Der § 219a muß bleiben: Statt Werbung für Abtreibung mehr Einsatz für das Leben

Zu der in der nächsten Woche beginnenden Parlamentsdebatte über die Streichung des § 219a StGB erklärt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr (siehe Foto):

Der politische Aktionismus, der in dieser Berliner „Interregnumszeit“ insbesondere von den Parteien der Grünen, Linken, SPD und der FDP unter Beweis gestellt wird, zielt erstaunlicherweise schwerpunktmäßig auf ein Thema: „Kein Werbeverbot für Abtreibungen“ und „Weg mit dem § 219a StGB“ .

Was hierzu derzeitig bundesweit medial und politisch inszeniert und veranstaltet wird, ist in seiner Verve nahezu beispiellos und wäre für viele andere wichtige Fragen der Familienförderung mehr als wünschenswert.

In den nächsten Wochen hagelt es Aktionen vor und im Parlament, die sich mit der für unser Land wenig hilfreichen Frage befassen, wie der Gesetzgebern „endlich“ Abtreibungsärzten in Deutschland öffentliche Werbung für ihr Abtreibungsangebot ermöglichen oder erleichtern kann.

Dass angesichts dauerhaft erschreckend hoher und sogar wieder steigender Abtreibungszahlen und eine der niedrigsten Geburtenquoten weltweit das Parlament und die Öffentlichkeit eine ganz gegenteilige Kampagne und Debatte erlebt, führt nach Absurdistan.

Gibt es in Deutschland wirklich einen Mangel an Informationen, wie und wo man heute „unkompliziert“ und größtenteils bezahlt durch den Staat vermeintlich problemlos abtreiben kann?

Das Gegenteil ist der Fall, Abtreibungsinformationen bekommt heute jede Schulklasse regelmäßig ungefragt auf den Tisch, und dies dürfte auch den meisten Bürger dieses Landes klar sein. Offensichtlich ist dies alles den drei genannten Parteien noch nicht genug.

Jede Abtreibung ist nicht allein eine Tötung eines ungeborenen Menschen, sondern bringt auch für die Mutter erhebliche Risiken und Nöte. Abtreibungen sind nicht ungefährlich und sie zeigen immer auch ein Versagen der Beziehungen, der Familien und der humanen Gesellschaft, die ein Ja zum Kind nicht ermutigt und ermöglicht haben.

Aus gutem Grund hatte das Parlament auch bei den letzten Änderungen des § 219a 1993 das grundsätzliche ärztliche Werbeverbot aufrechterhalten, denn es ist eben ganz bestimmt keine „gewöhnliche Dienstleistung“ im ärztlichen Leistungskatalog, für die Beendigung eines menschlichen Lebens zu werben.

Ärzte, die die Abtreibung durchführen, sind ganz bewusst von der Werbung für diese Handlung ausgeschlossen, weil sie damit eben ihr Geld verdienen und nicht mehr „neutral“ der Frau gegenüber stehen. Das Werbeverbot schützt die Frau und das ungeborene Kind gleichermaßen, und sie hat nach der Beratung noch eine Bedenkzeit von mindestens drei Tagen, um sich dann zu entscheiden.

Die aktuelle Debatte zeigt, dass es einigen Parteien keinesfalls „nur“ um mehr ärztliche Werbung für Abtreibung oder gar um das „Recht auf Information“ bei den Frauen geht, sondern um die sogenannte „Entkriminalisierung“ der Abtreibung und das uneingeschränkte „Recht auf Abtreibung“  –  und dies alles ohne Beratungsverpflichtung.

Die Abtreibung wollen sie endlich zur alltäglichen ärztlichen Dienstleistung erklären, die jederzeit wie eine Zahnbehandlung von den Ärzten aktiv angeboten und beworben werden kann.

Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes verpflichteten den Gesetzgeber zu allererst dazu, die Würde jedes Menschen und das Recht auf Leben zu schützen. Dass die seit 1973 in Deutschland über sechs Millionen getöteten Kinder, die meist im 3. Monat abgetrieben werden, den Bundestag weniger zu beunruhigen scheinen als die Frage, wie es mehr Werbung und Information über Abtreibungsärzte gibt, ist ein beklemmendes Fanal zur Eröffnung dieser vielleicht sehr kurzen Legislaturperiode.

Die Neufassung eines Gesetzes sollte generell von der politischen Absicht getragen, eine Verbesserung für die Bürger herbeizuführen. Wem aber dient oder nutzt eigentlich die hier intendierte Änderung bzw. Abschaffung des § 219a StGB?

Sie wird die Zahl der Abtreibungen sicher nicht senken, sondern eher noch erhöhen. Sie dient nicht dem Leben, sondern fördert seine Vernichtung. Sie wirkt umsatzfördernd bei Abtreibungsspezialisten und marginalisiert das Drama der Abtreibung und die Verminderung der Lebensqualität für Frauen, die unter den Belastungen einer Abtreibung zu leiden haben.

Der § 219a StGB muss bleiben. Denn wir brauchen nicht mehr Reklame für Abtreibung, sondern mehr Werbung und Einsatz für das Lebensrecht ungeborener Kinder.

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INSA-Umfrage: 70% wollen Altersfeststellung bei angeblich minderjährigen Flüchtlingen

60%ige Mehrheit bei Befragten mit Migrationshintergrund

Das Erfurter INSA-Institut erkundigte sich in einer aktuellen Umfrage danach, ob das Alter von angeblich minderjährigen Flüchtlingen verbindlich medizinisch festgestellt werden soll.

Eine deutliche Mehrheit von 70 % stimmt dem zu. Der Anteil der männlichen Befragten ist mit 71 Prozent etwas höher als jener der weiblichen Befragten (68 %). Elf Prozent stimmen dem nicht zu, hierbei ergeben sich nur geringe geschlechtsspezifische Unterschiede. Rund ein Fünftel (19 %) gibt „weiß nicht“ an oder macht keine Angabe.

Bei der Aufteilung nach Parteipräferenz fällt auf, dass allein die Grünen-Wähler eine Altersfeststellung mehrheitlich nicht befürworten (49 Prozent Zustimmung).

Die Zustimmung beträgt bei Wählern der FDP 85 Prozent, bei Anhängern der AfD 93 Prozent. Rund ein Viertel (26 %) der befragten Linken-Wähler stimmt der Aussage nicht zu. Dieser Anteil beträgt bei den Grünen-Wählern 22 Prozent.   

Legt man den Fokus auf einen eventuellen Migrationshintergrund, so wird deutlich, dass Befragte ohne Migrationshintergrund der Aussage eher zustimmen (71 %) als Befragte mit Migrationshintergrund (60 %). 

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de

Foto: IGFM


Umfrage: AfD-Anhänger plädieren am stärksten für Jerusalem als Hauptstadt Israels

Das INSA-Institut in Erfurt führte Mitte Dezember eine Umfrage durch und wollte wissen, wie die Befragten über die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA denken – sowie über die Pläne der amerikanischen Regierung, ihre Botschaft dorthin zu verlegen.

Mehr als die Hälte der Befragten (52 %) lehnen dies ab, wobei hier Männer (56 %) häufiger nicht zustimmen als Frauen (48 %). Auf der anderen Seite stimmen 16 Prozent der Männer der Aussage zu, während dies nur 13 Prozent der Frauen tun. Insgesamt sind 15 Prozent der Befragten der Meinung, dass es richtig war, die amerikanische Botschaft nach Jersualem zu verlegen. 

BILD: Die jüdische Westmauer („Klagemauer“) in Jerusalem

Deutlich stärker klaffen die Meinungen bei den Anhängern der verschiedenen Parteien auseinander:

Während knapp ein Viertel der AfD-Anhänger (26 %) die Anerkennung Israels als Hauptstadt richtig findet, stimmen dem nur zwölf Prozent der SPD- und Grünen-Anhänger und elf Prozent der Linkspartei-Fans zu.

Mehrheitlich negativ stehen dem Sachverhalt Anhänger aller Parteien bis auf die AfD gegenüber.

Insbesondere Linke- und Grünen-Wähler (je 64 %) sowie SPD- und FDP-Wähler (je 62 %) stechen bei der Ablehnung hervor.

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Abtreibungsärzte sind keine Berater/innen: Der § 219a schützt schwangere Frauen

Werbeverbot für Abtreibungen aufrechterhalten

Heute wird im Bundesrat ein Gesetzentwurf zur Beseitigung des Werbeverbots für Abtreibungen eingebracht. Dazu erklärt Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht:

Die Streichung des § 219a StGB hilft weder Schwangeren noch deren ungeborenen Kindern. Daher ist der Gesetzesantrag BR-Drs. 761/17 aus unserer Sicht klar abzulehnen.

Hinter der Kampagne gegen den § 219a stehen die Organisationen und Parteien, die sich seit mehreren Jahren zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben, um die §§ 218 ff. komplett abzuschaffen – was gleichbedeutend ist mit der völligen Freigabe der Tötung von Kindern bis zur Geburt.

Die langjährigen Erfahrungen unserer Mitgliedsorganisationen in der Schwangerenberatung zeigen uns, dass das Werbeverbot für Abtreibungen aus gutem Grund beibehalten bleiben muss:

1. Der § 219a StGB ist heute „zeitgemäßer“ als je zuvor: Im Internet verschwimmen vielfach – wie derzeit auch bei einigen (Online-)Presseartikeln über den § 219a – die Grenzen zwischen neutraler und interessegeleiteter Information, zwischen Beratung und Werbung, zwischen uneigennütziger Information und Manipulation bzw. Täuschung über die kommerziellen Aspekte.

2. Etwa seit der Jahrtausendwende benutzen einige Abtreibungsärzte das Internet, um das erwähnte Werbeverbot vorsätzlich zu unterlaufen, wie sich nachweisen lässt.

3. Abtreibungsärzte sind keine neutralen Berater/innen; sie wollen primär ihre Dienstleistung der Tötung ungeborener Kinder anbieten und nicht Frauen helfen, mit einer ungeplanten Schwangerschaft oder Diagnose besser zurechtzukommen. Aus gutem Grund heißt es daher in § 219 Abs. StGB: „Der Arzt, der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, ist als Berater ausgeschlossen.“

4. Es gibt keine „Informationen“, die Abtreibungsärzte offen im Internet weitergeben müssten, welche die Schwangere nicht ohnehin über die eigens dafür geschaffenen Beratungsstellen erhält.

Hingegen besteht seit Jahren Handlungsbedarf, um die weiterhin exorbitante Zahl an Abtreibungen und dadurch oft für ihr Leben gezeichneten Frauen, Männern und Kindern endlich wirksam zu senken, statt das Gegenteil zu fördern.

Quelle: Bundesverband Lebensrecht (BVL), Fehrbelliner Straße 99 in 10119 Berlin
www.bv-lebensrecht.de Telefon (030) 644 940 39 · Fax (030) 440 588 67

Frauen-Union: Abtreibungswerbung soll weiter unter Strafe stehen

Die Vorsitzende der Frauen-Union in der CDU/CSU, Annette Widmann-Mauz, hat sich dafür ausgesprochen, das gesetzliche Verbot der Werbung für Abtreibungen beizubehalten.

 „Ich sehe keine Notwendigkeit für eine Veränderung des §219a Strafgesetzbuch“, sagte sie der Tageszeitung Die Welt. Das Werbeverbot sei Bestandteil eines „Schutzkonzeptes für das ungeborene Leben, das in jahrzehntelanger gesellschaftlicher Diskussion entwickelt wurde“.

Wer es ernst meine mit dem Lebensrecht, müsse „an den Stellen, wo dieser Schutz gefährdet ist, einschreiten“, betonte die CDU-Politikerin.

Eine Abtreibung sei keine ärztliche Dienstleistung wie jede andere. Ihr hätte bisher noch niemand schlüssig erklären können, „inwiefern das berechtigte Informationsbedürfnis der Frauen im derzeitigen System nicht befriedigt ist“.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/frauen-union-verteidigt-werbeverbot-fuer-abtreibungen/


Die Mehrheit der Deutschen hält Asylpolitik für das wichtigste politische Thema

Das Erfurter INSA-Institut wollte in einer repräsentativen Umfrage wissen, was als das wichtigste politische Thema angesehen wird. Mehr als jeder zweite Befragte (54 %) nannte die Zuwanderung. Auch Sorgen um Rente und mögliche Altersarmut treiben knapp ein Drittel (31 %) um.

Mehr als jeder vierte Befragte (27 %) nennt soziale Sicherheit und Gerechtigkeit als wichtiges politisches Thema. Fast ebenso viele (25 %) machen sich Sorgen um Sicherheit und Kriminalität. Bildung ist für jeden fünften Befragten (21 %) eines der wichtigsten politischen Themen. Für 15 Prozent der Befragten sind Umwelt, Klima und Tierschutz wichtige Themen.

Während für Frauen Themen wie Zuwanderung (56 % zu 51 %), Bildung (25 % zu 17 %), Umwelt (18 % zu 12 %), Terrorismus (14 % zu 7 %) sowie Familie und Kinder (6 % zu 2 %) wichtiger sind als für Männer, sind für die männlichen Befragten Themen wie Sicherheit/Kriminalität (27 % zu 24 %), Steuern/Finanzen (10 % zu 5 %), Europa/Euro (9 % zu 5 %)   im Vergleich wichtiger.

Auch zwischen Ost und West zeigen sich einige Unterschiede: Zuwanderung (58 % zu 53 %) und soziale Sicherheit/Gerechtigkeit (29 % zu 27 %) sind den ostdeutschen Befragten etwas wichtiger als den westdeutschen Befragten. Umgekehrt sind den westdeutschen Befragten Themen wie Umwelt/Tierschutz (16 % zu 11 %), Europa/Euro (8 % zu 2 %) und Wirtschaft (7 % zu 3 %) wichtiger.

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Münster: Gottesdienst im koptischen Ritus von Ehrfurcht und Feierlichkeit geprägt

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 30. September, fand vormittags in der schmucken kath. Barock-Kirche St. Clemens in Münster-Innenstadt eine feierliche hl. Messe im koptischen Ritus statt, die über zwei-ein-halb Stunden dauerte und stark von geistlichen Gesängen getragen war.

Kerzen, Weihrauch und symbolische Handlungen spielen ebenfalls eine große Rolle. Die Liturgie wirkt insgesamt sehr ehrfurchtsvoll, aber durch die vielen Lieder auch glaubensfroh und festlich.

Zu Beginn gab es außer mir nur einzigen weiteren (ebenfalls deutschen, nicht-koptischen) Besucher; vor dem Altar stand Bischof Damian, neben ihm zwei Sänger. Ich wunderte mich über die fast leere Kirche. Nach einer Viertelstunde kamen drei Priester zur Kirchentür herein; zudem ließen sich allmählich auch weitere Gläubige blicken.

Nach gut einer Stunde waren ca. 2/3 der Besucher eingetroffen, der „Rest“ kam noch später. Solche beträchtlichen „Verspätungen“ sind hier offenbar der Normalfall. (Wer erst nach einer Stunde kommt, hat aber immer noch eineinhalb Stunden Messe vor sich….)

FOTO Nr. 1 bis 3: Die Priester tragen weiße Gewänder und Kapuzen, der Bischof ein farbiges Obergewand. Die Lesung nimmt ein Laien-Lektor vor, die Predigt der Bischof oder Priester. – Die Kinder wirken ungezwungen; wenn sie unruhig werden (nach stundenlangem Gottesdienst kein Wunder!), gehen die Mütter mit ihnen zur Seitenwand oder nach draußen.

Die Kopten nennen sich zwar bisweilen auch „koptisch-orthodox“, damit ist aber lediglich gemeint, daß sie sich selber als  „rechtgläubig“ verstehen – es geht hierbei nicht um die orthodoxen Konfessionen bzw. Ostkirchen.

Vielmehr gehören die koptischen Christen zu den sog. „altorientalischen“ Kirchen, die das Konzil von Chalcedon nicht anerkannt haben, weil sie entweder monophysitistisch sind (wie etwa die Kopten) oder nestorianisch (wie z.B. ein Teil der syrischen/assyrischen Christen).

FOTOS: Bei den Kopten gibt es  – wie in der traditionellen kath. Messe  –  allein die Mundkommunion; zudem hält ein Ministrant (ebenfalls wie in der „alten Messe“) eine Kerze in seiner Hand. Die Eucharistie wird allein vom Bischof (wie hier) oder Priester ausgeteilt.

Die beiden Naturen in Christus – die  menschliche und die göttliche – werden also entweder zu stark getrennt (Nestorianer) oder zu wenig unterschieden (Kopten; bei ihnen geht das Menschsein Christi in seiner göttlichen Natur gleichsam fast „unter“). Wie wollen diese christologischen „Feinheiten“ hier nicht weiter ausbreiten, zumal ist es insofern mittlerweile zu gewissen Annäherungen mit der katholischen Kirche gekommen.

Wenngleich die Kopten  – es gibt sie vor allem in Ägypten und Äthiopien –  keineswegs zur orthodoxen Kirchengemeinschaft im eigentlichen Sinne gehören, sind gewisse liturgische Ähnlichkeiten offensichtlich, aber freilich auch Unterschiede. Vor allem fehlen im koptischen Gottesdienst die Ikonen, die für die ostkirchlichen Riten von großer Bedeutung sind.  

Auffallend ist auch die Kopfbedeckung der Geistlichen (weiße Leinenkapuzen) im koptischen Ritus – sie gilt aber nicht für Ministranten und Altar-Sänger.

Vermutlich geht diese Kopfbedeckung auf althebräische Traditionen zurück: die jüdische Kippa will symbolisch verdeutlichen, daß zwischen dem allmächtigen Schöpfer und seinem dienstbaren Geschöpf ein großer Unterschied bzw. Abstand, also eine „Trennung“ besteht.

Auch das Meßgewand der koptischen Geistlichen ist weiß, das des Bischofs etwas bunter. Zunächst beginnt der Gottesdienst in schwarzen Gewändern, nach der „Vormesse“ ziehen sich die Priester ihre weißen Gewänder an. Die Meßdiener und Psalmensänger ziehen von Anfang an ihre Schuhe aus und wandeln während des Gottesdienstes auf ihren Strümpfen.

Der Gottesdienst wird „zu GOTT hin“ (mit dem Rücken zum Volk) bzw. in Richtung Altar zelebriert – natürlich außer der Predigt und biblischen Lesungen. Insofern besteht eine Gemeinsamkeit zur überlieferten katholischen Liturgie („alte Messe“). Der koptische Priester hält fast immer ein kleines Silber-Kreuz in seiner Hand.

Die Kopten verwenden keine Hostien bei der hl. Kommunion, sondern kleine Brotstückchen, die von einem großen, flachen und runden Brot stammen. (Das Brot muß rund sein als Zeichen dafür, daß Gott keinen Anfang und kein Ende hat.) Zu Beginn des Gottesdienstes wird das Brot mit Wasser benetzt, was ein Sinnbild für die Taufe Christi durch Johannes den Täufer sein soll.

Bei den Kopten gibt es  für das Kirchenvolk keine Handkommunion  – es gilt für alt und jung die Mundkommunion genau wie bei den Orthodoxen  – allerdings (im Unterschied zu ihnen) keine Kelchkommunion; diese empfangen bei den Kopten allein die Priester.

Die Erwachsenen gehen teils stehend, teils kniend zum Tisch des HERRN, die Kinder meist stehend  – oder sie werden von ihren Eltern auf den Armen getragen. Das verdeutlichen auch unsere FOTOs Nr. 4 bis 6.

Das letzte BILD zeigt Bischof Damian beim Schlußsegen mit Weihwasser, das er über die Häupter seiner Lieben verteilt. Einige Gläubige bekreuzigen sich dabei.

Männer und Frauen sind in den Kirchenbänken klar getrennt (wie früher in der katholischen Kirche üblich): Vom Altar aus gesehen befinden sich links die Frauen, rechts die Männer. Die weiblichen Gläubigen kommen teils mit, teils ohne Schleier bzw. weiße Kapuze; die ägyptisch-stämmigen Frauen eher ohne, die äthiopischen eher mit Kopfbedeckung.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Fotos: Felizitas Küble