Kolumbien: Sühneritus für entweihte Kirche

Am heutigen, Freitag, den 12. März, findet in der Kathedrale von Ibagué unter Vorsitz von Erzbischof Orlando Roa Barbosa eine Sühneliturgie statt, nachdem das Gotteshaus kürzlich durch vandalistische Aktionen entweiht worden war.

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März drang eine Gruppe feministischer Aktivistinnen in die Kathedrale ein, während sich Gemeindemitglieder in der Kirche aufhielten und besprühtena die Wände der Kirche mit Schriften und Graffitis.

Nach dem Vorfall erinnerte der Erzbischof daran, dass die Kirche „das weibliche Genie“ und die Rolle der Frau beim Aufbau der Kirche und Gesellschaft wertschätze.

Er verurteilte die vandalistischen Handlungen und versichert, dass die Kirche auch künftig nach dem Vorbild Jesu „für die Würde der Frauen eintreten und ihre wichtige Rolle im kirchlichen Leben anerkennen wird … um alles anzuprangern, was gegen Integrität, Wesen und Würde der Frauen verstößt“.

Der Erzbischof erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass jeder Angriff auf einen heiligen Ort nach kanonischem Recht als Entweihung betrachtet wird. Daher müsse dies mit einer besonderen liturgischen Feier zur Sühne wiedergutgemacht werden.

Quelle: Fidesdienst


Weltfrauentag: Schweizer gegen Verhüllung

OFFENER BRIEf von Klaus Hildebrandt:

Sehr geehrte  Frau  Bundesjustizministerin Christine Lambrecht,
sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Horst Seehofer,    

die Zeiten ändern sich und die Demokratie schlägt zurück. Ich denke, dass den Menschen, abgesehen von Essen und Trinken, nichts wichtiger ist als ihre Meinungs- und Bewegungsfreiheit. Das bekommen Berlin und Brüssel gegenwärtig massiv zu spüren.

Nun hat sich auch die vorbildlich demokratische und freiheitliche Schweiz in einer Volksabstimmung mehrheitlich gegen die Verhüllung von Frauen ausgesprochen. Gut so!  

Frauen sind nicht das Eigentum von Männern oder gar Politikern, das sollte man endlich auch in Deutschland und ganz Europa zur Kenntnis nehmen.

Die Bundesregierung der letzten Jahre ist dafür bekannt, dass sie Grund- und Persönlichkeitsrechte beliebig ignoriert bzw. umdeutet, um ihr illusorisches Ziel – nämlich die Massenmigration – gegen den Willen des Volkes durchzusetzen (s. Migrationspakte der VN und EU), doch die Menschen, „die hier schon länger leben“, wehren sich.

Wer es richtig findet, Frauen unter dem Vorwand von Toleranz und Nichtdiskriminierung in Kartoffelsäcke und Karnevalsmasken zu verpacken, versteht nichts von Menschenrechten und ist nicht glaubwürdig. Sie sehen hoffentlich, dass Ihre Frauenpolitik längst an Grenzen stößt.

Heute ist Weltfrauentag, warum ich an Ihre Vernunft und Einsicht appelliere. Man kann nur hoffen, dass die Bundeskanzlerin sich in wenigen Monaten auch am Muttertag auf ähnliche Weise an die Öffentlichkeit wendet, wie sie es vor wenigen Tagen tat.

Deutschland war schon immer gut für gesellschaftliche Experimente, die, wie wir alle aus der Geschichte wissen, oft mit viel Leid und Krieg verbunden waren. Respektieren Sie endlich wieder die Biologie, indem Sie allen Frauen die Würde zusprechen, die ihnen per Geschlecht zusteht.

Wer sich um das Schreddern von männlichen Küken kümmert, der sollte auch in der Lage sein, sich angemessen den Rechten von Menschen zu widmen. 

Vermummung hat nichts mit Würde zu tun und versklavt Frauen. Stoppen Sie deren Ausbeutung und schützen Sie Ehe und Familie, wie es Art. 6 GG fordert.

Verbieten Sie die Vermummung von Frauen hierzulande und stellen Sie sicher, dass sich Frauen wieder ohne ihre männlichen Peiniger so in der Öffentlichkeit zeigen können, wie sie sind und sich wohl fühlen. Stoppen Sie die Mehr- und Kinderehe, denn all das passt nicht zu uns.    

Wir möchten wieder ein normales und berechenbares Land sein. Wo lautstarke, kreischende Minderheiten der Mehrheit die Richtung vorgeben, ist es vorbei mit den Menschenrechten. Das Nicht-EU-Mitglied Schweiz hat das verstanden.

Werden auch Sie Ihrer Verantwortung gerecht. Wenn Sie das nicht schaffen wollen oder können, dann wird es die AfD für uns tun.  

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Hildebrandt

Näheres zum Schweizer Referendum hier: https://www.welt.de/politik/ausland/article227804173/Volksabstimmung-ueber-Nikab-Schweizer-beschliessen-landesweites-Verhuellungsverbot.html


Weltweite Frauenförderung auf Abwegen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März sagte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, heute in Berlin:

Ein internationaler Frauentag verlangt es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich mit wirklichen Problemen von Frauen weltweit zu beschäftigen, nicht mit ideologieverblendetem Schmoren im eigenen Wohlstandssaft. Frauen weltweit fehlt es vor allem an Zugang zu Bildung, an Zugang zu sauberem Trinkwasser, an Respekt und Gleichberechtigung in der Gesellschaft und in der Familie, an selbstbestimmter Berufs- und Heiratswahl und vielem mehr.

Die Ausbeutung von Frauen aus ärmeren Familien in Indien oder Thailand, die als Gebärmaschinen unter hohen Gesundheitsgefahren die genetischen Kinder wohlhabender weißer Paare aus Industrieländern austragen, ist frauenverachtend und rassistisch. Und es wird viel Geld damit verdient: In Indien zum Beispiel beträgt der Umsatz mit „rent-a-womb“ über zwei Milliarden Dollar jährlich.

Die gezielte Abtreibung von Mädchen ausschließlich aufgrund ihres Geschlechts ist in vielen Staaten üblich und hat einen bedenklichen, gesellschaftsbelastenden Überschuss an Männern zur Folge, so in China, in Süd-Korea, wo man vergeblich versuchte, diese Praxis durch ein Verbot von Ultraschallbildern einzudämmen, außerdem zum Beispiel in Nepal, Bangladesch, Albanien, Georgien, Kirgistan, Armenien, Aserbeidschan, Hongkong, Montenegro, Taiwan, Tunesien oder Vietnam.

Allein die Tatsache, das „falsche“ Geschlecht zu haben, hat seit den 70er Jahren bis zu 200 Millionen Mädchen vor der Geburt das Leben gekostet. Diese „sex-selective abortion“ ist ein brutaler, weltweit verbreiteter vorgeburtlicher Femizid. Um dessen Opfer, zu denen auch die zur Abtreibung gezwungenen Mütter dieser Mädchen gehören, kümmern sich Feministinnen und entsprechende Organisationen jedoch nicht, weil ihnen die blinde Ideologie einer vermeintlichen Selbstbestimmung auf Kosten anderer Menschenleben wichtiger ist.

Wenn Ärztinnen aus Kenia berichten, dass sie Abtreibungsmittel unbegrenzt zur Verfügung haben, jedoch keine sterilen Spritzen oder Verbandszeug, muss umgedacht werden. Wenn sogenannte Trägerfrauen (Kayayei) in Accra/Ghana zum Schutz vor sexueller Gewalt künstliche Verhütungs- und Abtreibungsmittel angeboten bekommen statt einer Maßnahme, die sie vor der sexuellen Gewalt schützt, ist das reiner Zynismus.

Und angesichts von laut Weltgesundheitsorganisation jährlich über 73 Millionen Abtreibungen weltweit als Abhilfe „sichere Abtreibungen“ zu fordern statt Alternativen für den Schutz und die Gesundheit von Müttern und Kindern, spricht ebenfalls Bände.

Es wird Zeit, Stiftungen und Organisationen nur dann in all diesen Ländern tätig sein zu lassen, wenn sie sich für echte, nachhaltig frauenstärkende Maßnahmen einsetzen. Organisationen, die den Frauen als Hilfe frauenverachtende Ideologien und lebensfeindliche Prozeduren aufzwingen wollen, haben dort nichts zu suchen und dürfen nicht finanziert werden.
www.bundesverband-lebensrecht.de


Frauentag am 8. März: Film zu Golda Meir

Anlässlich des Internationalen Frauentags am Montag, den 8. März, lädt das israelische Generalkonsulat in München zu einer Vorführung des Films „Golda“ ein:

Kurz vor ihrem Tod wurde Golda Meir für das israelische Fernsehen interviewt. Nachdem das Interview beendet war, liefen die Kameras weiter und zeichneten ein intimes Gespräch mit der ersten und bisher einzigen Frau an der Spitze Israels auf.

Sie war von 1956 bis 1965 Außenministerin und von 1969 bis 1974 Ministerpräsidentin Israels.

Neben Zeugenaussagen von Unterstützern und Gegnern und seltenem Archivmaterial, spricht Meir, in diesem nie zuvor gesehenen Material, frei über ihre Amtszeit als Premierministerin – fünf turbulente Jahre, die ihr ihren Platz in der Geschichte des Nahen Ostens sicherten, wenn auch zu einem hohen persönlichen Preis.
Julie Grimmeisen gibt außerdem eine Einführung in den Film und die Thematik.

Montag, 8. März 2021, 19 Uhr (virtuelle Einführung und Gespräch), anschließend Filmvorführung

Anmeldung bis 7. März 2021 an das Israelische Konsulat in München erforderlich unter: consul-sec@munich.mfa.gov.il

Bei Zusage werden Ihnen die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung zugesendet. Der Film läuft im Anschluss an die Einführung.

Quelle: http://newsletter.israel.de/i/JOKgTO7xEwE4YfEwNfE2-H9yL5-Wyxpk2K8pviffWlbJsw3UJeqcVg


Weltfrauentag: Menschenrechte für alle Frauen beginnen vor der Geburt

Pressemeldung der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA):

Der Weltfrauentag ist willkommener Anlass, auf Benachteiligungen hinzuweisen, mit denen Frauen heute immer noch zu kämpfen haben. Frauenrechte werden jedoch auch dann mit Füßen getreten, wenn einer Frau das Recht, Mutter sein zu wollen, abgesprochen wird.

„Wir erleben zahlreiche Anrufe von Frauen, die ihre Schwangerschaft gegen ihren Willen durch eine Abtreibung beenden müssen: Entweder, weil der Partner Druck aufbaut und kein Kind will, oder weil die sexuelle Beziehung unbedingt vor der Familie verheimlicht werden muss. Von einer selbstbestimmten Entscheidung kann hier keine Rede sein“, so die Vorsitzende der ALfA, Cornelia Kaminski (siehe Foto).

Eine Frau, die ungewollt schwanger ist, empfindet Angst. In dieser Situation sind Entscheidungen selten selbstbestimmt und frei, sondern vielmehr von eben diesen Ängsten diktiert und erzwungen. Von der Wahrnehmung eines „Rechts auf Selbstbestimmung“ sind daher viele Frauen, die abtreiben, weit entfernt.

Ein gesellschaftliches Klima, dass Abtreibungen zusehends normalisiert, ja zum Goldstandard der Problemlösung für ungewollt Schwangere erhebt, verschärft die Not dieser Frauen.

Hinzu kommt, dass pränatale Diagnosemethoden in vielen Ländern dafür genutzt werden, systematisch Mädchen auszusortieren. Seit Einführung dieser Selektionsmöglichkeit in den siebziger Jahren sind so ca. 23 Millionen Mädchen abgetrieben worden, wie eine Studie der Universität Singapur belegt.

Diese Abtreibungen führen nicht nur dazu, dass die entsprechenden Gesellschaften in eine deutliche Geschlechter-Schieflage geraten. Sie führen auch dazu, dass die Frauen, die der Selektion entkommen sind, in dem Bewusstsein leben, dass eine Tötung weiblicher Kinder gesellschaftlich anerkannt ist. Sie sind Menschen zweiter Klasse, was ihnen spätestens dann bewusstwird, wenn sie selbst mit einem Mädchen schwanger geworden sind und von ihnen erwartet wird, dass sie ihre ungeborene Tochter abtreiben.

 


Ordensschwestern sind „Gottes starke Frauen“

Sonntag, 17. März in München: „Abend der Zeugen“

Heute ist Internationaler Frauentag; er würdigt den unersetzlichen Einsatz der Frauen und macht sich für ihre Rechte stark.

Weniger im Fokus stehen dabei rund 660.000 Frauen weltweit, die ihr ganzes Leben den Dienst an den Mitmenschen verschrieben haben: Die Ordensschwestern.

Sie stehen an der Seite der Schwächsten. Sie tragen die Nöte der Welt vor Gott. Wenn in einem Land aus Sicherheitsgründen alle Hilfsorganisationen gehen: Die Ordensfrauen bleiben. Sie sind wahre Heldinnen des Glaubens und der Nächstenliebe!

KIRCHE IN NOT rückt in der Fasten- und Osterzeit „Gottes starke Frauen“ in den Fokus. „Außergewöhnliche Frauen. Dank Gottes und Ihrer Hilfe“ lautet das Motto.

Einer beeindruckenden Ordensfrau, mit der KIRCHE IN NOT, seit langem intensiv zusammenarbeitet, können Sie am Sonntag, 17. März, in München begegnen: Schwester Annie Demerjian aus Syrien wird bei einem „Abend der Zeugen“ ab 17 Uhr in der Münchner Franziskanerkirche sprechen.

Außerdem berichten eine Ordensfrau aus Nigeria und ein koptischer Diakon mit ägyptischen Wurzeln über die Verfolgung und Diskriminierung von Christen in ihren Heimatländern. Gemeinsam wollen wir für unsere verfolgten Brüder und Schwestern auf der Welt beten und die heilige Messe feiern.

Als äußeres Zeichen der Solidarität mit den Märtyrern unserer Tage erstrahlt auch die Franziskanerkirche in blutrotem Licht (siehe Foto).

Herzliche Einladung zu diesem besonderen geistlichen Akzent in der Fastenzeit!

Quelle: Newsletter-Einladung von „Kirche in Not“


Frauentag: MÜTTER sind unsere Zukunft!

In jedem Jahrgang werden fast gleich viele Mädchen wie Jungen geboren. Allerdings sind es unterm Strich ein Drittel Kinder zu wenig, um den Bestand und auf lange Dauer auch den Wohlstand in einer Gesellschaft zu erhalten. So fehlt in jeder Generation auch ein Drittel gebärfähiger Frauen. Die Mütter werden immer rarer.

Gertrud Martin, die Vorsitzende des Verband Familienarbeit e.V., nimmt den Internationalen Frauentag zum Anlass, darüber nachzudenken, ob unsere Gesellschaft gut beraten ist, wenn die Frauen gezielt und einseitig auf die Erwerbstätigkeit gepolt werden, während die „Mutterrolle“ als Lebensmodell „von gestern“ gilt und in vielfacher Hinsicht diskriminiert wird:

„Die elterliche Reproduktions- und Erziehungsarbeit schlägt im Bruttoinlandsprodukt mit null zu Buche.

Neben ehrenamtlicher Tätigkeit, die freiwillig im Dienst des täglichen Füreinander-Da-Seins geleistet wird, ist sie die einzige Arbeit, die der Staat als Nutznießer unentgeltlich abfordert. In sich verstärkender Eigendynamik hat das zur Folge, dass diese Arbeit zunehmend gemieden wird: Immer mehr junge Frauen entschließen sich, kinderlos zu bleiben.

Eltern geben die Verantwortung für ihre Kinder immer früher in die Hände Dritter, auch wenn sie diese lieber selbst wahrnehmen wollten, falls die finanziellen Voraussetzungen dafür gegeben wären. Aber auch bei optimal strukturierten Betreuungsangeboten bleiben die Eltern über ca. 16 Stunden täglich für ihre Kinder zuständig, nächtliche Rufbereitschaft und eingeschränkte Urlaubsgestaltung inclusive.

Das Allheilmittel der modernen Gleichstellungspolitik, nämlich die Forderung, die Väter sollten sich gleichberechtigt an der Familienarbeit beteiligen, ist reiner Zynismus, solange die Familienarbeit unbezahlt bleibt, während z.B. die Rente der Kinderfreien von anderer Leute Kindern zu finanzieren ist.

Die einfache Wahrheit ist doch, dass die Mütter in jeder Gesellschaft die Basis stellen für jegliche Zukunftsfähigkeit, egal ob dabei von unseren umlagefinanzierten Sozialsystemen die Rede ist oder von der Innovationskraft unserer Wirtschaft, vom Konsumvolumen im Binnenmarkt oder vom Nachwuchsmangel in allen Berufssparten. Wer soll in einer Gesellschaft ohne Nachwuchs am Ende das Licht ausmachen?

Das Schlagwort ‚Kinder sind Zukunft‘ bedeutet in die tiefere Wirklichkeit übersetzt: ‚Mütter sind Zukunft‘.

Eine ehrliche und ganzheitliche feministische Politik kann den Anspruch der Gleichberechtigung der Frauen nicht auf die Gleichstellung mit den Männern beschränken, sondern muss alle Optionen weiblicher Lebensgestaltung einbeziehen, fraglos also auch das Mutter-Sein.“

 


IGFM: Frauenfeindlichkeit ist fester Bestandteil des Islam bzw. der Scharia

Aus Anlass des Welt-Frauentages warnt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) davor, zu viele Hoffnungen auf einen militärischen Sieg gegen den „Islamischen Staat“ (IS) zu setzen. Die neuesten Erfolge im Kampf um Mossul hätten zwar in manchen Gebieten die Schreckensherrschaft der Islamisten beendet. Das Frauen- und Menschenbild der Extremisten werde dadurch aber nicht verschwinden.

Die mächtigsten Akteure in der Region  –  der Iran, die von ihm kontrollierten schiitischen Milizen sowie Saudi-Arabien  –  vertreten eine sehr ähnliche und zum Teil sogar identische menschenrechtsfeindliche Politik, kritisiert die IGFM.

„Sie alle lehnen Gleichberechtigung kategorisch ab und beziehen sich auf dieselbe Grundlage: Eine frauenfeindliche Auslegung der islamischen Rechtsquellen“, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Selbst sog. „Partner“ des Westens wie Saudi-Arabien und Pakistan würden niemals die Rechte von Frauen achten, solange es nicht tiefgreifende Veränderungen in diesen Ländern gebe. „Reformen“ an einzelnen Gesetzen seien reine Augenwischerei, unterstreicht die IGFM. Die Diskriminierung von Frauen und Minderheiten sei kein bedauerliches Relikt, das quasi „aus Versehen“ bis heute überdauert habe, sondern ein fester Bestandteil des klassischen islamischen Rechts. 

Menschenrechtsverletzungen würden solange anhalten, wie sich islamisch geprägte Staaten auf die Scharia als göttliches Recht berufen. „Die Entwicklung geht leider zur Zeit nicht in Richtung Menschenrechte. Die Scharia ist weltweit auf dem Vormarsch und in sehr vielen Staaten fest verankert. Mit ihr geht die systematische Benachteiligung von Frauen einher. Geblieben sind Lippenbekenntnisse und Feigenblatt-Projekte. Der Westen hat aufgegeben“, so die IGFM weiter.

Gleichzeitig warnt die IGFM davor, den Blick auf islamisch dominierte Staaten zu verengen. Auch in anderen Kulturen sei frauenfeindliches Denken nach wie vor fest verankert und beträfe hunderte Millionen von Frauen und Mädchen, z. B. in Indien und zahlreichen afrikanischen Staaten. „Selbst in Deutschland gibt es himmelschreiende Ausbeutung von Frauen, vor allem in der Zwangsprostitution. Die Entrechtung von Frauen bleibt eine globale Herausforderung“, erklärt die IGFM.

Weitere Infos www.igfm.de/frauenrechte


Türkei: Rechtsschutz für Frauen weitgehend unwirksam

Während die meisten deutschen Medien zum Internationalen Frauentag die Sexismus-Debatte wieder unter der Gürtellinie hervorholen, berichtet die Tageszeitung „Die Welt” über etwas viel Wichtigeres:  

Weil eine türkische Mutter zu lange telefonierte, erstach ihr Mann sie auf offener Straße. Anwohner und Kinder sahen zu.

Kein Einzelfall: 165 Frauen wurden 2012 in der Türkei von Angehörigen ermordet. Die Tendenz ist seit Jahren steigend, obwohl die Regierung formal allerlei Maßnahmen ergriffen und Gesetze reformiert hat, um den Frauen mehr Schutz zu geben.

Aber die Fälle vom Februar zeigen, woran es hakt: Eines der Opfer wurde ermordet, weil oder zumindest nachdem sie die Polizei um Schutz gebeten hatte. 

Experten streiten, ob der Anstieg der Gewalt real ist  –  oder ein Ergebnis einer verbesserten statistischen Erfassung. Dass auch in der islamisch geprägten Regierungspartei AKP Gewalt gegen Frauen zwar offiziell verpönt, de facto aber kein Tabu ist, zeigte die Grußbotschaft eines regionalen AKP-Chefs namens Mehmet Demir auf seiner Facebook-Seite. Im mittlerweile gelöschten Beitrag hatte er “leichte Schläge” gegen Frauen “um ihnen Angst zu machen” als durchaus zulässig bezeichnet, um den häuslichen Frieden zu erhalten.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://journalistenwatch.com/cms/2013/03/08/welt-turkei-das-opfer-ist-fast-immer-eine-frau/