Nach Abschaffung der Wehrpflicht klaffen im deutschen Berufsheer große Lücken

Die Österreicher haben im Januar 2013 mit ihrem eindeutigen Ja zur Wehrpflicht noch einmal die Reißleine gezogen – in Deutschland hingegen wurde das Berufsheer über die Köpfe der Bevölkerung hinweg eingeführt.

Dies erweist sich nun als fundamentaler Fehler. Die deutsche Freiwilligenarmee hat sich zu einem Total-Flop entwickelt. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist mit dem Modell des Berufsheers auf allen Ebenen gescheitert: zu wenige Freiwillige, zu viele Wehrdienstabbrecher, zu kurze Dienstzeit der Berufssoldaten.

Ohne ausreichenden Nachwuchs steht die deutsche Armee vor dem Aus – oder sie muss sich radikal verkleinern und damit gleichzeitig auch Aufgaben abgeben.

Nun steht auch der CDU-Minister de Maizière auf dem Prüfstand – hatte dieser doch noch am 16. Mai 2013 in einer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag erklärt, die „geplanten Strukturen der Bundeswehr sind demographiefest.“

Nun hat man es schwarz auf weiß: Das Berufsheer ist ein Irrweg für die deutsche Wehrpolitik. Weder quantitativ noch qualitativ hat die Bundeswehr jenen Nachwuchs, den sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben benötigt.

QUELLE und FORTSETZUNG des Artikels hier: http://www.unzensuriert.at/content/0013734-Viel-zu-wenig-Nachwuchs-f-r-deutsche-Freiwilligenarmee

HINWEIS: Wir schrieben bereit vor eineinhalb Jahren, daß die Abschaffung der Wehrpflicht verfehlt war: https://charismatismus.wordpress.com/2012/01/26/abschaffung-der-wehrpflicht-hat-sich-nicht-bewahrt/


Österreich: Fast eine Zweidrittel-Mehrheit des Volkes plädiert für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht

In Deutschland wurde die allgemeine Wehrpflicht sogar von einem CSU-Verteidigungminister (zu Guttenberg) reichlich unüberlegt und vorschnell abgeschafft  –  natürlich ganz ohne Volksbefragung.

Das Berufsheer, das ersatzhalber entstand, wirft an allen Ecken und Enden massive Probleme auf  –  vor allem gibt es zu wenige Interessenten für die Freiwilligenarmee.  Zudem ist die Zahl der Abbrecher sehr hoch.

Insgesamt handelt es sich um ein vorhersehbares Desaster, zumal der Soldatenberuf in Deutschland ein weitaus geringeres Ansehen genießt als etwa in den USA.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) äußerte jetzt  gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:

„Ich würde mir wünschen, dass es mehr Interesse für das Unbekannte gibt als Sehnsucht nach ,Hotel Mama´.“

In Österreich hat ein Referendum am vergangenen Wochenende ein klares Votum für die Beibehaltung der Wehrpflicht ergeben:  Etwa 60 Prozent der 6,3 Millionen Wahlberechtigten stimmten für die Aufrechterhaltung von Wehr- und Zivildienst.

Das Ergebnis ist eine herbe Niederlage für die dort regierenden Sozialisten, die sich gegen die Wehrpflicht gestellt hatten.

Gewinner dieser Volksabstimmung sind die rechtsliberale FPÖ und auch die bürgerliche ÖVP, die sich pro Wehrpflicht ausgesprochen hatten.