, denn euer Feind, der Teufel, geht umher wie ein nach Beute brüllender Löwe … Widersteht ihm standhaft im Glauben … Der Gott aller Gnaden, der euch durch Jesus Christus berufen hat, nach kurzer Leidenszeit in seine Herrlichkeit einzugehen, er wird euch ausrüsten, stärken, festmachen! Ihm sei Ehre und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen“ (1 Petr 5).

Lasset uns beten für unsere verbannten Ordensleute, für alle, die ungerecht leiden müssen, für alle Notleidenden, für unsere Soldaten, für Münster und seine Bewohner, für unser Volk und Vaterland und seinen Führer.

Quelle: https://www.luebeckermaertyrer.de/de/geschichte/predigten-von-galens/predigt-2.html


Zweidrittel-Mehrheit gegen Gender-Sprache

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen eine gendergerechte Sprache ab“ (Laut Umfrage von Infratest Dimap). Es sind 65% der Gesamtbevölkerung.

Die Frauen bewerten die Gendersprache insgesamt leicht positiver. Doch auch sie lehnen zu 59% eine „stärkere Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechter im Rahmen einer gendergerechten Sprache“ ab.

Selbst bei den Anhängern der Grünen sind 48% gegen die Gendersprache, 47% befürworten sie.

BILD: Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN

Das Nein zur Gendersprache wächst inzwischen: Nach der o.a. Umfrage stieg die Ablehnung von 2020 auf 2021 von 56% auf 65%, d.h. um 9% (!), bei Frauen von 52% auf 59%.

Gender ist eine Ideologie. Sie hat nicht nur mit Sprache zu tun. Unter dem Deckmantel der „Gerechtigkeit gegenüber Frauen“ wird Menschen eine scheinbare Selbstbestimmung über ihr Geschlecht übergestülpt.

Besonders jüngere Menschen werden zur Geschlechtsumwandlung animiert. Sie werden in ihrer Identität verunsichert. Ideologen wissen: Der Verlust des Geschlechtsbewusstseins raubt den Menschen Selbstsicherheit und die positiven Eigenschaften, die sich daraus ergeben. Verunsicherte lassen sich besser manipulieren und beherrschen.

Im biblischen Schöpfungsbericht heißt es „Als Mann und Frau erschuf er sie“ (Genesis). Diese Bestimmung soll seitens der Gender-Ideologie überwunden werden!


Auch „nach Corona“ Maske tragen? – Vor allem Ältere, Frauen, SPD- und Grünen-Fans

Wie der Nachrichtensender N-TV berichtet, will in Deutschland laut einer Civey-Umfrage fast die Hälfte der Menschen weiter Maske tragen: 44,7% der Befragten dafür aus. 41,9% dagegen, der Rest ist unentschieden.

PARTEIEN: Anhänger von AfD und FDP wollen nach Corona größtenteils auf die Masken verzichten. Acht von zehn AfD-Wählern und rund zwei Drittel der FDP-Wähler sagten das. Anders reagieren SPD- und Grünen-Wähler: Jeweils eine knappe Mehrheit will wieder zum MNS greifen, wenn z.B. die Grippesaison ansteht.

ALTER: 54,1% der Menschen über 65 wollen weiter Maske tragen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sprach sich eine Mehrheit (50,5 %) dagegen aus.

GESCHLECHTER: Während 41,2% der Männer der Maske weiter positiv gegenüberstehen, sind es bei den Frauen 48,2%. Dagegen lehnen 46,7% der Männer die Maske nach Corona ab und nur 37,3% der Frauen.

Gemälde: Evita Gründler


Matic-Bericht im Europa-Parlament will die Abtreibung zum „Menschenrecht“ erklären

Die internationale Abtreibungs-Lobby stehe knapp vor einem großen Erfolg im Europäischen Parlament.

Ein Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Fred Matić, der voraussichtlich am 23. Juni im Plenum des Parlaments in Brüssel behandelt werden wird, versuche, Abtreibung zum Menschenrecht zu erklären und die Gewissensfreiheit von Ärzten zu untergraben.

Das meldet die katholische „Tagespost“ in ihrer aktuellen Ausgabe (20.5.). Der Bericht sei nach monatelangem Ringen und mehr als 500 Änderungsanträgen im zuständigen „Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter“ vor wenigen Tagen mit 27 gegen sechs Stimmen angenommen worden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, umfasse „die sexuelle und reproduktive Gesundheit aller Individuen“ laut dem Bereicht u.a. das „Recht der freien Definition ihrer eigenen Sexualität, einschließlich ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität und deren Ausdruck, das Recht der freien Auswahl ihrer Sexualpartner“ wie auch der freien Entscheidung, „ob, wann und mit welchen Mitteln sie ein Kind oder mehrere Kinder bekommen“, und das „Recht auf lebenslangen Zugang zu Informationen, Ressourcen, Dienstleistungen und Unterstützung, die notwendig sind, um all dies zu erreichen“.

Damit sei nicht nur die Palette der Reproduktionsmedizin gemeint, sondern ausdrücklich auch „sichere und legale Abtreibungsdienste“.

Die so definierten „sexuellen und reproduktiven Rechte“ würden in dem Bericht als Menschenrechte postuliert. Das Recht des ungeborenen Kindes auf Leben fände dagegen in dem Text keine Erwähnung.

Stattdessen behaupte der Bericht, „dass Verstöße gegen die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte Verstöße gegen die Menschenrechte“ darstellten, „insbesondere gegen das Recht auf Leben“.

Wörtlich schreibt die Zeitung:

„In dieser Logik wären Abtreibungsbefürworter die wahren Lebensschützer, während Abtreibungsgegner das Recht auf Leben missachteten. Tatsächlich behauptet der Bericht in der Konsequenz dieser Logik, dass Staaten, die Abtreibungen nur unter bestimmten Umständen straffrei stellen, ,Frauen somit zwingen, heimlich abzutreiben, in andere Länder zu reisen oder ihre Schwangerschaft gegen ihren Willen zu Ende zu führen, was eine Verletzung der Menschenrechte und eine Form geschlechtsspezifischer Gewalt darstellt‘. Der Bericht fordere die Mitgliedstaaten der EU darum auf, „alle Hindernisse zu beseitigen, die dem uneingeschränkten Zugang zu diesen Diensten im Wege stehen“.

Gemeint seien damit „Gesetze, die Abtreibungen nicht pauschal erlauben, sondern reglementieren“. Auch stelle der Bericht die Gewissensfreiheit von Ärzten in Frage. So heiße es dort, Angehörige der Gesundheitsberufe könnten „die Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen verweigern, wenn sie moralische Bedenken haben, zum Beispiel bei der Durchführung von Abtreibungen“.

Eine solche Verweigerung aus Gewissensgründen solle – gehe es nach dem Berichterstatter, bald nicht mehr geben: „In Zukunft sollte sie als Verweigerung der medizinischen Versorgung und nicht als sogenannte Verweigerung aus Gewissensgründen behandelt werden“, zitiert das Blatt den Bericht.

Der Beitrag schließt mit den Worten, am 23. Juni werde sich zeigen, „ob eine Mehrheit im Europäischen Parlament diesem radikalen Vorstoß der Abtreibungs-Lobby und ihrer Attacke auf die Meinungs- und Gewissensfreiheit zu folgen gewillt ist“.

Quelle: ALFA-Newsletter

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Berlin: Professor der Charité lobt AstraZeneca, kurz danach wird AZ dort gestoppt

Am 25. März 2021 meldete der Berliner „Tagesspiegel“, fast 700 Schulleitungen der Bundeshauptstadt hätten per Videokonferenz erfahren, was u.a. Charité-Professor Frank Mockenhaupt aktuell zu Corona zu berichten hatte. Herausgekommen seien besonders „Impfappelle“ gewesen, um damit Schul-Öffnungen zu ermöglichen.

Prof. Mockenhaupt, kommissarischer Direktor des Instituts für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit der Charité, erklärte laut Tagesspiegel wörtlich: „Alle drei Impfstoffe sind super.“ – Das einzige Problem von Astrazeneca sei „die schlechte Presse“.
(Quelle für die Zitate: https://m.tagesspiegel.de/berlin/damit-berlins-schulen-offen-bleiben-koennen-mediziner-richten-flammenden-impfappell-an-lehrkraefte/27042604.html?bezuggrd=CHP&utm_source=cp-kurzstrecke)

BILD: Neues Buch des Biologen Arvay über Corona-Impfstoffe

Gestern beendete ausgerechnet Mockenhaupts Charité als erste Berliner Klinik die Astrazeneca-Impfung ihrer weiblichen Belegschaft weitgehend. Auf dem amtlichen Portal „Berlin.de“ heißt es dazu im Titel: „Charité stoppt Impfungen mit Astrazeneca bei Frauen unter 55“.

Weiter wird berichtet, die Sprecherin der Klinik, Manuela Zingl, habe am Dienstag (30. März 2021) erklärt: „Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind“.

Betroffen von gefährlichen Hirnvenenthrombosen nach AZ-Impfung waren bislang ausschließlich Frauen unter 60 Jahren.
(Quelle für die Zitate: https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6491103-958092-charite-stoppt-impfungen-mit-astrazeneca.html)


Keine Weinköniginnen mehr? – Gender ist in der argentinischen Provinz angekommen

Wie der Nachrichtenblog Amerika-21 berichtet. gibt es in Argentinien derzeit Debatten über Geschlechter-„Stereotype“, die durch Wahlen zur Weinkönigin angeblich zementiert werden:

So habe sich der Gemeinderat im argentinischen Departamento Guaymallén vorige Woche gegen die traditionelle Weinköniginnenwahl gestellt.

Ausgerechnet die eher konservativen Bürgerunion UCR habe den Gesetzesvorschlag eingebracht. Dies sei eine Antwort „auf den Paradigmenwechsel, der unsere Gesellschaft durchzieht „, weshalb es notwendig sei, das Fest den „neuen Gegebenheiten anzupassen“.

Weiter heißt es: „Guaymallén gehörte zu den 18 Departamentos der Provinz Mendoza, die seit 1936 jedes Jahr junge Frauen für die Wahlen zur Weinkönigin aufstellen.“

Die amtierende Weinkönigin Daniela Vanin verteidigt laut Bericht die Wahl – und es handle sich nicht nur um einen Schönheitswettbewerb, wenn auch andere Qualitäten der Frauen hervorgehoben würden.

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Hamburg: 99% starben „mit“, nicht „an“ Covid

Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat bei hunderten Obduktionen von Corona-Toten regelmäßig Vorerkrankungen festgestellt.

„Wir haben nur in einem Prozent der Sterbefälle nachweisen können, dass wir im Autopsie-Ergebnis keine relevante Vorerkrankung finden konnten und trotzdem die Todesursache ein Covid-19-Sterbefall gewesen ist“, sagte Institutsdirektor Ondruschka gegenüber n-tv:

„Die Datenlage weist daraufhin, dass der letale Verlauf einer Covid-19 Erkrankung auch vom Vorerkrankungsspektrum der mit Sars-CoV-2 infizierten Person beeinflusst wird“.

Die Hälfte der Verstorbenen war älter als 83 J., 75% waren älter als 76. Die verstorbenen Männer statistisch etwas jünger als die Frauen und es starben mehr Männer als Frauen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.n-tv.de/wissen/Fast-alle-Corona-Toten-waren-vorerkrankt-article22371530.html


Papua Neuguinea: Nonne rettete bereits neunzig Frauen vor „Hexen“-Verfolgung

Auch in der heutigen Zeit gibt es Hexenverfolgungen und sogar Verbrennungen, z.B. in Papua Neuguinea. Dagegen setzen sich katholische Ordensschwestern ein, darunter die Schweizerin Lorena Jenal.

Schwester Lorena ist seit 1979 im Hochland als Missionarin aktiv. Papua Neuguinea liegt im südwestlichen Pazifik. Der Bischof beauftragte sie mit dem Einsatz gegen Hexenwahn: „Das sollte ich angehen, und so habe ich mich da voll in diesem Bereich eingearbeitet, weil dies im Moment die größte und tragischste Ungerechtigkeit hier ist.“

Vor allem junge Frauen würden verfolgt; es werde ihnen vorgeworfen, „magischen Rituale und Kulte“ ausgeführt zu haben. Wie Schwester Lorena berichtet, würden die betroffenen Frauen gefoltert und bei lebendigem Leibe verbrannt.

Die Nonne erklärt: „Ich konnte bisher 90 Frauen das Leben retten. Viele von ihnen konnte ich wieder zurück in ihre Gemeinschaft und Familien integrieren. Selbstverständlich begleite ich sie bis zum heutigen Tag weiter.“

Die meisten der befreiten Frauen unterstützen Schwester Lorena jetzt bei ihrer Arbeit, um weitere Frauen zu retten. Doch nicht immer kann Sr. Lorena die grausamen Praktiken abwenden: „Zehn Frauen, die ich retten wollte, wurden getötet. Gerade vor einem Monat ist die bisher letzte Frau gestorben, die ich retten wollte.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/schweiz-papua-neuguinea-itv-schwester-lorena-hexenverfolgung-not.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Tipi fordert Verhüllungsverbot in Deutschland

Nach Ansicht des hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Ismail Tipi (siehe Foto) ist das Ergebnis der Volksabstimmung in der Schweiz genau das richtige Signal. Dort haben sich die Bürger für ein landesweites Verhüllungsverbot im öffentlichen Ram ausgesprochen.

Das Verbot wird nun in der Schweizer Verfassung festgeschrieben, dass sowohl für vermummte Sportfans und Demonstrierende gelten soll als auch für religiöse Verschleierungen wie Burka oder Niqab.

„Das ist ein klares Zeichen gegen die Unterdrückung der Frauen. Neben Österreich und Frankreich ist es das nächste Nachbarland Deutschlands, dass ein solches Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum einführt“, so Tipi und wiederholt damit seine Forderung, auch in Deutschland diesen Schritt zu gehen.

„Wir sollten endlich ein Verbot der Vollverschleierung erwirken. Keine Frau sollte gezwungen werden, sich mit einem Stück Stoff verhüllen zu müssen und ein Symbol der Unterdrückung in Form eines mobilen Stoffgefängnisses zu tragen. Wir müssen diese salafistischen, dschihadistischen Tendenz endlich stoppen und die Rechte der Frauen auch an dieser Stelle stärken.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.ismail-tipi.de/aktuelles/ismail-tipi-frauenrechte-gehoeren-zum-kern-unserer-demokratie-hier-due/


Ursachen und Folgen des Hexenglaubens

Pressemitteilung der Universität Mainz:

Der Glaube an Hexen und die Angst vor ihnen ist mit dem Ende der Hexenprozesse in Europa keineswegs völlig verschwunden. Rund 250 Jahre sind inzwischen vergangen, aber noch immer finden in westlichen Gesellschaften Ideen und Konzepte, die Anleihen bei altem Hexenglauben nehmen, ihre Anhänger. In anderen Regionen der Erde sind Hexenverfolgungen bis heute dokumentiert.

Vor diesem Hintergrund ist nach Einschätzung von Prof. Dr. Johannes Dillinger, Historiker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Oxford Brookes University, ein besseres historisches Verständnis der Hexenangst dringend nötig.

Hexenprozesse waren weltliche Verfahren

Die Hexenverfolgung in Mitteleuropa begann um 1560. Es war ein Flächenbrand, bei dem jeder unter Verdacht geraten konnte. „Die Anklagen gingen nicht, wie oft geglaubt, von der katholischen Kirche aus, sondern meistens vom einfachen Volk, dem Bauernstand. Hexenprozesse waren fast immer weltliche Prozesse“, so Dillinger.

Opfer der Verfolgungen waren zu etwa 80 Prozent Frauen. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, ein ganz wesentlicher Grund erklärt sich allerdings durch die weibliche Arbeitssphäre: Frauen waren für die Versorgung von Kindern und Kranken zuständig. In ihrer Verantwortung lagen Heilung und Pflege und damit Leben oder Tod – die weibliche Magie war somit weit gefährlicher als die männliche.

Korrigiert werden muss auch das Bild von der „Kräuterhexe“: Die Vorstellung, dass die Opfer der Hexenprozesse professionelle Heilerinnen mit pharmazeutischen Spezialkenntnissen waren, ist genauso falsch wie das Klischeebild von der alten, buckligen Märchenhexe.

Klimatische Veränderungen begünstigen den Wahn

Neueren Erklärungsversuchen zufolge trug ein klimatisches Phänomen dazu bei, den Boden für Misstrauen, Verdächtigungen und Anschuldigungen zu bereiten: Die Hauptzeit der Hexenverfolgung zwischen 1560 und 1650 fällt mit der kältesten Phase der Kleinen Eiszeit zusammen.

Die Klimaverschlechterung führte zu schweren Ernteverlusten und Hungersnöten und in der Folge zu sozialen Spannungen. Gerade in Deutschland wurden Hexen vor allem als Wetterzauberinnen gesehen und schädigende Wetterereignisse konnten ihnen direkt zur Last gelegt werden.

Auch noch heute führt der Glaube an böse Magier und Schadenszauber zu Hexenjagd und Morden, besonders in Afrika und Saudi-Arabien. Offizielle Hinrichtungen vermeintlicher Hexen sind ebenso wie Lynchmorde selbst im 21. Jahrhundert dokumentiert.